DE436821C - Verfahren zur elektrolytischen Ablagerung einer elastischen, dehnbaren und zaehgefuegten Eisenschicht - Google Patents
Verfahren zur elektrolytischen Ablagerung einer elastischen, dehnbaren und zaehgefuegten EisenschichtInfo
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Classifications
-
- C—CHEMISTRY; METALLURGY
- C25—ELECTROLYTIC OR ELECTROPHORETIC PROCESSES; APPARATUS THEREFOR
- C25D—PROCESSES FOR THE ELECTROLYTIC OR ELECTROPHORETIC PRODUCTION OF COATINGS; ELECTROFORMING; APPARATUS THEREFOR
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Description
Der Gegenstand der Erfindung bezieht sich auf ein Verfahren zur elektrolytischen Abscheidung
dehnbarer und zähhaftender Eisenschichten. Eine oder mehrere Hilfskathoden
werden neben gebräuchlichen löslichen oder unlöslichen Anoden verwendet, wobei eine
einzelne oder mehrere zylindrische, sich drehende Häuptkathoden in bekannter Weise
zur Anwendung gelangen. Die JEJektioJpse
ίο findet unter Drehung dieser Kathode statt.
Auf der Oberfläche der sich drehenden Hauptkathode (bzw. Hauptkathoden) scheidet sich
das Eisen als Kation unter allmählicher Bildung einer gleichförmigen Schicht und Wasserstoffentwicklung
ab. Dieser Wasserstoff wird von dem Eisen okkludiert und hat zur Folge, daß die sich abscheidenden Eisenschichten
außergewöhnlich spröde sind. Der Gegenstand der Erfindung bezweckt nun,
so diesen Wasserstoff in dem niedergeschlagenen
Eisen auf einfache Weise zu entfernen, um die Bildung von dehnbaren und zähhaftenden
Eisenschichten zu ermöglichen. Bei dem den Gegenstand der Erfindung bildenden Verfahren
wird die erhaltene Eisenablagerung derart dehnbar und zähgefügt, daß sie leicht von der zylindrischen Hauptkathode bzw. den
Hauptkathoden entfernt werden kann.
Zur näheren Erläuterung sei angegeben, daß, wenn in folgendem von Kathoden die
Rede ist, hierunter Elektroden zu verstehen sind, bei denen jeder Teil der Oberfläche als
Anode bzw. Kathode wirken kann, je nachdem dieser Teil bei der Drehung der Elektrode
sich an einer der Anoden oder einer der Hilfskathoden vorüberbewegt.
Auf den beiliegenden Zeichnungen ist der Gegenstand der Erfindung beispielsweise in
verschiedenen Ausführungen veranschaulicht.
In allen Abbildungen bezeichnet A ein Gleichstromamperemeter, welches den Gesamtstrom
anzeigt, A2, A3, A± Amperemeter
zur Angabe des Polarisationsstromes, R1, R2
Regelwiderstände.. P lösliche oder unlösliche Anoden, Q die sich drehende Hauptkathode,
S die Hilfskathode bzw. Hilfskathoden, D Zwischenwände aus isolierendem Stoff.
In Abb. ι dreht sich die Hauptkathode O
um ihre senkrechte Achse, und der durch Au A2 laufende Strom wkd in den Widerständen
Rv R2 geregelt. Die Stromregelung
ist in allen Beispielen dieselbe.
In Abb. 2 sind' zwei Anoden P und zwei
Hilfskathoden 5 sowie die Hauptkathode Q vorhanden. Die Hauptkathode Q ist drehbar
in der Mitte zwischen diesen gelagert. Dreht sich die Hauptkathode Q, so wird jeder Teil
der zylindrischen Oberfläche abwechselnd an einer der Anoden P und der Hilfskathoden .S"
vorübergeführt. Jeder Punkt der Oberfläche der Hauptkathode Q wirkt demnach abwechselnd
je nach seiner Lage als Anode oder als Kathode. Die hier beschriebene Vorrichtung
ist dann von besonderem Vorteil, wenn der Durchmesser der sich drehenden Hauptkathode
ein beträchtlicher ist. An Stelle der in der Abbildung angegebenen je zwei Anoden und Hilfskathoden 51 können auch
mehr Anoden und Hilfskathoden vorgesehen sein, die dann ähnlich den Magnetpolen in
elektrischen Kraftmaschinen angeordnet sind. In Abb. 3 dreht sich die Hauptkathode Q
um eine wagerechte Achse und in gleicher Weise die Hilfskathode .S1. In diesem Falle
findet die Ablagerung des Eisens auf der Oberfläche der Hilfskathode in der gleichen
Weise statt wie bei den gewöhnlichen sich drehenden Kathoden.
In Abb. 4 sind mehrere Kathoden Q1, Q2,
Q3 in Parallelschaltung gezeigt, wobei Q2
und Q3 abwechselnd als Hilfskathoden für Q1
und Q2 dienen, während die Hilfskathode 5 als Hilfskathode für Q3 arbeitet. Um dem
Bestreben, daß ein Teil des Stromes unmittelbar von der Anode P zur Hilfskathode 6"
fließt, ohne dabei durch die Hauptkathode zu gehen, entgegenzuwirken, sind entsprechende
Zwischenwände D aus isolierenden Stoffen vorzusehen.
Wenn die Hauptkathode O sich in einem
elektrolytischen Bade, ζ. Β. einer wäßrigen Lösung eines Chlorides, Sulfates oder eines
anderen löslichen Salzes des Eisens dreht, werden in jedem Augenblick diejenigen Teile
ihrer Oberfläche, die sich gegenüber der Anode P befinden, als Kathode wirken, so daß
sich hier das Eisen niederschlagen wird. Diejenigen Teile der Oberfläche hingegen, welche
sich der Hilfskathode S gegenüber befinden, xo wirken als Anode. Die Folge hiervon ist, daß
die Eisenablagerung, die sich auf einem bestimmten Punkte der Oberfläche der Hauptkathode
während ihrer Drehung beim Vorübergang vor der Anode neugebildet hat, bei
der weiteren Drehung der Kathode Q in eine solche Lage gegenüber einer der Hilfskathoden
>S gelangen wird, daß sie dadurch an dieser Stelle zur Anode wird. Die dabei auftretende
anodische Polarisation beseitigt dann den kathodisch gleichzeitig mit dem Eisen abgeschiedenen
und in der Eisenschicht enthaltenen Wasserstoff. Weil nun jeder Teil der Oberfläche der Hauptkathode diesem Wechsel
unterworfen wird und durch ihre Umpolarisation bald als Kathode, bald als Anode wirkt,
wird der Wasserstoff bei seiner Bildung von der soeben niedergeschlagenen Eisenschicht
entfernt. Die sich bildende Eisenschicht bleibt also frei von Wasserstoff, so daß die
Ablagerung nicht spröde ist, wie dies sonst bei dem gewöhnlichen Verfahren der Fall ist.
Die Umpolarisation ist abhängig von der elektrolytischen
Zusammensetzung des Bades, der Temperatur, der Umdrehungsgeschwindigkeit, den durch die vorgesehenen Widerstände
geregelten Verhältnissen der Stromstärken usw. Je nachdem die LTmpolarisation stärker
oder schwächer erfolgt, können die Eigenschaften des erhaltenen Eisens, was seine
Zähigkeit und Dehnbarkeit anbetrifft, nach Wunsch geregelt werden.
Da die niedergeschlagene Eisenschicht zäh und dehnbar ist, so kann dieselbe durch Auftrennen
des erzeugten Eisenrohres als Platte oder Schicht von gewünschter Stärke erhalten
werden. Das Erzeugnis kann infolge seiner verschiedenen Eigenschaften ohne weiteres
verwendet werden. Das auf den Hilfskathoden niedergeschlagene Eisen hat dieselben
Eigenschaften wie das in gewöhnlichen Verfahren erhaltene. Es ist aus diesem Grunde
beim Durchströmen durch die Hilfskathoden kein Stromverlust zu verzeichnen. !
Jede Art von Eisen, wie Roheisen, Schmiede- ! eisen oder Stahl kann als löslicher Pol in !
jeder der Elektrolytlösungen verwendet wer- j den. Die unlösliche Anode hingegen ist der
' Art der Lösung anzupassen, z. B. beim Gebrauch von Chloriden wird Kohle als Anode
verwendet, während bei einer Sulfatlösung Kohle nicht empfehlenswert, sondern magnetisches
Eisenoxyd vorzuziehen ist. Als Haupt- und Hilfskathoden können Kathoden aus Eisen, Stahl, Kupfer, Messing verwendet
werden.
Die nachstehenden Daten sind bei Versuchen ermittelt worden.
Vorrichtung nach Abb. 1, Lösung: Gemisch von Eisenchloriden und Natriumchlorid, Temperatur
des Bades yo° C, Umdrehungen der Hauptkathode 1200 in der Minute, Abmessung
der Hauptkathode 5 cm Durchmesser, 10,2 cm Länge, Oberfläche 1,60 qdm, Gesamtstrom
8 Amp., Effektivstrom 4 Amp., Zeit 1,5 Stunden, Dicke der Eisenschicht
0,046 mm. Die Schicht war sehr dehnbar, weich und zäh und konnte leicht von der Hauptkathode entfernt werden.
Vorrichtung nach Abb. 3, Lösung von Eisensulfaten und Ammoniumsulfat, Temperatur
des Bades 550C, Umdrehungen der
Hauptkathode 1500 pro Minute, Abmessung der Hauptkathode 5 cm Durchmesser, 5,1 cm
Länge, Oberfläche 0,8 qdm, Gesamtstrom 2 Amp., Effektivstrom 1 Amp., Zeitdauer
2 Stunden, Schichtstärke 0,03 mm, Stromausbeute 93 Prozent, das Erzeugnis ist etwas
härter und weniger zäh wie das des ersten Beispiels und konnte als dünne-Platte von der
Hauptkathode abgezogen werden.
Claims (1)
- Patent-Anspruch:Verfahren zur elektrolytischen Ablagerung einer elastischen, dehnbaren und zähgefügten Eisenschicht, dadurch gekennzeichnet, daß eine oder mehrere Hilfskathoden im Zusammenwirken mit gewöhnlichen löslichen oder unlöslichen Anoden und zylindrischen, sich drehenden, in der Ein- oder Mehrzahl vorhandenen Elektroden (Hauptkathoden) verwendet werden, wobei die Elektrolyse unter fortgesetztem Drehen dieser Elektroden stattfindet, so daß auf jedem einzelnen Teil ihrer Oberfläche abwechselnd je nach seiner Stellung zu den Anoden bzw. Hilfskathoden wasserstoffhaltiges Eisen abgeschieden und darauffolgend der Wasserstoff durch anodische Polarisation (Umpolarisation) beseitigt wird.Hierzu 1 Blatt Zeichnungen.
Priority Applications (1)
| Application Number | Priority Date | Filing Date | Title |
|---|---|---|---|
| DEM89503D DE436821C (de) | Verfahren zur elektrolytischen Ablagerung einer elastischen, dehnbaren und zaehgefuegten Eisenschicht |
Applications Claiming Priority (1)
| Application Number | Priority Date | Filing Date | Title |
|---|---|---|---|
| DEM89503D DE436821C (de) | Verfahren zur elektrolytischen Ablagerung einer elastischen, dehnbaren und zaehgefuegten Eisenschicht |
Publications (1)
| Publication Number | Publication Date |
|---|---|
| DE436821C true DE436821C (de) | 1926-11-09 |
Family
ID=7321309
Family Applications (1)
| Application Number | Title | Priority Date | Filing Date |
|---|---|---|---|
| DEM89503D Expired DE436821C (de) | Verfahren zur elektrolytischen Ablagerung einer elastischen, dehnbaren und zaehgefuegten Eisenschicht |
Country Status (1)
| Country | Link |
|---|---|
| DE (1) | DE436821C (de) |
Cited By (2)
| Publication number | Priority date | Publication date | Assignee | Title |
|---|---|---|---|---|
| US2922934A (en) * | 1953-05-11 | 1960-01-26 | Gen Electric | Base connection for n-p-n junction transistor |
| US3249520A (en) * | 1961-02-17 | 1966-05-03 | Coussinets Ste Indle | Process of providing an electrolytic deposit on a face of a workpiece |
-
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- DE DEM89503D patent/DE436821C/de not_active Expired
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| Publication number | Priority date | Publication date | Assignee | Title |
|---|---|---|---|---|
| US2922934A (en) * | 1953-05-11 | 1960-01-26 | Gen Electric | Base connection for n-p-n junction transistor |
| US3249520A (en) * | 1961-02-17 | 1966-05-03 | Coussinets Ste Indle | Process of providing an electrolytic deposit on a face of a workpiece |
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