DE4338067C1 - Verfahren zum Beenden eines automatischen Bremsvorganges für Kraftfahrzeuge - Google Patents
Verfahren zum Beenden eines automatischen Bremsvorganges für KraftfahrzeugeInfo
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Description
Die Erfindung betrifft einen automatischen Bremsvorgang nach dem
Oberbegriff von Anspruch 1, wie er beispielsweise aus der DE 40
28 290 C1 als bekannt hervorgeht.
Aus dieser Schrift ist es bekannt, einen automatischen Bremsvor
gang dann durchzuführen, wenn die Betätigungsgeschwindigkeit des Brems
pedals einen vorgegebenen Schwellenwert überschreitet. Bei dem automa
tischen Bremsvorgang wird ein höherer als sich aus der Stellung
des Bremspedals ergebender Bremsdruck aufgebaut. Beendet wird der
automatische Bremsvorgang dann, wenn die Pedalrücknahmegeschwin
digkeit einen ihr zugeordneten Schwellenwert überschreitet. Dazu
wird der Bremsdruck, der über dem der Bremspedalstellung
entsprechenden Druck liegt, abgebaut. Dabei kann die Geschwindig
keit des Druckabbaus in Abhängigkeit des maximal zurückgelegten
Pedalwegs des Bremspedals bestimmt werden.
In der nicht vorveröffentlichten DE 43 25 940 C1
wird eine Anpassung des Auslösekriteriums für den automatischen
Bremsvorgang vorgeschlagen. Daneben wird in dieser Schrift
vorgeschlagen, den automatischen Bremsvorgang dann zu beenden,
wenn die das Bremspedal beaufschlagende Fußkraft des Fahrers
einen Schwellenwert unterschreitet.
Das Beenden des automatischen Bremsvorgangs in Abhängigkeit der
Pedalrücknahmegeschwindigkeit ist nicht zuverlässig genug, da der
Fahrer auch bei langsamen Zurücknehmen des Bremspedals ein
Beenden des automatischen Bremsvorgangs erwarten kann. Ferner ist
auch nicht sichergestellt, daß bei Stillstand des Fahrzeugs der
automatische Bremsvorgang beendet ist.
Aufgabe der Erfindung ist es, den gattungsgemäß zugrundegelegten
Bremsvorgang dahingehend zu verbessern, daß immer ein sicheres
Beenden des Bremsvorgangs erfolgt. Es sollen weitere, von der
Betätigungskraft des Bremspedals unabhängige Abbruchkriterien für
den automatischen Bremsvorgang geschaffen werden.
Diese Aufgabe wird bei Zugrundelegung des gattungsgemäßen
automatischen Bremsvorgangs erfindungsgemäß durch die kennzeich
nenden Merkmale der unabhängigen Ansprüche 1, 6 und 15 gelöst.
Gemäß Anspruch 1 werden als Abbruchkriterium fahrdynamische Grö
ßen verwendet. Dies ermöglicht es, den automatischen Bremsvorgang
in Abhängigkeit von dem Verhalten des Fahrzeugs zu beenden. Gemäß
Unteransprüchen werden als fahrdynamische Größen insbesondere die
Fahrzeuggeschwindigkeit und die Fahrzeugverzögerung herangezogen.
Gemäß dem Anspruch 6 wird ein zeitabhängiges Abbruchkriterium
vorgeschlagen. Dieses zeitabhängige Kriterium stellt sicher, daß
nach einer bestimmten Zuschaltdauer der automatische Bremsvorgang
beendet wird. Dieses Kriterium ist daher besonders geeignet in
Verbindung mit anderen Abbruchkriterien als Sicherheit bei
Betriebsstörungen zu dienen. In diesem Fall ist es dann sinnvoll
eine maximale Betriebsdauer vorzugeben, wie dies in einer
Ausgestaltung der Erfindung vorgeschlagen wird. Gemäß weiteren
Ausgestaltungen kann das zeitabhängige Abbruchkriterium in
Abhängigkeit von fahrdynamischen Größen ermittelt werden. Dann
ist es ebenfalls dazu geeignet als einziges Abbruchkriterium zu
dienen. Selbstverständlich können mehrere Abbruchkriterien
parallel zueinander oder in Verbindung miteinander zum Beenden
des automatischen Bremsvorgangs herangezogen werden. Dies ist
besonders deshalb interessant, weil der automatische Bremsvorgang
sicherheitskritisch ist und sein Beenden auf jeden Fall gewähr
leistet sein muß.
Zum sicheren Beenden des automatischen Bremsvorgangs gehört nicht
nur das sichere Erkennen eines Abbruchzeitpunktes sondern auch
das Abbauen des zusätzlich zu dem der Bremspedalstellung
entsprechenden Bremsdruck erzeugten Bremsdrucks in einer Weise,
die den Fahrer nicht zu unerwünschten Reaktionen oder Fehlein
schätzungen der Fahrsituation veranläßt. Deshalb wird in dem
Anspruch vorgeschlagen, den Gradienten des Bremsdruckabbaus in
Abhängigkeit des Abbruchkriteriums Zuschaltzeit oder in Abhängig
keit des Überschreitens oder Unterschreitens des Schwellenwertes
durch die dem Schwellenwert des Abbruchkriteriums zugeordnete
Größe zu bestimmen.
Zweckmäßige Ausgestaltungen der Erfindung können den Unteransprü
chen entnommen werden; im übrigen ist die Erfindung an Hand eines
in der Zeichnung dargestellten Ausführungsbeispieles nachfolgend
noch erläutert; dabei zeigen:
Fig. 1 das Flußdiagramm eines Verfahrens zum Beenden des
automatischen Bremsvorgangs in Abhängigkeit mehrerer
Abbruchkriterien und
Fig. 2 den Graphen des Öffnungsgrades eines Entlüftungs
ventils in Abhängigkeit des Pedalrücknahmewegs.
Die Fig. 1 zeigt das Flußdiagramm eines Verfahrens zum Beenden
des automatischen Bremsvorgangs, bei dem mehrere Abbruchkriterien
miteinander kombiniert wurden. Die Abbruchkriterien werden
nacheinander überprüft. Das erste Abbruchkriterium, das erfüllt
wird, beendet den automatischen Bremsvorgang. Der Bremsdruckabbau
wird dann in Abhängigkeit der Zuschaltzeit und des Abbruchkrite
riums, das zum Beenden des automatischen Bremsvorgangs führt
bestimmt. Der Bremsdruck wird auf den der Bremspedalstellung ent
sprechenden Bremsdruck zurückgeführt.
Der Schritt 100 enthält das einfachste Auslösekriterium für den
automatischen Bremsvorgang. Erst wenn die Betätigungsgeschwindig
keit vPed einen Schwellenwert vPedS überschreitet wird der
automatische Bremsvorgang ausgelöst. Im Schritt 101 wird die Va
riable t, die die Zuschaltdauer des Bremsassistenten erfaßt,
zurückgesetzt. Die aktuelle Fahrzeuggeschwindigkeit vFA wird im
Schritt 102 als Wert für die Fahrzeuggeschwindigkeit vFB zum
Beginn des automatischen Bremsvorgangs eingelesen. Danach wird
der automatische Bremsvorgang gemäß Schritt 103 eingeleitet. Der
Druckaufbau des automatische Bremsvorgang kann dabei ebenso wie
weitere Verbesserungen des Auslösekriteriums beispielsweise so
durchgeführt werden, wie es in der DE 40 28 290 C1 oder in der
DE-P. 43 25 940.5 beschrieben ist.
Die Überprüfung der einzelnen Abbruchkriterien gemäß dieses
Ausführungsbeispiels der Erfindung ist in den Schritten 104 bis
109 enthalten.
Im Schritt 104 wird überprüft, ob die seit Beginn des automati
schen Bremsvorgangs verstrichene Zuschaltzeit t einen maximalen
Wert tzm überschritten hat. Der Wert der maximalen Zuschaltzeit
tzm ist beispielsweise so gewählt, daß bei einer Bremsung aus
Fahrzeughöchstgeschwindigkeit bei normaler Reibung zwischen Rad
und Straße der Stillstand erreicht wird. Dieser Wert der
maximalen Zuschaltzeit tzm liegt für eine Fahrzeughöchstgeschwin
digkeit von 250 km/h, einem Kraftschlußbeiwert von ungefähr 1 und
bei einer Fahrzeugverzögerung von 8 m/s² bei ungefähr los.
Ergibt die Überprüfung der Zuschaltzeit t gemäß Schritt 104
keinen Abbruch des automatischen Bremsvorgangs, so wird im
Schritt 105 überprüft ob die Zuschaltzeit eine von der Fahr
dynamik abhängige Zeitschwelle t(aF, vFA) überschreitet. Diese
Zeitschwelle t(aF, vFA) wird aus der Fahrzeuggeschwindigkeit vFA
zu Beginn des Bremsvorgangs und aus der Fahrzeugverzögerung
ermittelt. Als Wert für die Fahrzeugverzögerung wird dabei
beispielsweise die aktuell erreichte Fahrzeugverzögerung aF her
angezogen. Die Zeitschwelle t(aF, vFA) ist die Zeit, die noch ver
geht bis das Fahrzeug steht und kann zum Beispiel durch die
Beziehung
t(aF, vFA) = vFA/aF - t
berechnet werden. Diese Zeitschwelle kann sowohl wie in diesem
Ausführungsbeispiel, bei jedem Überprüfungszyklus berechnet
werden als auch einmal bei Erreichen einer maximalen Fahrzeugver
zögerung ermittelt werden. Die in der Berechnung der fahrdynami
schen Zeitschwelle t(aF, vFA) benötigte Fahrzeugbeschleunigung aF
kann direkt gemessen werden. Es kann auch der Wert der Fahrzeug
verzögerung aF benutzt werden, der in der Steuerung des Anti
blockiersystems aus den Raddrehzahlen ermittelt wird. Die
aktuelle Fahrzeuggeschwindigkeit vFA kann ebenfalls von den Si
gnalen anderer Steuergeräte übernommen werden. Im übrigen wird
die Fahrzeuggeschwindigkeit zum Beispiel bei der Ermittlung einer
geschwindigkeitsabhängigen Auslösung sowieso als Signal für den
automatischen Bremsvorgang benötigt. Die Zufuhr eines Signals der
Fahrzeuggeschwindigkeit und eines Signals der Fahrzeugbeschle
unigung ist in dem Schritt 106 bzw. 108 dargestellt. Neben der
Berechnung kann die dynamische Zeitschwelle t(aF, vFA) aus einem
Kennfeld entnommen werden.
Im Schritt 107 wird, falls sich im Schritt 105 das Abbruch
kriterium des automatischen Bremsvorgangs nicht erfüllt wurde,
überprüft, ob die Fahrzeuggeschwindigkeit vFA einen als bestimm
ter Anteil der Fahrzeuggeschwindigkeit vFB zu Beginn des
automatischen Bremsvorgangs berechneter Geschwindigkeitsschwel
lenwert vS schon unterschritten hat. Der Geschwindigkeitsschwel
lenwert vS beträgt beispielsweise 50% der Fahrzeuggeschwindigkeit
vFB zu Beginn des automatischen Bremsvorgangs. Da das Abbruchkri
terium über den Geschwindigkeitsschwellenwert vFB grundsätzlich
früher ein Beenden des automatischen Bremsvorgangs einleitet, ist
das Abschaltkriterium gemäß dem Schritt 105 allenfalls als
Sicherung im Falle einer Störung im Schritt 107 geeignet. Da aber
beide Abbruchkriterien auf die Fahrzeuggeschwindigkeit zugreifen,
wird in der Regel nur eines der beiden Abbruchkriterien verwendet
werden.
Im Schritt 109, der erreicht wird sofern das Abbruchkriterium im
Schritt 107 nicht erfüllt wurde, wird überprüft ob die Fahrzeug
verzögerung aF einen Schwellenwert aS unterschritten hat oder
nicht. Der Schwellenwert aS kann dabei beispielsweise zwischen
80% und 90% der maximalen, während des Bremsvorgangs oder während
des automatischen Bremsvorgangs ermittelten Fahrzeugverzögerung
aFM betragen. Der Beginn bzw. die Dauer eines Bremsvorgangs kann
beispielsweise über das Signal des Bremslichtschalters erfaßt
werden. Der Beginn des automatischen Bremsvorgangs ist über den
aktuellen Wert der Zuschaltdauer t erfaßt. Wird auch dieses Ab
schaltkriterium nicht erfüllt, so wird der automatische Bremsvor
gang gemäß Schritt 103 weiter durchgeführt. Im Gegensatz zu dem
geschwindigkeitsabhängigen Abschaltkriterium aus dem Schritt 107
ist bei dem beschleunigungsabhängigen Abschaltkriterium gemäß
Schritt 109 eine direkte Kopplung an das fahrdynamisch-zeitabhän
gige Abschaltkriterium aus Schritt 105 nicht gegeben, so daß eine
parallele Verwendung des Abschaltkriteriums gemäß Schritt 109 mit
einem der Kriterien aus Schritt 105 oder aus Schritt 107 durchaus
sinnvoll sein kann.
Wurde eines der Abschaltkriterien aus den Schritten 104, 105, 107
oder 109 erfüllt, so wird im Schritt 110 der Bremsdruckgradient
dpB/dt in Abhängigkeit der Zuschaltzeit t und des außer im
Schritt 104 vorhandenen Abschaltkriteriums berechnet oder auch
aus einem Kennfeld abgelesen. In dem Schritt 111 wird dann
überprüft, ob der erzeugte Bremsdruck pB über den der Pedalstel
lung entsprechenden Bremsdruck pBP noch hinausgeht oder nicht.
Erst wenn der Bremsdruck pB den Wert pBP erreicht hat ist der
automatische Bremsvorgang vollständig beendet.
Weitere Abbruchkriterien für den automatischen Bremsvorgang, wie
beispielsweise Pedalwegsensoren, Membranwegsensoren, Pedalkraft
sensoren und Pedalgeschwindigkeitssensoren, können in einfacher
Weise in eine entsprechende Abbruchlogik integriert werden.
Die Fig. 2 zeigt das als Beispiel die Regelung des Bremsdruck
gradienten dpB/dT in Abhängigkeit des Pedalrücknahmewegs des
Bremspedals, wobei der Bremsdruckgradient dpB/dT durch die
Öffnung des Entlüftungsventils im oder am Bremskraftverstärker
erzeugt wird. Die Kurve zeigt den Öffnungszustand des Ventils in
Abhängigkeit des Pedalrücknahmewegs sPR. Durch die Ventilöffnung
entsteht ein Bremsdruckabfall, dessen Gradient durch die
Druckdifferenz an dem Ventil und die Durchströmöffnung des
Ventils bestimmt ist. Dieser Zusammenhang läßt sich leicht aus
den entsprechenden Strömungsgleichungen ableiten. Beim öffnen des
Ventils ergibt sich zuerst ein großer Gradient des Bremsdrucks,
der sich mit abfallendem Bremsdruck verringert. Beim weiteren
Öffnen des Ventils steigt die Kurve des Gradienten zunächst steil
an, um danach ähnlich der ersten Verringerung wieder abzufallen.
Auf der Abszisse des Graphen ist der Pedalrücknahmeweg sPR des
Bremspedals aufgetragen. Der Pedalrücknahmeweg sPR kann zum Bei
spiel über das Wegspiel des Querbolzens im Gabelkopf der
Druckstange erfaßt werden. Der dort gemessene Weg muß dann noch
mit der mechanischen Übersetzung des Bremspedals multipliziert
werden um den Pedalrücknahmeweg sPR zu erhalten.
Auf der Ordinate ist der Öffnungsgrad des Ventils in Form des
Verhältnisses d/dmax des Öffnungsdurchmessers d zum maximalen
Öffnungsdurchmesser dmax aufgetragen.
Es sind zwei Kurven aufgetragen. Die durchgezogene Kurve ist dann
anzuwenden, wenn das Antiblockiersystem (ABS) an Abbruchzeitpunkt
des automatischen Bremsvorgangs nicht regelt. Die
strichpunktierte gilt falls das ABS regelt.
Gemäß der durchgezogenen Kurve bleibt das Ventil solange
geschlossen, wie der Pedalrücknahmeweg kleiner als 5 mm ist. Ab
diesem Pedalrücknahmeweg wird das Ventil in einem Verhältnis
d/dmax von 0,2 geöffnet. Wird das Pedal weiter geöffnet und über
schreitet der Pedalrücknahmeweg 8 mm so wird das Ventil
vollständig geöffnet.
Falls der Bremsdruck zum Abbruchzeitpunkt des automatischen
Bremsvorgangs durch das ABS geregelt wird erhöhen sich die
Pedalwegschwellen. Ab einem Pedalrücknahmeweg von 15 mm wird das
Ventil in einem Verhältnis d/dmax von 0,2 geöffnet, ab einem
Pedalrücknahmeweg von 18 mm wird das Ventil vollständig geöffnet.
Über den Kurven für die Ventilöffnung ist als Beispiel der
Verlauf des durch die Ventilbetätigung entstehenden Druckgradient
dpB/dT eingezeichnet. Bei ABS-Regelung gilt die strichpunktierte
Druckgradientenlinie, ansonsten die durchgezogene Linie. Der Maß
stab der Zeitachse wurde so angepaßt, daß die Schaltzeitpunkte
und die ventilöffnenden Pedalwege übereinstimmen. Die hier
angegebenen Zahlenwerte sind dabei nur als Richtgrößen zu
betrachten, da sie wesentlich von der Konstruktion zumindest der
Bremse des Fahrzeugs abhängig sind. So übt die mechanische
Übersetzung des Bremspedals ebenso wie der Bremsdruck im
Bremskreislauf und der Ventildurchmesser einen direkten Einfluß
auf die Schaltschwellen und den Ventilöffnungsgrad aus.
In dieser Figur wurde die Ventilöffnung, also der Gradient des
Bremsdruckabbaus in Abhängigkeit eines Pedalrücknahmewegs
dargestellt. Entsprechende Kurven und Kennfelder sind selbstver
ständlich auch für die anderen Abbruchkriterien erstellbar.
Claims (20)
1. Verfahren zum Beenden eines automatischen Bremsvorgangs für
Kraftfahrzeuge, bei welchem nach Erfüllen eines Auslösekriteriums
ein größerer als sich aus der Stellung des Bremspedals ergebender
Bremsdruck aufgebaut wurde, wobei der automatische Bremsvorgang
dann durch Bremsdruckabbau auf den der Stellung des Bremspedals
entsprechenden Bremsdruck beendet wird, wenn eine Größe eines
Abbruchkriteriums einen dieser Größe zugeordneten Schwellenwert
überschreitet oder unterschreitet,
dadurch gekennzeichnet,
daß als Größe des Abbruchkriteriums eine fahrdynamische Größe
herangezogen ist.
2. Verfahren nach Anspruch 1,
dadurch gekennzeichnet,
daß als fahrdynamische Größe des Abbruchkriteriums die Fahrzeug
geschwindigkeit (vFA) herangezogen ist, wobei als Schwellenwert
ein Geschwindigkeitsschwellenwert (vS) in Abhängigkeit der
Fahrzeuggeschwindigkeit (vFB) zu Beginn des Bremsvorgangs oder zu
Beginn des automatischen Bremsvorgangs ermittelt ist.
3. Verfahren nach Anspruch 2,
dadurch gekennzeichnet,
daß der Geschwindigkeitsschwellenwert (vS) 40% bis 60%,
insbesondere aber 50% der Fahrzeuggeschwindigkeit (vFB) zu Beginn
des Bremsvorgangs oder zu Beginn des automatischen Bremsvorgangs
beträgt und daß der automatische Bremsvorgang dann beendet wird,
wenn der Geschwindigkeitsschwellenwert unterschritten wird.
4. Verfahren nach Anspruch 1,
dadurch gekennzeichnet,
daß als fahrdynamische Größe des Abbruchkriteriums die Fahrzeug
verzögerung (aF) herangezogen ist, wobei als Schwellenwert ein
Verzögerungsschwellenwert (aS) in Abhängigkeit der maximal
erreichten Fahrzeugverzögerung (aFM) ermittelt ist.
5. Verfahren nach Anspruch 4,
dadurch gekennzeichnet,
daß der Verzögerungsschwellenwert (aS) zwischen 80% und 90% der
maximalen Fahrzeugverzögerung beträgt und daß der automatische
Bremsvorgang dann beendet wird, wenn die Fahrzeugverzögerung
diesen Schwellenwert (aS) unterschreitet.
6. Verfahren zum Beenden eines automatischen Bremsvorgangs für
Kraftfahrzeuge, bei welchem nach Erfüllen eines Auslösekriteriums
ein größerer als sich aus der Stellung des Bremspedals ergebender
Bremsdruck aufgebaut wurde, wobei der automatische Bremsvorgang
dann durch Bremsdruckabbau auf den der Stellung des Bremspedals
entsprechenden Bremsdruck beendet wird, wenn eine Größe eines
Abbruchkriteriums einen dieser Größe zugeordneten Schwellenwert
überschreitet oder unterschreitet,
dadurch gekennzeichnet,
daß als Größe des Abbruchkriteriums die seit Beginn des
automatischen Bremsvorgangs vergangene Zuschaltzeit (t)
herangezogen ist.
7. Verfahren nach Anspruch 6,
dadurch gekennzeichnet,
daß ein fester Zeitschwellenwert für die Zuschaltzeit (t)
vorgegeben ist, wobei der Zeitschwellenwert (tzm) zwischen 0,5 s
und 10 s beträgt.
8. Verfahren nach Anspruch 6,
dadurch gekennzeichnet,
daß der Zeitschwellenwert (t(aF, VFA)) in Abhängigkeit von
fahrdynamischen Größen ermittelt ist.
9. Verfahren nach Anspruch 1,
dadurch gekennzeichnet,
daß als Zeitschwellenwert (t(aF, VFA)) die Zeit ermittelt ist, die
benötigt wird um mit einer bestimmten Verzögerung das Fahrzeug
auf eine bestimmte Geschwindigkeit abzubremsen.
10. Verfahren nach Anspruch 9,
dadurch gekennzeichnet,
daß die bestimmte Geschwindigkeit zwischen 0 km/h und 5 km/h liegt.
11. Verfahren nach Anspruch 9,
dadurch gekennzeichnet,
daß die bestimmte Geschwindigkeit als vorgegebener Anteil der
Fahrzeuggeschwindigkeit (vFB) bei Beginn des automatischen
Bremsvorgangs ermittelt ist.
12. Verfahren nach Anspruch 11,
dadurch gekennzeichnet,
daß der vorgegebene Anteil zwischen 40% und 60%, insbesondere
jedoch 50% beträgt.
13. Verfahren nach einem der Ansprüche 9 bis 11,
dadurch gekennzeichnet,
daß als bestimmte Verzögerung ein Wert für die maximal von dem
Fahrzeug erreichbare Fahrzeugverzögerung (aFM), insbesondere
8 m/s² herangezogen ist.
14. Verfahren nach einem der Ansprüche 9 bis 11,
dadurch gekennzeichnet,
daß als bestimmte Verzögerung ein Wert der bei dem automatischen Bremsvorgang
tatsächlich erreichten Fahrzeugverzögerung (aF) herangezogen ist.
15. Verfahren zum Beenden eines automatischen Bremsvorgangs für
Kraftfahrzeuge, bei welchem nach Erfüllen eines Auslösekriteriums
ein größerer als sich aus der Stellung des Bremspedals ergebender
Bremsdruck aufgebaut wurde, wobei der automatische Bremsvorgang
dann durch Bremsdruckabbau auf den der Stellung des Bremspedals
entsprechenden Bremsdruck beendet wird, wenn eine Größe eines
Abbruchkriteriums einen dieser Größe zugeordneten Schwellenwert
überschreitet,
dadurch gekennzeichnet,
daß in Abhängigkeit des Abbruchkriteriums Zuschaltzeit (t)
und/oder in Abhängigkeit des Abbruchkriteriums des Überschreitens
des Schwellenwertes durch die diesem Schwellenwert zugeordnete
fahrdynamische oder bremspedalabhängige Größe der Gradient des
Druckabbaus (dpB/dT) bestimmt wird.
16. Verfahren nach Anspruch 15,
dadurch gekennzeichnet,
daß als bremspedalabhängige Größe des Abbruchkriteriums ein
Pedalrücknahmeweg (sPR) erfaßt ist, wobei der Pedalrücknahmeweg
(sPR) über den Relativweg an einem Wegspiel zwischen Bremspedal
und Druckstange des Bremskraftverstärkers erfaßt wird.
17. Verfahren nach Anspruch 16,
dadurch gekennzeichnet,
daß das Wegspiel als sich in Bewegungsrichtung der Druckstange
erstreckendes Langloch im Gabelkopf der Druckstange ausgeführt
ist, wobei das Bremspedal durch einen das Langloch durchsetzenden
Querbolzen befestigt ist und wobei sich zumindest beim Zurück
nehmen des Bremspedals ein von der Zurücknahmegeschwindigkeit
abhängiger Relativweg zwischen druckstangenseitigem Anschlag des
Langlochs und Querbolzen ergibt.
18. Verfahren nach Anspruch 16,
dadurch gekennzeichnet,
daß der Druckabbau aufgrund des Pedalrücknahmewegs (sPR) in zwei
Stufen erfolgt, wobei nach dem Überschreiten einer ersten
Relativwegschwelle ein geringer Gradient (dpB/dT) des Bremsdruckabbaus
gegeben ist und wobei nach dem Überschreiten einer zweiten
Relativwegschwelle ein großer Gradient (dpB/dT) des Bremsdruckabbaus
gegeben ist.
19. Verfahren nach Anspruch 18,
dadurch gekennzeichnet,
daß die erste und die zweite Relativwegschwelle in Abhängigkeit
der Aktivierung eines Antiblockiersystems
festgelegt ist.
20. Verfahren nach Anspruch 19,
dadurch gekennzeichnet,
daß bei nicht vorhandenem oder nicht aktiviertem Antiblockier
system die erste Relativwegschwelle bei ca. 5 mm Pedalweg (sPR)
und die zweite Relativwegschwelle bei ca. 8 mm Pedalweg (sPR)
liegt und daß bei aktiviertem Antiblockiersystem die erste
Relativwegschwelle bei ca. 15 mm Pedalweg (sPR) liegt und die
zweite Relativwegschwelle bei ca. 18 mm Pedalweg (sPR) liegt.
Priority Applications (6)
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Applications Claiming Priority (1)
| Application Number | Priority Date | Filing Date | Title |
|---|---|---|---|
| DE4338067A DE4338067C1 (de) | 1993-11-08 | 1993-11-08 | Verfahren zum Beenden eines automatischen Bremsvorganges für Kraftfahrzeuge |
Publications (1)
| Publication Number | Publication Date |
|---|---|
| DE4338067C1 true DE4338067C1 (de) | 1995-03-16 |
Family
ID=6502052
Family Applications (1)
| Application Number | Title | Priority Date | Filing Date |
|---|---|---|---|
| DE4338067A Expired - Lifetime DE4338067C1 (de) | 1993-11-08 | 1993-11-08 | Verfahren zum Beenden eines automatischen Bremsvorganges für Kraftfahrzeuge |
Country Status (6)
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| DE (1) | DE4338067C1 (de) |
| FR (1) | FR2712245B1 (de) |
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