DE4338610C2 - Schwimmflosse (Mehrblatt-Gegenschlagflosse) - Google Patents
Schwimmflosse (Mehrblatt-Gegenschlagflosse)Info
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Description
Es ist bekannt, daß Schwimmflossen von heute gebräuchlicher
Art, die vor allem im Tauchsport genutzt werden, trotz
ihrer Vielfalt an Größe, Materialbeschaffenheit, Profilierung,
Form sowie Einrichtungen zur Strömungsführung aus dem Schuh
teil und nur einem Blatt bestehen, wobei, wie aus der
DE-GM 69 19 704 bekannt, in dieser Hauptflosse unter Freigabe
einer entsprechenden Durchflußöffnung eine elastische,
abbiegbare Hilfsflosse ausgeschnitten sein kann.
Um eine ausreichende Schubkraft zu erzielen, muß das Flossen
blatt aus sehr elastischem, aber oft auch entsprechend steifem
Material bestehen. Das kann sich insbesondere bei längeren
Flossen und größerem Krafteinsatz belastend und für
einen größeren Benutzungszeitraum, z. B. im Leistungssport,
sogar schädigend auf die Fußgelenke auswirken. Diesem Um
stand wird u. a. in neuerer Zeit durch ein Abknicken des
Blattes während der Bewegung schon kurz vor dem Schuhteil
entgegengewirkt. Hierbei vermindert sich die Hebelwirkung
des Blattes auf den Fuß und bei gutem Material entsteht ein
starker Antriebsschub, erklärbar durch den günstigen An
griffswinkel des Wassers. Weiterhin führte das Problem zur
besseren Ausgestaltung des Schuhteiles und der in jüngster
Zeit wieder vorrangig gebräuchlichen Bandbefestigung, wo
der Fußeinschlupf relativ weit über den Spann des Fußes
reicht und so die Hebelwirkung des Blattes auf das Gelenk
vermindert.
Der im Patentanspruch 1 angegebenen Erfindung liegt nun vor
rangig das Problem zugrunde, diese Belastung der Fußgelenke
einschließlich der daran beteiligten Sehnen und Bänder zu
zu verringern und trotzdem eine effektive Arbeitsweise der
Schwimmflossen zu gewährleisten.
Die Erfindung suchte ihr Vorbild im Tierreich, nämlich
in der Schwimmweise von Robben, die mit ihren hinteren
Flossenfüßen kräftig gegeneinanderschlagen,
was einen sehr starken
Vortrieb erzeugt. Das läßt sich durch die beiden keilförmig
aufeinandertreffenden Flächen erklären, welche das dazwischen
befindliche Wasser mit großer Geschwindigkeit herauspressen.
Die Mehrblatt-Gegenschlagflosse stellt nun den gelungenen
Versuch dar, diese aus dem Tierreich stammende Bewegungs
form auf die menschliche Anatomie zu übertragen, wobei
natürlich bei weitem nicht die gleiche Leistung erreicht
wird, aber trotzdem eine beträchtliche Steigerung des
Wirkungsgrades zu bemerken ist.
Eine herkömmliche Flosse mit einem Blatt erzeugt bekanntlich
bei der Auf- und Abbewegung im Wasser an einer Fläche einen
Überdruck und an der anderen einen Unterdruck. Das Wasser
strömt rasch über die gesamte Blattlänge der Unterdruckseite
entgegen der Bewegungsrichtung des Schwimmers hinweg. Da
durch entsteht das größte Antriebsmoment, während auf der
Überdruckseite der effektivste zur Fortbewegung dienende Teil
hauptsächlich an der Spitze des Blattes zu finden ist. In
Richtung Schuhteil bzw. kurz davor entsteht ein toter Winkel,
in dessen Bereich das Wasser je nach Beinstellung nicht nach
hinten, sondern sogar etwas vorgedrückt wird. Eine Flosse
mit einem in Richtung Schuhteil stark verjüngtem Blatt oder
mit einem während der Bewegung abknickenden Blatt wirkt
diesem ungünstigen Effekt etwas entgegen. In neuerer Zeit
versieht man das Blatt in der Nähe des Schuhteiles mit
Öffnungen, um das Wasser in diesem Bereich von der Druckseite
auf die Unterdruckseite strömen zu lassen.
Die Mehrblatt-Gegenschlagflosse zeigt in dieser Beziehung
ein völlig anderes Verhalten. Beim Abwärtsschlag der Mehrblatt-Gegenschlagflosse
mit obenliegendem langen Blatt wird dieses hochgedrückt,
während das kürzere, was zum großen Teil in dem besagten
ungünstigen Winkel liegt, der Bewegung des langen Blattes
nur wenig folgt und somit aufgrund seiner geringeren Kraft
aufnahme keinen zu starken Druck in die falsche Richtung
ausübt. Zwischen den sich abspreizenden Blättern, d. h. an
der Innenfläche des kurzen Blattes entsteht ein Unterdruck,
welcher Wasser einströmen läßt und somit den ungünstigen
Effekt im Bereich des toten Winkels größtenteils verhindert.
Dieser Umstand stellt einen wesentlichen Vorteil gegenüber
den herkömmlichen Flossen dar. An der freiliegenden Ober
seite des langen Blattes entsteht beim Abwärtsschlag ein
Unterdruck, welcher in seinem Verhalten dem der herkömmlichen
Flosse gleicht.
Diese Bewegungsphase kostet trotz des zweimal vorhandenen
Unterdruckes an den Blättern keinesfalls besonders viel Kraft,
da die Hebelwirkung des langen Blattes, was im Bereich des
Schuhteiles relativ beweglich gehalten wurde, sehr stark ist.
Hierbei sei noch bemerkt, daß besonders für das längere Blatt
trotz der guten Elastizität in der Nähe des Schuhteiles ein
genügend steifes Material genommen wird, sonst legen sich die
Blätter in der Anfangsphase des Abspreizens durch den Unter
druck aneinander an und der beschriebene Vorgang unterbleibt.
Beim Aufwärtsschlag wird der eben erläuterte
Weg umgekehrt. Während sich das lange Blatt über dem Kurzen
befindet, entsteht an seiner gesamten freiliegenden Fläche
ein Überdruck, der es gegen das kurze Blatt bewegt, welches
zwar am Umkehrpunkt von Abwärts- zu Aufwärtsschlag in seine
Ausgangsstellung zurückgeht, d. h., den Spalt zwischen den
Blättern größer werden läßt, sich jedoch dann weitgehenst
passiv verhält. Das in dem Spalt befindliche Wasser entweicht
unter dem kräftigen Zusammenschlagen beider Blätter rück
stoßartig. Beide Blätter legen sich aneinander und an der
gesamten unteren, nach innen gekrümmten Fläche entsteht ein
Unterdruck, welcher das Wasser nicht zuletzt mit Einwirkung
des eben ausgetretenen rückstoßartigen Schwalles sehr rasch
vorbeiströmen läßt. Dieser Vorgang stellt wiederum ein
starkes Antriebsmoment dar, was dem meist schwächer ausge
führten Aufwärtsschlag einen höheren Wirkungsgrad verleiht.
Man kann also zusammenfassend sagen, daß bei der Mehrblatt-
Gegenschlagflosse, die bei der Bewegung entstehende Seite
mit Überdruck in 2 Bereiche unterteilt wird, von denen der
äußere normal arbeitet, während der zum Schuhteil liegende
durch ein vorgelagertes kurzes Blatt in sich einen Unterdruck
entstehen läßt, welcher die Nachteile der herkömmlichen
Flosse weitgehenst kompensiert. Dieser Vorgang zeigt sich bei
zwei Flossenblättern in einer Bewegungsphase und bei drei Flossenblättern infolge
des zwischen zwei kurzen Blättern befindlichen langen Blattes
in beiden Bewegungsphasen, also bei Auf- und Abwärtsschlag.
Für die Versuche diente z. B. PVC Hart in Dicken von
2,5 mm-4 mm, was eine genügende Steifigkeit und gute
Elastizität besitzt. Seine Biegefertigkeit insbesondere im
Bereich des Schuhteiles läßt jedoch besonders bei stunden
langen Dauerbeanspruchungen sehr zu wünschen übrig und be
dingt den Einsatz von für diesen Zweck besser geeigneten
Materialien. Zur Weiterführung der Versuche wurde ein
Zwischenstück aus Gummi eingesetzt. Es dürfte jedoch bei
den jetzt zur Verfügung stehenden Plastwerkstoffen kein
Problem sein, etwas Geeignetes zu finden.
Die Variante mit 3 Blättern erfordert eine be
sonders gute Abstimmung, von Länge, Form und Elastizitätsgrad
der Blätter untereinander,
die jedoch einen sehr starken Antriebsschub ergibt. Es hatte sich insbesonders
für längere Strecken bewährt, daß längste Mittelblatt an
seiner Basis relativ leicht beweglich zu gestalten.
Die Mehrblatt-Gegenschlagflosse
wurde ungezählte Male selbst in eisigem Wasser erprobt.
Sie bewährte sich sowohl
zum zügigen und im Verhältnis zu ihrer Größe kraftsparenden
Zurücklegen längerer kilometerweiter Strecken, als auch ganz
ausgezeichnet für das Tauchen in Apnoe und in be
stimmten Gefahrenmomenten, wie gegen die Gewalt der
Brandung an Felsküsten und bei Strömungen. Natürlich muß die
Kraft zur Bewegung der Flosse, egal welcher Art sie ist, vom
Schwimmer oder Taucher aufgebracht werden. Die Mehrblatt-
Gegenschlagflosse verbessert jedoch infolge ihrer ungewöhn
lichen Funktionsweise, bei entsprechender Bauart und mit
gutem elastischen Material den Wirkungsgrad dermaßen, daß
sie vor allem bei kurzzeitiger Höchstleistung einen ganz
besonders starken Antriebsschub erzeugt. Bei mäßiger An
strengung verleiht sie dem Benutzer eine sehr gute Durch
schnittsgeschwindigkeit, da sich hierbei die verschiedenen
Blätter besonders weit öffnen. Sie ist daher sicher vielseitig
verwendbar. Die weitestgehende Schonung der Fußgelenke und
der an der Bewegung beteiligten Bänder stellt einen weiteren
angestrebten Vorteil dar. Dies tritt vor allem ein, wenn der
Angriffspunkt des längsten Blattes, z. B. von Variante 1, von
der Spitze des Flossenschuhes etwas in Richtung Ferse ver
lagert wird. Ein Grund dafür ist weiterhin die Verteilung der
Kräfte auf mehrere Blatt er. Das im Verlauf der Bewegung relativ
starke Abknicken des längsten Blattes trägt ebenfalls dazu bei.
Sicher hat die Mehrblatt-Gegenschlagflosse im Gegensatz zu
verschiedenen herkömmlichen Flossen ein etwas höheres Gewicht.
Es stellt aber erfahrungsgemäß im Wasser keinen Nachteil dar.
Im Gegenteil verbessert es z. B. die Lage eines Schnorchlers
so, daß die Flossen optimal wirken können. Beim Abtauchen
verhilft es schnell in größere Tiefen und durch den ungemein
starken Schub der Flosse spürt man es während des Auftauchens
überhaupt nicht.
Schließlich ist es noch ohne weiteres möglich, die nach den
Ansprüchen 10 oder 11 gefertigte Flosse je nach den Erforder
nissen als Mehrblatt-Gegenschlagflosse oder auch als kürzere
herkömmliche Flosse zu nutzen. Weitere vorteilhafte
Ausgestaltungen sind in den Ansprüchen 2 bis 9 angegeben.
Die nach Anspruch 4 erwähnten Formen des größten und längsten
Blattes beider Varianten wurden während der Versuche vom
vollen, am Ende abgerundeten oder kantigen bis zum fisch
schwanzähnlich geformten Blatt, d. h., mit einem sich
verjüngenden und wieder verbreiternden Teil entwickelt
(siehe Fig. 1-4). Dies hatte folgende Gründe. Obwohl mit dem
in seiner Fläche vollen Blatt auch schon gute Ergebnisse er
zielt wurden, läßt es sich mit dem fischschwanzähnlichen
Blatt bedeutend flüssiger schwimmen, was den Stil anbelangt
und der Kraftaufwand ist auch geringer, was für längere
Strecken wichtig ist. Es mögen aber auch materialtechnische
Gründe eine Rolle spielen und daher wurden sämtliche Blatt
formen angegeben. Es zeigte sich, daß beim Öffnen der Flosse,
also beim Abwärtsschlag bei der Flosse mit 2 Blättern, von dem überstehenden
Teil des langen vollen Blattes, Wasser in den sich öffnenden
Spalt gedrückt wird. Der erwähnte Unterdruck an der Innen
fläche des kurzen Blattes zieht das einströmende Wasser an
und lenkt es wieder nach hinten ab. Diese Umstände führten
zur Entwicklung des sich nach dem Ende des kurzen Blattes
stark verschmälernden fischschwanzähnlichen Blattes. Es hat
sich in der Praxis hervorragend bewährt. Durch die geringer
werdende Fläche hinter dem kurzen Blatt gelangt bedeutend
weniger Wasser rückwärts in den Spalt, während das sich als
bald wieder verbreiternde Ende nicht zuletzt wegen des klein
eren Bewegungswiderstandes infolge der Verjüngung schnell hin-
und herschwingt, einen guten Abdruck vom Wasser schafft und
entstehende Strömungswirbel glättet. Hierbei sei zur Richtung
des beim Gegenschlag austretenden Wasserschwalles noch etwas
gesagt. Er erfolgt nicht nur direkt nach hinten, sondern
mit einer seitlichen Streuung, die ihre größte Breite ca.
auf der Höhe des kurzen Blattendes besitzt und verjüngt sich
dann wieder. Die Form dieses Wasserausstoßes wird von der
Form des kurzen Blattes entscheidend beeinflußt. Ein in
seinem Äußeren von der Natur als Vorbild geschaffenes Blatt,
was z. B. dem ausgebreiteten Flossenfuß eines Seelöwen
wenigstens ähnlich ist, hat einen besonders günstigen Ein
fluß auf dieses Erscheinungsbild. Dies wird in der letzten
Zeichnung Fig. 16 deutlich.
Die Ansprüche 5 und 6 zeigen Wege, den seitlichen
Wasseraustritt einzudämmen, durch eine entsprechende
Profilierung der Blätter oder konzentriert direkt nach hinten
zu lenken.
Bei Anspruch 6 dem Anbringen einer flexiblen Haut, seitlich
zwischen den Blättern, welche die Flossenbewegung nicht
behindert, kann auch die Eigenschaft des vollen Endes vom
langen Blatt genutzt werden, reichlich Wasser in den
offenen Spalt zu drücken. Selbst diese Methode wurde praktisch
erprobt.
Mit der im Anspruch 7 angegebenen Öffnung im langen
Blatt von Variante 1 wird eine Verbesserung der Effektivität
des Abwärtsschlages, natürlich bei in diesem Moment oben
liegenden langen Blattes erzielt. Diese Öffnung erreicht
fast die gesamte Länge des kurzen Blattes und verjüngt sich
in ihrer Breite in Richtung Schuhteil etwas. Beim Abwärts
schlag wird hierbei der sich in dem öffnenden Spalt an der
Innenseite des kurzen Blattes bildende Unterdruck genutzt.
Das Wasser strömt somit von der nach innen gekrümmten Unter
druckseite des langen Blattes zum Teil direkt durch die
Öffnung sehr rasch in den Spalt zwischen beiden Blättern
und von da durch den Unterdruck innen am kurzen Blatt ge
lenkt geradewegs nach hinten ins Freie. So wird möglicher
weise der Unterdruck am langen Blatt verstärkt, da ein
großer Teil des Wassers nach wie vor an ihm entlangfließt.
Bei dem darauffolgenden Gegenschlag, eingeleitet vom Auf
wärtsschlag, stellt die Öffnung im langen Blatt keinen auf
fallenden Nachteil dar, weil ihr in diesem Moment ein von
außen wirkender Überdruck entgegensteht. Die Funktion dieser
Öffnung unterscheidet sich damit grundsätzlich von der
einer herkömmlichen Flosse. Dort strömt das Wasser stets
durch die Öffnung vor dem Schuhteil auf die Unterdruckseite
des einzigen Blattes.
Die im Anspruch 8 angegebene den Strömungsverlauf nicht
wesentliche störende Verbindung zwischen den Blättern,
welche erst bei einem gewissen Winkel des Abspreizens zum
Tragen kommt, hat folgenden Sinn. Das lange Blatt der Zweiblatt-Gegenschlagflosse
wurde z. B. an seiner Basis mit einem Zwischenstück
aus Gummi, der eine gute Elastizität besitzt, beweglicher
gemacht. Die Flosse schlägt sich also beim Abwärtsschlag
leicht und ohne Mühe durch, erzeugt aber auch schon in dieser
Phase einen guten Vortrieb. Im Verlauf des Abwärtsschlages
wird gewissermaßen Schwung geholt, bis der mit Hilfe der
Verbindung eingestellte Winkel erreicht ist und beide
Blätter vereint. Jetzt erfolgt eine erhebliche Steigerung
der Kraftaufnahme des langen Blattes und somit des Antriebs
schubes der Flosse überhaupt, die aber infolge der voran
gegangenen Schwungphase relativ leicht bewältigt wird und
damit dem Abwärtsschlag eine steigernde, bedeutend effektivere
Wirkung verleiht. Diese weitere Ausgestaltung der Erfindung
bewährte sich in der Praxis ebenfalls gut und verbesserte
den Wirkungsgrad der Flosse insgesamt. Der beim Aufwärts
schlag eintretende Gegenschlag der Blätter bewegt sich
natürlich nur im Rahmen der eingestellten Position des
Abspreizens.
Bei den kurzen Blättern der Mehrblatt-Gegenschlagflosse
zeigt sich noch ein bemerkenswertes Ver
halten. Es wird bei herkömmlichen Flossen auch als Rückschlag
effekt bezeichnet. Das kurze Blatt folgt also z. B. bei der Zweiblatt-Gegenschlagflosse wieder
im Abwärtsschlag, je nach seiner Steifigkeit,
mehr oder weniger der Bewegung des langen Blattes. Während
am Umkehrpunkt der Bewegung in den Aufwärtsschlag das lange
Blatt einen Moment verharrt, hat das Kurze die Eigenheit,
rasch in seine Ausgangsstellung zurückzugehen. Dies führt zu
einem besonders weiten Öffnen der Flosse, hat aber vielleicht
den Nachteil, daß ein in Ruhestellung gerades kurzes Blatt
durch die Fußhaltung des Schwimmers eine strömungsmäßig ge
sehen ungünstige Lage einnimmt. Hier wäre ein leicht abge
winkeltes kürzeres Blatt von Vorteil. Mit Hilfe der Ver
bindung zwischen den Blättern wird nun gerade auch dieses
Verhalten ausgenutzt. Sie hindert das kurze Blatt an seiner
Eigenbewegung bei trotzdem geöffneten Spalt, bis das lange
Blatt zum Gegenschlag herankommt und hat aber die für das
zu rasche Zurückgehen des kurzen Blattes freiwerdende Energie
auf das Lange übertragen und der Gegenschlag erfolgt be
sonders kräftig.
Die Erfahrung hat gezeigt, daß abgesehen von der in einem
bestimmten Moment wirksam werdenden Verbindung im beweg
lichen Teil die Blätter für die Zweiblatt-Gegenschlagflosse im Falle eines
kürzeren abgewinkelten Blattes das lange Blatt z. B. beim
Abwärtsschlag unter dem kurzen, also in Richtung Fuß
rücken oder Spann angeordnet wird. Dann erfolgt das
Öffnen der Mehrblatt-Gegenschlagflosse beim Aufwärts
schlag. Hierbei hat sich auch die im Anspruch 7 ange
gebene Öffnung im langen Blatt als günstig erwiesen,
da sich vor allem beim Schwimmen an der Oberfläche
diese Flosse leichter auseinanderspreizt.
Selbst das lange volle und nicht fischschwanzähnliche
Blatt, auch ohne die genannte Öffnung, bewährte sich
dafür sehr gut. Die Ansprüche 9, 10 und 11 geben ledig
lich verschiedene Möglichkeiten zur Herstellung der
Mehrblatt-Gegenschlagflose an, die z. B. nach den An
sprüchen 10 und 11 den Benutzer in die Lage versetzen,
die Flosse zum Transport und gegebenenfalls auch zum
Gebrauch auseinander zu nehmen.
Ausführungsbeispiele der Erfindung sind in den Zeichnungen
wiedergegeben und werden im folgenden näher beschrieben.
Es zeigen:
Fig. 1 das längste Blatt der Mehrblatt-Gegenschlagflosse mit
kantigem Ende in der Draufsicht,
Fig. 2 das längste Blatt der Mehrblatt-Gegenschlagflosse mit
abgerundetem Ende in der Draufsicht,
Fig. 3 das längste Blatt der Mehrblatt-Gegenschlagflosse mit fisch
schwanzähnlichem Ende in der Draufsicht,
Fig. 4 das längste Blatt der Mehrblatt-Gegenschlagflosse mit
ebenfalls fischschwanzähnlichem Ende in der Draufsicht,
Fig. 5 die erste Draufsicht auf die Mehrblatt-Gegenschlagflosse
mit 2 Blättern,
Fig. 6 die zweite Draufsicht auf die Mehrblatt-Gegenschlagflosse
mit 2 Blättern mit angedeuteter Öffnung,
Fig. 7 die Seitenansicht der Mehrblatt-Gegenschlagflosse mit 2
Blättern,
Fig. 8 die Darstellung des Abwärtsschlages der Mehrblatt-Gegen
schlagflosse mit 2 Blättern in 3 Positionen,
Fig. 9 die Darstellung des Aufwärtsschlages der Mehrblatt-Gegen
schlagflosse mit 2 Blättern in 3 Positionen,
Fig. 10 die erste Draufsicht auf die Mehrblatt-Gegenschlagflosse
mit 3 Blättern,
Fig. 11 die zweite Draufsicht auf die Mehrblatt-Gegenschlagflosse
mit 3 Blättern,
Fig. 12 die Seitenansicht der Mehrblatt-Gegenschlagflosse mit
3 Blättern,
Fig. 13 die Darstellung des ersten Abwärtsschlages der Mehrblatt-
Gegenschlagflosse mit 3 Blättern,
Fig. 14 die Darstellung des Aufwärtsschlages der Mehrblatt-Gegen
schlagflosse mit 3 Blättern in 3 Positionen,
Fig. 15 die Darstellung des zweiten Abwärtsschlages der Mehrblatt-
Gegenschlagflosse mit 3 Blättern in 3 Positionen,
Fig. 16 die Darstellung der Form des Wasseraustrittes der Mehr
blatt-Gegenschlagflosse in der Draufsicht beim Vorgang
des Gegenschlagens der Blätter.
Entsprechend der für die Versuche zumeist verwendeten Ge
samtflossenlänge wurde für die Fig. 1-15 der Maßstab 1 : 10
gewählt, während Fig. 16 im Maßstab 1 : 5 zu sehen ist.
Bei den im Funktionsschema dargestellten Bewegungsabläufen
sind zum besseren Verständnis die Blätter der Mehrblatt-
Gegenschlagflosse voll ausgezeichnet. Die Zeichnungen sind
auch aus dem selben Grund so weit als möglich zusammenge
faßt. Sämtliche Figuren dieser Art beinhalten 3 Positionen,
welche so gut als möglich das Verhalten der Flosse wieder
geben. Auf die Eigenheit der kürzeren Blätter in beiden
Varianten, nämlich sich nach dem Öffnen der Flosse nur
kurzzeitig völlig durchzustrecken, wurde aus Platzgründen
verzichtet. Die unterschiedlich starke Einwirkung des
Wassers und das daraus resultierende Biegeverhalten der
einzelnen Blätter ist mit Pfeilen gekennzeichnet. Das
Gleiche gilt für das Austreten des rückstoßartigen Schwalles
beim Gegenschlagen. Die Profilierung aller Blätter kommt
in den Zeichnungen nicht zum Ausdruck, da es sich lediglich
um die Darstellung der Arbeitsweise handelt.
Es zeigen Fig. 1, 2, 3 und 4 die verschiedenen Formen des
längsten Blattes beider Varianten.
In dem Zusammenhang wäre noch das etwas vollere Blattende
des größeren Blattes von Fig. 16 zu nennen, was ebenfalls
sehr gute Ergebnisse brachte.
Es zeigen Fig. 5 die erste und Fig. 6 die zweite Draufsicht
auf die einheitliche Flosse. Die im Anspruch 7 ange
gebene Öffnung im langen Blatt wird hier nur angedeutet,
da diese für die Funktion der Flosse nicht unbedingt er
forderlich ist.
Fig. 7 zeigt die Seitenansicht der Flosse und man erkennt
den fest verbundenen Bereich in der Nähe des Schuh
teils. Das Ende dieses Bereiches ist als Mittelmaß
am Beginn des Schuhteiles angegeben, eine Verschiebung
dessen wäre nach beiden Seiten möglich.
Fig. 8 zeigt die Ausgangsstellung beider Blätter zum Ab
wärtsschlag in Position 1.
Position 2 zeigt das Öffnen der Flosse, bedingt durch die Längenunterschiede der Blätter.
Position 3 steht kurz vor dem Ende dieses Bewegungs ablaufes, bei dem es noch zur vollkommenen Streckung des kürzeren Blattes kommt.
Position 2 zeigt das Öffnen der Flosse, bedingt durch die Längenunterschiede der Blätter.
Position 3 steht kurz vor dem Ende dieses Bewegungs ablaufes, bei dem es noch zur vollkommenen Streckung des kürzeren Blattes kommt.
Fig. 9 stellt hier beim Aufwärtsschlag in Position 1 die geöffnete Flosse dar,
welche ich infolge der Richtungsänderung der Kraft
einwirkung oder des Wasserwiderstandes zu schließen
beginnt.
Position 2 zeigt den Vorgang des Gegenschlagens und verdeutlicht den rückstoßartigen Wasseraustritt, der mit beträchtlicher Kraft erfolgt.
Position 3 zeigt die letzte Phase des Aufwärtsschlages an, wo die beiden aneinanderliegenden Blätter bis zum Umkehrpunkt der Bewegung das Verhalten einer her kömmlichen Flosse aufweisen.
Position 2 zeigt den Vorgang des Gegenschlagens und verdeutlicht den rückstoßartigen Wasseraustritt, der mit beträchtlicher Kraft erfolgt.
Position 3 zeigt die letzte Phase des Aufwärtsschlages an, wo die beiden aneinanderliegenden Blätter bis zum Umkehrpunkt der Bewegung das Verhalten einer her kömmlichen Flosse aufweisen.
Fig. 10 zeigt die erste und Fig. 11 die zweite Draufsicht auf
die Flosse.
Fig. 12 zeigt die Seitenansicht und man erkennt auch hier
wieder den fest verbundenen Bereich beim Schuhteil.
Dieser Bereich kann ebenfalls wieder etwas in beide
Richtungen verschoben werden.
Die folgenden Abbildungen zeigen zum Verständnis nötigen
2 Abwärtsschläge, sowie einen Aufwärtsschlag.
Fig. 13 zeigt in Position 1 den beginnenden Abwärtsschlag mit
fast geschlossenen Blättern.
Position 2 zeigt das eindeutige Öffnen der Flosse, d. h., die beiden oberen Blätter spreizen sich an einanderliegend vom unteren Kurzen ab.
Position 3 steht kurz vor dem Ende der Bewegungs phase mit weitgeöffnetem Spalt, wobei auch hier das untere Blatt am Umkehrpunkt in den Aufwärtsschlag zur vollkommenen Streckung gelangt.
Position 2 zeigt das eindeutige Öffnen der Flosse, d. h., die beiden oberen Blätter spreizen sich an einanderliegend vom unteren Kurzen ab.
Position 3 steht kurz vor dem Ende der Bewegungs phase mit weitgeöffnetem Spalt, wobei auch hier das untere Blatt am Umkehrpunkt in den Aufwärtsschlag zur vollkommenen Streckung gelangt.
Fig. 14 zeigt in Position 1 als Ausgangsstellung nochmals
den breiten Spalt, der sich im Verlauf der Bewegung
schließt.
Position 2 zeigt das Gegenschlagen der Blätter sowie den Ausstoß des Wassers.
Position 3 zeigt das auf das untere kurze Blatt aufgetroffene Lange, während das obere Kurze abermals einen breiten Spalt freiläßt, diesmal in seiner ge streckten Endposition.
Position 2 zeigt das Gegenschlagen der Blätter sowie den Ausstoß des Wassers.
Position 3 zeigt das auf das untere kurze Blatt aufgetroffene Lange, während das obere Kurze abermals einen breiten Spalt freiläßt, diesmal in seiner ge streckten Endposition.
Fig. 15 Position 1 zeigt eingangs die oberhalb des längsten
Blattes geöffnete Flosse.
Position 2 zeigt das Schließen des Spalte, den Ausstoß des Wassers und deutet bereits das Abspreizen des kurzen unteren Blattes an.
Position 3 leitet das Ende dieser Bewegungsphase mit weitgeöffneten Spalt ein.
Position 2 zeigt das Schließen des Spalte, den Ausstoß des Wassers und deutet bereits das Abspreizen des kurzen unteren Blattes an.
Position 3 leitet das Ende dieser Bewegungsphase mit weitgeöffneten Spalt ein.
Damit wäre die Erläuterung der Funktion der Mehrblatt-Gegen
schlagflosse in beiden Varianten beendet.
Fig. 16 zeigt als letzte Abbildung die Form des Wasseraus
trittes beim Gegenschlagen der Blätter in der Drauf
sicht.
Die bereits im Nasser sichtbaren Umrisse lassen sich am beten auf einer mit Pulver bestreuten Platte er kenntlich machen.
Das Wasser wird also in einem sich bis zum Ende des kurzen Blattes verbreiternden und dann wieder ver jüngenden Schwall nach hinten gedrückt. Das erfolgt durchaus mit beträchtlicher Geschwindigkeit. Die ziemlich breite seitliche Streuung ist in ihrer Form sehr stark von der des kurzen Blattes abhängig. Es wurde in seinem Erscheinungsbild wenigstens etwas dem Vorbild der Natur, z. B. den im Wasser ausge breiteten hinteren Flossenfüßen eines Seelöwen, nachgestaltet. Sicher ist jedoch, daß es dem Menschen oft nur sehr bedingt glückt, die Natur zu kopieren. Es müssen Kompromisse eingegangen werden, wie eben bei der hiermit beschriebenen Mehrblatt- Gegenschlagflosse die verschiedenen Blattlängen, was natürlich einen geringeren Effekt erzielt, als die in schneller Folge von Muskeln beiderseitig gegeneinandergeschlagenen Flossen einer Robbe. Trotzdem erreicht die Mehrblatt-Gegenschlagflosse ein derartiges Anwachsen der Schubkraft, daß sie durchaus richtungsweisend für die weitere Entwicklung von Flossen für Schwimm- und Tauchsport werden kann.
Die bereits im Nasser sichtbaren Umrisse lassen sich am beten auf einer mit Pulver bestreuten Platte er kenntlich machen.
Das Wasser wird also in einem sich bis zum Ende des kurzen Blattes verbreiternden und dann wieder ver jüngenden Schwall nach hinten gedrückt. Das erfolgt durchaus mit beträchtlicher Geschwindigkeit. Die ziemlich breite seitliche Streuung ist in ihrer Form sehr stark von der des kurzen Blattes abhängig. Es wurde in seinem Erscheinungsbild wenigstens etwas dem Vorbild der Natur, z. B. den im Wasser ausge breiteten hinteren Flossenfüßen eines Seelöwen, nachgestaltet. Sicher ist jedoch, daß es dem Menschen oft nur sehr bedingt glückt, die Natur zu kopieren. Es müssen Kompromisse eingegangen werden, wie eben bei der hiermit beschriebenen Mehrblatt- Gegenschlagflosse die verschiedenen Blattlängen, was natürlich einen geringeren Effekt erzielt, als die in schneller Folge von Muskeln beiderseitig gegeneinandergeschlagenen Flossen einer Robbe. Trotzdem erreicht die Mehrblatt-Gegenschlagflosse ein derartiges Anwachsen der Schubkraft, daß sie durchaus richtungsweisend für die weitere Entwicklung von Flossen für Schwimm- und Tauchsport werden kann.
Claims (11)
1. Mehrblatt-Gegenschlagflosse, die aus dem Schuhteil
und einem Flossenteil besteht,
dadurch gekennzeichnet,
daß zwei oder drei elastische Blätter von unterschied
licher Länge flach aufeinanderliegend angeordnet sind
und lediglich im Bereich des Schuhteiles oder kurz davor
miteinander verbunden werden, daß die Breite der Blätter
aufgrund ihrer Formen geringfügig differiert und daß
ein Blatt das andere um wenigstens die Hälfte bis zum
Doppelten in seiner Länge überragt.
2. Mehrblatt-Gegenschlagflosse nach Anspruch 1,
dadurch gekennzeichnet,
daß sich das längere Blatt entweder ober- oder unter
halb des kürzeren befindet.
3. Mehrblatt-Gegenschlagflosse nach Anspruch 1,
dadurch gekennzeichnet,
daß das längste Blatt in der Mitte zwischen zwei kürzeren
Blättern angebracht wird, wovon eines mindestens die
Hälfte seiner Länge erreicht, während das andere Blatt
etwas über dieses Maß hinausragen kann, jedoch niemals
die volle Ausdehnung des längsten und mittleren Blattes
besitzt.
4. Mehrblatt-Gegenschlagflosse nach Anspruch 1,
dadurch gekennzeichnet,
daß die Form des größten und längsten Blattes in seinem
überragenden Teil für beide Varianten entweder abgerundet,
kantig oder fischschwanzähnlich in nicht festlegbarer
Größe und Winkelung endet (siehe dazu Fig. 1-4 und
Fig. 16).
5. Mehrblatt-Gegenschlagflosse nach Anspruch 1,
dadurch gekennzeichnet,
daß die Profilierung der Blätter zur Stabilisierung
und zur Verminderung des seitlichen Wasseraustrittes
beim Gegenschlagen ausgebildet ist.
6. Mehrblatt-Gegenschlagflosse nach Anspruch 1,
dadurch gekennzeichnet,
daß an der Außenkante der Blätter eine flexible Haut
angebracht ist.
7. Mehrblatt-Gegenschlagflosse nach Anspruch 1,
dadurch gekennzeichnet,
daß eine Öffnung im längsten Blatt, beginnend vom
Schuhteil und sich allmählich verbreiternd, bis auf
die Höhe des kürzeren Blattes reicht.
8. Mehrblatt-Gegenschlagflosse nach Anspruch 1,
dadurch gekennzeichnet,
daß eine Verbindung zwischen zwei Blättern vorgesehen
ist, die erst dann wirksam wird, wenn beim Abspreizen
der Blätter ein nicht festgelegter Winkel erreicht ist.
9. Mehrblatt-Gegenschlagflosse nach Anspruch 1,
dadurch gekennzeichnet,
daß die Mehrblatt-Gegenschlagflosse einstückig ausge
bildet ist.
10. Mehrblatt-Gegenschlagflosse nach Anspruch 1,
dadurch gekennzeichnet,
daß die Blätter an dem Schuhteil der Flosse mittels
einer Schiebe- oder Steckverbindung angebracht sind.
11. Mehrblatt-Gegenschlagflosse nach Anspruch 1,
dadurch gekennzeichnet,
daß die Blätter an dem Schuhteil der Flosse mittels
einer Schraubverbindung befestigt sind.
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|---|---|---|---|---|
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-
1993
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| DE102006032381B4 (de) * | 2006-01-26 | 2014-06-26 | Norbert Sack | Tauchflosse mit Rückstoßprinzip |
| CN109718511A (zh) * | 2017-10-31 | 2019-05-07 | 诚加兴业股份有限公司 | 蛙鞋 |
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| Publication number | Publication date |
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