DE4431476C2 - Gleisbildstellwerk für Modelleisenbahnen - Google Patents

Gleisbildstellwerk für Modelleisenbahnen

Info

Publication number
DE4431476C2
DE4431476C2 DE19944431476 DE4431476A DE4431476C2 DE 4431476 C2 DE4431476 C2 DE 4431476C2 DE 19944431476 DE19944431476 DE 19944431476 DE 4431476 A DE4431476 A DE 4431476A DE 4431476 C2 DE4431476 C2 DE 4431476C2
Authority
DE
Germany
Prior art keywords
modules
track
elements
control unit
chain
Prior art date
Legal status (The legal status is an assumption and is not a legal conclusion. Google has not performed a legal analysis and makes no representation as to the accuracy of the status listed.)
Expired - Fee Related
Application number
DE19944431476
Other languages
English (en)
Other versions
DE4431476A1 (de
Inventor
Ingo Planert
Current Assignee (The listed assignees may be inaccurate. Google has not performed a legal analysis and makes no representation or warranty as to the accuracy of the list.)
PLANERT, INGO, 35116 HATZFELD, DE
Original Assignee
Individual
Priority date (The priority date is an assumption and is not a legal conclusion. Google has not performed a legal analysis and makes no representation as to the accuracy of the date listed.)
Filing date
Publication date
Application filed by Individual filed Critical Individual
Priority to DE19944431476 priority Critical patent/DE4431476C2/de
Publication of DE4431476A1 publication Critical patent/DE4431476A1/de
Application granted granted Critical
Publication of DE4431476C2 publication Critical patent/DE4431476C2/de
Anticipated expiration legal-status Critical
Expired - Fee Related legal-status Critical Current

Links

Classifications

    • AHUMAN NECESSITIES
    • A63SPORTS; GAMES; AMUSEMENTS
    • A63HTOYS, e.g. TOPS, DOLLS, HOOPS OR BUILDING BLOCKS
    • A63H19/00Model railways
    • A63H19/24Electric toy railways; Systems therefor

Landscapes

  • Toys (AREA)

Description

Die Erfindung betrifft ein Gleisbildstellwerk für Modellei­ senbahnen, mit die einzelnen Abschnitte einer Gleisanlage schema­ tisch auf einem Stelltisch wiedergebenden Funktionsmodulen und/oder Blindmodulen, mit in den Funktionsmodulen vorgesehenen Stell- und/oder Meldeelementen für den jeweils zugeordneten Gleisabschnitt, und mit einer elektronischen Modellbahn-Steuerschaltung, die über eine Schnittstelle mit den Stell- und/oder Meldeelementen der Funk­ tionsmodule verbunden ist.
Gleisbildstellwerke werden sowohl beim Vorbild als auch im Modell eingesetzt und geben die Gleisanlagen auf einem Stelltisch schematisch wieder. Das Gleisbildstellwerk ist mosaikartig aus einzelnen Funktionsmodulen zusammengesetzt, und in verschieden­ farbiger Ausleuchtung werden die Stellungen von Weichen und Si­ gnalen sowie der Besetztzustand der Gleise angezeigt. Der Bediener kann dadurch jederzeit den momentanen Betriebszustand der Anlage überblicken. Mit den im Gleisbildstellwerk eingebauten Tastern lassen sich Weichen und Signale stellen. Sogar komplette Fahr­ straßen lassen sich durch Drücken einer Start- und einer Ziel­ taste einstellen. Fig. 1 zeigt ein später noch näher erläutertes Beispiel für ein Gleisbildstellwerk, das auf einem Tisch angeord­ net ist und aus Funktionsmodulen und Blindmodulen zusammenge­ steckt ist. Die Funktionsmodule enthalten Taster und Anzeigelam­ pen und müssen an ein Steuergerät angeschlossen werden.
Bei dem Vorbild der Eisenbahn wird immer nur lediglich ein Teil der gesamten Bahnanlage auf einem Gleisbildstellwerk darge­ stellt, z. B. ein Bahnhof oder ein Bahnhofsbereich. Bei Mo­ dellbahnanlagen wird hingegen meistens die gesamte Strecken­ führung auf dem Gleisbildstellwerk abgebildet.
Eine Voraussetzung, um ein vorbildgetreues Gleisbildstellwerk zu erstellen, ist eine lückenlose Überwachung des Besetztzu­ standes der Gleise. Weiterhin ist die Möglichkeit der Fernbe­ dienung der Weichen und Signale durch Motoren, Magnet- oder Memory-Metall-Antriebe erforderlich. Hierfür sind Modellbahn­ steuerungen verschiedener Hersteller bekannt, wobei für den Datenaustausch mit einem Computer eine Schnittstelle bereit­ gestellt wird, bei der es sich überwiegend um die serielle Schnittstelle RS232 handelt.
Bisher auf dem Markt erhältliche Gleisbildstellwerke sind beispielsweise aus DE-Z: Modell-Elektronik, Jg. 12, Heft 2, Mai/Juni 1987, S. 12 bis 23 bekannt (Oberbegriff von Anspruch 1). Diese besitzen meist Funktionsmodule mit Stell- und Meldeelementen in Form von Drucktastern und Leuchten, die entweder direkt mit den zu be­ dienenden Weichen oder Signalen oder über Schnittstellen der Modellbahn-Steuerschaltung verbunden werden müssen. Die da­ durch bedingte komplizierte Einzelverkabelung stellt den Nicht-Elektroniker bei der Programmierung und Erstellung der Gleisbildstellwerkanalge meist vor beträchtliche Probleme.
Dazu wird nachfolgend ein Rechenbeispiel gegeben. Geht man günstigenfalls von einer gemeinsamen Masse für Stell- und Meldeelemente und einer Anzahl von 100 Tastern und 500 Glüh­ lampen bzw. LEDs für eine mittelgroße Anlage aus, so sind bei der Einzelverkabelung 601 Leitungen vom Gleisbildstellpult zur Modellbahn-Steuerschaltung notwendig. Diese Zahl ergibt sich daraus, daß von jedem Funktionsmodul eine Leitung nach außen geführt werden muß. Dazu muß die gemeinsame Masselei­ tung addiert werden. Durch die Masseverbindung ergibt sich zwischen den einzelnen Elementen ein zusätzlicher Aufwand von 599 Leitungen innerhalb des Stellpults. In der Summe sind al­ so 1200 einzelne Leitungen zu verlegen. Diese Einzelverkabe­ lung stellt die am häufigsten eingesetzte Methode dar.
Eine auf dem Markt angebotene Matrixschaltung reduziert zwar die Zahl der Leitungen vom Steilpunkt zur Steuerung im oben ge­ nannten Beispiel auf 160 Leitungen bzw. 10 sechzehn-polige Flach­ bandkabel. Der Verkabelungsaufwand innerhalb des Stellpults ver­ kompliziert sich aber durch die spezielle Matrixanordnung, mit der die einzelnen Elemente verdrahtet werden müssen. Hierzu müs­ sen auch wieder 1200 einzelne Litzen zwischen den einzelnen Ele­ menten und sogenannten "Verdrahtungsplatinen" verlegt werden. Das Prinzip einer solchen Matrixschaltung ist in Fig. 2 am Beispiel der Taster dargestellt. Jeder Taster ist an je einer Spalten- und einer Zeilenleitung angeschlossen, wobei jeweils 64 Elemente zu einer 8 × 8-Matrix zusammengefaßt werden. Nun werden durch eine Steuerung nacheinander die einzelnen Spaltenleitungen aktiviert. An den Zeilenleitungen liegt dann die Information an, welche Ta­ ster der gerade aktivierten Spalte gedrückt sind. Ähnlich verhält es sich mit dem Anschluß der Anzeigeelemente.
Wie erwähnt, verringert sich hiermit lediglich der Verbin­ dungsaufwand zwischen Gleisbildstellpult und Steuerungsschaltung, nicht jedoch der Verkabelungsaufwand insgesamt. Er wird hingegen noch verkompliziert, da durch die Matrixschaltung keine gemeinsa­ me Masse verwendet werden kann.
Bei den oben beschriebenen, bereits auf dem Markt angebotenen Systemen, sind Änderungen, die bei einem Modelleisenbahner häufig und gerne vorgenommen werden, nur mit sehr viel Aufwand in Form von Zeit und Kosten möglich.
Der Erfindung liegt die Aufgabe zugrunde, ein Gleisbildstell­ werk für Modelleisenbahnen der eingangs genannten Art zu schaf­ fen, das sich durch eine einfache Verkabelung auszeichnet, die auch von einem Laien leicht durchzuführen ist, und bei der Ände­ rungen an einem bestehenden Gleisbildstellwerk ohne großen Pro­ grammieraufwand schnell und einfach durch den Bediener durchführ­ bar sind.
Die gestellte Aufgabe wird gemäß der Erfindung dadurch ge­ löst, daß alle Funktionsmodule einen einheitlichen Eingang und einen einheitlichen Ausgang aufweisen, daß alle Funktionsmodule durch Steckverbindungen seriell zusammengeschaltet sind, und daß die serielle Kette der Funktionsmodule über ein Steuergerät mit Mikrocomputer an die Schnittstelle der elektronischen Modellbahn- Steuerschaltung angeschlossen ist.
Der Aufbau der Gleisbildstellanlage wird durch die Erfindung erheblich vereinfacht, weil alle Funktionsmodule in Reihe ge­ schaltet werden, wobei die elektrische Verbindung der Module un­ tereinander über konfektionierte Flachbandkabel erfolgen kann, und statt der vielen Einzelverbindungen zum Steuergerät wird ebenfalls nur ein Flachbandkabel benötigt. Die einfache Verdrah­ tung wird dadurch ermöglicht, daß im Gegensatz zu den Funktions­ modulen beim Stand der Technik, die lediglich passive Bedienungs- und Anzeigeelemente enthalten, in den Funktionsmodulen eine elek­ tronische Schaltung vorgesehen ist, also aktive Funktionsmodule zum Einsatz kommen.
Die Erfindung wird nachfolgend anhand eines in der Zeichnung dargestellten Ausführungsbeispiels näher erläutert. In der Zeich­ nung stellen dar:
Fig. 1 einen Stelltisch für Modelleisenbahnen,
Fig. 2 eine bekannte Matrixschaltung zur Steuerung einer Modelleisenbahnanlage,
Fig. 3 den erfindungsgemäßen Stelltisch mit seiner seri­ ellen Schaltung,
Fig. 4 eine bevorzugte Ausführungsform eines Funktions­ moduls und
Fig. 5 das mit einem Mikrocomputer ausgerüstete Steuer­ gerät.
Das in Fig. 1 dargestellte Stellwerk ist aus Funktionsmodulen 1 und Blindmodulen 2 aufgebaut, die zusammensteckbar sind und bei dem dargestellten Beispiel einen dreigleisigen Bahnhof mit Wei­ chen 3, Ein- und Ausfahrtsignalen 4 sowie Rangiersignalen 5 um­ fassen. Die Kreise 6 in den Funktionsmodulen stellen Taster und Anzeigelampen dar. Die hellen rechteckigen Felder 7 in den Strec­ kensymbolen sind auch ausgeleuchtet und zeigen den Belegzustand der Gleise sowie die aktuellen Stellungen der Weichen an. Fig. 3 zeigt das Prinzip der Gleisbildstellwerkanlage. Es sind dort alle funktionellen Elemente (Stell- und Meldeglieder) des Stellwerks durch Steckverbindungen seriell zusammengeschaltet. Diese Kette wird an ein zentrales Steuergerät 8 auf Mikrocomputerbasis ange­ schlossen. Das Steuersystem besitzt seinerseits eine Schnittstel­ le nach außen, z. B. die serielle Schnittstelle RS232, die an eine handelsübliche digitale Modellbahn-Steuerschaltung angeschlossen werden kann. Die mit dem Buchstaben F gekennzeichneten Funktions­ module enthalten eine kleine elektronische Schaltung, die nötigen Anzeige- und Stellglieder (vorzugsweise LEDs, Glühlampen und Ta­ ster) sowie zwei Steckverbindungen nach außen. Mit dem Buchstaben B sind die Blindmodule 2 bezeichnet, die keine elektrische, son­ dern lediglich eine symbolische Funktion besitzen und im Bedarfs­ fall bei einer Änderung oder Erweiterung der Gleisanlage durch Funktionsmodule ersetzt werden können. Eine der beiden Steckver­ bindungen der Funktionsmodule 1 dient als Verbindung entweder zum Vorgänger-Modul oder, bei dem ersten Modul der Kette, zum Steuer­ gerät 8. Die zweite Steckverbindung dient als Ausgang zum An­ schluß des nächsten Moduls bzw. eines Abschlußsteckers 9. Blind­ module werden bei der Verbindung übersprungen.
Die Datenübertragung zwischen einzelnen Modulen und zum Steu­ ergerät 8 erfolgt über einen synchronen Bus. Es ist eine beliebi­ ge Kombination unterschiedlicher Funktionsmodule (Weichensymbole, Signalsymbole, Gleisbelegt-Anzeigen etc.) untereinander möglich.
Fig. 4 zeigt eine bevorzugte Schaltung für die Funktionsmo­ dule. Die in den Funktionsmodulen enthaltene Elektronik besteht im wesentlichen aus zwei Schieberegistern 10 und 11 variabler Länge und Zwischenspeichern 12. Die Schieberegister werden in regelmäßigen Zeitabständen seriell ausgelesen bzw. beschrieben. Die Zwischenspeicher 12 dienen der parallelen Informationsspei­ cherung während des Schiebevorgangs.
Durch die Betätigung eines Tasters 13 wird jeweils ein zu­ geordnetes R/S-Flip-Flop 14 gesetzt. Wird nun durch die Steuerung ein Impuls auf der Takt-1-Leitung gegeben, übernimmt das Schieberegister 10 mit der Startflanke von Takt 1 die Daten von den R/S-Flip-Flops sowie der fest verdrahteten Kodierung des Funktionsmoduls. Mit der Endflanke werden die R/S-Flip-Flops 14 zurückgesetzt. Dies geschieht gleichzeitig bei allen angeschlos­ senen Modulen.
Nun folgen Impulse auf der Takt-2-Leitung. Dabei beginnt das Schieberegister 10 zu schieben. Das bedeutet, mit jedem Impuls übergibt jede Schieberegisterstufe ihren Zustand an ihren Nach­ folger in Richtung des Steuergerätes 8 von Modul zu Modul. Das Steuergerät 8 sammelt nun diese Informationen und erkennt anhand der Kodierung, um was für ein Funktionsmodul es sich jeweils han­ delt. Dadurch ist dem Steuergerät die Anzahl der Anzeigen und der Taster bzw. die Länge der Schieberegister des jeweiligen Moduls bekannt. Durch Auszählen erkennt das Steuergerät nun den Beginn des nächsten Moduls bzw. dessen Kodierung. Werden die Kodierungen mit nur Nullen und nur Einsen bei den Funktionsmodulen per Defi­ nition nicht verwendet, so läßt sich problemlos das Ende der Kette sowie eine Unterbrechung erkennen. Hierzu wird der Daten­ eingang des Schieberegisters 10 über einen Widerstand an logisch "1" gelegt. Am Ende der gesamten Kette sorgt der Abschlußstecker 9 (Fig. 3) dafür, daß der Dateneingang auf logisch "0" liegt. Empfängt nun das Steuergerät anstelle der erwarteten Kodierung nur Einsen, so erkennt es eine Unterbrechung. Bei dem Empfang von lauter Nullen sind folglich alle Schieberegisterstufen ausgele­ sen, d. h. das Ende der Kette ist erreicht.
Für die Anzeigeelemente ist das Schieberegister 11 erforder­ lich. Hier vollzieht sich der Datentransport vom Steuergerät in Richtung der Module. Um Verbindungsleitungen zwischen den Modulen einzusparen, wird es mit denselben Taktleitungen wie das Schiebe­ register 10 angesteuert. Das Steuergerät stellt hierbei die Daten aus einem internen Speicher zur Verfügung. Anhand der Kodierungen beim oben beschriebenen Einlesen werden die Daten in richtiger Reihenfolge bei jedem Takt-2-Impuls um eine Schieberegisterstufe in die Modulkette hineingeschoben. Eventuell müssen einige Leer- Bits vorausgehen, wenn die Schieberegisterkette 10 länger als die Schieberegisterkette 11 ist, da der Takt 2 beide Registerketten taktet.
Damit sich die vorbeigeschobenen Daten nicht auf die Anzeigen auswirken, müssen sich zwischen dem Schieberegister 11 und den Anzeigen bzw. den Anzeigetreibern Auffang-Flip-Flops 12 befinden. Sobald alle Schieberegister korrekt geladen sind, übernehmen die Auffang-Flip-Flops 12 mit dem Takt-1-Impuls die Daten aus den Schieberegistern. Hier werden sie bis zum nächsten Ladezyklus ge­ speichert, womit auch eine flimmerfreie Ausleuchtung gewährlei­ stet ist.
Die Stromversorgung für die Ausleuchtung muß abschnittsweise erfolgen, da die Summe der Anzeigeelemente bei großen Stellwerken an die 2000 Stück gehen kann. Hieraus ergeben sich Ströme im Ampère-Bereich, die ohne abschnittsweise Stromversorgung zu große Leitungsquerschnitte erfordern würden.
Die Länge der einzelnen Schieberegister kann von Modul zu Modul unterschiedlich sein. Sie wird dem Steuergerät über die Kodierung mitgeteilt. Bei Modulen ohne Anzeigen kann auf das Schieberegister 11 ganz verzichtet werden. Das Schieberegister 10 muß jedoch immer eine Mindestlänge haben. Diese ergibt sich aus der Länge der Kodierung, beispielsweise 4 Bits, die bei jedem Funktionsmodul vorhanden sein muß.
Die R/S-Flip-Flops 14 bei den Tastern 13 sind notwendig, da­ mit auch Tastenbetätigungen während des Schiebevorgangs regi­ striert werden. Dieser Schiebevorgang kann je nach Kettenlänge und Taktrate einige Millisekunden dauern.
Das in Fig. 5 schematisch dargestellte Steuergerät hat die Aufgabe, die Schieberegister 10, 11 auszulesen und zu beschrei­ ben. Es erkennt anhand von Kodierungen innerhalb der Funktions­ module, um welche Symbolart es sich jeweils handelt, ob die Kette unterbrochen ist (Ausfall) sowie die Anzahl der angeschlossenen Module. Weiterhin übernimmt es die Datenaufbereitung für die Schnittstelle zur digitalen Modellbahnsteuerung. Ein elektrisch löschbarer Permanentspeicher 15, z. B. ein EEPROM speichert die aktuellen Weichen- und Signalstellungen auch nach dem Ausschalten des Systems.
Eine weitere wichtige Aufgabe des Steuergerätes 8 ist die Kommunikation mit der Modellbahn-Steuerschaltung. Zum einen müs­ sen die asynchron eingehenden Rückmeldungen aufbereitet werden. Es muß also dafür gesorgt werden, daß die entsprechenden Bits im Speicher für die Ausleuchtung gesetzt werden. Zum anderen müssen erkannte Tastenbetätigungen aufbereitet und an die Modellbahn- Steuerschaltung gesendet werden.
Dabei muß dem Steuergerät zuerst mitgeteilt werden, welche Module des Gleisbildstellwerks mit welchen Elementen auf der Modellbahnanlage korrespondieren sollen. Hierzu ist in dem Steu­ ergerät eine Programmiereinheit 16, bestehend aus einer kleinen Tastatur und einem Display (z. B. LCD) vorgesehen. Alternativ kann diese Programmierung auch mit einem Text-Eingabeprogramm an einem Personal-Computer erfolgen und über die RS232-Schnittstelle in das Steuergerät übertragen werden.
Wie bereits erwähnt wurde, sind die Module des Mosaikbildes mechanisch mit Hilfe eines leicht lösbaren Stecksystems unter­ einander, z. B. auf einem Aluminiumrahmen, verbunden. Die elektri­ sche Verbindung der Module untereinander und zum Steuergerät er­ folgt über konfektionierte Flachbandkabel verschiedener Länge. Denkbar wäre auch eine elektrische Verbindung ohne Kabel, wobei die Kontakte seitlich an den Modulen angebracht sind. Hierbei müssen aber auch die Blindmodule mit entsprechenden Kontakten ausgestattet sein, um die Verbindung zwischen den Funktionsmodu­ len herstellen zu können.
Die Programmierarbeit, die vom Anwender durchzuführen ist, besteht in der Zuordnung der einzelnen Funktionsmodule zu den Aktoren wie Weichen und Signalen, sowie den Gleisbelegsensoren auf der Anlage. Diese Parametrierung wird durch beispielsweise die erwähnte Tastatur und Display innerhalb des Steuergerätes vorgenommen. Sie ist nur einmal notwendig, da die Konfiguration im Permanentspeicher 15 festgehalten wird.
Handelsübliche Modellbahn-Steuerungen vergeben fortlaufende Nummern an die angeschlossenen Elemente der Anlage. Die nötige Programmierung innerhalb des Steuergerätes für das Gleisbild­ stellwerk besteht nun in der Zuordnung dieser Nummern zu den Nummern der Funktionsmodule auf dem Stelltisch. Diese werden vom Steuergerät in der Reihenfolge ihrer Zusammenschaltung durch­ numeriert. Diese Vorgehensweise ist für den Anwender leicht re­ produzierbar und erfordert für das Steuergerät keine Information über den Gleisplan.
Die Programmierung kann interaktiv erfolgen. Beispielsweise zeigt das Display an, daß das erste Funktionsmodul eine Weiche ist. Der Anwender gibt jetzt die ihm bekannte Nummer der korres­ pondierenden Weiche auf der Anlage über die Tastatur ein. Diese Nummer ergibt sich aus dem Anschlußpunkt der Weiche an der Mo­ dellbahn-Steuerschaltung und ist dem Anwender bekannt. Anschlie­ ßend könnte z. B. noch die Polung der Weiche und/oder die An­ triebsart vom Anwender erfragt werden. Danach wird mit dem näch­ sten Funktionsmodul fortgefahren. Sämtliche Programmierarbeiten können so gestaltet werden, daß sie übersichtlich und einfach durchzuführen sind.
Die dargestellte und beschriebene Lösung kann primär hin­ sichtlich der Funktionsmodule abgewandelt werden. Es bietet sich z. B. zur Erhöhung der erzielbaren Taktrate für die Schieberegi­ sterketten eine Taktung entgegen der jeweiligen Schieberichtung an. Da beide Schieberegisterketten entgegengesetzt schieben, im­ pliziert dieses zum einen getrennte Taktleitungen Takt 2 für die beiden Ketten. Zum anderen muß die Takteinspeisung für die Schie­ beregister 11 von der Seite erfolgen, an der sich bei der oben beschriebenen Lösung der Abschlußstecker befindet. Dieses erfor­ dert also anstelle des Abschlußsteckers eine "Rückführungslei­ tung" zum Steuergerät. Die zuvor beschriebene einseitig an das Steuergerät angeschlossene Kette der Funktionsmodule verändert sich also nach außen hin zu einem Funktionsmodul-Ring.
Eine weitere schaltungstechnische Variation erlaubt die Ein­ sparung einer Schieberegisterkette. Hierzu sind allerdings noch zwei zusätzliche Datenleitungen notwendig. Bei dieser Lösung wird grundsätzlich nur jeweils eine logische Eins, vom Steuergerät ausgehend, durch die Kette geschoben. An den parallelen Ausgängen der Schieberegister sind nun die Anzeigeelemente sowie die Taster und die Kodierungsbrücken, jeweils mit Dioden entkoppelt, ange­ schlossen. Dabei kann gleichzeitig an einem Schieberegister-Aus­ gang ein Taster bzw. eine Kodierungsbrücke und ein Anzeigeelement liegen. Der jeweils andere Anschluß aller Taster/Kodierungsbrüc­ ken führt auf eine durchgeschleifte Datenleitung. Entsprechendes gilt für die Anzeigeelemente.
Das Steuergerät kann nun durch Mitzählen der Taktimpulse für das Schieberegister jederzeit die aktuelle Position der durchge­ schobenen Eins verfolgen. Soll das Anzeigeelement an der aktuel­ len Position der Eins gesetzt werden, so muß vom Steuergerät ge­ nau in diesem Moment auf der gemeinsamen Datenleitung der Anzei­ geelemente ein Impuls gegeben werden. Umgekehrt erkennt das Steu­ ergerät am logischen Pegel auf der gemeinsamen Datenleitung der Taster/Kodierungsbrücken, ob an der aktuellen Position der Eins gerade ein Taster gedrückt oder eine Kodierungsbrücke gesetzt ist.
Die Erfindung erlaubt Änderungen an einem bestehenden seriel­ len Gleisbildstellwerk auch ohne großen Programmieraufwand, was den Hobby-Modelleisenbahnern zugute kommt, denn sie werden im allgemeinen nie fertig. Es werden oft Veränderungen vorgenommen, die sich natürlich auch in einer Umgestaltung des. Stelltisches auswirken.
Bei dem erfindungsgemäßen seriellen System wird beispiels­ weise angenommen, daß
80 Weichen- bzw. Signalmodule mit je einem Taster und vier Anzeigeelementen,
20 Einzeltaster z. B. für Entkupplungsgleise und Weichen­ straßen und
180 Gleisbelegmelder mit je einer Anzeige
vorhanden sind. Dies ergibt eine Anzahl von 280 Funktionsmodulen mit insgesamt 100 Tastern und 500 Anzeigeelementen. Für die se­ rielle Verbindung sind nun nur noch 280 8-polige, fertig konfek­ tionierte Flachbandkabel zu stecken, die die Funktionsmodule zu einer Kette verbinden. Dies ist auch für einen Nicht-Fachmann schnell und einfach durchzuführen. Außerdem führt nun nur noch ein einziges 8-poliges Kabel vom Gleisbildstellpult zum Steuer­ gerät 8.
Soll nun eine Änderung durchgeführt, z. B. ein Weichenmodul eingefügt werden, so braucht dieses Modul verbindungstechnisch nur in die Kette eingeschleift zu werden. Dies ist durch die einheitliche Steckverbindung leicht möglich. Danach erfolgt noch die Zuordnung des eingefügten Moduls zu dem korrespondierenden Aktor oder Sensor in der Anlage mit Hilfe der Programmiereinheit 16 des Steuergerätes. Die Erfindung eröffnet damit jedem Modell­ bahnfreund die Möglichkeit, ohne Elektronik- und Computerkennt­ nisse ein auf seine persönlichen Bedürfnisse zugeschnittenes, vorbildnahes Gleisbildstellwerk zu erstellen.
Außer der beschriebenen synchronen Arbeitsweise des Daten­ austauschs zwischen den Funktionsmodulen und dem Steuergerät sind auch asynchrone Verfahren denkbar.

Claims (11)

1. Gleisbildstellwerk für Modelleisenbahnen mit die einzelnen Abschnitte einer Gleisanlage schematisch auf einem Stelltisch wiedergebenden Funktions­ modulen (1) und Blindmodulen (2), mit in den Funktionsmodulen (1) vorgese­ henen Stellelementen (6, 13) und/oder Meldeelementen (6, 7) für den jeweils zu­ geordneten Gleisabschnitt, und mit einer elektronischen Modellbahn-Steuer­ schaltung, die über eine Schnittstelle mit den Stell- und/oder Meldeelementen (6, 7, 13) der Funktionsmodule (1) verbunden ist, dadurch gekennzeich­ net, daß alle Funktionsmodule (1) einen einheitlichen Eingang und einen einheitlichen Ausgang aufweisen und durch Steckverbindungen seriell zu­ sammengeschaltet sind, wobei in jedem Funktionsmodul (1) eine elektroni­ sche Schaltung vorgesehen ist, mit der von den Stellelementen (6, 13) er­ zeugte Daten-Signale an ein benachbartes Funktionsmodul (1) weiterleitbar und/oder für die Meldeelemente (6, 7) vorgesehene Daten-Signale von ei­ nem benachbarten Funktionsmodul (1) aufnehmbar sind, und daß die seriel­ le Kette der Funktionsmodule (1) über ein Steuergerät (8) mit Mikrocomputer an die Schnittstelle der elektronischen Modellbahn-Steuerschaltung ange­ schlossen ist, wobei das Steuergerät (8) die Daten-Signale der Stellelemen­ te (6, 13) sammelt und/oder die Daten-Signale der Meldeelemente (6, 7) in die Kette der Funktionsmodule (1) hineinschiebt.
2. Gleisbildstellwerk nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß die Datenübertragung zwischen den einzelnen Funktionsmodulen (1) und zum Steuermodul (8) über einen synchronen Bus durchführbar ist.
3. Gleisbildstellwerk nach Anspruch 1 oder 2, dadurch gekennzeich­ net, daß die elektronische Schaltung der Funktionselemente (1) wenigs­ tens zwei Schieberegister (10, 11) variabler Länge und einen Zwischenspei­ cher (12) aufweist.
4. Gleisbildstellwerk nach Anspruch 3, dadurch gekennzeichnet, daß jedem Stellelement (6, 13) ein R/S-Flip-Flop (14) und ein erstes Schiebere­ gister (10) zugeordnet ist.
5. Gleisbildstellwerk nach Anspruch 3 oder 4, dadurch gekennzeich­ net, daß jedem Meldeelement (6, 7) ein zweites Schieberegister (11) zuge­ ordnet ist, wobei zwischen diesem und den Meldeelementen (6, 7) der Zwi­ schenspeicher (12) angeordnet ist.
6. Gleisbildstellwerk nach einem der Ansprüche 3 bis 5, dadurch gekenn­ zeichnet, daß die Schieberegister (10, 11) gemeinsame Taktleitungen aufweisen.
7. Gleisbildstellwerk nach einem der Ansprüche 1 bis 6, dadurch gekenn­ zeichnet, daß jedes Funktionsmodul (1) eine dem betreffenden Funk­ tionsmodul (1) bzw. dessen Stell- und Meldeelementen (6, 7, 13) zugeordne­ te, fest verdrahtete Codierung besitzt.
8. Gleisbildstellwerk nach einem der Ansprüche 1 bis 7, dadurch gekenn­ zeichnet, daß das Steuergerät (8) über eine serielle Schnittstelle an die elektronische Modellbahn-Steuerschaltung angeschlossen ist.
9. Gleisbildstellwerk nach einem der Ansprüche 1 bis 8, dadurch gekenn­ zeichnet, daß die Kette der Funktionsmodule (1) durch einen Abschluß­ stecker (9) abgeschlossen ist.
10. Gleisbildstellwerk nach einem der Ansprüche 1 bis 9, dadurch gekenn­ zeichnet, daß die Kette der Funktionsmodule (1) über eine Rückfüh­ rungsleitung mit dem Steuergerät (8) verbunden ist.
11. Gleisbildstellwerk nach einem der Ansprüche 1 bis 10, dadurch ge­ kennzeichnet, daß die Funktionsmodule (1) und die Blindmodule (2) untereinander sowie die Kette der Funktionsmodule (1) und das Steuergerät (8) mittels konfektionierter Flachbandkabel verschiedener Länge verbindbar sind.
DE19944431476 1994-09-03 1994-09-03 Gleisbildstellwerk für Modelleisenbahnen Expired - Fee Related DE4431476C2 (de)

Priority Applications (1)

Application Number Priority Date Filing Date Title
DE19944431476 DE4431476C2 (de) 1994-09-03 1994-09-03 Gleisbildstellwerk für Modelleisenbahnen

Applications Claiming Priority (1)

Application Number Priority Date Filing Date Title
DE19944431476 DE4431476C2 (de) 1994-09-03 1994-09-03 Gleisbildstellwerk für Modelleisenbahnen

Publications (2)

Publication Number Publication Date
DE4431476A1 DE4431476A1 (de) 1996-03-07
DE4431476C2 true DE4431476C2 (de) 1999-07-22

Family

ID=6527384

Family Applications (1)

Application Number Title Priority Date Filing Date
DE19944431476 Expired - Fee Related DE4431476C2 (de) 1994-09-03 1994-09-03 Gleisbildstellwerk für Modelleisenbahnen

Country Status (1)

Country Link
DE (1) DE4431476C2 (de)

Families Citing this family (1)

* Cited by examiner, † Cited by third party
Publication number Priority date Publication date Assignee Title
GB2455603A (en) * 2007-10-08 2009-06-17 Peter Lucas Model railway route controller

Non-Patent Citations (1)

* Cited by examiner, † Cited by third party
Title
DE-Z.: Modell-elektronik Jg. 12, Heft 2, Mai/Juni 1987, S. 12-23 *

Also Published As

Publication number Publication date
DE4431476A1 (de) 1996-03-07

Similar Documents

Publication Publication Date Title
DE1499244C3 (de) Steuergerät
EP0122218A2 (de) Steueranordnung für ein Umlaufregal
EP0584895B1 (de) Verfahren zum signaltechnisch sicheren Anzeigen verkehrstechnischer Informationen eines Verkehrswegesystems
DE2006672B2 (de) Datensichtgerät
DE4431476A1 (de) Gleisbildstellwerk für Modelleisenbahnen
EP0623878A2 (de) Anzeigeeinrichtung für ein Installationsbussystem
WO1998014016A1 (de) Vorrichtung zum verwalten einer mehrzahl von verteilerschränken
DE4327537C2 (de) Sensorelement für ein serielles Bussystem
DE69013207T2 (de) Steuerstromkreis für münzbetätigte Spielautomaten.
DE3248911C2 (de) Informationsgerät für den Fahrgastraum öffentlicher Verkehrsmittel
DE1560974A1 (de) Programmsteuergeraet fuer Flachstrickmaschinen,flache Kulierwirkmaschine od.dgl.
DE3043704C2 (de) Anzeigeeinrichtung
DE4013815A1 (de) Steuerschaltung fuer maschinen
EP1817679B1 (de) Elektronisches steuerungssystem für die automatisierungstechnik
DE1512034A1 (de) Schaltungsanordnung,um in Form einer Binaerzahl eine Stellung anzuzeigen,in die ein Kreuzschienenschalter in einem durch elektronische Steuervorrichtungen gesteuerten automatischen Fernverbindungssystem eingestellt ist
DE3904434C2 (de) Anordnung zur Erkennung der Drehrichtung der Phasen eines Drehstromnetzes
DE513320C (de) Geschaeftsmaschine
EP0448134A2 (de) Einrichtung zum optischen Überwachen eines Geschehens auf einer Meldetafel
DE652387C (de) Druckende Tabelliermaschine
DE4101950C2 (de) Anordnung zur Pfadansteuerung in einem Service-Baum bei Münzspielautomaten
AT298846B (de) Fahrkartendruckmaschine
WO1990007447A1 (de) Einrichtung zum optischen überwachen eines geschehens auf einer meldetafel
DE3039067A1 (de) Verfahren zur pruefung von gedruckten schaltungsplatinen
CH623426A5 (en) Selection device in an electronically controlled automatic dispenser, especially an automatic ticket machine
DE10002931A1 (de) Steuerung für eine Industrienähmaschine

Legal Events

Date Code Title Description
8110 Request for examination paragraph 44
8127 New person/name/address of the applicant

Owner name: PLANERT, INGO, 35116 HATZFELD, DE

D2 Grant after examination
8364 No opposition during term of opposition
8339 Ceased/non-payment of the annual fee