DE4343637C2 - Vorrichtung zur bildorientierten Scharfstellung - Google Patents
Vorrichtung zur bildorientierten ScharfstellungInfo
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- G02B—OPTICAL ELEMENTS, SYSTEMS OR APPARATUS
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Description
Die Erfindung betrifft eine Vorrichtung zur Fokuseinstellung
eines optischen Abbildungssystems, bestehend aus einem Objektiv, das
durch einen Stellantrieb in Richtung der optischen Achse
verstellbar ist, einem total reflektierenden Spiegel der um die optische Achse zentriert angeordnet ist, und der
Licht auf einen Strahlungsdetektor lenkt, der sich außerhalb
des Strahlenganges befindet und dessen Ausgang mit einer
Auswerteelektronik verbunden ist, die Steuersignale an den
Stellantrieb des Objektivs liefert.
Die Patentschrift DE 33 23 384 offenbart eine Autofokusvor
richtung, die eine bewegliche Zoomlinse umfaßt. Hinter der
Zoomlinse und vor der afokalen Linse befindet sich ein total
reflektierender Streifenspiegel oder, wie im zweiten Aus
führungsbeispiel dargestellt, ein im wesentlichen total
reflektierender Rundspiegel. In beiden Ausführungsbeispielen
ist es die Aufgabe des verwendeten Spiegels, Licht auf eine
Detektoranordnung zu lenken, die sich außerhalb des
Strahlenganges befindet. Die Detektoranordnung besteht aus
zwei Detektoren A und B aus deren photoelektrischem Signal
der Fokuszustand des Objektivs ermittelt wird. Ein Nachteil
dieser Anordnung ist, daß auf Grund der Abmessungen der ver
wendeten Spiegel relativ viel Strahlung ausgeblendet wird,
die nicht mittels der Hauptlinse auf die Bildebene abgebil
det wird.
Ein Verfahren und eine Vorrichtung zur automatischen Fein
fokusierung von optischen Instrumenten ist in der Offen
legungsschrift 34 39 304 offenbart. Mittels eines Strahl
teilers wird Strahlung in Richtung eines Okulars projiziert,
derart, daß eine vorläufige Scharfeinstellung erzielt werden
soll. Nach dieser ersten manuellen Scharfstellung wird
mittels einer weiteren Abtastvorrichtung ein schmaler,
durchsichtiger Schlitz über das Objekt geführt. Das durch
den Schlitz hindurchtretende Licht wird von einem Photo
detektor abgefühlt. Die von dem Photodetektor abgegebenen
elektrischen Signale werden ausgewertet, indem der kanten
wert (K=1/(dp/dx)) des abgetasteten Signals bestimmt wird.
Der Wert dp/dx ist die Änderungsrate der Helligkeit, die
groß ist, wenn optimal scharf gestellt ist. Eine elektrische
Antriebsvorrichtung stellt dann auf den Punkt des optimalen
Schärfezustandes ein. Der Detektor befindet sich im
Strahlengang und wird zur Bestimmung des Schärfezustandes in
der Bildebene verfahren.
Der Erfindung liegt die Aufgabe zugrunde, eine Vorrichtung
zu schaffen, die ein Objektiv eines optischen Abbildungssystems auto
matisch in den Fokuszustand bringt.
Dies wird erfindungsgemäß für die gattungsgemäße Vorrichtung
dadurch erreicht, daß die Fläche des total reflektierenden
Spiegels etwa dem 10ten Teil der Fläche des Objektivs bemißt,
daß der Strahlungsdetektor und der Spiegel
kollinear angeordnet sind, daß der Spiegel im Bereich der
Eintrittspupille des Objektivs drehbar angeordnet ist, und
daß dessen Drehachse D-D um einen Winkel α und der Strahlungs
detektor um einen Winkel β gegen die Horizontale H-H geneigt
angeordnet sind. Dabei beträgt die Winkelsumme aus α und β
90° und die Abstände aD des Spiegels zur ersten Ebene und aS
des Spiegels zum Strahlungsdetektor sind gleich groß be
messen.
Die Vorteile der erfindungsgemäßen Vorrichtung liegen in dem
sehr klein ausgebildeten Spiegel, was die Tiefenschärfe für
die Bildauswertung erhöht und das zur Abbildung benötigte
Licht nur wenig schwächt.
Hinzu kommt, daß bei der erfindungsgemäßen Vorrichtung durch
die Lage des Spiegels nahe der Eintrittspupille des Objek
tivs derselbe bei der Projektion nahezu keine sichtbare Ab
bildung erfährt. Bei Bildaufnahme ist der Spiegel bequem aus
dem Strahlengang zu entfernen, nachdem der für die Aufnahme
richtige Fokus eingestellt ist.
In einer vorteilhaften Ausbildungsform kann der Strahlungs
detektor mit einer Abschirmung gegen Streulicht versehen
sein.
Ein weiterer Vorteil der erfindungsgemäßen Vorrichtung liegt
darin, daß eine einzelne Fotodiode genügt, um die für die
differenzielle Flankenauswertung erforderlichen Spannungs
signale zu liefern.
Weitere vorteilhafte Ausgestaltungen der Erfindung können
den Unteransprüchen entnommen werden.
Anhand des in der Zeichnung dargestellten Ausführungs
beispiels wird der Gegenstand der Erfindung beschrieben. Die
Zeichnung zeigt in der
Fig. 1 eine schematische Darstellung der Vorrichtung zum
bildorientierten Scharfstellen, und
Fig. 2 eine Ansicht der Vorrichtung gemäß Fig. 1 im
Schnitt entlang der Linie B-B.
Die in der Fig. 1 gezeigte Ausführungsform betrifft einen
Projektionsapparat. Die Verwendung der erfindungsgemäßen
Vorrichtung 1 bei Bildaufnahmevorrichtungen (Fotoapparate,
Videokameras und dgl.) ist möglich. Auf die letztgenannte
Anwendung der erfindungsgemäßen Vorrichtung wird daher in
der folgenden Beschreibung nicht näher eingegangen.
Zum automatischen Scharfstellen eines Objekts ist ein ver
stellbares Objektiv 4 vorgesehen, das in Richtung des Pfeils
S bewegt werden kann. Das Objekt, das sich in
einer ersten Ebene 2 befindet, wird mittels des Objektivs in
eine zweite Ebene 12 abgebildet. Zur Ermittlung des Fokuszu
standes des Bildes in der zweiten Ebene 12 befindet sich un
mittelbar hinter dem Objektiv 4 ein total reflektierender
Spiegel 8, der vorzugsweise kreisförmig ausgebildet ist.
Ebenso kann der Spiegel 8 quadratisch oder rechteckig sein.
Die Fläche des verwendeten Spiegels 8 ist möglichst klein
gehalten und nahe an der Eintrittspupille des Objektivs 4
platziert. Der Spiegel 8 ist um eine Achse D-D (siehe Fig.
2) drehbar, die mit einer Symmetrieachse des verwendeten
Spiegels zusammenfällt. In der Darstellung nach Fig. 1 ver
läuft diese Achse senkrecht zur Zeichenebene.
Außerhalb des Strahlenganges ist ein Strahlungsdetektor 16
angebracht, der beim Ausführungsbeispiel eine Fotodiode 16
ist, die eine Abschirmung 18 gegen Streulicht aufweist.
Dabei ist der Abstand aD zwischen der ersten Ebene 2 und dem
Spiegel 8 gleich dem Abstand aS zwischen dem Spiegel 8 und
der Fotodiode 16. Durch die Drehung des Spiegels 8 um die
Achse D-D wird eine Zeile des in die zweite Ebene 12 proji
zierten Bildes auf die punktförmige Fotodiode 16 abgebildet.
Die Ausgangssignale der Fotodiode 16 werden über eine Lei
tung 11 an die Auswerteelektronik 10 gesandt.
Mit der Auswerteelektronik 10 wird die Stellung des Objek
tivs 4 auf maximale Steilheit der Kontrastübergänge einge
regelt. Das von der Fotodiode 16 abgegebene Signal wird
mittels der Auswerteelektronik 10 differenziert und an
schließend wird vom differenzierten Signal der Betrag gebil
det. Die zeitliche Änderung der von der Fotodiode 16 abgege
benen Spannung wird erfaßt und liefert eine Antriebsspannung
für ein Stellmittel 6, das von der Auswerteelektronik 10
über eine Leitung 7 die Steuerimpulse erhält. Je nach er
mittelten Fokuszustand wird das Objektiv 4 parallel zur
optischen Achse A-A entlang des Pfeils S hin- bzw. herbewegt
bis der Fokus erreicht ist, d. h. bis maximale Steilheit der
Kontrastübergänge erreicht ist.
Die Fig. 2 zeigt eine Ansicht der Vorrichtung 1 bei der die
optische Achse A-A senkrecht zur Zeichenebene verläuft. Die
Lage des total reflektierenden Spiegels 8 in der Vorrichtung
befindet sich in unmittelbarer Nähe der Eintrittspupille des
Objektivs 4. Ferner ist der Spiegel 8 symmetrisch um die
optische Achse A-A angeordnet. Der Spiegel 8 ist um einen
Winkel α gegen die Horizontale H-H geneigt und über eine
starre Verbindung 13 mit einem mechanischen Antriebsmittel
14 verbunden.
Das mechanische Antriebsmittel kann ein herkömmlicher Elek
tromotor sein, der mit einer bestimmten Frequenz rotiert.
Der Spiegel 8 ist um die Drehachse D-D drehbar, die unter
dem gleichen Winkel α wie der Spiegel 8 gegen die Horizon
tale H-H geneigt ist.
Der Strahldetektor 16 ist außerhalb des Strahlenganges des
Objektivs 4 angeordnet. Seine Lage wird dadurch festgelegt,
daß er sich auf einer Achse C-C befindet, die um den Winkel
ß gegen die Horizontale H-H geneigt ist. Dabei sind sie Win
kel α und β so gewählt, daß deren Winkelsumme 90° ergibt.
Besonders vorteilhaft ist es wenn die beiden Winkel α und β
gleich groß sind. Beträgt nämlich der Neigungswinkel α der
Rotationsachse 45°, wird bei einem Diagonalscan über die
zweite Ebene 12 der größte Bereich des Bildes durch den
rotierenden Spiegel 8 abgetastet.
Bei der bisher beschriebenen Ausführungsform wurde als
mechanisches Mittel 14 ein Elektromotor verwendet, es sind
jedoch auch andere mechanische Mittel denkbar, die den
Spiegel 8 mit einer bestimmten Frequenz zwischen zwei Maxi
malausschlägen hin- und herbewegen. Dabei sind die Maximal
ausschläge so gewählt, daß zwischen Umkehrpunkten eine Linie
des Bildes oder des Objekts gescant wird.
Claims (9)
1. Vorrichtung (1) zur Fokuseinstellung eines
optischen Abbildungssystems bestehend aus einem Objektiv
(4), das durch einen Stellantrieb (6) in Richtung der
optischen Achse (A-A) verstellbar ist, einem total
reflektierenden Spiegel (8), der um die optische Achse (A-A)
zentriert angeordnet ist, und der Licht auf einen
Strahlungsdetektor (16) lenkt, der sich außerhalb des
Strahlenganges befindet und dessen Ausgang mit einer
Auswerteelektronik (10) verbunden ist, die Steuersignale an
den Stellantrieb (6) des Objektivs liefert, dadurch
gekennzeichnet, daß die Fläche des total reflektierenden
Spiegels (8) etwa den 10ten Teil der Fläche des Objektivs
(4) bemißt, daß der Strahlungsdetektor (16) und der Spiegel
(8) kollinear angeordnet sind, daß der Spiegel (8) im
Bereich der Eintrittspupille des Objektivs (4) drehbar
angeordnet ist, und daß dessen Drehachse (D-D) um den Winkel
(α) gegen die Horizontale (H-H) und der Strahlungsdetektor
(16) um einen Winkel (β) gegen die Horizontale (H-H) geneigt
angeordnet sind.
2. Vorrichtung nach Anspruch 1, dadurch
gekennzeichnet, daß das optische Abbildungssystem ein
Projektionsapparat ist, mit dem ein Objekt in der ersten
Ebene (2) in eine zweite Ebene (12) abbildbar ist.
3. Vorrichtung nach Anspruch 1, dadurch
gekennzeichnet, daß das optische Abbildungssystem eine
Bildaufnahmevorrichtung ist, mit dem ein Gegenstand in der
zweiten Ebene (12) in die erste Ebene (2) abbildbar ist.
4. Vorrichtung nach den Ansprüchen 1 bis 3, dadurch
gekennzeichnet, daß die Winkel (α und β) gleich groß sind.
5. Vorrichtung nach den Ansprüchen 1 bis 4, dadurch
gekennzeichnet, daß die Summe der Winkel (α und β) 90°
beträgt.
6. Vorrichtung nach den Ansprüchen 1 bis 5 dadurch
gekennzeichnet, daß der Strahlungsdetektor (16) eine
Fotodiode ist.
7. Vorrichtung nach Anspruch 1, dadurch
gekennzeichnet, daß die elektrischen Signale des
Strahlungsdetektors (16) von der Auswerteelektronik (10)
differenzierbar und das Objektiv (2) auf maximalen Kontrast
einstellbar sind.
8. Vorrichtung nach Anspruch 1, dadurch
gekennzeichnet, daß der Abstand (aD) des Spiegels (8) zur
ersten Ebene (2) und der Abstand (aS) des Spiegels (8) zum
Strahlungsdetektor (16) gleich groß bemessen ist.
9. Vorrichtung nach Anspruch 1, dadurch
gekennzeichnet, daß der Strahlungsdetektor (16) mit einer
Abschirmung gegen Streulicht versehen ist.
Priority Applications (1)
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|---|---|---|---|
| DE19934343637 DE4343637C2 (de) | 1993-12-21 | 1993-12-21 | Vorrichtung zur bildorientierten Scharfstellung |
Applications Claiming Priority (1)
| Application Number | Priority Date | Filing Date | Title |
|---|---|---|---|
| DE19934343637 DE4343637C2 (de) | 1993-12-21 | 1993-12-21 | Vorrichtung zur bildorientierten Scharfstellung |
Publications (2)
| Publication Number | Publication Date |
|---|---|
| DE4343637A1 DE4343637A1 (de) | 1995-06-22 |
| DE4343637C2 true DE4343637C2 (de) | 1996-08-22 |
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Family Cites Families (1)
| Publication number | Priority date | Publication date | Assignee | Title |
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| US4481413A (en) * | 1982-06-30 | 1984-11-06 | Honeywell Inc. | Strip mirror radiation splitter for range determination systems |
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1993
- 1993-12-21 DE DE19934343637 patent/DE4343637C2/de not_active Expired - Fee Related
Also Published As
| Publication number | Publication date |
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| DE4343637A1 (de) | 1995-06-22 |
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