DE4338535A1 - Extraktor-Ionisations-Vakuummeter - Google Patents
Extraktor-Ionisations-VakuummeterInfo
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Description
Die Erfindung bezieht sich auf ein Extraktor-Ionisations-
Vakuummeter mit einer Extraktorblende, mit auf der einen
Seite der Extraktorblende angeordneter Kathode und Anode
sowie mit auf der anderen Seite der Extraktorblende befind
lichem Ionenfänger.
Bei Ionisationsvakuummetern dieser Art ist die aus einem
Netz oder Gitter bestehende Anode in der Regel zylindrisch
gestaltet. Die im Anodenraum entstehenden Ionen werden auf
einen Ionenfänger fokussiert, der sich auf der der Anode
gegenüberliegenden Seite der Extraktorblende befindet, und
zwar gegenüber der Blendenöffnung. Die auf den Ionenfänger
auftreffenden Ionen erzeugen einen Ionenstrom, der ein Maß
für den vorhandenen Druck ist.
Bei Extraktor-Ionisations-Vakuummetern der eingangs erwähn
ten Art sind Störungen durch Röntgeneffekte unvermeidbar.
Diese entstehen dadurch, daß von der Kathode emittierte und
auf das Anodengitter auftreffende Elektronen Photonen
(weiche Röntgenstrahlen) auslösen. Diese Photonen wiederum
lösen ihrerseits beim Auftreffen auf umgebende Oberflächen
Photoelektronen aus. Der auf den Ionenfänger auftreffende
Teil der Photonen löst dort einen Photoelektronenstrom aus,
der in gleicher Weise registriert und angezeigt wird wie der
Ionenstrom, der aufgrund der auf den Ionenfänger gelangenden
positiv geladenen Ionen erzeugt wird. Dadurch wird ein Druck
vorgetäuscht, der tatsächlich nicht vorhanden ist. Es ist
deshalb bekannt, den der Blendenöffnung gegenüberliegenden
Ionenfänger möglichst dünn und sehr kurz zu wählen. Der
Ionenfänger durchsetzt eine möglichst kleine Öffnung in
einer kalottenförmigen Elektrode, die sich in Richtung
Extraktorblende erstreckt und auf Anodenpotential befindet,
so daß sie von Ionen aus dem Anodenraum nicht erreicht wird.
Störende Einflüsse durch den Röntgeneffekt sind auch bei
dieser Lösung nicht vollständig vermeidbar, da der wenn auch
kleine Ionenfänger nach wie vor den vom Anodengitter ausge
henden Röntgenstrahlen ausgesetzt ist.
Aus dem Abstract zur japanischen Patentanmeldung 3-131 735
ist ein Extraktor-Ionisations-Vakuummeter bekannt, bei dem
sich zwischen der Extraktorblende und dem Ionenfänger
zylindrische Deflektorelektroden befinden. Diese lenken den
extrahierten Ionenstrahl um ca. 250° ab, und zwar bei
gleichzeitiger Fokussierung der Ionen auf den Ionenfänger.
Eine derartige Anordnung ist wegen der notwendigen Fokus
siereigenschaften der Deflektorelektroden sehr aufwendig.
Außerdem bilden sowohl die Deflektorelektroden als auch die
Innenwandung des notwendigerweise relativ großen Gehäuses
großflächige Oberflächen, die über lange Zeit Gase abgeben
und damit den zu messenden Druck verfälschen.
Der vorliegenden Erfindung liegt die Aufgabe zugrunde, ein
Extraktor-Ionisations-Vakuummeter der eingangs erwähnten Art
zu schaffen, bei dem ohne wesentliche Vergrößerung der
inneren Oberflächen Störungen durch den beschriebenen
Röntgeneffekt weitestgehend vermieden sind.
Erfindungsgemäß wird diese Aufgabe dadurch gelöst, daß der
Ionenfänger derart unmittelbar hinter der Extraktorblende
angeordnet ist, daß im wesentlichen keine Sichtverbindung
zwischen der Anode und dem Ionenfänger besteht. Im Bereich
der Anode erzeugte Photonen können deshalb nicht auf den
Ionenfänger auftreffen und dort den das Meßergebnis verfäl
schenden Elektronenstrom auslösen. Der Aufbau des Systems
ist äußerst kompakt. Die Vermeidung des Röntgeneffektes kann
ohne wesentliche Vergrößerung der inneren Oberflächen
erreicht werden.
Zweckmäßig befindet sich auf der Seite des Ionenfängers ein
auf Anodenpotentialliegender Reflektor, und zwar gegenüber
der Blendenöffnung. Dieser benötigt keine große Oberfläche,
da er lediglich die Aufgabe hat, zur Umlenkung des durch die
Blendenöffnung hindurchtretenden Ionenstroms beizutragen.
Weitere Vorteile und Einzelheiten der Erfindung sollen
anhand von in den Fig. 1 und 2 dargestellten Ausfüh
rungsbeispielen erläutert werden.
Die Figuren zeigen schematisch das Meßsystem 1 eines Extrak
tor-Ionisations-Vakuummeters, das einen zylindrischen
Rohrabschnitt 2 mit der Achse 3 umfaßt. Die Extraktorblende
4 mit der auf der Achse 3 liegenden Blendenöffnung 5 trennt
den Elektrodenraum 6 mit Anode 7 und Kathode 8 vom Ionen
fängerraum 9 mit dem Ionenfänger 11. Der Ionenfängerraum 9
wird neben dem Rohr 2 durch eine Wandung 12 begrenzt, die
sich parallel zur Extraktorblende 4 erstreckt.
Die Anode 7 besteht aus einem zylindrischen, zur Blenden
öffnung 5 hin offenen Gitter und bildet den Anodenraum 13.
In bekannter Weise ist die Anode 7 von einer ringförmigen
Kathode 8 umgeben. Diese ist heizbar und befindet sich
während des Meßbetriebs auf einem Potential, das etwa 100 V
niedriger ist als das Potential der Anode 7. Von der ,Kathode
8 emittierte Elektronen erzeugen im Anodenraum 13 Ionen, die
durch die Blendenöffnung 5 der Extraktorblende 4 hindurch
treten. In den Fig. 1 und 2 sind mehrere Ionenbahnenbün
del mit unterschiedlichen Entstehungsorten dargestellt.
Im Ionenfängerraum 9 befindet sich der Ionenfänger 11. Die
Anordnung und Ausbildung ist so getroffen, daß keine Sicht
verbindung zwischen der Anode 7 und dem Ionenfänger 11
besteht. Bei beiden Ausführungsbeispielen ist der Ionenfän
ger 11 als Kreisringscheibe ausgebildet, die sich - in
Bewegungsrichtung der durch die Blendenöffnung 5 hindurch
tretenden Ionen - unmittelbar hinter der Extraktorblende 4
befindet. Die innere Öffnung des kreisringscheibenförmigen
Ionenfängers ist etwas größer als die Blendenöffnung 5,
damit die optische Trennung zwischen Anode 7 und Ionenfänger
gewährleistet ist. Zusätzlich kann der Blendenöffnung 5 noch
ein sich in den Ionenfängerraum 9 hinein erstreckender Rand
14 (Fig. 2) zugeordnet sein. Im übrigen kann die Oberfläche
des Ionenfängers 11 größer sein als beim Stand der Technik,
da er der aus dem Anodenraum stammenden Röntgenstrahlung
nicht mehr unmittelbar ausgesetzt ist.
Der Ionenfänger 11 befindet sich auf einem gegenüber der
Anode negativem Potential, so daß die durch die Blendenöff
nung 5 hindurchtretenden Ionen auf den Ionenfänger umgelenkt
werden (vgl. die eingezeichneten Ionenbahnen). Dazu ist bei
beiden Ausführungsbeispielen eine Reflektorelektrode 15
vorgesehen, die auf Anodenpotential liegt. Dieses Potential
trägt zur Umlenkung der Ionenbahnen mit bei.
Die Reflektorelektrode 15 ist Bestandteil eines Topfes 17,
dessen Durchmesser etwa dem äußeren Durchmesser des Ionen
fängers 11 entspricht und dessen Rand sich in Richtung
Ionenfänger erstreckt. Eine sichere Umlenkung der Ionenbah
nen auf den Ionenfänger 11 ist dadurch gewährleistet. Eine
auf der Achse 3 liegende Erhebung im Bereich des Boden des
Topfes 17 bildet den die Umlenkung der Ionenbahnen beein
flussenden Teil der Elektrode 15. Die Erhebung kann jede
beliebige, zur Achse 3 rotationssymmetrische Form haben.
Beim Ausführungsbeispiel nach Fig. 1 ist sie als Kegel
ausgebildet. Eine Ausführungsform mit besonders kleiner
Oberfläche ist ein Stift (Fig. 2). Um die bereits erwähnten
Reflektionen von Röntgenstrahlen an der Elektrode 15 und/
oder am Topf 17 weitestgehend zu vermeiden, bestehen diese
vorzugsweise aus Netzen oder Gittern.
Claims (9)
1. Extraktor-Ionisations-Vakuummeter mit einer Extraktor
blende (4), mit auf einen Seite der Extraktorblende
angeordneter Kathode (8) und Anode (7) sowie mit auf
der anderen Seite der Extraktorblende befindlichen
Ionenfänger (11), dadurch gekennzeichnet, daß der
Ionenfänger (11) derart unmittelbar hinter der Extrak
torblende (4) angeordnet ist, daß im wesentlichen keine
Sichtverbindung zwischen der Anode (7) und dem Ionen
fänger (11) besteht.
2. Vakuummeter nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet,
daß der Ionenfänger (11) als Kreisringscheibe ausge
bildet ist, welche die Blendenöffnung (5) der Extrak
torblende (4) umgibt.
3. Vakuummeter nach Anspruch 1 oder 2, dadurch gekenn
zeichnet, daß im Ionenfängerraum (9) eine Reflektor-
Elektrode (15) angeordnet ist, und zwar gegenüber der
Blendenöffnung (5).
4. Vakuummeter nach Anspruch 3, dadurch gekennzeichnet,
daß die Reflektor-Elektrode (15) Bestandteil eines
Topfes (17) ist, dessen Rand sich in Richtung Ionen
fänger (11) erstreckt.
5. Vakuummeter nach Anspruch 4, dadurch gekennzeichnet,
daß die Elektrode (15) als auf der Achse (3) liegende
Erhebung mit vorzugsweise rotationssymmetrischer Form
im Bereich des Boden des Topfes (17) ausgebildet ist.
6. Vakuummeter nach Anspruch 5, dadurch gekennzeichnet,
daß die Elektrode (15) kegelförmig derart ausgebildet
ist, daß ihre Spitze der Blendenöffnung (5) zugewandt
ist.
7. Vakuummeter nach Anspruch 6, dadurch gekennzeichnet,
daß die Elektrode (15) als Stift ausgebildet ist.
8. Vakuummeter nach einem der Ansprüche 3 bis 7, dadurch
gekennzeichnet, daß Elektrode (15) und/oder Topf (17)
aus Netzen oder Gittern besteht.
9. Vakuummeter nach einem der vorhergehenden Ansprüche,
dadurch gekennzeichnet, daß die Blendenöffnung (5) mit
einem sich in den Ionenfängerraum (9) hinein erstrec
kenden Rand (14) ausgerüstet ist.
Priority Applications (3)
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