DE4429110C2 - Laserbeschriftungsanlage für Ausweiskarten o. dgl. - Google Patents

Laserbeschriftungsanlage für Ausweiskarten o. dgl.

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DE4429110C2 DE19944429110 DE4429110A DE4429110C2 DE 4429110 C2 DE4429110 C2 DE 4429110C2 DE 19944429110 DE19944429110 DE 19944429110 DE 4429110 A DE4429110 A DE 4429110A DE 4429110 C2 DE4429110 C2 DE 4429110C2
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Description

Die Erfindung bezieht sich auf eine Anlage zur Laserbeschriftung von Ausweiskarten, Bankkarten o. dgl. In einer solchen Anlage wird ein LASER-Strahl über eine Zweikoordinaten-Strahlablenkvorrichtung auf die zu bearbeitende (beschriftende) Ausweiskarte gerichtet, wobei diese über die Strahlablenkvorrichtung im Raster- oder Vektorverfahren mit dem LASER-Strahl beaufschlagt wird.
Um auf den speziell präparierten oder strukturierten Ausweiskarten mittels LASER-Strahles für eine Beschriftung oder Bildaufzeichnung jeweils lokal eine Schwärzung oder einen Farbumschlag zu bewirken, ist eine Schwellintensität im vom LASER-Strahl erzeugten Schreibpunkt oder -fleck notwendig. Eine hierfür ausreichende Strahlintensität liefert z. B. ein Neodym-YAG-LASER im Pulsbetrieb.
Bei den bekannten Laserstrahlbeschriftungsanlagen ist die pro Rasterschritt auf die Ausweiskarte auftreffende Strahlenergiedosis gleich; außerdem sind die Größe und die Form des LASER- Schreibfleckes auf der Ausweiskarte in jedem Rasterpunkt dieselbe. Eine Modulation des LASER′s selbst bzgl. seiner Leistung ist aufgrund der hohen Empfindlichkeit des nicht linearen LASER-Systems nur unzureichend reproduzierbar einstellbar.
Aus diesen Gründen ist die Auflösung und die Bildqualität bei der Aufzeichnung von Lichtbildern und der Beschriftung auf Ausweiskarten unzureichend.
Aus der DE 35 11 022 A1 ist ein Laseraufzeichnungs- und Farbprojektionssystem bekannt, bei der der Laserstrahl ebenfalls über eine Zweikoordinaten-Strahlablenkvorrichtung (Ablenkspiegel mit Galvanometerschwenkmotoren) abgelenkt wird. Eine Möglichkeit, die Größe und Form des Laserstrahls zu verändern, ist dort nicht vorgesehen.
Aus der DE 39 12 188 A1 ist eine Lasermarkierungsvorrichtung zum Aufbringen bestimmter Muster auf Gegenstände bekannt. Zu diesem Zweck wird dort in den Strahlengang eine im wirksamen Querschnitt nicht veränderbare Markierungsmaske/Blende eingebracht, deren wirksamer Querschnitt beispielsweise die Gestalt einer Raute aufweist.
Ferner ist aus der DE 36 28 915 A1 eine Laserstrahl-Aufzeichnungsvorrichtung beschrieben, bei der im Strahlengang eine Blende vorgesehen ist, wobei die Größe der Blendenöffnung nach Art einer optischen Blende für eine Kamera über einen Größenwählhebel einstellbar ist. Die Einstellzeiten einer solchen Blendenvorrichtung für die Umstellung von einer Blendengröße auf eine andere sind jedoch gemessen an den Zeiten zwischen zwei Beschriftungspositionen (Ablenkzeiten) für den Laserstrahl, die im µsec-Bereich liegen, relativ groß.
Aufgabe der Erfindung ist es daher, eine Laserbeschriftungsanlage zu schaffen, bei der die Größe oder Form des Laserschreibfleckes in schneller und reproduzierbarer Weise ohne eine Verlängerung der Gesamtbeschriftungszeit einstellbar ist, um eine verbesserte Qualität der aufzuzeichnenden Bilder oder Beschriftungen auf der Ausweiskarte zu erreichen.
Diese Aufgabe wird erfindungsgemäß durch die Merkmale des Patentanspruches 1 gelöst. Die sich daran anschließenden Unteransprüche enthalten vorteilhafte Ausgestaltungen und Weiterentwicklungen der Erfindung.
Die Laserbeschriftungsanlage für Ausweiskarten o. dgl., in der ein LASER-Strahl über eine Zweikoordinaten-Strahlablenkvorrichtung auf die zu bearbeitende Ausweiskarte gerichtet ist, weist erfindungsgemäß eine einstellbare Blendenvorrichtung zur Änderung der Intensität und der Querschnittsfläche des LASER-Strahles auf. Die Blendenvorrichtung ist dabei von einem den LASER-Strahl begrenzenden Blendenkörper gebildet, der an der Schwenkachse eines elektronisch ansteuerbaren Galvanometer-Schwenkmotors angeordnet ist. Der Blendenkörper ist somit innerhalb eines vorgegebenen Winkelbereiches stufenlos oder schrittweise verschwenkbar. Jedem einstellbaren Schwenkwinkel entspricht eine definierte Abschattung des LASER-Strahles.
Durch die Verwendung eines Galvanometer-Motors erfolgt die Verschwenkung des Blendenkörpers in sehr kurzen Zeiten (µs- Bereich). Da in den bekannten Laserbeschriftungsanlagen die zur Rasterung benutzte Zweikoordinaten-Strahlablenkvorrichtung von zwei Ablenkspiegeln gebildet ist, die ebenfalls über Galvanometer-Motoren verschwenkt werden, liegen die Zeiten zur Verschwenkung des Blendenkörpers in derselben Größenordnung wie die Verschwenkzeiten für die Ablenkspiegel. Eine Synchronisation zwischen der Ansteuerung für die Blendenvorrichtung und der Ansteuerung für die Strahlablenkvorrichtung ist somit problemlos möglich. Bevor die Strahlablenkvorrichtung für den jeweils nächsten Rasterpunkt eingestellt ist, wird der Blendenkörper zur Änderung der auf die Ausweiskarte auftreffenden Strahlenergiedosis und der Größe des LASER-Schreibfleckes verschwenkt. Durch die Rasterpunkt für Rasterpunkt einstellbare Ausblendung eines Teiles der LASER- Strahlung kann die auf die Ausweiskarte auftreffende Strahlenergiedosis z. B. der Schwärzungscharakteristik des Ausweiskartenmaterials angepaßt werden. Durch die Variation der Größe des LASER-Schreibfleckes wird ebenfalls die Auflösung verändert.
In den Zeichnungen sind Ausführungsbeispiele dargestellt, welche nachfolgend näher erläutert werden. Es zeigt:
Fig. 1 eine schematische Ansicht einer Laserbeschriftungsanlage,
Fig. 2 einen senkrechten Schnitt durch einen rohrförmigen Blendenkörper mit daran befestigter Galvanometer- Schwenkachse,
Fig. 3 einen Schnitt durch den rohrförmigen Blendenkörper senkrecht zur Rohrlängsachse,
Fig. 4 eine perspektivische Ansicht (Schräg von unten) auf den rohrförmigen Blendenkörper mit rautenartigen Blendenöffnungen und stirnseitig befestigter Schwenkachse,
Fig. 5 eine perspektivische Ansicht (Schräg von oben) auf einen Blendenkörper mit halbierten Rohrmantelabschnitten und sich gegenüberliegenden in der senkrechten Projektion zu einer Raute ergänzenden Blendenöffnungen in Form einer Rautenhälfte,
Fig. 6 eine perspektivische Ansicht eines U-profilförmigen Blendenkörpers mit auf den Stirnseiten sich deckungsgleich gegenüberliegenden rautenförmigen Blendenöffnungen,
Fig. 7 eine perspektivische Ansicht wie in Fig. 6, jedoch mit halbierten Stirnseiten,
Fig. 8 eine perspektivische Ansicht eines U-profilförmigen Blendenkörpers mit auf den Stirnseiten sich deckungsgleich gegenüberliegenden kreisrunden Blendenöffnungen,
Fig. 9 eine perspektivische Ansicht wie in Fig. 8, jedoch mit halbierten Stirnseiten,
Fig. 10 eine Draufsicht auf den Blendenkörper aus Fig. 9 mit zur Verdeutlichung "hochgeklappten" Stirnseiten,
Fig. 11 die Intensitätsverteilung des LASER-Strahles über den Querschnitt zu beiden Seiten des Mittelpunktstrahles vor dem Eintritt in den Blendenkörper,
Fig. 11A den Intensitätsverlauf des aus dem Blendenkörper austretenden LASER-Strahles,
Fig. 12 den Strahlverlauf durch den verschwenkten Blendenkörper,
Fig. 13 den Strahlverlauf durch einen Blendenkörper mit sich deckungsgleich gegenüberliegenden Blendenöffnungen in der maximal lichtdurchlässigen Stellung,
Fig. 14 den Strahlverlauf bei um den Abschattungsendwinkel (ϕTot.) verschwenktem Blendenkörper,
Fig. 15 eine Stirnansicht in Richtung des LASER-Strahles eines Blendenkörpers mit rautenförmigen Blendenöffnungen in der maximal lichtdurchlässigen Stellung,
Fig. 15A eine Stirnansicht wie in Fig. 15, jedoch in einer Abschattungs-Schwenkstellung des Blendenkörpers,
Fig. 16 und 17 jeweils ein Draufsicht auf eine im LASER-Strahl angeordnete Platte als Blendenkörper; in der maximal lichtdurchlässigen Stellung (Fig. 16) und in einer den LASER-Strahl teilweise abschattenden Stellung (Fig. 17),
Fig. 18 eine Stirnansicht des plattenartigen Blendenkörpers mit daran befestigter Schwenkachse,
Fig. 19 eine Stirnansicht des plattenartigen Blendenkörpers im LASER-Strahl.
In Fig. 1 ist eine schematische Übersicht mit den Komponenten der Laserbeschriftungsanlage gezeigt. Das eigentliche LASER-System (1) besteht aus dem in Längsrichtung zwischen den Resonatorspiegeln (10A, 10B) angeordneten Neodym-YAG-Kristall (11), einer Hochleistungslichtquelle (12) zum optischen Pumpen des Nd-YAG- Kristalles (11), einer Modenblende (13) zur Selektion einer bestimmten Mode und einem hochfrequenten elektrooptischen Schalter (14) zum Ein- und Ausschalten des kohärenten LASER-Strahles, wodurch ein Pulsbetrieb mit für eine Laserbeschriftung ausreichend hohen Leistungen erreicht wird. Die Wellenlänge der LASER-Strahlung beim Nd-YAG-LASER beträgt 1,06 µm. Einer der Resonatorspiegel (10A) ist teildurchlässig, damit ein Teil der LASER-Strahlung aus dem Resonator ausgekoppelt wird. Der Strahldurchmesser (D1) des ausgekoppelten Strahles (2) beträgt typischerweise ca. 0, 9 mm. Dieser Strahl (2) wird nun bei herkömmlichen Laserbeschriftungsanlagen über eine Strahlaufweitungsoptik (3) direkt auf eine Zweikoordinaten-Strahlablenkvorrichtung (4) gelenkt, welche aus zwei jeweils von einem Galvanometer-Motor verschwenkbaren Ablenkspiegeln gebildet ist. Die Strahlaufweitung erfolgt, damit die Strahlintensität pro Fläche auf den Spiegeln nicht zu groß ist, wodurch eine thermische Beschädigung der Spiegel aufgrund von Absorption vermieden wird. Der Strahldurchmesser (D2) des aufgeweiteten Strahles (2) beträgt typischerweise ca. 3-5 mm. Der abgelenkte aufgeweitete LASER-Strahl (2) wird dann über ein Planfeldobjektiv (5) auf die Ausweiskarte (6) fokussiert.
In der Laserbeschriftungsanlage gemäß einem Ausführungsbeispiel ist zwischen der Strahlaufweitungsoptik (3) und der Strahlablenkvorrichtung (4) eine elektronisch sehr schnell einstellbare Blendenvorrichtung (7) zur Änderung der Intensität und der Querschnittsfläche des LASER- Strahles (2) angeordnet. Die Blendenvorrichtung (7) ist von einem den LASER-Strahl (2) begrenzenden Blendenkörper (70) gebildet, der an der Schwenkachse (72) eines handelsüblichen Galvanometer-Schwenkmotors (71) befestigt ist. Der Blendenkörper (70) ist innerhalb eines vorgegebenen Winkelbereiches stufenlos oder schrittweise gegenüber dem LASER-Strahl verschwenkbar. Jedem einstellbaren Schwenkwinkel (ϕ) entspricht eine definierte Abschattung des LASER-Strahles (2). Durch die einstellbare Ausblendung eines Teiles der LASER-Strahlung (2) läßt sich die auf die Ausweiskarte (6) auftreffende Strahlenergiedosis Punkt für Punkt einstellen, und somit eine gewünschte Schwärzung oder ein gewünschter Farbumschlag erzielen. Die Ansteuerelektronik für die Galvanometer-Motoren der Ablenkspiegel kann in vorteilhafter Weise auch für die Ansteuerung des Galvanometer-Motors (71) zur Verschwenkung des Blendenkörpers (70) verwendet werden. Die Positionierung der Ablenkspiegel und des Blendenkörpers (70) für den jeweils nächsten Rasterpunkt erfolgt während der Auszeiten (Aufladephasen im µsec-Bereich) des gepulsten Nd-YAG-LASER′s (2).
In einer ersten Ausführungsform (vgl. Fig. 2 bis 4) ist der Blendenkörper (70) von einem dünnwandigen zylindrischen Rohr (73) gebildet. Dieses Rohr (73) ist an einem Ende offen und weist an dem anderen Ende eine Stirnwandung (73A) mit einer Aufnahmebuchse (75) für die Galvanometer-Schwenkachse (72) auf. Auf dem Rohrmantel (73B) befinden sich zwei in Blickrichtung senkrecht zur Rohrlängsachse (73C) deckungsgleich gegenüberliegende als Blendenöffnungen (74A, 74B) dienende Aussparungen für den LASER-Strahldurchtritt. Das Rohr (73) ist dabei um die Rohrlängsachse (73C) verschwenkbar, wobei der Mittelpunktstrahl (20) des LASER-Strahles (2) die Blendenöffnungen (74A, 74B) jeweils im Zentrum passiert. Der Blendenkörper (70) ist vorzugsweise einstückig hergestellt und aus rundem Vollmaterial gedreht, um Unwuchten zu vermeiden. Die Rohrwandungen (73D) sind möglichst dünn, damit das Massenträgheitsmoment des Blendenkörpers (70) klein ist. Unter diesen Voraussetzungen (keine Unwucht, geringes Massenträgheitsmoment) ist eine schnelle Verschwenkung des Blendenkörpers (70) mittels eines Galvanometer-Schwenkmotors (71) gewährleistet.
Die Blendenöffnungen (74A, 74B) weisen in bevorzugter Weise in der senkrechten Projektion einen rautenförmigen Querschnitt auf. Dabei verläuft die eine Rautendiagonale auf dem Rohrmantel (73B) parallel zur Rohrlängsachse (73C), während die andere Rautendiagonale parallel zum Mantelumfang verläuft. Das Rohr (73) weist einen solchen Umfang auf, daß die zur LASER-Strahl-Abschattung dienenden Rohrmantelwandungen (73E) zu beiden Seiten der Blendenöffnungen (74A, 74B) bei der Verschwenkung des Rohres (73) um einen Abschattungsendwinkel (ϕTot.) den LASER-Strahl (2) über seinen gesamten Querschnitt abschatten - vgl. Fig. 14. Mit diesen rautenförmigen Blendenöffnungen (74A, 74B) wird aus dem LASER-Strahl (2) mit ursprünglich kreisrundem Querschnitt auf der Ausweiskarte (6) ein rautenförmiger LASER-Schreibfleck (21) mit je nach eingestelltem Abschattungs-Schwenkwinkel (ϕ) unterschiedlicher Größe erzeugt. Von diesen rautenförmigen LASER-Schreibflecken lassen sich auf einer vorgegebenen Beschriftungsfläche mehr unterbringen, als dies im Fall von kreisförmigen LASER-Schreibflecken derselben Größe möglich wäre.
In Fig. 5 ist eine weitere Ausführungsform des Blendenkörpers (70) dargestellt. Diese Ausführungsform geht aus dem rohrförmigen Blendenkörper - vgl. Fig. 4 - hervor, indem dieser entlang zweier jeweils parallel zur Rohrlängsachse (73C) und im Abstand zueinander parallel verlaufender Schnittflächen geschnitten wird, wobei die beiden sich deckungsgleich gegenüberliegenden Blendenöffnungen (74A, 74B) von jeweils einer Schnittfläche halbiert werden. Durch diese Maßnahme wird das Massenträgheitsmoment in vorteilhafter Weise deutlich reduziert. Die Abschattungseigenschaften dieses nur aus Rohrmantelabschnitten (73E, 73E*) bestehenden Blendenkörpers werden dadurch nicht beeinträchtigt.
In Fig. 6 ist eine weitere Ausführungsform des Blendenkörpers (70) dargestellt, wobei dieser ein in der Seitenansicht U-förmiges Profil (76) aufweist, welches von zwei sich im Abstand parallel gegenüberliegenden und die rautenförmigen Blendenöffnungen (74A, 74B) aufweisenden Stirnseiten (76A, 76A*) und einem die Stirnseiten (76A, 76A*) verbindenden Steg (76B) gebildet ist. Im Mittelpunkt des Steges (76B) ist die Aufnahmebuchse (75) für die Galvanometer- Schwenkachse (72) angeordnet. Der U-förmige Blendenkörper ist um eine senkrecht zur Steglängsrichtung verlaufende Achse verschwenkbar. Die Blendenöffnungen (74A, 74B) liegen sich auf den Stirnseiten (76A, 76A*) in Blickrichtung zur Steglängsrichtung deckungsgleich gegenüber.
In Fig. 8 ist eine Ausführungsform eines U-profilförmigen Blendenkörpers (70) mit kreisförmigen Blendenöffnungen (74A, 74B) gezeigt.
In Fig. 7 und 9 sind weitere Ausführungsformen des Blendenkörpers (70) gezeigt. Diese gehen aus den U-profilförmigen Blendenkörpern (70) durch Abschneidung sich jeweils diagonal gegenüberliegender Stirnseitenhälften hervor. Durch diese Maßnahme wird wiederum das Massenträgheitsmoment reduziert. Zum besseren Verständnis ist in Fig. 10 eine Draufsicht (nicht maßstabsgetreu) auf den Blendenkörper (70) aus Fig. 9 mit "hochgeklappten" halbierten Stirnseiten (76A, 76A*) gezeigt.
Der Intensitätsverlauf (I/IMax) des LASER-Strahles (2) über den Querschnitt entspricht einer Gaußverteilung (vgl. Fig. 11 und 11A). Der bei weitem überwiegende Teil der Laserintensität (I) liegt innerhalb eines definierten Strahldurchmessers (D*), wobei jedoch auch außerhalb dieses Strahldurchmessers (D*) eine nach außen exponentiell abklingende Intensität (I) vorhanden ist. Mit dieser Intensitätsverteilung tritt der LASER-Strahl (2) in den von einem verschwenkbaren Doppelblendensystem gebildeten Blendenkörper (70) ein - vgl. Fig. 11 bis 14.
Bei der Verschwenkung des Blendenkörpers (70) um einen Abschattungswinkel (ϕ) wird der LASER-Strahl (2) in seiner Querschnittsfläche an seinen Rändern gleichmäßig abgeschattet. Der Intensitätsverlauf (I/IMax.) des LASER-Strahles (2) nach Passieren des Blendenkörpers (70) ist in Fig. 11A dargestellt.
Der Abschattungsendwinkel (ϕTot.) bestimmt sich aus dem Blendendurchmesser (D) und dem Abstand (L) der Blendenöffnungen (74A/74B) zueinander: ϕTot. = arctan (D/L).
Bei den herkömmlichen Laserbeschriftungsanlagen führt der außerhalb des definierten Strahldurchmessers (D) vorhandene Intensitätsanteil oft zu "Verschmierungen" zwischen eng benachbarten LASER- Schreibflecken (21), wo diese Anteile sich überlappend addieren. Dies wird durch die oben beschriebenen von einem verschwenkbaren Doppelblendensystem gebildeten Blendenkörper (70) vermieden.
In einer alternativen Ausführungsform ist der Blendenkörper (70) von einer dünnen Platte (77) - vgl. Fig. 16 bis 17 - oder einer dünnen Scheibe (nicht dargestellt) gebildet. Die Platte (77) ist um eine in der Plattenebene liegende und senkrecht durch den Mittelpunktstrahl (20) verlaufende Achse verschwenkbar, wobei die Platte (77) in der maximal lichtdurchlässigen Stellung parallel zum LASER-Strahl (2) angeordnet ist. Mit dieser Ausführungsform des Blendenkörpers (70) wird der LASER-Strahl (2) von innen heraus abgeschattet. Zur Befestigung der Galvanometer-Schwenkachse (72) an die Platte (77) weist die Schwenkachse (72) endseitig einen seitlich und stirnseitig offenen Aufnahmeschlitz (72A) auf, zwischen den die Platte (77) eingesteckt wird. In der eingesteckten Stellung ist die Platte (77) über eine Arretierschraube (78) fixierbar. Über entsprechende Arretierschrauben (nicht dargestellt) kann die Schwenkachse (72) auch in den Aufnahmebuchsen (75) der weiter oben beschriebenen Blendenkörper (70) befestigt werden. Statt dessen ist es auch möglich, die Galvanometer-Schwenkachse (72) jeweils in der Aufnahmebuchse (75) einzukleben.
Damit die von den abschattenden Oberflächen des Blendenkörpers (70) ausgebledete, intensive LASER-Strahlung keine Sicherheitsgefährdung darstellt, sind verschiedene Maßnahmen vorgesehen:
Bei den rohrförmigen Blendenkörpern (70) bewirken die gekrümmten Oberflächen eine Divergenz der reflektierten LASER-Strahlung, wodurch die Intensität pro Fläche gemindert wird. Außerdem ist es vorgesehen, die abschattenden Oberflächen zur Erzeugung einer diffusen Lichtreflexion aufzurauhen. Dies kann z. B. chemisch durch Ätzen oder mechanisch durch Sandstrahlen erfolgen. Alternativ dazu ist es vorgesehen, die abschattenden Oberflächen mit einer absorbierenden Schicht zu versehen.
Als Materialien für die Blendenkörper (70) kommen solche in Betracht, die ein geringes Massenträgheitsmoment ermöglichen. Die Verwendung von Aluminium ist aufgrund des geringen spezifischen Gewichts vorteilhaft. Bei der Verwendung von Edelstahl können die Wandstärken der Blendenkörper (70) gegenüber Aluminium-Blendenkörpern bei gleicher Stabilität reduziert werden. Statt aus Metall kann der Blendenkörper (70) auch aus Kunststoff hergestellt sein.

Claims (21)

1. Laserbeschriftungsanlage für Ausweiskarten o. dgl., in der ein LASER-Strahl (2) über eine Zweikoordinaten-Strahlablenkvorrichtung (4) auf die zu bearbeitende Ausweiskarte (6) gerichtet ist, dadurch gekennzeichnet, daß dieselbe eine einstellbare Blendenvorrichtung (7) zur Änderung der Intensität und der Querschnittsfläche des LASER-Strahles (2) aufweist, und die Blendenvorrichtung (7) von einem den LASER-Strahl (2) begrenzenden Blendenkörper (70) gebildet ist, welcher an der Schwenkachse (72) eines elektronisch ansteuerbaren Galvanometer-Schwenkmotors (71) angeordnet ist, wobei der Blendenkörper (70) um die zum Laser-Strahl (2) nicht parallele Schwenkachse (72) innerhalb eines vorgegebenen Winkelbereiches stufenlos oder schrittweise gegenüber dem LASER-Strahl (2) verschwenkbar ist und jedem einstellbaren Schwenkwinkel (ϕ) eine definierte Abschattung des LASER-Strahles (2) entspricht.
2. Laserbeschriftungsanlage nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß der Blendenkörper (70) von einem dünnwandigen zylindrischen Rohr (73) gebildet ist, welches an einem Ende eine Stirnwandung (73A) mit einer Aufnahmebuchse (75) für die Galvanometer-Schwenkachse (72) aufweist, und auf dem Rohrmantel (73B) zwei sich in Blickrichtung senkrecht zur Rohrlängsachse (73C) deckungsgleich gegenüberliegende als Blendenöffnungen (74A, 74B) dienende Aussparungen für den LASER- Strahldurchtritt aufweist, wobei das Rohr (73) um die Rohrlängsachse (73C) verschwenkbar ist und der Mittelpunktstrahl (20) des LASER- Strahles (2) die Blendenöffnungen (74A, 74B) jeweils im Zentrum passiert.
3. Laserbeschriftungsanlage nach Anspruch 1 oder 2, dadurch gekennzeichnet, daß der Blendenkörper (70) aus rundem Vollmaterial gedreht, einstückig hergestellt ist.
4. Laserbeschriftungsanlage nach Anspruch 2, dadurch gekennzeichnet, daß die Blendenöffnungen (74A, 74B) in der senkrechten Projektion einen rautenförmigen Querschnitt aufweisen, wobei die eine Rautendiagonale auf dem Rohrmantel (73B) parallel zur Rohrlängsachse (73C) und die andere Rautendiagonale parallel zum Mantelumfang verläuft.
5. Laserbeschriftungsanlage nach Anspruch 2, dadurch gekennzeichnet, daß die Blendenöffnungen (74A, 74B) in der senkrechten Projektion einen kreisrunden Querschnitt aufweisen.
6. Laserbeschriftungsanlage nach einem der vorstehenden Ansprüche 2, 4 oder 5, dadurch gekennzeichnet, daß die zur LASER-Strahl-Abschattung dienenden Rohrmantelwandungen (73D) zu beiden Seiten der Blendenöffnungen (74A, 74B) bei Verschwenkung des Rohres (73) um einen Abschattungsendwinkel (ϕTot.) den LASER-Strahl (2) über seinen gesamten Querschnitt abschatten.
7. Laserbeschriftungsanlage nach einem der vorstehenden Ansprüche 2, 4, 5 oder 6, dadurch gekennzeichnet, daß das Rohr (73) auf sich bzgl. der Rohrlängsachse (73C) diagonal gegenüberliegenden Rohrmantelabschnitten zusätzlich zu den Blendenöffnungen (74A, 74B) Aussparungen zur Reduzierung des Massenträgheitsmoments aufweist.
8. Laserbeschriftungsanlage nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß der Blendenkörper (70) ein in der Seitenansicht U-förmiges Profil (76) aufweist, welches von zwei sich im Abstand parallel gegenüberliegenden und die Blendenöffnungen (74A, 74B) aufweisenden Stirnseiten (76A, 76A*) und einem die Stirnseiten (76A, 76A*) verbindenden Steg (76B) mit einer Aufnahmebuchse (75) für die Galvanometer-Schwenkachse (72) gebildet ist, wobei die Blendenöffnungen (74A, 74B) auf den Stirnseiten (76A, 76A*) sich in Blickrichtung zur Steglängsrichtung deckungsgleich gegenüberliegen und der U-förmige Blendenkörper (70) um eine senkrecht zur Steglängsrichtung, durch den Stegmittelpunkt und parallel zu den Stirnseiten (76A, 76A*) verlaufende Achse verschwenkbar ist, und daß der Mittelpunktstrahl (20) des LASER-Strahls (2) die Blendenöffnungen (74A, 74B) jeweils im Zentrum passiert.
9. Laserbeschriftungsanlage nach Anspruch 8, dadurch gekennzeichnet, daß die Blendenöffnungen (74A, 74B) auf den Stirnseiten (76A, 76A*) einen rautenförmigen Querschnitt aufweisen.
10. Laserbeschriftungsanlage nach Anspruch 8, dadurch gekennzeichnet, daß die Blendenöffnungen (74A, 74B) auf den Stirnseiten (76A, 76A*) einen kreisförmigen Querschnitt aufweisen.
11. Laserbeschriftungsanlage nach einem der Ansprüche 8 bis 10, dadurch gekennzeichnet, daß die zur Abschattung dienenden Stirnseitenabschnitte zu beiden Seiten der Blendenöffnungen (74A, 74B) sich jeweils so weit erstrecken, daß bei der Verschwenkung des U-förmigen Blendenkörpers (70) bis zum Abschattungsendwinkel (ϕTot.) der LASER-Strahl (2) über seinen gesamten Querschnitt abgeschattet wird.
12. Laserbeschriftungsanlage nach einem der Ansprüche 8 bis 11, dadurch gekennzeichnet, daß zwei sich bzgl. der Schwenkachse (72) diagonal gegenüberliegende Stirnseitenabschnitte zur Reduzierung des Massenträgheitsmoments ausgespart sind.
13. Laserbeschriftungsanlage nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß der Blendenkörper von einer dünnen, rechteckigen Platte (77) oder einer dünnen kreisrunden Scheibe gebildet ist, welche um eine in der Platten- bzw. Scheibenebene liegende und senkrecht durch den Mittelpunktstrahl (20) verlaufende Achse verschwenkbar ist, wobei die Platte (77) oder die Scheibe in der maximal lichtdurchlässigen Stellung parallel zum LASER-Strahl (2) angeordnet ist.
14. Laserbeschriftungsanlage nach Anspruch 13, dadurch gekennzeichnet, daß die Galvanometer-Schwenkachse (72) endseitig einen seitlich und stirnseitig offenen Aufnahmeschlitz (72A) zur Befestigung der Platte (77) oder der Scheibe aufweist.
15. Laserbeschriftungsanlage nach einem der vorstehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, daß die Galvanometer-Schwenkachse (72) über eine oder mehrere Arretierschrauben (78) am Blendenkörper (70) festlegbar ist.
16. Laserbeschriftungsanlage nach Anspruch 2 oder einem der vorstehenden Ansprüche 8 bis 12, dadurch gekennzeichnet, daß die Galvanometer-Schwenkachse (72) in der Aufnahmebuchse (75) mit dem Blendenkörper (70) verklebt ist.
17. Laserbeschriftungsanlage nach einem der vorstehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, daß die abschattenden Oberflächen des Blendenkörpers (70) zur Erzeugung einer diffusen Lichtreflexion aufgerauht sind.
18. Laserbeschriftungsanlage nach einem der vorstehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, daß die abschattenden Oberflächen des Blendenkörpers (70) eine absorbierende Schicht aufweisen.
19. Laserbeschriftungsanlage nach einem der vorstehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, daß der Blendenkörper (70) aus Edelstahl hergestellt ist.
20. Laserbeschriftungsanlage nach einem der vorstehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, daß der Blendenkörper (70) aus Aluminium hergestellt ist.
21. Laserbeschriftungsanlage nach einem der vorstehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, daß der Blendenkörper (70) aus Kunststoff hergestellt ist.
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