DE4337585C2 - Verpackungsbehältnis - Google Patents
VerpackungsbehältnisInfo
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Description
Die Erfindung betrifft ein Verpackungsbehältnis, be
stehend aus
- - einem oberen und einem unteren Verpackungselement,
- - einem Dichtungselement, das zwischen dem oberen und dem unteren Verpackungselement liegt und mit diesem einen Vakuumraum umschließt und
- - einer Ventileinrichtung, die am oberen und/oder unteren Verpackungselement angeordnet ist, mit der der unter Vakuum stehende Vakuumraum belüftbar und ohne Beschädigung der Verpackungselemente und des Dichtungselements das obere und das untere Verpackungselement voneinander lösbar sind.
Ein Verpackungsbehältnis der eingangs genannten Art ist
aus der DE 93 02 901 U1 bekannt. Es besteht aus einem
Gefäß, das rechteckig oder rund ist und einem Deckel,
der formgenau auf dem Gefäß aufliegt und es mit Hilfe
eines Dichtungsringes vakuumdicht abschließt. Im Deckel
befindet sich eine Öffnung, in die ein Ventil einge
steckt werden kann.
Nachteilig ist, daß das Ventil als Steckbolzen in T-Form
mit zwei oder mehreren Beinen versehen ist, die geson
dert ausgebildet sind und daß das Ventil mit einer
gesonderten Rückholfeder versehen ist. Um den Steck
bolzen halten zu können, muß eine tassenförmige Öffnung
zum Gefäßinnenraum in bestimmter Gestalt hergestellt
werden. Das Lüften des Ventils fordert darüber hinaus
das Vorhandensein eines beweglichen Ringes.
Aus der DE 42 43 413 A1 ist ein Lager- und Transport
behälter für Wafer (Halbleiterplättchen) bekannt, der
voneinander abgedichtete Ober- und Bodenteile aus
gegossenem Kunststoff aufweist. Zum Entfernen eines
Teils der Gesamtatmosphäre aus dem Behälter ist ein
Ventil vorgesehen. Da der Lager- und Transportbehälter
Halbleiterplättchen unter speziellen Bedingungen in sich
aufnehmen und lagern muß, ist er selbst und sein Ventil
sehr aufwendig ausgebildet.
Weiterhin sind Verpackungsbehältnisse in Gestalt von
Einweg-Weichkunststoff-Verpackungen, Blechdosen oder
Einweckgläsern seit einer Vielzahl von Jahren bekannt.
Nachteilig ist bei den Einweg-Weichkunststoff-Verpackun
gen, daß nach dem Abziehen eines oberen Verpackungsele
ments von einem unteren Verpackungselement, dessen Öff
nungsvorgang sehr kraftaufwendig ist, insbesondere das
gesamte Verpackungsbehältnis nach der Entnahme des Be
hälterinhaltes weggeworfen wird. Hierbei ergibt sich
darüber hinaus das Problem der Entsorgung der aus Kunst
stoff bestehenden Verpackungen.
Ähnlich ist es auch bei Blechdosen.
Bei Einweckgläsern besteht zwar eine Wiederverwendungs
möglichkeit von Deckel und Glas, nur werden diese Indu
striegläser nicht zurück-, sondern dem Abfall zugeführt.
Problematisch ist es darüber hinaus, daß sich der Deckel
vom Glas bei Vakuum äußerst schwer trennen läßt. Die am
Dichtungsring befindliche Zuglasche reißt in der Regel
ab, so daß immer noch zusätzliche Hilfsmittel, wie z. B.
ein spezielles Öffnungsgerät, eingesetzt werden müssen.
Der Erfindung liegt die Aufgabe zugrunde, ein Ver
packungsbehältnis der eingangs genannten Art so weiterzu
entwickeln, daß es eine einfach ausgebildete Ventilein
heit aufweist und sich mit dieser leicht verschließen
und öffnen läßt.
Erfindungsgemäß wird diese Aufgabe dadurch gelöst,
- - daß die Ventileinrichtung ein dünnes Folienblättchen das in ein laschenähnliches Betätigungselement übergeht und das als Verschlußelement eine Durchbre chung im oberen und/oder unteren Verpackungselement verschließt und
- - daß das dünne Folienblättchen für eine Befüllung und ein Unter-Vakuum-setzen mit einem sich leicht lösbaren Kleber angeheftet ist.
Die mit der Erfindung erzielten Vorteile bestehen ins
besondere darin, daß das Verpackungsbehältnis mit seinem
Inhalt in einer speziellen Einrichtung leicht unter
Vakuum gesetzt werden kann. Soll nach einer bestimmten
Zeit das Verpackungsbehältnis geöffnet werden, braucht
lediglich das dünne Folienblättchen abgezogen zu werden.
Danach läßt sich das Verpackungsbehältnis leicht öffnen
und sein Inhalt entnehmen. Da das obere und das untere
Verpackungselement bei diesem Öffnungsvorgang nicht
beschädigt worden sind, läßt sich das gesamte Verpa
ckungsbehältnis nach einem intensiven Reinigungsgang
wieder für eine Neuaufnahme eines gleichen oder anderen
Inhalten verwenden. Von Vorteil ist darüber hinaus, daß
durch die Wiederverwendbarkeit die Umweltbelastung
geringer wird und keine zusätzlichen Probleme beim
Entsorgen von bestimmten Teilen entstehen.
Vorteilhaft ist es, wenn das Folienblättchen aus
Kunststoff, Gummi oder Aluminium besteht. Zum Einsatz
sollte hierbei ein solches Material kommen, das zum
einen gute Abdichtungseigenschaften und zum anderen so
hitzebeständig ist, daß eine mehrmalige Verwendung
möglich ist.
Vorteilhaft ist es, wenn das obere und das untere Ver
packungselement von einer parallelen Geraden, schräg
liegenden Geraden oder trapezähnlich ausgebildeten
Trennebene durchzogen sind. Diese besondere Teilung
ermöglicht eine optimale Anpassung an das von dem
Verpackungsbehältnis unter Vakuum aufzunehmenden
Inhaltes. Wird z. B. eine zweiteilige Verpackung ge
wählt, deren Verpackungselemente durch eine treppen
ähnliche Trennlinie getrennt sind, kann eines der beiden
Verpackungselement zugleich als Darreichungselement an
stelle z. B. von einer Butterdose, einer Wurstschale
oder dergleichen dienen.
Vorteilhaft ist es, wenn das obere und/oder untere
Verpackungselement als Hohlkörper oder Tellerkörper in
runder, ovaler oder eckiger Form ausgebildet sind. Die
Form kann sechseckig, rhombenförmig oder gerundet mit
Abflachungen sein. Hierdurch ist eine optimale Anpassung
des Behältnisses an jede Verwendungs- und
Geschmacksrichtung gewährleistet.
Vorteilhaft ist es, wenn das obere Verpackungselement
mit dem unteren Verpackungselement gelenkig oder
biegeweich verbunden ist. Hierdurch ist es möglich, daß
obere gegenüber dem unteren Verpackungselement
abzuklappen, wobei beide Elemente bei einem weiteren
Gebrauch miteinander verbunden bleiben.
Vorteilhaft ist es, wenn das obere und das untere Ver
packungselement aus einem erhitz- und/oder unverform
baren Material besteht. Dieses Material kann z. B. ein
Hartkunststoff, ein innenbeschichtetes Metall oder Glas
sein. Als Hartkunststoff kann PET zum Einsatz kommen.
Diese Materialien zeichnen sich insbesondere dadurch
aus, daß ihre Verformungstemperatur oberhalb einer
Verwendungstemperatur von zirka 100° liegt. Durch die
Verwendung eines solchen Werkstoffes wird die
Mehrfachverwendung der einzelnen Verpackungselemente
gewährleistet und gesichert.
Vorteilhaft ist es, wenn das Dichtungselement als Ring- oder
Nut-Feder-Anordnung ausgebildet ist. Für einen
industriellen Einsatz ist insbesondere neben der als
Weckring bekannten Dichtung die Nut-Feder-Anordnung
interessant. Hierbei ist es möglich, die Enden der
einzelnen Verschlußelemente dauerhaft mit einem
elastischen Werkstoff zu verbinden, so daß jederzeit
unabhängig davon, ob das Verpackungsbehältnis geöffnet
oder geschlossen ist, ein vakuumdichter Verschluß
hergestellt werden kann.
Die Erfindung wird nachstehend anhand der Zeichnung
näher erläutert. Es zeigen in schematischer Darstellung:
Fig. 1a eine Mehrwegverpackung in einer Draufsicht,
Fig. 1b eine Mehrwegverpackung gemäß Fig. 1a in einer
schematischen Darstellung entlang der Linie IB-IB,
Fig. 2a eine weitere Ausführungsform einer Mehrwegver
packung in einer Draufsicht,
Fig. 2b eine Mehrwegverpackung gemäß Fig. 2a in einer
geschnittenen Darstellung entlang der Linie
IIB-IIB.
Wesentliche Teile einer Mehrwegverpackung gemäß Fig. 1a
und 1b sind
- - ein oberes Verpackungselement 11,
- - ein unteres Verpackungselement 12,
- - eine Ventileinrichtung 13 und
- - ein Dichtungselement 15, das zwischen dem oberen und dem unteren Verpackungselement angeordnet ist.
Dieses Dichtungselement 15 liegt in einer Trennebene 17,
die eine stufenähnliche Konfiguration hat. Dabei kann
das zwischen beiden Treppenebenen liegende Zwischenteil
senkrecht oder auch nach außen oder innen abgeschrägt
sein. Die Trennebene kann auch eben und gerade sein.
Hierdurch sind das obere Verpackungselement hohlzylinder
förmig und das untere Verpackungselement 12 tellerförmig
ausgebildet. Durch das obere und das untere Verpackungs
element 11 und 12 wird ein Vakuumraum 14 umschlossen.
In das obere Verpackungselement 11 ist eine Durchbre
chung 16 eingebracht, die von einem Folienblättchen 18
abgedichtet wird. Das Folienblättchen geht dabei in ein
laschenähnliches Betätigungselement 19 über. Zwischen
dem oberen Verpackungselement 11 und dem unteren Ver
packungselement 12 ist ein Sicherungselement angeordnet,
das eine ähnliche Konfiguration hat wie das Dichtungs
element 15 als Weckring.
Um nun an den im Vakuumraum 14 befindlichen Inhalt der
Mehrwegverpackung herankommen zu können, wird über das
Betätigungselement 19 das Folienblättchen 18 von der
Durchbrechung 16 einer im wesentlichen einfachen Ventil
einrichtung 13 abgezogen. Bei dem Folienblättchen 18
kann es sich um eine dünne Gummi- oder PVC-Folie
handeln. Ist Luft in dem Vakuumraum 14 eingeströmt,
können die Verpackungselemente 11 und 12 voneinander
getrennt werden.
Ist in der Mehrwegverpackung z. B. Wurst enthalten,
liegt diese nun sehr appetitlich und für jedermann
leicht zugänglich frei und kann vom unteren
Verpackungselement entnommen werden. Ein zwischen dem
oberen und dem unteren Verpackungselement 11 und 12
angeordnete Dichtungselement 15 kann von dem unteren
Verpackungselement 11 abgezogen werden. Hierdurch ist
die Einweg-Verpackung nicht nur Verpackung, sondern auch
Darreichungsgeschirr.
Möglich ist es natürlich auch, die Mehrwegverpackung so
zu teilen, daß sie eine Konfiguration erhält, wie sie in
den Fig. 2a und 2b dargestellt ist. Hierbei wird ein
oberes Verpackungselement 21 von einem unteren Ver
packungselement 22 durch eine als Schräge ausgebildete
Trennebene 27 geteilt, wobei in der Trennebene 27 sich
ein Dichtungselement 25 befindet, das eine Konfiguration
hat, wie sie bereits oben ausführlich beschrieben wurde.
In das obere Verpackungselement 21 ist eine Durchbre
chung 26 eingebracht. Selbstverständlich ist es auch,
wie bei der in Fig. 1b dargestellten Mehrwegverpackung
möglich, diese Durchbrechung im unteren Verpackungs
element 22 bzw. 12 einzubringen. Die Durchbrechung 26
ist von einem Folienblättchen 28 mit einem daran ange
formten Betätigungselement 29 verschlossen, so daß sich
insgesamt eine Ventileinrichtung 23 ergibt. Auch hier
ist es möglich, die Mehrwegverpackung durch ein Ziehen
am Betätigungselement 29, das die Form einer Lasche hat,
zu öffnen, in dem das Folienblättchen 28 aus Gummi, PVC,
Aluminium oder dergleichen von der Durchbrechung 26 ge
zogen wird.
Wesentlich ist, daß den zwei Ausführungsformen die
Folienblättchen 18 bzw. 28 für eine Befüllung und ein
Unter-Vakuum-Setzen der Mehrwegverpackung mit einem sich
leicht lösenden Kleber angeheftet wird. Das im Vakuumraum 14
bzw. 24 entstehende Vakuum sorgt dann dafür, daß die
Folienblättchen 18 bzw. 28 fest an das jeweilige Ver
packungselement herangedrückt werden.
Claims (7)
1. Verpackungsbehältnis bestehend aus
- - einem oberen und einem unteren Verpackungselement (11, 12; 21, 22),
- - einem Dichtungselement (15; 25), das zwischen dem oberen und dem unteren Verpackungselement (11, 12; 21, 22) liegt und mit diesem einen Vakuumraum (14; 24) umschließt und
- - einer Ventileinrichtung (13; 23), die am oberen und/oder unteren Verpackungselement (11, 12; 21, 22) angeordnet ist, mit der der unter Vakuum stehende Vakuumraum (14; 24) belüftbar und ohne Beschädigung der Verpackungselemente (11, 12; 21, 22) und des Dichtungselements (15; 25) das obere und das untere Verpackungselement (11, 12; 21, 22) voneinander lösbar sind, dadurch gekennzeichnet,
- - daß die Ventileinrichtung (13; 23) ein dünnes Folienblättchen (18; 28) ist, das in ein laschenähnliches Betätigungselement (19; 29) übergeht und das als Verschlußelement eine Durchbrechung (16; 26) im oberen und/oder unteren Verpackungselement (11, 12; 21, 22) verschließt und
- - daß das dünne Folienblättchen (18; 28) für eine Befüllung und ein Unter-Vakuum-setzen mit einem sich leicht lösbaren Kleber angeheftet ist.
2. Verpackungsbehältnis nach Anspruch 1, dadurch
gekennzeichnet, daß das Folienblättchen (18; 28) aus
Kunststoff, Gummi oder Aluminium besteht.
3. Verpackungsbehältnis nach Anspruch 1 oder 2, dadurch
gekennzeichnet, daß das obere und das untere
Verpackungselement (11, 12; 21, 22) von einer
parallelen Geraden, schräg liegenden Geraden oder
trapezähnlich ausgebildeten Trennebene (17, 27)
durchzogen sind.
4. Verpackungsbehältnis nach einem der Ansprüche 1 bis
3, dadurch gekennzeichnet, daß das obere und/oder
untere Verpackungselement (11, 12; 21, 22) als Hohl- oder
Tellerkörper in runder, ovaler, eckiger Form
ausgebildet sind.
5. Verpackungsbehältnis nach einem der Ansprüche 1 bis
4, dadurch gekennzeichnet, daß obere Verpackungs
element (11; 21) mit dem unteren Verpackungselement
(12; 22) gelenkig oder biegeweich verbunden ist.
6. Verpackungsbehältnis nach einem der Ansprüche 1 bis
5, dadurch gekennzeichnet, daß das obere und das
untere Verpackungselement (11, 12; 21, 22) aus einem
erhitzt- und/oder unverformbaren Material besteht.
7. Verpackungsbehältnis nach einem der Ansprüche 1 bis
6, dadurch gekennzeichnet, daß das Dichtungselement
(15; 25) als Ring- oder eine Nut-Feder-Anordnung
ausgebildet ist.
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| DE4337585A1 DE4337585A1 (de) | 1995-05-11 |
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-
1993
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