DE439263C - Synchronismusanordnung fuer drahtlose Bildtelegraphie - Google Patents
Synchronismusanordnung fuer drahtlose BildtelegraphieInfo
- Publication number
- DE439263C DE439263C DEK97312D DEK0097312D DE439263C DE 439263 C DE439263 C DE 439263C DE K97312 D DEK97312 D DE K97312D DE K0097312 D DEK0097312 D DE K0097312D DE 439263 C DE439263 C DE 439263C
- Authority
- DE
- Germany
- Prior art keywords
- synchronism
- relay
- arrangement
- transmitter
- telegraphy
- Prior art date
- Legal status (The legal status is an assumption and is not a legal conclusion. Google has not performed a legal analysis and makes no representation as to the accuracy of the status listed.)
- Expired
Links
Classifications
-
- H—ELECTRICITY
- H04—ELECTRIC COMMUNICATION TECHNIQUE
- H04N—PICTORIAL COMMUNICATION, e.g. TELEVISION
- H04N1/00—Scanning, transmission or reproduction of documents or the like, e.g. facsimile transmission; Details thereof
- H04N1/32—Circuits or arrangements for control or supervision between transmitter and receiver or between image input and image output device, e.g. between a still-image camera and its memory or between a still-image camera and a printer device
- H04N1/36—Circuits or arrangements for control or supervision between transmitter and receiver or between image input and image output device, e.g. between a still-image camera and its memory or between a still-image camera and a printer device for synchronising or phasing transmitter and receiver
Landscapes
- Engineering & Computer Science (AREA)
- Multimedia (AREA)
- Signal Processing (AREA)
- Near-Field Transmission Systems (AREA)
Description
Bekannt sind Synchronisinusanordnungen für Bildtelegraphie, bei welchen man dem
Empfangszylinder absichtlich eine etwas größere Rotationsgeschwindigkeit gibt als dem
Sendezylinder, und den Empfangszylinder nach jeder Bildzeile automatisch durch ein
Hindernis anhalten läßt, bis der Sendezylinder
bei Beginn der neuen Zeile ein Zeichen zum Empfänger sendet, welches den aufgehaltenen
ίο Empfangszylinder befreit, so daß der Empfangszylinder
stets die neue Zeile zu gleicher Zeit beginnt wie der Sendezylinder. Dieses Korrekturzeichen, das bei Übertragungen
durch Leitungen ein Stromstoß sein kann, der den für die Bildübertragungen dienenden
Strömen entgegengesetzt gerichtet ist, muß bei der drahtlosen Übertragung, falls es nicht
mit einer besonderen Wellenlänge bzw. Frequenz gegeben wird, durch ein Intervall konstanter
Zeichengebung vorbereitet werden. Während dieses Intervalles, in welchem -entweder
keine Wellen bestimmter Wellenlänge gesandt werden oder fortdauernd Wellen bestimmter
Wellenlänge, kann ein Relais, das nur auf Ströme längerer Dauer (z. B. ein Hitzedrahtrelais) reagiert, den Stromkreis zu
dem Synchronismusmagneten vorbereiten, welcher bei Ankunft des Synchronismuszeichens
das den Empfangszylinder anhaltende Hinder nis beseitigt. Die bekannten Anordnungen
dieser Art haben den Mangel, daß das genannte Relais auch während der Bildübertragung, wenn das Bild längere Intervalle konstanter
Zeichensendung mit sich bringt, den Stromkreis des Synchronismusmagneten vorbereitet
und infolgedessen der Synchronismusmagnet zu unrichtiger Zeit in Tätigkeit gesetzt
werden kann.
Diesem Mangel wird durch die gegenwärtige Kombination eines polarisierten Relais
mit einem Verzögerungsrelais abgeholfen, weiche die Synchronismuskorrektur nur nach
Beendigung des genannten Intervalles. am Ende jeder Bildzeile des Senders, auslöst.
Die nachfolgende Beschreibung wird die Anordnung in ihren Einzelheiten darstellen.
Die Abbildung stellt das Schema eines bildtelegraphischen
Apparates, dar, welcher in Verbindung mit einem drahtlosen Sender bekannter
Art zur drahtlosen Sendung von Bildern, in Verbindung mit einem drahtlosen Empfänger
bekannter Art zum drahtlosen Empfang von Bildern dienen kann. Als Beispiel ist die
telautographische Bildübertragung gewählt, bei welcher das Bild im Sender in nichtleitender
Materie auf einer Metallfolie aufgetragen und um einen drehbar eingerichteten Zylinder 1
gewickelt ist, auf dem ein Taststift 2, der sich wie der Taststift eines Phonographen bei jeder
Drehung des Zylinders ein klein wenig in der Richtung der Zylinderachse fortschraubt, Kontakt
macht oder nicht, je nachdem der Stift auf eine metallische Stelle der Folie oder
auf ein Element des Bildes trifft. Der Zylinder wird durch einen Elektromotor 3 in Drehung
versetzt, dem man mit Hilfe geeigneter Widerstände 4 und 5 eine bestimmte Drehungsgeschwindigkeit
geben kann. Von- der Steckdose 6 (der Schalter 7 wird geschlossen,
wenn der Apparat als Sender 'dient) wird zum Gitter der Modulationsröhre eines drahtlosen
Senders wirksame Spannung zugeführt oder nicht, je nachdem der Taststift 2 auf eine
leitende oder nichtleitende Stelle der Folie trifft, so daß entsprechend Wellen einer bestimmten
Wellenlänge vom Sender ausgesandt werden oder nicht. Am Ende jeder Bildzeile
wird ein nichtleitendes Intervall 8 zwischen den Schleif federn 9 auf einem im übrigen
leitenden Schleifrade 10 eingeschaltet, das. sich mit dem Senderzylinder dreht. So kann erreicht
werden, daß während dieses Intervalles am Ende jeder Bildzeile entweder keine Wellen
bestimmter Wellenlänge ausgesandt werden oder fortdauernd Wellen bestimmter Wellenlänge.
Im Empfänger wird bei Eintreffen von Wellen bestimmter Wellenlänge mit Hilfe geeigneter
Detektor- und Verstärkungseinrichtungen, die in der Zeichnung nicht ange- go geben sind, durch die Steckdose 11 (der
Schalter 12 ist in dem Falle, in dem der Apparat als Empfänger benutzt wird, geschlossen),
eine in die Steckdose 13 einzuschaltende, zur photographischen Registrierung
der Bildzeichen dienende Leitung'14 (hier z. B. der" Faden eines Saitengalvanometers;
16 ist der Magnet des Saitengalvano-
meters oder ein zu dem Faden paralleler Dämpfungswiderstand; es könnte auch an
Stelle des Saitengalvanometers ein Oszillograph benutzt werden) den Widerstand 17 und
die Wicklung eines polarisierten Relais i8 ein Strom von bestimmter Richtung gesandt, während
kein Strom fließt, wenn die Welle ausbleibt oder verstimmt ist. Bei der in der Abbildung schematisch angedeuteten Saitengalvanometeranordnung
dient der Saitengalvanometerfaden 14 als Blende für Lichtstrahlen,
welche von einer Lampe 15 durch die Öffnung eines Empfangskastens auf einen Empfangsfilm
geworfen werden, der von dem Motor 3 in gleieher
Weise wie der Zylinder 1 gedreht wird und sich bei jeder Drehung ein klein wenig
in der Richtung seiner Achse verschiebt. Die Drehung des Zylinders durch den Motor geschieht
mit Hilfe einer Reibungskupplung (oder auch magnetischen Kupplung), und der Zylinder wird automatisch nach jeder Umdrehung
mit Hilfe eines Hakens. 19 angehalten, bis der Synchronismusmagnet 20 betätigt
wird und den Haken fortzieht.
Es handelt sich darum, daß der Stromkreis dieses Synchronismusmagneten 20 in der Zeit
vorbereitet wird, in welcher die Schleiffedern 9 des Senders auf dem nichtleitenden Intervalle
8 schleifen, und daß der Synchronismusmagnet betätigt wird, wenn dieses Intervall
beendigt ist.
In der Zeit, in welcher die Schleif federn. 9 des Gebers über das nichtleidende Intervall 8
laufen, soll von dem drahtlosen Empfänger kein Strom über den Steckkontakt 11, die
Wicklung des polarisierten Relais 18 und den Faden 14 des Saitengalvanometers gesandt
werden. Sobald die Schleiffedern wieder leitend verbunden sind, soll dagegen sofort ein
Strom im Empfänger über die Wicklung des polarisierten Relais 18 und über den Faden 14
des Saitengalvanometers einsetzen.
In dem Vorbereitungsintervalle läßt somit das polarisierte Relais 18 seinen Anker 21
den Kontakt 22 betätigen, durch den das gewöhnliche Relais 23 Strom über den Widerstand
24 und die beiden Schleiffedern 25 erhält, wenn diese auf dem leitenden Stücke 26
des im übrigen nichtleitenden Schleifrades 27 schleifen, welches sich mit dem Empfangszylinder dreht.
Wenn das Relais 23 unter Strom gesetzt wird, zieht es seinen Anker 28 von dem
Kontakte 29 fort, und das Verzögerungsrelais 30 wird stromlos. Dieses Relais arbeitet infolge
einer ihm durch einen Kupfermantel gegebenen einstellbaren Selbstinduktion mit einer
gewissen Verzögerung und läßt seinen Anker ! 31 nur los, wenn es während eines genügend
langen Zeitintervalles stromlos bleibt, d. i. gerade während des Zeitintervalles, in welchen im
Sender die Schleiffedern 9 über dem nichtleitenden Intervalle 8 schleifen.
Dadurch, daß der Anker 31 des Relais losgelassen wird und den Kontakt 32 betätigt,
ist der Stromkreis des Synchronismusmagneten 20 vorbereitet, und sobald nunmehr im Sender die Schleiffedern 9 wieder auf das
leitende Stück 10 treffen, kommt von dem drahtlosen Empfänger ein Strom über den
Steckkontakt 11 durch das polarisierte Relais 18; das Relais 23 wird stromlos, und ein
Strom geht über den nunmehr geschlossenen Kontakt 29 zu dem Synchronismusmagneten
', und läßt das Hindernis 19 des Empfangs-Zylinders
aus.
Bei dieser Anordnung kann es nicht vorkommen, daß, sobald die Apparate einmal im
ι Tritt sind, längere Zeichen konstanter Art während der Bildübertragung selbst das Verzögerungsrelais
stromlos machen und den Kon-. takt 32 betätigen; denn der Stromkreis des j Relais 23 ist nur am Ende jeder Umdrehung
des Empfangszylinders über das leitende Element 26 geschlossen.
Am Anfang jeder Übertragung wird zunächst der Synchronismus hergestellt, indem
man im Sender eine Anzahl von Umdrehungen in solcher Weise macht, daß der Taststift nur
auf leitenden Teilen der Folie läuft; wenn so einmal der Synchronismus hergestellt ist,
kann derselbe nur noch durch fremde Zeichen gestört werden. Nur in diesem Falle könnte
es vorkommen, daß durch längere Intervalle konstanter Zeichengebung das Intrittfallen der
beiden Apparate eine kurze Zeit aufgehalten wird.
Claims (1)
- Patentanspruch:Synchronismusanordnung für drahtlose Bildtelegraphie, bei welcher zu Anfang jeder Bildzeile eine Synchronismuskorrektur erfolgt, unter Vorbereitung des Synchronismuszeichens durch ein am Ende jeder Bildzeile des Senders liegendes längeres Intervall konstanter Zeichengebung, gekennzeichnet durch die Kombination eines polarisierten Relais (18) mit einem Verzögerungsrelais (30), welches die Synkronismuskorrektur nur nach Beendigung des genannten Intervalles am Ende jeder Bildzeile des Senders auslöst, nicht aber nach längeren Intervallen konstanter Zeichengebung während der Bildübertragung selbst.Hierzu 1 Blatt Zeichnungen.
Priority Applications (1)
| Application Number | Priority Date | Filing Date | Title |
|---|---|---|---|
| DEK97312D DE439263C (de) | Synchronismusanordnung fuer drahtlose Bildtelegraphie |
Applications Claiming Priority (1)
| Application Number | Priority Date | Filing Date | Title |
|---|---|---|---|
| DEK97312D DE439263C (de) | Synchronismusanordnung fuer drahtlose Bildtelegraphie |
Publications (1)
| Publication Number | Publication Date |
|---|---|
| DE439263C true DE439263C (de) | 1927-01-08 |
Family
ID=7238619
Family Applications (1)
| Application Number | Title | Priority Date | Filing Date |
|---|---|---|---|
| DEK97312D Expired DE439263C (de) | Synchronismusanordnung fuer drahtlose Bildtelegraphie |
Country Status (1)
| Country | Link |
|---|---|
| DE (1) | DE439263C (de) |
-
0
- DE DEK97312D patent/DE439263C/de not_active Expired
Similar Documents
| Publication | Publication Date | Title |
|---|---|---|
| DE439263C (de) | Synchronismusanordnung fuer drahtlose Bildtelegraphie | |
| US2241548A (en) | Indicating device | |
| DE510213C (de) | Verfahren zur Regelung der Intensitaet von Signalen auf der Empfangsstation von Bilduebertragungsanlagen | |
| DE1043385B (de) | Antriebseinrichtung fuer den Lochstreifen eines Telegrafiergeraetes | |
| DE334869C (de) | Vorrichtung zum wahlweisen Anruf wellentelegraphischer oder -telephonischer Empfangsstationen | |
| AT132182B (de) | Vorrichtung zur selbsttätigen Phasenstellung für Fernsehempfangsgeräte. | |
| DE608891C (de) | Einrichtung zum Synchronisieren von Sender und Empfaenger bei Fernuebertragungsanlagen | |
| DE880602C (de) | Schaltungsanordnung fuer Fernschreibgeraete, bei denen ein Sender mit mehreren, vorzugsweise zwei Empfaengern oertlich in einer Schaltung zusammengefasst ist | |
| DE726257C (de) | Anordnung fuer Schreibempfaenger mit selbsttaetigem Anlassen und verzoegertem Stillsetzen des Streifens | |
| DE1178459B (de) | Blattschreiberverfahren fuer Hell-Schriftzeichen unter Verwendung eines umlaufenden, endlosen, als Zwischenaufzeichnungstraeger dienenden Bandes | |
| AT149815B (de) | Drucktelegraphenempfänger. | |
| DE961099C (de) | Zweiweg-Bildtelegrafie-System mit Sender und Empfaenger, der eine rotierende Trommel enthaelt | |
| US2327176A (en) | Driving clutch and control means therefor | |
| DE578464C (de) | Einrichtung zur phasenrichtigen Einkupplung der Empfangsbildwalze zu Beginn der UEbertragung bei Fernbilduebertragungseinrichtungen | |
| DE743384C (de) | Stroboskopisches Verfahren zur Drehzahl- und Verzerrungsueberwachung von Start-Stop-Telegrafengeraeten | |
| DE315363C (de) | ||
| DE948521C (de) | Verfahren und Schaltungsanordnung zum Fernmessen der Zeichenfrequenz von Fernschreibzeichen | |
| DE599586C (de) | Funkgeraet, bei dem zum Zwecke der In- und Ausserbetriebsetzung zu vorgegebenen Zeitpunkten Zeitrelais vorgesehen sind | |
| AT117260B (de) | Kopiertelegraph mit elektrolytischem Empfang. | |
| DE554096C (de) | Einrichtung zur Aufspeicherung elektrischer Telegraphierimpulse | |
| DE930035C (de) | Verfahren zum automatischen Betrieb von Bildtelegrafieempfaengern | |
| DE1280388B (de) | Durch Synchronisierimpulse regelbarer Antrieb | |
| DE350316C (de) | Einrichtung zur Fernuebertragung von Bewegungen | |
| AT151214B (de) | Vorrichtung zur Übertragung beliebiger Aufzeichnungen. | |
| DE425339C (de) | Einrichtung zum UEbertragen von Schriftzeichen, Zeichnungen u. dgl. |