DE4443480C2 - Fördervorrichtung und Verfahren zur Förderung von Packgut entlang einer Verpackungsstrecke - Google Patents

Fördervorrichtung und Verfahren zur Förderung von Packgut entlang einer Verpackungsstrecke

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Description

Die Erfindung betrifft eine Fördervorrichtung und ein Verfahren zur Förderung von Packgut, insbesondere von Beuteln, entlang einer Verpackungsstrecke.
Es ist bekannt, Beutel aus Folienmaterial zu formen, zu befüllen und die oben offenen Beutel mittels einer Fördereinrichtung weiterzutransportieren. Dazu werden die Beutel hintereinander auf die Fördereinrichtung gesetzt und derart den nachfolgenden Verpackungsstationen zugeführt. Je nach gewünschter Beutelform sind entsprechende Verpackungsstationen vorgesehen, um verschlossene Beutel zu erhalten. Eine Verpackungsstation kann eine Faltstation sein, zum Einlegen von Seitenfalten in die Beutel, oder eine Siegelstation zur Erzeugung einer Beutelkopfnaht. Des weiteren sind Verpackungsstationen bekannt, an denen das freie Beutelende zusammengeklippst wird, oder umgelegt und mittels eines Etiketts am Beutel festgeklebt wird.
Bekannte Fördervorrichtungen und Verfahren zur Förderung von Packgut entlang einer Verpackungsstrecke haben den Nachteil, daß sie für unterschiedlich hoch gefüllte, oben noch offene Beutel wenig geeignet sind. Man erhält verschlossene Beutel, die jeweils die gleichen Abmessungen haben, obwohl diese Abmessungen nur für die maximal erreichte Füllhöhe benötigt werden.
Bei vielen zu verpackenden Produkten ist es kaum möglich, das Produkt derart zu dimensionieren, daß eine konstante Füllhöhe im Beutel erreicht wird. Es kommen bei dem Verpacken von stark ineinandergreifendem Produkt, wie zum Beispiel nesterartig geformten, länglichen Gebilden, auch beim Erreichen des gleichen Füllgewichtes unterschiedliche Füllhöhen in den Beuteln vor. Eine konstante Füllhöhe ist hier ohne eine Beeinträchtigung des Produkts nicht möglich.
Aus der EP 0 420 821 A1 ist gattungsgemäß eine lange Schiene bekannt, die mittels einer Tendenzsteuerung derart bezüglich ihrer Höhe verstellt wird, so daß die auf der Schiene transportieren Beutel jeweils eine füllhöhenabhängige Höhe erreichen, um dann entsprechend dieser Höhe weiter bearbeitet zu werden.
Der Nachteil dieser Technik liegt darin, daß nur eine relativ große, auf einer Schiene befindliche Anzahl von Beuteln gemeinsam bezüglich ihrer Höhe verstellt werden kann, wodurch das Verfahren relativ ungenau ist.
Aus der US 4,170,095 ist eine Vorrichtung bekannt, mit der unterschiedlich hohe Gegenstände derart transportiert werden können, daß ihre Oberfläche jeweils auf gleicher Höhe liegt.
Für jeden einzelnen Gegenstand ist dazu ein höhenverstellbares Teil vorgesehen.
Der Erfindung liegt die Aufgabe zugrunde, eine Fördervorrichtung und ein Verfahren zur Förderung von Packgut entlang einer Verpackungsstrecke mit Verpackungs­ stationen zu finden, so daß ein Verpacken von unterschiedliche Füllhöhen erzeugenden Produkten in Beuteln möglich ist, und dabei die Höhe des Produktes in den Beuteln relativ genau jeweils auf gleicher Höhe liegt.
Gelöst ist die Aufgabe gemäß den Ansprüchen 1 und 8.
Nach Anspruch 1 weist eine Fördervorrichtung eine Vielzahl von Mitnehmern auf, die als Teil einer Fördereinrichtung in Förderrichtung hintereinander angeordnet sind, und an jeweils einem Mitnehmer ist ein Raum für einen zu transportierenden Gegenstand ausgespart. Unterhalb der Fördereinrichtung ist eine Vielzahl höhenverstellbarer Bodenteile vorgesehen, welche jeweils eine parallel zur Förderrichtung verlaufende Gleitfläche aufweisen, und die Gleitflächen begrenzen die Räume bodenseitig. An der Fördereinrichtung ist zudem eine Meßstation zur Füllhöhenmessung vorgesehen. Unterhalb eines Raumes sind mehrere Bodenteile vorgesehen, wobei jedes Bodenteil separat höhenverstellbar ist. Eine Rechner- und Ansteuervorrichtung ist dazu vorgesehen, jeweils zwei aufeinanderfolgende Gleitflächen während eines Zeitraumes, in dem ein Behälter von der Gleitfläche auf die benachbarte Gleitfläche gelangt, entweder auf der gleichen Höhe zu halten, oder die nachfolgende Gleitfläche tiefer zu legen als die vorherige.
Beim Verfahren zur Förderung von Packgut entlang einer Verpackungsstrecke mit mindestens einer Verpackungsstation (Anspruch 8) werden gefüllte Behälter mittels einer Fördereinrichtung befördert. An einer Meßstation wird die Füllhöhe in den Behältern gemessen. Dann werden die Behälter entsprechend ihrer Füllhöhe angehoben oder abgesenkt, so daß die obere Grenze des eingefüllten Produktes relativ zur Fördereinrichtung an jeder Verpackungsstation ein konstanter Wert ist. Jeweils mehrere separat höhenverstellbare Bodenteile tragen einen Behälter, und die Bodenteile werden laufend derart verstellt, daß zwei aufeinanderfolgende Gleitflächen während eines Zeitraumes, in dem ein Behälter von der einen Gleitfläche auf die benachbarte Gleitfläche gelangt, entweder die gleiche Höhe haben, oder die nachfolgende Gleitfläche liegt tiefer als die vorherige.
Die Erfindung hat den Vorteil, daß es mit ihr möglich ist, Packgut entlang einer Verpackungsstrecke mit feststehenden Verpackungsstationen zu fördern, so daß ein Verpacken von unterschiedliche Füllhöhen erzeugenden Produkten in Beuteln möglich ist, und dabei die Höhe des Produktes relativ genau auf gleicher Höhe liegt.
Ist ein Beutel zum Beispiel besonders hoch gefüllt, so wird der hohe Füllzustand von der Meßstation registriert und der Beutel wird abgesenkt, indem das verstellbare Bodenteil, auf dem er sich gerade befindet, abgesenkt wird. Oder die verstellbaren Bodenteile, auf denen er sich gerade befindet, werden abgesenkt. Da die Fördereinrichtung unten offen ist, gleitet ein von einem Mitnehmer geschobener Beutel auf den Gleitflächen der nebeneinander angeordneten, höhenverstellbaren Bodenteile.
Ist ein nachfolgender Beutel um einen bestimmten Entfernungswert geringer gefüllt als ein vorangegangener Beutel, so wird der geringer gefüllte Beutel um diesen Entfernungswert relativ zu dem vorangegangenen Beutel abgesenkt. Dabei ist es aber nicht notwendig, daß die Absenktiefe für den nachfolgenden Beutel aus seiner Füllhöhe und der Füllhöhe des vorangegangenen Beutels errechnet wird. Die Absenktiefe kann sich auf einen beliebigen, konstanten vorgegebenen Wert beziehen und mittels diesem für alle Beutel berechnet werden. Entsprechendes gilt für das Anheben eines Beutels.
Hat ein Beutel an einer Verpackungsstation den berechneten Höhenwert, so kann er dort bearbeitet werden, auch wenn die Verpackungsstation ortsfest ist, das heißt, daß keine Höhenverstellung für die Verpackungsstation vorgesehen ist.
Prinzipiell ist ein gutes Gleiten der Behälter gewährleistet, da die Behälter über höhenverstellbare Gleitflächen geschoben werden und zwei aufeinanderfolgende Gleitflächen während des Zeitraumes, in dem ein Behälter von der einen Gleitfläche auf die benachbarte Gleitfläche gelangt, entweder die gleiche Höhe haben, oder die nachfolgende Gleitfläche tiefer liegt als die vorherige.
Weitere vorteilhafte Ausgestaltungen der Erfindung sind in den Ansprüchen 2 bis 7 und 9 bis 18 beschrieben.
Sind die Mitnehmer als Platten ausgestaltet (Anspruch 2), so wird erreicht, daß die Beutel besonders zuverlässig über die Gleitflächen geschoben werden, ohne daß die Beutel verkippen, da die Platten relativ große Kontaktflächen mit den Beuteln haben.
Eine einfache und zuverlässige Höhenverstellung eines Bodenteils ist mittels eines Synchronschrittmotors (Anspruch 3) möglich. Die Ansteuerung eines Synchronschritt­ motors erfolgt mit Stromimpulsen, deren Anzahl von der gemessenen Füllhöhendifferenz abhängt.
Sind die höhenverstellbaren Bodenteile als ebene Platten ausgestaltet (Anspruch 4), so erfolgt das Gleiten der Beutel auf den Gleitflächen relativ gleichmäßig und zuverlässig.
Eine einfache Verstellung der Verpackungsparameter mittels der Rechner- und Ansteuereinrichtung ist möglich, wenn gemäß Anspruch 5 die Höhenversteller, die Meßstation, die Verpackungsstationen und eine Einrichtung zur Angabe der Geschwindigkeit der Fördereinrichtung mit der Rechner- und Ansteuereinrichtung verbunden sind. Die Verpackungsparameter sind dabei unter anderem die Transportgeschwindigkeit, die gewünschte Beutelhöhe und die Verweildauer eines Beutels an einer Verpackungsstation.
An einer Meßstation werden die Füllhöhen der einzelnen Beutel gemessen. Dies kann auf unterschiedliche Art geschehen. Mittels eines Ultraschallentfernungsmessers (Anspruch 6), der oberhalb der Fördereinrichtung angebracht ist, kann die Entfernung zwischen dem Ultraschallentfernungsmesser und der oberen Produktoberfläche eines gefüllten, oben offenen Beutels gemessen werden. Aus dieser Entfernung und einem Sollwert für die Entfernung ergibt sich dann als Differenz die Wegstrecke der Höhenverstellung für das Bodenteil, beziehungsweise die Bodenteile, auf dem beziehungsweise auf denen der Beutel steht. Für Beutel aus durchsichtiger Folie eignet sich auch eine Meßstation gemäß Anspruch 7. Hier enthält die Meßstation eine senkrecht zur Fördereinrichtung und parallel zu den Gleitflächen ausgerichtete, übereinander liegende Gesamtheit an zueinander parallelen Lichtschranken. Je nach Füllhöhe im Beutel werden einige der übereinander liegenden Lichtschranken durch die Anwesenheit des Produktes unterbrochen. Oberhalb des Produktes gefangen die Lichtstrahlen ungehindert zu Detektoren. Die Höhe, bis zu der die Lichtschranken unterbrochen sind, entspricht dann der Füllhöhe im Beutel.
Eine weitere vorteilhafte Ausgestaltung des erfindungsgemäßen Verfahrens liegt gemäß Anspruch 9 darin, daß die Höhe der Obergrenze des eingefüllten Produktes relativ zur Fördereinrichtung ein an jeder Verpackungsstation konstanter und gleicher Wert ist. Dadurch ist erreicht, daß sämtliche Beutel derart weitertransportiert werden, daß ihre Füllhöhenobergrenzen an allen Verpackungsstationen gleich hoch liegen. Es muß lediglich eine Füllhöhenobergrenze für die Konstruktion und die Montage der einzelnen Verpackungsstationen berücksichtigt werden. Konstruktion und Montage werden somit vereinfacht. Sind darüber hinaus die konstanten Werte der gesamten Fördereinrichtung gleich (Anspruch 10), so werden sämtliche Beutel dertart weitertransportiert, daß ihre Füllhöhenobergrenzen entlang der gesamten Fördereinrichtung gleich hoch liegen. Die unterschiedlichen Füllhöhen in den Beuteln werden dadurch ausgeglichen, daß die höhenverstellbaren Bodenteile bei jedem über sie gleitendem Beutel rechnergesteuert auf eine anhand der Daten der Meßstation und dem Geschwindigkeitswert der Fördereinrichtung von der Rechnereinheit errechneten Höhenwert gefahren werden. Dabei wird vermieden, daß ein Bodenteil bei Ankunft eines Beutels höher liegt als das vorherige Bodenteil, so daß keine Störung des Gleitens des Beutels erfolgt. Beim Gleiten vom vorherigen Bodenteil auf das betreffende Bodenteil kann aber das betreffende Bodenteil angehoben werden, so daß der Beutel wieder auf einer vorgegebenen Höhe zu liegen kommt.
Nehmen die konstanten Werte von Verpackungsstation zu Verpackungsstation ab (Anspruch 11), so ist es durchweg möglich, die Bodenteile treppenförmig mit ausreichender Treppenhöhe anzuordnen und somit die Beutel ungeachtet der augenblicklich eingestellten Höhe eines nachfolgenden Bodenteils weiterzuschieben.
Die Fördereinrichtung kann schneller laufen, wenn das Anheben oder Absenken der Behälter während ihrer Beförderung erfolgt (Anspruch 12). Damit werden unnötige Stillstandszeiten vermieden.
Prinzipiell kann die Fördervorrichtung kontinuierlich oder getaktet betrieben werden. Bei einem kontinuierlichen Betrieb (Anspruch 13) ist die Förderleistung höher.
Werden die Behälter an einer Rüttelstation gerüttelt, bevor sie die Meßstation erreichen (Anspruch 14), so ist gewährleistet, daß das eingefüllte Produkt relativ kompakt ist, und eine weitere Füllhöhenabsenkung nur noch in geringem Maße vorkommen kann. Somit sind die mit dem erfindungsgemäßen Verfahren erzielten Verpackungen noch kompakter.
In einer als Faltstation bezeichneten Verpackungsstation können Seitenfalten in Beutel eingelegt werden (Anspruch 15). Dadurch werden Seitenfaltenbeutel erzeugt. Hier werden die Beutel höhenrichtig einem Seitenfaltenstecher zugeführt.
Die Verschweißung von Beuteln oberhalb und nahe der Obergrenze des eingefüllten Produkts (Anspruch 16) führt zu Beuteln mit hoher Beutelraumausnutzung und zu geringem Restluftvolumen im Beutel. Da die Fördereinrichtung die zu verschweißenden Beutel stets mit exakter Füllhöhenobergrenze an die Siegelstation heranführt, ist eine reproduzierbare, zuverlässige produktnahe Verschweißung der Beutel möglich. Das sich oberhalb der Siegelnaht befindliche freie Beutelende kann derart verbleiben, es kann aber auch aus Gründen der Kompaktheit abgeschnitten werden (Anspruch 17). Der obere Beutelbereich, das heißt der Siegelnahtbereich, kann zudem, mit oder ohne freiem Beutelende, umgelegt und mittels eines Klebeetiketts in der umgelegten Position gegen den Beutel geklebt werden (Anspruch 18).
Im folgenden wird die Erfindung anhand von Ausführungsbeispiele darstellenden und prinzipdarstellenden Figuren näher beschrieben. Es zeigt:
Fig. 1 in einer Draufsicht eine Fördervorrichtung mit einer Fördereinrichtung, wobei die Fördereinrichtung aus einer umlaufenden Kette mit äquidistanten Mitnehmern besteht, mit jeweils einem Beutel zwischen zwei Mitnehmern und mit den Stationen Rüttelstation, Meßstation zur Füllhöhenmessung, Faltstation, Siegelstation, Siegelnahtumlegung und Etikettierer in Bewegungsrichtung der Fördereinrichtung;
Fig. 2 in einer Seitenansicht einen Teil einer Fördereinrichtung mit gefüllten Beuteln und unterhalb der Fördereinrichtung höhenverstellbare Bodenteile, wobei die Bodenteile mittels Stellgliedern verstellt werden, sowie
Fig. 3 in einer Seitenansicht einen Ausschnitt aus der Fördervorrichtung nach Fig. 1 mit einer Siegelstation und auf unterschiedliche Höhen eingestellten Bodenteilen, wobei zur besseren zeichnerischen Verdeutlichung Abstände zu den geförderten Beuteln übertrieben wurden.
Mit der Fördervorrichtung 1 können Beutel 2 entlang einer Verpackungsstrecke 3 transportiert werden (Fig. 1). Die Fördervorrichtung 1 hat eine Fördereinrichtung 4 mit einer Vielzahl in Förderrichtung 5 hintereinander angeordneter Mitnehmer 6. An jedem Mitnehmer 6 ist ein Raum 7 für einen Beutel 2 ausgespart. In die Räume 7 werden am Anfang der Förderstrecke mit Produkt gefüllte, oben offene Beutel 2 eingesetzt. Die Mitnehmer 6 schieben die Beutel 2 über Gleitflächen. Die Beutel 2 passieren dabei eine Reihe von Verpackungsstationen 8. Zuerst erreichen die oben offenen Beutel 2 eine Rüttelstation 9. Dort werden die Beutel 2 gerüttelt. Die gerüttelten Beutel 2 weisen im allgemeinen eine geringere Füllhöhe auf als die ungerüttelten, da durch die Rüttelung in den Beuteln vorhandene Hohlräume von Produkt ausgefüllt werden. Danach werden die Beutel 2 weiter zu einer Meßstation 10 transportiert. Die Meßstation 10 enthält einen von oben auf die Fördereinrichtung 4 zielenden Ultraschallentfernungsmesser 11. Mit diesem wird die Füllhöhe der gerüttelten Beutel 2 gemessen. Die einzelnen Füllhöhen werden registriert und rechnerunterstützt dazu verwendet, die Beutel 2 an den nächsten Verpackungsstationen 8, nämlich einer Faltstation 12, einer Siegelstation 13, einer Umlegestation 14 und einer Etikettierstation 15 derart anzuheben oder abzusenken, daß die Höhen der Obergrenzen 16 des in die Beutel 2 eingefüllten Produktes bei allen Beuteln 2 gleich sind (Fig. 2, Fig. 3). An der Faltstation 12 werden Seitenfalten in die Beutel 2 eingestochen. Danach werden die Beutel 2 der Siegelstation 13 zugeführt. An der Siegelstation 13 werden die Beutel 2 direkt oberhalb der Obergrenze 16 des eingefüllten Produkts 17 unter Ausbildung einer Siegelnaht 18 verschweißt. An einer Umlegestation 14 werden sodann die Siegelnahtbereiche 19 der Beutel 2 umgelegt, und schließlich werden an einer Etikettierstation 15 Klebeetiketten 20 gegen die umgelegten Siegelnahtbereiche 19 und gegen die Beutel 2 geklebt, um die umgelegten Siegelnahtbereiche 19 in der umgelegten Position festzukleben.
Unterhalb der Fördereinrichtung 4 ist eine Vielzahl höhenverstellbarer Bodenteile 21 vorgesehen (Fig. 2, Fig. 3). Die Bodenteile 21 weisen jeweils eine parallel zur Förderrichtung 5 verlaufende Gleitfläche 22 auf. Die Gleitflächen 22 begrenzen die Räume 7 bodenseitig. Die Beutel 2 werden von den Mitnehmern 6, die als Platten 23 ausgestaltet sind über die ebenfalls als Platten 24 ausgestalteten Gleitflächen 22 der Bodenteile 21 geschoben.
An jedem höhenverstellbarem Bodenteil 21 ist als Höhenversteller 25 ein Synchron­ schrittmotor 26 vorgesehen. Die Höhenversteller 25, die Meßstation 10, die Verpackungsstationen 8 und eine Einrichtung 27 zur Angabe der Geschwindigkeit der Fördereinrichtung 4 sind mit einer Rechner- und Ansteuereinrichtung verbunden, damit sämtliche Bewegungsfunktionen und Zeitpunkte an der Fördervorrichtung 1 aufeinander abgestimmt werden.
Die Beutel 2 werden entsprechend ihrer Füllhöhe angehoben oder abgesenkt, derart, daß die Höhe der Obergrenze 16 des eingefüllten Produktes 17 relativ zur Fördereinrichtung 4 ein an jeder Verpackungsstation 8 konstanter Wert 28 ist (Fig. 2). Diese konstanten Werte 28 sind an jeder Verpackungsstation 8 und überdies entlang der gesamten Fördereinrichtung 4 gleich. Das Anheben und Absenken der Beutel 2 erfolgt während ihrer kontinuierlichen Beförderung. Die Beutel 2 werden über die höhenverstellbaren Gleitflächen 22 geschoben. Zwei aufeinanderfolgende Gleitflächen 22 haben während des Zeitraumes, in dem ein Beutel 2 von der einen Gleitfläche 22 auf die benachbarte Gleitfläche 22 gelangt, entweder die gleiche Höhe, oder die nachfolgende Gleitfläche 22 liegt tiefer als die vorherige. Dadurch erfolgt kein Anstoßen eines Beutels 2 gegen eine Platte 24. 1 Fördervorrichtung
2 Beutel
3 Verpackungsstrecke
4 Fördereinrichtung
5 Förderrichtung
6 Mitnehmer
7 Raum
8 Verpackungsstation
9 Rüttelstation
10 Meßstation
11 Ultraschallentfernungsmesser
12 Faltstation
13 Siegelstation
14 Umlegestation
15 Etikettierstation
16 Obergrenze
17 Produkt
18 Siegelnaht
19 Siegelnahtbereich
20 Klebeetikett
21 Bodenteil
22 Gleitfläche
23 Platte
24 Platte
25 Höhenversteller
26 Synchronschrittmotor
27 Einrichtung zur Angabe der Geschwindigkeit der Fördereinrichtung
28 Wert

Claims (18)

1. Fördervorrichtung zur Förderung von Packgut, insbesondere von Beuteln, entlang einer Verpackungsstrecke, mit einer Vielzahl an Mitnehmern, wobei die Mitnehmer als Teil einer Fördereinrichtung in Förderrichtung hintereinander angeordnet sind, und an jeweils einem Mitnehmer ein Raum für einen zu transportierenden Gegenstand ausgespart ist, wobei unterhalb der Fördereinrichtung (4) höhenverstellbare Bodenteile (21) vorgesehen sind, die Bodenteile (21) jeweils eine parallel zur Förderrichtung (5) verlaufende Gleitfläche (22) aufweisen, die Gleitflächen (22) die Räume (7) bodenseitig begrenzen, und an der Fördereinrichtung (4) eine Meßstation (10) zur Füllhöhenmessung vorgesehen ist, dadurch gekennzeichnet, daß unterhalb eines Raumes (7) mehrere Bodenteile (21) vorgesehen sind, daß jedes Bodenteil (21) separat höhenverstellbar ist und daß eine Rechner- und Ansteuervorrichtung dazu vorgesehen ist, jeweils zwei aufeinanderfolgende Gleitflächen (22) während eines Zeitraumes, in dem ein Behälter von der einen Gleitfläche (22) auf eine benachbarte Gleitfläche (22) gelangt, entweder auf der gleichen Höhe zu halten, oder die nachfolgende Gleitfläche (22) tiefer zu legen als die vorherige.
2. Fördervorrichtung nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß die Mitnehmer (6) als Platten (23) ausgestaltet sind.
3. Fördervorrichtung nach Anspruch 1 oder Anspruch 2, dadurch gekennzeichnet, daß an jeweils einem höhenverstellbaren Bodenteil (21) als Höhenversteller (25) ein Synchronschrittmotor (26) vorgesehen ist.
4. Fördervorrichtung nach Anspruch 1 oder Anspruch 3, dadurch gekennzeichnet, daß die höhenverstellbaren Bodenteile (21) als ebene Platten (24) ausgestaltet sind.
5. Fördervorrichtung nach Anspruch 4, dadurch gekennzeichnet, daß die Höhenversteller (25), die Meßstation (10), die Verpackungsstation (8) und eine Einrichtung (27) zur Angabe der Geschwindigkeit der Fördereinrichtung (4) mit der Rechner- und Ansteuereinrichtung verbunden sind.
6. Fördervorrichtung nach Anspruch 4, dadurch gekennzeichnet, daß die Meßstation (10) einen von oben auf die Fördereinrichtung (4) zielenden Ultraschallentfernungsmesser (11) enthält.
7. Fördervorrichtung nach Anspruch 4, dadurch gekennzeichnet, daß die Meßstation (10) eine senkrecht zur Förderrichtung und parallel zu den Gleitflächen ausgerichtete, übereinander liegende Gesamtheit an zueinander parallelen Lichtschranken enthält.
8. Verfahren zur Förderung von Packgut entlang einer Verpackungsstrecke mit mindestens einer Verpackungsstation, wobei gefüllte Behälter mittels einer Fördereinrichtung gleitend auf Gleitflächen von höhenverstellbaren Bodenteilen befördert werden, die Füllhöhe in den Behältern an einer Meßstation gemessen wird, die Behälter sodann entsprechend ihrer Füllhöhe angehoben oder abgesenkt werden, derart, daß die Höhe der Obergrenze (16) des eingefüllten Produktes (17) relativ zur Fördereinrichtung (4) an jeder Verpackungsstation (8) ein konstanter Wert (28) ist, dadurch gekennzeichnet, daß jeweils mehrere separat höhenverstellbare Bodenteile (21) einen Behälter tragen, und daß die Bodenteile (21) laufend derart verstellt werden, daß zwei aufeinanderfolgende Gleichflächen (22) während eines Zeitraumes, in dem ein Behälter von der einen Gleitfläche (22) auf die benachbarte Gleitfläche (22) gelangt, entweder die gleiche Höhe haben, oder die nachfolgende Gleitfläche (22) tiefer liegt als die vorherige.
9. Verfahren nach Anspruch 8, dadurch gekennzeichnet, daß die konstanten Werte (28) an allen Verpackungsstationen (8) gleich sind.
10. Verfahren nach Anspruch 8, dadurch gekennzeichnet, daß die konstanten Werte (28) entlang der gesamten Fördereinrichtung (4) gleich sind.
11. Verfahren nach Anspruch 8, dadurch gekennzeichnet, daß die konstanten Werte (28) von Verpackungsstation zu Verpackungsstation abnehmen.
12. Verfahren nach Anspruch 8, dadurch gekennzeichnet, daß das Anheben oder Absenken der Behälter während ihrer Beförderung erfolgt.
13. Verfahren nach Anspruch 12, dadurch gekennzeichnet, daß die Beförderung kontinuierlich erfolgt.
14. Verfahren nach Anspruch 8, dadurch gekennzeichnet, daß die Behälter an einer Rüttelstation (9) gerüttelt werden, bevor sie die Meßstation (10) erreichen.
15. Verfahren nach Anspruch 8, dadurch gekennzeichnet, daß die Behälter Beutel (2) sind, in die an einer Faltstation (12) Seitenfalten eingelegt werden.
16. Verfahren nach Anspruch 8, dadurch gekennzeichnet, daß die Behälter Beutel (2) sind, die an einer Siegelstation (13) direkt oberhalb der Obergrenze (16) des eingefüllten Produkts (17) verschweißt werden.
17. Verfahren nach Anspruch 16, dadurch gekennzeichnet, daß oberhalb der Siegelnaht (18) das freie Beutelende abgeschnitten wird.
18. Verfahren nach Anspruch 16 oder Anspruch 17, dadurch gekennzeichnet, daß der Siegelnahtbereich (19) an einer Umlegestation (14) umgelegt und an einer Etikettierstation (15) mittels eines Klebeetiketts (20) in der umgelegten Position gegen den Beutel (2) geklebt wird.
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