DE4337585C2 - Verpackungsbehältnis - Google Patents

Verpackungsbehältnis

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    • B65CONVEYING; PACKING; STORING; HANDLING THIN OR FILAMENTARY MATERIAL
    • B65DCONTAINERS FOR STORAGE OR TRANSPORT OF ARTICLES OR MATERIALS, e.g. BAGS, BARRELS, BOTTLES, BOXES, CANS, CARTONS, CRATES, DRUMS, JARS, TANKS, HOPPERS, FORWARDING CONTAINERS; ACCESSORIES, CLOSURES, OR FITTINGS THEREFOR; PACKAGING ELEMENTS; PACKAGES
    • B65D81/00Containers, packaging elements, or packages, for contents presenting particular transport or storage problems, or adapted to be used for non-packaging purposes after removal of contents
    • B65D81/18Containers, packaging elements, or packages, for contents presenting particular transport or storage problems, or adapted to be used for non-packaging purposes after removal of contents providing specific environment for contents, e.g. temperature above or below ambient
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Description

Die Erfindung betrifft ein Verpackungsbehältnis, be­ stehend aus
  • - einem oberen und einem unteren Verpackungselement,
  • - einem Dichtungselement, das zwischen dem oberen und dem unteren Verpackungselement liegt und mit diesem einen Vakuumraum umschließt und
  • - einer Ventileinrichtung, die am oberen und/oder unteren Verpackungselement angeordnet ist, mit der der unter Vakuum stehende Vakuumraum belüftbar und ohne Beschädigung der Verpackungselemente und des Dichtungselements das obere und das untere Verpackungselement voneinander lösbar sind.
Ein Verpackungsbehältnis der eingangs genannten Art ist aus der DE 93 02 901 U1 bekannt. Es besteht aus einem Gefäß, das rechteckig oder rund ist und einem Deckel, der formgenau auf dem Gefäß aufliegt und es mit Hilfe eines Dichtungsringes vakuumdicht abschließt. Im Deckel befindet sich eine Öffnung, in die ein Ventil einge­ steckt werden kann.
Nachteilig ist, daß das Ventil als Steckbolzen in T-Form mit zwei oder mehreren Beinen versehen ist, die geson­ dert ausgebildet sind und daß das Ventil mit einer gesonderten Rückholfeder versehen ist. Um den Steck­ bolzen halten zu können, muß eine tassenförmige Öffnung zum Gefäßinnenraum in bestimmter Gestalt hergestellt werden. Das Lüften des Ventils fordert darüber hinaus das Vorhandensein eines beweglichen Ringes.
Aus der DE 42 43 413 A1 ist ein Lager- und Transport­ behälter für Wafer (Halbleiterplättchen) bekannt, der voneinander abgedichtete Ober- und Bodenteile aus gegossenem Kunststoff aufweist. Zum Entfernen eines Teils der Gesamtatmosphäre aus dem Behälter ist ein Ventil vorgesehen. Da der Lager- und Transportbehälter Halbleiterplättchen unter speziellen Bedingungen in sich aufnehmen und lagern muß, ist er selbst und sein Ventil sehr aufwendig ausgebildet.
Weiterhin sind Verpackungsbehältnisse in Gestalt von Einweg-Weichkunststoff-Verpackungen, Blechdosen oder Einweckgläsern seit einer Vielzahl von Jahren bekannt.
Nachteilig ist bei den Einweg-Weichkunststoff-Verpackun­ gen, daß nach dem Abziehen eines oberen Verpackungsele­ ments von einem unteren Verpackungselement, dessen Öff­ nungsvorgang sehr kraftaufwendig ist, insbesondere das gesamte Verpackungsbehältnis nach der Entnahme des Be­ hälterinhaltes weggeworfen wird. Hierbei ergibt sich darüber hinaus das Problem der Entsorgung der aus Kunst­ stoff bestehenden Verpackungen.
Ähnlich ist es auch bei Blechdosen.
Bei Einweckgläsern besteht zwar eine Wiederverwendungs­ möglichkeit von Deckel und Glas, nur werden diese Indu­ striegläser nicht zurück-, sondern dem Abfall zugeführt. Problematisch ist es darüber hinaus, daß sich der Deckel vom Glas bei Vakuum äußerst schwer trennen läßt. Die am Dichtungsring befindliche Zuglasche reißt in der Regel ab, so daß immer noch zusätzliche Hilfsmittel, wie z. B. ein spezielles Öffnungsgerät, eingesetzt werden müssen.
Der Erfindung liegt die Aufgabe zugrunde, ein Ver­ packungsbehältnis der eingangs genannten Art so weiterzu­ entwickeln, daß es eine einfach ausgebildete Ventilein­ heit aufweist und sich mit dieser leicht verschließen und öffnen läßt.
Erfindungsgemäß wird diese Aufgabe dadurch gelöst,
  • - daß die Ventileinrichtung ein dünnes Folienblättchen das in ein laschenähnliches Betätigungselement übergeht und das als Verschlußelement eine Durchbre­ chung im oberen und/oder unteren Verpackungselement verschließt und
  • - daß das dünne Folienblättchen für eine Befüllung und ein Unter-Vakuum-setzen mit einem sich leicht lösbaren Kleber angeheftet ist.
Die mit der Erfindung erzielten Vorteile bestehen ins­ besondere darin, daß das Verpackungsbehältnis mit seinem Inhalt in einer speziellen Einrichtung leicht unter Vakuum gesetzt werden kann. Soll nach einer bestimmten Zeit das Verpackungsbehältnis geöffnet werden, braucht lediglich das dünne Folienblättchen abgezogen zu werden. Danach läßt sich das Verpackungsbehältnis leicht öffnen und sein Inhalt entnehmen. Da das obere und das untere Verpackungselement bei diesem Öffnungsvorgang nicht beschädigt worden sind, läßt sich das gesamte Verpa­ ckungsbehältnis nach einem intensiven Reinigungsgang wieder für eine Neuaufnahme eines gleichen oder anderen Inhalten verwenden. Von Vorteil ist darüber hinaus, daß durch die Wiederverwendbarkeit die Umweltbelastung geringer wird und keine zusätzlichen Probleme beim Entsorgen von bestimmten Teilen entstehen.
Vorteilhaft ist es, wenn das Folienblättchen aus Kunststoff, Gummi oder Aluminium besteht. Zum Einsatz sollte hierbei ein solches Material kommen, das zum einen gute Abdichtungseigenschaften und zum anderen so hitzebeständig ist, daß eine mehrmalige Verwendung möglich ist.
Vorteilhaft ist es, wenn das obere und das untere Ver­ packungselement von einer parallelen Geraden, schräg liegenden Geraden oder trapezähnlich ausgebildeten Trennebene durchzogen sind. Diese besondere Teilung ermöglicht eine optimale Anpassung an das von dem Verpackungsbehältnis unter Vakuum aufzunehmenden Inhaltes. Wird z. B. eine zweiteilige Verpackung ge­ wählt, deren Verpackungselemente durch eine treppen­ ähnliche Trennlinie getrennt sind, kann eines der beiden Verpackungselement zugleich als Darreichungselement an­ stelle z. B. von einer Butterdose, einer Wurstschale oder dergleichen dienen.
Vorteilhaft ist es, wenn das obere und/oder untere Verpackungselement als Hohlkörper oder Tellerkörper in runder, ovaler oder eckiger Form ausgebildet sind. Die Form kann sechseckig, rhombenförmig oder gerundet mit Abflachungen sein. Hierdurch ist eine optimale Anpassung des Behältnisses an jede Verwendungs- und Geschmacksrichtung gewährleistet.
Vorteilhaft ist es, wenn das obere Verpackungselement mit dem unteren Verpackungselement gelenkig oder biegeweich verbunden ist. Hierdurch ist es möglich, daß obere gegenüber dem unteren Verpackungselement abzuklappen, wobei beide Elemente bei einem weiteren Gebrauch miteinander verbunden bleiben.
Vorteilhaft ist es, wenn das obere und das untere Ver­ packungselement aus einem erhitz- und/oder unverform­ baren Material besteht. Dieses Material kann z. B. ein Hartkunststoff, ein innenbeschichtetes Metall oder Glas sein. Als Hartkunststoff kann PET zum Einsatz kommen. Diese Materialien zeichnen sich insbesondere dadurch aus, daß ihre Verformungstemperatur oberhalb einer Verwendungstemperatur von zirka 100° liegt. Durch die Verwendung eines solchen Werkstoffes wird die Mehrfachverwendung der einzelnen Verpackungselemente gewährleistet und gesichert.
Vorteilhaft ist es, wenn das Dichtungselement als Ring- oder Nut-Feder-Anordnung ausgebildet ist. Für einen industriellen Einsatz ist insbesondere neben der als Weckring bekannten Dichtung die Nut-Feder-Anordnung interessant. Hierbei ist es möglich, die Enden der einzelnen Verschlußelemente dauerhaft mit einem elastischen Werkstoff zu verbinden, so daß jederzeit unabhängig davon, ob das Verpackungsbehältnis geöffnet oder geschlossen ist, ein vakuumdichter Verschluß hergestellt werden kann.
Die Erfindung wird nachstehend anhand der Zeichnung näher erläutert. Es zeigen in schematischer Darstellung:
Fig. 1a eine Mehrwegverpackung in einer Draufsicht,
Fig. 1b eine Mehrwegverpackung gemäß Fig. 1a in einer schematischen Darstellung entlang der Linie IB-IB,
Fig. 2a eine weitere Ausführungsform einer Mehrwegver­ packung in einer Draufsicht,
Fig. 2b eine Mehrwegverpackung gemäß Fig. 2a in einer geschnittenen Darstellung entlang der Linie IIB-IIB.
Wesentliche Teile einer Mehrwegverpackung gemäß Fig. 1a und 1b sind
  • - ein oberes Verpackungselement 11,
  • - ein unteres Verpackungselement 12,
  • - eine Ventileinrichtung 13 und
  • - ein Dichtungselement 15, das zwischen dem oberen und dem unteren Verpackungselement angeordnet ist.
Dieses Dichtungselement 15 liegt in einer Trennebene 17, die eine stufenähnliche Konfiguration hat. Dabei kann das zwischen beiden Treppenebenen liegende Zwischenteil senkrecht oder auch nach außen oder innen abgeschrägt sein. Die Trennebene kann auch eben und gerade sein. Hierdurch sind das obere Verpackungselement hohlzylinder­ förmig und das untere Verpackungselement 12 tellerförmig ausgebildet. Durch das obere und das untere Verpackungs­ element 11 und 12 wird ein Vakuumraum 14 umschlossen.
In das obere Verpackungselement 11 ist eine Durchbre­ chung 16 eingebracht, die von einem Folienblättchen 18 abgedichtet wird. Das Folienblättchen geht dabei in ein laschenähnliches Betätigungselement 19 über. Zwischen dem oberen Verpackungselement 11 und dem unteren Ver­ packungselement 12 ist ein Sicherungselement angeordnet, das eine ähnliche Konfiguration hat wie das Dichtungs­ element 15 als Weckring.
Um nun an den im Vakuumraum 14 befindlichen Inhalt der Mehrwegverpackung herankommen zu können, wird über das Betätigungselement 19 das Folienblättchen 18 von der Durchbrechung 16 einer im wesentlichen einfachen Ventil­ einrichtung 13 abgezogen. Bei dem Folienblättchen 18 kann es sich um eine dünne Gummi- oder PVC-Folie handeln. Ist Luft in dem Vakuumraum 14 eingeströmt, können die Verpackungselemente 11 und 12 voneinander getrennt werden.
Ist in der Mehrwegverpackung z. B. Wurst enthalten, liegt diese nun sehr appetitlich und für jedermann leicht zugänglich frei und kann vom unteren Verpackungselement entnommen werden. Ein zwischen dem oberen und dem unteren Verpackungselement 11 und 12 angeordnete Dichtungselement 15 kann von dem unteren Verpackungselement 11 abgezogen werden. Hierdurch ist die Einweg-Verpackung nicht nur Verpackung, sondern auch Darreichungsgeschirr.
Möglich ist es natürlich auch, die Mehrwegverpackung so zu teilen, daß sie eine Konfiguration erhält, wie sie in den Fig. 2a und 2b dargestellt ist. Hierbei wird ein oberes Verpackungselement 21 von einem unteren Ver­ packungselement 22 durch eine als Schräge ausgebildete Trennebene 27 geteilt, wobei in der Trennebene 27 sich ein Dichtungselement 25 befindet, das eine Konfiguration hat, wie sie bereits oben ausführlich beschrieben wurde.
In das obere Verpackungselement 21 ist eine Durchbre­ chung 26 eingebracht. Selbstverständlich ist es auch, wie bei der in Fig. 1b dargestellten Mehrwegverpackung möglich, diese Durchbrechung im unteren Verpackungs­ element 22 bzw. 12 einzubringen. Die Durchbrechung 26 ist von einem Folienblättchen 28 mit einem daran ange­ formten Betätigungselement 29 verschlossen, so daß sich insgesamt eine Ventileinrichtung 23 ergibt. Auch hier ist es möglich, die Mehrwegverpackung durch ein Ziehen am Betätigungselement 29, das die Form einer Lasche hat, zu öffnen, in dem das Folienblättchen 28 aus Gummi, PVC, Aluminium oder dergleichen von der Durchbrechung 26 ge­ zogen wird.
Wesentlich ist, daß den zwei Ausführungsformen die Folienblättchen 18 bzw. 28 für eine Befüllung und ein Unter-Vakuum-Setzen der Mehrwegverpackung mit einem sich leicht lösenden Kleber angeheftet wird. Das im Vakuumraum 14 bzw. 24 entstehende Vakuum sorgt dann dafür, daß die Folienblättchen 18 bzw. 28 fest an das jeweilige Ver­ packungselement herangedrückt werden.

Claims (7)

1. Verpackungsbehältnis bestehend aus
  • - einem oberen und einem unteren Verpackungselement (11, 12; 21, 22),
  • - einem Dichtungselement (15; 25), das zwischen dem oberen und dem unteren Verpackungselement (11, 12; 21, 22) liegt und mit diesem einen Vakuumraum (14; 24) umschließt und
  • - einer Ventileinrichtung (13; 23), die am oberen und/oder unteren Verpackungselement (11, 12; 21, 22) angeordnet ist, mit der der unter Vakuum stehende Vakuumraum (14; 24) belüftbar und ohne Beschädigung der Verpackungselemente (11, 12; 21, 22) und des Dichtungselements (15; 25) das obere und das untere Verpackungselement (11, 12; 21, 22) voneinander lösbar sind, dadurch gekennzeichnet,
  • - daß die Ventileinrichtung (13; 23) ein dünnes Folienblättchen (18; 28) ist, das in ein laschenähnliches Betätigungselement (19; 29) übergeht und das als Verschlußelement eine Durchbrechung (16; 26) im oberen und/oder unteren Verpackungselement (11, 12; 21, 22) verschließt und
  • - daß das dünne Folienblättchen (18; 28) für eine Befüllung und ein Unter-Vakuum-setzen mit einem sich leicht lösbaren Kleber angeheftet ist.
2. Verpackungsbehältnis nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß das Folienblättchen (18; 28) aus Kunststoff, Gummi oder Aluminium besteht.
3. Verpackungsbehältnis nach Anspruch 1 oder 2, dadurch gekennzeichnet, daß das obere und das untere Verpackungselement (11, 12; 21, 22) von einer parallelen Geraden, schräg liegenden Geraden oder trapezähnlich ausgebildeten Trennebene (17, 27) durchzogen sind.
4. Verpackungsbehältnis nach einem der Ansprüche 1 bis 3, dadurch gekennzeichnet, daß das obere und/oder untere Verpackungselement (11, 12; 21, 22) als Hohl- oder Tellerkörper in runder, ovaler, eckiger Form ausgebildet sind.
5. Verpackungsbehältnis nach einem der Ansprüche 1 bis 4, dadurch gekennzeichnet, daß obere Verpackungs­ element (11; 21) mit dem unteren Verpackungselement (12; 22) gelenkig oder biegeweich verbunden ist.
6. Verpackungsbehältnis nach einem der Ansprüche 1 bis 5, dadurch gekennzeichnet, daß das obere und das untere Verpackungselement (11, 12; 21, 22) aus einem erhitzt- und/oder unverformbaren Material besteht.
7. Verpackungsbehältnis nach einem der Ansprüche 1 bis 6, dadurch gekennzeichnet, daß das Dichtungselement (15; 25) als Ring- oder eine Nut-Feder-Anordnung ausgebildet ist.
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