DE443111C - Verfahren zur Erzeugung von Brennstaub - Google Patents

Verfahren zur Erzeugung von Brennstaub

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DE443111C
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    • F—MECHANICAL ENGINEERING; LIGHTING; HEATING; WEAPONS; BLASTING
    • F23—COMBUSTION APPARATUS; COMBUSTION PROCESSES
    • F23K—FEEDING FUEL TO COMBUSTION APPARATUS
    • F23K1/00—Preparation of lump or pulverulent fuel in readiness for delivery to combustion apparatus
    • F—MECHANICAL ENGINEERING; LIGHTING; HEATING; WEAPONS; BLASTING
    • F23—COMBUSTION APPARATUS; COMBUSTION PROCESSES
    • F23K—FEEDING FUEL TO COMBUSTION APPARATUS
    • F23K2201/00—Pretreatment of solid fuel
    • F23K2201/10—Pulverizing
    • F23K2201/1003—Processes to make pulverulent fuels

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  • Engineering & Computer Science (AREA)
  • Chemical & Material Sciences (AREA)
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  • Mechanical Engineering (AREA)
  • General Engineering & Computer Science (AREA)
  • Solid Fuels And Fuel-Associated Substances (AREA)
  • Waste-Gas Treatment And Other Accessory Devices For Furnaces (AREA)

Description

  • Verfahren zur Erzeugung von Brennstaub. Es ist vorgeschlagen worden, den bei der Verschwelung von Braunkohlen entstehenden Halbkoks als Brennstoff für Kohlenstaubfeuerungen in den Handel zu bringen. Der Erfindung gemäß wird dahingegen der teilweise oder völlig entgaste oder auch zum Teil vergaste Brennstoff unter Luftabschluß, im Bedarfsfalle nach vorheriger Kühlung, unmittelbar nach der teilweisen oder völligen Entgasung oder der teilweisen Vergasung vermahlen. Dieses Verfahren bietet sehr wichtige Vorteile.
  • Nach der Wärmebehandlung (Entgasung oder Vergasung) befindet sich der Brennstoff in einem ungemein lockeren Zustand, in dem er sich für die Vermahlung vorzüglich eignet. In diesem Zustand neigt der Brennstoff aber andererseits außerordentlich zu Absorption von Wasserdampf und Gasen aus der Luft, so daß er ganz schnell insbesondere Feuchtigkeit aufnimmt, die nicht nur die Vermahlung erschwert, sondern auch den vermahlenen Brennstoff ungünstig beeinflußt. Schon in der kurzen Zeit, da die Proben im Laboratorium zur Heizwertbestimmung bearbeitet werden, zeigt sich eine Aufnahme von 3 bis ¢ Prozent Feuchtigkeit. Im Laufe der längeren Lagerung des Kokses oder des auf sonstige Weise mit Wärme behandelten Brennstoffes steigt der Feuchtigkeitsgehalt je nach der Dauer und der Umgebung bis zu 2o Prozent.
  • Dadurch, daß der Brennstoff unmittelbar nach der teilweisen oder- völligen Entgasung oder der teilweisen Vergasung unter Luftabschluß, also unter Ausschaltung der die Absorption von Feuchtigkeit veranlassenden Bedingungen, vermahlen wird, hat der mit Wärme behandelte Brennstoff beim Vermahlen den hierfür am besten geeigneten Zustand, und ist auch der ermahlene Brennstaub von besonders guter Beschaffenheit.
  • Was die Einwirkung des Feuchtigkeitsgehaltes auf die Leistungsfähigkeit der Mühle anbetrifft, so ist beobachtet worden, daß die Leistung der Mühle um 23 Prozent zurückgeht, wenn die Feuchtigkeit von 2 Prozent auf 4 Prozent gesteigert wird. Die Verringerung der Mühlenleistung infolge der Feuchtigkeit ist gleichbedeutend mit einer Zunahme des Kilowattstundenverbrauches für die Gewichtseinheit des ermahlenen Staubes; die Feuchtigkeit spielt aber auch bei der Verwendung des Brennstoffes eine bedeutsame Rolle. Abgesehen davon, daß beim Verbrennen die Leistung durch höheren Feuchtigkeitsgehaltgrundsätzlich herabgedrückt wird, zeigt sich auch, daß die Brennbedingungen deshalb verbessert werden, weil in den Punkten, wo höchste Temperatur erwünscht ist, weniger Wärme zur Verdampfung der Brennstoffeuchtigkeit entzogen wird. Dabei ist es bemerkenswert, daß der einmal aus nahezu trockenem Koks o. dgl. ermahlene Brennstaub weit weniger als der Koks selbst zur Aufnahme von Feuchtigkeit neigt. Der Brennstaub, der mit nur ganz geringem Feuchtigkeitsgehalt ermahlen wurde, ändert also diesen Gehalt nicht nennenswert. Es ist aber beobachtet worden, daß Schwankungen im Feuchtigkeitsgehalt des Brennstaubes beim Verbrennen Änderungen in der Zuführungsgeschwindigkeit des Staubes bis zu 2o Prozent notwendig machen, um, wenn es sich um Dampferzeugung handelt, bei sonst gleichen Verhältnissen eine gleichbleibende Dampferzeugung zu erzielen. Eine gleichmäßige Brennstoffzufuhr hat zudem ohne weiteres eine Schonung des Mauerwerkes des Feuerraumes zur Folge.
  • Schließlich ist es ohne weiteres klar, daß ein Staub mit größerem Feuchtigkeitsgehalt zur Klumpenbildung neigt, die beim Transport, in der Förderanlage und in den Sammelbehältern sich störend bemerkbar macht, im übrigen auch schon in der Mühle selbst nachteilig wirken muß.
  • Die Vorteile, welche die Erfindung dadurch bietet, daß dem mit Wärme behandelten Brennstoff durch die unmittelbar angeschlossene Vermahlung und durch die Ausschaltungen der Bedingungen für die Absorption die Aufnahme von Feuchtigkeit unmöglich gemacht wird, sind somit bedeutend. -Hinzu kommt noch für viele Verwendungszwecke (metallurgische, keramische) die große Reinheit des Brennstaubes, da durch dasselbe Verfahren auch schädliche Gase von dem Eintritt in den Brennstoff abgehalten werden.
  • Die Wärmebehandlung (Entgasung oder Teilvergasung) einschließlich der Trocknung des Rohbrennstoffes geschieht, zumal für wasserreiche, holzige und bituminöse Brennstoffe, vorteilhaft in einer als Gasfeuerung betriebenen Halbgasfeuerung, wobei die flüchtigen Bestandteile des Rohbrennstoffes das Gas für den Betrieb hergeben können. Aber auch andere Arten der Verkokung und Halbverkokung sind verwendbar.
  • Zwischen die hierzu dienende Einrichtung und die Mühle ist vorteilhaft eine Nachgarungskammer einzuschalten, in welcher noch nicht genügend entgaste oder vergaste Brennstoffteile nachgaren können. Gleichzeitig kann diese Kammer als Ausgleichspeicher dienen, wenn die Mengen des behandelten Brennstoffes ungleichmäßig sind.
  • Es ist ratsam, auch in der Mühle dafür zu sorgen, daß der Brennstoff nicht Wasserdampf oder schädliche Gase aus der Umgebung aufnehmen kann, zumal wenn er, wie es -an sich zweckmäßig ist, vorher durch Hindurchdrücken durch wassergekühlte Röhren gekühlt wurde, so daß er also den in seiner hohen Temperatur liegenden Schutz gegen das Eindringen von Wasserdampf und schädlichen Gasen verloren hat. Dieses Ziel läßt sich dadurch erreichen, daß die Vermahlung_des Brennstoffes in Anwesenheit_ eines rinerten _ Gases= erfolgt. Dieses wird vorteilhaft in Form eines Stromes durch die Mühle hindurchgeführt, der dann auch gleichzeitig die Abkühlung des Gutes in der Mühle übernehmen kann. Diese Vermahlung in nwese eiine's- inerten Gases ergibt noch den weiteren Vorteil, daß in dem ermahlenen Staub zwischen den feinen Staubteilchen Reste von inertem Gas verbleiben, die bei dem etwaigen Versand des Staubes einen erhöhten Schutz gegen das Eindringen von schädlichen Gasen bilden.
  • Der unmittelbare Anschluß des Mahlvorganges an die Verkokung o. dgl. ermöglicht auch die Zusammenfassung dieser Maßnahmen zu einem kontinuierlichen Betrieb, bei dem also nur immer so viel Rohbrennstoff verkokt wird, als in derselben Zeiteinheit zu vermahlen ist, wobei die zwischengeschaltete - Nachgarungskammer, wie schon erwähnt, als Ausgleicher dienen kann. Durch diesen kontinuierlichen Betrieb wird die Wirtschaftlichkeit erhöht und die Anlage kleiner, besonders wenn es sich um sehr wasserreiche Rohbrennstoffe handelt.

Claims (6)

  1. PATLNTANSPRÜCFIL.: i. Verfahren zur Erzeugung von Brennstaub durch Vermahlung des teilweise oder völlig entgasten oder auch zum Teil vergasten Brennstoffes, dadurch gekennzeichnet, daß der Brennstoff unter Luftabschlüß, im Bedarfsfalle nach vorheriger Kühlung, unmittelbar nach der teilweisen oder völligen Entgasung oder der teilweisen Vergasung vermahlen wird.
  2. 2. Verfahren nach Anspruch i, zumal für wasserreiche, holzige und bituminöse Rohbrennstoffe, dadurch gekennzeichnet, daß die Entgasung oder auch Teilvergasung einschließlich der Trocknung des Brennstoffes in einer als Gasfeuerung betriebenen Halbgasfeuerung erfolgt.
  3. 3. Verfahren nach den Ansprüchen i und 2, dadurch gekennzeichnet, daß zwischen der Vergasungseinrichtung und der Mühle eine Nachgarungskammer angeordnet ist. q..
  4. Verfahren nach Anspruch i, dadurch gekennzeichnet, daß die Vermahlung des der Wärmebehandlung ausgesetz en entgasten oder auch teilweise vergasten) Brennstoffes in Anwesenheit eines . imrten Gases erfolgt, das vorteilhaft in Form eines Stromes durch die Brennstaubmühle hindurchgeführt wird.
  5. 5. Verfahren nach Anspruch 3; dadurch gekennzeichnet, daß durch das inerte Gas die Abkühlung des Gutes in der Mühle erfolgt.
  6. 6. Verfahren nach Anspruch i, dadurch gekennzeichnet, daß der teilweise oder völlig entgaste oder zum Teil vergaste Brennstoff durch wassergekühlte Röhren zur Mühle gedrückt wird.
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DE19747464A1 (de) * 1997-10-10 1999-04-22 Alstom Energy Syst Gmbh Feuerungsanlage mit pneumatischer nichtdurchströmter Wälzmühle

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