DE4441733C2 - Helligkeitssteuerung zum Dimmen konventionell gewickelter Transformatoren mit sekundärseitigen Niedervolthalogenlampen und/oder Glühlampen nach dem Phasenanschnittprinzip - Google Patents
Helligkeitssteuerung zum Dimmen konventionell gewickelter Transformatoren mit sekundärseitigen Niedervolthalogenlampen und/oder Glühlampen nach dem PhasenanschnittprinzipInfo
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Description
Die Erfindung betrifft eine Helligkeitssteuerung für kon
ventionell gewickelte Transformatoren mit sekundärseitigen
Niedervolthalogenlampen und Glühlampen nach dem Phasenan
schnittprinzip gemäß dem Oberbegriff des Anspruchs 1.
Zur stufenlosen Steuerung von konventionell gewickelten
Transformatoren nach dem Phasenanschnittprinzip sind prin
zipiell Schaltungen bekannt, die üblicherweise im Haupt
stromkreis ein Halbleiterschaltelement, zum Beispiel in Form
eines Triac, aufweisen. Diese Schaltungen müssen zwangs
läufig mit einer Schmelzsicherung ausgerüstet sein, die im
Kurzschlußfall ersetzt werden muß. Ferner sind Schaltungen
bekannt, die nach Erkennen des Stromnulldurchgangs einen
Zündzeitpunkt ermitteln und, entsprechend dem eingestell
ten Phasenwinkel, einen angeschlossenen Triac zünden. Diese
Schaltungsanordnungen können jedoch auftretende Rundsteuer
impulse im Netz nur unzureichend negieren.
Aus der DE 38 36 128 A1 ist bekannt, daß im Hauptstromkreis
in Reihe mit einer Last eine MOS-FET- oder IGBT-Endstufe
liegt, die im Gegensatz zur Triacendstufe jederzeit durch
Anlegen der geeigneten Steuerspannung am Gate in der Sinus
halbwelle abgeschaltet werden kann. Hierbei wird diese Art
der Abschaltung bei Kurzschluß durch Abfühlen der Spannung
über einen Strommeßwiderstand genutzt. Ferner ist die Verwendung einer MOS-FET bzw.
IGBT-Endstufe bekannt, die nach dem Phasenanschnittprinzip arbeitet. Hierbei wird die
Endstufe so angesteuert, daß gemäß des eingestellten Phasenwinkels ein Zündimpuls erzeugt
wird, der die Endstufe in den leitenden Zustand versetzt und so den Stromfluß durch die Last
gewährleistet. Nun tritt eine Selbsthaltung der Ansteuerung in Kraft, die diesen leitenden
Zustand aufrechterhält. Läuft der Strom durch die Last durch Null, wird dieses durch eine
andere Schaltungsanordnung detektiert, die ihrerseits nun die Endstufe wieder ausschaltet.
Dies entspricht im Schaltverhalten der Funktion eines Triac. Zum Schutz der Endstufe ist dies
erforderlich, da beim Abschalten des Stromes außerhalb des Stromnulldurchgangs im
angeschlossenen induktiven Verbraucher (konventionell gewickelter Transformator) eine
Gegenspannung erzeugt würde, die beim kontinuierlichen Auftreten zur Zerstörung der
Endstufe führen könnte. Tritt aber außerhalb des normalen Betriebes ein stark überhöhter
Strom oder ein Kurzschluß auf, ist man sofort in der Lage, die Endstufe abzuschalten und sie
so zu schützen. Hierbei ist aber erforderlich, bei mehrmaligem Auftreten dieses Überstromes,
eine dauerhafte Abschaltung durchzuführen, da sonst die Endstufe durch die auftretende
Überspannung des induktiven Verbrauchers zerstört werden könnte.
Darüber hinaus ist aus der DD 234 326 A1 ein Vorschaltgerät mit automatischer Abschaltung
zum Betrieb einer Niedervoltglühlampe bekannt. Dieser Stand der Technik beschreibt ein
Verfahren, wie man aus Platzgründen eine Niedervolthalogenlampe durch Ansteuerung mit
einer hochfrequenten Schwingungsform mit Hilfe eines kleineren Übertragers betreiben kann,
ohne auf konventionell gewickelte Transformatoren für 50 Hz zurückgreifen zu müssen.
Desweiteren wird in der DE 41 17 122 A1 eine Schaltung zur Steuerung eines Wechselstroms
beschrieben. Hierbei handelt es sich um die Steuerung einer Last mit Hilfe von zwei
Transistoren in Brückenschaltung, bei der es auch möglich ist, einen Überstrom oder
Kurzschluß zu erkennen und diesen abzuschalten.
Aus der Literaturstelle Fischer, Klaus: Keine Last mit induktiver Last: Dimmer IC SLB 0587
steuert Niedervolt-Halogenlampen über Netztrafo. In: Components 31, 1993, H. 1, S. 23-26
ist ein integrierter Schaltkreis bekannt, der auch für die Steuerung konventionell gewickelter
Transformatoren mit sekundärseitigen Niedervolthalogenlampen nach dem
Phasenanschnittprinzip dient. Dieser IC ist im Gegensatz zur vorliegenden Erfindung für ein
2-Drahtgerät konzipiert, daß Rundsteuereinflüsse mit Hilfe einer PLL (Phase locked Loop-Technik) zu negieren versucht,
womit bei weitem nicht so gute Ergebnisse zu erreichen sind. Weiterhin versucht man bei
diesem IC durch Doppelzündungen des Leistungsschalters und durch Kontrolle jeden
Stromnulldurchgangs Gleichstromanteile im Laststrom zu negieren. Gelingt dies nicht, wird
der Leistungsschalter bleibend abgeschaltet.
Die Aufgabe der Erfindung besteht nun darin, eine Schaltungsanordnung in der Weise zu
konzipieren, daß konventionell gewickelte Transformatoren und Glühlampen stufenlos so
gesteuert werden können, daß beim Auftreten eines Kurzschlusses der Last die Anordnung
nicht zerstört wird und sich so selbst schützt, ohne eine Schmelzsicherung wechseln zu
müssen.
Weiterhin muß der problemlose Betrieb
von induktiven Lasten, das heißt von zum Beispiel nicht aus
gelasteten Transformatoren jeglicher Art bis hin zum Leer
lauf und von Mischlasten von Glühlampen und konventionell
gewickelten Transformatoren, gewährleistet sein. Desweiteren
sollen Rundsteuerimpulse negiert werden.
Diese Aufgabe wird bei einer Helligkeitssteuerung der eingangs genannten Art
durch die im Kennzeichen des
Anspruchs 1 angegebenen Mittel gelöst.
Eine Weiterbildung
der Erfindung ist Gegenstand des Unteranspruchs 2.
Ein Ausführungsbeispiel der Erfindung wird im folgenden an
hand der Zeichnungsfiguren näher erläutert. Es zeigt:
Fig. 1 ein Blockschaltbild der Helligkeits
steuerung;
Fig. 2 ein Prinzipschaltbild zur Verhinderung
der Unsymmetrien der Helligkeitssteuerung.
Ein grundlegendes Problem beim Dimmen von Transformatoren
ist das Entstehen von Gleichspannungsanteilen. Dies kann
zur Zerstörung des Transformators und der Dimmeinrichtung
führen. Gleichspannungsanteile können auf verschiedene
Arten entstehen:
- a) Beim Einschalten ergibt sich in Abhängigkeit vom Ein schaltpunkt innerhalb der Netzhalbwelle ein mehr oder weniger hoher Gleichstrom, der mit der durch den Trans formator bestimmten Zeitkonstanten abklingt und dem sich der Wechselstrom überlagert. Zum Beispiel beträgt die Zeitkonstante für einen Transformator 500 VA rund 13 Perioden, das heißt circa 0,27 Sekunden.
- b) Ist in einem Transformator im ausgeschalteten Zustand ein hoher Restmagnetismus vorhanden, so führt das Einschalten zur Sättigung der Magnetisierungskurve (unsymmetrisch).
- c) Wird bei einem Transformator zum Zeitpunkt der maximalen Induktion die Sekundärlast abgeschaltet, so kann dies zu einem bleibenden Gleichstromanteil führen (Ausfall der Halogenlampe).
Die Erfindung erkennt diesen Gleichstromanteil, wie in
Fig. 1 zu erkennen ist, durch eine Mittelwertbildung der
Endstufenspannung 4 (Kombination R1, C1) und nutzt diese
als Regelspannung für den nachfolgenden regelbaren Fenster
komparator 2, der damit seine Fenstermitte bestimmt. Ferner
wird diesem Fensterkomparator das gefilterte und 180° ge
drehte Netzsignal aus Filter 1 zugeführt. Durchläuft das
Netzsignal das Komparatorfenster, so wird der Kondensator
C2 zurückgesetzt. Dadurch wird eine Rampenspannung erzeugt.
Dieses Signal wird einem weiteren Komparator OP2 zugeführt.
Schneidet die Rampenspannung einen dem eingestellten Dimm
winkel proportionalen Gleichspannungswert, wird ein Zünd
impuls erzeugt. Tritt nun aufgrund der angeführten Erschei
nungen zum Beispiel eine positive Regelspannung auf, wird
die Schwelle des Fensterkomparators 2 in positiver Richtung
verschoben. Da nun das Netzsignal im dreistufigen Filter 1
um 180° gedreht ist, wird die Rampe in der negativen Halb
welle später zurückgesetzt und damit auch später der Zünd
impuls erzeugt. Damit wird der Stromfluß in der negativen
Halbwelle kürzer und so der positive Gleichstromanteil aus
geregelt. Versuche mit herkömmlichen Dimmern und Einsatz
dieser Schaltungsanordnung haben gezeigt, daß dauernde
Sättigungsspitzen nach Entfernen der Last bis zu 20 A
durch die Unsymmetriekorrektur auf 0,4 A heruntergeregelt
werden.
Aufgabengemäß bleibt die Forderung, Rundsteuersignale zu
negieren. Dies wird in dem bereits angesprochenen Filter
1 in der Unsymmetrieregelung realisiert.
Die Unterdrückung von Rundsteuerimpulsen in Phasenanschnitt
dimmern ist ein sehr lange diskutiertes Problem. Es wird
durch das EVU dem Netz der 50 Hz-Grundwelle ein höherfre
quentes Signal überlagert. Dadurch kommt es zu Verschiebun
gen der Nullpunkte der Netzspannungshalbwellen. Da der Zünd
winkel aus diesen Nullpunkten hergeleitet wird, schwankt
dieser ebenfalls, was sich durch Schwankungen der Beleuch
tungsstärke des Leuchtmittels bemerkbar macht. Nimmt man
die Ansteuerung im Zweidrahtbetrieb (Reihenschaltung
Phase-Dimmer-Last-Null) zwischen Dimmer und Last ab,
so lassen sich durch eine Siebung Verbesserungen erzielen,
sie haben aber ihre Grenze durch noch zu vertragende Zeit
konstanten der Siebung. Ein geglücktes Beispiel zeigt der
herkömmliche sogenannte Drehdimmer mit seinem sich ändernden
Siebfaktor in Abhängigkeit zum Stromflußwinkel. Helligkeits
schwankungen durch Rundsteuerimpulse machen sich für das
menschliche Auge vor allem im abgedimmten Zustand bemerk
bar. Da der Drehdimmer hier aber seinen größten Siebfaktor
aufweist, dämpft er die Rundsteuereinflüsse zu diesem Zeit
punkt am stärksten. Bei vollelektronischen Dimmern, soge
nannten Tastdimmern, kann diese Siebkette nur fest einge
stellt sein und sich nach der maximalen Helligkeit richten,
und so nur einen kleinen Siebfaktor aufweisen, was sich un
günstig auswirkt auf die Dämpfung von Rundsteuerimpulsen.
Aus diesem Grund ist bei Rundsteuerimpulsen eine Nullpunkt
erkennung zur Festsetzung des Zündwinkels durch Erfassen der
Spannung zwischen Phase und Null vorteilhaft, wodurch sich
Ergebnisse erzielen lassen, die die des mechanisch einstell
baren Dimmers übertreffen. Da bei dieser Anordnung die Zeit
konstanten und damit die Phasenverschiebung durch die Sieb
kette unabhängig vom Stromflußwinkel bleiben, ist es mög
lich, eine sehr hohe Siebung mit einer Phasenverschiebung
von 180° gegenüber den Nullstellen der Netzspannung zu wäh
len. Mit zum Beispiel dreistufigen RC-Gliedern im Filter 1
werden Einflüsse durch Rundsteuerimpulse sehr stark verrin
gert und für das menschliche Auge durch Helligkeitsschwan
kungen des Lichtes fast kaum erkennbar.
Ein weiterer neuer Schaltungsgedanke wird aber trotz dieser
Regelung erforderlich (Fig. 2): Steuert man eine induktive
Last (zum Beispiel einen leerlaufenden Transformator), ent
steht eine Phasenverschiebung von bis zu 90°. Da der Zünd
impuls aber immer von N auf L bezogen ist und so keine
Phasenverschiebung aufweist, kann man nur Phasenwinkel von
90° bis 180° einstellen. Jeder Phasenwinkel < 90° hat einen
Stromfluß von 180° zur Folge. Da man von 0° bis 90° keinen
anderen Stromflußwinkel als 180° erreichen kann, muß man
dafür Sorge tragen, daß Phasenwinkel in diesem Bereich auf
Dauerstromfluß umgeschaltet werden. Dies läßt sich wie in
Fig. 2 erreichen. Ue1 ist das High-Signal, das beim Schnei
den des Mittelwertes durch die Rampenspannung beginnt und
mit dem Entladeimpuls endet. Ue2 ist ein High-Impuls, der
aus der Beendigung des Stromflusses über die Endstufe 4
gewonnen wird. Über C3, R4 wird die Spannung Ue1 differen
ziert. Am Eingang des OP1 sind nun zwei Spannungskriterien
zu unterscheiden. Während einer zu wählenden Zeit ist bei
einem positiven C3-Impuls die Spannung an R5 so hoch, daß
Ue2 nicht in der Lage ist, den Ausgang von OP1 auf Low zu
setzen. Nach dieser Zeit kann die Selbsthaltung des OP1
über R7 und R5 jederzeit durch einen Impuls Ue2 zurückge
setzt werden. Die Zeit für die "Zwangshaltung" wird sinn
vollerweise mit 0,5 Halbwelle, also 5 ms, gewählt.
Claims (2)
1. Helligkeitssteuerung für konventionell gewickelte Trans
formatoren mit sekundärseitigen Niedervolthalogenlampen
und/oder Glühlampen mit einer in Reihe zur Last liegen
den MOS-FET- oder IGBT-Endstufe, die nach dem Phasen
anschnittprinzip so arbeitet, daß im normalen Betrieb
im Stromnulldurchgang der Last die Endstufe abgeschaltet
wird, jedoch, daß bei Auftreten eines überhöhten Stroms
oder Kurzschlusses die Endstufe abschaltbar ist und
sich somit selbst schützt, dadurch gekennzeichnet, daß
zwischen N- und L-Leiter ein mehrstufiges Filter (1)
geschaltet ist, um die Rundsteuereinflüsse im Netz zu
negieren, und darüber hinaus durch eine Regelschaltung,
bestehend aus einem Siebglied (R1, C1), einem mehr
stufigen Filter (1) und einem Fensterdiskriminator (2),
in der Lage ist, Gleichstromanteile im Laststrom, her
vorgerufen durch die magnetischen Eigenschaften der Last
oder aber durch die Steuerschaltung selbst, durch geeig
nete Verschiebung des Zündwinkels zu negieren (Fig. 1).
2. Helligkeitssteuerung nach Anspruch 1, dadurch gekenn
zeichnet, daß bei unzulässig hohen Phasenverschiebungen
im Fehlerfall durch leerlaufende Transformatoren der
Phasenanschnitt in der Art verlängert wird, daß die End
stufe für die gesamte Zeit durchgesteuert ist und so
Unsymmetrien verhindert werden (Fig. 2).
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1994
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| FISCHER,Klaus: Keine Last mit induktiver Last: Dimmer-IC SLB 0587 steuert Niedervolt-Halogen- lampen über Netztrafo. In: Components 31, 1993, H.1, S.23-26 * |
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