DE4443676C2 - Filter mit einem Filtergehäuse und einem darin angeordneten auswechselbaren Filterelement - Google Patents
Filter mit einem Filtergehäuse und einem darin angeordneten auswechselbaren FilterelementInfo
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Description
Die Erfindung betrifft ein Filter mit einem Filtergehäu
se und einem darin angeordneten auswechselbaren Filter
element, wobei das Filterelement aus einem quaderförmi
gen, aus einer zickzackförmig gefalteten Filterstoffbahn
gebildeten Filterstoffkörper mit zwei Flachseiten, von
denen eine die Anströmseite und eine die Abströmseite
ist, und aus zwei Kantenstreifen, die an den zwei durch
die Stirnkanten der Filterstoffbahn gebildeten Seiten
flächen dichtend an dem Filterstoffkörper angebracht
sind, besteht, wobei die Kantenstreifen zumindest an ei
ner der beiden Flachseiten des Filterstoffkörpers über
diesen überstehen und mit ihrem Überstandsbereich im
eingebauten Zustand des Filterelementes dichtend mit dem
Filtergehäuse zusammenwirken, gemäß den Oberbegriffen
der Ansprüche 1 und 2.
Ein erster Filter der genannten Art ist beispielsweise
aus DE 91 16 747 U1 bekannt. Bei diesem bekannten Filter
ist an einem einen Teil des Filtergehäuses bildenden
Spannrahmen zur Fixierung des Filterelementes im Bereich
der durch die erste und die letzte Faltenfläche des Fil
terstoffkörpers gebildeten Seitenflächen je ein Flächen
zinken vorgesehen, welcher in die jeweils äußerste Fal
tung des Filterelementes eingreift und dort die Filter
stoffbahn in eine gehäusefeste Dichtung drückt. Als nach
teilig wird bei diesem Stand der Technik angesehen, daß
es zu einer Perforation des Filterstoffkörpers im Kon
taktbereich zwischen Dichtung und Flächenzinken kommen
kann, weil letzterer eine relativ scharfe Kontur an sei
nem der gehäusefesten Dichtung zugewandten Ende besitzt.
Um solche Perforationen sicher auszuschließen, muß das
Material des Filterstoffkörpers relativ fest sein, was
die Auswahlmöglichkeiten des Filterstoffes einschränkt.
Weiterhin wird bei diesem bekannten Filter als Nachteil
angesehen, daß für die Halterung des Filterelementes im
Filtergehäuse ein Spannrahmen erforderlich ist, der zu
nächst mit dem Filterelement verbunden und dann mit dem
Filtergehäuse verrastet werden muß. Dabei erfordert das
Verbinden des Spannrahmens mit dem Filterelement eine
erhöhte Aufmerksamkeit, damit die an den Enden des Spann
rahmens liegenden Flächenzinken auch genau in die dafür
vorgesehenen Faltenzwischenräume des Filterelementes
gelangen, ohne die Filterstoffbahn zu beschädigen oder
zu deformieren, was zu Undichtigkeiten führen würde.
Schließlich trägt die in jedem Fall erforderliche ge
häusefeste Dichtung zu einem hohen Herstellungsaufwand
des Filters bei, wobei außerdem die Dichtung eine rela
tiv große Breite und zugleich eine große Nachgiebigkeit
aufweisen muß, damit sie die ihr zugedachte Dichtfunk
tion auch bei hinsichtlich der Lage der Flächenzinken
nicht zu vermeidenden Abweichungen von der Sollage und
ohne Gefahr einer Beschädigung des Filterstoffkörpers
erfüllt.
Die WO 93/12858 A1 beschreibt einen weiteren einschlägi
gen Filter. Bei diesem bekannten Filter ist das Filter
element mit zwei Kantenstreifen versehen, die aus einem
elastischen, streckbaren Material bestehen. Die Breite
der Kantenstreifen entspricht dabei der Dicke des Filter
elementes. Die Klemmittel zur Halterung des Filterelemen
tes bestehen hier aus zwei im Filtergehäuse einander ge
genüberliegend angeordneten, verschwenkbaren Platten,
deren Form und Größe der Form und Größe der ersten und
der letzten Faltenfläche des Filterstoffkörpers entspre
chen. Nach dem Einlegen des Filterelementes werden die
beiden verschwenkbaren Platten nach außen geschwenkt, wo
bei die jeweils erste und letzte Faltenfläche der Filter
stoffbahn aus ihrer ursprünglichen schräg verlaufenden
Richtung in eine senkrecht zu den Filter-Flachseiten ver
laufende Stellung bewegt wird. Hierdurch sollen die Kan
tenstreifen straff gespannt werden, wodurch ein gleich
mäßiger Faltenabstand im Filterstoffkörper und somit
eine stabile Form des Filterelementes gewährleistet wer
den sollen. Als nachteilig wird bei diesem Stand der
Technik angesehen, daß die hier erfolgende Art der Klem
mung der ersten und der letzten Faltenfläche nur dann
möglich ist, wenn die Kantenstreifen aus einem gummi
elastischen, dehnbaren Material gebildet sind. Andern
falls käme es hier zu einem Abtrennen der Filterstoff
bahn von den Kantenstreifen, wodurch unerwünschte Neben
stromwege mit großen Strömungsquerschnitten freigegeben
würden.
Es stellt sich daher die Aufgabe, ein Filter mit einem
Filtergehäuse und einem darin angeordneten auswechselba
ren Filterelement anzugeben, bei dem die vorangehend dar
gelegten Nachteile vermieden werden und bei dem insbeson
dere der Filterstoffkörper gut gegen mechanische Beschä
digungen durch die Klemmittel und durch Teile des Filter
gehäuses geschützt ist.
Die Lösung dieser Aufgabe gelingt erfindungsgemäß durch
Filter der eingangs genannten Art mit entweder den Merk
malen des Patentanspruchs 1 oder alternativ den Merkma
len des Patentanspruchs 2.
Bei beiden erfindungsgemäßen Filtern wird sicherge
stellt, daß mittels der Klemmittel ein Verformen der im
Bereich der durch die erste und letzte Faltenfläche des
Filterstoffkörpers gebildeten Seitenflächen ausgeschlos
sen ist, wobei die Klemmittel zugleich eine mechanisch
ausreichend feste Halterung und die erforderliche Abdich
tung des Filterelementes relativ zum Filtergehäuse bewir
ken. Dabei wird gleichzeitig der Filterstoffkörper vor
mechanischen Beschädigungen durch die Klemmittel und
durch Teile des Filtergehäuses sicher geschützt.
Die Klemmittel können beispielsweise durch in Klemmrich
tung vorgespannte oder anspannbare, punktuell wirkende
Klemmarme gebildet sein. Alternativ können die Klemmit
tel durch in Klemmrichtung vorgespannte oder anspannba
re, in Längsrichtung der zugehörigen Seitenflächen des
Filterelementes verlaufende, linienhaft wirkende Klemm
profile gebildet sein.
Die Klemmittel können, je nach Größe und Ausführung des
Filters, insbesondere des Filtergehäuses und des Filter
einsatzes, entweder an nur zwei Seitenflächen oder an al
len vier Seitenflächen des Filterelementes vorgesehen
sein. Wenn nur an zwei Seitenflächen des Filterelementes
derartige Klemmittel vorgesehen sind, sind diese Seiten
flächen zweckmäßig diejenigen, die im Bereich der ersten
und der letzten Faltenfläche des Filterstoffkörpers lie
gen, um dort die benötigte Sicherheit gegen ein Nachge
ben der Seitenflächen im Betrieb des Filters zu gewähr
leisten.
Weiter wird vorgeschlagen, daß an den der ersten und der
letzten Faltenfläche benachbarten Klemmitteln je ein
Stützkörper zu Abstützung der ersten bzw. der letzten
Faltenfläche auf deren Abströmseite angeordnet ist. Hier
durch wird eine verbesserte Unterstützung der betreffen
den Faltenflächen erreicht, die einen weiter verbesser
ten Schutz gegen deren mechanische Beschädigung bietet.
Der Stützkörper kann dabei flächig oder gitterförmig
oder in Form mehrerer kammartiger Stege ausgeführt sein,
wobei jeweils der bestmögliche Kompromiß zwischen Unter
stützungsfläche und Durchtrittsfläche für das gefilterte
Medium zu suchen ist. Außerdem kann der Stützkörper je
weils einstückig mit den Klemmitteln ausgeführt oder an
diesen angebracht, z. B. angeklebt oder angeschweißt,
sein.
Zur gleichzeitigen Fixierung und Abdichtung des Filtere
lementes im Filtergehäuse wird bevorzugt vorgeschlagen,
daß das Filtergehäuse zur Aufnahme der Überstandsberei
che der Kantenstreifen mit Stufen und/oder Nuten ausge
bildet ist, in oder an welcher jeweils ein elastisch
flexibles Dichtmittel angeordnet ist, an das die Stirn
kanten und/oder mindestens eine Seitenfläche der Über
standsbereiche dichtend andrückbar ist/sind.
Um eine sichere Klemmung der Überstandsbereiche der Kan
tenstreifen zu gewährleisten, ist vorgesehen, daß die
Breite der Kantenstreifen die Dicke des Filterstoffkör
pers um 10 bis 100% übersteigt.
Für Ausführungen des Filterelementes, bei dem dieses an
allen vier Seitenflächen mit einem Kantenstreifen verse
hen ist, ist zur Rationalisierung der Fertigung bevor
zugt vorgesehen, daß alle vier Kantenstreifen einstückig
aus einem einzigen gemeinsamen durchgehenden Streifen
oder aus mehreren Streifenabschnitten mit aneinander an
stoßend verbundenen Enden hergestellt sind. Hierdurch
wird aus den vier Kantenstreifen ein stabiler, das Fil
terelement an seinen vier Seitenflächen umfassender Rah
men gebildet, der für eine besondere Stabilität sowohl
während der Lagerung und des Transportes als auch wäh
rend des Einsatzes des Filterelementes sorgt.
Außer, wie oben erwähnt, an dem Filtergehäuse und seinen
Teilen kann ein Dichtmittel alternativ oder zusätzlich
auch am Filterelement vorgesehen sein, bevorzugt indem
mit dem Kantenstreifen mindestens je ein in deren Längs
richtung verlaufender, elastisch-flexibler Dichtstreifen
verbunden, z. B. verklebt oder verschweißt, ist.
Hinsichtlich des Materials und der Anbringungsweise der
Kantenstreifen ist bevorzugt vorgesehen, daß diese aus
einem thermoplastischen oder nachvernetzenden Kunststoff
bestehen und daß sie an den Filterstoffkörper angeklebt
oder angeschweißt oder angespritzt sind. Mit den genann
ten Materialien und Anbringungsverfahren für die Kanten
streifen wird eine vorteilhaft einfache, bevorzugt auto
matisierte Herstellung der Filterelemente für das erfin
dungsgemäße Filter ermöglicht.
Ausführungsbeispiele der Erfindung werden im folgenden
anhand einer Zeichnung erläutert. Die Figuren der Zeich
nung zeigen:
Fig. 1 ein erstes Filterelement in Draufsicht in einer
vereinfachten schematischen Darstellung,
Fig. 2 einen Ausschnitt des Filterelementes aus Fig. 1
in einem in ein teilweise dargestelltes Filter
gehäuse eingebauten Zustand,
Fig. 3 ein zweites Filterelement, ebenfalls in Drauf
sicht in vereinfachter schematischer Darstel
lung,
Fig. 4 bis Fig. 7 jeweils einen Ausschnitt des Filter
elementes aus Fig. 3 im eingebauten Zustand in
unterschiedlich ausgeführten, jeweils teilweise
dargestellten Filtergehäusen und
Fig. 8 eine dritte Ausführung des Filterelementes in
einem Teil-Querschnitt.
Wie die Fig. 1 der Zeichnung zeigt, besteht das hier
dargestellte erste Ausführungsbeispiel eines Filterele
mentes 1 aus einem Filterkörper 10, der aus einer zick
zackförmig gefalteten Filterstoffbahn gebildet ist. An
den zwei Seitenflächen, an denen die Faltenstirnkanten
liegen, d. h. in der Zeichnung oben und unten, ist je ein
Kantenstreifen 2 an dem Filterstoffkörper 10 angebracht,
z. B. durch Ankleben, Anschweißen oder Anspritzen. Die
Kantenstreifen 2 bestehen aus einem thermoplastischen
oder nachvernetzenden Kunststoff.
Wie aus Fig. 1 weiter ersichtlich ist, liegt an den bei
den weiteren Seitenflächen, d. h. in der Zeichnung links
und rechts, die erste bzw. letzte Faltenfläche 10' des
Filterstoffkörpers 10 frei.
Fig. 2 der Zeichnung zeigt das Filterelement 1 aus
Fig. 1 in einem in ein Filtergehäuse 3 eingebauten Zu
stand, wobei sowohl Filtergehäuse 3 wie Filterelement 1
im Querschnitt zum Teil dargestellt sind. Besonders deut
lich wird hier der zickzackförmige Verlauf des Filter
stoffkörpers 10 des Filterelementes 1, wobei im Hinter
grund einer der beiden Kantenstreifen 2 erkennbar ist.
Außerdem zeigt die Fig. 2 deutlich, daß die Breite b
des Kantenstreifens 2 größer ist als die Dicke d des Fil
terstoffkörpers 10. Insbesondere im unteren Teil steht
der Kantenstreifen 2 über den Filterstoffkörper 10 vor
und bildet dort einen Überstandsbereich 21.
Am linken Rand der Fig. 2 liegt die erste Faltenfläche
10', die hier zur Halterung und Abdichtung des Filterele
mentes 1 gegenüber dem Filtergehäuse 3 benutzt wird.
Hierzu ist im Filtergehäuse ein Klemmittel 5 vorgesehen,
das hier aus einem in Richtung des daran angezeichneten
Pfeiles verschwenkbaren und in Klemmrichtung durch z. B.
eine Federanordnung vorbelasteten Klemmprofil gebildet
ist. Mit seiner im oberen Teil liegenden Stirnseite 50
drückt das Klemmittel 5 in Richtung zu einer Gegenfläche
30 des Filtergehäuses 3. Zwischen der Stirnseite 50 des
Klemmittels 5 und der Gegenfläche 30 des Filtergehäuses
3 ist das freie Ende der ersten Faltenfläche 10' dich
tend eingeklemmt.
In gleicher Weise ist die in der Fig. 2 nicht darge
stellte letzte Faltenfläche 10' am gegenüberliegenden En
de des Filterelementes dichtend gegenüber dem Filterge
häuse 3 gehalten. Im Bereich der beiden anderen Seiten
flächen des Filterelementes 1 erfolgt die Abdichtung vor
zugsweise an den Überstandsbereichen 21 der Kantenstrei
fen 2.
Schließlich ist der Fig. 2 noch entnehmbar, daß beim
dargestellten Ausführungsbeispiel oben die Anströmseite
11 des Filterelementes 1 und unten dessen Abströmseite
12 liegt.
Das in Fig. 3 der Zeichnung dargestellte zweite Ausfüh
rungsbeispiel des Filterelementes 1 unterscheidet sich
von dem gemäß Fig. 1 dadurch, daß nun auch die linke
und rechte Seitenfläche mit je einem Kantenstreifen 2'
versehen ist. An den Ecken des in seinem Umriß rechtecki
gen Filterelementes 1 stoßen die Kantenstreifen 2, 2' an
einander und sind dort zweckmäßig zur Stabilisierung mit
einander verbunden. Alternativ können alle vier Kanten
streifen 2, 2' auch durch einen einzigen umlaufenden
Streifen gebildet sein.
Fig. 4 der Zeichnung zeigt das Filterelement 1 gemäß
Fig. 3 im Einbauzustand in einem Filtergehäuse 3, wobei
beide nur ausschnittsweise im Querschnitt gezeigt sind.
Das Filterelement besitzt wieder den zickzackförmig ge
falteten Filterstoffkörper 10, der von den Kantenstrei
fen 2, 2' eingefaßt und mit diesen dichtend verbunden
ist. An der in Fig. 4 linken Seitenfläche des Filter
elementes 1 ist erkennbar, daß dort die erste Faltenflä
che 10' flächig mit der ihr zugewandten Fläche des Kan
tenstreifens 2' verbunden ist.
Auch hier besitzen die Kantenstreifen 2, 2' eine Breite,
die größer ist als die Dicke des Filterstoffkörpers 10.
Die Überstandsbereiche 21, 21' der Kantenstreifen 2, 2'
werden zur Halterung und Abdichtung des Filterelementes
1 im Filtergehäuse 3 genutzt. Das Filtergehäuse 3 be
sitzt hierzu in seinem dem Filtereinsatz 1 zugewandten
Bereich eine Stufe 31, auf die die untere Stirnkante der
Kantenstreifen 2, 2' aufgesetzt ist. Mittels des Klemm
mittels 5, genauer mittels dessen Stirnseite 50, wird
der Überstandsbereich 21' des Kantenstreifens 2' gegen
die Gegenfläche 30 des Filtergehäuses 3 gedrückt. Bei
einer ausreichend hohen von dem Klemmittel 5 ausgeübten
Klemmkraft und bei Verwendung eines in gewissem Maße ela
stisch-flexiblen Materials für die Kantenstreifen 2, 2'
kann die erforderliche Dichtigkeit schon ohne weitere
Hilfsmittel erreicht werden, wie dies die Fig. 4 zeigt.
Fig. 5 der Zeichnung zeigt ein Ausführungsbeispiel, bei
dem zusätzliche Mittel zur Abdichtung vorgesehen sind.
Das Filterelement 1 entspricht in seiner Ausführung voll
ständig demjenigen gemäß Fig. 4, so daß hier weitere Er
läuterungen nicht nötig sind.
Das Filtergehäuse 3 gemäß Fig. 5 ist mit zwei Dichtmit
teln, hier in Form von Dichtprofilen 33, 33' ausgebil
det, wobei das erste Dichtmittel 33 im Bereich der Stufe
31 zwischen letzterer und der unteren Stirnkante des Kan
tenstreifens 2' liegt. Im oberen Teil der Fig. 5 ist
ein zweiter Filtergehäuseteil 4 erkennbar, der an der
Oberkante des Kantenstreifens 2' anliegt und diesen mit
einer nach unten gerichteten Kraft beaufschlagt. Hier
durch wird der Kantenstreifen 2' in dichtende Anlage an
das Dichtmittel 33 gedrückt.
Gleichzeitig sind hier wieder die Klemmittel 5 wirksam,
die mittels der Stirnseite 50 den Überstandsbereich 21'
des Kantenstreifens 2' gegen die Gegenfläche 30 des Fil
tergehäuses 3 drücken. In dieser Gegenfläche 30 ist eine
Nut ausgespart, in welche das zweite Dichtmittel 33' ein
gelegt ist, wobei es in unbelastetem Zustand über die Ge
genfläche 30 vorsteht, so daß es sich bei angedrücktem
Überstandsbereich 21' dichtend an diesen anlegt.
Bei dem in Fig. 6 gezeigten Ausführungsbeispiel ent
sprechen der Filtereinsatz 1 und das Filtergehäuse 3 im
wesentlichen der Ausführung gemäß Fig. 4, wobei der Un
terschied darin besteht, daß bei dem Beispiel gemäß
Fig. 6 das Klemmittel 5 zusätzlich mit einem einstückig
damit ausgeführtem Stützkörper 52 versehen ist. Dieser
Stützkörper 52 erstreckt sich von dem eigentlichen Klemm
mittel 5 nach oben hin in den ersten Faltenzwischenraum
des Filterstoffkörpers 10 und unterstützt dort die erste
freiliegende, vom zu filternden Medium durchströmte Fal
tenfläche 10'' des Filterstoffkörpers 10 auf der Abström
seite 12. Die absolut gezählt erste Faltenfläche 10' des
Filterstoffkörpers 10 ist auch hier wieder flächig mit
der Innenseite, d. h. der in Fig. 6 nach rechts weisen
den Seite des Kantenstreifens 2' verbunden.
Fig. 7 der Zeichnung zeigt ein Ausführungsbeispiel, bei
dem das Filtergehäuse 3 mit einer Nut 32 zur Aufnahme
des Überstandsbereiches 21' des Kantenstreifens 2' aus
geführt ist. Auf dem Nutgrund ist ein Dichtmitel 33 an
geordnet, an das von oben her der Überstandsbereich 21'
mittels eines zweiten Filtergehäuseteils 4 andrückbar
ist. Das Filterelement 1 entspricht hier der zuvor an
hand der Fig. 4 bis 6 bechriebenen Ausführung.
Fig. 8 der Zeichnung schließlich zeigt ein Filterele
ment 1, bei dem außenseitig an den Kantenstreifen 2, 2'
umlaufend ein Dichtstreifen 22 aus einem elastisch-flexi
blen Material angebracht, z. B. angeklebt oder ange
schweißt oder angespritzt ist. Auch dieser Dichtstreifen
22 dient zur Abdichtung des Filterelementes 1 in seinem
in ein Filtergehäuse 3, 4 eingebauten Zustand, wobei die
Funktionsweise im Grundsatz derjenigen des Dichtmittels
33', wie es in Fig. 5 beschrieben ist, entspricht.
Claims (10)
1. Filter mit einem Filtergehäuse (3, 4) und einem da
rin angeordneten auswechselbaren Filterelement (1),
wobei das Filterelement (1) aus einem quaderförmi
gen, aus einer zickzackförmig gefalteten Filterstoff
bahn gebildeten Filterstoffkörper (10) mit zwei
Flachseiten (11, 12), von denen eine die Anströmsei
te und eine die Abströmseite ist, und aus zwei Kan
tenstreifen (2), die an den zwei durch die Stirnkan
ten der Filterstoffbahn gebildeten Seitenflächen
dichtend an dem Filterstoffkörper (10) angebracht
sind, besteht, wobei die Kantenstreifen (2) zumin
dest an einer der beiden Flachseiten (11, 12) des
Filterstoffkörpers (10) über diesen überstehen und
mit ihrem Überstandsbereich (21) im eingebauten Zu
stand des Filterelementes (1) dichtend mit dem Fil
tergehäuse (3, 4) zusammenwirken und wobei der Fil
terstoffkörper (10) im Filtergehäuse (3, 4) im Be
reich seiner ersten und letzten Faltenflächen (10')
zwischen Klemmmitteln (5) und je einer Gegenfläche
(30) des Filtergehäuses (3, 4) unmittelbar dichtend
einklemmbar ist,
dadurch gekennzeichnet,
daß die Klemmittel (5) am Filtergehäuse (3, 4) an
geordnet sind und daß der Filterstoffkörper (10) an
der ersten und letzten Faltenfläche (10') ohne deren
Lageänderung relativ zu den weiteren Faltenflächen
und zu den Kantenstreifen (2) einklemmbar ist.
2. Filter mit einem Filtergehäuse (3, 4) und einem da
rin angeordneten auswechselbaren Filterelement (1),
wobei das Filterelement (1) aus einem quaderförmi
gen, aus einer zickzackförmig gefalteten Filterstoff
bahn gebildeten Filterstoffkörper (10) mit zwei
Flachseiten (11, 12), von denen eine die Anströmsei
te und eine die Abströmseite ist, und aus zwei Kan
tenstreifen (2), die an den zwei durch die Stirnkan
ten der Filterstoffbahn gebildeten Seitenflächen
dichtend an dem Filterstoffkörper (10) angebracht
sind, besteht, wobei die Kantenstreifen (2) zumin
dest an einer der beiden Flachseiten (11, 12) des
Filterstoffkörpers (10) über diesen überstehen und
mit ihrem Überstandsbereich (21) im eingebauten Zu
stand des Filterelementes (1) dichtend mit dem Fil
tergehäuse (3, 4) zusammenwirken und wobei im Filter
gehäuse (3, 4) Klemmittel (5) zur dichtenden Hal
terung des Filterstoffkörpers (10) an Gegenflächen
(30) des Filtergehäuses (3, 4) vorgesehen sind,
dadurch gekennzeichnet,
daß an den durch die erste und die letzte Faltenflä che (10') des Filterstoffkörpers (10) gebildeten Sei tenflächen je ein weiterer zumindest an einer der beiden Flachseiten (11, 12) des Filterstoffkörpers (10) über diesen überstehender Kantenstreifen (2') angebracht ist,
daß die Klemmittel (5) am Filtergehäuse (3, 4) ange ordnet sind und
daß die weiteren Kantenstreifen (2') zwischen den Klemmitteln (5) und den jeweils zugehörigen Gegen flächen (30) des Filtergehäuses (3, 4) dichtend ein klemmbar sind.
daß an den durch die erste und die letzte Faltenflä che (10') des Filterstoffkörpers (10) gebildeten Sei tenflächen je ein weiterer zumindest an einer der beiden Flachseiten (11, 12) des Filterstoffkörpers (10) über diesen überstehender Kantenstreifen (2') angebracht ist,
daß die Klemmittel (5) am Filtergehäuse (3, 4) ange ordnet sind und
daß die weiteren Kantenstreifen (2') zwischen den Klemmitteln (5) und den jeweils zugehörigen Gegen flächen (30) des Filtergehäuses (3, 4) dichtend ein klemmbar sind.
3. Filter nach Anspruch 1 oder 2, dadurch gekennzeich
net, daß die Klemmittel (5) durch in Klemmrichtung
vorgespannte oder anspannbare, punktuell wirkende
Klemmarme gebildet sind.
4. Filter nach Anspruch 1 oder 2, dadurch gekennzeich
net, daß die Klemmittel (5) durch in Klemmrichtung
vorgespannte oder anspannbare, in Längsrichtung der
zugehörigen Seitenfläche des Filterelementes (1) ver
laufende, linienhaft wirkende Klemmprofile gebildet
sind.
5. Filter nach einem der Ansprüche 1 bis 4, dadurch ge
kennzeichnet, daß an den der ersten und der letzten
Faltenfläche (10') benachbarten Klemmitteln (5) je
ein Stützkörper (52) zur Abstützung der ersten bzw.
der letzten vom zu filternden Medium durchströmten
Faltenfläche (10', 10'') auf deren Abströmseite ange
ordnet ist.
6. Filter nach einem der Ansprüche 1 bis 5, dadurch ge
kennzeichnet, daß das Filtergehäuse (3, 4) zur Auf
nahme der Überstandsbereiche (21, 21') der Kanten
streifen (2, 2') mit Stufen (31) und/oder Nuten (32)
ausgebildet ist, in oder an welcher jeweils ein ela
stisch-flexibles Dichtmittel (33) angeordnet ist, an
das die Stirnkanten und/oder mindestens eine Seiten
fläche der Überstandsbereiche (21, 21') dichtend an
drückbar ist/sind.
7. Filter nach einem der Ansprüche 1 bis 6, dadurch ge
kennzeichnet, daß die Breite (b) der Kantenstreifen
(2, 2') die Dicke (d) des Filterstoffkörpers (10) um
10 bis 100% übersteigt.
8. Filter nach einem der Ansprüche 2 bis 7, dadurch ge
kennzeichnet, daß alle vier Kantenstreifen (2, 2')
einstückig aus einem einzigen gemeinsamen durchgehen
den Streifen oder aus mehreren Streifenabschnitten
mit aneinander anstoßend verbundenen Enden herge
stellt sind.
9. Filter nach einem der Ansprüche 1 bis 8, dadurch ge
kennzeichnet, daß mit den Kantenstreifen (2, 2') min
destens je ein in deren Längsrichtung verlaufender,
elastisch-flexibler Dichtstreifen (22) verbunden
ist.
10. Filter nach einem der Ansprüche 1 bis 9, dadurch ge
kennzeichnet, daß die Kantenstreifen (2, 2') aus ei
nem thermoplastischen oder nachvernetzenden Kunst
stoff bestehen und daß sie an den Filterstoffkörper
(10) angeklebt oder angeschweißt oder angespritzt
sind.
Priority Applications (1)
| Application Number | Priority Date | Filing Date | Title |
|---|---|---|---|
| DE4443676A DE4443676C2 (de) | 1994-12-08 | 1994-12-08 | Filter mit einem Filtergehäuse und einem darin angeordneten auswechselbaren Filterelement |
Applications Claiming Priority (1)
| Application Number | Priority Date | Filing Date | Title |
|---|---|---|---|
| DE4443676A DE4443676C2 (de) | 1994-12-08 | 1994-12-08 | Filter mit einem Filtergehäuse und einem darin angeordneten auswechselbaren Filterelement |
Publications (2)
| Publication Number | Publication Date |
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