DE433690C - Verfahren zur Herstellung eines Schaedlingsbekaempfungsmittels - Google Patents

Verfahren zur Herstellung eines Schaedlingsbekaempfungsmittels

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DE433690C
DE433690C DEL61113D DEL0061113D DE433690C DE 433690 C DE433690 C DE 433690C DE L61113 D DEL61113 D DE L61113D DE L0061113 D DEL0061113 D DE L0061113D DE 433690 C DE433690 C DE 433690C
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calcium arsenate
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    • A01AGRICULTURE; FORESTRY; ANIMAL HUSBANDRY; HUNTING; TRAPPING; FISHING
    • A01NPRESERVATION OF BODIES OF HUMANS OR ANIMALS OR PLANTS OR PARTS THEREOF; BIOCIDES, e.g. AS DISINFECTANTS, AS PESTICIDES OR AS HERBICIDES; PEST REPELLANTS OR ATTRACTANTS; PLANT GROWTH REGULATORS
    • A01N25/00Biocides, pest repellants or attractants, or plant growth regulators, characterised by their forms, or by their non-active ingredients or by their methods of application, e.g. seed treatment or sequential application; Substances for reducing the noxious effect of the active ingredients to organisms other than pests
    • A01N25/24Biocides, pest repellants or attractants, or plant growth regulators, characterised by their forms, or by their non-active ingredients or by their methods of application, e.g. seed treatment or sequential application; Substances for reducing the noxious effect of the active ingredients to organisms other than pests containing ingredients to enhance the sticking of the active ingredients

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Description

  • Verfahren zur Herstellung eines Schädlingsbekämpfungsmittels. Das den Gegenstand der Erfindung bildende Verfahren soll bei der Bekämpfung von tierischen Pflanzenschädlingen, insbesondere des Bollweevil (amerikanischer Baumwollschädling), Verwendung finden.
  • Die Vernichtung dieser Pflanzenschädlinge durch das vielfach, besonders in Amerika, übliche trockene Aufstäuben der Mittel auf die Pflanzen bringt den Übelstand mit sich, daß hierbei einesteils erhebliche Verluste an Giftstoffen unvermeidlich sind, während andernteils Menschen und Tiere durch die Gifte geschädigt und eiri Teil der Gifte durch den Wind abgeblasen und durch den Regen abgewaschen wird.
  • Das neue Verfahren gründet sich auf die Eigenschaft des chinesischen Holzöls (Wood-Oil, Gurjun-öl, Hankow-Öl) beim Erhitzen in dünnen Schichten auf Temperaturen, welche zwischen 70 und 9o° C liegen, in eine feste linoxynähnliche Masse überzugehen. Dieselbe Eigenschaft kommt auch in gewissem Maße den aus dem Holzöl hergestellten Alkaliverbindungen und Erdalkaliverbindungen ztt. Holzöl verseift sich in der Kälte bzw. bei geringer Wärme leicht und schnell auf Zusatz von Alkalien und Erdalkalien. Die erhaltenen, anfangs breiförmigen seifenähnlichen Verbindungen erstarren unter der Einwirkung des Luftsauerstoffes bei längerem Stehen, schneller bei den oben angegebenen Temperaturen zu einer harten Masse, welche sich leicht pulverisieren und durch Sieben in ein feines Pulver überführen läßt. Diese »Holzölseifen« schützen infolge ihrer Emulsionsfähigkeit und ihrer kolloidalen Eigenschaften wasserlösliche Klebmittet, z. B. arabisches Gummi sowie andere Gummiarten, ferner tierische oder pflanzliche Leime und Zucker, vor dem Abwaschen durch den Regen und dem Abwehen durch den Wind. Infolgedessen eignen sich Mischungen dieser aus Holzöl hergestellten Alkali- und Erdalkaliverbindungen mit Leim oder feingepulvertem Gummi so-,vie Zucker, welch letzterer zweckmäßig in Form eines dicken Sirups angewandt wird, gut zur Herstellung eines den angestrebten Zwecken genügenden Klebmittels, welches sich vor dem Erhärten mit Giftstoffen, z. B. staubfeinem Calciumarseniat, welches besonders in Nordamerika als Bekämpfungsmittel des Bollweevil angewandt wird, mischen läßt. Die homogenen :Mischungen von Klebstoff und Calciumarseniat werden durch Trocknen zwischen ,-o und 9o' C unter Luftzutritt in eine harte Masse übergeführt, welche sich in warmem Zustande (bei 25 bis 35° C) ohne Schwierigkeit pulvern und bei Anwendung von genügend feinen Sieben in ein feines hygroskopisches Pulver überführen läßt, welches, auf die Pflanze aufgestäubt, nach einer gewissen Trockenzeit bei warmem Wetter so fest auf den Blättern haftet, daß es durch den Wind nicht abgeblasen «-erden kann und sich auch gegen Regen widerstandsfähig erweist. Das Aufstäuben soll zu einem Zeitpunkt vorgenommen werden, zu dem die Blätter und sonstigen Pflanzenteile eine gewisse Feuchtigkeit, z. B. durch Tau oder Regen, aufweisen. Bei der Bekämpfung des Bollweevil in baumwollerzeugenden Gegenden: bleibt bei der Anwendung der Mischung von Klebstoff mit Calciumarseniat eine auf alle Fälle genügende Menge Calciumarseniat an den Blättern der Baumwollpflanze haften. Dieses Calciumarseniat löst sich, begünstigt durch den Zuckergehalt des Klebmittels, in genügender Menge im Wasser auf, um dem Wasser die giftigen, zur Vernichtung des Bollweevil erforderlichen Eigenschaften zu verleihen. Eine schädliche Einwirkung auf das Wachstum der mit diesem Mittel behandelten Pflanzen findet nicht statt. Soweit Baumwolle in Frage kommt, ist eine schädliche Wirkung schon deshalb ausgeschlossen, weil das Mittel lange Zeit, bevor die Knospe aufspringt und die Baumwolle gepflückt wird, zur Anwendung kommt.
  • Die erhaltenen trockenen, staubfeinen Präparate, welche vor Feuchtigkeit zu schützen sind, werden entweder in fester Form oder in flüssiger Form, mit Wasser im Verhältnis von i : 3 angerührt, zur Pflanzenschädlingsbekämpfung, z. B. des Bollweevil, benutzt. Die Giftwirkung der Mittel äußert sich so lange, als noch durch Klebstoff fixiertes Calciumarseniat an den- Blättern und sonstigen Pflanzenteilen haftet, da z. B. durch den frisch fallenden Tau immer wieder kleine Mengen Zucker gelöst und allmählich kleine Mengen des an sich schwer löslichen Calciumarseniats freigegeben und zur Wirkung gebracht werden.

Claims (2)

  1. PATENT-ANSPRÜcIiE: i. Verfahren zur Herstellung eines Schädlingsbekämpfungsmittels, gekennzeichnet durch den Zusatz von Verseifungsprodukten des chinesischen Holzöls zu den mit Klebmitteln gemischten Giftstoffen.
  2. 2. Verfahren nach Anspruch i, dadurch gekennzeichnet, daß als Bestandteil des Klebmittels Zucker verwendet wird, welcher nicht nur als Klebstoff wirkt, sondern auch die Lösungsfähigkeit des an sich sehr schwer löslichen Calciumarseniats im Wasser (Luftfeuchtigkeit, Tau) erhöht und daher die Giftwirkung verstärkt.
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