DE4429537C2 - Abwasserreinigungsanlage - Google Patents
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Description
Die Erfindung betrifft eine Abwasserreinigungsanlage,
insbesondere mit einem Sammel- und Überlaufbecken zum Sammeln
von mit Feststoffen angereicherten Flüssigkeiten, mit einer im
wesentlichen kreiszylindrischen Trommel zum Trennen der
Feststoffe von der Flüssigkeit.
Mittels derartiger Abwasserreinigungsanlagen wird häufig eine
Trennung von Feststoffen, Kolloiden oder ähnlichem aus
Abwasser, Belebtschlamm-/Abwasser-Gemischen und ähnlichem durch
Siebung oder Filtration vorgenommen.
Typische Einsatzgebiete sind die Regenwasserbehandlung, als
Sandfang in Abwasserreinigungsanlagen, sowie zur Feststoff-
/Flüssigkeit-Trennung in Belebungsanlagen.
Ein besonders häufiges Anwendungsgebiet liegt in der
Mischwasserbehandlung, wobei das Mischwasser sich aus
Schmutzwasser und Regenwasser zusammensetzt, welche gemeinsam
in einem Kanal zu einer Kläranlage geleitet werden. Bei
mengenmäßiger Überlastung des Kanalnetzes nach starken
Niederschlägen kann ein Teil der Zuflüsse in
Regenüberlaufbecken zwischengespeichert werden. Ist aber auch
deren Kapazität überschritten, muß der Rest über einen
Beckenüberlauf in die Gewässer abgeschlagen werden. Die
abgeschlagene Flüssigkeit muß jedoch zuvor gereinigt werden, um
keine Schadstoffe oder andere Stoffe in die Gewässer
einzuleiten. Hierbei gelten häufig gesetzliche Vorschriften
über die erforderliche Reinheit des abgeschlagenen Wassers.
Nach dem Stand der Technik erfolgt die Reinigung des
abzuschlagenden Wassers durch Absetzenlassen der Feststoffe
und/oder Filtern, wozu ortsfeste Filter oder langsam rotierende
Trommelfilter verwendet wurden, bei welchen die mit Feststoffen
angereicherte Flüssigkeit im wesentlichen radial von der
Trommelaußenseite her in die Siebtrommel eingeleitet wurden und
von der Innenseite der Trommel her als gereinigtes Abwasser
herausgeführt wurden. Ein derartiges "Regenwasserent
lastungsbauwerk" ist beispielsweise aus der DE-OS 41 01 456
bekannt.
Als weitere Lösungen wurde die Verwendung von Sieb- oder
Rechenanlagen zur Abtrennung der Feststoffe vorgeschlagen.
Jedoch war diesen herkömmlichen Feststoffabtrenn-vorrichtungen
gemeinsam, daß sie einen großen Bauraumbedarf haben und dennoch
hinsichtlich der Stärke des möglichen Durchsatz-Massenstroms
unbefriedigend sind. Dies führte dazu, daß entweder
unverhältnismäßig große Filter eingesetzt oder die
Regenüberlaufbecken überdimensioniert werden mußten.
Entsprechendes gilt für Sandfänge, welche aus Gründen der
Betriebssicherheit in vielen Abwasserbehandlungseinheiten oder
Abwasserreinigungsanlagen zumeist die Trennung der im Abwasser
mitgespülten Sande oder anderer mineralischer Stoffe von den
organischen Stoffen ermöglichten. Zu diesem Zweck wurde
herkömmlicherweise die Sandabscheidung durch die Absetzwirkung
von Sanden und mineralischen Stoffen aufgrund der Wirkung der
Schwerkraft erreicht, oder der Wasserstrom mit den darin
enthaltenen Partikeln wurde auf einer Kreisbahn um die
Längsachse des Sandfangs bewegt, wobei je nach Beckengestaltung
eine unterschiedliche Walzenströmung induziert wurde, die zu
einer unterschiedlichen Abtrennung von anorganischem Material
und organischem Material führte. Der Sand beziehungsweise das
anorganische Material lagerte sich dabei herkömmlicherweise an
der Beckensohle ab, wo es durch Saug- oder Spülvorrichtungen
abgezogen wurde.
Auch hierbei war ein großer Platzbedarf für das Sandfang-Becken
erforderlich, wobei gleichzeitig die Abtrennwirkung
unbefriedigend war, bzw. die Stärke des möglichen Durchsatz-
Massenstrom gleichzeitig unbefriedigend blieb.
Entsprechendes gilt auch für eine Feststoff-/Flüssigkeits-
Trennung in Belebungsanlagen, wobei biologisch aktiver Schlamm
(der sogenannte belebte Schlamm) von Flüssigkeit getrennt
werden muß und in das Belebungsbecken zurückgeführt werden muß.
Herkömmlicherweise erfolgte diese Trennung in einem
Nachklärbecken, welches ebenso eine große Dimension bei einem
relativ unbefriedigenden Durchsatz-Massenstrom aufwies.
Andere Lösungen zur Feststoff-/Flüssigkeits-Trennung bei
Abwasserreinigungsanlagen beinhalteten bei Belebungsanlagen aus
Belebungsbecken und Nachklärbecken die Schritte der Siebung
oder Flotation im Teilstrom. Diese Lösung ist jedoch
unwirtschaftlich, da zu große Siebflächen benötigt werden oder
die Anlagen zu groß dimensioniert werden mußten.
Weiterhin ist eine als "Regenauslasstrommel" bezeichnete
Siebanlage bekannt (Schweizer Ingenieur & Architekt, Heft 9,
1981, S. 177), die aus einer horizontal gelagerten drehbaren
Trommel besteht und vom Wasser in Längsrichtung von innen nach
außen durchströmt wird. Eingebrachte Feststoffe werden an der
unteren und seitlichen Siebfläche vom Regenwasser getrennt,
wenn dieses die Trommel verläßt. Nachteilig ist, daß bei dieser
Anlage die Trennwirkung niedrig und der Betrieb vom
Massendurchsatz und der Strömungsgeschwindigkeit - und somit
auch vom Geländeprofil - stark abhängig ist, da die Rotation
der Trommel lediglich durch die Bewegungsenergie des Wassers
bewirkt wird. Zudem sind aufgrund der horizontalen Anordnung
der Trommel und des erforderlichen verhältnismäßig großen
Höhenunterschieds zwischen Zu- und Ablauf größere bauliche
Maßnahmen notwendig.
Durch die vorliegende Erfindung wird die Aufgabe gelöst, eine
Abwasserreinigungsanlage mit einer verbesserten Trennwirkung
und mit einem breit variablen Massendurchsatz bei gleichzeitig
reduziertem baulichen Aufwand bereitzustellen.
Dies wird erfindungsgemäß dadurch erreicht, daß die
Abwasserreinigungsanlage eine im wesentlichen kreiszylindrische
Trommel zum Trennen der Feststoffe von der Flüssigkeit
aufweist, die mit einem im wesentlichen tangentialen Einlauf im
Bereich ihrer ersten Stirnseite versehen ist, so daß die mit
Feststoffen angereicherte Flüssigkeit zu der Innenfläche der
Trommel gelangt, die um eine vertikale Drehachse drehbar
gelagert, mit einem Motor gekuppelt und angetrieben ist, und
die eine Sieb-Mantelfläche mit einer Maschenweite von 5 µm bis
1 mm aufweist und für Flüssigkeit durchlässig ist.
Durch den tangentialen Einlauf in die Trommel wird bewirkt, daß
die Eigenenergie der mit Feststoffen angereicherten Flüssigkeit
bei der Abscheidung behilflich ist.
Durch die Rotation der Trommel sammeln sich die Feststoffe an
der Trommel-Innenwand. Es wird so ein hoher Durchsatz-
Massenstrom und eine verbesserte Trennwirkung verwirklicht,
während gleichzeitig die an sich bekannten Sammel- und
Überlaufbecken, Sandabscheidungsbecken oder Nachklärbecken
wesentlich kleiner gestaltet werden können oder unter Umständen
sogar ganz weggelassen werden können.
Gleichwirkend mit der Form einer an beiden Stirnflächen offenen
Trommel ist die Ausgestaltung in Form einer im Bodenbereich
ganz oder teilweise geschlossenen, oben am tangentialen Einlauf
offenen Trommel, an die dann gegebenfalls vorhandene Abstreif-
oder Absprühvorrichtungen entsprechend angepaßt werden müssen.
Vorteilhaft weist die Sieb-Mantelfläche der Erfindung einen
derart geringen Strömungswiderstand auf, daß im wesentlichen
die gesamte Flüssigkeit durch die Sieb-Mantelfläche radial nach
außen geschleudert wird, wobei die Trommel vorteilhaft von
einem die Flüssigkeit auffangenden Schachtbauwerk umgeben ist.
An den Wänden des Schachtbauwerks sammelt sich dann die
gereinigte Flüssigkeit, fließt nach unten ab und wird
schließlich durch einen ersten Auslaß herausgeführt. Auf der
Innenwand der Trommel sammeln sich die Feststoffe und können
mittels eines Abstreifers abgeschält oder abgestreift werden.
Gemäß einer anderen vorteilhaften Weiterbildung der Erfindung
weist die Sieb-Mantelfläche einen relativ hohen
Strömungswiderstand auf, derart, daß nur ein Teil der
Flüssigkeit durch die Sieb-Mantelfläche radial nach außen
geschleudert wird, wobei die Trommel von einem die Flüssigkeit
auffangenden Schachtbauwerk umgeben ist, während der restliche
Teil der gereinigten Flüssigkeit in Axialrichtung der Trommel
und in Radialrichtung trommeleinwärts bezogen auf die
Feststoffe abgeführt wird.
Gemäß einer weiteren vorteilhaften Weiterbildung ist eine
Abspritzvorrichtung auf der Trommelaußenseite vorgesehen,
welche die an der Trommelwand abgeschiedenen Feststoffe durch
die Wand hindurch mit Flüssigkeit oder beispielsweise
Druckluft abspritzt, bzw. absprüht. Dieser Abspritzvorgang
kann kontinuierlich oder diskontinuierlich erfolgen, wobei
Abspritzdüsen auf die zylindrische Außenfläche der Trommel
gerichtet sind, während von der Innenseite der Trommel her
eine den Abspritzdüsen gegenüberliegende Auffang- und
Ableitvorrichtung angeordnet ist, mittels welcher die mit dem
Abspritzwasser vermischte Feststofffraktion durch einen
separaten Auslaß herausgeführt wird. Dieser Abspritzvorgang
kann kontinuierlich oder ebenso, wenn die Auffang- und
Abführvorrichtung nicht in der Trommel festgelegt angeordnet
ist, diskontinuierlich erfolgen, d. h., die Zuführung der mit
Feststoffen angereicherten Flüssigkeit kann hierzu
unterbrochen werden, und die Auffang- und Abführvorrichtung
kann axial in die Trommel hineingefahren werden, während die
Trommel mit langsamer Geschwindigkeit im Leerlauf rotiert,
damit die gesamte Umfangsfläche von den Abspritzdüsen
gereinigt werden kann.
Aus verfahrensökonomischen Gründen ist der kontinuierliche
Betrieb der Anlage bevorzugt, bei dem die Auffang- und
Ableitvorrichtung im Inneren der Trommel fest angeordnet ist
und durch die Abspritzdüsen Flüssigkeit oder Druckluft auf die
zylindrische Außenfläche der Trommel gerichtet wird.
Gemäß einer anderen vorteilhaften Ausgestaltung der Erfindung
weist die Trommel eine im wesentlichen glatte, flüssigkeits
undurchlässige Mantelfläche auf. Die Feststoffe werden
aufgrund ihres höheren spezifischen Gewichts an die Innenwand
der Trommel geschleudert und können gemäß einer anderen,
vorteilhaften Weiterbildung in der Nähe der zweiten Stirnseite
der Trommel in deren innenwandnahem Bereich abgegriffen
werden, während die gereinigte Flüssigkeit in Axialrichtung der
Trommel und in Radialrichtung trommeleinwärts bezogen auf die
Feststoffe abgeführt wird. Vorteilhaft werden dabei die
Feststoffe im Bereich der zweiten Stirnseite der Trommel in
einer umlaufenden Auffangrinne aufgefangen und abgeführt. Die
Gestaltung der Trommel mit einer durchgehenden Wand stellt eine
besonders robuste Ausführung dar und bringt den Vorteil mit
sich, daß die Innenwand der Trommel nur selten oder gar nicht
gereinigt werden muß.
Wie bei der Ausführungsform mit der Sieb-Mantelfläche kann auch
bei der Ausführungsform mit der geschlossenwandigen Trommel
vorteilhaft eine Abstreifvorrichtung vorgesehen sein, welche
zum Abstreifen von an der Trommelwand abgeschiedenen
Feststoffen vorgesehen ist und die in der Trommel fest
angeordnet ist oder in Axialrichtung in die Trommel
hineinfahrbar sein kann.
Durch die verschiedenen vorteilhaften Weiterbildungen kann
erreicht werden, daß der Abscheidevorgang einerseits nur
aufgrund der Zentrifugalkraft (bei geschlossener Trommelwand),
nur durch die Filtration (bei einer Sieb-Mantelfläche mit
geringem Strömungswiderstand) oder aufgrund einer Misch-
Abscheidung erfolgt, wobei die unterschiedlichen Abscheideform-
Ausgestaltungen je nach gewünschtem Durchsatz-Massenstrom der
zu behandelnden, mit Feststoffen angereicherten Flüssigkeiten
oder der gewünschten Abscheideeinheit gewählt werden können.
Dabei kann die Trommel nur geringfügig mit der mit den
Feststoffen angereicherten Flüssigkeit gefüllt sein,
beispielsweise auf ihrer Innenwand nur einen Flüssigkeitsfilm
aufweisen oder ganz aufgefüllt sein.
Die Lage der Trommel ist bevorzugt vertikal, kann aber auch in
Abhängigkeit von dem örtlichen Platzangebot schräg bis
waagrecht sein.
Die Durchmesser der Siebtrommel kann je nach Zulaufwassermenge
beziehungsweise Reinigungsziel mindestens 0,2-0,5 m und maximal
3-5 m betragen, wobei das Durchmesser-/Längenverhältnis bei
10 : 1 bis 1 : 10, bevorzugt 3 : 1 bis 1 : 3 liegen kann.
Die Maschenweite der Sieb-Mantelfläche beträgt vorzugsweise
0,5 µm bis etwa 5 mm, bevorzugt 5 µm-1mm. Für den Fall eines
Spaltsiebs kann die Spaltbreite von 0 (geschlossene
Trommelwand) bis zu 5 mm reichen.
Bevor die mit Feststoffen angereicherte Flüssigkeit der
Reinigung unterzogen wird, kann eine Fällung und/oder Flockung
mit oder ohne eine anschließende Sedimentationsstufe
zweckmäßig sein, wozu die in der Abwassertechnik üblichen
Fällungschemikalien Eisen- und/oder Aluminiumsalze oder
Flockungsmittel wie anionische und kationische Polyelektrolyte
und Natronlauge, Kalk, Säure verwendet werden.
Die Erfindung wird nachfolgend anhand eines bevorzugten
Ausführungsbeispiels unter Bezugnahme auf die Zeichnung
erläutert. In der Zeichnung zeigen:
Fig. 1 eine Seitenansicht der Trenneinrichtung;
Fig. 2 eine Draufsicht auf die in Fig. 1 gezeigte
Trenneinrichtung;
Fig. 3 verschiedene Trommeln mit unterschiedlichen Formen.
Die in Fig. 1 dargestellte Trenneinrichtung 1 ist in ein
Schachtbauwerk 2 eingebaut, dessen Betonwände 3 in der
Zeichnung dargestellt sind.
Mit Feststoffen angereicherte Flüssigkeit wird durch den
Einlauf 4 im wesentlichen tangential in die Trommel 5
eingeleitet. Die Trommel 5 ist drehbar gelagert und kann gemäß
dem Pfeil 6 rotieren. Gemäß diesem Ausführungsbeispiel wird
die Trommel mittels eines Motors 7, vorzugsweise eines
Elektromotors, mit Hilfe einer Antriebswelle 8 in Rotation
versetzt. Das tangential einlaufende, mit Feststoffen
angereicherte Wasser hilft dabei, die Trommel 5 in Rotation zu
versetzen. Wenn der Motor 7 ausfällt, vermag die tangential
eingeleitete Flüssigkeit auch ohne Hilfe des Motors 7 die
Trommel 5 in Rotation zu versetzen.
Gemäß dem dargestellten Ausführungsbeispiel weist die Trommel
5 eine Sieb-Mantelfläche 9 auf, welche flüssigkeitsdurchlässig
ist. Dabei wird vorzugsweise ein Teil der Flüssigkeit durch
die Sieb-Mantelfläche 9 geschleudert und von der Wand 3 des
Schachtbauwerks 2 aufgefangen und sammelt sich aufgrund der
Schwerkraft an dem Boden 10 des Schachtbauwerks 2. Aus dem
Schachtbauwerk 2 mündet im Bereich des Bodens 10 ein Auslaß 11
für die gereinigte Flüssigkeit aus. Ein Teil der Flüssigkeit
kann auch vertikal nach unten aus der Trommel 5 an deren
zweiter Stirnseite 12 austreten. Eine Auffangrinne 13 ist
rings der Unterkante an der zweiten Stirnseite 12 der Trommel
5 verlaufend radial und axial über den Trommelrand übertretend
angeordnet, um einen Teil der abgeschiedenen Feststoffe
aufzufangen. Der restliche Teil der abgeschiedenen Feststoffe
sammelt sich an der Sieb-Mantelfläche, daß heißt auf der
Innenfläche der Trommel 5.
Darüber hinaus ist die Trenneinrichtung mit einer
Abspritzvorrichtung 14 zum Reinigen der Innenwand der Trommel
5 versehen, wobei Spritzdüsen 15 von der Außenwand der Sieb-
Mantelfläche her mit relativ hohem Druck von der Pumpe 19
geförderte Flüssigkeit durch die Sieb-Mantelfläche 9 sprühen,
und auf der Innenseite der Trommel 5 den Spritzdüsen 15
gegenüberliegend eine Auffangvorrichtung 16 zum Auffangen der
von den Spritzdüsen losgelösten Feststofffraktion angeordnet
ist, welche an ihrem unteren Ende in ein Austragsrohr 17
mündet, welches schließlich in einen zweiten Auslaß 18 für das
Ablaufen der Feststofffraktion zusammen mit dem Abspritzwasser
mündet. Anstelle des Absprühens mit einer Flüssigkeit ist
damit gleichwirkend auch das Reinigen der Sieb-Mantelfläche 9
über aus den Spritzdüsen 15 ausgeblasene Druckluft.
Die Auffangvorrichtung 16 kann auch während des normalen
Betriebs in Axialrichtung aus der Siebtrommel herausgefahren
sein und nur für den Reinigungsvorgang in die Trommel 5
hineingefahren sein. Der Einlauf 4 ist auf seiner der
Siebtrommel 5 abgewandten Seite vorzugsweise mit einem in der
Zeichnung nicht dargestellten Sammel- und Überlaufbecken
verbunden, wobei die aus diesem Becken überlaufende, mit
Feststoffen angereicherte Flüssigkeit in der Trenneinrichtung
1 gereinigt werden kann.
Fig. 3 zeigt verschiedene, mögliche Formen für die Trommel 5,
je nach zu reinigender, mit Feststoffen angereicherter
Flüssigkeit, je nach gewünschtem Durchsatz-Massenstrom oder
betreffenden Konsistenz des Flüssigkeits-/Feststoff-Gemisches.
Mit der Bereitstellung der erfindungsgemäßen Abwasser
reinigungsanlage wird eine einfache und wirtschaftliche Lösung
vorgeschlagen, große mit Feststoffen angereicherten
Wassermengen schnell und effizient von den darin enthaltenen
Feststoffen zu befreien. Daher ist es möglich, die bisher
verwendeten "Zwischenspeicher"-Becken zu verkleinern, und
entsprechend ist die erfindungsgemäße Ausführungsform der
Abwasserreinigungsanlage in Verbindung mit gegenüber den aus
dem Stand der Technik bekannten verkleinerten
Regenüberlaufbecken, im Extremfall direkt am Regenüberlauf
eines Kanalrohres angeschlossen, Sandabscheidebecken oder
Klärbecken besonders bevorzugt.
Claims (5)
1. Abwasserreinigungsanlage, insbesondere mit einem Sammel- und
Überlaufbecken zum Sammeln von mit Feststoffen angereicherten
Flüssigkeiten, mit einer im wesentlichen kreiszylindrischen
Trommel zum Trennen der Feststoffe von der Flüssigkeit, dadurch
gekennzeichnet, daß die Trommel(5) mit einem im wesentlichen
tangentialen Einlauf (4) im Bereich ihrer ersten Stirnseite
versehen ist, so daß die mit Feststoffen angereicherte
Flüssigkeit zu der Innenfläche der Trommel (5) gelangt, daß die
Trommel (5) um eine vertikale Drehachse drehbar gelagert, mit
einem Motor (7) gekuppelt und angetrieben ist, und daß die
Trommel (5) eine Sieb-Mantelfläche (9) mit einer Maschenweite
von 5 µm bis 1 mm aufweist und für Flüssigkeit durchlässig ist.
2. Abwasserreinigungsanlage nach Anspruch 1, dadurch
gekennzeichnet, daß die Sieb-Mantelfläche (9) einen derart
geringen Strömungswiderstand aufweist, daß im wesentlichen die
gesamte Flüssigkeit durch die Sieb-Mantelfläche (9) radial nach
außen geschleudert wird, und die Trommel (5) von einem die
Flüssigkeit auffangenden Schachtbauwerk (2) umgeben ist.
3. Abwasserreinigungsanlage nach Anspruch 1, dadurch
gekennzeichnet, daß die Sieb-Mantelfläche (9) einen relativ
hohen Strömungswiderstand aufweist, so daß nur ein Teil der
Flüssigkeit durch die Sieb-Mantelfläche (9) radial nach außen
geschleudert wird, wobei die Trommel (5) von einem die
Flüssigkeit auffangenden Schachtbauwerk (2) umgeben ist,
während der restliche Teil der Flüssigkeit in Axialrichtung der
Trommel (5) und in Radialrichtung trommeleinwärts bezogen auf
die Feststoffe abgeführt wird.
4. Abwasserreinigungsanlage nach einem der Ansprüche 2 und 3,
dadurch gekennzeichnet, daß eine Abspritzvorrichtung (14) auf
der Trommelaußenseite vorgesehen ist, welche die an der
Trommelinnenwand abgeschiedenen Feststoffe durch die Wand
hindurch abspritzt.
5. Abwasserreinigungsanlage nach einem der vorangehenden
Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, daß eine Abstreifvorrichtung
vorgesehen ist, welche zum Abstreifen von an der Trommelwand
abgeschiedenen Feststoffen in der Trommel (5) festgelegt
angeordnet ist oder in Axialrichtung in die Trommel (5)
hineinfahrbar ist.
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