DE434533C - Bodenbearbeitungsmaschine mit im Kreise umlaufenden Messern - Google Patents
Bodenbearbeitungsmaschine mit im Kreise umlaufenden MessernInfo
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- DE434533C DE434533C DEG61587D DEG0061587D DE434533C DE 434533 C DE434533 C DE 434533C DE G61587 D DEG61587 D DE G61587D DE G0061587 D DEG0061587 D DE G0061587D DE 434533 C DE434533 C DE 434533C
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Classifications
-
- A—HUMAN NECESSITIES
- A01—AGRICULTURE; FORESTRY; ANIMAL HUSBANDRY; HUNTING; TRAPPING; FISHING
- A01B—SOIL WORKING IN AGRICULTURE OR FORESTRY; PARTS, DETAILS, OR ACCESSORIES OF AGRICULTURAL MACHINES OR IMPLEMENTS, IN GENERAL
- A01B33/00—Tilling implements with rotary driven tools, e.g. in combination with fertiliser distributors or seeders, with grubbing chains, with sloping axles, with driven discs
- A01B33/08—Tools; Details, e.g. adaptations of transmissions or gearings
- A01B33/10—Structural or functional features of the tools ; Theoretical aspects of the cutting action
- A01B33/103—Structural or functional features of the tools ; Theoretical aspects of the cutting action the rotating shaft being oriented horizontally
Landscapes
- Life Sciences & Earth Sciences (AREA)
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Description
(G 615&]
Bei Landbaumaschinen ist die Verwendung von Messerwalzen bekannt, deren Messer
durch ein Führungsgetriebe an verschiedenen Stellen ihrer Umlaufbewegung vorgetrieben
und wieder zurückgezogen werden, um so den Boden in besonders günstiger Weise bei einmaligem
Durchgang fein zu zerkrümeln.
Die Erfindung gestaltet derartige Bodenbearbeitungsmaschinen weiter aus, indem an
der Maschine zwei entgegengesetzt umlaufende Messerwalzen angebracht sind, die in
günstiger Weise gleichachsig mit je einem Laufräderpaar angebracht sein können. Hierdurch
ergibt sich zunächst eine mehr als verdoppelt feine Bearbeitung des Bodens, und
weiter ergeben sich eine Reihe vorteilhafter Ausgestaltungsmöglichkeiten, indem die Steuerung
der Maschine durch die Walzen einfach durchführbar wird, und die sich drehenden Messerwalzen ergeben bei geeigneter Abstimmung
ihrer Eingriffstiefen für jede der beiden Fortbewegungsrichtungen einen Vorwärtsantrieb
der Maschine, die dementsprechend jeden besonderen Antrieb entbehren
kann, also besonders leicht wird und den Boden nicht erst unnötig festwalzt; außerdem
wird der Kraftverbrauch infolgedessen besonders gering.
Wichtig für die Erfindung sind noch eine Reihe später beschriebener Einzelheiten, wie
insbesondere die Ausgestaltung mit zwei entgegengesetzt umlaufenden Messerwalzen.
Die Zeichnung veranschaulicht die Erfindung an einer Reihe von Ausführungsbeispielen,
und zwar sind
Abb. ι vereinfachtes Schaubild der Gesamtanordnung,
Abb. 2 Längsschnitt einer Maschine mit ig Exzentervorpressung der Messer in Transportlage
der Messer,
Abb. 3 gleicher Längsschnitt in Betriebslage der Messer,
Abb. 4 bis 7 Einzelheiten zur Exzenter- und Nockenvorpressung,
Abb. 8 Längsschnitt, und Abb. 9 Schaubild
derselben Maschine mit verschiedenartiger Einstellung der Exzenter an beiden Walzen,
Abb. 10 abgewickeltes Schaubild der Messeranordnung an einer Walze,
Abb. 11 und 12 Querschnitt und Teillängsschnitt
einer Messerwalze mit an Tragscheiben einer Hohlwelle angebrachten Messern,
Abb. 13 Längsschnitt einer Maschine mit Vorpressung der Messer durch mitumlaufende
Nockenscheiben,
Abb. 14 und 15 vereinfachte Schaubilder
von Maschinen mit zur Steuerung unterteilten bzw. schwenkbaren Walzen,
Abb. 16 Längsschnitt der Maschine nach Abb. 13 in Betriebslage.
Die grundsätzliche Anordnung ist gemäß Abb. ι die folgende. Zwei Räderpaare oder
Trommeln 1, 2 sind mit schwenkbaren Messern 3, 4 ausgerüstet und von getrennten Motoren
oder unter Benutzung eines Umkehrgetriebes 5 von einem gemeinsamen Motor in entgegengesetzter Richtung gemäß den Pfeilen
6, 7 angetrieben. Durch die im Erdboden eingreifenden Messer werden dadurch entgegengesetzt
gerichtete Antriebskräfte entsprechend den Pfeilen 8, 9 erzeugt. Diese Antriebskräfte
heben sich jedoch nur auf, wenn beide Messergruppen 3, 4 gleich weit vorgepreßt sind und auch im übrigen gleiche
Bodenmengen erfassen, während bei verschieden großen Messerzahlen beider Walzen
oder bei verschieden tiefer Einpressung ein Vortrieb der Maschine nach einer Seite hin
entsteht; sobald die vorauslaufende Messerwalze in festen Boden und die nachlaufende
in bereits gelockerten Boden greift, ergibt sich so ohne weiteres die ständige Weiterbewegung
in der eingeschlagenen Richtung. Die Maschine kann also in einfachster Weise jedesmal am Ende des Feldes durch Ändern
der Vorspressung der Messer umgesteuert werden, ohne daß überhaupt Kupplungen oder
sonstige Umsteuervorrichtungen am Motor 6g erforderlich sind.
Die Ausführungsform nach Abb. 2 zeigt zur Lagerung der Messer 3, 4 Trommeln 10,
die an den Rädern 1, 2 befestigt sind und an Tragkränzen 11 die Messer in Bolzen 12
lagern. Blattfedern 13 drücken die Messer einwärts gegen Exzenterscheiben 14. Diese
Exzenterscheiben können entweder nach Abb. 4 einfach auf einer geradlinigen Steuerwelle
aufgesetzt sein, die sich gleichachsig durch die Messerwalze hindurch erstreckt,
oder sie können auch noch mit nockenartigen Arbeitsflächen verschiedener Krümmung ausgestattet
sein, um verschiedenartige Messerbewegtmgen zu ergeben; so zeigt beispielsweise
Abb. 3 in strichpunktierten Linien allmähliches Vorpressen der Messer in den Boden hinein und schnelles Zurückgehen gemäß
einer Nockenvertiefung, etwa entsprechend Abb. 5. Gemäß Abb. 6 und 7 können 8g die Exzenter auch auf gekröpften Wellen aufgesetzt
sein und dann einfache Kreisform oder Exzenterform, gegebenenfalls mit besonderen
Nockenerhöhungen und \"ertiefungen, aufweisen.
Gelagert sind die Stellwellen im Hauptrahmen 15 der Maschine, der auch die Messerwalzen
und Räder lagert und den Antriebsmotor trägt.
Während die Messer nach Abb. 2 für Straßenfahrt ganz in die Trommeln 10 hineingezogen
sind, werden sie für normale Arbeitsleistung nach Abb. 3 meist gleich weit an beiden Walzen hervorgepreßt, und nach
Abb. 8 und 9 können sie an beiden Walzen durch verschiedene Lage der Exzenter verschieden
weit herausgepreßt werden, so daß sie, beispielsweise zum Umsteuern der Fahrtrichtung,
verschieden tiefe Einpressung im Boden erfahren. 10g
Abb. 10 zeigt, wie die Messer der einj zelnen Scheiben gegeneinander versetzt angeordnet-sind,
so daß sie beispielsweise in j Spiralenlinien liegen.
ί Abb. 11 und 12 zeigen, wie im Maschinenrahmen
15 die Nabe eines Laufrades 1 nebst Antriebzahnrad 16 gelagert ist und wie innerhalb
dieser Nabe eine die Exzenter 14 tragende Stellwelle 17 gelagert und mit einem
Schneckenantrieb 18 verbunden ist, durch den sie mittels Handkurbel in die gewünschten
Stellungen gebracht werden kann.
Bei dieser Ausführungsform ist auch an Stelle der die Messer umgebenden Lagerungstrommel zur Stützung der Tragscheiben 11
eine trommelartige Hohlwelle 20 vorgesehen, die das Stellwellengetriebe 14, 17 umgibt und
Fortsätze 19 der Messer zu diesem Getriebe hindurchtreten läßt.
Während bei sämtlichen erwähnten Ausführungsformen infolge der großen, den
Messern vom Stellwerk zu erteilenden Hübe nur je vier Messer in jeder Ebene vorgesehen
sind, lassen sich auch mehr Messer vorsehen, wie beispielsweise je acht Messer gemäß
Abb. 13 und 16. Hier sind die Lagerungstrommeln 10 denen der ersten Ausführungsform entsprechend ausgestaltet, und auch die
Tragscheiben und allgemeinen Formen der Messer sind dieselben. Das Stellwerk der
Messer 21, 22 besteht hier jedoch aus mitlaufenden Zackenscheiben 24, gegen deren
Umfang die Messer durch Spannfedern 23 angedrückt werden; Anschläge 25 begrenzen
die äußerste Pierausbewegung der Messer.aus den Trommeln. Die Wirkung ist hier die,
daß die Zackenscheiben 24 für Straßenfahrt in die Lage nach Abb. 13 gebracht werden, so
daß sämtliche Messer innerhalb der Trommeln bleiben, während sie für Betriebsarbeit
in die Lage nach Abb. 16 gestellt werden und dadurch am ganzen Umfange die Messer
ständig etwas vorgepreßt erhalten, indem sie ständig samt den Messerwalzen umlaufen.
Die mit der Spitze in den Boden fassenden Messer ziehen sich dann selbsttätig durch die
Fortbewegung der Maschine tiefer in den Boden hinein, um bei seinem Verlassen schnell
wieder fast völlig in die Trommel unter dem Zuge ihrer Spannfedern zurückzuschnappen.
Hierdurch ergibt sich bei einfachem und wenig Raum beanspruchendem Stellwerk eine
sehr wirksame Bearbeitung des Bodens.
Zur Steuerung der Maschine können die Trommeln gemäß Abb. 14 unterteilt sein.
Dann können in jeder Halbtrommel die Messer ihre eigene Einstellung erhalten, so daß
insgesamt vier verschiedene Vortriebskräfte p', ρ" und q', q" einstellbar sind. Bei
entsprechender Vergrößerung einer dieser Kräfte oder zweier Kräfte an sich diagonal
gegenüberliegenden Halbtrommeln, beispielsweise also der Kräfte p' und q", ergibt sich
so ein die Maschine steuerndes Lenkmoment. Auch die Steuerung ist hiernach im Gegensatz
zu anderen Landbaumotoren ohne Kupphingen und sonstige Getriebe durchführbar. Nach Abb. 15 ist die Steuerung auch möglich,
indem statt eines starren Maschinenrahmens zwei gegeneinander schwenkbare Halbrahmen vorgesehen sind, die beispielsweise
mittels eines Drehsehemeis vereinigt sind.
Claims (7)
1. Bodenbearbeitungsmaschine mit im Kreise umlaufenden Messern, die durch
Anstellvorrichtungen aus einer umgebenden Trommel an einigen LTmfangsstellen
vorgedrückt werden, dadurch gekennzeichnet, daß die Maschine zwei entgegengesetzt
umlaufende, mit Anstellvorrichtungen ausgerüstete Messerwalzen besitzt, vorzugsweise auf zwei Tragräderachsen
angeordnet.
2. Bodenbearbeitungsmaschine nach An-Spruch i, dadurch gekennzeichnet, daß die
Anstellvorrichtungen beider Messerwalzen unabhängig voneinander zu verschieden tiefem Eindrücken der Messer anstellbar
sind, so daß Vortrieb zum Fahren der Maschine nach beliebiger Seite hin erreichbar
ist.
3. Bodenbearbeitungsmaschine nach Anspruch 2, dadurch gekennzeichnet, daß zur
Steuerung der Maschine je zwei unabhängig voneinander anstellbare Messerwalzen nebeneinander vorgesehen sind,
so daß durch verschieden tiefe Eindrückung der Messer beider Seiten
Kurvenfahrt erreicht wird.
4. Bodenbearbeitungsgerät nach einem der Ansprüche 1 bis 3, dadurch gekennzeichnet,
daß die Messer an äußeren Trommeln gelagert sind und durch Schlitze von diesen nach außen treten,
während im Inneren der Trommel Anstellwellen mit Exzentern oder Nocken gelagert sind.
5. Bodenbearbeitungsmaschine nach einem der Ansprüche 1 bis 4, dadurch gekennzeichnet,
daß die Messer an inneren Hohlwellen gelagert sind und durch Schlitze von diesen sich mit Fortsätzen zu
den Anstellwellen hin erstrecken.
6. Ausführungsform der Bodenbearbeitungsmaschine, dadurch gekennzeichnet,
daß die Anstellwellen als im Betrieb stillstehende und nur regelnd verdrehbare Exzenter- oder Nockenwellen ausgebildet
sind, auf denen die Messer gleiten oder rollen.
7. Ausführungsform der Bodenbearbeitungsmaschine, dadurch gekennzeichnet,
daß die Anstellwellen als mitlaufende Wellen ausgebildet sind, die gegenüber den
Messern verdrehbar sind und für jedes Messer einen Anstellnocken tragen.
Hierzu 2 Blatt Zeichnungen.
Priority Applications (1)
| Application Number | Priority Date | Filing Date | Title |
|---|---|---|---|
| DEG61587D DE434533C (de) | 1924-06-08 | 1924-06-08 | Bodenbearbeitungsmaschine mit im Kreise umlaufenden Messern |
Applications Claiming Priority (1)
| Application Number | Priority Date | Filing Date | Title |
|---|---|---|---|
| DEG61587D DE434533C (de) | 1924-06-08 | 1924-06-08 | Bodenbearbeitungsmaschine mit im Kreise umlaufenden Messern |
Publications (1)
| Publication Number | Publication Date |
|---|---|
| DE434533C true DE434533C (de) | 1926-10-01 |
Family
ID=7132792
Family Applications (1)
| Application Number | Title | Priority Date | Filing Date |
|---|---|---|---|
| DEG61587D Expired DE434533C (de) | 1924-06-08 | 1924-06-08 | Bodenbearbeitungsmaschine mit im Kreise umlaufenden Messern |
Country Status (1)
| Country | Link |
|---|---|
| DE (1) | DE434533C (de) |
-
1924
- 1924-06-08 DE DEG61587D patent/DE434533C/de not_active Expired
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