DE436084C - Verfahren zur elektrolytischen Raffination zinnhaltigen Kupfers - Google Patents

Verfahren zur elektrolytischen Raffination zinnhaltigen Kupfers

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DE436084C
DE436084C DES70854D DES0070854D DE436084C DE 436084 C DE436084 C DE 436084C DE S70854 D DES70854 D DE S70854D DE S0070854 D DES0070854 D DE S0070854D DE 436084 C DE436084 C DE 436084C
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Expired
Application number
DES70854D
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English (en)
Inventor
Dr-Ing Guenther Haensel
Current Assignee (The listed assignees may be inaccurate. Google has not performed a legal analysis and makes no representation or warranty as to the accuracy of the list.)
Siemens and Halske AG
Siemens Corp
Original Assignee
Siemens and Halske AG
Siemens Corp
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    • CCHEMISTRY; METALLURGY
    • C25ELECTROLYTIC OR ELECTROPHORETIC PROCESSES; APPARATUS THEREFOR
    • C25CPROCESSES FOR THE ELECTROLYTIC PRODUCTION, RECOVERY OR REFINING OF METALS; APPARATUS THEREFOR
    • C25C1/00Electrolytic production, recovery or refining of metals by electrolysis of solutions
    • C25C1/12Electrolytic production, recovery or refining of metals by electrolysis of solutions of copper

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  • Chemical & Material Sciences (AREA)
  • Engineering & Computer Science (AREA)
  • Chemical Kinetics & Catalysis (AREA)
  • Electrochemistry (AREA)
  • Materials Engineering (AREA)
  • Metallurgy (AREA)
  • Organic Chemistry (AREA)
  • Electrolytic Production Of Metals (AREA)

Description

  • Verfahren zur elektrolytischen Raffination zinnhaltigen Kupfers. Bei der elektrolytischen Kupferraffination in Kupfersulfatlösung gelangen des öfteren zinnhaltige Kupferlegierungen zur Verarheitung. Während der Elektrolyse wird aus dem Zinn der Anode Zinnsäure gebildet, die teils in den Schlamm geht, teils in der Kupferh)sung kolloidal gelöst wird. Die Verunreinigung des Elektrolyten kann dadurch so beträchtlich werden, daß die Gewinnung eines reinen Kathodenkupfers gänzlich unmöglich wird. Je höher der Zinngehalt des Anodenkupfern liegt, desto eher tritt die Abscheidung gelblichweißer Zinnsäure an der Kathode ein.
  • Durch Erwärmen des Elektrolyten auf etwa 5o° läßt sich zwar ein Teil der Zinnsäure bereits an der Anode ausflocken, der Rest geht jedoch weiterhin kolloidal in Lösung, so daß z. B. bei Verwendung von Anoden mit einem Zinngehalt von nur o,5 Prozent schon nach kürzester Zeit die Zinnsäure die Abscheidung von reinem Kathodenkupfer verhindert. Will man also denselben Elektrolyten längere Zeit verwenden, muß die kolloidal gelöste Zinnsäure aus demselben entfernt werden. Die gebräuchlichen Mittel, wie Absitzenlassen oder Filtration, aber führen nicht einwandfrei dazu, die Zinnsäure aus der Lösung zu entfernen.
  • Man hat nun auf verschiedene Weise versucht, die kolloidale Zinnsäure entweder im Bad selbst oder außerhalb desselben abzuscheiden. So ist vorgeschlagen worden, dem Elektrolyten Kolloide zuzusetzen, die bei der Elektrolyse zur Anode wandern. Diese Wirkung der zuzusetzenden Kolloide soll hierbei außerdem noch durch Zusatz hochbasischer Säure, z. B. Phosphorsäure, zum Elektrolyten und ebenso durch Einblasen von Luft unterstützt werden. Ein weiterer bekannter Weg besteht darin, den Elektrolyten außerhalb des Bades bis nahezu zur Siedetemperatur des Wassers zu erhitzen, dann abzuschrecken und hierbei die kolloidale Zinnsäure ebenfalls auszuflocken. Bei dem ersteren der letzterwähnten Wege findet die Ausflockung der kolloidalen Zinnsäure ausschließlich im Bade selbst statt, wodurch natürlich der Anodenschlamm durch das gesamte in den Anoden enthaltene Zinn verunreinigt und schwer verarbeitbar wird. Bei dem zweiten Weg vermeidet man zwar, daß das gesamte Zinn der Anoden als Zinnsäure in den Anodenschlamm geht, doch hat die Ausfällung der Zinnsäure eine weitere Erhitzung der Lauge außerhalb der Bäder zur Vorbedingung, was im Betriebe immerhin unbequem und störend ist.
  • Gemäß der Erfindung wird durch Zusatz kleiner Mengen pulveriger Kohle mit hohem Absorptionsvermögen (z. B. Tier-, Blut-, Knochen- und Holzkohle) die Zinnsäure ausgeflockt, und zwar vollständig und fast augenblicklich, wie eingehende Versuche zeigten. Sie kann dann durch Filtration aus der Lösung leicht entfernt werden. Filtration der Lösung durch Filter, auf die eine dünne Schicht fein verteilter Kohle aufgetragen worden war, führte zu dem gleichen Ziele.
  • Das neue Verfahren besitzt gegenüber den bekannten Methoden den Vorteil, daß zinnhaltige Kupferlegierungen ohne die beiden vorerwähnten Unannehmlichkeiten elektrolytisch raffiniert werden können. Man vermeidet hierbei einerseits eine wesentliche Verunreinigung des meist Silber- und ge-Zebenenfalls auch goldhaltigen Anodenschlammes. Da die Anreicherung der Edelmetalle in dem letzteren in vielen Fällen für die Wirtschaftlichkeit einer derartigen Anlage von wesentlicher Bedeutung ist, so wird durch die Verbilligung der Aufarbeitungskosten des Anodenschlammes, welche wegen dessen größerer Reinheit bzw. Armut an Zinnsäure möglich ist, zweifellos ein nicht unerheblicher wirtschaftlicher Fortschritt durch die Erfindung gewährleistet. Andererseits wird die Zinnsäure außerhalb der Bäder abgeschieden, ohne daß die Temperatur des Elektrolyten, die man im Betriebe zweckmäßig auf etwa, 4.o bis 50° hält, künstlich zum Zwecke der Zinnsäureabscheidung erhöht werden muß. Man wird zweckmäßig so verfahren, daß man entweder ununterbrochen einen Teil des im Kreislauf durch die Bäder strömenden Elektrolyten an einer beliebigen Stelle der Zirkulation zweckmäßig aus dem Hochbehälter abzieht und ihn nach der Filtration wieder in den Kreislauf zurückfließen läßt, oder daß man den gesamten Elektrohvten durch ein mit aktiver Kohle beschickte Filter führt.

Claims (3)

  1. P ATEXT-ANSPRÜ CFIE i. Zerfahren zur elektrolytischen Raffination von zinnhaltigen Kupferlegierungen, dadurch gekennzeichnet, daß die kolloidal im Elektrolyten gelöste Zinnsäure durch Zusatz geringer Mengen aktiver Kohle ausgeflockt und dann durch Filtration entfernt wird.
  2. 2. Verfahren nach Anspruch i, dadurch gekennzeichnet, daß ein aus dem Prozeß entnommener Teil des Elektrolyten in einem Vorgefäß mit geringen Mengen aktiver Kohle gemischt und nach der Filtration der ausgeschiedenen Zinnsäure wieder in den Kreislauf zurückgeführt wird.
  3. 3. Verfahren nach Anspruch i, dadurch gekennzeichnet, daß der gesamte Elektrolyt durch ein mit aktiver Kohle beschicktes Filter geführt wird.
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Cited By (1)

* Cited by examiner, † Cited by third party
Publication number Priority date Publication date Assignee Title
DE2850564A1 (de) * 1978-11-22 1980-06-04 Kernforschungsanlage Juelich Verfahren und vorrichtung zum regenerieren einer kupfer(ii)-chlorid und/oder eisen(iii)-chlorid enthaltenden aetzloesung in einer elektrolysezelle

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* Cited by examiner, † Cited by third party
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DE2850564A1 (de) * 1978-11-22 1980-06-04 Kernforschungsanlage Juelich Verfahren und vorrichtung zum regenerieren einer kupfer(ii)-chlorid und/oder eisen(iii)-chlorid enthaltenden aetzloesung in einer elektrolysezelle

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