DE4339621C2 - Schließvorrichtung - Google Patents
SchließvorrichtungInfo
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Description
Die Erfindung betrifft eine Schließvorrichtung für einen
Waschautomaten mit den Merkmalen des Oberbegriffes des Pa
tentanspruches 1.
Ein Waschautomat bzw. eine Waschmaschine weist im Waschma
schinengehäuse eine Beladeöffnung sowie eine die Belade
öffnung verschließende Waschmaschinentür oder ein diese
verschließendes Fenster bzw. einen Verschlußdeckel auf. Ein
zur Schließvorrichtung gehörender Schließkloben ist vor
zugsweise an der Waschmaschinentür, an dem Fenster bzw. an
dem Verschlußdeckel angeordnet und Verriegelungselemente
und die zur Steuerung und zum Verstellen der Verriegelungs
elemente dienenden Vorrichtungsteile befinden sich vorzugs
weise am Waschmaschinengehäuse unmittelbar neben/oder hin
ter der Waschmaschinentür, dem Fenster bzw. dem Verschluß
deckel.
Bekannte Schließvorrichtungen der hier interessierenden Art
arbeiten entweder rein mechanisch (DE-AS 17 60 544),
thermisch (DE 42 28 100 A1) oder auch
elektromagnetisch, wobei die elektromagnetischen Schließ
vorrichtungen gegenüber den mechanisch oder thermisch ar
beitenden Schließvorrichtungen für den täglichen Gebrauch
einen wesentlich höheren Bedienungskomfort aufweisen. Von
Bedeutung ist in diesem Zusammenhang z. B. auch, daß sich
die Waschmaschinentür, das Fenster bzw. der Verschlußdeckel
während des Betriebes nicht beliebig öffnen lassen. Beim
Verkauf von Waschmaschinen ergibt sich daraus in den Ge
schäften dann allerdings häufig das Problem, daß die
Waschmaschinentür, das Fenster bzw. der Verschlußdeckel
nicht mehr geöffnet werden können, wenn ein Kunde sie
geschlossen hat und die Waschmaschine nur zu Verkaufs
zwecken ausgestellt und nicht an einen Stromkreis ange
schlossen ist. Es wird daher als unzweckmäßig empfunden,
wenn in einem solchen Fall die Waschmaschinentür, das
Fenster bzw. der Verschlußdeckel nur über eine Notöffnungs
einrichtung geöffnet werden können.
Der Erfindung liegt daher die Aufgabe zugrunde, eine
Schließvorrichtung für den hier interessierenden Zweck so
zu gestalten, daß sie sich während des Waschganges nicht
öffnen läßt und im übrigen jederzeit leicht geöffnet und
geschlossen werden kann.
Zur Lösung dieser Aufgabe sieht die Erfindung mit den Merk
malen des kennzeichnenden Teiles des Patentanspruches 1
vor, daß das/die Verriegelungselemente eine Freigabestel
lung sowie eine Vorraststellung oder erste Schließstellung
und eine zweite Schließstellung oder Betriebsstellung auf
weisen.
In der zweiten Schließstellung oder Betriebsstellung sind
wesentliche Teile der Schließvorrichtung gegenüber der
ersten Schließstellung gegen willkürliches Öffnen gesi
chert.
Beim Schließen der Waschmaschinentür, des Fensters oder
dergleichen bewegen sich das/die Verriegelungselemente aus
der Freigabestellung zunächst in die erste Schließstellung
oder Vorraststellung. In dieser Stellung lassen sich die
Waschmaschinentür oder dergleichen auch jederzeit wieder
problemlos öffnen. Diese Schließstellung der Schließvor
richtung ist vor allem für die Vorführung und Erläuterung
der Waschmaschine bestimmt, wenn sie nicht an einen Strom
kreis angeschlossen sein kann, wie dies in Geschäften
häufig der Fall ist. Die zweite oder Betriebsstellung der
Verriegelungselemente ist dazu bestimmt, um ein Öffnen der
Waschmaschinentür oder dergleichen auszuschließen, wenn
sich die Waschmaschine im Rahmen eines Waschvorganges in
Betrieb befindet.
In Weiterbildung der Erfindung ist vorgesehen, daß das/die
Verriegelungselemente mechanisch in die Vorraststellung und
vorzugsweise elektrisch von der Vorraststellung in die
Betriebsstellung bewegbar sind. In diesem Zusammenhang ist
es ferner zweckmäßig, wenn die Verriegelungselemente auch
elektrisch aus der Betriebsstellung in die Freigabestellung
zurückbewegbar sind, wobei sowohl das Erreichen der Be
triebsstellung als auch von dort das Erreichen der Frei
gabestellung vorzugsweise mittels einer Schließhilfe in
Gestalt eines elektromotorischen Antriebes erfolgt. Bei dem
elektromotorischen Antrieb handelt es sich nicht nur um
eine Zuziehhilfe, sondern gemäß der Erfindung wird die
Betriebsstellung vorzugsweise ausschließlich über den
elektromotorischen Antrieb erreicht, dem ferner ein Getrie
be usw. zugeordnet sein kann.
Weitere Merkmale der Erfindung gehen aus Unteransprüchen
im Zusammenhang mit der Beschreibung und der Zeichnung her
vor.
Die Erfindung wird nachstehend anhand eines Ausführungsbei
spieles, das in der Zeichnung dargestellt ist, näher be
schrieben. Dabei zeigen:
Fig. 1 eine Frontansicht eines Waschautomaten mit
teilweise geöffneter Waschmaschinentür;
Fig. 2 eine Teilansicht des Wasch
automaten gemäß Fig. 1 in Draufsicht;
Fig. 3 eine Seitenansicht des Schließklobens an der
Waschmaschinentür in größerem Maßstab;
Fig. 4 eine Draufsicht auf den Schließkloben gemäß
Fig. 3;
Fig. 5 im Schnitt sowie abgebrochen und in größerem
Maßstab eine Ansicht von wesentlichen Teilen
der Schließvorrichtung in der Freigabestel
lung;
Fig. 6 eine Ansicht von wesentlichen Teilen der
Schließvorrichtung wie in Fig. 5, jedoch in
der Vorraststellung;
Fig. 7 eine Ansicht von wesentlichen Teilen der
Schließvorrichtung wie in den Fig. 5 und
6, jedoch in der Betriebsstellung;
Fig. 8 in anderem Maßstab einen Schnitt durch die
Schließvorrichtung;
Fig. 9 eine weitere, um 90° zu der Darstellung in
Fig. 8 geklappte Ansicht der Schließvorrich
tung;
Fig. 10: eine Einzelheit mit der Drehfalle in größerem
Maßstab und
Fig. 11 bis Fig. 15 jeweils in größerem Maßstab Teile einer Kupp
lung im Schnitt bzw. in Seitenansicht.
Ein Waschautomat bzw. eine Waschmaschine 1 umfaßt ein
Waschmaschinengehäuse 2 mit einer Beladeöffnung 3, die mit
Hilfe einer Waschmaschinentür 4 oder mit Hilfe eines Fen
sters bzw. eines Verschlußdeckels verschließbar ist. Zum
Sichern der Waschmaschinentür 4 in der Schließstellung
dient eine im Waschmaschinengehäuse 2 angeordnete Schließ
vorrichtung 5, der ein an der Waschmaschinentür 4 angeord
neter Schließkloben 6 mit einem z. B. hakenförmigen, freien
Ende zugeordnet ist. Die Schließvorrichtung 5 weist gemäß
den Fig. 1 und 5 bis 7 eine Öffnung 7 auf, durch die der
Schließkloben 6 mit seinem freien Ende 8 in der Schließ
stellung greift und von einer hinter der Öffnung 7 befind
lichen Drehfalle 9 in einer Vorraststellung oder ersten
Schließstellung gemäß Fig. 6 bzw. in einer Betriebsstellung
gemäß Fig. 7 gehalten wird.
Die Drehfalle 9 ist ein Verriegelungselement, das ebenso
wie andere, zu ihrer Steuerung und zum Verstellen dienende
Vorrichtungsteile an einem gemeinsamen Träger bzw. in einem
Gehäuse 10 angeordnet sind.
Eine Drehfeder 11 (Fig. 8) beaufschlagt die Drehfalle 9 in
Öffnungsrichtung und ferner ist eine Rasteinrichtung 12
(Fig. 9 und 10) der Drehfalle 9 zugeordnet und gibt diese
frei oder arretiert sie in der Vorraststellung. Die Rast
einrichtung 12 umfaßt gemäß Ausführungsbeispiel einen
Rastschieber 13, der von einer Zugfeder 14 nicht nur in
Öffnungsrichtung beaufschlagt ist, sondern auch in einer
seitlich pendelnden Richtung. Ferner gehören eine Kurven
führung 15 mit Führungsbahnen 16, 16a; 17, 17a und 18, 18a
sowie mit Schrägflächen 19 und 20 und mit einem Anschlag
21 jeweils auf der Drehfalle 9 zur Rasteinrichtung 12 (Fig.
10).
Der Rastschieber 13 besitzt ausschließlich eine Bedeutung
in Verbindung mit der Vorrastfunktion der Schließvorrich
tung 5. Beim Zudrücken der Waschmaschinentür 4 und dem
damit verbundenen Verschwenken der Drehfalle 9 (in Fig. 5
im Uhrzeigersinn) bis über die Vorraststellung hinaus
springt der durch die Zugfeder 14 belastete Rastschieber
13 zunächst aus der ersten Führungsbahn 16, 16a der Kurven
führung 15 in die zweite Führungsbahn 16b. Wird die Wasch
maschinentür 4 nach dem Zudrücken von Hand wieder ent
lastet, so dreht die Drehfeder 11 die Drehfalle 9 wieder
etwas zurück in Richtung Freigabestellung. Dabei gleitet
der Rastschieber 13 federbeaufschlagt die erste Schräg
fläche 19 der Kurvenführung 15 hinauf und springt dann auf
die zweite, konzentrische Führungsbahn 17, 17a der Kurven
führung 15. Dieser Vorgang erfolgt mit Hilfe der Zugfeder
14, die durch eine Schrägstellung den zugleich pendelnd ge
lagerten Rastschieber 13 vom Drehpunkt der Fallenachse 9a
weg und in eine seitliche Richtung zieht. Ein Anschlag 21
verhindert jetzt eine weitere Drehung der Drehfalle 9 in
Richtung Freigabestellung. Die Waschmaschinentür 4 ist
geschlossen. Die Schließvorrichtung 5 befindet sich in
ihrer ersten Schließstellung bzw. in der Vorraststellung.
Wenn die Waschmaschinentür nunmehr von Hand geöffnet wer
den soll, so ist es erforderlich, nochmals einen Druck auf
die Waschmaschinentür auszuüben, damit sich die Drehfalle
9 zunächst weiter in Schließrichtung bewegt und der Rast
schieber 13 schließlich auf die dritte Führungsbahn 18, 18a
der Kurvenführung 15 gleitet. Wird die Waschmaschinentür
nunmehr entlastet, so verschwenkt die Drehfeder 11 die
Drehfalle 9 zurück in die Freigabestellung. Der Rastschie
ber 13 gleitet dabei die zweite Schrägfläche 20 der Kur
venführung 15 hinauf und wird schließlich von der Führungs
bahn 18, 18a wieder in Gegenrichtung bewegt und erreicht
schließlich die Ausgangsstellung gemäß Fig. 10. Zum Öffnen
der Waschmaschinentür 4 ist es somit erforderlich, zunächst
einen Druck auf die Tür auszuüben. Es ist nicht möglich,
ein Öffnen dadurch zu erreichen, daß an der Tür gezogen
wird.
Die Schließvorrichtung 5 erreicht die zweite Schließstel
lung oder Betriebsstellung nur aus der Vorraststellung,
wenn der Rastschieber 13 am Anschlag 21 der Drehfalle 9
steht. Ferner ist die Betriebsstellung nur mittels einer
Zuziehhilfe bzw. einer Schließhilfe 23 (Fig. 9) erreichbar.
Diese Schließhilfe 23 arbeitet elektrisch. Sie umfaßt einen
elektromotorischen Antrieb 24 und gemäß Ausführungsbeispiel
ein Getriebe 25. Das Getriebe 25 ist schließlich gemäß
Ausführungsbeispiel ein mehrstufiges Zahnradgetriebe mit
Ritzeln und Zahnrädern 26 bis 34. Der motorische Antrieb
24 und das Getriebe 25 dienen zum Steuern und Verstellen
eines Übertragungshebels 35, der mit seinem einen Ende 36
an der Drehfalle 9 angelenkt ist. Wie vor allem die Fig.
5 bis 7 zeigen, weist das Ende 36 des Übertragungshebels
35 ein Langloch 37 auf, durch das ein Anlenkbolzen 38 der
Drehfalle 9 greift. Wie Fig. 5 zeigt, liegt der Anlenkbol
zen 38 am einen Ende des Langloches 37 an, wenn sich die
Drehfalle 9 in der Freigabestellung befindet. Wird die
Drehfalle 9 beim Schließen der Waschmaschinentür 4 in die
Vorraststellung gemäß Fig. 6 verschwenkt, so kann sich der
Anlenkbolzen 38 aufgrund des Langloches 37 relativ zum
Übertragungshebel 35 bewegen, ohne daß dieser eine gleich
artige Bewegung durchführt.
Das andere Ende 39 des Übertragungshebels 35 ist an einem
mit dem motorischen Antrieb 24 und dem Getriebe 25 verbun
denen Antriebselement 40 angelenkt. Dieses Antriebselement
40 ist gemäß Ausführungsbeispiel scheibenförmig und weist
eine kreissektorförmige Ausnehmung 41 auf, in der das Ende
39 des Übertragungshebels 35 liegt. Die kreissektorförmige
Ausnehmung 41 wird von zwei sich axial und radial er
streckenden Rippen 42 und 43 begrenzt, die mit ihren der Ausneh
mung 41 abgewandten Flächen zugleich als Hubbegrenzung und
als Anschlag dienen und mit einem am Gehäuse 10 angeordne
ten Vorsprung 44 zusammenwirken.
Wenn sich das scheibenförmige Antriebselement 40 in
Schließrichtung, das heißt in Fig. 6 im Uhrzeigersinn
dreht, so gleitet das Ende 36 des Übertragungshebels 35 mit
seinem Langloch 37 solange über den Anlenkbolzen 38, bis
dieser am Ende des Langloches 37 anliegt, woraufhin die
Drehfalle 9 aus der Vorraststellung gemäß Fig. 6 in die
zweite oder Betriebsstellung gemäß Fig. 7 verschwenkt wird.
Das Ende 36 und ein Teil des Übertragungshebels 35 befinden
sich dabei in einem Aufnahmekanal 46 der Drehfalle 9
(Fig. 5 bis 7 und 9). Aufgrund der Lage des Anlenkbolzens
38, der Schwenkachse 57 und des Anlenkbolzens 40a zueinan
der (Fig. 7) wird bei einer Kraftbeaufschlagung der Dreh
falle 9 in Öffnungsrichtung die Kraft über den Übertra
gungshebel 35 und das Antriebselement 40 gegen den im Ge
häuse angeordneten Vorsprung 44 gelenkt. Dies hat zur
Folge, daß eine vom Schließkloben 6 ausgeübte Zugkraft
nicht zu einem in Öffnungsrichtung erfolgenden Verschwenken
der Drehfalle 9 führen kann. Ein Öffnen ist nur möglich,
wenn das Antriebselement 40 bei einer Drehung entgegen dem
Uhrzeigersinn in Fig. 7 den Übertragungshebel 35 über die
Totpunktlage in Öffnungsrichtung zieht.
Gemäß Ausführungsbeispiel ist schließlich noch eine für die
Notentriegelung dienende Kupplung 47 vorgesehen. Gemäß Aus
führungsbeispiel ist die Kupplung 47 zwischen dem den Über
tragungshebel 35 unmittelbar bewegenden Antriebselement 40
und dem letzten Zahnrad 34 des Getriebes 25 angeordnet
(Fig. 9). Zur Kupplung 47 gehören eine Druckfeder 48 sowie
zwei Kupplungshälften 49 und 50. Mit Hilfe eines Notentrie
gelungsschiebers 54 erfolgt ein öffnen der Kupplung 47. Zu
diesem Zweck ist vorgesehen, daß der Schieber 54 in aus
reichender Weise zugänglich ist. Weitere Einzelheiten der
als Notentriegelung gemäß Ausführungsbeispiel dienenden
Kupplung 47 werden später anhand der Fig. 11 bis 14
beschrieben.
Der elektrische Antrieb 24 ist vorzugsweise ein Nieder
spannungs-Gleichstrommotor, der nicht nur zum Zuziehen der
Drehfalle 9 dient, sondern auch zum Öffnen, wozu er umge
polt wird.
Zur Steuerung des elektrischen Antriebes 24 sind Schalter
51, 52 und 53 vorgesehen, wobei der Schalter 51 vom Rast
schieber 13 betätigt wird, wenn sich die Drehfalle 9 in der
Vorraststellung befindet.
Die Schalter 52 und 53 bewirken die jeweilige Endlagenab
schaltung des Motors.
Auf weitere Details der elektrischen Steuerung wird nach
folgend nicht eingegangen, da sie nicht Gegenstand des vor
liegenden Erfindung ist.
Im Falle eines Aufreißversuches bei geschlossener Wasch
maschinentür 4 und in Betriebsstellung befindlicher
Schließeinrichtung 5 werden die jeweils auftretenden Kräfte
von der Drehfalle 9 nur auf den Übertragungshebel 35 und
von diesem auf das scheibenförmige Antriebselement 40 und
von dort unmittelbar auf den am Gehäuse 10 befindlichen und
als Anschlag dienenden Vorsprung 44 übertragen. Im Falle
eines Aufreißversuches werden daher keine Kräfte in das Ge
triebe 25 eingeleitet.
Ein vorzugsweise von der Vorderseite der Waschmaschine 1
zugängliches, stangenförmiges Entriegelungselement 55 (Fi
guren 13 bis 15) dient zum Öffnen der als Notentriegelung
56 vorgesehenen Kupplung 47. Bei einem Defekt des elektro
motorischen Antriebes 24, oder beim Blockieren des Getrie
bes 25 kann die Schließvorrichtung 5 durch die Notentrie
gelung 56 wieder in die Öffnungsstellung gemäß Fig. 5
überführt werden. Hierzu ist ferner ein von dem stangen
förmigen Entriegelungselement 55 verstellbarer Notentrie
gelungsschieber 54 vorgesehen. Dieser bringt die Kupplung
47 außer Eingriff, wenn das Entriegelungselement 55 in
Richtung des Pfeiles in Fig. 13 bewegt wird.
Der Notentriegelungsschieber 54 ist als Verstellelement der
Kupplung 47 (Fig. 9) zugeordnet, die in Fig. 11 in ge
schlossenem und in Fig. 12 in geöffnetem Zustand darge
stellt ist. Sie umfaßt die Feder 48 und die beiden Kupp
lungshälften 49 und 50 sowie das Zahnrad 34. Diese Teile
sowie das Antriebselement 40 befinden sich auf einer ge
meinsamen Achse 57. Die Kupplungshälfte 50 und das An
triebselement 40 sind ferner vorzugsweise einstückig (Fi
guren 11 und 12).
Die Kupplungshälfte 49 ist auf der Kupplungshälfte 50 ver
schiebbar und mit Hilfe einer Nut- und Federverbindung 58
(Fig. 15) drehfest miteinander verbunden. Im geschlossenen
Zustand (Fig. 11) greift eine Verzahnung 59 auf der Stirn
seite der Kupplungshälfte 49 in eine stirnseitig am Zahnrad
34 angeordnete Gegenverzahnung 60. In dieser Situation wird
die Drehbewegung des Zahnrades 34 formschlüssig auf die
Kupplungshälfte 49 und die Kupplungshälfte 50 (Kupplungs
teile 49 und 50) mit dem Antriebselement 40 übertragen.
An dem Notentriegelungsschieber 54 befindet sich eine
Schrägfläche 61, mit deren Hilfe eine Axialverschiebung der
Kupplungshälfte 49 gegen die Kraft der Druckfeder 48 er
reichbar ist, so daß sich die Verzahnung 59 auf der Kupp
lungshälfte 49 von der Gegenverzahnung 60 am Zahnrad 34
löst (Fig. 12). Die Kraftübertragung vom motorischen An
trieb 24 bis zum Antriebselement 40 ist damit unterbrochen.
Bei einer weiteren Bewegung des Notentriegelungsschiebers
54 greift eine Mitnehmerkante 62 am Notentriegelungsschie
ber 54 (Fig. 13) an der Rippe 43 des Antriebselementes 40
an, sofern sich das Antriebselement 40 in der in Fig. 7
dargestellten Stellung befindet. Die in Richtung des Pfei
les (Fig. 13) erfolgende Bewegung des Notentriegelungs
schiebers 54 wird durch die Mitnehmerkante 62 auf das An
triebselement 40 übertragen und dieses wird dadurch aus der
in Fig. 7 dargestellten Lage entgegen dem Uhrzeigersinn ge
dreht, bis der Notentriegelungsschieber 54 seine Endstel
lung gemäß Fig. 14 erreicht. Zugleich werden die Drehfalle
9, der Übertragungshebel 35 und das Antriebselement 40
durch die Drehfeder 11 gemäß Fig. 8 in die Öffnungsstellung
gemäß Fig. 5 bewegt.
Sobald das stangenförmige Entriegelungselement 55 zugent
lastet wird, bewirkt eine Druckfeder 63 (Fig. 13 und 14)
die Rückkehr des Notentriegelungsschiebers 54 in seine Aus
gangsstellung und durch die Druckfeder 48 wird die Kupp
lungshälfte 49 auf das Zahnrad 34 zubewegt, so daß seine
Verzahnung 59 wieder in die Gegenverzahnung 60 greift.
Hiermit ist zugleich der Ausgangszustand wieder erreicht,
wobei der Schließkloben 6 freigegeben ist und die Wasch
maschinentür 4 aufspringt.
Zur Steuerung der Schalter 52 und 53 können auch noch Zahn
räder 64 und 65 (Fig. 9) vorgesehen sein und ein Nockenrad
antreiben, das über nicht dargestellte Nocken die Schalter
52 und 53 betätigt.
Wesentlich ist, daß eine Waschmaschinentür bzw. ihre Verriegelungs
elemente zunächst von Hand aus einer Freigabestellung in
eine Vorraststellung und sodann elektrisch bzw. elektro
motorisch in eine Betriebsstellung bewegbar sind, wobei die
Verriegelungselemente 6, 9, 13 eine Freigabestellung sowie
eine erste oder Vorraststellung und eine zweite oder Be
triebsstellung einnehmen.
Claims (15)
1. Schließvorrichtung für einen Waschautomaten (1)/Wasch
maschine, der ein Waschmaschinengehäuse (2) mit einer
Beladeöffnung (3) und mit einer die Beladeöffnung (3)
verschließenden Waschmaschinentür (4)/Fenster bzw.
Verschlußdeckel umfaßt, wobei ein Schließkloben (6)
vorzugsweise an der Waschmaschinentür (4), an dem Fen
ster bzw. an dem Verschlußdeckel angeordnet ist und
sich die zum Steuern und zum Verstellen des/der Ver
riegelungselemente dienenden Vorrichtungsteile vorzugs
weise am Waschmaschinengehäuse (2) befinden, dadurch
gekennzeichnet, daß das/die Verriegelungselemente (9,
13) eine Freigabestellung sowie eine erste Schließ
stellung oder Vorraststellung und eine zweite Schließ
stellung oder Betriebsstellung aufweisen.
2. Schließvorrichtung nach Anspruch 1, dadurch gekenn
zeichnet, daß das/die Verriegelungselemente (9, 13)
mechanisch in die Vorraststellung bewegbar sind.
3. Schließvorrichtung nach einem oder mehreren der vorher
gehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, daß das/die
Verriegelungselemente (9, 35) elektromotorisch von der Vor
raststellung in die Betriebsstellung bewegbar sind.
4. Schließvorrichtung nach einem oder mehreren der vorher
gehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, daß das/die
Verriegelungselemente (9, 13, 35) elektromotorisch aus
der Betriebsstellung in die Freigabestellung bewegbar
sind
5. Schließvorrichtung nach einem oder mehreren der vorher
gehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, daß eine
Schließhilfe (23) vorgesehen ist.
6. Schließvorrichtung nach einem oder mehreren der vorher
gehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, daß die
Schließhilfe (23) einen elektromotorischen Antrieb (24)
umfaßt.
7. Schließvorrichtung nach einem oder mehreren der vorher
gehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, daß ein Ge
triebe (25) dem Antrieb (24) zugeordnet ist.
8. Schließvorrichtung nach einem oder mehreren der vorher
gehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, daß das Ge
triebe (25) ein mehrstufiges Zahnradgetriebe ist.
9. Schließvorrichtung nach einem oder mehreren der vorher
gehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, daß als
Verriegelungselement eine den Schließkloben (6) halten
de Drehfall (9) vorgesehen ist und daß eine Rasteinrich
tung (12) zum Halten der Drehfalle (9) in der Vorrast
stellung vorgesehen ist.
10. Schließvorrichtung nach einem oder mehreren der vorher
gehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, daß die
Rasteinrichtung (12) einen federbelasteten, mit seinem
einen Ende (22) mit der Drehfalle (9) zusammenwirken
den Rastschieber (13) umfaßt.
11. Schließvorrichtung nach einem oder mehreren der vorher
gehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, daß eine
Kurvenführung (15) mit Führungsbahnen (16, 16a, 17, 17a
und 18, 18a) und Schrägflächen (19, 20) sowie mit min
destens einem Anschlag (21) auf der Drehfalle (9) dem
Rastschieber (13) zugeordnet ist.
12. Schließvorrichtung nach einem oder mehreren der vorher
gehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, daß die
Schließhilfe (23) zum Verstellen der Drehfalle (9) von
der Vorraststellung in die Betriebsstellung vorgesehen
ist.
13. Schließvorrichtung nach einem oder mehreren der vorher
gehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, daß ein
Übertragungshebel (35) das Getriebe (25) und die Dreh
falle (9) verbindet und an seinem an der Drehfalle (9)
angelenkten Ende (36) ein Langloch (37) aufweist.
14. Schließvorrichtung nach einem oder mehreren der vorher
gehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, daß eine
Kupplung (47) zwischen Getriebe (25) und Drehfalle (9)
angeordnet ist.
15. Schließvorrichtung nach einem oder mehreren der vorher
gehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, daß die
Kupplung (47) zur Notentriegelung dient.
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