DE4403003A1 - Modellhalter insbesondere für den zahnmedizinischen Bereich - Google Patents
Modellhalter insbesondere für den zahnmedizinischen BereichInfo
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Description
Die Erfindung betrifft einen Modellhalter insbesondere
für den zahnmedizinischen Bereich, vor allem als Okkluda
tor, Artikulator und/oder Fixator nach dem Oberbegriff des
Anspruches 1.
Im zahnmedizinischen Bereich gibt es eine Vielzahl unter
schiedlich gestalteter Modellhalter. Mittels derartiger
Modellhalter kann der Ausguß, d. h. das Positiv des Ab
druckes eines Oberkiefers wie eines Unterkiefers, übli
cherweise aus Gips hergestellt, gehalten und fixiert wer
den. An derartigen z. B. (Gips-) Modellen können dann ent
sprechende Arbeiten vorgenommen werden, beispielsweise im
Zusammenhang mit der Herstellung von Kronen, Brücken,
Bißkorrekturapparaten, Apparaturen für sogenannte Regulie
rungen der Zähne bzw. des Gebisses, also sämtlicher Labor
arbeiten die im zahnmedizinischen Bereich anfallen und
einer 3-D-korrekten Zuordnung antagonistischer Zahn- bzw.
Kiefermodelle bedürfen, Stahlarbeiten, sogenannte Zahn
klammern, Implantaten etc. insbesondere auch für diagno
stische Zwecke.
Bei derartigen Modellhaltern handelt es sich in der Regel
um sogenannte Präzisions-Hilfswerkzeuge, was sich naturge
gebenermaßen auch im Preis niederschlägt. Derartige in der
Regel als Präzisionsmodellhalter zu bezeichnende Modell
halter umfassen beispielsweise einen oberen und unteren
Fixatorarm, die sich im aufgestellten Zustand des vertikal
verlaufenden säulenartigen Zentralhalterabschnitt in
Draufsicht deckungsgleich radial von diesem ausgehend
erstrecken.
Am oberen Fixatorarm kann beispielsweise die obere Modell
hälfte (d. h. beispielsweise das Modell/die Modelle z. B.
des Oberkiefers) und am unteren Fixierarm das Gegenmodell
(d. h. beispielsweise das Modell/die Modelle z. B. des Un
terkiefers) angebracht und fixiert werden. Häufig ist der
die Tragsäule bildende Zentralhalterabschnitt zweigeteilt
und mit einer Vertikalführung versehen, um eine unter
schiedliche Höheneinstellung vorzunehmen, wodurch also der
Axialabstand zwischen dem oberen und unteren Fixatorarm
einstellbar und dieser Abstand fest justierbar ist.
Ferner kann auch noch in der Regel der obere Fixatorarm
mittels einer Schwenkeinrichtung verschwenkt werden.
Die Zahn- bzw. Kiefermodelle, an denen die entsprechenden
Arbeiten für die Diagnostik und/oder die Laborarbeit
durchgeführt werden, werden dann nicht selten für längere
Zeiträume (mehrere Jahre) aufbewahrt. Dazu bei einem Stand
der Technik bereits vorgeschlagen worden, an den Fixator
armen eine schwalbenschwanzförmige Konstruktion zum ver
schiebbaren Aufsetzen von Kunststoff-Anschlußteilen vor
zusehen, auf denen dann die eigentlichen Modelle sitzen
und angebracht sind. Dadurch lassen sich die Modelle mit
den Kunststoffteilen vom Fixatorarm herabschieben. Aber
auch dieses Entfernen und Abnehmen und bei Bedarf Wieder
aufschieben fällt arbeitsmäßig ins Gewicht.
Grundsätzlich könnte zwar daran gedacht werden, die Model
le auf dem Modellhalter zu belassen und mit diesem gemein
sam aufzubewahren. Berücksichtigt man dabei aber die nicht
geringen Kosten derartiger Modellhalter, so ist unmittel
bar ersichtlich, daß durch die Vielzahl der benötigten
Modellhalter die Kosten dann beachtlich ansteigen würden.
Es sind bereits von daher Verbesserungen vorgeschlagen
worden, um die Kosten inbesondere auch für die Lagerhalte
rung zu senken.
Nach einem bekannt gewordenen Vorschlag werden auf den
Fixatorarmen Montageschienen aufgesteckt, auf denen dann
die Modelle mit Gips angegossen werden. So sollen die
Modell jederzeit von den Fixatorarmen gemeinsam mit der
sie tragenden Montageschiene abgezogen werden können. Die
ses System hat sich aber nur zum Teil bewährt, da beim
Angießen der Modellhälften, insbesondere auch beim Angie
ßen der oberen Modellhälfte, der Gips nicht nur die auf
dem Fixatorarm auf steckbaren Schienen, sondern auch die
Rückseite des freiliegenden Fixatorarmes umgibt, abdeckt
und daran anhaftet, so daß das Entfernen und Aufsetzen
sehr problematisch ist.
Von den vorstehenden als Präzisions-Hilfswerkzeuge zu
klassifizierenden Modellhalter sind auch davon abweichende
Modellhalter bekannt geworden, die als sog. Billiginstru
mente in Kunststoff ausgebildet sind.
Ein bekannter Kunststoff-Modellhalter ist so konzipiert,
daß sein vertikal verlaufender Zentralhalterabschnitt
einstückig in den unteren löffelartigen Fixatorarm über
geht. Am oberen Ende des Zentralhalterabschnittes ist der
obere Fixatorarm mittels seitlich überstehenden Gelenkzap
fen in entsprechenden Bohrungen eingesetzt gehalten. Da
durch kann der obere Fixatorarm um die so gebildete Achse
problemlos verschwenkt werden. Allerdings ist die gesamte
Konstruktion derart, daß der obere Fixatorarm in den La
gerbohrungen Spiel hat, so daß die gesamte Anordnung ver
gleichsweise unpräzis ist. Ein genaues Arbeiten ist in
einem derartigen Modellhalter nicht möglich.
Auch ein weiterer bekannt gewordener Kunststoff-Modell
halter weist eine obere wie eine untere Löffelkappe auf,
in der die Modellhalter-Hälften eingelegt werden können.
Beide Löffelhälften sind im Bereich des sog. Zentralhal
terabschnittes über ein Filmscharnier miteinander verbun
den. Der mit dem Filmscharnier versehene Zentralhalter
abschnitt ist als separates Bauteil in der oberen wie
unteren Löffelkappe axial einsteckbar. Aber auch diese
Anordnung ist derart labil, daß ein exaktes Arbeiten auch
hier nicht möglich ist.
Aufgabe der vorliegenden Erfindung ist es von daher, einen
verbesserten Modellhalter insbesondere für den zahnmedizi
nischen und diagnostischen Bereich zu schaffen, welcher
als Präzisions-Gerät ausgebildet ist und welcher gleich
wohl eine kostengünstige Lagerhalterung und/oder Handha
bung der Modelle ermöglicht.
Die Aufgabe wird erfindungsgemäß entsprechend den im An
spruch 1 angegebenen Merkmalen gelöst. Vorteilhafte Aus
gestaltungen der Erfindung sind in den Unteransprüchen
angegeben.
Es ist durchaus überraschend, daß der erfindungsgemäße
Modellhalter als ausgesprochenes Präzisions-Hilfswerkzeug
bezeichnet werden kann, und daß sich mit ihm gleichwohl
die Kosten insbesondere im Zusammenhang mit der Lagerhal
terung der zumindest zwischenzeitlich nicht mehr benötig
ten Modelle drastisch verringern lassen.
Erfindungsgemäß ist nämlich vorgesehen, daß der Modell
halter mehrteilig gestaltet ist. Der Zentralhalteabschnitt
wird stets wiederverwendet, wobei die an dem oberen wie
unteren Fixatorarm sitzenden Modellhälften auf diesem fest
fixiert bleiben und gemeinsam mit den Fixatorarmen aufbe
wahrt werden. Wenn das Modell später wieder benötigt wird
oder werden sollte, was sehr häufig erforderlich ist, so
können die Modelle einschließlich der sie tragenden Fixa
torarme wieder genommen und an dem praxiseigenen Zentral
halterabschnitt problemlos angebracht werden.
Die dabei insgesamt kostengünstige und leichte Handhabung
ergibt sich dadurch, daß der obere wie untere Fixatorarm
an dem Zentralhalterabschnitt mittels einer Magnetverbin
dung gehalten ist. Mittels einer zusätzlich vorgesehenen
Zentriervorrichtung ist eine hochgenaue Positionierung der
oberen und unteren Modellhälfte möglich, und zwar auch
dann, wenn die Modelle in zeitlichen Abständen immer wie
der beispielsweise für die zahnmedizinische und/oder dia
gnostische Behandlung oder andere Zwecke benötigt werden.
Erfindungsgemäß wird also der Zentralhalterabschnitt, in
dem bevorzugt die Magnete zur Halterung der Fixatorarme
vorgesehen sind, stets weiterverwendet, wohingegen eine
Vielzahl von Fixatorarmen benötigt werden, an denen die
Modellhälften angegossen sind. Bevorzugt werden als Fixa
torarme plattenförmige ferromagnetische oder zumindest im
Kontaktbereich aus ferromagnetischem Material bestehende
Fixatorarme verwendet. Alternativ und ergänzend kann auch
eine Steckverbindung im Verbindungs- oder Anschlußbereich
der Fixatorarme zum praxiseigenen Zentralhalterabschnitt
vorgesehen sein.
In einer abgewandelten Ausführungsform der Erfindung kön
nen die Magnete alternativ oder zusätzlich auch an den
Fixatorarmen vorgesehen sein.
Die gewünschte Zentrierung vorzugsweise im Kontaktflächen
bereich zwischen Fixatorarm und Zentralhalteabschnitt zur
exakt reproduzierbaren lagerichtigen Positionierung der
Modellhälften bestehen vorzugsweise aus zusammenwirkenden
Erhebungen/Vertiefungen zwischen den Fixatorarmen und dem
Zentralhalterabschnitt im Kontaktflächenbereich. Bevorzugt
sind diese zusammenwirkenden Zentriervorsprünge/-vertie
fungen in Aufsteckrichtung konisch verlaufend ausgebildet.
Durch die vergleichsweise geringe Einsteckhöhe und die
konischen, d. h. in Einsteckrichtung schräg verlaufenden
Wandabschnitte ergibt sich eine hohe Genauigkeit sowie
leichte Zusammenfahrbarkeit der Teile zur lagerichtigen
Positionierung, ohne daß beim Aufstecken oder Zusammen
stecken Klemm- oder Reibkräfte entstehen.
In einer weiteren Ausführungsform der Erfindung können im
Anschlußbereich, d. h. im Kontaktbereich zwischen rückwär
tigem Ende der Fixatorarme und dem Zentralhalterabschnitt
wechselweise ausgebildete Erhebungen und/oder Vertiefungen
eingeprägt sein, so daß neben der Magnetverbindung und der
dadurch bewirkten Zentrierausrichtung auch noch eine zu
sätzliche Klemm- oder Schnappverbindung realisierbar ist.
Bei Bedarf kann auch der erfindungsgemäße Modellhalter mit
einer Axialführung zur unterschiedlichen Höheneinstellung,
also unterschiedlichen Einstellung des Abstandes zwischen
oberem und unterem Fixatorarm wie mit einer zusätzlichen
Verschwenkeinrichtung, beispielsweise zur Verschwenkung
des oberen Fixatorarmes, versehen sein.
Erfindungsgemäß werden die einzelnen Modellhälften an dem
Fixatorarm bevorzugt unter Verwendung einer geeigneten
Klebe- oder Kontaktmasse angegossen und gehalten. Die
Handhabung läßt sich erfindungsgemäß insbesondere dadurch
vereinfachen, daß beispielsweise am Fixatorarm eine oder
zwei Angußöffnungen vorgesehen sind, und an der modell
seitigen Unterseite eine umlaufende Auslaufsperre bei
spielsweise in Form eines umlaufenden Bürsten- oder Bor
stenkranzes (oder vergleichbarer Mittel) ausgebildet ist.
Die Modellhälfte wird also in die entsprechende Lage ge
bracht, um dann von der rückwärtigen Seite durch die Ein
gußöffnungen die Fixiermasse einzuspritzen. Das seitliche
Austreten der Fixiermasse zwischen dem Fixatorarm und der
Rückseite der Modellhälfte wird also durch sich an die
Lage der Modellhälften anpassenden Bürstenkranz gestoppt.
Weitere Vorteile, Einzelheiten und Merkmale der Erfindung
ergeben sich nachfolgend aus den anhand von Zeichnungen
dargestellten Ausführungsbeispielen. Dabei zeigen im ein
zelnen:
Fig. 1 eine schematische perspektivische Ansicht
des erfindungsgemäßen Modellhalters;
Fig. 2 eine zu Fig. 1 entsprechende perspekti
vische Darstellung bei gerade abgenommenem
oberen Fixatorarm;
Fig. 3 eine zu Fig. 1 entsprechende Darstellung
mit über die Fixatorarme gehaltenem Ober
kiefer- und Oberkiefermodellabdruck;
Fig. 4 eine Vertikalschnittdarstellung durch den
Modellhalter zur Erläuterung seiner Zen
triervorrichtung;
Fig. 5 eine Draufsicht auf die Darstellung gemäß
Fig. 4;
Fig. 6 ein schematischer auszugsweiser Quer
schnitt längs der Linie VI-VI in Fig. 5;
Fig. 7 eine auszugsweise abgewandelte Vertikal
schnittdarstellung des im oberen Bereich
des Modellhalters mit einer abweichenden
Zentriereinrichtung;
Fig. 8 eine Unteransicht des in Fig. 7 verwende
ten oberen Fixatorarmes;
Fig. 9 ein zu Fig. 7 abgewandeltes Ausführungs
beispiel;
Fig. 10 eine Draufsicht auf den in Fig. 9 darge
stellten oberen Fixatorarm;
Fig. 11 eine schematische Vertikalschnittdarstel
lung durch ein abgewandeltes Ausführungs
beispiel mit winkelförmigen Fixatorarmen;
Fig. 12 eine entsprechende Darstellung zu Fig. 11
bei gekipptem Fixatorarm 5a;
Fig. 13a eine teilweise im Vertikalquerschnitt ge
zeigte weitere Ausführungsform;
Fig. 13b eine um 90° zur Fig. 13a versetzt verlau
fende Vertikalschnittdarstellung durch den
Zentralabschnitt des in Fig. 13a gezeig
ten Ausführungsbeispieles;
Fig. 14 ein weiteres abgewandeltes Ausführungsbei
spiel unter perspektivischer Darstellung
eines Fixatorarmes 5;
Fig. 15 eine schematische auszugsweise Seitenan
sicht eines weiteren abgewandelten Ausfüh
rungsbeispieles in Ausgangsstellung;
Fig. 16 eine zu Fig. 15 entsprechende Darstellung
mit um die Horizontalachse verschwenkten
Fixatorarm;
Fig. 17 eine schematische Seitenansicht zur Ver
deutlichung der Fixierung einer Modell
hälfte an einem Fixatorarm, und
Fig. 18 eine perspektivische Darstellung eines
Fixatorarmes mit einer Auslaufbremse;
Fig. 19 ein Beispiel zur Aufbewahrung von Modell
hälften mittels den erläuterten Fixatorar
men.
In Fig. 1 ist in schematischer perspektivischer Darstel
lung ein erstes Ausführungsbeispiel des Modellhalters
gezeigt. Der Modellhalter umfaßt einen säulenartigen und
im aufgestellten Zustand vertikal verlaufenden Zentralhal
terabschnitt 1. An der oberen wie unteren Stirnseite 3 des
Zentralhalterabschnittes 1 ist ein oberer und unterer
Fixatorarm 5, im gezeigten Ausführungsbeispiel ein Fixato
rarm 5a bzw. 5b, gezeigt.
Der Zentralhalterabschnitt 1 kann aus einem Präzisions-
Metallteil bestehen, welches stabil und völlig unverform
bar ist. Die Fixatorarme 5 bestehen bevorzugt ebenfalls
aus einem Metallteil, insbesondere einem ferromagnetischen
Material. Dadurch sind die Fixatorarme 5 an ihrem rück
wärtigen Anschlußende 9 mit dem Zentralhalterabschnitt 1
mittels einer magnetischen Verbindung 11 lös- und verbind
bar.
In der schematischen Darstellung gemäß Fig. 2 ist gerade
der obere Fixatorarm 5 von der Stirnseite 3 des Zentral
halterabschnittes 1 entfernt worden. An der oberen Stirn
seite 3 ist nunmehr der nach oben weisende Pol 12 eines im
Zentralhalterabschnitt 1 untergebrachten, fest verankerten
Magneten 15 sichtbar.
In Fig. 3 ist eine zu Fig. 1 entsprechende Darstellung
wiedergegeben, bei welcher an dem oberen Fixatorarm 5 eine
obere Modellhälfte 13a und am unteren Fixatorarm 5 eine
untere Modellhälfte 13b gehalten und fixiert ist. Auf die
Fixierung der Modellhälften an dem zugehörigen Fixatorarm
wird später noch eingegangen.
Anhand der Fig. 4 bis 6 wird das erläuterte Ausfüh
rungsbeispiel gemäß den Fig. 1 bis 3 noch weiter im
Detail erläutert. In der Vertikalschnittdarstellung gemäß
Fig. 4 ist im Inneren des Zentralhalterabschnittes 1 ein
oberer wie unterer ausreichend stark dimensionierter Ma
gnet 15a bzw. 15b vorgesehen. Hierüber wird der zugehörige
Fixatorarm 5 an seinem Anschlußende 9 mit ausreichend
starker Magnetkraft am Zentralhalterabschnitt 1 gehalten.
Dazu ist der Fixatorarm 5 insgesamt aus ferromagnetischem
Material oder zumindest sein Anschlußende 9 aus ferroma
gnetischem Material gebildet oder weist dort einen im oder
am Fixatorarm festsitzenden ferromagnetischen Einsatz auf.
Im zuletzt genannten Falle, wenn lediglich das Anschluß
element ferromagnetisch ist, kann das verbleibende Teil
des Fixatorarmes 5 aus nicht-magnetischem Material, bei
spielsweise auch aus Kunststoff, bestehen. In diesem Fall
wird aber ein Kunststoffmaterial bevorzugt, das ausrei
chend starr und steif und dabei so ausreichend dimensio
niert ist, daß ein hochpräzises Arbeiten ohne Durchbiegen
des Fixatorarmes ermöglicht wird.
Abweichend zu diesem Ausführungsbeispiel könnte aber auch
am Anschlußende 9 des Fixatorarmes 5 ein zweiter Magnet
vorgesehen sein, der in polrichtiger Ausrichtlage zu dem
im Zentralabschnitt untergebrachten Magnet 15a bzw. 15b
dann besonders fest und sicher auf dem Zentralhalterab
schnitt 1 angebracht werden kann. In einer weiteren, nicht
näher dargestellten Abweichung kann schließlich nur am
Anschlußende des Fixatorarmes 5 ein entsprechender Magnet
vorgesehen sein, wobei dann an der entsprechenden Halte-
oder Kontaktfläche, d. h. an dem Halteansatz 16, auf wel
chem das Anschlußende 9 des Fixatorarmes 5 am Zentralhal
terabschnitt 1 aufliegt, ein entsprechendes ferromagne
tisches Anschlußteil sitzt, um die gewünschte lösbare
magnetische Verbindung zum Fixatorarm 5 zu gewährleisten.
Um ein hochpräzises Arbeiten zu erlauben, ist ferner auch
noch eine Zentriervorrichtung 17 vorgesehen, damit ein
einmal eingesetzter bzw. aufgesetzter Fixatorarm 5 in
stets hochexakter und hochgenauer, mit gleichbleibender
Lage reproduzierbar am Zentralhalterabschnitt 1 auf- und
angesetzt werden kann.
Im gezeigten Ausführungsbeispiel gemäß den Fig. 4 und
5 besteht die Zentriervorrichtung 17 aus einem in Drauf
sicht das rückwärtige Anschlußende 9 des zugehörigen Fixa
torarmes 5 U-förmig umgebenden Rahmen bzw. U-förmigen
Einfassung 19. Diese ist genau zur Formgebung und Dimen
sionierung des Anschlußendes 9 des Fixatorarmes 9 gebil
det.
Die Zentrierhöhe 21 (Fig. 6) muß nur relativ gering be
messen sein. Maße von sogar weniger als 1 mm oder bei
spielsweise um 1, 2 oder um bis zu 3 mm sind voll ausrei
chend. Diese Dimensionsangaben entsprechen in der Regel
auch der Dicke der Fixatorarme 5. Um ein möglichst pro
blemloses Ein- und Ausstecken zu ermöglichen, kann bei
spielsweise die Zentriereinrichtung 17 in Form des erläu
terten Rahmens bzw. der Einfassung 19 auch von oben nach
unten in Richtung der Mitte des Zentralhalterabschnittes
1 einen konisch verjüngten Aufnahmeraum ergeben, so daß
bei endgültig eingesetzten Fixatorarmen 5 die Dimensionie
rung der Zentriereinrichtung 17 am unteren Ende des so
gebildeten Aufnahmeraumes, also unmittelbar in Höhe der
Kontaktfläche der Stirnseite 3 dem Anschlußende 9 des
Fixatorarmes 5 entspricht.
Abweichend vom gezeigten Ausführungsbeispiel könnte die
Zentriereinrichtung 17 aber auch durch einen entsprechen
den Rahmen bzw. eine entsprechende Einfassung 19 gebildet
sein, die nicht Teil des Zentralhalterabschnittes 1 sind,
sondern umlaufend am Anschlußende 9 des Fixatorarmes 5
ausgebildet ist. Dies wäre lediglich eine kinematische
Umkehrung.
Bei dem anhand der Fig. 7 und 8 erläuterten Ausfüh
rungsbeispiel besteht die Zentriereinrichtung 17 aus wech
selweise ineinander greifenden Vorsprüngen 25 und Vertie
fungen 27, wobei in der Darstellung gemäß Fig. 7 in
strichlierter Darstellung der obere Fixatorarm 5a in ab
genommener Position gezeigt ist. Im Ausführungsbeispiel
sind die konisch, d. h. kegelförmig gebildeten Vorsprünge
25 an der Unterseite des Fixatorarmes 5 und die Vertiefung
27 an der Oberseite, d. h. der Stirnseite 3 des Zentralhal
terabschnittes 1 ausgebildet. Die Vorsprünge 25 können
aber genauso am Zentralhalterabschnitt 1 und die Vertie
fungen 27 am Fixatorarm 5 ausgebildet sein. Vorsprünge und
Vertiefungen können aber auch wechselweise am Fixatorarm
und an einer entsprechenden Stirnseite 3, d. h. der Kon
taktseite 3, ausgebildet sein. Zur weiteren Fixierung ist
beispielsweise ein rückwärtiger Rahmen 19 an der oberen
Stirnseite 3 des Zentralhalterabschnittes 1 ergänzend
vorgesehen. Dabei ist in Fig. 8 strichliert die Lage des
Magneten 15 dargestellt, wenn der Fixatorarm mit seiner
Zentriervorrichtung 17 am oberen Stirnende 3 des Zentral
halterabschnittes 1 aufgesetzt zu liegen kommt. Mit ande
ren Worten liegen also die Vorsprünge 25/Vertiefungen 27
zur Lage des Magneten 15 leicht versetzt.
Bei dem Ausführungsbeispiel gemäß den Fig. 9 und 10 ist
die Zentriereinrichtung 17 ebenfalls nach Art einer 3D-
Fixierung ausgebildet, bei welcher das Anschlußende 9 des
Fixatorarmes 5 mit einer deckel- oder kappenförmigen Ver
tiefung 27′, umgeben von einem dadurch gebildeten Rand 19,
und das entsprechende Kontaktende 3 des Zentralhalterab
schnittes 1 als an diese Formgebung angepaßte Steckerhe
bung 25′ ausgebildet. Da in Draufsicht sowohl die Steck
erhebung 25′ als auch die kappenförmige Vertiefung 27′
eine von der Kreisform abweichende Konturgebung aufweist,
ist eine eindeutige verdrehsichere Zentrierung und Justie
rung gewährleistet.
Wie nicht näher dargestellt ist, könnte abweichend zu
Fig. 9 und 10 eine Ausführungsform auch so aussehen, daß
die kappenförmige Vertiefung 27′ nicht am Anschlußende 9
des Fixatorarmes 5, sondern am stirnseitigen Anschlußende
des Zentralabschnittes ausgebildet ist, wobei dann der
Steckansatz 25′, d. h. die Steckerhebung 25′ dazu entspre
chend passend am Anschlußende 9 des Fixatorarmes ausgebil
det ist.
In Fig. 11 und 12 ist im schematischen Vertikalschnitt
eine abgewandelte Ausführungsform eines Modellhalters
gezeigt, bei welchem die Anschlußenden 9 des oberen wie
unteren Fixatorarmes 5a bzw. 5b mit einer im gezeigten
Ausführungsbeispiel rechtwinkelig verlaufenden Abwinkelung
29a bzw. 29b versehen sind. Diese Abwinkelung 29a bzw. 29b
führt dazu, daß das Anschlußende 9 nicht an den Stirnsei
ten 3 des Zentralhalterabschnittes 1, sondern an seiner
dem Fixatorarm 5 zugewandt liegende Vertikalseite am Zen
tralhalterabschnitt 1 anbringbar ist. Diese Vertikalseite
bildet dann also die Halte- oder Kontaktfläche, d. h. den
Halteansatz 16, an welchem die Fixatorarme 5a und 5b lös
bar anbringbar sind. Diese Ausbildungsform hat den weite
ren Vorteil, daß beispielsweise die die Anschlußenden 9
bildenden Abwinkelungen 29 jeweils durch zwei obere wie
zwei untere (oder noch mehrere) Einzelmagneten fixiert und
gehalten werden können, deren Pole dann in Horizontalrich
tung den Abwinkelungen 29 zugewandt liegen. Dabei können
jeweils zwei benachbarte Magneten in unterschiedlicher
Polrichtung ausgerichtet sein, so daß über die aus ferro
magnetischem Material gebildete Abwinkelung 29 die Magnet
feldlinien jeweils vom Pol des einen Magneten zum entge
gengesetzten Pol des jeweils zweiten Pol verlaufen. Dazu
könnte gegebenenfalls auch auf der rückwärtigen Seite der
jeweils beiden Magneten 15a bzw. 15b eine diese verbin
dende Brücke 30 im Inneren des Zentralhalterabschnittes 1
angeordnet sein, wie dies in Fig. 12 dargestellt ist.
Auch in diesem Ausführungsbeispiel ist eine entsprechende
Zentriereinrichtung 17 zwischen dem winkelförmigen An
schlußbereich 9 und dem Halteansatz 16 am Zentralhalterab
schnitt 1 vorgesehen, um eine stets lageidentische Posi
tionierung der Fixatorarme 5 am Zentralhalterabschnitt zu
gewährleisten. Ein entsprechender Stufenansatz 17′ am
Zentralhalterabschnitt 1 stellt dabei einen Teil der Zen
triereinrichtung 17 dar.
Anhand von Fig. 13a und 13b ist ein weiteres abgewandel
tes Ausführungsbeispiel gezeigt.
In diesem Ausführungsbeispiel sind die Fixatorarme 5a und
5b ebenfalls mit einem kappenförmigen Zentrierbereich 17
versehen, um eine exakte Ausrichtung und Positionierung an
dem Mittelhalter oder Zentralabschnitt 1 zu gewährleisten.
Eine verbesserte magnetische Verbindung wird in diesem
Ausführungsbeispiel dadurch gewährleistet, daß in dem
oberen und unteren Endbereich des Zentralabschnittes 1 ein
entsprechender Magnet 15 mit seiner Polausrichtung nicht
in Vertikalrichtung (also mit einem Pol nicht unmittelbar
in Richtung an das Anschlußende 9 eines Fixatorarmes 5)
ausgerichtet ist, sondern quer dazu liegt. Benachbart zu
den beiden im gezeigten Ausführungsbeispiel in Horizontal
richtung ausgerichtet liegenden Magneten (in Fig. 13b ist
der Nordpol mit "N" und der Südpol mit "S" eingezeichnet)
befinden sich dann zwei vertikal verlaufende die Magnet
feldlinien leitende ferromagnetische plattenförmige Teile,
insbesondere Metallteile 56, die an der ansonsten nicht
ferromagnetischen, also die Magnetfeldlinien nicht lei
tenden Stirnseite 53 des Zentralabschnittes 1 in schlitz
förmigen Ausnehmungen 54 mit der Oberseite der Stirnseite
53 fluchtend herausgeführt und vorzugsweise über einen
innenliegenden Stufenabsatz gegen ein unbeabsichtigtes
Herausgleiten und Verlieren gesichert sind.
Dadurch wird ein sogenannter Pol- oder Magnetschuh 55
gebildet. Da die Fixatorarme 5 entweder von Hause aus mit
dem magnetischen Feldlinien gut leitenden Material, in der
Regel ferromagnetischem Material gebildet oder mit einem
derartigen ferromagnetischen Einsatz 59 versehen sind,
sind die Magnetfeldlinien bei auf dem so gebildeten Pol-
oder Magnetschuh aufgesetzten Fixatorarmen geschlossen,
wodurch der betreffende Fixatorarm sehr fest bezogen auf
die Magnetstärke gehalten und gesichert ist. Bei abgenom
menen Fixatorarmen 5 werden die Magnetfeldlinien in den
seitlichen Polschuhplatten 57 bis zu ihrer oberen Stirn
seite 53 gut geleitet und verlaufen dann durch Luft bzw.
das magnetisch nicht leitende (Kunststoff-) Material der
Stirnseite 53.
Im gezeigten Ausführungsbeispiel ist die Innenwandung 61
(also die Seite unterhalb der Fixatorarme 5) des an sich
hohlen Zentralhalterabschnittes 1 als abnehmbarer Deckel
ausgebildet, der über eine Schnappverbindung abgenommen
und am Zentralabschnitt 1 aufgesetzt werden kann. Dazu
wirken zwei in Vertikalrichtung versetzt zueinander lie
gende Schnappfinger 65 zusammen, die mit einem Mittelkör
perabschnitt 67 des Zentralhalteabschnittes 1 zusammen
steckbar sind. Durch die Schnappfinger 65 werden auch die
im oberen und unteren Hohlraum 69 untergebrachten und
durch geeignete Weise ansonsten gegebenenfalls noch gesi
cherten Magneten 15 in ihrer positionsrichtigen Lage ge
halten. Wie insbesondere aus der Darstellung gemäß Fig.
13a noch hervorgeht, wird zudem der zwischen den beiden
Fixatorarmen 5a und 5b sitzende Deckel 61 auch durch den
stufenförmigen Zentrierbereich 17 mit gehalten, der auf
Seiten des Fixatorarmes 5 jeweils den oberen und unteren
Rand des Deckels 61 mit übergreift und dadurch sichert.
Mit anderen Worten wird durch die aufgesetzten Fixatorarme
5a und 5b auch der Deckel 61 unverlierbar festgehalten,
der wiederum - wenn die Magneten 15 bzw. Polschuhe 55
nicht eigenständig in ihrer betreffenden Lage fixiert sind
- diese Magneten 15 bzw. Polschuhe 55 zusätzlich sichert
und hält. Es wird ferner angemerkt, daß die Magneten in
dieser Ausführungsform durch die Ausbildung und Einbettung
in Form eines Pol-Magnetschuhs 55 eben nicht unmittelbar
an dem eigentlichen stirnseiten Anbau- und Fixierende des
Zentralhalteabschnittes 1 liegen müssen.
Von diesem Ausführungsbeispiel abweichend könnten auch
backenförmige Halteplatten vorgesehen sein, die den Zen
tralhalterabschnitt 1 backenförmig umgeben, wie dies in
der schematischen Perspektivdarstellung eines Fixatorarmes
5 gemäß Fig. 14 ersichtlich ist. In diesem Falle würde
ein Magnet 15 oder Pol- bzw. Magnetschuh 55 mit seinen
Polrichtungen in Horizontalrichtung in Querlage quer zur
Erstreckungsrichtung des Fixatorarmes 5 im Zentralhalter
abschnitt 1 ausgerichtet liegen. Die seitlich gegenüber
liegenden, den Zentralhalterabschnitt 1 gabelförmig um
greifenden Anschlußenden 9′ und 9′′ könnten über eine je
weils eine separate Zentriereinrichtung 17 am Zentralhal
terabschnitt 1 lagerichtig positioniert werden. Die Zen
triereinrichtung 17 kann beispielsweise aus einer entspre
chenden, an den Seitenflächen des Zentralhalterabschnittes
1 ausgebildeten Vertiefungen bestehen, die durch einen in
Einsteckrichtung U-förmigen Rahmen bzw. Rand oder Einfas
sung 19 begrenzt ist, und in welche die backenförmigen
Anschlußenden 9′ bzw. 9′′ aufgesteckt werden können. Da
zwischen würde im Zentralhalterabschnitt 1 ein entspre
chender Magnet 15 in Horizontalrichtung mit seinen Polen
auf die gegenüberliegenden Anschlußenden 9′ bzw. 9′′ ausge
richtet liegen.
Gemäß dem Ausführungsbeispiel nach Fig. 14 sind die ge
genüberliegenden Backen der Anschlußenden 9′ und 9′′ in
Aufsteckrichtung auf den Zentralhalterabschnitt 1 konisch
verjüngend ausgebildet, die mit entsprechend geformten
Rändern 19 der Zentriereinrichtung 17 am Zentralhalter
abschnitt 1 zusammenwirken können.
Anhand von Fig. 15 und 16 wird nur schematisch gezeigt,
daß die Magnetverbindung zur Befestigung der Fixatorarme
5 auch eine Verschwenkeinrichtung erlaubt.
Bei dem Ausführungsbeispiel nach Fig. 15 und 16 ist der
entsprechende Endabschnitt 1′ des Zentralhalterabschnittes
1 mit einer Verschwenkeinrichtung versehen. Der Endab
schnitt 1′ ist gegenüber dem verbleibenden Zentralhalter
abschnitt 1 um eine horizontale Verschwenkachse 32 ver
schwenkbar. Dazu können die gegenüberliegenden parallel
zur Zeichenebene verlaufenden Seitenwände 1′′ des Zentral
halterabschnittes 1 den dazwischenliegenden frei ver
schwenkbaren Endabschnitt 1′ aufnehmen, der über die er
wähnte Horizontalachse 32 mit dem Zentralhalterabschnitt
1 verbunden ist. Der verschwenkbare Endabschnitt 1′ weist
innenliegend einen entsprechenden Magneten 15a bzw. Pol-
oder Magnetschuh 55 auf, worüber an der oben gebildeten
Stirnseite 3 dann der Fixatorarm 5a lösbar angebracht ist.
Dadurch ist der Fixatorarm 5 mit einem daran gegebenen
falls gehaltenen Modell um die Horizontalverschwenkachse
32 gemeinsam mit dem Magneten 15a bzw. 55 verschwenkbar.
Eine Fixierung der Ausgangsstellung gemäß der Fig. 15
kann beispielsweise durch eine deckungsgleich durch die
Seitenwände 1′′ sowie den Endabschnitt 1′ verlaufende Boh
rung 33 erfolgen, wodurch ein Fixierstift eingesteckt
werden kann. Möglich wäre aber auch, an der Anschlußfläche
34 eine weitere bevorzugten schwächere Magnetverbindung
zum verbleibenden Zentralhalterabschnitt 1 anzubringen.
Anhand von Fig. 17 wird die weitere Handhabung eines der
artige Modellhalters erläutert.
Nachdem beispielsweise eine obere und untere Modellhälfte
5a und 5b hergestellt ist, wird diese jeweils an der Un
ter- oder Innenseite eines Fixatorarmes 5 positioniert und
dann an diesem fixiert.
Dies erfolgt bevorzugtermaßen durch ein geeignetes Fixier
mittel, beispielsweise Gips oder im wesentlichen Gips, der
in fließfertigem Zustand beispielsweise sich in einer Tube
31 befinden kann. Die Tube 31 kann durch eine der in den
Fixatorarmen 5 bereits gezeigten Öffnungen oder Bohrungen
36 aufgesteckt, hindurchgesteckt oder eingedreht werden.
Danach wird der Inhalt der Tube 31 durch diese Bohrung 36
hindurch auf die Rückseite der zu fixierenden Modellhälfte
13a hindurchgepreßt. Dieses pastöse Fixiermaterial 35 soll
möglichst schnell aushärtend sein.
Um zu verhindern, daß dieses pastöse Fixiermaterial 35
seitlich zu weit austritt und über das Modell seitlich
herunterfließt, kann bevorzugt auf der Unterseite um die
betreffende Bohrung 36 herum eine sich ringförmig er
streckende Auslaufbremse 37 vorgesehen sein, die den Ab
standsraum zwischen Unterseite des Fixatorarmes 5 und der
Rückseite des Modelles 13 umgibt und nach außen hin ab
schirmt. Diese Auslaufbremse 37 besteht vorzugsweise aus
einem Borstenring oder aus einem anderen, aus elastomerem
Material gebildeten Vorhang, der bereits von Hause aus auf
der Unterseite des Fixatorarmes 5 angebracht oder vorgese
hen ist. Unter Umständen genügt auch lediglich, daß eine
entsprechende ringförmige Auslaufbremse 37 vor dem Ein
pressen des pastösen Fixiermaterials 35 zwischen der Un
terseite des Fixatorarmes 5 und der Rückseite des Modelles
13 eingeschoben wird.
Fig. 18 zeigt in vereinfachter perspektivischer Darstel
lung die Unterseite eines Fixatorarmes 5 mit der erwähnten
borstenförmigen Auslaufbremse 37.
In Fig. 19 ist in schematischer Seitenansicht gezeigt,
wie mit den erläuterten Fixatorarmen 5 entsprechende Mo
delhälften 13a, 13b aufbewahrt werden können.
Dazu werden jeweils ein Paar der Fixatorarme 5a, 5b in ein
mit entsprechenden Aufnahmeschlitzen 81 versehenes Brett
mit ihrem Anschlußende 9 eingesteckt. Zwischen den auf
einander zu weisenden Auslaufbremsen 37 sind durch zuvor
erfolgtes Einspritzen und Erhärten des Fixiermaterials 35
gehalten. Die Einstecktiefe für ein entsprechendes Paar
von Fixatorarmen 5 kann bei schräger Ausrichtung (wie in
Fig. 19 gezeigt ist) auch unterschiedlich tief sein,
damit jeweils die richtige Relativlage zwischen den beiden
Fixatorarmen 5 mit den dazwischen gehaltenen Modellhälften
13a, 13b gewährleistet ist.
Je nach Bedarf können beim Arbeiten dann problemlos beim
betreffenden Fixatorarm 5 mit dem darauf sitzenden Modell
bzw. der darauf sitzenden Modellhälfte durch Aufbringen
der entsprechenden Kippmomente auf den Fixatorarm 5 vom
Zentralhalterabschnitt 1 durch Überwindung der Magnetkräf
te gelöst werden. Das Aufklipsen und Anbringen ist genauso
problemlos und einfach.
Werden die Modell nicht mehr benötigt, so können sich mit
den Fixatorarmen 5 aufbewahrt werden. Der relativ teure,
ein Präzisionsteil mit ausreichend stark dimensionierten
Magneten bildende Zentralhalterabschnitt 1 wird dann für
die nächsten Arbeiten an einem nächsten Modell unter Ver
wendung neuer weiterer Fixatorarme 5 verwendet.
Es sind Modellhalter beschrieben worden, deren Zentral
abschnitt 1 unverlängerbar ist. Genauso kann aber ein
Zentralhalterabschnitt 1 verwendet werden, der beispiels
weise eine in Axialrichtung verlaufende Führung, d. h.
schienenartige Führung aufweist, um den Zentralhalberab
schnitt 1 in unterschiedlicher Längserstreckung und mit
tels einer dafür separat vorgesehenen Fixiereinrichtung
fixieren zu können.
Abweichend vom gezeigten Ausführungsbeispiel können die
erwähnten Magnete 15 bzw. Magnet- oder Polschuhe 55 auch
am betreffenden Fixatorarm 5a, 5b ausgebildet sein. In
diesem Falle wird bevorzugt am Ende des Zentralabschnittes
1 dann ein weiterer lage- und polrichtig ausgerichteter
Magnet oder Polschuh eingesetzt oder lediglich ein sich
ferromagnetisch verhaltendes Material, um die Fixierung
der Fixatorarme am Zentralabschnitt zu gewährleisten.
Günstiger allerdings ist der Einbau und die Verwendung der
Magnete im Zentralabschnitt.
Die Ausführungsbeispiele sind für eine magnetische Ver
bindung und Fixierung der Fixatorarme 5 am Zentralab
schnitt 1 gezeigt. Alternativ und ergänzend kann auch eine
mechanische Steckverbindung vorgesehen sein, um die Fixa
torarme 5 gleichermaßen am Zentralabschnitt 1 problemlos
anzubringen und bei Bedarf wieder zu entfernen. Dabei kann
die Zentriereinrichtung 17 Teil der mechanischen Steckver
bindung selbst sein.
In den Ausführungsbeispielen sind die Fixatorarme 5a und
5b jeweils identisch und/oder symmetrisch zueinander aus
gebildet und geformt gewesen, was Herstellungskosten- und
Handhabungsvorteile ergibt.
Durch die vorstehend erläuterten Ausführungsbeispiele wird
also ein dauer-verwendbares Hauptstück bzw. Hauptstützteil
in Form des stets verwendbaren Zentralhalterabschnittes 1
beschrieben, an dem oben und unten vorzugsweise, wie er
wähnt, identische und x-beliebig austauschbare "Einmal"-
Löffel als sogenannte Fixatorarme 5 einfach, schnell und
problemlos angebracht und wieder entfernt werden können.
Claims (19)
1. Modellhalter insbesondere für den zahnmedizinischen
oder diagnostischen Bereich, vor allem als Okkludator,
Artikulator und/oder Fixator, zur Fixierung von Ober- und
Unterkiefer-Modellen, insbesondere im Zusammenhang mit der
Herstellung von Kronen, Brücken, Spangen, Aufbißklammern,
Implantaten u. dgl., mit folgenden Merkmalen
- - es ist ein Zentralhalterabschnitt (1) vorgesehen,
- - am Zentralhalterabschnitt (1) ist ein oben- und unten liegender Fixatorarm (5) vom Zentralhalterabschnitt (1) quer wegragend angeordnet,
- - an dem oberen Fixatorarm (5) ist die eine Modellhälfte (13a) und an dem unteren Fixierarm (5) die anderen zur oberen Modellhälfte (13a) gehörende untere Modellhälfte (13b) lagerichtig fixierbar, gekennzeichnet durch die folgenden weiteren Merkmale
- - die Fixatorarme (5) sind am Zentralhalterabschnitt (1) mittels einer Magnet- und/oder mechanischen Steck- und/oder Schiebeverbindung (11) lösbar befestigt,
- - an dem Anbau- und Kontaktabschnitt (3) des Zentralhal terabschnittes (1) und/oder am Anschlußende (9) der Fixatorarme (5) ist eine zusammenwirkende Zentrierein richtung (17) vorgesehen, und
- - die Zentriereinrichtung (17) ist so gestaltet, daß die betreffenden Fixatorarme (5) an dem Zentralhalterab schnitt (1) stets lagerichtig positionierbar sind.
2. Modellhalter nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet,
daß die Fixatorarme (5) aus ferromagnetischem Material
bestehen.
3. Modellhalter nach Anspruch 1 oder 2, dadurch gekenn
zeichnet, daß die Fixatorarme (5) zumindest an ihrem An
schlußende (9) aus ferromagnetischem Material gebildet
sind oder einen ferromagnetischen Ein- oder Ansatz umfas
sen.
4. Modellhalter nach einem der Ansprüche 1 bis 3, dadurch
gekennzeichnet, daß der oder die Magnete (15) zur Fixierung
der Fixatorarme (5) im Zentralhalterabschnitt (1) vorgese
hen sind.
5. Modellhalter nach einem der Ansprüche 1 bis 4, dadurch
gekennzeichnet, daß zumindest ein Magnet (15, 55) am An
schlußende (9) des Fixatorarmes (5) vorgesehen ist.
6. Modellhalter nach einem der Ansprüche 1 bis 5, dadurch
gekennzeichnet, daß die Magnetkontaktfläche des oder der
Magnete (15a, 15b, 55) oder eines damit zumindest mittel
bar in Verbindung stehenden magnetisch gut leitenden Zwi
schenstückes im Zentralhalterabschnitt (1) und/oder am
Fixatorarm (5) bei abgenommenem Fixatorarm (5) frei lie
gen.
7. Modellhalter nach einem der Ansprüche 1 bis 6, dadurch
gekennzeichnet, daß im Kontaktanschlußbereich (3) des
Zentralhalterabschnitte (1) und/oder am Fixatorarm (5)
Justiervorsprünge (25, 25′) und/oder Justiervertiefungen
(27, 27′) vorgesehen sind, die wechselweise spielfrei
ineinander greifen.
8. Modellhalter nach Anspruch 7, dadurch gekennzeichnet,
daß die Justiervorsprünge (25, 25′) und/oder die Justier
vertiefungen (27, 27′) in Einsteckrichtung konisch ver
jüngt ausgebildet sind.
9. Modellhalter nach Anspruch 7 oder 8, dadurch gekenn
zeichnet, daß die Justiereinrichtung (21) aus wand-, rip
pen- oder steckkopfförmigen, insbesondere noppen- und kegel-
bis kegelstumpfförmigen Vorsprüngen (25, 25′) bzw. Ver
tiefungen (27, 27′) besteht.
10. Modellhalter nach einem der Ansprüche 7 bis 9, dadurch
gekennzeichnet, daß die Zentriervorsprünge (25, 25′) aus
einem ganz oder abschnittsweise das Anschlußende (9) eines
zugehörigen Fixatorarmes (5) umgebenden, in Axialrichtung
des Zentralhalterabschnittes (1) vorstehenden Randes oder
Randabschnittes besteht.
11. Modellhalter nach einem der Ansprüche 7 bis 10, da
durch gekennzeichnet, daß das Anschlußende (9) eines Fixa
torarmes (5) mit einer kappen- und/oder topfförmigen oder
ähnlichen Prägung und Formgebung versehen ist, die mit
einer entsprechenden negativen Formgebung der Kontaktan
schlußseite (3) des Zentralhalterabschnittes (1) zusammen
wirkt.
12. Modellhalter nach einem der Ansprüche 1 bis 11, da
durch gekennzeichnet, daß an dem zum Anschlußende (9)
versetzt liegenden Tragende der Fixatorarme (5) zum Tragen
und Fixieren einer Modellhälfte (13a, 13b) zumindest eine,
vorzugsweise zwei versetzt liegende Bohrungen (36) einge
bracht sind, worüber eine Fixiermasse in den Raum zwischen
Unterseite des Fixatorarmes (5) und Rückseite eines zu
haltenden Modells (13a, 13b) einbringbar ist.
13. Modellhalter nach Anspruch 12, dadurch gekennzeichnet,
daß an der Unterseite eines Fixatorarmes (5) eine Auslauf
bremse (37) angebracht oder anbringbar oder lediglich in
den Raum zwischen Rückseite eines zu haltenden Modells
(13a, 13b) und der Unterseite eines Fixatorarmes (5) lose
einbringbar ist, worüber die zur Fixierung des Modells
(13a, 13b) benötigte Fixiermasse gegenüber ein unbeabsich
tigtes weiteres Auslauf gehindert ist.
14. Modellhalter nach Anspruch 13, dadurch gekennzeichnet,
daß die Auslaufbremse (37) anpaßfähig ist und vorzugsweise
aus einer umlaufenden Borsten- oder Bürstenanordnung
und/oder einem gummielastischen oder -ähnlichen Vorhang
besteht.
15. Modellhalter nach einem der Ansprüche 1 bis 14, da
durch gekennzeichnet, daß neben der Magnetverbindung zur
lösbaren Befestigung eines Fixatorarmes (5) an einem Zen
tralhalterabschnitt (1) insbesondere durch Ausbildung der
Zentriereinrichtung (17) eine zusätzliche Schnappverbin
dung zwischen dem Fixatorarm (5) und dem Halteansatz (16)
des Zentralabschnittes (1) vorgesehen ist.
16. Modellhalter nach einem der Ansprüche 1 bis 15, da
durch gekennzeichnet, daß der Halteansatz (16) zur tragen
den Halterung eines zugeordneten Fixatorarmes (5) an der
oberen und/oder unteren Stirnseite (3) des Zentralhalter
abschnittes (1) liegend ausgebildet ist.
17. Modellhalter nach einem der Ansprüche 1 bis 15, da
durch gekennzeichnet, daß der Halteansatz (16) am Zentral
halterabschnitt (1) zur tragenden Aufnahme eines zugeord
neten Fixatorarmes (5) an einer Seitenwand des Zentralhal
terabschnittes (5) ausgebildet ist, und daß der Fixatorarm
(5) ein entsprechendes, mit dem Halteansatz (16) zusammen
wirkendes Anschlußende (9′, 9′′; 29) versehen ist.
18. Modellhalter nach einem der Ansprüche 1 bis 17, da
durch gekennzeichnet, daß an den Anschlußstellen der Fixa
torarme (5) und/oder an dem Zentralhalterabschnitt (1) je
weils ein Polschuh (55) angeordnet ist, so daß bei auf
gesetzten Fixatorarmen (5) die ansonsten über Luft bzw.
über magnetisch nicht leitende Materialien verlaufenden
Magnetfeldlinien des Polschuhs über das magnetisch leiten
de Material des aufgesetzten Fixatorarmes (5) auf ge
schlossenen Magnetfeldlinien verlaufen.
19. Modellhalter nach einem der Ansprüche 1 bis 18, da
durch gekennzeichnet, daß die Fixatorarme (5a, 5b) gleich
und/oder symmetrisch zueinander ausgebildet sind.
Priority Applications (4)
| Application Number | Priority Date | Filing Date | Title |
|---|---|---|---|
| DE19944403003 DE4403003A1 (de) | 1994-02-01 | 1994-02-01 | Modellhalter insbesondere für den zahnmedizinischen Bereich |
| DE9422038U DE9422038U1 (de) | 1994-02-01 | 1994-02-01 | Modellhalter insbesondere für den zahnmedizinischen Bereich |
| PCT/EP1995/000286 WO1995020925A1 (de) | 1994-02-01 | 1995-01-26 | Modellhalter insbesondere für den zahnmedizinischen bereich |
| EP95907621A EP0742699A1 (de) | 1994-02-01 | 1995-01-26 | Modellhalter insbesondere für den zahnmedizinischen bereich |
Applications Claiming Priority (1)
| Application Number | Priority Date | Filing Date | Title |
|---|---|---|---|
| DE19944403003 DE4403003A1 (de) | 1994-02-01 | 1994-02-01 | Modellhalter insbesondere für den zahnmedizinischen Bereich |
Publications (1)
| Publication Number | Publication Date |
|---|---|
| DE4403003A1 true DE4403003A1 (de) | 1995-08-03 |
Family
ID=6509191
Family Applications (1)
| Application Number | Title | Priority Date | Filing Date |
|---|---|---|---|
| DE19944403003 Withdrawn DE4403003A1 (de) | 1994-02-01 | 1994-02-01 | Modellhalter insbesondere für den zahnmedizinischen Bereich |
Country Status (3)
| Country | Link |
|---|---|
| EP (1) | EP0742699A1 (de) |
| DE (1) | DE4403003A1 (de) |
| WO (1) | WO1995020925A1 (de) |
Family Cites Families (4)
| Publication number | Priority date | Publication date | Assignee | Title |
|---|---|---|---|---|
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| DE3202997C1 (de) * | 1982-01-29 | 1983-07-21 | Hans-Joachim Dr. 8940 Memmingen Roos | Zahntechnischer Artikulator |
| DE4118140C2 (de) * | 1991-06-03 | 1995-05-11 | Hanns Joachim Feyen | Anordnung zur lösbaren Befestigung von Gipsmodellen in einer Handhabungsvorrichtung |
| DE4206834C2 (de) * | 1992-03-04 | 1999-08-12 | Kaltenbach & Voigt | Zylindrisches, magnetisch wirksames Kupplungselement für zwei miteinander zu verbindende Sockelteile eines Zahnmodells und lösbare Kupplung |
-
1994
- 1994-02-01 DE DE19944403003 patent/DE4403003A1/de not_active Withdrawn
-
1995
- 1995-01-26 EP EP95907621A patent/EP0742699A1/de not_active Withdrawn
- 1995-01-26 WO PCT/EP1995/000286 patent/WO1995020925A1/de not_active Ceased
Also Published As
| Publication number | Publication date |
|---|---|
| EP0742699A1 (de) | 1996-11-20 |
| WO1995020925A1 (de) | 1995-08-10 |
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