DE443802C - Schnellessigbildner mit Kuehlvorrichtung - Google Patents

Schnellessigbildner mit Kuehlvorrichtung

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DE443802C
DE443802C DEST40142D DEST040142D DE443802C DE 443802 C DE443802 C DE 443802C DE ST40142 D DEST40142 D DE ST40142D DE ST040142 D DEST040142 D DE ST040142D DE 443802 C DE443802 C DE 443802C
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Germany
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rapid
vinegar
cooling device
cooler
heat
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DEST40142D
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ARTHUR STEINMETZ
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ARTHUR STEINMETZ
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    • CCHEMISTRY; METALLURGY
    • C12BIOCHEMISTRY; BEER; SPIRITS; WINE; VINEGAR; MICROBIOLOGY; ENZYMOLOGY; MUTATION OR GENETIC ENGINEERING
    • C12JVINEGAR; PREPARATION OR PURIFICATION THEREOF
    • C12J1/00Vinegar; Preparation or purification thereof
    • C12J1/10Apparatus

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  • Organic Chemistry (AREA)
  • Engineering & Computer Science (AREA)
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  • General Health & Medical Sciences (AREA)
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  • Zoology (AREA)
  • Distillation Of Fermentation Liquor, Processing Of Alcohols, Vinegar And Beer (AREA)

Description

  • Schnellessigbildner mit Kühlvorrichtung. Die Ursache der relativ geringen Leistungsfähigkeit der Großraumbildner in der Essigfabrikation ist in dem Auftreten chronischer Wärmestörungen zu suchen. Nur in Füllungsschichten mit günstigster Temperatur können die Essigbakterien ihr Maximum an Oxydations-. Fähigkeit entfalten. Steigt oder fällt die Temperatur mehr oder weniger erheblich, so macht sich das in gleicher Weise durch ein Nachlassen der Produktion bemerkbar.
  • Man hat auf verschiedene Weise versucht, diesem Übelstande zu begegnen. Es wurde vorgeschlagen, einen möglichst hochprozentigen Essig zu erzeugen. Mit zunehmender Konzentration des Essiggutes nimmt aber auch die Aufnahmefähigkeit für Alkohol ab, mit einem verminderten Alkoholverbrauch sinkt auch die Wärmeerzeugung.
  • Diese gewissermaßen biologische Art der Lösung dieser Frage ist nur ein Notbehelf und bei kleinen Bildnern angebracht, in denen diese Störungen nur vorübergehend auftreten. Sie hat den Nachteil, daß zur Zeit des Spitzenbetriebes, wenn die Nachfrage am stärksten ist, Produktionseinschränkungen vorgenommen werden müssen. Auf Großraumbildner angewandt, würde ein solches Verfahren aus einem chronischen Zustande einen -latenten schaffen, da die ersten Ursachen hierdurch nicht beseitigt werden.
  • In südlicheren Breiten wurde erwogen, durch in die Essigstuben eingebaute Kühlanlagen, wie sie für Fleischaufbewahrungsräume usw. gebräuchlich sind, Abhilfe zu schaffen. Es hat sich jedoch gezeigt, daß das nur dann ausführbar ist, wenn die Fabrikanlage sehr groß ist und die Kühlvorrichtung den größten Teil des Jahres in Funktion ist, andernfalls tritt eine derartige Erhöhung der Unkosten ein, daß die Konkurrenzfähigkeit in Frage gestellt ist. Zudem läßt das geringe Wärmeleitungsvermögen der Wandungen der Großraumbildner eine genügende Beeinflussung der Innentemperatur der Bildner nicht zu. Eine Zufuhr abgekühlter Luft in das Innere der Apparate kommt nicht in Frage, da deren Menge so groß sein müßte, daß schwere Schädigungen anderer Art nicht zu vermeiden wären.
  • Man ging infolgedessen dazu über, die überschüssige Wärmemenge von dem aufgegossenen Essiggut aufnehmen zu lassen. Das ist indessen bei der sonst üblichen und bewährten Arbeitsweise in Schnellessigbildnern nicht möglich. Beim Arbeiten mit Rückgüssen oder kombinierten Maischen stehen für j e einen Liter zu verarbeitenden reinen Alkohols nur etwa 251 Essiggut zur Verfügung. Um Störungen zu vermeiden, kann die vorherige Abkühlung dieser Menge nicht erheblich sein, man könnte auf diese Weise höchstens 500 Kalorien ableiten. Man mußte daher ein Vielfaches dieser Menge, z. B. zoo 1, 41 reinen Alkohols enthaltend, zur Beschickung verwenden. Diese Menge sammelt sich im unteren Teile des Bildners, der mit von Wasser durchflossenen Röhren versehen ist, an und gibt seine Wärme an das Kühlwasser ab. Natürlich verarbeitet der Bildner diese Alkoholmenge nicht auf einmal, sondern es muß der Vorgang so oft wiederholt werden, bis eine vollständige Ausarbeitung stattgefunden hat (Rundpumpverfahren).
  • So glänzend wie diese Lösung, vom rein kalorimetrischen Standpunkte aus, zu bezeichnen ist, so unvollkommen wirkt sie biologisch.
  • Die erwartete Produktionsvermehrung tritt nicht ein, da diese Arbeitsweise gegen den anfangs erwähnten Grundsatz der Kontinuität des Temperaturoptimums verstößt. Die übermäßige Zufuhr an Essiggut erniedrigt die Tempeiatur ganz erheblich unter das Optimum, so daß die Temperaturen im Innern graphisch nicht als Grade, sondern infolge der' sturzartigen Schwankungen als gebrochene Linien darzustellen wären. Man kann mit dem folgenden Rundpumpen nicht so lange warten, bis das Optimum erheblich überschritten ist, da die Gefahr des Säureabbaues naheliegt. Es findet bei diesem Verfahren also nur eine verlangsamte Oxydation derjenigen Teile der Aufgußmenge statt, die nach Beendigung des Rundpumpens in der Füllung haften bleiben oder langsam abtropfen. Beim ersten und zweiten Rundpumpen nimmt der Säuregehalt des Essiggutes rasch zu, der Alkoholgehalt ebenso ab, da ja die in den Spänen zurückgehaltene Essigsäure der letzten, beendigten Operation beim neuen Rundpumpen ausgewaschen wird. Es ist indessen sehr schwer und zeitraubend, die letzten Reste an Alkohol, besonders das letzte Prozent aufzuarbeiten. Die hierzu erforderliche Zeit und Arbeit steht in sehr ungünstigem Verhältnis zum erreichten Effekt.
  • Die einzelnen Schichten der Füllung sind naturgemäß sehr ungleich befeuchtet, denn die oberen Schichten tropfen ab und benetzen die darunter befindlichen, oben wird das Temperaturoptimum schneller erreicht als unten. Es ist häufig überschritten, wenn die neue Operation einsetzt. Neigung zum Abbau der Säure in den oberen Schichten ist die Folge.
  • Die Wärmeentziehung des unten sich ansammelnden Essiggutes geht technisch unter den denkbar ungünstigsten Verhältnissen vor sich.
  • Das Essiggut befindet sich im Ruhezustande, keinerlei Vorteile des Gleich- oder Gegenstromprinzipes sind wahrgenommen. Der Wärmeübertragungskoeffizient hat infolge des Ruhezustandes in derWanne den überhaupt nur möglichen und denkbar geringsten Wert. Die erforderliche Kühlfläche wird so ein Maximum, was verteuernd auf die Anschaffung wirkt, oder aber sie wird kleiner bemessen, dann steigt der Wasserverbrauch derartig, daß von einer Anschaffung unter Umständen Abstand genommen werden muß.
  • Alle diese Vorgänge finden zahlenmäßig ihren Ausdruck in einer relativ geringen Produktionsziffer.
  • Die vorliegende Erfindung beseitigt diese Nachteile dadurch, daß die Kühler, zweckmäßig Tafelkühler, deren Oberflächen in angemessenem Verhältnis zur entziehenden Wärmemenge stehen, in die obere Zone des Bildners eingebaut sind.
  • Die Zeichnung stellt das obere Drittel, die aktive Zone, eines Kammerapparates oder Großraumbildners dar.
  • Die Tafelkühler k, k', k" usw., aus gut leitenden säurefesten Metallflächen bestehend, sind nur wenige Kubikzentimeter dick und werden von Kühlwasser durchströmt. Ihr Raumbedarf ist derartig gering, daß von einer wesentlichen Verminderung der Füllung nicht die Rede sein kann. Die Kühler werden in vertikaler Anordnung auf der Unterlage U, aus hölzernen Querstreben bestehend, aufgestellt. Die Spannschicht wird im oberen Teile des Apparates in einzelne Massen oder Räume in, m', nz" usw. zerlegt, deren Scheidewände die Kühler bilden. Bei Kammerapparaten oder Großraumbildnern von rechteckiger Form werden die Kühler parallel zu einer der Achsen (längs oder quer), bei Großraumbildnern runder Form in konzentrischer Weise angeordnet.
  • Die überschüssige Wärme kann an die gut leitenden Metallwände ausstrahlen und wird vom Kühlwasser aufgenommen und fortgeführt. Das Wasser tritt durch die Rohre e, e', e" usw. in die Kühler ein und verläßt sie durch die Verbindungsrohre a, a', cz" usw., durch das Hauptsammelrohr A.
  • In jede Schicht hineinreichende Thermometer gestatten die Einstellung auf das Optimum auch der innersten Schichten.
  • Die hierdurch erzielten Vorteile sind erheblich und bestehen in folgendem r. Wärmestörungen werden unmöglich gemacht.
  • a. Das relative Produktionsquantum von Normalrundbildnern, Großraum- und Kammerapparaten wird auf die Höhe kleiner Bildner gebracht, bei Umstellungen ist es nicht mehr nötig, ein Vielfaches des ursprünglichen Füllungsquantums einzusetzen.
  • 3. Die Fabrikation ist von der Außentemperatur unabhängig, da die Kühleroberfläche in jedem Fall derartig bemessen werden kann, daß etwa infolge hoher Außentemperatur hinzukommende Wärmemengen vom Kühlwasser sehr leicht aufgenommen und abgeführt werden.
  • q.. In allen Fällen kann bei großen Bildnern vom Rundpumpverfahren Abstand genommen und zum alten intermittierenden Rückgußverfahren oder zu dem Arbeiten mit kombinierten Maischen zurückgekehrt werden. Hierdurch wird Kosten verursachende mechanische Hubarbeit vermieden und gleichzeitig Erhöhung der Ausbeute und Vermehrung der Produktion erreicht.

Claims (2)

  1. PATENTANSPRÜCHE: z. Schnellessigbildner mit Kühlvorrichtung, dadurch gekennzeichnet, daß die Kühler in die obere Zone des Bildners eingebaut sind.
  2. 2. Ausführungsform des Schnellessigbildners nach Anspruch r, dadurch gekennzeichnet, daß die Kühler entsprechend der Form des Essigbildners aus geraden oder gebogenen, von Kühlwasser durchflossenen Platten bestehen, welche die Spanfüllung in "kleinere Räume unterteilen.
DEST40142D Schnellessigbildner mit Kuehlvorrichtung Expired DE443802C (de)

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