DE4336896C2 - Verfahren zur Energieversorgung von mit akustischen Oberflächenwellen arbeitenden und mit aktiver Elektronik beschalteten Identifizierungsmarken - Google Patents
Verfahren zur Energieversorgung von mit akustischen Oberflächenwellen arbeitenden und mit aktiver Elektronik beschalteten IdentifizierungsmarkenInfo
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Description
Die vorliegende Erfindung betrifft ein Verfahren zur Ener
gieversorgung von mit akustischen Oberflächenwellen arbei
tenden und mit aktiver Elektronik beschalteten Identifi
zierungsmarken - ID-Tags - nach dem Oberbegriff des Pa
tentanspruchs 1.
ID-Tags (siehe beispielsweise US 4 746 830)
sind passive Schlüsselkomponenten in Identifizie
rungssystemen, welche berührungslos über größere Entfer
nungen identifiziert werden können. Dazu sendet ein Abfra
ge/Auswertegerät hochfrequente Funkimpulse aus, die von
einem im Bereich des Abfrage/Auswertegerätes befindlichen
ID-Tag empfangen werden, darin in akustische Oberflächen
wellen umgesetzt, in elektromagnetische Signale rücküber
führt und als Antwort an das Abfrage-Auswertegerät zurück
gesendet werden. Durch auf den ID-Tag vorgesehene Reflek
toren für akustische Oberflächenwellen wird im Antwortsi
gnal eine Codierung mit einer großen Anzahl von verschie
denen eindeutigen Möglichkeiten erzeugt.
Wenn über die reine Identifizierung hinaus weitere Daten
übertragen werden sollen, ist die vorgenannte Anzahl von
Codierungsmöglichkeiten bei weitem zu klein. Durch eine
zusätzliche Beschaltung des ID-Tags mit einer aktiven
Elektronik lassen sich diese Möglichkeiten wesentlich er
weitern. Durch Modulation der ID-Tag-Antwortsignale oder
durch Erzeugung eigener Antwortsignale können dann weitere
Daten zum Abfrage/Auswertegerät übertragen werden. Dadurch
werden zusätzliche Funktionen möglich, wobei es sich bei
spielsweise auch um die Übertragung von Daten vom Abfra
ge/Auswertegerät zum ID-Tag und deren nichtflüchtige Spei
cherung in diesem handelt.
Bei einer derartigen Erweiterung von ID-Tags zu "aktiven"
ID-Tags muß die aktive Elektronik mit Energie versorgt
werden. Zu diesem Zweck ist es bekannt, die Energie elek
tromagnetisch oder über Magnetspulen zum aktiven ID-Tag zu
übertragen (siehe beispielsweise US 3 745 569).
Der vorliegenden Erfindung liegt die Aufgabe zugrunde, ei
ne Möglichkeit zur energiesparenden und weitestgehend stö
rungsfreien drahtlosen Energieübertragung zu aktiven
ID-Tags der vorgenannten Art anzugeben.
Diese Aufgabe wird bei einem Verfahren der eingangs ge
nannten Art erfindungsgemäß durch die Merkmale des kenn
zeichnenden Teils des Patentanspruchs 1 gelöst.
Weiterbildungen der Erfindung sind Gegenstand von Unteran
sprüchen.
Die Erfindung wird im folgenden anhand von in den Figuren
der Zeichnung dargestellten Ausführungsbeispiele näher er
läutert. Es zeigt:
Fig. 1 eine schematische Darstellung in Blockform einer
Ausführungsform eines Identifizierungssystems mit
einem aktiven ID-Tag; und
Fig. 2 eine schematische Darstellung in Blockform einer
besonderen Ausführungsform zur drahtlosen Ener
gieübertragung zu einem ID-Tag.
Gemäß Fig. 1, die den generellen Aufbau eines Identifi
zierungssystems der in Rede stehenden Art zeigt, ist ein
Abfrage/Auswertegerät 10 mit einer daran angeschlossenen
Antenne 11 vorgesehen, das ein Abfragesignal für ein
ID-Tag 15 mit einer an dieses angeschlossenen Antenne 16
abstrahlt und Antwortsignale wieder empfängt. Das ID-Tag
15 ist in der oben erläuterten Weise mit einer aktiven
Elektronik 17 beschaltet.
Das Identifizierungssystem enthält weiterhin ein Sendege
rät 12 mit einer daran angeschlossenen Antenne 13 zur
drahtlosen Energieübertragung für die Energieversorgung
der aktiven Elektronik 17. Die über die Antenne 16 des
ID-Tag empfangene elektromagnetische Energie wird bei
spielsweise über eine Lade- und Speicherschaltung 18, 19
in die aktive Elektronik 17 eingespeist. Diese Halteschal
tung ist schematisch durch einen Gleichrichter 18 und ei
nen Haltekondensator 19 realisiert. Es sei darauf hinge
wiesen, daß es sich dabei lediglich um eine beispielhafte
Darstellung zur Erläuterung des Funktionsprinzips handelt
und daß hier im Rahmen des fachmännischen Könnens auch an
dere Realisierungen möglich sind, wie dies generell auch
für die bisher erläuterten Komponenten des Identifizie
rungssystems gilt.
Der Kern der Erfindung ist nun darin zu sehen, daß das
ID-Tag 15 so betrieben wird, daß es bei fehlender Energie
versorgung rein passiv und bei Vorhandensein von Energie
über die aktive Elektronik 17 als aktives ID-Tag arbeitet.
Dazu wird die Ausstrahlung von elektromagnetischer Energie
über das Sendegerät 12 und die Antenne 13 nur dann akti
viert, wenn das Abfrage/Auswertegerät 10 über ein Antwort
signal das Vorhandensein des ID-Tags 15 erkannt hat. Dies
kann dadurch erfolgen, daß das Abfrage/Auswertegerät 10
das Sendegerät 12 über eine Auswerteelektronik 14 akti
viert, wenn es ein Antwortsignal vom ID-Tag 15 aufgenommen
hat. Auf diese Weise erfolgt die Aussendung der für die
Energieversorgung der aktiven Elektronik 17 notwendige
elektromagnetische Strahlung kurzzeitig und gezielt. Es
ergibt sich daraus insbesondere der Vorteil, daß zur Stei
gerung der Sicherheit und Zuverlässigkeit auch höhere
Strahlungsleistungen vertretbar sind, als dies bei einem
Dauerstrichbetrieb des Sendegerätes 12 der Fall wäre.
In Weiterbildung der Erfindung kann die Energieübertragung
erst dann aktiviert werden, wenn das ID-Tag 15 als ein für
eine bestimmte Erkennungsaufgabe wesentliches Element
identifiziert worden ist. Dies ist beispielsweise dadurch
möglich, daß lediglich ein vorgegebener für die Energie
übertragung relevanter Teil des Abfragesignals für das
ID-Tag 15 ausgenutzt wird. Damit können für andere Aufga
ben vorgesehene ID-Tags dadurch ausgeschlossen werden und
damit keine Energieübertragung auslösen, deren Antwort
signal als nicht relevant erkannt wird.
Gemäß einer weiteren Ausgestaltung der Erfindung kann die
Energieübertragung nur dann aktiviert werden, wenn sich
die Antenne 11 des Abfrage/Auswertegerätes 10 und die An
tenne 16 des ID-Tags 15 in einer günstigen Position zuein
ander befinden. Dies ist durch Auswertung der Amplitude
des im ID-Tag 15 passiv reflektierten Signals und/oder
durch Auswertung der Position zwischen senderseitiger An
tenne 11 und empfangsseitiger Antenne 16 z. B. nach Maßgabe
des Doppeleffektes möglich. Die letztgenannte Möglichkeit
der Positionsbestimmung ist beispielsweise bereits in der
älteren deutschen Patentanmeldungen
P 43 10 610.2 beschrieben.
In Weiterbildung der Erfindung kann mit den aktiv erwei
terten Antwortsignalen von ID-Tags auch eine Information
über die bereits im ID-Tag verfügbare Energie auf das Ab
frage/Auswertegerät rückübertragen und basierend auf die
ser Information die Energieübertragung hinsichtlich Lei
stung und/oder Dauer und/oder Wiederholungsrate so gesteu
ert werden, daß eine zuverlässige Funktion gewährleistet
bleibt und trotzdem eine überflüssige Energieabstrahlung
unterbleibt.
Für eine Leistungssteuerung ist schematisch eine Möglich
keit in Fig. 2 dargestellt, in der entsprechende Elemente
wie in Fig. 1 mit den gleichen Bezugszeichen und einem
Strichzusatz bezeichnet sind. Dabei enthält das Abfra
ge/Auswertegerät 10′ einen Sendegerätteil 12′, der in Ab
hängigkeit vom Empfang eines Abfragesignals von einem
ID-Tag 15 zur ID-Tag-Erkennung eine kleine Leistung und
zur Energieversorgungsübertragung eine große Leistung ab
strahlt.
Gemäß einem weiteren Merkmal der Erfindung können die Ab
fragesignale und die Energieversorgungssignale in unter
schiedlichen Frequenzbereichen übertragen werden.
Darüber hinaus kann den Energieversorgungssignalen auch
Information aufmoduliert sein.
Es ist darauf hinzuweisen, daß die schaltungstechnische
Realisierung der anhand der Fig. 1 und 2 schematisch
erläuterten Identifizierungssysteme im Rahmen des fachmän
nischen Könnens ohne weiteres in unterschiedlichen Ausfüh
rungsformen möglich ist. So können beispielsweise unter
schiedliche Antennen zur Abfrage und Energieübertragung
verwendet werden, wie dies in Fig. 1 bereits dargestellt
ist. Im Unterschied dazu können auch unterschiedliche An
tennen zur Abfrage vor und nach der Energieübertragung
vorgesehen sein. Weiterhin können die Antwortsignale nach
der Energieübertragung aktiv verstärkt werden oder es kann
des Abfragesignal direkt oder am ID-Tag abgegriffen und
verstärkt werden, wobei aus dem verstärkten Signal Krite
rien zur Sand/Empfangsumschaltung gewonnen werden können.
Claims (9)
1. Verfahren zur Energieversorgung von mit akustischen
Oberflächenwellen arbeitenden und mit aktiver Elektronik
(17) beschalteten Identifizierungsmarken (15 bis 17) in
Identifizierungssystemen, welche die Identifizierungsmar
ken (15 bis 17) als abzufragende Elemente, ein Abfra
ge/Auswertegerät (10, 11) zum Abfragen der Identifizie
rungsmarken (15 bis 17) und Auswertung von diesen rückge
sendeten Abfragesignalen sowie ein Sendegerät (12, 13) zur
Energieübertragung für die Energieversorgung der aktiven
Elektronik (17) umfassen, dadurch gekennzeichnet, daß das
Energieübertragungssendegerät (12, 13) vom Ab
frage/Auswertegerät (10, 11) für die Energieversorgung je
weils mindestens einer Identifizierungsmarke (15 bis 17)
dann aktiviert wird, wenn das Abfrage/Auswertegerät (10,
11) diese Identifizierungsmarke (15 bis 17) identifiziert
hat.
2. Verfahren nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß
zur Aktivierung des Energieübertragungssendegerätes (12,
13) lediglich ein vorgegebener Teil des Abfragesignals
ausgenutzt wird.
3. Verfahren nach Anspruch 1 und/oder 2, dadurch gekenn
zeichnet, daß zur Aktivierung des Energieübertragungssen
degerätes (12, 13) eine Amplitudenauswertung des Abfrage
signals durchgeführt wird.
4. Verfahren nach Anspruch 1 und/oder 2, dadurch gekenn
zeichnet, daß zur Aktivierung des Energieübertragungssen
degerätes (12, 13) eine Positionsauswertung aus den Iden
tifizierungssignalen von Identifizierungsmarken (15 bis
17) durchgeführt wird.
5. Verfahren nach einem der Ansprüche 1 bis 4, dadurch ge
kennzeichnet, daß den Abfragesignalen von Identifizie
rungsmarken (15 bis 17) über die aktive Elektronik (17)
eine Information über die in den Identifizierungsmarken
(15 bis 17) vorhandene Energie aufgeprägt und die Energie
übertragung über das Abfrage/Auswertegerät (10, 11) hin
sichtlich Leistung und/oder Übertragungsdauer und/oder
Wiederholungsrate gesteuert wird.
6. Verfahren nach einem der Ansprüche 1 bis 5, dadurch ge
kennzeichnet, daß die Abfragesignale vom Abfra
ge/Auswertegerät (10, 11) und die Energieversorgungssi
gnale vom Energieübertragungssendegerät (12, 13) mit un
terschiedlicher Leistung derart abgestrahlt werden, daß
die Leistung der Energieversorgungssignale größer als die
der Abfragesignale ist.
7. Verfahren nach einem der Ansprüche 1 bis 6, dadurch ge
kennzeichnet, daß die Abfragesignale und die Energiever
sorgungssignale in unterschiedlichen Frequenzbereichen
übertragen werden.
8. Verfahren nach einem der Ansprüche 1 bis 7, dadurch ge
kennzeichnet, daß den Energieversorgungssignalen Informa
tion aufmoduliert wird.
9. Verfahren nach einem der Ansprüche 1 bis 8, dadurch ge
kennzeichnet, daß die Energieversorgung über Magnetspulen
erfolgt.
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