DE4343744C2 - Wandabstreifer - Google Patents

Wandabstreifer

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DE4343744C2
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    • BPERFORMING OPERATIONS; TRANSPORTING
    • B01PHYSICAL OR CHEMICAL PROCESSES OR APPARATUS IN GENERAL
    • B01FMIXING, e.g. DISSOLVING, EMULSIFYING OR DISPERSING
    • B01F27/00Mixers with rotary stirring devices in fixed receptacles; Kneaders
    • B01F27/05Stirrers
    • B01F27/09Stirrers characterised by the mounting of the stirrers with respect to the receptacle
    • B01F27/091Stirrers characterised by the mounting of the stirrers with respect to the receptacle with elements co-operating with receptacle wall or bottom, e.g. for scraping the receptacle wall

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  • Chemical & Material Sciences (AREA)
  • Chemical Kinetics & Catalysis (AREA)
  • Mixers Of The Rotary Stirring Type (AREA)

Description

Die Erfindung betrifft einen Wandabstreifer zum Abstreifen vorzugsweise pastöser Produkte von der im wesentlichen ro­ tationssymmetrischen Wand eines Mischbehälters im Bereich einer Rücklauföffnung, in die eine Umlaufleitung mündet, welcher an einem im wesentlichen parallel zur Wand verlaufen­ den Rührarm befestigt ist, eine längliche Form aufweist und dessen Längsachse parallel zur Achse des Mischbehälters ver­ läuft.
Mischer zum Homogenisieren pastöser Produkte, beispielsweise Salben und Cremes, sind im allgemeinen mit einem Abstreifrühr­ werk und einer Homogenisiereinrichtung für die feinste Zer­ kleinerung von Produktanteilen versehen. Für die Umschichtung des zu mischenden Produktes im Mischbehälter ist es vor allen Dingen bei hoher Viskosität des Produkts vorteilhaft, über eine externe Umlaufleitung, die beispielsweise am Boden des Mischbehälters beginnt und in der Nähe des oberen Randes des Mischbehälters endet, das zu mischende Produkt umzupumpen, um dabei eine Umschichtung des Produkts im Mischbehälter und ein gleichmäßiges Homogenisieren sicherzustellen.
Je nach Behälterfüllung liegt die Rücklauföffnung der Umlauf­ leitung mehr oder weniger weit oberhalb des Füllgutspiegels oder im Bereich des Füllgutspiegels. Im Bereich des Füllgut­ spiegels bzw. der Rücklauföffnung der Umlaufleitung erfolgt ebenfalls ein Abstreifen der Behälterwandung, um Produktan­ klebungen in diesem Bereich zu vermeiden. Vorteilhafterweise läuft dabei der Wandabstreifer abwechselnd in beiden Dreh­ richtungen, um Produktanklebungen jeweils an den Rückseiten des Rührorgans und des Wandabstreifers zu vermeiden. Durch diese Art der Förderung sind ebenfalls die Wandabstreifer in beiden Drehrichtungen wirksam und vorteilhafte Ausführungs­ formen passen sich in beiden Drehrichtungen der Behälterwand mehr oder weniger gut an.
Ein derartiger Wandabstreifer ist beispielsweise aus der DE 28 15 946 C2 bekannt.
Läuft nun dieser Wandabstreifer bei seiner Drehbewegung an der Rücklauföffnung der Umlaufleitung vorbei, so behindert er den freien Austritt des Produktstrahls, da dieser Wandabstreifer in Drehrichtung eine Breite aufweist, die das Austreten des Strahls stark behindert. Dadurch erfolgt eine Druckerhöhung des Produkts im Umlaufrohr bzw. der Umlaufleitung und demzu­ folge eine Ablenkung von Produktanteilen in undefinierten Richtungen in den Behälter hinein. Dabei ist es von besonderem Nachteil, daß Produktanteile auch zum Behälterdeckel oder an die oberhalb des Mischgutspiegels liegenden Mischorgane ge­ spritzt werden und das Produkt sich aufgrund seiner Viskosität und seines Haftungsvermögens an diesen Teilen festsetzt und nicht weiter am Mischprozeß teilnimmt. Bei der nach dem Homo­ genisierungsvorgang durchgeführten Behälterentleerung kann nicht ausgeschlossen werden, daß durch Belüften des Mischbe­ hälters und/oder durch geänderte Temperatureinflüsse sich diese oberhalb des Mischgutspiegels festgesetzten Produktan­ teile lösen und ungemischt das fertige Produkt in seiner Homogenität negativ beeinflussen.
In der Fig. 4 ist ein derartiger Homogenisiermischer im Teil­ schnitt dargestellt. Aus dieser Figur ist entnehmbar, daß das Produkt nach Verlassen der Umlaufleitung platt gegen die Fläche des Wandabstreifers prallt und durch Umlenkung bis unter den Deckel gespritzt bzw. gespült wird.
Der Erfindung liegt daher die Aufgabe zugrunde, einen Wand­ abstreifer der eingangs genannten Art anzugeben, der mit tech­ nisch einfachen Mitteln den Strömungswiderstand beim Vorbei­ laufen an der Rücklauföffnung minimiert und trotzdem ein sauberes Abstreifen der Wandung im Bereich der Rücklauföffnung bewirkt.
Diese Aufgabe wird bei einem Wandabstreifer der eingangs ge­ nannten Art erfindungsgemäß dadurch gelöst, daß in Drehrich­ tung die Breite des Wandabstreifers wesentlich geringer ist als die lichte Weite der Rücklauföffnung.
Durch die erfindungsgemäße Ausbildung wird ein Spritzen beim Umpumpen des Produktes weitgehend vermieden und damit die Mischgüte des Produktes im Mischbehälter wesentlich erhöht.
Ein Wandabstreifer, der eine gegenüber der lichten Weite der Behälteröffnung geringere Breite aufweist, ist aus der US 5 249 861 A bekannt. Der dort beschriebene Wandabstreifer dient vornehmlich der Beförderung des fertigen Mischproduktes zur Auslauföffnung des Mischbehälters (Spalte 8, Zeilen 25-34).
Zur Erhöhung des viskositätsabhängigen Anpreßdrucks an die Wand und zur Aufnahme des Kippmoments ist es vorteilhaft, wenn der Wandabstreifer an einem oder beiden Enden außerhalb des Bereichs der Rücklauföffnung eine Anlagevorrichtung aufweist, die durch den Staudruck des Mischgutes den Wandabstreifer gegen die Wand drückt.
Eine Vorrichtung, die sich den viskositätsbedingten Anpreßdruck zunutze macht, um einen Abstreifer an die Wand eines Mischkessels zu drücken, wird in der DE 30 30 390 C2 beschrieben (Spalte 4, Zeilen 38-40).
Wenn die Anlagevorrichtung symmetrisch zur Längsachse des Wandabstreifers ausgebildet ist, kann der Rührarm in beiden Drehrichtungen bewegt werden. Damit der Wandabstreifer sich immer genau an die Wand anpassen kann, ist er vorteilhafter­ weise um eine zur Längsachse des Rührarms parallele Achse drehbar und radial zur Drehachse des Rührarms beweglich be­ festigt. Dies kann entweder durch eine in der DE 28 15 946 C2 angegebene Bolzenbefestigung oder aber mittels einer scharnierförmigen Aufhängung, die besonders bevorzugt ein großes Spiel aufweist, erfolgen. Dadurch ergibt sich eine radiale Bewegungsfreiheit in Richtung der Wand.
Für einige Anwendungsfälle kann es von Vorteil sein, den Wand­ abstreifer außermittig zu befestigen, so daß die Befestigung des Wandabstreifers ober- oder unterhalb der Rücklauföffnung liegt und ein einseitig am Wandabstreifer angeordneter Steg den Wandbereich der Rücklauföffnung abstreift.
Weitere Vorteile und Einzelheiten ergeben sich aus der folgenden Beschreibung mehrerer Ausführungsformen und den Zeichnungen, auf die Bezug genommen wird.
Es zeigen:
Fig. 1 einen teilweise geschnittenen Homogenisiermischer in Draufsicht mit einem Wandabstreifer gemäß einer ersten Ausführungsform;
Fig. 2 eine Seitenansicht des in Fig. 1 gezeigten Wandab­ streifers aus der Richtung der dort angegebenen Linie C-D betrachtet;
Fig. 3 eine Seitenansicht eines Wandabstreifers gemäß einer zweiten Ausführungsform; und
Fig. 4 eine teilweise geschnittene Seitenansicht eines Homogenisierungsmischers mit einem Wandabstreifer nach dem Stand der Technik.
Die in Fig. 1 gezeigt Teilschnittansicht eines Homogenisier­ mischers stellt einen Wandabstreifer 10 in zwei Arbeitszustän­ den dar. Die mit durchgezogenen Linien gezeigte Position nimmt der Wandabstreifer 10 ein, wenn er in die durch den Pfeil A dargestellte Drehrichtung bewegt wird, während er die Strich- Punkt-Darstellung einnimmt, wenn er in die mit dem Pfeil B angegebene Richtung bewegt wird. Bei den in der Fig. 1 darge­ stellten Zuständen befindet sich der Wandabstreifer 10 vor einer Rücklauföffnung 14 in einer Wand 12 des Mischers, in die eine das Produkt 26 fördernde Umlaufleitung 16 mündet. Der Wandabstreifer 10 ist an einem Rührarm 18 befestigt. Eine in der Fig. 1 in Draufsicht trapezförmig ausgebildete Anlagevor­ richtung 20 nimmt aufgrund des Staudrucks des sich im Mischer befindlichen Produkts 26 die beiden oben beschriebenen Zu­ stände derart ein, daß eine in die jeweilige Drehrichtung zeigende Anlagekante 24 an der Wand 12 anliegt. Ein im Bereich der Rücklauföffnung 14 angeordneter Kamm, Brücke oder Ab­ streifkante 22 des Wandabstreifers 10 ist derart ausgebildet, daß eine Abstreifung im Bereich der Rücklauföffnung 14 sicher­ gestellt ist.
In der Fig. 2 ist ein Querschnitt des in der Fig. 1 darge­ stellten Wandabstreifers 10 dargestellt und zwar von der in Fig. 1 mit C-D bezeichneten Linie aus gesehen. Dabei ist deutlich erkennbar, daß der Wandabstreifer 10 im Bereich der Rücklauföffnung 14 eine Breite aufweist, die wesentlich ge­ ringer ist als die lichte Weite der Rücklauföffnung 14. Aus Fig. 2 ist weiterhin entnehmbar, daß der Kamm 22 des Wandab­ streifers 10 nicht nur die Rücklauföffnung 14 überdeckt, sondern über diese Rücklauföffnung 14 in seiner Längsachsen­ richtung an beiden Enden deutlich hinausgeht.
Während in der Fig. 2 ein Wandabstreifer 10 dargestellt ist, der in Längsachsenrichtung gesehen an beiden Enden jeweils eine symmetrisch zur Längsachse des Wandabstreifers 10 ausge­ bildete Anlagevorrichtung 20 aufweist, ist in der Fig. 3 eine Variante dargestellt, bei der der Wandabstreifer 10 nur ober­ halb der Rücklauföffnung 14 eine Anlagevorrichtung 20 auf­ weist, die ebenfalls symmetrisch zum Kamm 22 ausgebildet ist.
Obwohl in den Figuren nicht dargestellt, ist es möglich, ein­ seitige, über die Befestigungsbereiche hinauslaufende, mittige oder außermittige Abstreifstege vorzusehen, d. h., daß die Rücklauföffnung auch oberhalb oder unterhalb der Wandab­ streiferbefestigung liegen kann und daß dann ein einseitig am Wandabstreifer angeordneter Steg die Wand im Bereich der Rücklauföffnung abstreift.

Claims (8)

1. Wandabstreifer (10) zum Abstreifen vorzugsweise pastöser Produkte von der im wesentlichen rotationssymmetrischen Wand (12) eines Mischbehälters im Bereich einer Rücklauf­ öffnung (14), in die eine Umlaufleitung (16) mündet, welcher an einem im wesentlichen parallel zur Wand (12) verlaufenden Rührarm (18) befestigt ist, eine längliche Form aufweist und dessen Längsachse parallel zur Achse des Mischbehälters verläuft, dadurch gekennzeichnet, daß in Drehrichtung die Breite des Wandabstreifers (10) wesentlich geringer ist als die lichte Weite der Rücklauföffnung (14).
2. Wandabstreifer nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß an einem Ende des Wandab­ streifers (10) außerhalb des Bereichs der Rücklauföffnung (14) eine Anlagevorrichtung (20) vorgesehen ist zur Er­ höhung des viskositätsabhängigen Anpreßdrucks eines Kamms (22) und zur Begrenzung der Kippbewegung des Wand­ abstreifers (10).
3. Wandabstreifer nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß an beiden Enden des Wandab­ streifers (10) außerhalb des Bereichs der Rücklauföffnung (14) je eine Anlagevorrichtung (20) vorgesehen ist zur Erhöhung des Anpreßdrucks eines Kamms (22) des Wandab­ streifers (10) an die Wand (12) durch den Staudruck des Produkts (26).
4. Wandabstreifer nach Anspruch 2 oder 3, dadurch gekennzeichnet, daß die Anlagevorrichtung (20) symmetrisch zur Längsachse des Wandabstreifers (10) aus­ gebildet ist zur Erhöhung des Anpreßdrucks bei beiden Drehrichtungen des Rührarms (18).
5. Wandabstreifer nach einem der Ansprüche 1 bis 4, dadurch gekennzeichnet, daß er um eine zur Längsachse des Rührarms (18) parallele Achse drehbar und radial zur Drehachse des Rührarms (18) beweglich mittels einer Be­ festigung nach dem deutschen Patent DE 28 15 946 C2 an­ gebracht ist.
6. Wandabstreifer nach einem der Ansprüche 1 bis 4, dadurch gekennzeichnet, daß er mittels einer scharnier­ förmigen Aufhängung am Rührarm (18) befestigt ist.
7. Wandabstreifer nach Anspruch 6, dadurch gekennzeichnet, daß die scharnierförmige Auf­ hängung ein sehr großes Spiel aufweist.
8. Wandabstreifer nach einem der Ansprüche 1 bis 4, dadurch gekennzeichnet, daß der Wandabstreifer (10) ober­ halb oder unterhalb der Rücklauföffnung (14) am Rührarm (18) befestigt ist.
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