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Verfahren zum Herstellen einbindefertiger Bücher oder Buchteile aus
insbesondere in einer Rotationsdruckmaschine bedruckten Papierbahnen. Man kennt
bereits Verfahren zum Herstellen einbindefertiger Bücher oder Buchteile aus insbesondere
in einer Rotationsdruckmaschine bedruckten Papierbahnen, die in mehrere Längsstreifen
zerschnitten werden, von denen ein jeder der Länge nach gefalzt wird.
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Gegenstand der Erfindung ist ein Verfahren dieser Art, gemäß welchem
die einzelnen der Länge nach gefalzten Streifen registermäßig aufeinanderliegend
nach jeder zweiten Druckseite mit Draht oder mit Leinfaden oder auch mit Draht und
Leinfaden quer geheftet, darauf zwischen den Heftstellen quer geschnitten und schließlich
an den Heftstellen selbst quer gefalzt werden, so daß die nunmehr in Buchform sich
darbietenden Teile, vom Rückenfalz abgesehen, nur an der oberen Schmalseite des
Buches einen Falz aufweisen.
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Die Abb. i bis 5 der Zeichnung dienen zur Erläuterung des neuen Verfahrens.
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Zur Ausführung des Verfahrens wird zun 'ichst die fertigbedruckte
Papierbahn in an sich bekannter Weise in mehrere Längsstreifen zerschnitten. Mit
drei Schnittlinien x-y, x'- y', (Abb. 3) erhält man vier Längsstreifen a',
a2, a3, a4. Abb. 3 veranschaulicht die abgewickelte Papierbahn. Die Strecke
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bis u, entspricht der Abwicklung des Formzvlinders. Mit anderen Worten:
bei einer Umdrehung desFormzylinders werden 32Seiten gedruckt.
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Natürlich kann die Papierbahn zu einer beliebigen Zahl von Streifen
zerschnitten werden. Desgleichen können die Abwicklungsverhältnisse des Formzylinders
verschiedenartig ge`vählt «-erden. Nach dem Verlassen des Druckwerks wird die Papierbahn
nach den Schnittlinien x-y, x'-y', zu vier Streifen zerschnitten. Diese vier
Streifen werden dann durch die vier Trichterfalzer b (Abb. i) und die an der Austrittstelle
dieser Falzer angeordneten Walzen b' hindurchgeführt, wodurch sie in der Längsrichtung
zusammengelegt werden und so einen Längsfalz c erhalten. Die in der Längsrichtung
gefalzten, über die Rollen d laufenden Streifen legen sich unter Erzielung genauen
Registers- übereinander und treten in diesem Zustande in die an der Stelle e beginnende
Vorrichtung ein (Abb. i).
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Die aufeinanderliegenden Streifen laufen dann zwischen verschiedene
Zylinder hindurch und werden dabei in der Ouerrichtung nach jeder zweiten Druckseite
mit Draht oder Faden oder gleichzeitig mit Draht und mit Faden zusammengeheftet,
dann zwischen den Heftstellen quer geschnitten und schließlich an den Heftstellen
quer gefalzt. In dieser Weise erhält man nacheinander fertiggeheftete Broschüren
oder Buchteile, die ebensooft acht Seiten enthalten, wie Streifen vorhanden sind.
Mit anderen Worten: jeder längsgefalzte Papierstreifen liefert nach erfolgter Heftung,
Ouerzerschneidung und Ouerfalzung eine Lage von acht Seiten, so daß die vier Streifen
vier zusammengeheftete Lagen ergeben, durch die eine Broschüre bzw. ein Buchteil
von 32 Seiten gebildet wird.
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Die Heftung selbst kann beispielsweise aus an zwei Stellen f (Abb.
5) durchgezogenem Leinfaden und an einer Stelle g durchgestochenem Eisendraht bestehen.
Wie aus
der Zeichnung ersichtlich, besitzen die in dieser Weise
gebildeten Buchteile noch einen unaufgeschnittenen Kopffalz h, wogegen die Stellen
i, j aufgeschnitten sind.
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Will man jedoch Buchteile mit geschnittenem Kopffalz erhalten, so
braucht man nur die Papierstreifen der Länge nach zu zerschneiden, bevor man sie
durch die Falzer schickt, deren Tätigkeit sich in diesem Falle auf das Zusammenlegen
der zerschnittenen Streifenhälften beschränkt.
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Wie aus Abb. 3 erkennbar ist, erhält man ebenso viele verschiedene
Buchteile, als die Breite von zwei Seiten in der Abwicklung des Formzylinders enthalten
ist.
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In der Abb. 3 sind mit i-2 die Linien, nach denen das Querfalzen,
und mit _x"'-y" die Linien, nach denen das Querschneiden erfolgt, bezeichnet. Der
Aufdruck ist nur für den Streifen a4 dargestellt. Es versteht sich aber von selbst,
daß auch die anderen Streifen a3, a2, ai der Papierbahn bedruckt sind.
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Beim vorliegenden Ausführungsbeispiel ist in der Formzylinderabw icklung
die Breite von je zwei Seiten achtmal enthalten. jede Streifenseite - Vorder- und
Rückseite -hat demnach 32 Druckseiten, so daß der Streifen auf einer der Zylinderabwicklung
entsprechenden Länge im ganzen 64 verschiedene Druckseiten aufweist. Die vier Streifen
zusammen ergeben sonach bei einer Formzylinderumdrehung 256 Druckseiten, die alle
verschieden sein können.
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Die Querfalzvorrichtung liefert sonach hintereinander acht Buchteile
mit je 32 verschiedenen Druckseiten.
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Eine endlose Kette mit gleich lang abgeteilten Fächern nimmt jeden
dieser von einer besonderen, hinter dem Querschneid- und Ouerfalzwerk angeordneten
Vorrichtung abgeworfenen Buchteile auf.
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Diese acht Buchteile, von denen ein jeder mit Eisendraht oder Leinfaden
oder mit Draht und Faden geheftet ist, brauchen nur noch am Rücken geleimt und mit
einem passenden Einband versehen zu «erden, um ein broschiertes Buch von 256 Seiten
zu ergeben.
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Bei der Leinfadenheftung ist dafür zu sorgen, daß jedes Fadenende
durch die einzelnen Lagen des Buchteil, hindurchgeht und um ein gewisses Stück aus
dem Falz hervorsteht, derart, daß beim Leimen diese hervorstehenden Fadenteile sich
zwischen Einband und Rücken der Buchteile legen und so den Zusammenhang der Verbindung
sichern. Die Bedeutung der kombinierten Draht-und Fadenheftung liegt darin, daß,
wenn zufolge einesVersagens des Faden- oder Drahtheftwerkes nur der Faden oder der
Draht durch die Papierstreifen gezogen wird, dennoch ein brauchbares Buch erhalten
wird, dessen sämtliche Teile gut zusammenhalten. Infolge dieser Doppelheftung arbeitet
also die Vorrichtung mit größerer Sicherheit.
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Die Heftmittel können mit den Falz- und SChneldzvliridern kombiniert
oder getrennt davon angeordnet sein.
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Die Abb. i und 2 zeigen beispielsweise zwei Ausführungsformen einer
Kombination von Falz-, Schneid- und Heftmitteln.
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Wie aus Abb. i ersichtlich ist, treten die Papierstreifen übereinanderliegend
an der Stelle e in die `"orrichtting. Sie bewegen sich zunächst zwischen dem die
Drahtheftmittel tragenden Zylinder k und dem die Drahtverklammerung bewirkenden
Zylinder 1, laufen dann unter den die Fadenheftung besorgenden Zylinder l', darauf
zwischen dem Schneidzylinder in und dein Greifzylindern und zuletzt zwischen dem
Zvlinder n und Zylinder o, woselbst die Querfalzung erfolgt.
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Eine nähere Beschreibung der Arbeitsweise der Teile ma,
n, o, zr erübrigt sich, da diese Teile an sich bekannt sind. Die gehefteten
Buchteile fallen schließlich in die Fächer p der endlosen Fördervorrichtung q herab.
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Bei der Ausführungsform nach Abb. 2 begegnet man den gleichen Zylindern,
die zwar etwas anders angeordnet sind, aber in ähnlicher `'eise arbeiten wie bei
der Anordnung nach Abb. i.