DE4419310C2 - Haltevorrichtung für Geräte der Unterhaltungselektronik, insbesondere HiFi-Anlagen und/oder TV-Geräte - Google Patents

Haltevorrichtung für Geräte der Unterhaltungselektronik, insbesondere HiFi-Anlagen und/oder TV-Geräte

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Description

Die Erfindung betrifft eine Haltevorrichtung für Geräte der Unterhaltungselektronik, insbesondere für HiFi-Anlagen und/ oder TV-Geräte, nach dem Oberbegriff des Anspruches 1.
Eine Haltevorrichtung dieser Art ist im wesentlichen aus DE 92 12 887 U1 bekannt. Ferner offenbart die US-PS 3,627,392 eine tragbare Vorrichtung mit einem Schallplat­ tenspieler und zwei Lautsprecherboxen. Die bekannte Vor­ richtung weist ein Gestell mit zwei vertikalen Stäben auf, an welchem ein Schallplattenspieler gehalten ist, der zum Transport in eine vertikale Anordnung und der zum Gebrauch in eine horizontale Anordnung bringbar ist. An jedem Stab ist schwenkbar im Sinne einer Schwenktüre eine Lautsprecher­ box befestigt, deren Lautsprecher bei geschlossener Schwenk­ türe zum Innenraum der Vorrichtung weisend angeordnet ist. Hierzu ist jede Lautsprecherbox über zwei im Abstand zuein­ ander angeordnete Scharniere an einem vertikalen Stab schwenkbar angelenkt. Zu Transportzwecken kann jede Laut­ sprecherbox auf den vertikal angeordneten Plattenspieler zu verschwenkt werden und es wird eine geschlossene, koffer­ artige Anordnung erhalten. In üblicher Weise verbinden elektrisch isolierte Kabel je einen Schallplattenspieler­ ausgang mit je einem Lautsprechereingang, um dem Laut­ sprecher NF-Signale und/oder Kleinspannungen zur Ansteue­ rung und Tonerzeugung zuzuführen.
Bei einer Haltevorrichtung dieser Art, bei welcher der oder die Lautsprecher in schwenkbaren Türen untergebracht sind, müssen die elektrischen Verbindungskabel notwendigerweise den ortsfesten Stützkörper mit einem Schwenkteil verbinden. Es besteht die Gefahr, daß die Verbindungskabel im Spalt zwischen Stützkörper/Wand und schwenkbarer Türe gequetscht oder sonstwie beschädigt werden. Ferner beeinträchtigt die sichtbare Anwesenheit der Verbindungskabel den optischen Eindruck der gesamten Haltevorrichtung bei geöffneter Türen/ Lautsprecher.
Davon ausgehend besteht die Aufgabe der vorliegenden Erfin­ dung darin, eine Haltevorrichtung dieser Art bereitzustel­ len, bei welcher die Gefahr einer Beschädigung der elektri­ schen Verbindungskabel beseitigt ist und auch bei geöffneter Türe/Lautsprecher solche Verbindungskabel nicht sichtbar sind.
Ausgehend von einer Haltevorrichtung für Geräte der Unter­ haltungselektronik, insbesondere HiFi-Anlagen und/oder TV- Geräte mit
  • - einem nach Art eines Regales aufgebauten Stützkörper, in dem ein oder mehrere Geräte gehalten und/oder ein­ gebaut sind, wobei wenigstens ein Gerät Ausgänge auf­ weist, an denen NF-Signale und/oder Kleinspannungen zur Ansteuerung eines Lautsprechers anliegen,
  • - einer Wand, die den Stützkörper wenigstens teilweise umgibt,
  • - wenigstens einer Türe, die mit Hilfe von einem oder mehreren Scharnieren schwenkbar derartig an der Wand oder dem Stützkörper angelenkt ist, daß bei geöffneter Türe die Frontseite der Geräte sichtbar und zugänglich ist,
  • - wenigstens einem Lautsprecher, der an der Innenseite der Türe angebracht ist, gemeinsam mit der Türe ver­ schwenkbar ist und bei geschlossener Türe auf die Ge­ räte im Stützkörper zugerichtet ist, wobei jeder Laut­ sprecher Eingänge für NF-Signale und/oder Kleinspan­ nungen zur Ansteuerung und Tonerzeugung aufweist,
  • - mit den erforderlichen Leiterverbindungen zwischen den Geräteausgängen und den Lautsprechereingängen,
wobei die Scharniere aus Metall oder einem anderen elek­ trisch leitenden Material bestehen und aufweisen:
  • - ein erstes Scharnierbefestigungsteil, das an dem Stützkörper oder an der Wand befestigt ist,
  • - ein zweites Scharnierbefestigungsteil, das an der Türe befestigt ist, und
  • - ein Lager- oder Gelenkteil, das das erste Scharnier­ befestigungsteil schwenkbar mit dem zweiten Scharnier­ befestigungsteil verbindet,
ist die erfindungsgemäße Lösung dieser Aufgabe dadurch ge­ kennzeichnet, daß
jede Leiterverbindung einen ersten Leiterabschnitt und einen zweiten Leiterabschnitt aufweist; und
der erste Leiterabschnitt einen Geräteausgang elektrisch leitend mit dem ersten Scharnierbefestigungsteil verbindet; und
der zweite Leiterabschnitt das zweite Scharnierbefestigungs­ teil elektrisch leitend mit einem Lautsprechereingang ver­ bindet;
so daß das Scharnier auch eine elektrisch leitende Brücke in der Leiterverbindung zwischen Geräteausgang und Lautspre­ chereingang darstellt.
Mit dieser Ausgestaltung halten die Scharniere nicht nur die Türe schwenkbar am Stützkörper bzw. an der Wand, sondern diese Scharniere bilden gleichzeitig auch die elektrisch leitende Verbindung zwischen Geräteausgang und Lautsprecher­ eingang in diesem Schwenkbereich zwischen feststehendem Stützkörper und schwenkbarer Türe. Es ist folglich nicht länger erforderlich, in diesem Schwenkbereich elektrisch leitende Kabel vorzusehen. Die Gefahr einer Beschädigung der Verbindungsleitungen in diesem Schwenkbereich ist nicht län­ ger gegegeben; weiterhin sind im Schwenkbereich Verbindungs­ kabel nicht länger erforderlich, welche den optischen Ein­ druck beeinträchtigen könnten. Somit löst die mit der Er­ findung vorgeschlagene Ausgestaltung das der Erfindung zu­ grundeliegende technische Problem.
Vorteilhafte Ausgestaltungen und Weiterbildungen der Erfin­ dung ergeben sich aus den Unteransprüchen.
Vorzugsweise ist in einer schwenkbaren Türe wenigstens ein Lautsprecher untergebracht. Weiterhin kann die Türe als Be­ standteil einer Lautsprecherbox oder direkt als Lautspre­ cherbox ausgebildet sein, die über die Scharniere schwenkbar an dem Stützkörper und/oder an der Wand angelenkt ist. Die Ansteuerung des oder der Lautsprecher kann typischerweise zwei oder drei getrennte elektrische Phasen erfordern. Ent­ sprechend weist der Lautsprecher typischerweise zwei oder drei getrennte Eingänge auf. Vorzugsweise ist entsprechend der Anzahl der Lautsprechereingänge je ein Scharnier pro Türe vorhanden. Damit kann jede erforderliche Verbindungs­ leitung zwischen Geräteausgang und Lautsprechereingang über je ein getrenntes Scharnier überbrückt werden. Damit ist es nicht erforderlich, zusätzlich zu einem Scharnier weitere Verbindungsleitungen im Schwenkbereich zwischen Stützkörper bzw. Wand und schwenkbarer Türe vorzusehen.
Auch für eine Lautsprecherbox mit mehreren Lautsprechern, beispielsweise eine Drei-Wege-Box, ist nur je eine Zu- und Ableitung erforderlich. Die Aufteilung auf die einzelnen Lautsprecher und Lautsprechertreiber erfolgt mit Hilfe eines internen Stromkreises. Mit Hilfe von Filtern und dergleichen werden jedem Lautsprecher die ihm zugeordneten Frequenzen zugeführt. Somit kann auch eine Lautsprecherbox mit mehre­ ren Lautsprechern über je eine Zu- und Ableitung angesteuert werden. In jede Zu-und Ableitung ist je ein Scharnier als Brücke eingesetzt, so daß auch hier lediglich zwei Schar­ niere pro Lautsprecherbox erforderlich sind, die an die Stelle einer Türe tritt.
Nach einer weiteren vorteilhaften Ausgestaltung der Erfin­ dung ist jedes Scharnier mit einem Berührungsschutz ver­ sehen. Dieser Berührungsschutz kann beispielsweise in Form eines Schutzlacküberzuges oder einer Kunststoffbeschichtung ausgebildet sein. Es versteht sich, daß dieser Überzug oder diese Beschichtung zur Gewährleistung des Berührungsschutzes die elektrisch leitende Verbindung zwischen dem ersten und zweiten Scharnierblatt nicht beeinträchtigen darf. Ein sol­ cher Berührungsschutz schafft eine sichere Isolierung gegen­ über den mit Kleinspannungen beaufschlagten Teilen. Auch eine Gefährdung von Kindern und Haustieren ist sicher aus­ geschlossen. Weiterhin verhindert dieser Berührungsschutz auch eine Beeinträchtigung der Signalübertragung vom Ge­ räteausgang zum Lautsprechereingang.
Nach einer weiteren vorteilhaften Ausführung ist die Halte­ vorrichtung turm- oder säulenförmig ausgebildet und weist eine Höhe bzw. Länge, d. h. die Abmessung in vertikaler Rich­ tung, auf, die deutlich größer ist als die größte Quer­ schnittsabmessung der Haltevorrichtung, beispielsweise Durchmesser bei rundem Haltevorrichtungsquerschnitt oder Diagonale bei mehreckigem oder vieleckigem Haltevorrich­ tungsgrundriß. Diese turmartige Ausbildung der Haltevor­ richtung erlaubt die Unterbringung einer Anzahl Geräte übereinander, vermindert den Platzbedarf für die Haltevor­ richtung und kommt dem derzeitigen Geschmack für die Aus­ gestaltung solcher Haltevorrichtungen entgegen. Entsprechend dem derzeitigen Kundenwunsch sind solche Haltevorrichtungen bzw. Recks typischerweise turmartig ausgebildet.
Es ist wünschenswert, die in der Haltevorrichtung unterge­ brachten Geräte der Unterhaltungselektronik vor dem Zutritt von Staub und/oder ungewolltem Zugriff zu schützen. Zu diesem Zweck ist eine Wand vorgesehen, welche den Stützkör­ per umschließt. In diese Wand sind ein oder zwei schwenkbare Türen eingesetzt. Auf diese Weise sind die einzelnen Geräte nicht ohne weiteres einsehbar. Die gesamte Haltevorrichtung bekommt den Charakter eines Möbelstücks. Mit Hilfe der in der Wandung vorgesehenen Schwenktür(en) ist dennoch ein ein­ facher Zugriff zu den Geräten möglich. Da der oder die Laut­ sprecher in der zumindest einen schwenkbare Türe angeordnet ist/sind, weist die gesamte Vorrichtung einen äußerst kom­ pakten Aufbau auf. Die vorzugsweise vorgesehene säulenför­ mige oder turmartige Gestalt der Haltevorrichtung bzw. des Recks erfordert wenig Platz und erlaubt die Unterbringung sämtlicher Bestandteile einer Anlage der Unterhaltungselek­ tronik auf engstem Raum.
Die zumindeste eine, schwenkbar angeordnete Türe ist vor­ zugsweise im Bereich der Vorderseite des Stützkörpers und der darin untergebrachten Geräte angeordnet. Hierbei ver­ läuft die Schwenkachse der Türe in Längsrichtung des Stütz­ körpers, typischerweise in vertikaler Richtung. Diese Schwenkachse ist durch die beiden Lager- oder Gelenkteile der beiden im Abstand zueinander an einer Türe angebrachten Scharniere definiert. Diese Schwenkachse ist vorzugsweise in einem seitlichen Bereich der Wand des Stützkörpers angeord­ net, so daß die Schwenktüre mit dem darin untergebrachten Lautsprecher die Vorderseite des Stützkörpers und der Geräte freigibt oder verschließt. Dadurch ist bei geöffneter Schwenktüre ein unproblematisches Bedienen der einzelnen Geräte gewährleistet. Bei geschlossener Schwenktüre sind insbesondere die empfindlichen Vorderseiten der HiFi-Geräte abgedeckt und damit vor unbeabsichtigtem Zugriff geschützt.
Nach einer weiteren vorteilhaften Ausgestaltung ist vorge­ sehen, daß der lotrechte Abstand der Schwenkachse der zu­ mindest einen schwenkbaren Türe von einer Hinterkante der Vorrichtung etwa 2/3 der Gesamttiefe der Vorrichtung aus­ macht. Dadurch weist der Stützkörper bzw. die Haltevorrich­ tung einerseits eine ausreichend hohe Standfestigkeit auf; auf der anderen Seite verbleibt auf der Innenseite der Türe ein ausreichender Raum, um auch voluminöse Lautsprecher unterzubringen. Schließlich kann bei dieser Ausgestaltung die Abstrahlrichtung des Lautsprechers in einem besonders großen Schwenkbereich eingestellt werden. Durch einfaches Verschwenken der Türe kann die Abstrahlrichtung des Laut­ sprechers der Akustik des betreffenden Raumes angepaßt wer­ den. Eine Veränderung der Boxenstellung ist ohne großen Kraftaufwand möglich und kann beispielsweise auch von Jugendlichen und/oder älteren Menschen ohne weiteres durch­ geführt werden.
Eine erfindungsgemäß bevorzugte Ausführungsform einer Halte­ vorrichtung für Geräte der Unterhaltungselektronik weist einen kreisförmigen Querschnitt und Grundriß auf. Diese Haltevorrichtung weist eine zylinderförmige Wand auf. Es ist eine schwenkbare Türe oder es sind zwei schwenkbare, mitein­ ander zusammenwirkende Türken vorgesehen, die einen Bestand­ teil dieser linderförmigen Wand bilden. In diesem Falle wird eine ästhetisch besonders ansprechende Ausführungsform der Haltevorrichtung dann erhalten, wenn ein Verhältnis der Abmessungen (Länge zu Durchmesser) der Haltevorrichtung vor­ gesehen ist, das insbesondere dem entsprechenden Verhältnis von Weißblech-Getränkedosen entspricht. In diesem Falle weist die Haltevorrichtung vorzugsweise einen kurzen Sockel auf, dessen Durchmesser geringförmig kleiner ist als der Außendurchmesser der Haltevorrichtung. Ferner weist die Haltevorrichtung in ihrem oberen Abschnitt einen radial rückspringenden Absatz auf, dessen Außendurchmesser etwa dem Durchmesser des Sockels entspricht. In diesem Falle kann die Wand an ihrer Außenseite vorzugsweise mit farbigen Elemen­ ten, einem Firmenlogo oder Darstellungen aus der Popszene verziert sein.
Nach einer alternativen Ausgestaltung weist die säulenförmi­ ge oder turmartige Haltevorrichtung einen vieleckigen Quer­ schnitt auf. Diese Ausführungsform wird insbesondere dann vorgesehen, wenn die Haltevorrichtung aus Holz gefertigt wird.
Für die Befestigung der schwenkbar angelenkten Türe an dem Stützkörper oder an der Wand der Haltevorrichtung kommen typische Scharniere in Betracht, wie sie beispielsweise aus der Möbelherstellung bekannt und geläufig sind. Solche Scharniere weisen ein erstes Scharnierbefestigungsteil auf, das an dem feststehenden Element befestigt ist. Weiterhin weist das Scharnier ein zweites Scharnierbefestigungsteil auf, das an dem schwenkbar angeordneten Element befestigt ist. Ferner ist ein gemeinsames Lager- oder Gelenkteil vor­ handen, das die beiden Scharnierbefestigungsteile schwenkbar miteinander verbindet. Typischerweise weist ein solches Lager- oder Gelenkteil einen Stab oder Zapfen auf, der von Bändern umfaßt wird, die einstückig mit dem jeweiligen Scharnierbefestigungsteil verbunden sind. Die Erfindung ist nicht auf eine bestimmte Ausführungsform eines solchen Scharnieres beschränkt. Vielmehr können beliebige Ausfüh­ rungsformen in Betracht kommen, solange eine elektrisch lei­ tende Verbindung vom ersten Scharnierbefestigungsteil zum zweiten Scharnierbefestigungsteil gewährleistet ist und soweit das Scharnier für eine ausreichende mechanische Sta­ bilität ausgelegt ist, um eine Türe schwenkbar zu halten, in der wenigstens ein Lautsprecher untergebracht ist.
Im Rahmen der vorliegenden Erfindung liefert ein solches Scharnier nicht nur eine schwenkbare Halterung der Türe und/ oder einer als Türe wirkenden Lautsprecherbox an dem fest­ stehenden Stützkörper bzw. dessen Wand, sondern dient auch als Brücke in einer Verbindungsleitung, welche einen Geräte­ ausgang mit dem entsprechenden Lautsprechereingang verbin­ det. Jede Türe wird vorzugsweise von mehreren Scharnieren gehalten, und jedes Scharnier transportiert eine andere elektrische Phase. Die eine Türe schwenkbar haltenden Scharniere sind elektrisch gegeneinander isoliert. Hierzu besteht entweder das Material der Türe und des Stützkörpers bzw. der Wand aus einem elektrischen Nichtleiter, oder es ist eine elektrisch wirksame Isolierung zwischen erstem Scharnierbefestigungsteil und Stützkörper bzw. Wand und zweitem Scharnierbefestigungsteil und Türe vorgesehen.
Die elektrisch leitende Verbindung des ersten Scharnierbe­ festigungsteils mit dem zum Geräteausgang führenden Leiter­ abschnitt sowie die elektrisch leitende Verbindung des zwei­ ten Scharnierbefestigungsteils mit dem zum Lautsprecherein­ gang führenden zweiten Leiterabschnitt kann jeweils gemein­ sam mit der Befestigung der Scharnierbefestigungsteile am jeweiligen Untergrund durchgeführt werden. Als solche Be­ festigungsmittel kommen typischerweise Schrauben in Be­ tracht, die in einen isolierenden Untergrund eingeschraubt sind.
Nachstehend wird die Erfindung anhand einer bevorzugten Aus­ führungsform mit Bezugnahme auf die Zeichnungen näher er­ läutert; es zeigen:
Fig. 1 eine Vorderansicht einer erfindungsgemäßen Haltevorrichtung mit zwei Türen, die geöffnet dargestellt sind;
Fig. 2 eine schematische Draufsicht von oben auf die Haltevorrichtung nach Fig. 1;
Fig. 3 einen Ausschnitt aus Fig. 1, nämlich ein Scharnier, das als elektrisch leitende Brücke in einer Leiterverbindung dient; und
Fig. 4 ein schematisches Schaltungsdiagramm.
Mit den Fig. 1 und 2 ist eine Haltevorrichtung 1 für Ge­ räte der Unterhaltungselektronik dargestellt. Zu dieser Haltevorrichtung 1 gehört ein nach Art eines Regales aufge­ bauter Stützkörper 2, der eine Anzahl horizontal ausgerich­ teter Fachböden 4 aufweist, die in vertikal ausgerichteten Seitenwänden gehalten und geführt sind. Auf diesen Fachböden 4 sind in erster Linie die Komponenten bzw. Geräte 20 einer HiFi-Anlage abgestützt. Jedes Gerät 20 könnte auf einem eigenen Fachboden 4 abgestützt sein. In der dargestellten Ausführungsform sind die Geräte turmartig übereinander ange­ ordnet, und der gesamte Geräteturm ist auf einem Fachboden 4 abgestützt. Weiterhin können in anderen Abteilungen des Stützkörpers 2 Musikkassetten 21 oder Kompaktdisketten (CD) 22 untergebracht sein.
In die Umfangswand 5 sind zwei zusammenwirkende Türen 6 ein­ gesetzt. Wie dargestellt ist die Anordnung der Türen 6 der­ artig, daß bei geöffneten Türen die Frontseite der Geräte 20 sichtbar und zugänglich ist. Jede Türe 6 ist mit Hilfe von zwei Scharnieren 10 schwenkbar an den Stützkörper 2 ange­ lenkt. Alternativ könnten die Türen 6 über die Scharniere 10 auch an der Umfangswand 5 angelenkt sein. Vorzugsweise sind diese Scharniere 10 an der Innenseite der Türe 6 und an der Innenseite einer Seitenwand 3 des Stützkörpers 2 oder an der Innenseite der Umfangswand 5 angebracht. Bei geschlossenen Türen 6 sind somit diese Scharniere 10 im wesentlichen nicht sichtbar.
Wie aus Fig. 3 ersichtlich, besteht jedes Scharnier im we­ sentlichen aus einem ersten Scharnierbefestigungsteil 12, einem zweiten Scharnierbefestigungsteil 11 und einem Gelenk- oder Lagerteil 13, welches das erste Scharnierbefestigungs­ teil 11 schwenkbar mit dem zweiten Scharnierbefestigungsteil 11 verbindet. Das erste Scharnierbefestigungsteil 12 ist mit Hilfe von Befestigungsmitteln 14 fest und dauerhaft an dem Stützkörper 2 oder an der Wand 5 befestigt. Das zweite Scharnierbefestigungsteil 11 ist mit Hilfe von Befestigungs­ mitteln 14 fest und dauerhaft an einer Türe 6 befestigt. Als Befestigungsmittel 14 kommen typischerweise Schrauben in Be­ tracht. Jedes Scharnier 10 besteht typischerweise aus Metall oder einem anderen elektrisch leitenden Material.
Zu den in der Haltevorrichtung 1 untergebrachten Geräten ge­ hört in jedem Falle eine Gerät 20 zur Tonwiedergabe (Tuner, oder Verstärker). Die Tonwiedergabe erfolgt mit Hilfe von einem oder mehreren Lautsprecher(n) 25, die an der Innen­ seite der schwenkbar angelenkten Türe(n) 6 befestigt oder untergebracht sind. Entsprechend der Darstellung ist für die Tonwiedergabe je eine Lautsprecherbox 26 mit drei verschie­ denen Lautsprechern 25 vorgesehen, die für verschiedene Frequenzen ausgelegt sind. Wenigstens eines der Geräte 20, typischerweise ein Verstärkerteil, weist einen oder mehrere - nicht dargestellte - Ausgänge auf, an denen NF-Signale und/oder Kleinspannungen zur Ansteuerung der Lautsprecher 25 anliegen. In gleicher Weise weist wenigstens ein Lautspre­ cher 25 oder die gesamte Lautsprecherbox 26 einen oder mehrere - nicht dargestellte - Eingänge auf, um den Laut­ sprechern 25 NF-Signale und/oder Kleinspannungen zur An­ steuerung und Tonerzeugung zuzuführen.
Wie schematisch mit Fig. 4 dargestellt, besteht eine Lei­ terverbindung zwischen dem Ausgang 23 des Gerätes 20 und dem zugeordneten Eingang 27 am Lautsprecher 25 bzw. an der Laut­ sprecherbox 26. Wie das in der Elektrotechnik üblich ist, können zur Übertragung verschiedener elektrischer Phasen ge­ trennte Leiterverbindungen vorgesehen sein. Jede Leiterver­ bindung weist einen ersten Leiterabschnitt 24 auf, der den Geräteausgang 23 mit dem ersten Scharnierbefestigungsteil 12 elektrisch leitend verbindet. Weiterhin weist jede Leiter­ verbindung einen zweiten Leiterabschnitt 28 auf, der den zweiten Scharnierbefestigungsteil 11 mit dem Lautsprecher­ eingang 27 elektrisch leitend verbindet. Auf diese Weise stellt jedes Scharnier 10 auch eine elektrisch leitende Brücke in der Leiterverbindung zwischen Geräteausgang 23 und Lautsprechereingang 27 dar.
Für Fachleute ist ersichtlich, daß auch zur Ansteuerung einer Lautsprecherbox 26 mit mehreren Lautsprechern 25 zwei Leiterverbindungen ausreichend sind, weil diese Lautsprecher 25 typischerweise in Reihe geschaltet sind und jeder einzel­ ne Lautsprecher 25 mit Hilfe von Filtereinrichtungen ledig­ lich die ihm zugeordneten Frequenzen/Signale aufnimmt. Auch für eine Lautsprecherbox 26 mit mehreren Lautsprechern 25 ist daher die Signalübertragung über zwei getrennte Schar­ niere 10 ausreichend.
Die Lautsprecher 25 können an der Innenseite einer Türe 6 befestigt sein. Weiterhin können die Lautsprecher 25 in eine Art Türfüllung eingebaut sein, die an der Innenseite einer Türe 6 angebracht ist. Ferner kann eine gesamte Lautspre­ cherbox 26 über die Scharniere 10 schwenkbar an dem Stütz­ körper 2 angelenkt sein - wie das in Fig. 1 dargestellt ist; in diesem Falle bildet eine schwenkbar angelenkte Laut­ sprecherbox 26 eine Türe 6.
Eine weitere Besonderheit der mit Fig. 1 dargestellten Hal­ tevorrichtung 1 besteht darin, daß diese Haltevorrichtung 1 einen kreisrunden Querschnitt aufweist. Die Umfangswand 5 und die beiden Türen 6 ergänzen sich zu einem Zylinder. Eine Besonderheit des Designs besteht darin, daß mit der Ausge­ staltung dieser (geschlossenen) Haltevorrichtung der opti­ sche Eindruck einer Getränkedose nachgeahmt wird. Entspre­ chend sind der Durchmesser 15 der Haltevorrichtung 1 und deren Länge, das ist Abmessung in Richtung der vertikalen Längsachse 16 im Verhältnis von Durchmesser und Länge einer Getränkedose bemessen. Der optische Eindruck einer Getränke­ dose wird verstärkt durch einen im Durchmesser zurückge­ nommenen Sockel 7, mit welchem die Haltevorrichtung 1 auf einer Standfläche bzw. auf einem Boden ruht und mit einem ebenfalls im Durchmesser zurückgenommenen Absatz 8, welcher den oberen Abschluß der Haltevorrichtung 1 bildet. Für diese Ausführungsform ist vorzugsweise vorgesehen, daß jede Türe 6 um eine vertikal ausgerüstete Schwenkachse 17 schwenkbar ist, welche durch die Lager- oder Gelenkteile 13 der im Abstand zueinander angeordneten Scharniere 10 an einer Türe 6 definiert ist. Diese Schwenkachse 17 weist zu einer Hin­ terkante 19 der Haltevorrichtung 1 einen lotrechten Abstand 18 auf, der etwa 2/3 der Gesamttiefe bzw. des Durchmessers 15 der Haltevorrichtung 1 ausmacht. Mit dieser Ausgestaltung wird für die Haltevorrichtung 1 eine besonders hohe Stabili­ tät erreicht und an der Innenseite der Türen 6 ausreichend Platz für die Unterbringung von Lautsprechern 25 geschaffen.

Claims (10)

1. Haltevorrichtung für Geräte der Unterhaltungselektronik, insbesondere HiFi-Anlagen und/oder TV-Geräte, mit
  • - einem nach Art eines Regales aufgebauten Stütz­ körper (2), in dem ein oder mehrere Geräte (20) gehalten und/oder eingebaut sind, wobei wenigstens ein Gerät Ausgänge (23) aufweist, an dem NF-Signale und/oder Kleinspannungen zum An­ steuern eines Lautsprechers anliegen;
  • - einer Wand (5), die den Stützkörper (2) wenigstens teilweise umgibt;
  • - wenigstens einer Türe (6), die mit Hilfe von einem oder mehreren Scharnieren (10) schwenkbar derartig an der Wand (5) oder an dem Stützkörper (2) ange­ lenkt ist, daß bei geöffneter Türe (6) die Front­ seite der Geräte (20) sichtbar und zugänglich ist;
  • - wenigstens einem Lautsprecher (25), der an der Innenseite der Türe (6) angebracht ist, gemeinsam mit der Türe (6) verschwenkbar ist und bei ge­ schlossener Türe (6) auf die Geräte (20) im Stütz­ körper (2) zugerichtet ist, wobei jeder Lautsprecher (25) Eingänge (27) für NF-Signale und/oder Kleinspannungen zur Ansteuerung und Tonerzeugung aufweist;
  • - den erforderlichen Leiterverbindungen zwischen den Geräteausgängen (23) und den Lautsprechereingängen (27);
wobei die Scharniere (10) aus Metall oder einem anderen elektrisch leitenden Material bestehen und aufweisen:
  • - ein erstes Scharnierbefestigungsteil (11), das an dem Stützkörper (2) oder an der Wand (5) befestigt ist,
  • - ein zweites Scharnierbefestigungsteil (12), das an der Türe (6) befestigt ist, und
  • - ein Lager- oder Gelenkteil (13), das das erste Scharnierbefestigungsteil (11) schwenkbar mit dem zweiten Scharnierbefestigungsteil (12) verbindet,
dadurch gekennzeichnet, daß jede Leiterverbindung einen ersten Leiterabschnitt (24) und einen zweiten Leiterabschnitt (28) aufweist; und der erste Leiterabschnitt (24) einen Geräteausgang (23) elektrisch leitend mit dem ersten Scharnierbefestigungs­ teil (12) verbindet; und
der zweite Leiterabschnitt (28) das zweite Scharnierbe­ festigungsteil (11) elektrisch leitend mit einem Laut­ sprechereingang (27) verbindet,
so daß das Scharnier (10) auch eine elektrisch leitende Brücke in der Leiterverbindung zwischen Geräteausgang (23) und Lautsprechereingang (27) darstellt.
2. Haltevorrichtung nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß entsprechend der Anzahl der elektrischen Phasen zur An­ steuerung der Lautsprecher (25) bzw. einer Lautsprecher­ box (26) mit mehreren Lautsprechern (25) je ein Scharnier (10) pro Türe (6) vorhanden ist.
3. Haltevorrichtung nach Anspruch 1 oder 2, dadurch gekennzeichnet, daß jedes Scharnier (10) mit einem Berührungsschutz versehen ist, ohne die elektrisch leitende Verbindung zwischen erstem und zweitem Scharnierbefestigungsteil (12 und 11) zu beeinträchtigen.
4. Haltevorrichtung nach Anspruch 3, dadurch gekennzeichnet, daß der Berührungsschutz ein Schutzlacküberzug oder eine Kunststoffbeschichtung ist.
5. Haltevorrichtung nach einem der Ansprüche 1 bis 4, dadurch gekennzeichnet, daß die Haltevorrichtung (1) eine Höhe oder Länge (Abmessung in vertikaler Richtung) aufweist, die deutlich größer ist, als die größte Querschnittsabmessung (Durchmesser (15) bei rundem oder elliptischem Querschnitt bzw. Dia­ gonale bei mehreckigem Querschnitt) der Haltvorrichtung (1).
6. Haltevorrichtung nach einem der Ansprüche 1 bis 5, dadurch gekennzeichnet, daß
die Haltevorrichtung (1) einen kreisförmigen Querschnitt aufweist; und
die Umfangswand (5) zylinderförmig ausgebildet ist.
7. Haltevorrichtung nach Anspruch 6, dadurch gekennzeichnet, daß die Haltevorrichtung (1) ein Verhältnis von Länge zu Durchmesser (15) aufweist, das im wesentlichen dem ent­ sprechenden Verhältnis von Länge zu Durchmesser bei Ge­ tränkedosen entspricht.
8. Haltevorrichtung nach einem der Ansprüche 1 bis 7, dadurch gekennzeichnet, daß
die Lager- oder Gelenkteile (13) der im Abstand zueinan­ der angeordneten Scharniere (10) an einer Türe (6) eine vertikal ausgerichtete Schwenkachse (17) dieser Türe (6) definieren;
die Haltevorrichtung (1) eine Hinterkante (19) aufweist; und
diese Schwenkachse (17) bezüglich der Hinterkante (19) in einem lotrechten Abstand (18) angeordnet ist, der etwa 2/3 der Gesamttiefe bzw. des Durchmessers (15) der Halte­ vorrichtung (1) ausmacht.
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