DE4338631C2 - Vorrichtung zum Abdichten der Rotorwellen-Gehäusedurchführung einer druckdichten Zellenradschleuse - Google Patents
Vorrichtung zum Abdichten der Rotorwellen-Gehäusedurchführung einer druckdichten ZellenradschleuseInfo
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Description
Die Erfindung betrifft eine Vorrichtung zum Abdichten der
Rotorwellen-Gehäusedurchführung einer druckdichten Zellenrad
schleuse, bei welcher in einer die Wellendurchführung des Ge
häuses umgebenden Gehäuseausnehmung zwei Rotorwellen-Gleit
ringe nebeneinander angeordnet sind.
Druckdichte Zellenradschleusen können mit einem maximalen
Überdruck von 1 bar betrieben werden. Diese extremen Betriebs
bedingungen erfordern eine exakte Abdichtung der Welle zum La
ger hin. Bei den derzeit bekannten druckdichten Zellenrad
schleusen wird die Welle entweder mittels einer Stopfbüchse
oder mittels Sperrluft (DE 42 14 467 C2) abgedichtet. Diese bei
den Dichtungsarten haben sich in der Praxis als nicht zufrie
denstellend erwiesen.
Die Erfindung zielt darauf ab, eine Vorrichtung der ein
leitend angegebenen Art zu schaffen, die jeglichen Austritt
des Fördermediums über die Abdichtung einwandfrei verhindert.
Diese Aufgabe wird erfindungsgemäß dadurch gelöst, daß der dem
Gehäuseinneren zugekehrte Gleitring in der Ausnehmung gegen
das Gehäuseinnere abgedichtet und gegenüber der Welle still
stehend gehalten ist, daß axial außerhalb der Gleitringe ein
Flanschlager vorgesehen ist, das am Gehäuse verankert ist und
einen mit der Rotorwelle rotierenden Druckring gegen einen den
axial äußeren Gleitring umgebenden O-Ring preßt, so daß dieser
zusammengedrückt wird und der zugehörige Gleitring mit dem
Druckring rotiert sowie an den axial inneren Gleitring ange
druckt wird, und daß der die Gleitringe umgebende Raum der Ge
häuseausnehmung mit einem Schmiermittel gefüllt ist.
Durch diese Konstruktion wird jeglicher Austritt des För
dermediums nach außen verhindert.
Vorzugsweise ist der stillstehende Gleitring, wie an sich
aus der DE 40 18 106 A1 bekannt, durch einen O-Ring in der Aus
nehmung des Gehäuses gehalten.
Die Erfindung wird nachfolgend an einem Ausführungsbei
spiel unter Bezugnahme auf die Zeichnung näher beschrieben, in
der eine erfindungsgemäße Vorrichtung im Axialschnitt darge
stellt ist.
Wie die Zeichnung zeigt, ist die Welle 1 eines Rotors 2,
der innerhalb eines Gehäuses umläuft, von dem nur der Deckel 3
gezeigt ist, durch eine Lageranordnung abgestützt. Die La
geranordnung weist ein Flanschlager 4 auf, das mittels Schrau
benbolzen 4a am Gehäusedeckel 3 befestigt ist.
Zwei Gleitringe 5 und 6 verhindern das Austreten des För
dermediums aus dem Inneren des Rotorgehäuses zum Flanschlager
4 hin. Die Gleitringe 5, 6 sind so angeordnet, daß der dem Ge
häuseinneren benachbarte Gleitring 5 feststeht, wogegen der
äußere Gleitring 6 rotiert. Durch die Befestigung des Flansch
lagers 4 am Gehäusedeckel 3 wird ein zwischen dem Flanschlager
und dem äußeren Gleitring 6 angeordneter Druckring 9 axial in
Richtung gegen den Rotor 2 hin gedrückt. Infolge dieser Axial
verschiebung werden auf den Gleitringen 5, 6 sitzende O-Ringe
10 bzw. 11 verformt, wobei der Druckring 9 am O-Ring 11 des
Gleitringes 6 angreift, wogegen der andere O-Ring 10 in eine
Ausnehmung 3' des Gehäusedeckels 3 gedrückt wird; zugleich
werden die Gleitringe 5, 6 gegeneinander gepreßt.
Der Druckring 9 ist seinerseits mittels eines O-Ringes 12
gegen die Rotorwelle 1 abgedichtet, wobei dieser O-Ring so
ausgebildet ist, daß sich der Druckring 9 mit der Rotorwelle 1
mitdreht. Die Haftreibung der beiden verformten O-Ringe 10 und
11 ist um ein Vielfaches größer als das Reibmoment der beiden
Gleitringberührungsflächen. Dadurch dreht sich der Gleitring 5
mit der Welle 1, wogegen der Gleitring 6 still steht.
Die Gleitflächen 7 der Gleitringe 5, 6 sind auf einer
Breite von etwa 2 mm feinst geläppt. Von diesen Berührungsflä
chen ausgehend sind die Gleitringe nach außen hin konisch aus
gebildet. Durch diesen konischen Spalt 8 gelangt Fett zu den
Gleitflächen. Außerdem ist dieser konische Spalt ein Maß für
den Verschleiß bzw. ein Gradmesser für die Lebensdauer der
Dichtung. Die maximale Standzeit ist erreicht, wenn die Größe
des konischen Spaltes Null wird. Die einwandfreie Funktion der
Gleitringdichtung ist gegeben, wenn genügend Schmiermittel
(Fett) vorhanden ist. Das Schmiermittel dient nicht nur als
Gleitmittel an den Gleitflächen, sondern auch zur Ableitung
der Wärme und verhindert ein Anreiben der Gleitflächen. Der
Schmiermittelbedarf kann äußerst gering gehalten werden.
Die Gleitringe 5, 6 bestehen vorteilhaft aus einem hoch
legierten, korrosionsbeständigen und gehärteten Material. Die
O-Ringe 10, 11, 12 bestehen zweckmäßig aus Acrylnitril Buna N-
Kautschuk. Bei höheren thermischen Belastungen werden O-Ringe
aus Fluor-Kautschuk (Viton) verwendet.
Für die einwandfreie Funktion der Dichtung ist das Vor
handensein von Fett 13 im Dichtspalt 8 erforderlich. Bei Inbe
triebnahme der Dichtung ist der Fettraum mit Fett zu füllen.
Das Füllen des Fettraumes erfolgt über ein Schmiernippel 14
und muß solange durchgeführt werden, bis das Fett bei einer
Fettkontrollbohrung 15 sichtbar wird. Eine Nachschmierung ist
normalerweise nicht erforderlich. Die Fettmenge reicht als
Dauerschmierung aus.
Die erfindungsgemäße Konstruktion eignet sich für extrem
ste Bedingungen in der Steine- und Erdindustrie. Die Dichtung
kann sowohl im Über- als auch im Unterdruckbereich eingesetzt
werden.
Claims (2)
1. Vorrichtung zum Abdichten der Rotorwellen-Gehäuse
durchführung einer druckdichten Zellenradschleuse, bei welcher
in einer die Wellendurchführung des Gehäuses (3) umgebenden
Gehäuseausnehmung (3') zwei Rotorwellen-Gleitringe (5, 6) ne
beneinander angeordnet sind, dadurch gekennzeichnet, daß der
dem Gehäuseinneren zugekehrte Gleitring (5) in der Ausnehmung
gegen das Gehäuseinnere abgedichtet und gegenüber der Welle
stillstehend gehalten ist, daß axial außerhalb der Gleitringe
(5, 6) ein Flanschlager (4) vorgesehen ist, das am Gehäuse (3)
verankert ist und einen mit der Rotorwelle (1) rotierenden
Druckring (9) gegen einen den axial äußeren Gleitring (6) um
gebenden O-Ring (11) preßt, so daß dieser zusammengedrückt
wird und der zugehörige Gleitring (6) mit dem Druckring (9)
rotiert sowie an den axial inneren Gleitring (5) angedrückt
wird, und daß der die Gleitringe (5, 6) umgebende Raum der Ge
häuseausnehmung (3') mit einem Schmiermittel gefüllt ist.
2. Vorrichtung nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet,
daß der stillstehende Gleitring (5), wie an sich bekannt,
durch einen O-Ring (10) in der Ausnehmung (3') des Gehäuses
(3) gehalten ist.
Applications Claiming Priority (1)
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