DE4430802C2 - Industrieofen, insbesondere Glasschmelzofen - Google Patents
Industrieofen, insbesondere GlasschmelzofenInfo
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Description
Die Erfindung betrifft einen Industrieofen, insbesondere einen
Glasschmelzofen.
Aus der US 5 147 438 ist ein Glasschmelzofen bekannt, der im
Cross-Fire-Betrieb betrieben wird. Hierzu sind jeweils
gegenüberliegend mehrere Brennermäuler vorgesehen, die
symmetrisch mit Brennstofflanzen bestückt sind. Jeweils zwei
der Brennermäuler sind dabei mit einem Sauerstoffbrenner
bestückt, der einen bestimmten Bereich erhitzen kann, ohne daß
die Flamme der Luftbrenner unterbrochen wird.
Aus der EP 584 401 A2 ist eine Schmelzwanne mit im Brennerhals
angeordneten Brennern bekannt, in denen über
Brennstoffzuführungsdüsen Brennstoff zugeführt wird. Hierbei
sind die Brennstoffzuführungsdüsen in den Wänden des
Brennerhalses angeordnet.
Schließlich ist aus der US 4 725 299 ein Glasschmelzofen
bekannt, bei dem jeweils zwei Brennerlanzen im Bereich eines
Brennermauls angeordnet sind. Hierbei soll eine Verringerung
des NOx-Ausstoßes durch Aufteilung des Verbrennungsbereiches in
zwei Verbrennungszonen erfolgen.
Allgemein wird bei Industrieöfen wird einer Schmelzwanne, die von
Ofenwänden und einem Gewölbe begrenzt ist, über mindestens
einen Brennluftkanal, der auch als Brennerport bezeichnet wird,
separat Verbrennungsluft und gasförmiger und/oder flüssiger
Brennstoff bzw. auch in gemischter Form zugeführt. Die
Verbrennungsluftzufuhr erfolgt über Luftkanäle, wobei in der
Regel eine Verbrennungsluftvorwärmung beispielsweise mittels
sogenannter Regenerativkammern erfolgt. In jedem Brennermaul
des Ofens ist mindestens eine Brennerlanze vorgesehen, aus der
im Betrieb Brennstoff mit einer bestimmten
Austrittsgeschwindigkeit ausströmt. Durch diese
Brennstoffeindüsung in den vorgeheizten Verbrennungsluftstrom
kommt es zu einer Brennstoff-Verbrennungsluft-Gemischbildung
und zur Ausbildung einer Flamme zur Beheizung des Ofens.
Je nach Ofengeometrie ist die Schmelzwanne z. B. als U-
Flammenwanne oder als Querflammenwanne ausgebildet. Bei einer
U-Flammenwanne ergibt sich für die aus den Brennermaul
austretende Strömung des Brennstoff-Verbrennungsluft-Gemisches,
das dann in einer länglichen Flamme verbrennt, ein im
wesentlichen U-förmiger Verlauf hin zu einen zweiten
Brennermaul, das der Abgasabführung dient. Im Falle eines
Glasschmelzofens bildet sich der U-förmige Verlauf der Flammen-
und Abgasströmung über einer in der Schmelzwanne befindlichen
Glasschmelze aus, um diese zu schmelzen. Dabei erfolgt
normalerweise ein zyklischer Feuerwechsel zwischen den beiden
Brennermäulern einer U-Flammenwanne, d. h. es dient wechselweise
das eine Brennermaul der Zufuhr von Verbrennungsluft und
Brennstoff und das andere Brennermaul im abgeschalteten Zustand
der Abgasabführung. Bei Glasschmelzöfen erfolgt eine
Umschaltung der Befeuerungsrichtung beispielsweise alle 20 bis
30 min. Bei einer Querflammenwanne ergibt sich eine im
wesentlichen geradlinige Flammen- und Abgasströmung z. B. über
einer Glasschmelze von einem zuführenden Brennermaul zu einem
gegenüberliegenden abführenden Brennermaul. Häufig sind dabei
mehrere Brennermaulpaare nebeneinander angeordnet. Auch hier
findet normalerweise ein zyklischer Feuerwechsel von den auf
der einen Seite der Schmelzwanne angeordneten Brennermäulern
auf die gegenüberliegenden Brennermäuler statt, wobei sich dann
die Strömungsrichtung im Ofen umkehrt.
Die Positionierung der Brennerlanze bzw. mehrerer Brennerlanzen
in einem Brennermaul erfolgt normalerweise in einer sogenannten
Underport-, Sideport- oder Throughport-Anordnung. Bei der
Underport-Anordnung befinden sich die Brennerlanzen im
Brennermaul in einem Bereich unterhalb des
Verbrennungsluftkanals. Dabei ist jede Brennerlanze in einen
sogenannten Düsenstein eingesetzt und in einem veränderbaren
Basis-Winkel zur generellen Strömungsrichtung der
Verbrennungsluft angeordnet. Bei der Sideport-Anordnung sind
die Gasbrennerlanzen seitlich im Brennermaul unter einem
veränderbaren Basis-Winkel zur Strömungsrichtung der
Verbrennungsluft ebenfalls in Düsensteine eingesetzt. Bei der
Throughport-Anordnung ragt mindestens eine Gasbrennerlanze im
Brennermaul in den Verbrennungsluftkanal hinein und wird
während der Brennstoffeindüsung von der vorgeheizten
Verbrennungsluft umströmt. Deshalb ist für eine derart
angeordnete Brennerlanze z. B. eine Wasserkühlung vorgesehen.
Diese kann in der Feuerpause ausgefahren werden.
Ein Problem bei derartigen Industrieöfen und insbesondere bei
Glasschmelzöfen ist die Verringerung der NOx-Bildung bei der
Verbrennung. Ein Lösungsansatz hierzu ist beispielsweise die
sogenannte Luftstufung der Verbrennungsluft, d. h., die
Verbrennungsluft wird z. B. einer U-Flammenwanne nicht nur über
einen Luftkanal durch ein Brennermaul zugeführt, sondern auch
über weitere in Strömungsrichtung hinter dem Brennermaul in den
seitlichen Ofenwänden angeordnete Luftzufuhröffnungen. Ein
weiterer Lösungsansatz zur NOx-Verringerung besteht in der
sogenannten Brennstoffstufung. Beide Vorgehensweisen sind
jedoch konstruktiv sehr aufwendig und damit nur mit
entsprechend hohen Kosten in einem Industrieofen zu
verwirklichen, und können in hohem Maße dem Feuerfestmaterial
schaden.
Der Erfindung liegt das technische Problem zugrunde, einen
Industrieofen, insbesondere Glasschmelzofen, zu schaffen, bei
dem bei guter Ofenleistung die NOx-Bildung gering gehalten
wird.
Dieses Problem wird erfindungsgemäß von einem Industrieofen,
insbesondere Glasschmelzofen, mit den Merkmalen des
Patentanspruchs 1 gelöst.
Während bei herkömmlichen Brennermäulern die Brennerlanzen
symmetrisch über die Breitenabmessung des Brennermauls verteilt
angeordnet sind, ist erfindungsgemäß eine asymmetrische
Anordnung der Brennerlanze bzw. der Brennerlanzen über die
Breitenabmessung des Brennermauls vorgesehen. Mit anderen
Worten ist bei der erfindungsgemäßen asymmetrischen
Brennerlanzenpositionierung in einem Brennermaul keine
Symmetrie der darin angeordneten Brennerlanzen zur vertikalen
Mittelebene des Brennermauls mehr gegeben. Dabei können
erfindungsgemäß beispielsweise die Abstände zwischen den
einzelnen Brennerlanzen untereinander jeweils gleich sein,
wobei aber dann die beabstandeten Brennerlanzen insgesamt aus
ihrer symmetrischen Position im Brennermaul zu einer Seite des
Brennermauls hin verschoben sind. Die Asymmetrie der
Brennerlanzenanordnung kann aber auch derart realisiert sein,
daß jeweils unterschiedliche Abstände sowohl zwischen den
Brennerlanzen als auch von den äußeren Brennerlanzen zu den
seitlichen Begrenzungen des Brennerports vorliegen.
Mit dieser erfindungsgemäßen Brennerlanzenpositionierung lassen
sich z. B. bei Glas- oder Basaltschmelzöfen bei vergleichbaren
Schmelzleistungen erheblich reduzierte Werte an NOx-Bildung
erreichen. Die asymmetrische Positionierung der Brennerlanzen
hängt dabei von der Anzahl der Brennerlanzen je Brennermaul,
der maximalen Brennstoffmenge je Brennerlanze und der
effektiven Verbrennungslufteinströmung zur Schmelzwanne
entsprechend der Brennermaulgestaltung ab. Bei Glasschmelzöfen
resultiert aus der konstruktiv bei der Ofengestaltung
berücksichtigten asymmetrischen Brennerlanzenanordnung bei
Nutzung sachgerechter Brennertechnik eine sehr schmelzintensive
Flammenführung mit optimaler Temperaturangleichung zwischen dem
Schmelz- und Läuterteil der Schmelzwanne bei gleichzeitiger
Minderung der NOx-Bildung über dem gesamten Flammenbereich.
Bei einem gemäß der Erfindung ausgeführten Industrieofen strömt
die Verbrennungsluft, die aus dem Brennermaul austritt, an den
Stellen, wo durch die asymmetrische Brennerlanzenanordnung
größere freie Zwischenräume über die Breitenabmessung des
Brennermauls vorgesehen sind, eine längere Wegstrecke in den
Ofenraum, bis sich dieser Luftanteil aktiv mit dem Brennstoff
vermischt und der darin enthaltene Sauerstoff in die
Verbrennungsreaktion einbezogen wird. Es ergibt sich also eine
räumliche Gliederung des Verbrennungsvorgangs in Richtung der
Einströmung in den Ofen. Im Bereich der Brennerlanzen wird
dabei mit unterstöchiometrischer Luftzufuhr gearbeitet, was
sich mindernd auf die NOx-Bildung auswirkt, wobei jedoch die
insgesamt zugeführte Verbrennungsluftmenge im Verhältnis zur
Brennstoffmenge einen gewissen Luftüberschuß aufweisen sollte,
damit die CO-Werte im Abgas minimiert werden.
Die erfindungsgemäße asymmetrische Brennerlanzenanordnung über
die Breitenabmessung des Brennermauls wird vorzugsweise bei
Industrieöfen verwendet, deren Schmelzwanne als U-Flammenwanne,
Querflammenwanne oder Floatwanne ausgebildet ist.
Gemäß der Erfindung ist die mindestens eine
Brennerlanze je Brennermaul mit einer Regeleinrichtung zur
Veränderung des Austrittsgeschwindigkeitsprofils des flüssigen,
z. B. ölförmigen und/oder gasförmigen Brennstoffs über den
Austrittsquerschnitt der Brennerlanze versehen. Vorzugsweise
umfaßt eine derartige Regeleinrichtung z. B. bei gasförmigem
Brennstoff der Gasbrennerlanze einen Mehrfachdüsenkopf.
Bei einer Kombination der asymmetrischen Brennerlanzenanordnung
über die Breitenabmessung des Brennermauls mit Brennerlanzen,
die hinsichtlich des Querschnittsprofils der
Brennstoffaustrittsgeschwindigkeiten regelbar sind, ergibt sich
der Vorteil, daß z. B. anstelle von drei Brennerlanzen je
Brennermaul in einem herkömmlichen Ofen nunmehr zwei
Brennerlanzen je Brennermaul für eine vergleichbare
Ofenleistung, z. B. der Schmelzleistung eines Glasschmelzofens,
ausreichen. Durch die Reduzierung von drei auf zwei
Brennerlanzen je Brennermaul wird die gesamte Brennstoffmenge
auf diese beiden Brennerlanzen konzentriert. Damit sich nicht
automatisch der Ausbrandweg, d. h. die Flammenlänge vergrößert,
wird mittels der regelbaren Brennerlanzen das
Austrittsgeschwindigkeitsprofil des Brennstoffs der einzelnen
Brennerlanzen bei jeweils gleichem Brennstoffdurchsatz
zurückgeregelt, um dadurch die Flammenlänge ebenfalls
zurückzunehmen.
Weiterhin ist es erfindungsgemäß günstig, die Breiten- und
Höhenabmessungen des Brennermauls im Vergleich zu herkömmlichen
Gestaltungen derart abzuwandeln, daß ein flacheres und
breiteres Brennermaul entsteht. Damit können in vorteilhafter
Weise die Asymmetrie der Brennerlanzenanordnung und die Breite
des Flammenbandes so ausbalanciert werden, daß ein Maximum an
NOx-Minderung bei höchster Schmelzleistung erreicht wird.
Zuvor wurde als bevorzugte Ausführung der Erfindung eine
asymmetrische Brennerlanzenanordnung für U-Flammenwannen
beschrieben, bei der die Brennerlanzen aus ihrer symmetrisch
verteilten Anordnung von der vertikalen Mittelebene der U-
Flammenwanne weg versetzt sind. Dies kann z. B. dadurch
erfolgen, daß anstelle von beispielsweise drei in herkömmlicher
Weise symmetrisch über die Breitenabmessung des Brennermauls
verteilten Brennerlanzen nur die beiden bezüglich des U-
förmigen Flammen- und Abgasströmungsverlaufs äußeren
Brennerlanzen im Brennermaul vorgesehen sind. Ebenso ist es
aber möglich, anstelle von z. B. drei symmetrisch verteilten
Brennerlanzen nur die beiden bezüglich des U-förmigen
Strömungsverlaufs innenliegenden Brennerlanzen in einer
asymmetrischen Anordnung vorzusehen. Im Vergleich zur
bevorzugten Ausführungsform mit zwei bezüglich des U-förmigen
Strömungsverlaufs außenliegenden Brennerlanzen wird hierbei
jedoch die NOx-Minderung in der Regel etwas niedriger
ausfallen.
Entsprechend der beispielhaft beschriebenen Reduzierung der
Brennerlanzenanzahl je Brennermaul von drei auf zwei Lanzen
kann auch eine Verringerung der Brennerlanzenanzahl bei einer
höheren oder geringeren Anzahl von in herkömmlicher Weise
symmetrisch verteilten Brennerlanzen vorgenommen werden, z. B.
von vier auf drei oder von sechs auf vier. Die Lanzenanzahl,
und somit auch eine mögliche Verringerung dieser Anzahl
gegenüber herkömmlichen Ofenkonstruktionen, hängt von
Einflußgrößen wie der Ofengröße, der Schmelzleistung und dem
Brennstoffverbrauch ab und muß im Einzelfall festgelegt werden.
Hierbei spielt auch die Festlegung der Abstände zwischen den
einzelnen Brennerlanzen eine wichtige Rolle.
Insbesondere bei einer Kombination der asymmetrischen
Brennerlanzenanordnung im Brennermaul mit der Verwendung von
regelbaren Gasbrennerlanzen und einer flacheren und breiteren
Brennermaulgestaltung läßt sich z. B. im Vergleich zu einem
herkömmlichen Glasschmelzofen die geforderte Schmelzleistung
mit dem gleichen oder sogar einem verringerten Energieeinsatz
realisieren, wobei aber die NOx-Bildung erheblich vermindert
ist.
Nachfolgend wird die Erfindung an einem Ausführungsbeispiel mit
Bezug auf die beigefügten Zeichnungen näher erläutert.
Es zeigen:
Fig. 1 eine schematisierte Draufsicht auf eine U-
Flammenwanne gemäß einem ersten Ausführungsbeispiel
eines erfindungsgemäßen Glasschmelzofens mit zwei
Brennerports (Brennerlanzen nur für einen Brennerport
schematisiert dargestellt);
Fig. 2 einen Ausschnitt einer schematisierten
Längsschnittansicht eines Brennerports des
Glasschmelzofens in Fig. 1;
Fig. 3 eine schematisierte Seitenansicht eines Brennerports
für eine U-Flammenwanne gemäß einem zweiten
Ausführungsbeispiel eines erfindungsgemäßen
Glasschmelzofens.
In Fig. 1 ist eine U-Flammenwanne 1 eines Glasschmelzofens
dargestellt, die von einer Vorderwand 3, zwei Seitenwänden 5
und einer Rückwand 4 begrenzt wird. Der Ofenraum wird außerdem
von einer Decke 6 (vgl. Fig. 3) und einem nicht dargestellten
Boden begrenzt. In der Vorderwand 3 sind zwei Brennerports 2
ausgebildet, die symmetrisch zu einer vertikalen Mittelebene 7
der U-Flammenwanne angeordnet sind. In dem in der Zeichnung
unteren Brennerport 2 sind drei Brennerlanzen 8 angeordnet.
Spiegelsymmetrisch zur Mittelebene 7 sind ebenfalls drei
Brennerlanzen im in der Zeichnung oberen Brennerport 2
angeordnet, die jedoch in Fig. 1 nicht dargestellt wurden. Zur
besseren Übersicht wurden in Fig. 1 ferner die Düsensteine
weggelassen und ebenso die oberen und unteren Begrenzungswände
eines Luftkanals 9, der in den Brennerport 2 einmündet. Die
Brennerlanzen 8 sind in einer sogenannten Underport-Anordnung
plaziert, die später mit Bezug auf Fig. 2 noch näher erläutert
wird.
In der U-Flammenwanne befindet sich eine Glasschmelze 10, deren
Flüssigkeitsspiegel unterhalb der Brennerports 2 liegt
(vgl. Fig. 3).
Wie in Fig. 1 zu sehen, sind die drei Brennerlanzen 8 des
Brennerports 2 nicht symmetrisch über die Breitenabmessung B
des Brennerports verteilt, sondern sie sind von der Mittelebene
7 weg zur in der Zeichnung unteren Seitenwand 5 hin verschoben.
Die drei Brennerlanzen sind also bezüglich einer vertikalen
Mittelebene des Brennerports 2 nicht symmetrisch angeordnet.
Somit liegt eine asymmetrische Brennerlanzenanordnung bezüglich
der Breitenabmessung B des Brennerports 2 vor. Im
Ausführungsbeispiel sind die Abstände zwischen den drei
Brennerlanzen 8 gleich groß gewählt, können aber auch ungleich
sein.
Fig. 2 zeigt die Underport-Anordnung der Brennerlanzen 8 im
Glasschmelzofen gemäß Fig. 1. Im Brennerport 2, der auch als
Brennermaul bezeichnet wird, endet im oberen Bereich ein
Luftkanal 9, der durch gemauerte Wände 11 begrenzt ist. Im
unteren Bereich des Brennerports 2 sind Düsensteine 12
angeordnet, die in ihrem Inneren jeweils eine düsenförmige
Durchgangsöffnung 13 ausbilden. In jeden Düsenstein 12 ist eine
Brennerlanze 8, die im Düsenstein kugelig abdichtet,
eingesetzt, die in Fig. 2 lediglich schematisch dargestellt
ist.
Die Brennerlanzen 8 sind bei den vorwiegend gasbefeuerten
Anlagen als Lanzen mit Mehrfachdüsenkopf ausgeführt, bei denen
der Brenngasstrom in mehrere Teilströme zerlegt werden kann und
die einzelnen Teilströme hinsichtlich ihrer
Austrittsgeschwindigkeiten bei gleichbleibendem
Brennstoffdurchsatz regelbar sind. Eine Regelung des
Gasaustrittsgeschwindigkeitsprofils über den
Austrittsquerschnitt der Gasbrennerlanze kann anstatt über
einen Mehrfachdüsenkopf beispielsweise auch über Ventilklappen
erfolgen.
Wie in Fig. 2 gezeigt, sind der Luftkanal 9 zur
Verbrennungsluftzufuhr und die Brennerlanzen 8 zur
Brennstoffeindüsung in einem spitzen Winkel zueinander
angeordnet. Der Pfeil 14 veranschaulicht die generelle
Strömungsrichtung der Verbrennungsluft, während der Pfeil 15
die generelle Strömungsrichtung des gasförmigen Brennstoffs
oder des zerstäubten Ölbrennstoffes zeigt.
Nachfolgend wird nun die Funktion des in den Fig. I und 2
gezeigten Ausführungsbeispiels eines erfindungsgemäßen
Glasschmelzofens näher erläutert:
Die Befeuerung des Ofens erfolgt bei der in Fig. 1 gezeigten
Situation über den in der Zeichnung unteren Brennerport 2,
während der in der Zeichnung obere Brennerport 2 der
Abgasabführung dient. In einem zyklischen Wechsel erfolgt eine
Umschaltung der Brennerports und damit eine Umschaltung der
Befeuerungsrichtung des Ofens.
Wie in Fig. 2 zu sehen, strömt vorgeheizte Verbrennungsluft
durch den Luftkanal 9 über den Brennerport 2 in den Ofenraum
ein. Der Brennstoff wird separat über die unterhalb des
Luftkanals 9 angeordneten Brennerlanzen 8 über den Brennerport
2 in den Ofenraum eingedüst. Dabei kommt es zu einer
Vermischung der Verbrennungsluft mit dem Brennstoff und zur
Ausbildung einer Flamme mit einem im wesentlichen U-förmigen
Verlauf über der Glasschmelze 10. Dieser U-förmige Verlauf der
Flamme und der Abgasströmung ist in Fig. 1 durch eine
schematisierte Stromlinie 16 veranschaulicht.
Durch die asymmetrische Plazierung der drei Brennerlanzen 8 im
Brennerport 2 wird beispielsweise im Vergleich zu einer
herkömmlichen Brennerlanzenanordnung mit vier symmetrisch über
die Breite des Brennerports 2 verteilten Lanzen eine deutliche
Reduzierung der NOx-Bildung erreicht, wobei durch die drei
asymmetrisch positionierten Brennerlanzen 8 die gleiche
Brennstoffgesamtmenge durchgesetzt wird wie durch die vier
herkömmlich vorgesehenen Brennerlanzen. Im Ausführungsbeispiel
liegt ein vergleichsweise großer Abstand zwischen der näher an
der Mittelebene 7 gelegenen seitlichen Begrenzungswand des
Brennerports 2 und der der Mittelebene 7 nächstgelegenen
Brennerlanze 8 vor. In diesem Bereich des Luftkanals 9 kann
daher die einströmende Verbrennungsluft relativ weit in den
Ofenraum der U-Flammenwanne 1 einströmen, bevor der in dieser
Verbrennungsluft enthaltene Sauerstoff tatsächlich an der
Verbrennung teilnimmt. Dadurch ergibt sich also eine entlang
der Stromlinien 16 gestaffelte Verbrennungsluftzufuhr. Daraus
resultiert eine deutliche Verringerung der NOx-Bildung im
Glasschmelzofen.
Ein zweites Ausführungsbeispiel eines erfindungsgemäßen
Glasschmelzofens ist in Fig. 3 gezeigt. Entsprechende Bauteile
sind mit den gleichen Bezugszeichen wie in den Fig. 1 und 2
versehen, so daß hinsichtlich dieser Komponenten auf die
vorangehende Beschreibung verwiesen wird. Der Glasschmelzofen
ist mit einer U-Flammenwanne 1 versehen, die symmetrisch zur
vertikalen Mittelebene 7 ausgebildet ist, wobei in der
Zeichnung die rechte Hälfte nicht dargestellt ist.
Im Brennerport 2 sind zwei Brennerlanzen 8 über die
Breitenabmessung B des Brennerports asymmetrisch verteilt
angeordnet. Wie aus Fig. 3 ersichtlich ist, liegen im Beispiel
drei verschiedene Abstände zwischen einer linken
Begrenzungswand 17 des Brennerports 2 und der linken
Brennerlanze 8, zwischen den beiden Brennerlanzen 8 und
zwischen der rechten Brennerlanze 8 und einer rechten
Begrenzungswand 18 des Brennerports vor. Aus einer Anordnung
der Brennerlanzen 8, die bezüglich einer vertikalen Mittelebene
des Brennerports 2 symmetrisch wäre, ist zumindest die rechte
Brennerlanze 8 in der Zeichnung nach links, d. h. von der
Mittelebene 7 der U-Flammenwanne weg versetzt. Die Funktion
dieses zweiten Ausführungsbeispiels entspricht vom Grundprinzip
her der Funktionsweise, wie sie im Zusammenhang mit dem ersten
Ausführungsbeispiel gemäß den Fig. 1 und 2 erläutert wurde.
Die Fig. 1 bis 3 gelten im Prinzip auch für Querflammen-
/Floatwannen.
Claims (3)
1. Industrieofen, insbesondere Glasschmelzofen, mit
- - einer durch Ofenwände (3, 4, 5, 6) begrenzten Schmelzwanne (1);
- - mindestens einem in einer Ofenwand (3) angeordneten und sich zur Flammenwanne (1) hin öffnenden Brennermaul (2) zur separaten Zufuhr von Verbrennungsluft und Brennstoff,
- - einem Luftkanal (9), der zur Verbrennungsluftzufuhr in das Brennermaul (2) einmündet, und
- - mindestens einer Brennerlanze (8), die in dem Brennermaul (2) zur Brennstoffzufuhr vorgesehen ist und die mit einer Regeleinrichtung zur Veränderung des Austrittsgeschwindigkeitsprofils des Brennstoffs über den Austrittsquerschnitt der Brennerlanze ausgestattet ist, wobei
- - die Brennerlanzenanordnung über die Breitenabmessung (B) des Brennermauls (2) asymmetrisch ist.
2. Industrieofen nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet,
daß die Regeleinrichtung der Brennerlanze (8) einen
Mehrfachdüsenkopf umfaßt.
3. Industrieofen nach einem der Ansprüche 1 oder 2, dadurch
gekennzeichnet, daß die mindestens eine Brennerlanze (8)
im Brennermaul (2) in einer Underport- oder Throughport-
Anordnung vorgesehen ist.
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| DE4430802C2 true DE4430802C2 (de) | 1996-09-12 |
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-
1994
- 1994-08-30 DE DE19944430802 patent/DE4430802C2/de not_active Revoked
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| Publication number | Publication date |
|---|---|
| DE4430802A1 (de) | 1996-03-07 |
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Legal Events
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