DE4431451C2 - Elektrischer Steckverbinder - Google Patents

Elektrischer Steckverbinder

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Description

Die Erfindung betrifft einen elektrischen Steckverbinder nach dem Oberbegriff des Anspruchs 1.
Die DE-GM 17 93 354 beschreibt einen gattungsgemäßen Steckverbinder mit zwei Polstiften. Ein profilierter Querschnitt stellt eine zwangsläufige Ausrichtung der Haube auf der Sockelplatte sicher. Für die beiden Polstifte sind die beiden möglichen, um 180° verschobenen Ausrichtungen gleichwertig.
Die DE 89 07 886 U1 beschreibt einen Mehrphasenstecker für Drehstrom, dessen Sockel an einem Gehäuse befestigbar ist.
Aufgabe der Erfindung ist eine leicht montierbare und genaue Ausrichtung der Haube gegenüber der Sockelplatte in Umfangsrichtung bei einem nicht zerstörungsfrei lösbaren Mehrphasenstecker.
Diese Aufgabe wird nach der Erfindung durch die kennzeichnenden Markmale des Anspruchs 1 gelöst.
Die Erfindung unterscheidet sich insofern vom Stand der Technik, als der Sockel in Umfangsrich­ tung stellungsrichtig in der Haube sitzt. Der Sockel ist so fest und nicht zerstörungsfrei lösbar. Damit ist der Stecker leicht und ohne zusätzliche Hilfsmittel oder Befestigungsmittel montierbar.
Eine Sicherung der Sockelplatte gegen Verdrehung in Umfangsrichtung erreicht man dadurch, daß jeder Anlagesteg zwei axial ausgerichtete Leisten aufweist, deren gegenseitiger Abstand sich fußseitig vergrößert.
Das Eindrücken der Sockelplatte wird dadurch erleichtert, daß jeder Anlagesteg eine Rastkonsole aufweist, deren Stützstege fußseitig in ein Keilprofil enden.
Eine Phasenwenderfunktion wird dadurch erreicht, daß ein zwei Steckerstifte aufnehmender, als Phasenwender dienender Ringeinsatz an einem Ringbund der Sockelplatte anliegt und mit einer An­ schlagnase in eine vertiefte Halbringstufe des Ringbundes eingreift.
Eine Verriegelung in den jeweiligen Endstellungen ist dadurch möglich, daß eine Kappe des Ein­ satzes in axialer Richtung verschiebbar ist und mit Rastnasen in Ausschnitte eingreift.
Eine Stabilisierung des Einsatzes wird dadurch sichergestellt, daß die Kappe mit Ringstegen in Radialnuten des Einsatzes eingreift.
Die Betätigung wird dadurch möglich, daß ein mit der Kappe fest verbundenes Stellelement in­ nerhalb des Einsatzes entgegen einer Vorspannung in axialer Richtung verschiebbar ist.
Ausführungsbeispiele werden anhand der Zeichnungen erläutert, in denen darstellen:
Fig. 1 eine Ansicht der Haube des Merhphasensteckers,
Fig. 2 einen Schnitt nach der Linie II-II in Fig. 1,
Fig. 3 einen Schnitt nach der Linie III-III in Fig. 1,
Fig. 4 die Sockelplatte mit einer Zugentlastungslasche,
Fig. 5 einen Schnitt nach der Linie V-V in Fig. 4,
Fig. 6 eine Draufsicht auf die Sockelplatte mit Phasenwender,
Fig. 7 einen Schnitt nach der Linie VII-VII in Fig. 6,
Fig. 8 einen Schnitt nach der Linie VIII-VIII in Fig. 6,
Fig. 9 einen Schnitt nach der Linie IX-IX in Fig. 6 und
Fig. 10 einen Schnitt nach der Linie X-X in Fig. 6.
Die Fig. 1 bis 3 zeigen eine Haube 1, die eine in Fig. 2 schematisch eingezeichnete, in den Fig. 4 und 5 in Einzelheiten dargestellte Sockelplatte 2 aufnimmt und festhält.
Die Haube 1 ist als Spritzgußteil ausgebildet. Auf der Innenwandung sind mehrere Anlagestege 4, 4' für die Sockelplatte 2 angeformt. Die Haube 1 endet in einen Steckerkragen 5 mit den üblichen Un­ verwechselbarkeitsmerkmalen. Im Bereich der Kabelausführungsöffnung 6 sind mindestend über Teile des Umfangs reichende Umfangsrillen 7 für die noch zu beschreibende Zugentlastung vorgesehen.
Jeder Anlagesteg 4, 4' umfaßt zwei axial ausgerichtete Leisten 8, die in dem dem Steckerkragen zugewandten Endabschnitt einen zunehmenden Abstand der Innenseiten aufweisen und so einen sich verjüngenden keilförmigen Spalt begrenzen. in diesem Spalt befindet sich jeweils eine Rastkonsole 9, deren Stützstege 10 in ein Keilprofil 11 enden. Der Anlagesteg 4' hat eine geringere lichte Weite als die Anlagestege 4. Hierdurch wird eine eindeutige Ausrichtung der Sockelplatte in Umfangsrichtung bewirkt.
Die Sockelplatte 2 trägt über Zungen 12 angeformte Rastnasen 13 und 14, von denen die Rastnase 14 entsprechend dem Anlagesteg 5 eine geringere Breite als die Rastnasen 13 hat. Die Sockelplatte 2 hat Aufnahmehülsen 15, in die Steckerstifte 16 beim Spritzgießen eingeformt sind. In Fig. 5 ist ein Steckerstift 16 mit Quetschhülse schematisch dargestellt. Von der Sockelplatte 2 ragen in den Innenraum der Haube 1 zwei augenartige Stege 17 hinein, in denen je eine Öse 18 ausgebildet ist.
Es sind zwei Zugentlastungselemente 19 vorgesehen, von denen nur ein Zugentlastungselement 19 dargestellt ist. Das Zugentlastungselement 19 umfaßt ein nachgiebiges Band 20, das einerseits eine in die Öse 18 eindrückbare Spreiznase 21 und andererseits eine Halbschale 22 mit Außenrillen 23 aufweist. Zwei Zugentlastungselemente 19 werden jeweils mit ihrer Spreiznase 21 in die zugehörige Öse 18 einge­ drückt und stehen einander gegenüber. Die Halbschalen 22 umschließen ein nicht dargestelltes An­ schlußkabel und liegen mit ihren Außenrillen 23 an den inneren Umfangsrillen 7 der Haube 1 an, so daß das Anschlußkabel zwecks Zugentlastung eingeklemmt wird. Bei einem Zug an dem Anschlußkabel gleiten die Außenrillen 23 über die Umfangsrillen 7, so daß die Halbschalen 22 zunehmend zusammen­ gedrückt werden und das Anschlußkabel fortschreitend einklemmen.
Die Sockelplatte 2 ist ein Spritzgußteil, in das die Steckerstifte 16 eingespritzt sind. An die Stec­ kerstifte werden die Litzen der Anschlußleitungen durch Löten, Quetschen oder Crimpen angeschlagen. Die Zugentlastungselemente 19 werden in die Ösen 18 eingesteckt. Die mit Zugentlastung und Anschluß­ leitung vormontierte Sockelplatte wird in der durch die Anlagestege 4, 4' vorgegebenen Ausrichtung in die Haube eingedrückt, wobei die Rastnasen 13 in die Rastkonsolen 9 einrasten. Die Rastnasen werden durch die oben beschriebene Gestaltung der Anlagestege 4 und 4' geführt und spielfrei gehalten. Der Anschlag in axialer Richtung ist durch die Stirnflächen der Anlagestege 4, 4' festgelegt. Ein Herausziehen der Sockelplatte ist nicht zerstörungsfrei möglich.
Die Fig. 7 bis 10 zeigen ein abgewandeltes Ausführungsbeispiel der Sockelplatte mit einem Pha­ senwender 24 zum Vertauschen zweier Steckerstifte, damit die Reihenfolge der Phasen umgekehrt wer­ den kann. Dieses ist für den phasenrichtigen Anschluß eines Elektromotors wichtig, um die Drehrichtung des Motors unabhängig von den Phasen der Anschlußlitzen festlegen zu können.
Innerhalb der Sockelplatte befindet sich ein kreisförmiger Ausschnitt 25 mit einer Ringstufe oder einem Ringbund 26 auf der Seite des Steckerkragens 5. Der Ringbund 26 legt den Einsatz 31 in axialer Richtung fest. Über etwas mehr als einen Halbkreisbogen erstreckt sich eine eingetiefte Halbringstufe 27 des Ringbundes 26. Ein Einsatz 31 des Phasenwenders 24 sitzt mit einem Ringabschnitt 29 in diesem Ringbund und greift mit einer Anschlagnase 30 in die Halbringstufe 27, die die Umfangsbewegung der Anschlagnase 30 und damit des Phasenwenders 24 auf einen Bogen von 180° begrenzt, damit dadurch die Steckerstifte in den Endstellungen genau ausgerichtet sind. Der Einsatz 31 trägt an einer Ringwand eine zentrale Wand 32. Außerdem sind mehrere Rastnasen 33 vorgesehen, die über die den Ausschnitt 25 umgebende Ringwand 34 der Sockelplatte 2 greifen.
Der Einsatz 31 ist durch einen Bügel 36 überdeckt, der auf der Wand 32 aufsitzt. Der Bügel 36 greift mit abschnittförmigen Ringstegen 37 in Ringschlitze des Einsatzes 31 ein und stabilisiert die An­ ordnung insbesondere auch in radialer Richtung. Radialnasen 38 des Bügels 36 liegen normalerweise in den Ausschnitten 35 und fixieren so den Phasenwender in Umfangsrichtung.
Der Einsatz 31 und der Bügel 36 haben zentrale Durchgänge 39 und 40, in die ein Stellelement 41 mit einem geschlitzten Rastkopf 42 eingesetzt ist. Ein Spannstift 47 kann in den Schlitz des Rastkopfes 42 eingesetzt werden und dient zur Stabilisierung der Anordnung. Das Stellelement 41 ist durch eine Feder 43 vorgespannt. Der Fuß 44 sitzt verdrehungsfest in einer rechteckig profilierten Kammer 45 und weist einen Schlitz oder ein anderes Betätigungsprofil 46 auf.
Das Stellelement 41 ist entgegen der Wirkung der Feder 43 verschiebbar. Beim Eindrücken des Stellelements 41 werden die Radialnasen 38 in axialer Richtung aus den Ausschnitten 35 der Ringwand 34 ausgeoben, so daß der Phasenwender 24 gedreht werden kann. Die Drehbewegung ist durch die An­ schlagnase 30 auf einen Winkelbereich von 180° begrenzt. Jeweils in der Endstellung der Drehung be­ wirkt der Bügel 36 durch die Radialnasen 38 eine Fixierung oder Verrastung der Endstellungen, so daß dadurch die Sicherheit des Mehrphasensteckers gewährleistet ist.

Claims (7)

1. Elektrischer Steckverbinder mit einer Steckerstifte tragenden Sockelplatte, die mit einer ihre Außenkontur umschließenden Haube unlösbar verrastet ist, dadurch gekennzeichnet, daß bei einem Mehrphasenstecker mit auf einer Kreislinie angeordneten Steckerstiften die Haube (1) an der Innenwan­ dung parallel zur Haubenachse ausgerichtete Anlagestege (4, 5) mit Rastkonsolen (9) und die Sockelplat­ te (2) auf die Anlagestege (4, 5) ausgerichtete und in die Rastkonsolen (9) eingreifende Rastnasen (13, 14) aufweist und daß mindestens ein Anlagesteg (4') und entsprechend eine Rastnase (14) schmaler als die anderen Anlagestege (4) und Rastnasen (13) sind.
2. Steckverbinder nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß jeder Anlagesteg (4, 4') zwei axial ausgerichtete Leisten (8) aufweist, deren gegenseitiger Abstand sich fußseitig vergrößert.
3. Steckverbinder nach Anspruch 1 oder 2, dadurch gekennzeichnet, daß jeder Anlagesteg (4, 4') eine Rastkonsole aufweist, deren Stützstege (10) fußseitig in ein Keilprofil (11) enden.
4. Steckverbinder nach einem der Ansprüche 1 bis 3, dadurch gekennzeichnet, daß ein zwei Stec­ kerstifte aufnehmender, als Phasenwender (24) dienender Einsatz (31) an einem Ringbund (26) der Soc­ kelplatte (2) anliegt und mit einer Anschlagnase (30) in eine vertiefte Halbringstufe (27) des Ringbundes (26) eingreift.
5. Steckverbinder nach Anspruch 4, dadurch gekennzeichnet, daß eine Kappe (32) des Einsatzes (31) in axialer Richtung verschiebbar ist und mit Rastnasen (33) in Ausschnitte (35) eingreift.
6. Steckverbinder nach Anspruch 4 oder 5, dadurch gekennzeichnet, daß die Kappe (32) mit Ringstegen (37) in Radialnuten (38) des Einsatzes (31) eingreift.
7. Steckverbinder nach einem der Ansprüche 4 bis 6, dadurch gekennzeichnet, daß ein mit der Kappe (32) fest verbundenes Stelleleent (41) innerhalb des Einsatzes (31) entgegen einer Vorspannung in axialer Richtung verschiebbar ist.
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