DE4428496C2 - Kugelgelenk - Google Patents
KugelgelenkInfo
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Description
Die Erfindung betrifft ein Kugelgelenk für nicht geradlinig ablaufende
Bewegungen gemäß dem Oberbegriff von Anspruch 1.
Im Stand der Technik sind Kugelgelenke bekannt, bei denen zur Halte
rung eines Kugelkopfes im Hohlraum einer Kugelpfanne eine Feder
vorgesehen ist, die sich mit freien Enden durch Schrägschlitze in der
Kugelpfanne und so weit erstreckt, daß sie den in der Kugelpfanne
angeordneten Kugelkopf festhält und somit ein Abstreifen aus der Kugel
pfanne heraus verhindert. Wesentliche Nachteile dieser Ausbildung beste
hen darin, daß die Metallfeder direkt an dem Kugelkopf anliegt, der in
aller Regel ebenfalls aus Metall besteht, so daß die Gefahr eines Ver
schleißens und einer Korrosion insbesondere dann sehr groß ist, wenn
die Kugelpfanne in einer feuchten Umgebung eingesetzt wird.
Des weiteren sind Kugelgelenke (DE 87 15 953 U1) bekannt, deren Kugel
pfanne für ein Kugelgelenk in gegenüberliegenden Wandabschnitten
schlitzartige Durchgänge zur Aufnahme von Keilen aufweist, die hinter
den größten Durchmesser des Kugelkopfes greifen, wobei ein Federbügel
diese Keile an die Kugeloberfläche des Kugelkopfes drückt. Derartige
Kugelgelenke können in Stahlausführung gemäß DIN 71802 oder in
Kunststoffausführung mit der oben erwähnten Verschlußbügelfeder herge
stellt sein. Die eigentliche Sicherung des Gelenkes wird mit der Ver
schlußbügelfeder realisiert, welche nach der Montage von Kugelkopf und
Kugelpfanne verschlossen wird und die Keile auf den Kugelkopf drückt.
Der Nachteil derartiger Kugelgelenke besteht neben der Tatsache, daß
sie technisch aufwendig sind, darin, daß das Verhältnis von Montagekraft
bzw. Demontagekraft zu gewolltem oder ungewolltem Abstreifen des
Kugelkopfes aus der Kugelpfanne lediglich ca. 1 : 2 beträgt. Darüber
hinaus muß gewährleistet sein, daß die Verschlußbügelfeder stets ge
schlossen ist, was vor allen Dingen in mit Schwingungen verbundenen
Einsatzbedingungen ein Problem darstellt.
In DE 39 05 474 A1 ist ein Kugelgelenk beschrieben, bei welchem der eigentliche
Kugelsitz aus Kunststoff besteht und einen Ringflansch aufweist, welcher mit
entsprechenden Kanten in einem entsprechend ausgebildeten Gehäuseteil ein
rastbar ist, wobei der Ringflansch beim Einsetzen in das Gehäuseteil elastisch
deformierbar ist. Der beschriebene Kugelsitz weist elastisch deformierbare Ab
schnitte auf, damit der Kugelsitz in dem Gehäuseteil mit federnden Rastmitteln
einsetzbar ist.
Des weiteren ist in US 4 993 863 ein Kugelgelenk beschrieben, bei welchem die
Kugelpfanne an ihrem Außenumfang durch eine Ringnut mit entsprechenden
Verbindungselementen gehalten wird und welche zur Erleichterung der Montage
auf der offenen Seite Schlitze aufweist. Die Schlitze bewirken, daß die Haltekraft
des Kugelgelenkes beschränkt ist. Dadurch ist zwar eine Demontage erleichtert,
große Zugkräfte können jedoch von dem Kugelgelenk nicht aufgenommen wer
den.
Es ist daher das Ziel der Erfindung, ein Kugelgelenk zu schaffen, das
mit geringem Kraftaufwand montierbar ist, eine gegenüber der Montage
kraft hohe Kraft gegen Abstreifen aufweist, an verschiedenste Einsatz
zwecke anpaßbar und mit geringem Aufwand demontierbar ist, ohne daß
hierzu technisch aufwendige Mittel erforderlich sind.
Dieses Ziel wird mit einem Kugelgelenk mit den Merkmalen nach An
spruch 1 erreicht.
Zweckmäßige Ausgestaltungen des erfindungsgemäßen Kugelgelenkes
ergeben sich aus den abhängigen Ansprüchen.
Danach ist die Kugelpfanne des Kugelgelenkes als zweiteiliges Element
ausgeführt, weist ein hülsenartiges Pfannenteil und ein dieses aufnehmen
des Ringelement auf, ist das Pfannenteil mit dem Ringelement verriegel
bar und weist darüber hinaus das Pfannenteil, das zur Aufnahme des
Kugelkopfelementes dient, eine Kugelkalotte in seinem Inneren auf, die
mit einer Hinterschneidung versehen ist. Die Hinterschneidung ist so
ausgeführt, daß der durch sie freigegebene Durchmesser kleiner ist als
der Maximaldurchmesser der Kugelkalotte, der dem Durchmesser des
Kugelkopfelementes entspricht. Dadurch wird nach erfolgtem Eindrücken
des Kugelkopfes in diese Kugelkalotte gewährleistet, daß ein leichtes
Lösen bzw Abstreifen des Kugelkopfelementes aus der Kugelkalotte der
Kugelpfanne heraus vermieden wird.
Vorzugsweise ist das Pfannenteil in elastischer Bauart ausgeführt, das
Ringelement dagegen in steifer Bauart, so daß vor einer Montage des
Pfannenteiles in das Ringelement der Kugelkopf in die Kugelkalotte
leicht eingeschoben werden kann, nach einer abschließenden Montage des
Pfannenteiles in das Ringelement hinein wegen der vorzugsweise steifen
Ausführung des Ringelementes ohne größeren Kraftaufwand wegen der
Hinterschneidung jedoch nicht ohne weiteres wieder abgestreift bzw. aus
der Kugelkalotte herausgezogen werden kann.
Zweckmäßig weist das Pfannenteil Radialschlitze auf, die vorzugsweise
symmetrisch in kreuzweiser Anordnung vorgesehen sind, um die Elastizi
tät von Montage und Halterung des Kugelkopfes in der Kugelkalotte zu
gewährleisten. Damit das Pfannenteil einerseits fest, andererseits jedoch
demontierbar im Ringelement arretiert werden kann, weist das Pfannen
teil Befestiger auf, die vorzugsweise in elastischer Bauart ausgeführt sind
und die hinter im Ringelement vorgesehenen und zu den Befestigern des
Pfannenteils entsprechend angepaßten Halterungen einrasten. Ein un
absichtliches Lösen des Pfannenteiles aus dem Ringelement wird somit
vermieden. Ein Lösen kann leicht durch Anwendung eines speziellen
Werkzeuges realisiert werden, das die Befestiger des Pfannenteils außer
Eingriff zu den Halterungen des Ringelementes bringt.
In einer weiteren bevorzugten Ausführungsform weist das Ringelement
für die Endmontageposition und für eine Vormontageposition jeweils eine
Halterung auf. In der Vormontageposition ist es gewährleistet, daß das
Pfannenteil mit dem Ringelement so verriegelt ist, daß die Kugelpfanne
als eine Einheit transportiert und gehandhabt werden kann. Die Endmon
tageposition wird erst nach Einfügen des Kugelkopfes in die Kugelkalotte
des Pfannenteils durch Einschieben des mit dem Kugelkopfelement
versehenen Pfannenteils in das Ringelement bis zum Anschlag eines
Anschlagflansches des Pfannenteiles in einem schulterförmigen Absatz des
Ringelementes erreicht.
Weitere Vorteile, Einzelheiten und Anwendungsmöglichkeiten der Erfindung
ergeben sich aus der nachfolgenden Beschreibung von Ausführungsbei
spielen in Verbindung mit den Zeichnungen. Es zeigen:
Fig. 1 eine Draufsicht des Pfannenteils, gesehen von der Seite des
Anschlagflansches;
Fig. 2 eine Schnittansicht des Pfannenteils entlang der Linie A-A von
Fig. 1;
Fig. 3 eine Draufsicht des Pfannenteils von Fig. 1, gesehen von der
Seite der Befestiger;
Fig. 4 eine Draufsicht des Ringelementes;
Fig. 5 Vormontage- und Endmontageposition des Pfannenteils relativ
zum Ringelement in einer Schnittdarstellung entlang der Linie
B-B von Fig. 4;
Fig. 6 ein Kugelkopfelement bekannter Bauart;
Fig. 7 eine Draufsicht eines Kugelgelenks mit einem Anschlußstück zur
Verbindung mit einem Schenkel eines Gelenks gemäß einem
weiteren Ausführungsbeispiel;
Fig. 8 eine Seitenansicht eines Kugelgelenks nach Fig. 7 mit geschnitte
nem Pfannenteil in der Vormontage- und in der Endmontagepo
sition; und
Fig. 9 eine Schnittansicht durch ein x-förmiges Stützelement zur Ver
bindung des Anschlußstückes mit einer Stange.
Die Fig. 1, 2 und 3 zeigen eine Draufsicht von der Seite des Anschlag
flansches, eine Schnittansicht bzw eine Draufsicht von der Seite der
Befestiger des Pfannenteils 1 gemäß der Erfindung. Dieses Pfannenteil 1
weist eine Kugelkalotte 6 auf, die zur Aufnahme eines Kugelkopfes 4
eines Kugelkopfelementes 3 dient. Die Kugelkalotte 6 ist bezüglich ihres
maximalen Durchmessers, der dem Durchmesser des aufzunehmenden
Kugelkopfes 4 entspricht, hinterschnitten. Diese Hinterschneidung definiert
eine Kante 5 mit einem kleinstmöglichen Durchmesser, der dennoch
gewährleistet, daß der Kugelkopf 4 eben noch mit vertretbarem Kraft
aufwand in die Kugelkalotte 6 eingeschoben werden kann, ohne daß die
durch die Hinterschneidung gebildete Kante 5 im Inneren des Pfannen
teils 1 durch Montage- oder Demontageoperationen beschädigt wird und
ohne daß der Montage- bzw Demontageaufwand zu groß wird. Der
Durchmesser der Hinterschneidung hängt von den jeweiligen Einsatz
bedingungen sowie den verwendeten Materialien ab. Zur Erleichterung
des Einfügens des Kugelkopfes 4 des Kugelkopfelementes 3 in die
Kugelkalotte 6 des Pfannenteils 1 weist das Pfannenteil 1 an seinem
Ende, das mit einem Anschlagflansch 8 zur Aufnahme in einem schulter
förmigen Absatz 9 in dem Ringelement 2 vorgesehen ist, eine trichterför
mige Öffnung auf, die sich vom Anschlagflansch 8 zu der Kante 5 der
Hinterschneidung verjüngt. Die elastische Eigenschaft des Pfannenteils 1
kann vorzugsweise dadurch verstärkt werden, daß sich bis hinter die
Hinterschneidung des Pfannenteils 1 erstreckende, kreuzweise angeordnete
Radialschlitze 7 vorgesehen sind. Diese Radialschlitze 7 erleichtern ein
Einführen des Kugelkopfes 4 in die Kugelkalotte 6, gewährleisten aber
dennoch nach erfolgter Montage des Pfannenteils 1 in dem Ringelement
2 einen großen Widerstand gegen Lösen des Kugelkopfelementes 3 aus
der Kugelkalotte 6 des Pfannenteils 1.
In eines vorzugsweise um 45° versetzten Anordnung zu den Radialschlit
zen 7 sind am äußeren Umfang des Pfannenteils 1 elastische Befestiger
vorgesehen, die als mit Schnapphaken versehene Ringsegmente 10 ausge
führt sind. Diese Ringsegmente 10 erstrecken sich im wesentlichen in,
bezogen auf die Einfügungsrichtung des Kugelkopfelementes 3 in die
Kugelkalotte 6, axialer Richtung am äußeren Umfang des Pfannenteils 1
und weisen einen sich im wesentlichen senkrecht zu der axialen Richtung
erstreckenden, nach außen vorstehenden Vorsprung in Form eines
Schnapphakens auf. Dieser Vorsprung ist dazu vorgesehen, daß er einen
im Ringelement 2 angeordneten, sich ringförmig erstreckenden Vorsprung
13 bzw 14 im Sinne eines Widerlagers hintergreift. Die Ringsegmente
sind zum Hintergreifen des untersten, im Ringelement 2 vorgesehenen
Vorsprungs 14 vorgesehen, um eine Vormontageposition 12 zu gewähr
leisten. In dieser Vormontageposition 12 ist das Pfannenteil 1 fest vom
Ringelement 2 gehalten, ohne daß das Kugelkopfelement 3 in das Pfan
nenteil 1 eingefügt ist. Das Erreichen der Endmontageposition 11 des
Pfannenteils 1 in dem Ringelement 2 wird nach Einschieben des Kugel
kopfelementes 3 in die Kugelkalotte 6 über die Kante 5 der Hinter
schneidung durch weiteres Einschieben des mit dem Kugelkopfelement 3
versehenen Pfannenteils 1 so weit in das Ringelement 2 realisiert, bis die
Endmontageposition 11 erreicht ist, wenn die Ringsegmente 10 hinter die
Auflage an dem Vorsprung 13 einrasten. Diese verschiedenen Montagepo
sitionen 12, 11 sind in Fig. 5 dargestellt.
Dadurch, daß das in Fig. 4 gezeigte Ringelement 2 in steifer Bauart
ausgeführt ist, wird in der Endmontageposition 11 das Pfannenteil 1
festgehalten, so daß ein Lösen des Kugelkopfelementes 3 aus der Kugel
kalotte 6 des Pfannenteils 1 heraus nur mit einem relativ hohen Kraft
aufwand möglich ist.
Sowohl Fig. 4 als auch Fig. 5 zeigen ein Kugelgelenk mit einem An
schlußstück 15, das zur Verbindung mit einem entsprechenden Schenkel
des durch das Kugelgelenk zu verbindenden Gelenks versehen ist. In der
Endmontageposition 11 in Fig. 5 ist das Pfannenteil 1 so weit in das
Ringelement 2 eingeschoben, daß der Anschlagflansch 8 in dem schulter
förmigen Absatz 9 vollständig aufgenommen ist, so daß die nach außen
weisende Seite des Anschlagflansches 8 des Pfannenteils 1 bündig mit
der diesem Flansch 8 zugeordneten Stirnseite des Ringelementes 2 ist.
In Fig. 6 ist ein als solches bekanntes Kugelkopfelement 3 dargestellt,
das mit einem Kugelkopf 4, einem Schaft, einem am Schaft vorgesehenen
Flansch und einem Gewindeabschnitt 16 versehen ist, der auf der Seite
des Flansches angeordnet ist, die dem Kugelkopf 4 abgewandt ist.
Ein wesentlicher Vorteil des Kugelgelenks besteht darin, daß ein hohes
Kräfteverhältnis von Montage- und Ausreißkraft von 1 : 10 und größer
erreicht werden kann.
Durch die zweiteilige Ausführung der Kugelpfanne kann das die Kugel
umschließende Pfannenteil 1 mit optimal auf die jeweiligen Anforderun
gen abgestimmten Materialien ausgeführt werden. Je nach Einsatzzweck
kann das Material des Pfannenteils 1 gleitfähig, dämpfend, abriebbestän
dig, usw. ausgeführt werden; das Material des Ringelementes 2, das die
Form einer Ringhülse aufweist, kann im Gegensatz dazu kostengünstig,
steif, verstärkt, andersfarbig, usw. ausgeführt werden.
In einem weiteren Ausführungsbeispiel kann entweder das Pfannenteil 1
oder das Ringelement 2 am äußeren Rand mit einer Schutzhülle, ins
besondere aus Gummi, versehen sein, die über das Kugelgelenk gezogen
werden kann, um eine z. B. staubgeschützte Ausführung zu gewährleisten.
Für spezielle Einsatzzwecke kann es erforderlich sein, daß das Gelenk
mit einer Fettschmierung versehen ist.
Die mit Schnapphaken versehenen Ringsegmente 10, die ringförmig am
Außenumfang des Pfannenteils 1 im Bereich von dessen Kugelkalotte 6
angeordnet sind, sind durch kreuzweise angeordnete weitere Radialschlitze
voneinander getrennt, so daß vier derartige Ringsegmente 10 vorhanden
sind. Die die einzelnen Ringsegmente trennenden weiteren Schlitze 21
sind zu den Schlitzen 7, die im Bereich des Anschlagflansches 8 bzw
der Hinterschneidung angeordnet sind, versetzt. Vorzugsweise sind die
weiteren Schlitze 21 zu den Schlitzen 7 um 45° versetzt.
Für die meisten Einsatzzwecke ist es sinnvoll, das Pfannenteil 1 aus
einem elastischen Material und das Ringelement 2 aus einem starren
bzw steifen Material herzustellen. Es ist jedoch auch möglich, beide
Kugelpfannenteile aus dem gleichen Material herzustellen, das vorzugs
weise Kunststoff ist.
In den Fig. 7, 8 und 9 ist ein Ringelement 2 dargestellt, welches an
seiner Außenfläche ein Anschlußstück 15 aufweist, das zur Verbindung
mit einem Schenkel eines durch das Kugelgelenk verbundenen Gelenks
vorgesehen ist. Der andere Schenkel des Gelenks ist an dem als Ge
windeabschnitt ausgebildeten Anschlußstück 16 befestigbar. In einem
bevorzugten Ausführungsbeispiel ist das Anschlußstück 15 integral mit
dem Ringelement 2 ausgebildet. Neben herkömmlichen Anschlußarten der
Schenkel des Gelenks über Außengewinde, Innengewinde, auf bzw
angespritzte Gestänge, Greif- bzw Klemmbefestigungen, usw. weist das
Anschlußstück 15 vorzugsweise einen hohlquadratischen Querschnitt zur
Verbindung mit einer Stange 18 mit quadratischem Querschnitt auf. Die
Verbindung zwischen dem Anschlußstück 15 und der Stange 18 ist z. B.
über ein im Querschnitt x-förmiges Stützelement 17 realisierbar (siehe
Fig. 9), das gleichzeitig als Führung dient, wobei eine Fixierung, ins
besondere eine Fixierung in Längsrichtung der Lage des Anschlußstückes
15 und der Stange 18 zueinander in entsprechend angepaßten und in den
Seitenwänden der Stange angeordneten rechteckigen Ausschnitten 20
durch Einrasten von speziell im Inneren des hohlquadratischen Quer
schnitts angeordneten Federhaken 19 realisierbar ist. Somit kann das
Gelenk über eine Steckverbindung mit den quadratisch geformten Stan
gen verbunden werden. Es kann damit erreicht werden, daß bei Gestän
gen in 90°-Schritten bei 360° umlaufend das Gelenk universell eingesetzt
werden kann. In einem derartigen Fall erfolgt die Führung über das x-
förmige Stützelement 17, das entweder an dem hohlquadratischen Stan
genprofil oder an dem Anschlußstück 15 angeordnet ist.
In den Wänden des quadratischen Stangenprofiles können rechteckige
Ausschnitte vorgesehen sein, mit deren Hilfe die Fixierung in Längsrich
tung realisiert wird, indem die Federhaken 19 in die jeweiligen Aus
schnitte 20 einrasten. Dieser Ausschnitt 20 kann an allen vier Seiten des
hohlquadratischen Querschnittes der Stange angebracht sein. Durch
Verlängerung des rechteckigen Ausschnittes 20 kann erreicht werden, daß
sich der Federhaken 19 in Längsrichtung darin bewegen kann. Je nach
Einsatzzweck kann die Länge des Anschlußstückes 15 variiert werden, so
daß das erfindungsgemäße Kugelgelenk für unterschiedlichste Einsatz
zwecke vorbereitet und eingesetzt werden kann.
Claims (5)
1. Kugelgelenk für nicht geradlinig ablaufende Bewegungen mit einem Kugel
kopfelement und einer einen Kugelkopf (4) des Kugelkopfelementes (3) auf
nehmenden Kugelpfanne, welche
- a) ein hülsenförmiges Pfannenteil (1) und ein dieses aufnehmendes Ring element (2) umfaßt; wobei
- b)
- a) das Pfannenteil (1) mit dem Ringelement (2) verriegelbar ist;
- b) eine mit einer Hinterschneidung versehene Kugelkalotte (6) zur Auf nahme des Kugelkopfes (4) und
- c) einen Anschlagflansch (8) aufweist, an dessen abgewandten Bereich des Pfannenteils Befestiger zum Einrasten in entsprechenden Halterun gen in dem Ringelement (2) vorgesehen sind, welche als elastische, integral am Außenumfang des Pfannenteiles (1) angeordnete, mit Schnapphaken versehene Ringelemente (10) ausgebildet sind,
- a) das Pfannenteil (1) Radialschlitze (7) aufweist, die sich von dem Aufnah meflansch (8) bis mindestens über eine durch eine Hinterschneidung gebil dete Kante (5) erstrecken,
- b) die Halterungen an der Innenwand des Ringelements (2) angeordnete, durch Ringnuten begrenzte Vorsprünge (13, 14) sind, welche eine Vormontagepo sition (12) und eine Endmontageposition (11) definieren, und
- c) die Ringelemente (10) in der Vormontageposition (12) und in der Endmon tageposition (11) jeweils hinter dem zugeordneten Vorsprung (13, 14) ein rastbar sind, wobei die einzelnen Ringelemente (10) durch weitere Schlitze (21), welche zu den Radialschlitzen (7) umfangsmäßig versetzt sind, von einander getrennt sind.
2. Kugelgelenk nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß die Radial
schlitze (7) um 45° zu den Schlitzen (21) versetzt sind.
3. Kugelgelenk nach Anspruch 1 oder 2, dadurch gekennzeichnet, daß der
die Vormontageposition (12) definierende Vorsprung (14) so ausgebildet
ist, daß bei darin eingerasteten Schnapphaken der Ringelemente (10) des
Pfannenteils (1) eine Position definiert wird, in welcher das Pfannenteil
(1) so weit aus dem Ringelement (2) ragt, daß der Kugelkopf (4) des
Kugelkopfelementes (3) in das Pfannenteil (1) einrastbar ist.
4. Kugelgelenk nach einem der Ansprüche 1 bis 3 dadurch gekennzeichnet,
daß das Ringelement (2) ein Anschlußstück (15) zur Verbindung mit
einem Schenkel eines durch das Kugelgelenk verbundenen Gelenks und
das Kugelkopfelement (3) einen sich vom Kugelkopf (4) erstreckenden
Schaft (16) zur Verbindung mit einem anderen Schenkel des Gelenks
aufweist, wobei das Anschlußstück (15) integral mit dem Ringelement
(2) verbunden ist und einen hohlquadratischen Querschnitt zur Aufnahme
einer Stange (18) mit quadratischem Querschnitt aufweist.
5. Kugelgelenk nach Anspruch 4, dadurch gekennzeichnet, daß die Ver
bindung zwischen dem Anschlußstück (15) und der Stange (18) ein im
Querschnitt x-förmiges Stützelement (17) einschließt, das gleichzeitig zur
Führung dient, wobei eine Fixierung, insbesondere eine Längsfixierung
der Lage des Anschlußstückes (15) und der Stange (18) zueinander in
entsprechend angepaßten und in den Seitenwänden der Stange oder im
Anschlußstück (15) angeordneten rechteckigen Ausschnitten (20) durch
Einrasten von Schnapphaken (19) erfolgt.
Priority Applications (1)
| Application Number | Priority Date | Filing Date | Title |
|---|---|---|---|
| DE19944428496 DE4428496C2 (de) | 1994-08-11 | 1994-08-11 | Kugelgelenk |
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| DE19944428496 DE4428496C2 (de) | 1994-08-11 | 1994-08-11 | Kugelgelenk |
Publications (2)
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| DE4428496A1 DE4428496A1 (de) | 1996-02-15 |
| DE4428496C2 true DE4428496C2 (de) | 1999-08-12 |
Family
ID=6525476
Family Applications (1)
| Application Number | Title | Priority Date | Filing Date |
|---|---|---|---|
| DE19944428496 Expired - Fee Related DE4428496C2 (de) | 1994-08-11 | 1994-08-11 | Kugelgelenk |
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