DE4345207C2 - Leiter mit Anstellvorrichtung - Google Patents
Leiter mit AnstellvorrichtungInfo
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Classifications
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- E—FIXED CONSTRUCTIONS
- E06—DOORS, WINDOWS, SHUTTERS, OR ROLLER BLINDS IN GENERAL; LADDERS
- E06C—LADDERS
- E06C7/00—Component parts, supporting parts, or accessories
- E06C7/48—Ladder heads; Supports for heads of ladders for resting against objects
- E06C7/482—Supports specially adapted for resting the ladder against or in a corner
-
- E—FIXED CONSTRUCTIONS
- E06—DOORS, WINDOWS, SHUTTERS, OR ROLLER BLINDS IN GENERAL; LADDERS
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- E06C7/48—Ladder heads; Supports for heads of ladders for resting against objects
Landscapes
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Description
Die Erfindung betrifft Leitern mit Anstellvorrichtung nach dem
Gattungsbegriff des Patentanspruchs 1. Derartige Leitern sind aus
der US-PS-5 165 641 bekannt. Die Ausgestaltung der
Anstellvorrichtung sowie deren Anbringung an dieser Leiter führen
nur zu einer begrenzten sicheren Einsatzmöglichkeit der Leiter.
Leitern gehören wohl zu den ältesten Hilfsmitteln für Handwerker;
mehr und mehr auch für Haushalt und Freizeit, um kleine
Arbeitsvorgänge in, vom Menschen nicht direkt erreichbaren Höhen
schnell durchzuführen. Es werden eine sehr große Vielfalt an
Leitermodellen hergestellt: von zum Beispiel einfachsten
Holzleitern, Aluminiumleitern, Bockleitern, bis zu komplizierten,
beispielsweise kombinierten Auszugs- und Bockleitern. Einfache
Anstelleitern haben den Vorteil, daß durch Schräg-Anstellung an die
Wand eine gewisse Distanz zwischen Benutzer und Wand entsteht, so
daß entsprechend der Länge der Leiter: Möbel, oder irgendwelche
Raumkörper im Gebäudeinnern, oder zum Beispiel an Wohnhäusern,
Gartenstreifen im unteren Eckbereich vom Boden zur Wand überbrückt
werden und nicht stören. Für Anstelleitern ist ein optimaler
Anstellwinkel von etwa 70° gegeben, was sicherheitstechnischen
Normen und Vorschriften entspricht.
Das Unfallrisiko ist bei glatten Böden und Wänden erhöht, da hier
vielfach nur geringe Adhäsion gegeben ist, aufgrund der üblichen
kleinen und harten Kontaktstellen an den Leitern. Die vorwiegend
senkrecht wirkenden Kräfte vom Leiterbenutzer teilen sich
bekanntlich in eine senkrechte Normalkraft sowie eine horizontale
Schiebekraft auf den Fußboden. Bei ungenügender Adhäsion zwischen
Leiterende und Boden, auf zum Beispiel geschliffenen Böden, kann die
Leiter wegrutschen, wenn dies, zum Beispiel durch eine zweite Person
mittels Gegendruck auf das Fußende, nicht verhindert wird. Für
Reinigungsarbeiten von Wänden und Glasflächen werden vielfach
Bockleitern benutzt. Anderseits weist aber gerade auch eine
Bockleiter große, andere Nachteile auf, da sie beschränkte
Standfestigkeit und für Arbeiten an Wänden meist auch ungünstige
Arbeitsdistanzen hat.
Gefahren beim Benutzen von Leitern resultieren zum Beispiel aus
schwankenden Gewichtsbelastungen und aus den seitlichen
Krafteinwirkungen, die aus der Tätigkeit der Person auf der Leiter
entstehen. Die Holmen von Leitern sind in der Regel leicht federnd
gebaut, so daß kleine Unebenheiten, oder wenn Boden und Wand nicht
ganz genau zwei rechtwinklige Flächen bilden, durch eine leichte
Leitertorsion ausgefedert werden. Es ist aber nicht möglich, größere
Abweichungen dadurch vollständig zu eliminieren. Der Benutzer
besteigt die Leiter häufig aber auch dann, wenn nur das mehr oder
weniger harte punktuelle Anstellende eines Holmens an der Wand
aufliegt. Das andere Anstellende wird während dem Besteigen durch
leichtes Verwinden der Leiter trotzdem, aber unsicher, zur Auflage
gebracht. Besonders wenn der Benutzer kein gutes technisches
Grundempfinden hat, entsteht eine gefährliche, instabile Situation,
weil die Kraftwirkung des Benutzers mit der inneren Verspannung der
Leiter zusammen wirkt, dies bei reduzierter Anpresshaftung. Hinzu
kommt, daß bei solchen Beanspruchungen auch die beiden Fußenden
destabilisierende, ungünstige Krafteinwirkungen erhalten, woraus
regelmäßig Unfallsituation resultieren.
Weitere Gefahrensquellen liegen in der Benutzung von Leitern in
spezifischen Raumverhältnissen. Besonders auch in Innenräumen von
Wohn- und Geschäftshäusern und Werkstätten. An Wand-Außenecken
und/oder Wand-Innenecken ist das Anstellen von Leitern ungünstig -
bis gefährlich, was vom Leiterbenutzer häufig mißachtet wird.
Die US-Patentschrift Nr. 3 708 080 sowie die DE-OS 28 51 987
zeigen, daß Leitern mit zusätzlichen Wandabstandselementen
ausgerüstet werden können, damit der Benutzer eine größere oder
bequemere Arbeitsdistanz zur Wand bekommt. Erfahrungsgemäß
vermindern jedoch die Wandabstandselemente die Anstellsicherheit,
wenn nicht zusätzliche Maßnahmen, wie Anbinden, ergriffen werden.
Die US-PS Nr. 4 754 842 schlägt im Gegensatz zu einer mehr
punktuellen Leiterabstützung bei den einfachsten
Wandabstandselementen vor, an beiden oberen Anstellenden der
Leiterholmen je eine flächige Stützplatte mit einer weichen Auflage
anzubringen. Diese Lösung ist nur für ebene Wandflächen sinnvoll,
eignet sich aber nicht für eckige oder gekrümmte Wandflächen.
Die GB-PS Nr. 2 207 453 und die US-PS Nr. 3 715 012 zeigen zwei
ähnliche Speziallösungen die für Stangen oder runde Pfosten
konzipiert sind und ein konisch sich erweiterndes Flächenelement,
mit nachgebendem Material beschichtet, vorsehen. In beiden Fällen
kann durch eine stirnseitige Auflageplatte dieselbe Leiter auch an
ebenen Wandflächen angestellt werden. Es sind zumindest dem Anmelder
aber keine Anwendungen außerhalb dem unmittelbaren Verwendungszweck,
für das Besteigen von Telegraphenstangen bekannt.
Nebst bekannten Unfallgefahren ist ein weiteres starkes
Problemgebiet beim Leiternbenutzen die Beschädigung von Wand- und
Bodenflächen durch Kratz, Reib- und Druckspuren, zum Beispiel bei
empfindlichen Farbanstrichen, Glas-, Stein-, Holzflächen usw.
Der Erfindung lag nun die Aufgabe zugrunde, die sichere
Einsatzmöglichkeit von Anstelleitern zu erweitern. Diese Aufgabe
löst der Gegenstand des Anspruches 1.
Ein Vorteil der Erfindung ist, daß die Sicherheit für Leiterbenutzer
erhöht wird, Unfälle für Leiterbenutzer sowie Schäden in bzw. an
Gebäuden vermieden werden, ohne daß die Arbeit auf Leitern resp. ihr
Gebrauch verkompliziert wird. Überraschenderweise hat es sich
gezeigt, daß bei der erfindungsgemäßen Leiter nicht nur bei normalen
Anwendungsfällen an ebenen Wandflächen eine große, zusätzliche
Sicherheit entsteht, sondern daß nun erstmalig, entgegen den
Vorschriften im Stand der Technik, der Einsatz der Leiter an Innen-
und Außenecken möglich wird und sogar gegenüber der Anwendung an
einer geraden Wand nochmals eine größere Sicherheit bietet.
Zahlreiche Versuche zeigten eine Anstellsicherheit selbst in vielen
Extremsituationen, die mit den bekannten Anstelleitern nicht
erreicht werden konnten.
Bevorzugt sind die Anlage- oder Kontaktflächen elastisch anpaßbar,
wobei - weiterhin bevorzugt - die Anlageflächen Flächenabschnitte
von Formkörpern sind, die besonders bevorzugt, als ballige,
gummizapfenartige, vorzugsweise auswechselbare Haftelemente
ausgebildet sind. Die einzelne Kontaktfläche wird bevorzugt kleiner
als ein Schuhabsatz gewählt, damit eine optimale Kontaktfläche
entsteht.
Gemäß einer weiteren Ausgestaltung der Erfindung sind die
Anlageflächen paarweise und gegengleich angeordnet, wobei deren
Wirkrichtungen in einer gemeinsamen Wirkebene oder in parallelen
Wirkebenen liegen, zur wahlweisen Verwendbarkeit der Leiter ohne
Umrüstung für ebene Wandflächen, wie für Innenecken und Außenecken.
Werden am Grundmodell die entsprechenden Kontaktflächen in die
verschiedenen Raumrichtungen wirkend angebracht, dann kann auch bei
den wechselnden Einsätzen den Kräften aus dem Arbeitseinsatz
gegengewirkt werden. Es wird vorgeschlagen, die einzelnen
Auflageflächen paarweise/spiegelbildlich zu einer ebenen Wandfläche
und/oder zu den zwei Flächen eines Innen- oder Außenecks
anzuordnen, wobei ganz besonders bevorzugt die Auflageflächen als
Haftelemente ausgebildet sind, deren Wirkrichtung in einer
gemeinsamen Wirkebene liegen zur multifunktionalen Verwendbarkeit
für ebene Wandflächen wie für Innen- und Außenecken.
Überraschenderweise hat es sich gezeigt, daß erfindungsgemäß nicht
nur bei normalen Anwendungsfällen an ebene Wandflächen eine große,
zusätzliche Sicherheit entsteht, sondern daß nun erstmalig, entgegen
den Vorschriften im bisherigen Stand der Technik, der Einsatz der
Leiter an Innen- und Außenecken möglich wird und sogar gegenüber der
Anwendung an einer geraden Wand nochmals eine größere Sicherheit
bietet. Zahlreiche Versuche zeigten eine Anstellsicherheit selbst in
vielen Extremsituationen, die mit den bekannten Anstelleitern nicht
erreicht werden können. Vorteilhafterweise wird die gemeinsame
Wirkebene der Kontaktflächen quer zu den beiden Holmen angeordnet
beziehungsweise diese ist in eine Querebene bringbar, die zu den
Holmen einen Winkel von vorzugsweise etwa 110° einnimmt.
Eine weitere Ausgestaltung ist dadurch gekennzeichnet, daß von einer
Leitermittenachse betrachtet, die Kontaktflächen für ein Außeneck
innen, die Kontaktflächen für ein Inneneck außen und die
Kontaktflächen für ebene Wandflächen dazwischen angeordnet sind,
wobei die drei Kontaktflächen in ihrer Wirkrichtung in einer
gemeinsamen Ebene liegen. Die Formkörper werden als kunstoff- oder
gummizapfenartige Körper gebildet, an denen die Kontaktflächen
einzelne an die jeweilige Wandflächen anpaßbare Haftelemente bilden,
vorzugsweise mit kreisringförmigen oder anderen einflächigen
Kontaktflächen. Es wird angestrebt, daß die einzelne, aktiv im
Einsatz befindliche Kontaktfläche vollflächig die Wand kontaktiert,
was durch die Flächengröße und durch die Wahl der Elastizität des
Formkörpers beeinflußt wird. Die Stütztatzen können ferner als
scheibenförmige, runde oder mehrflächige Formkörper ausgebildet
werden, deren Kontaktflächen aus einzelnen, in verschiedene
Raumrichtungen ausgerichtete Flächenelemente bestehen, vorzugsweise
mit einer autoreifenartigen Oberflächenprofilierung. Weiterhin ist
es möglich, daß im Bereich der Stütztatzenunterseite senkrecht nach
unten gerichtete bzw. wirksame sowie horizontal gerichtete
Kontaktflächen angeordnet werden, zur Anstellung der Leitern an
einer im wesentlichen horizontalen oder nur wenig geneigten
Wandfläche bzw. an simsartig vorspringenden Bauteilen.
Die Erfindung umfaßt auch eine Leiter, deren beide Holmen im Bereich
der oberen Anstellenden eine Gelenkstelle für eine Gelenkachse der
Stütztatzen aufweisen. Die Stütztatzen können gemäß einer weiteren
Ausgestaltung als abgewinkelte, feste Fortsetzung beider Holmen
ausgebildet werden, mit den Kontaktflächen an den Stütztatzen, was
im Stammpatent 43 42 241 behandelt wird.
Gemäß einer weiteren Ausgestaltung ganz besonders für kürzere
Leitern werden die Stütztatzen als abgewinkelte Fortsetzungen beider
Holmen ausgebildet, derart, daß die Wirkebene der Kontaktflächen
quer zu den beiden Holmen angeordnet ist, bzw. in eine Querebene
bringbar ist, die zu den Holmen einen Winkel im Bereich von etwa 100
bzw. 120°, vorzugsweise von etwa 110° einnimmt, was ebenfalls im
Stammpatent 43 42 241 behandelt wird.
Bei einer weiteren ganz besonders vorteilhaften Ausgestaltung der
Erfindung wird das Anstellende als Anstellkopf ausgebildet, welcher
über Gelenkstellen mit den Holmen verbindbar ist, wobei die
Gelenkstellen vorzugsweise eine, zu den Sprossen der Leiter
parallele Drehachse bilden. Die Anstellstütze ist in montiertem
Zustand etwa 110° zu den Holmen abgewinkelt und wird in beiden
Drehrichtungen derart über Anschläge begrenzt, daß sie um die
Drehachse leicht heb- und senkbar ist. Die Versuche haben ergeben,
daß durch eine gelenkartige Verbindung auch bei einem Halbgelenk das
benutzerbedingte, vertikale Federmoment einer Anstelleiter
ausgependelt wird und statt adhäsionsreduzierendem Rutschen der
Auflageflächen, ein adhäsionsintensives, permanentes Anpressen der
Auflageflächen gewährleistet wird. Dadurch sind Unfall- wie auch
Beschädigungsgefahr der Wandfläche reduziert bzw. ausgeschlossen.
Gemäß einer weiteren besonders vorteilhaften Ausgestaltung werden
die Stütztatzen als Teil eines Anstellkopfes bzw.
Multifunktionenkopfes, als verwindungssteifer, winkliger Bügel
ausgebildet, wobei die Kontaktflächen je an den zwei Schenkeln
gegengleich vorstehend angeordnet sind, wobei die Wirkebene der
Kontaktflächen eine Fortsetzung der Ebene ist, in der der Bügel
angeordnet ist, welcher zu den Holmen einen Winkel von vorzugsweise
110° einnimmt. Die zwei Stütztatzen sind dabei Teil eines
Anstellkopfes, welches über parallel zu den Sprossen der Leiter
angeordnete Anlenkstellen mit der Leiter verbindbar ist.
Vorteilhafterweise ist der Multifunktionenkopf mit Übergangsstücken
verbindbar und weist Schnellspannmittel auf, zur verwindungssteifen
Fixierung der Übergangsstücke im Bereich beider Holmen zum Beispiel
durch Verspannung über zwei benachbarte Sprossen, vorzugsweise an
auswählbaren Stellen an der Leiter. Die Anlenkstellen weisen
bevorzugt Festklemmittel zur senkundenschnellen und werkzeugfreien
Befestigung der Stütztatzen bzw. des Multifunktionenkopfes an der
Leiter auf.
Gegenstand der 1. Trennanmeldung aus og. Stammpatent ist ein
Anstellkopf für Leitern, insbesondere zum Nachrüsten von Anstell-
Leitern, der als Mehrfunktionen-Sicherungskopf mit zwei
gegengleichen Stütztatzen ausgebildet ist, wobei jede Stütztatze in
drei Raumrichtungen, nach innen, außen und nach vorne wirkende bzw.
angeordnete Kontaktflächen aufweist, von denen im normalen
Anwendungsfall nur je die Kontaktfläche einer Raumrichtung aktiv im
Einsatz ist. Bevorzugt wird dabei die Anstell-Stütze als 3-
Funktionen-Sicherungskopf mit einem verwindungssteifen, U-förmigen
Stützkopf ausgebildet, wobei die Kontaktflächen je an den zwei
Schenkeln des Stützkopfes vorstehend angeordnet sind. Der ganze
Anstellkopf ist vorteilhafterweise zwei- bzw. dreiteilig
ausgebildet, wobei sie zwei an der Leiter anbringbare
Übergangsstücke aufweist. Vorzugsweise wird an dem winkligen
Stützkopf eine Überbrückschiene oder -Achse angeordnet, zur
Verbindung von Bügel und Übergangsstück, zur Befestigung an
bestehenden, verschieden dimensionierten Leiterfabrikaten. Ferner
wird in der og. Trennanmeldung vorgeschlagen, daß der Stützkopf
besondere Anlenkstellen sowie Schnellfestklemmittel aufweist, zum
sekundenschnellen Aufsetzen des Mehrfunktionenkopfes an die Leiter
bzw. auf die Holmen oder auf Übergangsstücke.
Den Übergangsstücken werden Schnellspannmittel zugeordnet, zur
Fixierung der Übergangsstücke an der Leiter vorzugsweise zur
Verspannung über zwei wählbare Sprossen. Es können an der
Anstellstütze eine oder zwei Überbrückschienen angeordnet werden,
zur Fixierung in je einer Aussparung der Holmen oder in den beiden
Übergangsstücken, wobei vorzugsweise die Überbrückschienen mit einem
entsprechenden Halteschlitz mit der Leiter bzw. einem Übergangsstück
zu der Leiter festklemmbar ist, wobei ganz besonders vorzugsweise
die Überbrückschienen etwa mittig, quer von der Anstellstütze
abstehend, angeordnet ist bzw. sind.
Es ergeben sich sehr vielfältige Einsatzmöglichkeiten bzw.
Anbaumöglichkeiten. Vorteilhafterweise weist der Stützkopf
Verbindungsmittel auf, die an verschieden breiten Leitern anbringbar
sind. An den beiden Schenkeln der Anstellstütze werden: aktive und
passive Wandkontaktflächen angeordnet, innen für ein Außeneck,
mittig für eine gerade Wandfläche sowie nach außen für ein Inneneck;
wobei besonders vorzugsweise die Kontaktflächen für ein Außeneck
etwa fluchtend mit den Holmen der breitest möglichen Leiter
angeordnet sind.
Die og. 1. Trennanmeldung betrifft ferner einen Anstellkopf-Bausatz
für eine Leiter mit zwei Holmen, welche ein Fußende sowie ein oberes
Anstellende bilden und ist dadurch gekennzeichnet, daß der Bausatz
wenigstens zwei Übergangsstücke und einen Stützkopf mit zwei
Stütztatzen aufweist. Der Anstellsicherheitskopf ist durch die
Übergangsstücke mit der Leiter durch Schnellfestklemmittel
verbindbar und nach Zusammenbau direkt multifunktional wahlweise als
Wand-Inneneck- oder Wand-Außeneck-Stütze oder als Flächenstütze
verwendbar. Bevorzugt weist der Bausatz Schnellspannelemente auf,
zur Schnellmontage bzw. Demontage mit vorzugsweise über zwei
Sprossen festspannbaren Spannteilen. Dabei weist der Stützkopf eine
Gelenkachse oder Überbrückschiene mit Überlänge auf, zur Montage an
verschieden breiten Holmen bzw. Holmen-Abständen.
Die og. Trennanmeldung beschreibt ferner die Verwendung der
Anstellstütze, die als hochvariables Anstellsicherungselement
mittels Schnellspannelementen an bestehende Anstell-, Auszugs- und
Bockleitern vorzugsweise mittels Übergangsstücken sowie einer
Überbrückschiene bzw. Überbrückachse an praktisch allen üblichen
Leitern, besonders vorzugsweise an Sprossen von Leitern, befestigbar
ist.
Vielfach bringen neue Erfindungen einen wirklichen Fortschritt in
dem Sinne, daß mit unbedeutendem Aufwand große Schäden, Unfälle,
Leiden, usw. vermieden werden können und/oder
Rationalität/Wirtschaftlichkeit massiv verbessert werden. Da eine
Erfindung jedoch grundsätzlich an Erzeugnisse gebunden ist, müßten
sehr häufig die bisherigen alten Erzeugnisse ersetzt bzw.
weggeworfen werden. Dies wird in der Praxis aus rationalen
Überlegungen aber nur zu einem geringen Teil gemacht, was den realen
technischen Fortschritt behindert. Auf überraschend einfache Weise
könnte, bei Leitern dieses Problem mit dem in der og. Trennanmeldung
behandelten Gedanken des Bausatzes, mit dem zentralen Element zum
Beispiel aus zwei an den Holmen fixierbaren Übergangsstücken gelöst
werden, welche mittels einem Bolzen-Lochrastersystem auch bei
verschiedensten Sprossenabständen und Sprossendimensionen
kraftschlüssig an Anstelleitern sicher zu montieren sind. Jedes der
beiden Übergangsstücke kann zweiteilig ausgebildet werden, einem
fest mit dem Holmenende auf- beziehungsweise ansteckbaren
Gelenkkopfteil sowie ein zweites damit verbindbares und längs der
Holmen vorzugsweise gegenüber einer Sprosse, festspannbares
Spannteil. Damit können 80 bis 90% aller bestehenden Leitern, bzw.
Anstelleitern nachgerüstet werden. Bestehende Leitern bleiben als
materieller Wert vollständig erhalten und können zum Beispiel durch
kleine Bohrungen an den beiden Holmenenden mit dem
erfindungsgemäßen, neuartigen Leiterzusatzsystem nachgerüstet
werden. Der Bausatz kann ferner paarweise Schutzkappen aufweisen,
vorzugsweise aus gummi- oder kunststoffartigem Material, welche an
den Anlenkstellen mittels Schnellverschlüssen mit den
Übergangsstücken - und somit der Anstelleiter verbindbar sind. Das
neue Übergangsstück/Adaptionselementpaar ist völlig werkzeugfrei, in
weniger als einer Minute an jegliche normale Anstell-Leiter mit
üblichen Holmenabstands- und Sprossenabstandsdimensionen,
kraftschlüssig und funktionssicher montierbar, zum Beispiel mit
Schnellspannelementen an je zwei Sprossen. Am
Übergangsstück/Adaptionselementpaar können durch Einführen in den
spezifisch ausgebildeten Halte-Führungsschlitz, innert Sekunden mit
wenigen Handgriffen anders ausgeformte Anstellstützen mit
entsprechend integraler Halteschiene mittels Schnellverschlüssen
monitert, demontiert und/oder ausgetauscht werden, so zum Beispiel
durch verschieden große Anstellköpfe. Die Weiterentwicklung des
Nachrüstkonzeptes zeichnet sich besonders durch werkzeugfreie größte
Bedienungs-/Nutzungsfreundlichkeit, bei maximaler Ergonomie und
größter Leiterkompatibilität auf. Gemäß einem weiteren Vorschlag
kann die Anstellstütze als Stanz- und/oder Preßteil hergestellt
werden, was den Bau einer sehr einfachen, sehr preisgünstigen
"Volksgerät-Version" erlaubt. Der erfindungsgemäße 17%
Funktionenkopf" kann somit jedermann kostengünstig am technischen
Sicherheits-/Funktionsfortschritt teilhaben lassen, weil die
Erfindung nicht nur als Zusatz von Herstellern bei neuen Leitern
mitlieferbar, sondern jede bestehende Leiter damit nachrüstbar ist.
Bei einem weiteren Ausgestaltungsgedanken weist die, an einer
zentralen Gelenkachse beweglich befestigte Anstellstütze, vier
gelenkig befestigte Stützarme auf. Die vier Stützarme sind je über
gelenkachs-integrale 90° Rasterungen in drei differente Positionen
zu bringen und durch 45° abgewinkelte Auflagezapfen fünffach
funktional zu nutzen. Die vorzugsweise weichen Einzel-Auflagezapfen
sind aus Gummi und/oder Weichplastik, so daß zusammen mit bis
8fachen Anstellflächen nur noch optimal reduzierte - und schonende
Anpresskräfte an hochempfindlichen Untergründen, wie zum Beispiel
Glas, gegeben sind. Ganz besonders bevorzugt werden die Stützarme
einzel verschwenkbar angeordnet für eine multifunktionale
Verwendbarkeit an ebenen Flächen und/oder Wand-Innenecken sowie
Wand-Außenecken.
In der Folge wird die neue Erfindung an Hand von einigen Ausführ
ungsbeispielen mit weiteren Einzelheiten erläutert. Es zeigen:
die Fig. 1 und 1a eine Ausgestaltung der Formkörper bzw.
Haftelemente;
die Fig. 1b und 1c die Befestigung eines Stützkopfes an einer
Leiter;
die Fig. 2 die verschiedenen Kraftwirkungen über die Anlage
flächen an Hand eines ebenen Stützkopfes mit zwei
Stütztatzen;
die Fig. 2a ein Gummizapfen mit ringförmiger Stützfläche;
die Fig. 3 bis 3c kugelförmige Stütztatzen;
die Fig. 4 bis 4c eine weitere Ausgestaltung von Formkörpern bzw.
Stütztatzen;
die Fig. 5 bis 5c einen Leiterkopf bei verschiedenen Einsätzen,
wobei die Stütztatzen als Fortsetzung der oberen
Holmenenden ausgebildet sind;
die Fig. 6 und 6a einen Leiterkopf fest mit den Holmen verbunden;
die Fig. 7 und 7a einen abgewinkelten Leiterkopf, welcher über ein
Scharnier mit den beiden Holmen verbunden ist;
die Fig. 8 bis 8e zeigen einen Anstellkopf mit dessen Kontaktflä
chen, die in zwei parallelen Ebenen angeordnet sind;
die Fig. 9 eine klassische, einfache Anstelleiter als Stand der
Technik.
In der Folge wird nun auf die Fig. 9 Bezug genommen. Die Fig. 9
zeigt eine herkömmliche, einfache Anstelleiter 1' des Standes der
Technik, welche über ein Fußende 2 auf einen Fußboden 4 abgestützt
und über ein oberes Anstellende 3 an einer flachen Wand 5 frei
angestellt ist. Die Anstelleiter 1 besteht aus zwei Holmen 6 bzw. 6'
sowie mehreren Sprossen 7. Die Anstelleiter 1 ist mit ihren Holmen 6
bzw. 6' mit einem Winkel α von etwa 70° zum Fußboden 4 schräg an
die Wand 5 angelehnt. Idealisiert betrachtet teilt sich ein Gewicht
G entsprechend dem Gewicht eines Benutzers auf in eine Vertikalkraft
V sowie eine Horizontalkraft H auf den Fußboden sowie einer
Anstellkraft AW auf die Wand 5. Die Anstelleiter 1 wird zuerst
senkrecht auf den Fußboden 4 abgestellt und dann parallel zu der
Wand 8 zu einer Vertikalebene 8' um eine gedachte Mittellinie 9 an
die Wand 5 angestellt. Beide Anstellenden 3 der Holmen 6 respektive
6' bewirken die Anstellkraft AW, welche im wesentlichen
gleichgerichtet in einer horizontal gedachten Querebene oder
Wirkebene 10 liegt. Der entsprechende Winkel β ist in Ergänzung zum
Winkel α etwa 110° zu den beiden Holmen 6 und 6'. Grundsätzlich
führt die Anstelleiter beim Anstellen sowie Wegnehmen von der Wand 5
eine Bewegung entsprechend Pfeil AB aus. Es wird vorausgesetzt, daß
zumindest während der Benutzung die Anstelleiter 1 bzw. das obere
Anstellende 3 keine seitliche Bewegung S innerhalb der Querebene 10
ausführt.
Die Fig. 1 und 1a zeigen eine erfindungsgemässe Ausgestaltung der
Stütztatzen resp. Halteelemente 204, 204', 204" welche hier
klauenartig einen Randteil des Stützkopfes 100 umgreifen. Die
Fixationsschraube 107 hat einerseits die Funktion, den Drei-
Funktionenkopf 100 an den Übergangsstücken bzw. dem
Adaptionselementenpaar 101, 101' zu sichern. Anderseits ist aber die
Fixationsschraube 107 selbst auch als Formkörper bzw. Haftelement
mit einer Auflagefläche zu einer ebenen, senkrechten Wand
ausgebildet. Die entsprechende Auflagefläche ist zur Auflage an die
vertikal liegende Fläche 200 eines simsartigen Vorsprungs bestimmt.
Ein weiteres Haftelementenpaar ist mit deren Auflageflächen, zur
Auflage auf eine horizontal oder zumindest im wesentlichen
horizontal verlaufenden Wandfläche 201 vorgesehen. Es werden über
die entsprechenden Horizontalkomponenten H und die
Vertikalkomponenten V eine bisher nicht gegebene Abstützsicherheit
gegeben, da nun sowohl gegen ein seitliches Abgleiten wie gegen ein
Wegrutschen von der Wand eine Zusatzsicherheit gegeben wird. Der
Leiter-Anstellkopf kann auf diese Weise gleichsam oben einhaken.
Meistens sind die entsprechenden Bauteile mit hoher Präzision sowie
guter Oberflächenbeschaffenheit gebaut. Im Gegensatz dazu ist die
Bodenauflagefläche bzw. Bodenbeläge für das Fußteil der Leiter in
der kleineren Zahl der Fälle ideal. Für die Befestigung des
Stützkopfes 100 wird nun auf die Fig. 1b und 1c Bezug genommen. Ein
Stützkopf 100 als 3-Funktionenkopf 100 ist über ein
Übergangsstück/Adaptionselementpaar 101/101' an einen Holmen 6 resp.
6' einer Leiter 1 befestigt. Das paarweise Anstellstützelement mit
3-Funktionenkopf 100 weist einen Bügel bzw. das winklige
Verbindungselement 102 zur Halterung der Auflageköpfe 103 und 104
auf. An den Auflageköpfen 103/104 sind die dreifunktionalen
Stütztatzen 29/29' integriert, mit einer Anzahl Gummiauflagezapfen
27 als Auflage und Haftelemente. Für die Funktionsweise der
Anstellstütze mit paarweisem 3-Funktionenkopf wird auf die Fig. 2
Bezug genommen. An der Anstellstütze mit 3-Funktionenkopf 100 sind
ferner paarweise integrale Halteschienen 105 fest angebracht.
Bevorzugt sind die beiden Halteschienen 105 etwa parallel zu den
Sprossen 7 angeordnet. Jeder der beiden Übergangsstücke 101/101'
weist je einen Halte-/Führungsschlitz 106 auf, in die die
Halteschienen 105 einschiebbar sind. Mittels beidseits angebrachten
Fixationsschrauben 107 kann der Stützkopf 100 an die, gegen die
Leiter liegende Anschlagfläche 108 (Fig. 4) angedrückt werden. Durch
die Kombination von Halteschiene 105 sowie dem Halte-/
Führungsschlitz 106 spielt in dem Bereich normaler Leitergrößen die
Leiterbreite B keine Rolle, da eine Fixation an jeder Stelle der
Halteschienen 105 möglich ist. Je nach Bedarf kann der Stützkopf 100
zum Beispiel als 3-Funktionenkopf sowie die Übergangs
stücke/Adaptionselemente 101/101' fest mit der Leiter 1 dauernd
verbunden bleiben. Für das erstmalige Montieren des Anstellkopfes 19
werden zuerst gemäß dem Ausführungsbeispiel die beiden
Übergangsstücke 101 resp. 101', vorgängig an der Leiter befestigt.
Die beiden Übergangsstücke 101 und 101' weisen oben je ein Haltenase
114, welche je einen kurzen Fixationsschlitz 115 bilden, sowie je
eine Führungsgabel 116, welche je einen Führungsschlitz 117 bilden,
auf. Die Montage erfolgt durch Einfahren beider Übergangsstücke
101/101' von oben, so daß die Fixationsschlitze 115 über die Sprosse
7 sowie die Führungsschlitze 117 über die Sprosse 7' unten
hinausragen. Die Übergangsstücke 101 und 101' werden beidseits, an
die Holmen anliegend über zwei Sprossen 7 resp. 7' angebracht.
Anschließend werden Schnellspannvorrichtungen 111 mit einer Gewinde-
Ankerplatte 112 in wahlweise differenten Aussparungsschlitzen 113
der Führungsgabeln 116 eingesetzt und durch Anziehen des
Schraubmechanismus 109 über einen Gewindespanner 110 zwischen den
beiden Sprossen 7 resp. 7' verspannt, womit die Übergangsstücke
101/101' mit der Leiter kraftschlüssig verbunden sind. Die
Spannvorrichtung 111 kann irgend eine Spanneinrichtung sein und ist
nur als Beispiel einer bedarfsgemäß variabel einsetzbaren
Gewindespannvorrichtung dargestellt, welche in gelöstem Zustand mit
der Gewinde-Ankerplatte 112 wieder aus dem Aussparungsschlitz 113
der Führungsgabel 116, herausnehmbar ist und die sekundenschnelle
Demontage der Übergangsstücke 101/101' ermöglicht. Anschließend erst
wird der Stützkopf 100 mit den Fixationsschrauben 107 festgeklemmt.
Die Fig. 2 und 2a zeigen in größerem Maßstab wie sich die
Anstellkraft AW der Fig. 1a teilt. Ein Stützkopf 20 des
Anstellkopfes 19 besteht aus zwei Stützarmen 23 resp. 23', welche
bezüglich einer Symmetrieebene 24 spiegelbildlich ausgebildet und
über Schrauben 25 zu einer Einheit fest verbunden sind. An beiden
Stützarmen 23 resp. 23' sind mehrere Stützflächen 26 angeordnet,
welche durch einzelne Gummizapfen 27 gebildet sind. Der Gummizapfen
27 weist eine Wirkrichtung R1 parallel zur Vertikalebene 8' auf und
ergibt im wesentlichen eine senkrechte Anstellkraft AW und ist für
die Anstellung an einer ebenen Wand 5 bestimmt. Ein Beispiel eines
Gummizapfens 27 ist in der Fig. 2a perspektivisch und in größerem
Maßstab nochmals dargestellt. Die Anstellkraft AW wird über eine
kreisringförmige Kontaktfläche 26 auf die Wand 5 übertragen. Es
ergibt sich aus seitlichen Krafteinwirkungen AB bzw. AB' (von dem
Benutzer) resultierende Normalkräfte AN sowie Reibkräfte AR,
entsprechend der Haftreibung zwischen dem Material des Gummizapfens
27 sowie der Beschaffenheit der Wand 5. Der Zapfen 27 übernimmt sehr
große seitliche Kräfte, welche aus der Krafteinwirkung AB bzw. AB'
herrühren. Der Gumizapfen 27 ist bevorzugt auswechselbar in
entsprechenden Bohrungen 28 in den Stützkopf 20 eingepreßt. Ein
weiterer Gummizapfen 27' ist in einem Winkel von 45° gegenüber der
Wirkrichtung der Anstellkraft AW abgelenkt ausgerichtet und ist als
Stützfläche 26 für ein Inneneck 21 bestimmt. Hier teilt sich die
Anstellkraft AW in eine Wirkrichtung R2 sowie eine um 90° versetzte
Wirkrichtung R2' auf die beiden Stützarme 23 resp. 23' auf. Aus der
Fig. 2 ist erkennbar, daß je nach Krafteinwirkung AB resp. AB' nach
den Regeln der Statik entweder eine größere Normalkraft auf den
linken Gummizapfen 27' oder auf den rechten Gummizapfen 27' ausgeübt
wird. Dies hat zur Folge, daß entsprechend der Erhöhung der
Normalkraft auf den Gummizapfen 27' die Reibkraft sich vergrößert
und damit die Haftwirkung über die entsprechende Auflagefläche 26
vergrößert wird. Innerhalb einer normalen Arbeitseinwirkung hat
damit eine Vergrößerung der seitlichen Schiebekraft bei der
Anwendung in einem Eck eine Vergrößerung der Sicherheit der
Leiterstützkräfte zur Folge. Sinngemäß haben Krafteinwirkungen AB
bei den Gummizapfen 27" ebenfalls für die Anwendung bei einem
Außeneck 22 eine Vergrößerung der Leiterstützkräfte zur Folge. Zur
Steigerung der Sicherheit können die Zapfen 27" je doppelt angeordnet
werden. Die Gummizapfen 27''' kommen dann zum Einsatz, wenn die
Leiter 1 an einem Pfosten angestellt wird. Die Wirkung ist dabei
identisch mit der Wirkung der Gummizapfen 27". In der Fig. 2 ist
ferner mit einer strichlierten Linie eine Stütztatze 29 des
Stützarmes 23' gekennzeichnet. Auf der, dem Gummizapfen 27
gegenüberliegenden Seite des Stützkopfes 20 sind zwei Gelenkachsen
30 resp. 30' mit einer gemeinsamen Drehachse 31 angeordnet, welche
über Tragbolzen 32 drehbar befestigt sind.
Die Fig. 3 bis 3c zeigen eine kugelförmige Stütztatze 29a, wobei die
Oberfläche bevorzugt auch hier profiliert ist.
Die Fig. 4 bis 4c zeigen eine weitere Ausgestaltung von
Haftelementen 205, welche sowohl eine ebene Haltescheibe 206 wie
quer dazu verlaufende Stützscheiben 207 aufweisen. Die Stützflächen
können aber auch Teil einer Kugelform sein. Bei allen dargestellten
Haftelementen kann es von Vorteil sein, analog zu dem Gummi-Reifen
von Motorfahrzeugen, die Auflageflächen in einzelnen Kleinstflächen
resp. einer entsprechenden Profilierung auszugestalten.
In den Fig. 5, 5a, 5b und 5c ist eine Leiter im Einsatz dargestellt.
In allen Fällen erhöht der neue Anstellkopf die
Verwindungssteifigkeit der Leiter. Die Fig. 5a zeigt den
Leitereinsatz an einer geraden Wand, wobei die Gummizapfen 27 als
aktive Kontaktflächen dienen, die übrigen Gummizapfen sind bei
diesem Einsatz passiv, also nicht im Einsatz. Entsprechend Fig. 5b
stützt sich die Leiter 1 bei einem Wand-Innenwinkel über die
Gummizapfen 27' an den beiden Wandteilen ab. Die Fig. 5c zeigt den
dritten Grundeinsatz bei einem Wand-Außenwinkel, wobei sich die
Gummizapfen 27" entsprechend auf den beiden Wandteilen abstützen. In
der Fig. 5 sind die drei genannten Einsätze schematisch in einer
Figur zusammengefaßt.
Die Fig. 6 und 6a zeigen eine Variante mit einem fest an den Holmen
zum Beispiel aufgeschraubten Anstellelement 20'.
Die Fig. 7 und 7a weisen ein Scharnier 41 auf, das die Verbindung
vom Anstellelement 20" zu den Holmen 6, 6' herstellt. Das Scharnier
41 kann in eine gestreckte Position (strichliert) gebracht werden,
wenn die Leiter nicht im Gebrauch ist, damit für eine Lagerung nur
geringer Raum benötigt wird. In der abgewinkelten Position
(ausgezogene Linie) sorgt ein Anschlag 42 für die Festlegung der
Arbeitsposition.
Die Fig. 8, 8a bis 8e zeigen eine Flächenstütze 80, welche in
Analogie zu den Fig. 7 und 7a über eine Drehachse 31 bzw.
Gelenkachse 30, 30' am Übergangsstück einer Leiter 1 befestigbar
ist. Die Flächenstützte 80 zeigt die doppelte Anwendung der
Stützarme, welche hier als je ein Paar in der Höhe versetzt
angeordnet sind. Der obere 81 und untere Stützenteil 82 ist über je
eine Raster-Drehachse 84/85 einstellbar angeordnet und am
Verbindungsstab 83 befestigt. Die Fig. 8a zeigt den Einsatz der
Flächenstütze an einer ebenen Wand 5, die Fig. 8b an einem Inneneck
und die Fig. 8c an einem Außeneck. Beide Stützenteile 81 und 82 sind
als weitere Ausgestaltung um eine vertikale Drehstelle 84 resp. 85
nach außen sowie nach innen aus- bzw. einschwenkbar. Die Fig. 8d
zeigt die Stützteile 81 und 82 in eingeschwenkter Position an einer
geraden Wand 5. Die Fig. 8e zeigt die ausgeschwenkte Position bei
der die Abstützfläche gegenüber der Fig. 8d fast verdoppelt ist. Die
Lösungen der Fig. 8d und 8e eignen sich ganz besonders für das
Anstellen einer Leiter direkt auf Glas oder weiteren
hochempfindlichen Flächen. Im Unterschied zu den bisherigen
Ausführungsbeispielen sind die Kontaktflächen gemäß der Fig. 8 in
zwei parallelen Ebenen 10 resp. 10' angeordnet.
Claims (8)
1. Leiter (1) mit zwei durch Sprossen (7) verbundenen Holmen (6,
6'), einem Fußende (2) sowie einem gegenüberliegenden oberen
Anstellende (3), welches über eine im Bereich beider Holmen (6, 6')
angeordnete Anstellvorrichtung mit Anlageflächen frei an Wänden oder
Wandecken anstellbar ist,
dadurch gekennzeichnet,
daß die Anstellvorrichtung Stütztatzen (29b) mit in verschiedenen
Raumrichtungen ausgerichteten, elastisch anpaßbaren Anlageflächen
elementen aufweist und die einzelnen Anlageflächen (26) bei Benutzung
paarweise/spiegelbildlich zu einer ebenen Wandfläche (5) und/oder zu
den zwei Flächen eines Innen- oder Außenecks (21/22) angeordnet
sind, wobei die Anstellvorrichtung als Multifunktionenstützkopf (20,
20', 20") mit scheiben- oder kugelförmigen Stütztatzen (29b)
ausgebildet ist.
2. Leiter nach Anspruch 1,
dadurch gekennzeichnet,
daß die Stütztatzen (29b) als Kugel (208) ausgebildet sind, mit
entsprechenden an die Wandflächen (5, 21, 22) elastisch anpaßbaren
Anlageflächen (26).
3. Leiter nach Anspruch 1,
dadurch gekennzeichnet,
daß die Anlageflächen der Stütztatzen (29b) scheibenförmige Teile
einer Kugelform sind mit entsprechenden, an die Wandflächen (5, 21,
22) elastisch anpaßbaren Anlageflächen (Fig. 12).
4. Leiter nach einem der vorstehenden Ansprüche,
dadurch gekennzeichnet,
daß die Haftelemente bzw. Anlageflächen einzelne Kleinstflächen
aufweisen, entsprechend der Profilierung bei Gummi-Reifen von
Motorfahrzeugen, welche insbesondere als Kunststoff- oder weiche
gummiartige Form-Körper ausgebildet sind.
5. Leiter nach Anspruch 1,
dadurch gekennzeichnet,
daß die Anstellvorrichtung Stütztatzen (29b) mit in verschiedenen
Raumrichtungen ausgerichteten elastisch anpaßbaren Anlageflächen
elementen aufweist und die einzelnen Anlageflächen (26) bei Benutzung
paarweise/spiegelbildlich zu einer ebenen Wandfläche (5) und/oder zu
den zwei Flächen eines Innen- oder Außenecks (21/22) angeordnet
sind, wobei die Anstellvorrichtung als Stützkopf (20, 20', 20") mit
mit einer Raster-Drehachse (84, 85) ausgebildet ist (Fig. 8).
6. Leiter nach Anspruch 5,
dadurch gekennzeichnet,
daß die Stütztatzen (29b) über eine vertikale Drehstelle (84, 85)
nach außen sowie nach innen aus- bzw. einschwenkbar sind, zur
Vergrößerung resp. Verkleinerung der Abstützfläche, insbesondere zur
Anstellung der Leiter direkt auf Glas oder anderen hochempfindlichen
Flächen.
7. Leiter nach Anspruch 5 oder 6,
dadurch gekennzeichnet,
daß die Stütztatzen (29b) in der Höhe versetzt, doppelt angeordnet
sind, derart, daß die Wirkrichtungen der Anlageflächen in zwei
parallele Wirkebenen (10, 10') weisen.
8. Leiter nach einem der Ansprüche 5 bis 7,
dadurch gekennzeichnet,
daß die Anlageflächen Formkörper (27) aufweisen, die als
gummizapfenartige, insbesondere auswechselbare Haftelemente mit einer
kreisringförmigen Kontaktfläche (26) ausgebildet sind.
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