DE438391C - Verfahren zum Abscheiden von Magnesium aus Legierungen oder Mischungen - Google Patents

Verfahren zum Abscheiden von Magnesium aus Legierungen oder Mischungen

Info

Publication number
DE438391C
DE438391C DER64194D DER0064194D DE438391C DE 438391 C DE438391 C DE 438391C DE R64194 D DER64194 D DE R64194D DE R0064194 D DER0064194 D DE R0064194D DE 438391 C DE438391 C DE 438391C
Authority
DE
Germany
Prior art keywords
magnesium
alloys
zinc
mixtures
alloy
Prior art date
Legal status (The legal status is an assumption and is not a legal conclusion. Google has not performed a legal analysis and makes no representation as to the accuracy of the status listed.)
Expired
Application number
DER64194D
Other languages
English (en)
Current Assignee (The listed assignees may be inaccurate. Google has not performed a legal analysis and makes no representation or warranty as to the accuracy of the list.)
Individual
Original Assignee
Individual
Priority date (The priority date is an assumption and is not a legal conclusion. Google has not performed a legal analysis and makes no representation as to the accuracy of the date listed.)
Filing date
Publication date
Application filed by Individual filed Critical Individual
Application granted granted Critical
Publication of DE438391C publication Critical patent/DE438391C/de
Expired legal-status Critical Current

Links

Classifications

    • C—CHEMISTRY; METALLURGY
    • C22—METALLURGY; FERROUS OR NON-FERROUS ALLOYS; TREATMENT OF ALLOYS OR NON-FERROUS METALS
    • C22B—PRODUCTION AND REFINING OF METALS; PRETREATMENT OF RAW MATERIALS
    • C22B26/00—Obtaining alkali, alkaline earth metals or magnesium
    • C22B26/20—Obtaining alkaline earth metals or magnesium
    • C22B26/22—Obtaining magnesium

Landscapes

  • Engineering & Computer Science (AREA)
  • Chemical & Material Sciences (AREA)
  • Life Sciences & Earth Sciences (AREA)
  • Environmental & Geological Engineering (AREA)
  • General Life Sciences & Earth Sciences (AREA)
  • Geology (AREA)
  • Manufacturing & Machinery (AREA)
  • Materials Engineering (AREA)
  • Mechanical Engineering (AREA)
  • Metallurgy (AREA)
  • Organic Chemistry (AREA)
  • Manufacture And Refinement Of Metals (AREA)

Description

  • Verfahren zum Abscheiden von Magnesium aus Legierungen oder Mischungen. Die Erfindung bezieht sich auf die- Abscheidung von Magnesium aus Legierungen oder Gemischen, die Magnesium enthalten. Wenn z. B. ein überfluß an Magnesiumlegierungen vorhanden ist, kann der Magnesiumgehalt der Legierung wertvoller, d. h. das Magnesium stärker begehrt sein als die Legierung selber. Die Erfindung erstrebt ein billiges. und zweckmäßiges Verfahren, um die Scheidung des Magnesiums von anderen Elementen, mit denen es verbunden oder gemischt ist, zu bewirken.
  • Das Verfahren hat sich besonders zweckmäßig für Magnesiumlegierungen oder -gemische erwiesen, die Zink oder ähnliche Metalle, z. B. Antimon, enthalten, und soll daher in seiner Anwendung auf solche Legierungen oder Gemische beschrieben werden.
  • Magnesium widersteht auch noch oberhalb seiner Schmelztemperatur in bestimmten Grenzen vollständig dem Angriff von kaustischen Alkalien, z. B. Ätznatrium oder Ätzkalium, und bleibt von ihnen unbeeinflußt; dagegen reagieren Metalle, wie Zink und ähnliche, leicht mit einem kaustischen Alkali.
  • Kurz gesagt, besteht die Erfindung darin, die Legierung oder das Gemisch der Einwirkung von geschmolzenem kaustischen Alkali zu unterwerfen, wodurch das Zink oder ähnliche Metalle, z. B. Antimon, in der behandelten Legierung oder Mischung mit dem kaustischen Alkali reagieren und sich im Laufe der Reaktion das Magnesium selbst von dem oder den anderen Metallen trennt und unverbunden mit dem Alkali zurückbleibt.
  • Es ist bekannt, zur Herstellung von aluminiumfreien Metallen und Legierungen das Aluminium von den anderen Metallen, insbesondere Zink, durch Oxydation mittels sauerstoffabgebender Körper zu entfernen. Als Sauerstoffträger wurden unter anderen Karbonate und Hydroxyde der Alkalien verwendet und das Aluminium als. Aluminat aus dem Metallbad abgeschieden. Die Menge des. zugesetzten Alkalis mußte dabei dem Aluminiumgehalt der Legierung entsprechen, um die Bildung von Zinkat zu vermeiden.
  • überraschenderweise gelingt es nach der Erfindung, aus Legierungen des, Magnesiums mit Zink oder ähnlichen Metallen das Magnesium von diesen durch Behandeln mit kaustischen Alkalien zu trennen, ohne daß das Magnesium oxydiert wird.
  • Die Arbeitsweise ist folgende: In einem Kessel aus Gußeisen oder anderem geeigneten Stoff wird eine geeignete Menge Magnesium-Zink-Legierung (95 Prozent Magnesium und 5 Prozent Zink) der Einwirkung von kaustischern Alkali im überschuß zu der vorhandenen Zinkmenge bei ungefähr 620'C ausgesetzt. Zur guten Durchmischung der Reaktionsstoffe ist ein Rührwerk vorgesehen. Die Anfangstemperatur wird so hoch gewählt, daß sie zur Einleitung der Reaktion genügt, da der Prozeß exothermisch verläuft und während der Reaktion genügend Wärme zur Durchführung des Verfahrens. geliefert wird. Das Reaktionsgefäß ist in bekannter Weise gegen Luftzutritt abgeschlossen. Für die Abführung des während der Reaktion entwickelten Wasserstoffes ist gesorgt. Nach beendigter Reaktion schwimmt Magnesium mit g9,y Prozent Reimgehalt an die Oberfläche der entstandenen Kalium-Zink-Verbindung (Kaliumzinkat) und kann in bekannter Weise aus dem Kessel abgezogen werden.
  • Die Legierung oder das Gemisch kann dem geschmolzenen kaustischen Alkali in festem oder in geschmolzenem Zustande zugeführt werden. Bei der eintretenden Reaktion entwickelt sich @N?asserstoff, so daß Sorge getragen werden muß, die Legierung allmählich und nicht in einer für den angewendeten Apparat übermäßigen Menge zuzuführen.
  • Das Zink oder sonstige, im kaustischen Alkali lösliche Metalle der Legierung reagieren sofort mit dem Alkali zu einer Zink- oder entsprechenden Verbindung und Wasserstoff, und die Neutralität des MagnesiumsgegenkaustischesAlkali bewirkt, da.ß das Magnesium in -Gegenwart des naszierenden Wasserstoffes sich in praktisch reinem Zustande abscheidet und an der Oberfläche schwimmt, wo es leicht abgenommen werden kann.
  • Da alles durch elektrolytische Zerlegung gewonnene Magnesium vor dem Verkauf als Handelsware oder vor seiner Benutzung für Legierungen gereinigt werden muß, kann es zweckmäßig sein, solchem Rohmagnesium einen kleinen Prozentsatz Zink oder ähnliches Metall zuzusetzen und dann die oben beschizebene Reinigung mit kaustischem Alkali vorzunehmen.
  • Auf diese Z` eise kann Magnesium in sehr reinem Zustande mit sehr .einfacher Apparatur hergestellt werden.

Claims (1)

  1. PATENTANSPRÜCHE: i. Verfahren zum Abscheiden von Magnesium aus Legierungen oder Gemischen mit anderen Metallen, z. B. Zink, dadurch gekennzeichnet, daß die Legierung oder Mischung mit geschmolzenem kaustischen Alkali behandelt wird. z. Verfahren. .nach Anspruch i, dadurch gekennzeichnet, daß durch Menge und Zustand der zugeführten Magnesiumlegierung oder -mischung die Reaktion geregelt wird. 3. Verfahren zur Reinigung von Magnesium, dadurch gekennzeichnet, daß Rohmagnesium nach Beigabe von Zink oder ähnlichem Metall gemäß Anspruch i und z behandelt wird.'
DER64194D 1924-05-13 1925-05-01 Verfahren zum Abscheiden von Magnesium aus Legierungen oder Mischungen Expired DE438391C (de)

Applications Claiming Priority (1)

Application Number Priority Date Filing Date Title
US438391XA 1924-05-13 1924-05-13

Publications (1)

Publication Number Publication Date
DE438391C true DE438391C (de) 1926-12-16

Family

ID=21929154

Family Applications (1)

Application Number Title Priority Date Filing Date
DER64194D Expired DE438391C (de) 1924-05-13 1925-05-01 Verfahren zum Abscheiden von Magnesium aus Legierungen oder Mischungen

Country Status (1)

Country Link
DE (1) DE438391C (de)

Similar Documents

Publication Publication Date Title
DE2756781C2 (de)
DE1014330B (de) Verfahren zur Herstellung eines gereinigten, fuer Lichtbogenschmelzung geeigneten Titanmetalls
DE69012660T2 (de) Verfahren zur Abtrennung von Kalzium und Stickstoff aus Lithium.
DE2427300C2 (de) Verfahren zur Herstellung einer ternären Legierung aus Blei, Calcium und Aluminium
DE337078C (de) Verfahren zur Herstellung von praktisch aluminiumfreien Metallen und Legierungen aus aluminiumhaltigen Legierungen
DE2331892A1 (de) Verfahren zur trennung von dialkylbenzoldihydroperoxiden
DE441282C (de) Schleudergussverfahren zur Herstellung hohler Metallkoerper
DE450278C (de) Kupfer-Silicium-Mangan-Legierung
DE541680C (de) Verfahren zur gleichzeitigen Herstellung des Natriumsalzes der Fluorwasserstoffsaeure und Kaliumcarbonat, -bicarbonat oder Kaliumhydroxyd
US1609967A (en) Process of refining tin
DE581013C (de) Kathodenmaterial zur Erzeugung leicht abloesbarer Metallniederschlaege
AT89993B (de) Verfahren zur Herstellung von praktisch aluminiumfreien Metallen und Legierungen aus aluminiumhaltigen Legierungen.
DE447142C (de) Verfahren zur Verringerung des Siliciumgehalts von Eisen-Silicium-Zirkon-Legierungen
DE885933C (de) Verfahren zur Entfernung der Metalle der zweiten Gruppe des periodischen Systems aus solche Metalle enthaltenden Aluminiumlegierungen
DE890054C (de) Verfahren zum Reinigen und Entgasen von Eisen- und Metallschmelzen durch Zusatz von Nitriden
CH119016A (de) Verfahren zum Gewinnen von Magnesium aus Legierungen oder Mischungen.
DE514726C (de) Laeuterungsmittel fuer Schriftmetallegierungen sowie Verfahren zu dessen Herstellung
DE354977C (de) Verfahren zur Herstellung von Metallegierungen mit Hilfe von Zwischenlegierungen
DE380147C (de) Verfahren zum Zersetzen von Metallseifen sowie zum Wiedergewinnen der dabei als Metallsalze abgespaltenen Metalle in einer zum Verseifen geeigneten Form
DE1922559A1 (de) Verfahren zur Entfernung von Eisen und Kobalt aus Nickel enthaltenden,teilweise raffinierten Verbindungen
DE811403C (de) Verfahren zur Erzeugung eines feinkoernigen Gefueges in Schriftmetallegierungen
DE640650C (de) Verfahren zum Reinigen von aromatischen Sulfonsaeurechloriden
DE729837C (de) Verfahren zur Herstellung von oxydischen Oberflaechenschichten auf Gegenstaenden aus agnesium
DE912153C (de) Verfahren zur Entfernung von Wismut aus Blei
DE573982C (de) Verfahren zur Herstellung von Benzoesaeure durch Oxydation von Toluol mit Verbindungen des Chroms