DE4444251C2 - Schneidgerät - Google Patents

Schneidgerät

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DE4444251C2 DE19944444251 DE4444251A DE4444251C2 DE 4444251 C2 DE4444251 C2 DE 4444251C2 DE 19944444251 DE19944444251 DE 19944444251 DE 4444251 A DE4444251 A DE 4444251A DE 4444251 C2 DE4444251 C2 DE 4444251C2
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    • B—PERFORMING OPERATIONS; TRANSPORTING
    • B26—HAND CUTTING TOOLS; CUTTING; SEVERING
    • B26D—CUTTING; DETAILS COMMON TO MACHINES FOR PERFORATING, PUNCHING, CUTTING-OUT, STAMPING-OUT OR SEVERING
    • B26D3/00—Cutting work characterised by the nature of the cut made; Apparatus therefor
    • B26D3/006—Cutting work characterised by the nature of the cut made; Apparatus therefor specially adapted for cutting blocs of plastic material

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  • Mechanical Engineering (AREA)
  • Perforating, Stamping-Out Or Severing By Means Other Than Cutting (AREA)

Description

Die Erfindung betrifft ein Schneidgerät zum Schneiden von Platten aus geschäumtem Polystyrol gemäß den Merkmalen des Oberbegriffs des Anspruchs 1.
Ein solches Schneidgerät ist aus DE 25 26 774 B2 bekannt. Das dort beschriebene Schneidgerät verfügt über einen aus Profil­ stab gebildeten U-förmigen Bügel, der zwei beabstandet und parallel zueinander angeordnete Schenkel und einen Schenkel­ verbinder aufweist. Zwischen den beiden freien Enden der Schenkel ist ein beheizbarer Schneiddraht eingespannt, der von einer Spanneinrichtung in Spannung gehalten wird.
Problematisch bei diesem bekannten Schneidgerät ist die An­ ordnung der Spanneinrichtung, die in axialer Verlängerung des Schneiddrahtes verläuft. Bei unachtsamer Betätigung des Schneidgerätes kann, insbesondere bei den harten Einsatzbedin­ gungen auf dem Bau, wo solche Schneidgeräte regelmäßig verwen­ det werden, die Spanneinrichtung und vor allem die Feder Be­ schädigungen erleiden. Des weiteren ist die Spannvorrichtung aufgrund ihrer ungeschützten Anordnung auch äußeren Witte­ rungsbedingungen ausgesetzt.
Aus DE 30 46 643 A1 ist ebenfalls ein Schneidgerät bekannt. Die dort vorgesehene Spanneinrichtung besteht aus einer ein­ fachen, freiliegenden Spannfeder, die über eine Umlenkrolle mit dem Schneiddraht, der an seinem anderen Ende festgelegt ist, in Verbindung steht. Die Spannfeder ist an einer parallel zum Schenkelverbinder verlaufenden Querspange festgelegt.
Aus dem DE 89 09 730 U1 ist eine Spanneinrichtung eines Schneidgerätes bekannt, die außerhalb eines Profilstabes ver­ läuft. Das Schneidgerät sieht einen T-förmigen Träger und keinen U-förmigen Bügel vor.
Der Erfindung liegt die Aufgabe zugrunde, das eingangs genann­ te Schneidgerät so weiterzubilden, daß deren sichere Handha­ bung auch bei rauhen Einsatzbedingungen gewährleistet ist.
Diese Aufgabe wird durch ein Schneidgerät mit den Merkmalen des Anspruchs 1 gelöst.
Das Schneidgerät nach der Erfindung besteht folglich im we­ sentlichen darin, daß mindestens beide Schenkel des U-förmigen Bügels aus einem Hohlprofilstab gebildet sind und im Hohlraum einer dieser beiden Schenkel die Spanneinrichtung für den Schneiddraht angeordnet ist. Hierfür weist der Hohlprofilstab einen rechteckförmigen Querschnitt auf mit einem Hohlraum im Kern des Hohlprofilstabes und mit an sich gegenüberliegenden Seiten des Hohlprofilstabes angeordneten Nuten. In einer die­ ser beiden Nuten ist eine in mechanischer Verbindung mit der Spanneinrichtung stehende Verstelleinrichtung angeordnet, über die die Spanneinrichtung einstellbar ist. Der Schneiddraht ist des weiteren mit seinem einen Ende des Schenkels befestigt und läuft über eine am freien Ende des die Spanneinrichtung enthaltenden, anderen Schenkels angeordnete Umlenkrolle zur Spanneinrichtung und ist dort ebenfalls befestigt.
Dieser Aufbau eines Schneidgerätes bietet einen optimalen Schutz der Spanneinrichtung. Des weiteren läßt sich mit der in der Nut verlaufenden Verstelleinrichtung durch Längsverschie­ bung ein kraftsparendes Spannen der Spanneinrichtung errei­ chen.
Weiterbildungen dieser Erfindung sind Gegenstand der Unter­ ansprüche.
Mit dem Schneidgerät nach der Erfindung ist eine exakte Schnitttiefeneinstellung möglich. Solche Schnitttiefeneinstel­ lungen sind Voraussetzung zur Erstellung von Nut- und Feder- Falzen, Stufenfalzen und Nuten an beliebiger Stelle der Plat­ ten-Oberfläche.
Mit dem Schneidgerät nach der Erfindung lassen sich die er­ forderlichen Schnitte problemlos und rationell realisieren und dies mit einem Schneidgerät, das zudem leicht transportabel auf der Baustelle eingesetzt werden kann. Das Gerät ist auch stationär in Werkstätten, im Fertigungsbetrieb oder der Monta­ ge-Halle einsetzbar. Eine Standvorrichtung muß dabei nicht unbedingt verwandt werden. Umfangreiche Umstellungen bei der Erstellung der erwähnten Schnitte entfallen, ebenso ist ein Wechsel von einer Schnittvariante zur anderen ohne Montage, in Sekundenschnelle, mit wenigen Handgriffen möglich. Das Schneidgerät nach der Erfindung zeichnet sich durch eine kom­ pakte Konstruktion aus.
Ein Ausführungsbeispiel der Erfindung ist in der Zeitung dargestellt und wird im folgenden näher beschrieben.
Das Schneidgerät nach der Erfindung besteht im wesentlichen aus folgenden drei Teilen.
  • 1. Dem Bügelgerät (Fig. 1)
    mit beheiztem Widerstandsdraht, wobei das Bügelgerät an einen Transformator angeschlossen ist. Das Bügelgerät verfügt über einen Ein-Aus-Schalter, eine Kontroll-Leuchte sowie über ein Zuführungskabel mit einem Schaltteil.
  • 2. Der Führungseinheit (Fig. 2 und 2a)
    für das Bügelgerät mit Anschlagschienen, Führungsholmen, eine Arretierung für Winkelschnitte, Gärungsschnitte, Schrägschnit­ te und der Möglichkeit, neben vertikalen Schnitten auch Stu­ fenfalze, Nuten und Nutenfalze zu erstellen.
  • 3. Der Standvorrichtung (Fig. 6 und 6a)
    wird jedoch nicht bei jeder Einsatzmöglichkeit gebraucht.
Das Bügelgerät kann jederzeit, ohne Festhalter oder Schrauben lösen zu müssen, aus der Führungseinheit herausgenommen werden, um z. B. nachträglich überstehende Isolierplatten an einer Gebäudeecke (Fig. 3) abzutrennen, oder Aussparungen durch die Plattenstärke (Fig. 4) vorzunehmen, wie sie bei Unter­ zügen, dem Anschluß von Dachbalken - bei der Fassadendämmung - usw. vorkommen.
Verwendet wird das Bügelgerät mit der Führungseinheit (Fig. 5 und 5a) vor Ort an der Arbeitsstelle, auf dem Flach- und Schrägdach, auf dem Gerüst an der Fassade, oder als stationäres Gerät in der Werkstatt.
An der Fassade wird die Einheit in die Standvorrichtung gehängt (Fig. 6) und leicht schräg auf dem Gerüst stehend, an die Wand gelehnt. Der Mindest­ winkel für die Schräglage wird durch einen ausschwenkbaren Abstandshalter an der Standvorrichtung gewährleistet (Fig. 6a). In der dadurch definierten Schräglage wird ein bequemes Arbeiten mit der Einheit ermöglicht.
Auf dem geneigten Dach kann die Einheit ebenfalls in der Standvorrichtung mit ausgeschwenktem Abstandshalter verwendet werden. Der Abstandshalter wirkt in diesem Fall als Reduzierelement der Schräglage - die Einheit liegt flacher als von der Dachneigung vorgegeben - und als Befestigungsmöglichkeit an der Lattung. Auf bereits verlegte Dämmplatten kann der Abstandshalter einige Zentimeter in die Dämmstoffschicht eingedrückt werden und verhindert so das Abrutschen. Die Einheit wird hier also flach liegend eingesetzt.
Auf dem Flachdach sowie in der Werkstatt wird die Einheit auf Stellböcken bzw. auf dem Tisch oder auf dem Boden waagrecht liegend und ohne Stand­ vorrichtung verwendet. Es ist jedoch auch möglich, die Einheit in der Stand­ vorrichtung eingehängt und an der Wand lehnend, wie auf dem Baugerüst an der Fassade, einzusetzen.
Zusammengeklappt sind Führungseinheit mit eingestecktem Schneidbügel flach, leicht und unter dem Arm geklemmt, problemlos auf der Baustelle von Ort zu verbringen. Der Transport von einer Gerüstetage zur anderen ist auf Grund der leichten, kompakten Bauweise auch mit eingehängter Standvorrichtung kein Problem.
Beschreibung des Schneidbügels
Der Schneidbügel besteht aus zwei Bügelschenkeln 1 und 2 mit einer Schenkelverbindung 3 (Fig. 1).
Das Material, aus dem der Bügel besteht, ist ein Alu-Hohlprofil mit flachem, rechteckigem Querschnitt, an dessen gegenüberliegenden, schmalen Seiten je eine Nut verläuft.
Die Fig. 7 zeigt das Profil im Querschnitt mit den beiden seitlich ver­ laufenden Nuten, sowie den Hohlraum im Kern des Profils.
Der Hohlraum im Kern des Profils nimmt die Spanneinrichtung für den Schneid­ draht und dessen Befestigung im Schenkel 2 auf. Parallel zum Schenkelverbinder verläuft in gewissem Abstand eine Spange 4 aus einem Alu-Vierkantrohr, das als statische Stabilisierung des Bügels dient. In der Distanz zwischen Schenkelverbinder und Spange ist auf der linken Seite das Schaltteil 5 untergebracht. In den äußeren Nuten beider Bügelschenkel (Detailabbildung Fig. 8A-D) laufen die Elemente zur Schneidtiefeneinstellung 8.
Fig. 8B zeigt den Bügelschenkel 2 mit dem Schneidtiefeneinsteller 8, die Fig. 8C den Bügelschenkel 2 geöffnet und der Schmalseite innen und die Fig. 8D den linken Bügelschenkel 1. A-C zeigen den rechten Schenkel 2 in versch. Ansichten.
Die Schneidtiefeneinsteller werden nach der auf beiden Bügelschenkeln aufge­ brachten Zentimeterskala auf die gewünschte Schneidtiefe ein- und festgestellt. Dabei können die Elemente weder unten noch oben aus dem Bügelschenkel heraus­ geschoben werden, so daß sie nicht verlorengehen können.
Als Anschlag für die Elemente wirken die Oberkanten der Führungsholme für den Schneidbügel an der Führungseinheit (Fig. 2, 9 und 5a). Werden die Elemente nicht gebraucht - für einfache Durchschnitte - so werden sie ganz nach oben in die Höhe des Schenkelverbinders geschoben und fest­ gestellt. Sie behindern in dieser Position die weiteren Schneidvorgänge nicht.
An beiden Bügelschenkeln sind im unteren Bereich auf der vorderen Flachseite jeweils halbrunde Einfräsungen 9 angebracht, in die federnd gelagerte Rollen, die an den beiden Holmen der Führungseinheit angebracht sind, einrasten. (Weitere Ausführungen und Bezeichnungen bei der Beschreibung der Führungs- Einheit). Dies deshalb, weil beim Einlegen der zu schneidenden Dämmstoff­ platte der Bügel in der Führungseinheit verharrt und beide Hände zum Einlegen und Verschieben der Platte unter dem Schneidbügel frei sind, insbesondere bei waagrechter Verwendung. Durch leichten Druck auf den Schenkelverbinder wird diese Fixierung des Schneidbügels in beiden Richtungen, sowohl nach unten in Schneidrichtung, als auch nach oben zur Herausnahme des Bügels aus der Führungseinheit, überwunden.
Befestigung und Spanneinrichtung des Schneiddrahtes
Der Schneiddraht 10, der an der offenen Seite des Schneidbügels zwischen den beiden Bügelschenkel gespannt ist (Fig. 1), wird im Bügelschenkel 2 an der Spanneinheit durch einfaches Einführen und Festdrehen zweier Inbus- Schrauben bzw. einer Schraube mit Drehknopf am Bügelschenkel 1 befestigt.
Die Spanneinheit 11 (Detailabbildung Fig. 8 Schnittzeichnung C) besteht aus einem beweglichen und einem feststehenden Metallblock, die sich im Hohlprofil des Schenkels befinden. Vom beweglichen Teil ragt ein Rund­ material als Kern einer Druckfeder durch den feststehenden Teil, der als Widerstand gegen die Feder 13 wirkt. Der Schneiddraht wird über die Umlenkrolle 14 durch Zwangsführung in den beweglichen Teil des Metallblocks geführt und mit den beiden, auf der Zeichnung sichtbaren Inbusschrauben festgehalten. Vom beweglichen Teil des Metallblocks ragt eine Nase 15 aus dem Hohl­ raum des Profils nach innen. Das Spannen des Schneiddrahtes erfolgt durch das Verschieben der Spannhilfe 16 auf die Nase 15 gegen den Feder­ druck der Spanneinheit in der inneren Nut des Bügelschenkels in Richtung Umlenkrolle. In dieser Position wird die Spannhilfe mit der Feststell- Schraube 17 arretiert, die zwei Inbusschrauben werden in dieser Stellung außen an der Flachseite des Bügels in einem Fenster 18 sichtbar und sind leicht zugänglich.
Die Spannhilfe besteht aus einem Paß-Stück, das in der inneren Nut des Bügel­ schenkels 2 läuft, sowie einem Druckstück 19, das im rechten Winkel davon unterhalb der Feststellschraube 17 angeordnet ist. Das Druckstück wird mit dem Daumen betätigt und ist ergometrisch geformt.
Nach der Befestigung des Schneiddrahtes durch Klemmschraube 20 am Bügel­ schenkel 1 wird die Spannhilfe an Bügelschenkel 2 gelöst und nach oben in Richtung Bügel-Querspange geschoben und in dieser Position festgestellt. Die Druckfeder der Spanneinheit kann nun ungehindert durch die Spannhilfe die Drahtbewegungen durch das Aufheizen bzw. Abkühlen des Schneiddrahtes aufnehmen und den Draht stramm halten.
Die Unterseiten 21 der Bügelschenkel sind mit Kunststoff belegt, die als mech. Dämpfer gegen Stöße und als el. Isolierung gegenüber der Führungseinheit fungieren. Ebenso ist der Befestigungsteil des Schneiddrahtes am Bügelschenkel 1 elektrisch isoliert.
Zwischen dem Schenkelverbinder und der parallel dazu verlaufenden Bügel- Spange sitzt das Schaltteil, das die Stromzuführung vom Transformator (Schwachstrom bis 30 V), den Ein-Aus-Schalter und die Kontroll-Leuchte auf­ nimmt. Diese leuchtet auf, wenn der Schalter betätigt und der Schneiddraht beheizt ist, um unachtsame Berührungen und das Abstellen des Bügels in der Nähe brennbarer Gegenstände zu vermeiden.
Beschreibung der Führungseinheit für den Schneidbügel
Die Führungseinheit - der zweite Teil des Gesamtgerätes - für den Schneid­ bügel besteht aus einem flachliegenden, rechteckigen Rahmen, dessen Längs­ seiten aus Alu-Vierkantrohren und dessen Kurzseiten aus Alu-U-Profilen ge­ bildet werden. An den Kurzseiten sind Gummi-Rechteck-Profile 22 angebracht (Fig. 2 und 2a), die als Füße dienen, wenn die Einheit auf den Boden, einer Werkbank oder auf einer anderen flachen Ebene verwendet wird, um einen rutsch­ sicheren Stand zu gewährleisten. Im vorderen Drittel des Rahmens ist längsseitig als Spange 23 ein wasserfestes, mehrfach verleimtes, kunststoffbeschichtetes Holz-Flachteil in die kurzseitig verlaufenden U-Profile eingelassen und verschraubt. Dieser Rahmen mit der Querspange bildet die flache Arbeitsauflage für die Dämmstoffplatten, die geschnitten werden sollen.
Links und rechts der Querspange sind die jeweils mit einem halbrund durch­ gefrästen Schlitz versehenen Bleche, die für das Einstellen der Führungsholme in die versch. Gehrungswinkel dienen, befestigt.
Die Fig. 9 zeigt den rechten Führungsholm von Außen A in der Innenansicht B und in der Schrägstellung C.
Die oben erwähnten Halbrundbleche sind mit 24 gekennzeichnet.
Die auf der Innenseite der Bleche stehenden Führungsholme 25 sind jeweils mit einem Scharnier 26 auf der Querspange befestigt und mit einem Bolzen, der durch den Schlitz der Bleche ragt, mittels Klemmknebel 27 an diesen in den versch. Winkelpositionen zu arretieren. Um immer wiederkehrende Gehrungsschnitte abwechselnd mit vertikalen Schnitten durchzuführen, ohne den gewünschten Winkelwert immer wieder neu einstellen zu müssen, ist durch eine einfache Klemmschraube im Schlitz der Halbrundbleche eine Vorwahlmöglichkeit gegeben. Durch auf den Blechen aufgedruckte Winkelskalen ist ein Wert schnell ein­ stellbar, wobei eine Hemmung 28 bei 90 Grad immer einen genau vertikalen Schnitt ermöglicht.
Dient die Querspange mit den beiden Alu-Profilen an den Längsseiten 29 des Rechteckrahmens als Auflage für die Dämmstoffplatte, so wird der Winkel von 90 Grad zur Plattenkante mit einer Anschlagschiene 30 links und rechts vom Schneiddraht hergestellt. Die linke Vorderkante 31 der Querspange ist dabei der Schneidkante gleichzusetzen. An ihr gleitet der Schneiddraht des Schneidbügels im Abstand von wenigen Millimetern vorbei und taucht wiederum nur wenige Millimeter unter die Auflagenfläche ein, um die Dämmstoffplatte vollständig zu trennen. Bei der Zentimeterskala auf der Anschlagschiene 30 ist diese Distanz berücksichtigt.
Um die ganze Einrichtung beim Transport und beim Lagern möglichst kompakt zu halten, ist die Anschlagschiene links vom Schneiddraht durch Steck­ verbindung befestigt, leicht abnehmbar und platzsparend an der Führungs- Einheit zu befestigen. Beide Anschläge sind mit einer Zentimeterskala ausgerüstet.
Um mit Hilfe des längeren, rechten Anschlages jeden Winkelschnitt bis 45 Grad zu ermöglichen, ist dieser auf einer Gleitschiene 32, die parallel neben der hinteren Rahmen-Längsseite verläuft, verschieb- und arretierbar befestigt. Das vordere Ende der Anschlagschiene ist mit einem Bolzen 33 drehbar auf der Querspange befestigt.
Würde die Führungseinheit auf dem Transport oder zur Lagerung zusammengeklappt - Umlegen der Führungsholme in liegende Position parallel zur Arbeitsfläche und Abnehmen und Verstauen der linken Anschlagschiene - würde der rechte Anschlag über die ganze Einheit hinausragen und wäre sehr gefährdet. Der An­ schlag ist deshalb so konstruiert, daß durch leichtes Hochheben in Pos. 45 Grad über die Gleitschiene, der Bolzen aus dem Gleitelement in der Schiene freigegeben wird und der Anschlag 34 über 45 Grad hinaus bewegt werden kann. An der rechten Kante der Querspange rastet der Bolzen der Schiene in einer Schnappvorrichtung 35, die in Höhe, auf der der Bolzen an die Quer­ spange schlägt, angebracht ist, ein.
Dadurch wird die Anschlagschiene in dieser Position festgehalten und ist geschützt und nicht störend verstaut.
Soll die Anschlagschiene in beliebiger Position bis 45 Grad festgestellt werden, wird sie gegen die Gleitschiene, neben der auf dem hinteren Rahmenprofil aufgedruckten Skala eingestellten Wert, geklemmt. Das Klemmen erfolgt durch Andrehen der Feststellschraube im Gleitstück 36, das den Bolzen der Anschlagschiene aufnimmt, der wiederum an der Anschlag- Schiene gleitbar untergebracht ist. Die Feststellschraube dient gleichzeitig als Handhabe zur Verschiebung der Anschlagschiene.
Auf der Anschlagschiene ist ein auf der Schiene befestigter verschieb- und feststellbarer Reiter 37 vorhanden, dessen oberer Teil, der als eigentlicher Anschlag für die abzulängende Dämmstoffplatte dient, zurück­ geklappt werden kann. So ist es möglich, ein einmal eingestelltes Maß nach beliebig vielen anderen Schnitten ohne Neueinstellung zu realisieren.
Um ein leichtes Auf- und Abbewegen des Schneidbügels in den Führungsholmen der Führungseinheit zu ermöglichen (die Fig. 5a zeigt den ausge­ fahrenen Schneidbügel in Vorderansicht in der Führungseinheit), sind diese mit gleitförderndem Kunststoff an den Innenseiten 38 belegt.
In einer Distanz, die genau der Stärke der Schenkel des Bügel-Schneid- Gerätes entspricht, sind je zwei nachstellbare Führungsrollen 39 in den Führungsholmen angebracht. Zwischen diesen, jeweils starr befestigten Rollen ist eine per Federdruck auf den Bügelschenkel wirkende Kunststoffrolle kleineren Durchmessers montiert, deren Aufgabe es ist, in die halbrund eingefräste Kerbe an den Bügelschenkel einzurasten, um so den Schneidbügel in der definierten Lage festzuhalten (Fig. 5a). Diese Kunststoffrollen 40 könnten auch im gleichen Durchmesser, wie die starr angebrachten Rollen ausgebildet sein. Dieser Vorgang wurde bereits bei der Beschreibung des Schneidbügels erwähnt. Weiter kann mit diesen beweglichen Rollen, die ebenfalls nachgestellt werden können, der Druck reguliert werden, der erforderlich ist, den Schneidbügel in den Führungsholmen zu bewegen (Fig. 10).

Claims (8)

1. Schneidgerät zum Schneiden von Platten aus geschäumtem Polystyrol mit einem aus Profilstab gebildeten, U-förmi­ gem Bügel (1, 2, 3) der zwei beabstandet und parallel zueinander angeordnete Schenkel (1, 2) und einen Schen­ kelverbinder (3) aufweist, wobei zwischen den beiden freien Enden des U-förmigen Bügels (1, 2, 3) ein beheiz­ barer Schneiddraht (10) eingespannt ist, der von einer Spannvorrichtung (11, 12, 13, 15) in Spannung gehalten wird, dadurch gekennzeichnet, daß mindestens einer der beiden Schenkel (1; 2) des U-förmigen Bügels (1, 2, 3) aus einem Hohlprofilstab gebildet ist, daß der Hohlpro­ filstab einen rechteckförmigen Querschnitt aufweist mit einem Hohlraum im Kern des Hohlprofilstabes und mit an gegenüberliegenden Seiten des Hohlprofilstabes verlaufen­ den Nuten, daß innerhalb des Hohlraumes des Hohlprofil­ stabes einer der beiden Schenkel (2) die Spanneinrichtung (11, 12, 13, 15) angeordnet ist, welche über eine in einer der Nuten verlaufende Verstelleinrichtung (16, 17, 19) einstellbar ist, wobei der Schneiddraht (10) mit seinem einen Ende am freien Ende des einen Schenkels (1) befestigt ist und über eine am freien Ende des die Spann­ einrichtung (11, 12, 13, 15) enthaltenden anderen Schen­ kels (2) angeordnete Umlenkrolle (14) in den Hohlraum des anderen Schenkels (2) gelegt und dort an der Spannein­ richtung (11, 12, 13, 15) befestigt ist.
2. Schneidgerät nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß die Spannvorrichtung (11, 12, 13, 15) für den Schneid­ draht (10) einen feststehenden und einen beweglichen Metallblock mit einer Druckfeder (13) und einer Nase (15) aufweist, welche in einem Hohlprofil aufgenommen ist.
3. Schneidgerät nach Anspruch 1 oder 2, dadurch gekennzeich­ net, daß der Hohlprofilstab in einer inneren Nut eine Spannhilfe (16) aufgenommen hat, und daß die Spannhilfe (16) ein Gleitstück, einen Feststellknopf (17) und ein Druckstück (19) aufweist, das auf die Nase (15) wirkt.
4. Schneidgerät nach einem der Ansprüche 1 bis 3, dadurch gekennzeichnet, daß in der äußeren Nut des Hohlprofilsta­ bes Schneidtiefensteller (8) geführt sind, die weder nach unten noch nach oben herausschiebbar sind und auf eine Oberkante der Führungsholme an der Führungseinheit einwirken.
5. Schneidgerät nach einem der Ansprüche 1 bis 4, dadurch gekennzeichnet, daß an den Bügelschenkeln halbrunde Einfrä­ sungen (9) angebracht sind.
6. Schneidgerät nach einem der Ansprüche 1 bis 5, dadurch gekennzeichnet, daß die Führungseinheit aus einem flach­ liegenden, rechteckigen Rahmen aus Aluminium-Vierkant­ rohren längsseitig und U-Profilen kurzseitig besteht, und daß eine Querspange (23) in die U-Profile eingelassen ist.
7. Schneidgerät nach Anspruch 6, dadurch gekennzeichnet, daß Innenflächen der Führungsholme (38) mit einem gleitfähi­ gen Kunststoff belegt sind und daß starre, nachstellbare Führungsrollen (39) aus Kunststoff für den Schneidbügel vorgesehen sind.
8. Schneidgerät nach einem der Ansprüche 1 bis 7, das druck­ verstellbare Kunststoffrollen (40) im Verbund mit starr angeordneten Führungsrollen in die halbrunden Einfräsun­ gen am Bügelschneidgerät einrastbar sind.
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