DE4444251C2 - Schneidgerät - Google Patents
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Classifications
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- B—PERFORMING OPERATIONS; TRANSPORTING
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Description
Die Erfindung betrifft ein Schneidgerät zum Schneiden von
Platten aus geschäumtem Polystyrol gemäß den Merkmalen des
Oberbegriffs des Anspruchs 1.
Ein solches Schneidgerät ist aus DE 25 26 774 B2 bekannt. Das
dort beschriebene Schneidgerät verfügt über einen aus Profil
stab gebildeten U-förmigen Bügel, der zwei beabstandet und
parallel zueinander angeordnete Schenkel und einen Schenkel
verbinder aufweist. Zwischen den beiden freien Enden der
Schenkel ist ein beheizbarer Schneiddraht eingespannt, der von
einer Spanneinrichtung in Spannung gehalten wird.
Problematisch bei diesem bekannten Schneidgerät ist die An
ordnung der Spanneinrichtung, die in axialer Verlängerung des
Schneiddrahtes verläuft. Bei unachtsamer Betätigung des
Schneidgerätes kann, insbesondere bei den harten Einsatzbedin
gungen auf dem Bau, wo solche Schneidgeräte regelmäßig verwen
det werden, die Spanneinrichtung und vor allem die Feder Be
schädigungen erleiden. Des weiteren ist die Spannvorrichtung
aufgrund ihrer ungeschützten Anordnung auch äußeren Witte
rungsbedingungen ausgesetzt.
Aus DE 30 46 643 A1 ist ebenfalls ein Schneidgerät bekannt.
Die dort vorgesehene Spanneinrichtung besteht aus einer ein
fachen, freiliegenden Spannfeder, die über eine Umlenkrolle
mit dem Schneiddraht, der an seinem anderen Ende festgelegt
ist, in Verbindung steht. Die Spannfeder ist an einer parallel
zum Schenkelverbinder verlaufenden Querspange festgelegt.
Aus dem DE 89 09 730 U1 ist eine Spanneinrichtung eines
Schneidgerätes bekannt, die außerhalb eines Profilstabes ver
läuft. Das Schneidgerät sieht einen T-förmigen Träger und
keinen U-förmigen Bügel vor.
Der Erfindung liegt die Aufgabe zugrunde, das eingangs genann
te Schneidgerät so weiterzubilden, daß deren sichere Handha
bung auch bei rauhen Einsatzbedingungen gewährleistet ist.
Diese Aufgabe wird durch ein Schneidgerät mit den Merkmalen
des Anspruchs 1 gelöst.
Das Schneidgerät nach der Erfindung besteht folglich im we
sentlichen darin, daß mindestens beide Schenkel des U-förmigen
Bügels aus einem Hohlprofilstab gebildet sind und im Hohlraum
einer dieser beiden Schenkel die Spanneinrichtung für den
Schneiddraht angeordnet ist. Hierfür weist der Hohlprofilstab
einen rechteckförmigen Querschnitt auf mit einem Hohlraum im
Kern des Hohlprofilstabes und mit an sich gegenüberliegenden
Seiten des Hohlprofilstabes angeordneten Nuten. In einer die
ser beiden Nuten ist eine in mechanischer Verbindung mit der
Spanneinrichtung stehende Verstelleinrichtung angeordnet, über
die die Spanneinrichtung einstellbar ist. Der Schneiddraht ist
des weiteren mit seinem einen Ende des Schenkels befestigt
und läuft über eine am freien Ende des die Spanneinrichtung
enthaltenden, anderen Schenkels angeordnete Umlenkrolle zur
Spanneinrichtung und ist dort ebenfalls befestigt.
Dieser Aufbau eines Schneidgerätes bietet einen optimalen
Schutz der Spanneinrichtung. Des weiteren läßt sich mit der in
der Nut verlaufenden Verstelleinrichtung durch Längsverschie
bung ein kraftsparendes Spannen der Spanneinrichtung errei
chen.
Weiterbildungen dieser Erfindung sind Gegenstand der Unter
ansprüche.
Mit dem Schneidgerät nach der Erfindung ist eine exakte
Schnitttiefeneinstellung möglich. Solche Schnitttiefeneinstel
lungen sind Voraussetzung zur Erstellung von Nut- und Feder-
Falzen, Stufenfalzen und Nuten an beliebiger Stelle der Plat
ten-Oberfläche.
Mit dem Schneidgerät nach der Erfindung lassen sich die er
forderlichen Schnitte problemlos und rationell realisieren und
dies mit einem Schneidgerät, das zudem leicht transportabel
auf der Baustelle eingesetzt werden kann. Das Gerät ist auch
stationär in Werkstätten, im Fertigungsbetrieb oder der Monta
ge-Halle einsetzbar. Eine Standvorrichtung muß dabei nicht
unbedingt verwandt werden. Umfangreiche Umstellungen bei der
Erstellung der erwähnten Schnitte entfallen, ebenso ist ein
Wechsel von einer Schnittvariante zur anderen ohne Montage, in
Sekundenschnelle, mit wenigen Handgriffen möglich. Das
Schneidgerät nach der Erfindung zeichnet sich durch eine kom
pakte Konstruktion aus.
Ein Ausführungsbeispiel der Erfindung ist
in der Zeitung dargestellt und wird im
folgenden näher beschrieben.
Das Schneidgerät nach der Erfindung besteht im wesentlichen
aus folgenden drei Teilen.
- 1. Dem Bügelgerät (Fig. 1)
mit beheiztem Widerstandsdraht, wobei das Bügelgerät an einen Transformator angeschlossen ist. Das Bügelgerät verfügt über einen Ein-Aus-Schalter, eine Kontroll-Leuchte sowie über ein Zuführungskabel mit einem Schaltteil. - 2. Der Führungseinheit (Fig. 2 und 2a)
für das Bügelgerät mit Anschlagschienen, Führungsholmen, eine Arretierung für Winkelschnitte, Gärungsschnitte, Schrägschnit te und der Möglichkeit, neben vertikalen Schnitten auch Stu fenfalze, Nuten und Nutenfalze zu erstellen. - 3. Der Standvorrichtung (Fig. 6 und 6a)
wird jedoch nicht bei jeder Einsatzmöglichkeit gebraucht.
Das Bügelgerät kann jederzeit, ohne Festhalter oder Schrauben lösen zu
müssen, aus der Führungseinheit herausgenommen werden, um z. B. nachträglich
überstehende Isolierplatten an einer Gebäudeecke (Fig. 3) abzutrennen, oder
Aussparungen durch die Plattenstärke (Fig. 4) vorzunehmen, wie sie bei Unter
zügen, dem Anschluß von Dachbalken - bei der Fassadendämmung - usw.
vorkommen.
Verwendet wird das Bügelgerät mit der Führungseinheit (Fig. 5 und 5a) vor
Ort an der Arbeitsstelle, auf dem Flach- und Schrägdach, auf dem Gerüst an
der Fassade, oder als stationäres Gerät in der Werkstatt.
An der Fassade wird die Einheit in die Standvorrichtung gehängt (Fig. 6)
und leicht schräg auf dem Gerüst stehend, an die Wand gelehnt. Der Mindest
winkel für die Schräglage wird durch einen ausschwenkbaren Abstandshalter an
der Standvorrichtung gewährleistet (Fig. 6a). In der dadurch
definierten Schräglage wird ein bequemes Arbeiten mit der Einheit ermöglicht.
Auf dem geneigten Dach kann die Einheit ebenfalls in der Standvorrichtung
mit ausgeschwenktem Abstandshalter verwendet werden. Der Abstandshalter wirkt
in diesem Fall als Reduzierelement der Schräglage - die Einheit liegt flacher
als von der Dachneigung vorgegeben - und als Befestigungsmöglichkeit an der
Lattung. Auf bereits verlegte Dämmplatten kann der Abstandshalter einige
Zentimeter in die Dämmstoffschicht eingedrückt werden und verhindert so das
Abrutschen. Die Einheit wird hier also flach liegend eingesetzt.
Auf dem Flachdach sowie in der Werkstatt wird die Einheit auf Stellböcken
bzw. auf dem Tisch oder auf dem Boden waagrecht liegend und ohne Stand
vorrichtung verwendet. Es ist jedoch auch möglich, die Einheit in der Stand
vorrichtung eingehängt und an der Wand lehnend, wie auf dem Baugerüst an der
Fassade, einzusetzen.
Zusammengeklappt sind Führungseinheit mit eingestecktem Schneidbügel flach,
leicht und unter dem Arm geklemmt, problemlos auf der Baustelle von Ort zu
verbringen. Der Transport von einer Gerüstetage zur anderen ist auf Grund
der leichten, kompakten Bauweise auch mit eingehängter Standvorrichtung
kein Problem.
Der Schneidbügel besteht aus zwei Bügelschenkeln 1 und 2 mit einer
Schenkelverbindung 3 (Fig. 1).
Das Material, aus dem der Bügel besteht, ist ein Alu-Hohlprofil mit flachem,
rechteckigem Querschnitt, an dessen gegenüberliegenden, schmalen Seiten je
eine Nut verläuft.
Die Fig. 7 zeigt das Profil im Querschnitt mit den beiden seitlich ver
laufenden Nuten, sowie den Hohlraum im Kern des Profils.
Der Hohlraum im Kern des Profils nimmt die Spanneinrichtung für den Schneid
draht und dessen Befestigung im Schenkel 2 auf.
Parallel zum Schenkelverbinder verläuft in gewissem Abstand eine Spange 4
aus einem Alu-Vierkantrohr, das als statische Stabilisierung des Bügels dient.
In der Distanz zwischen Schenkelverbinder und Spange ist auf der linken Seite
das Schaltteil 5 untergebracht.
In den äußeren Nuten beider Bügelschenkel (Detailabbildung Fig. 8A-D)
laufen die Elemente zur Schneidtiefeneinstellung 8.
Fig. 8B zeigt den Bügelschenkel 2 mit dem Schneidtiefeneinsteller 8,
die Fig. 8C den Bügelschenkel 2 geöffnet und der Schmalseite innen und
die Fig. 8D den linken Bügelschenkel 1. A-C zeigen den rechten
Schenkel 2 in versch. Ansichten.
Die Schneidtiefeneinsteller werden nach der auf beiden Bügelschenkeln aufge
brachten Zentimeterskala auf die gewünschte Schneidtiefe ein- und festgestellt.
Dabei können die Elemente weder unten noch oben aus dem Bügelschenkel heraus
geschoben werden, so daß sie nicht verlorengehen können.
Als Anschlag für die Elemente wirken die Oberkanten der Führungsholme für den
Schneidbügel an der Führungseinheit (Fig. 2, 9 und 5a).
Werden die Elemente nicht gebraucht - für einfache Durchschnitte - so werden
sie ganz nach oben in die Höhe des Schenkelverbinders geschoben und fest
gestellt. Sie behindern in dieser Position die weiteren Schneidvorgänge
nicht.
An beiden Bügelschenkeln sind im unteren Bereich auf der vorderen Flachseite
jeweils halbrunde Einfräsungen 9 angebracht, in die federnd gelagerte
Rollen, die an den beiden Holmen der Führungseinheit angebracht sind, einrasten.
(Weitere Ausführungen und Bezeichnungen bei der Beschreibung der Führungs-
Einheit). Dies deshalb, weil beim Einlegen der zu schneidenden Dämmstoff
platte der Bügel in der Führungseinheit verharrt und beide Hände zum Einlegen
und Verschieben der Platte unter dem Schneidbügel frei sind, insbesondere bei
waagrechter Verwendung. Durch leichten Druck auf den Schenkelverbinder wird
diese Fixierung des Schneidbügels in beiden Richtungen, sowohl nach unten in
Schneidrichtung, als auch nach oben zur Herausnahme des Bügels aus der
Führungseinheit, überwunden.
Der Schneiddraht 10, der an der offenen Seite des Schneidbügels zwischen den
beiden Bügelschenkel gespannt ist (Fig. 1), wird im Bügelschenkel 2
an der Spanneinheit durch einfaches Einführen und Festdrehen zweier Inbus-
Schrauben bzw. einer Schraube mit Drehknopf am Bügelschenkel 1 befestigt.
Die Spanneinheit 11 (Detailabbildung Fig. 8 Schnittzeichnung C)
besteht aus einem beweglichen und einem feststehenden Metallblock, die sich
im Hohlprofil des Schenkels befinden. Vom beweglichen Teil ragt ein Rund
material als Kern einer Druckfeder durch den feststehenden Teil, der als
Widerstand gegen die Feder 13 wirkt.
Der Schneiddraht wird über die Umlenkrolle 14 durch Zwangsführung in
den beweglichen Teil des Metallblocks geführt und mit den beiden, auf der
Zeichnung sichtbaren Inbusschrauben festgehalten.
Vom beweglichen Teil des Metallblocks ragt eine Nase 15 aus dem Hohl
raum des Profils nach innen. Das Spannen des Schneiddrahtes erfolgt durch
das Verschieben der Spannhilfe 16 auf die Nase 15 gegen den Feder
druck der Spanneinheit in der inneren Nut des Bügelschenkels in Richtung
Umlenkrolle. In dieser Position wird die Spannhilfe mit der Feststell-
Schraube 17 arretiert, die zwei Inbusschrauben werden in dieser Stellung
außen an der Flachseite des Bügels in einem Fenster 18 sichtbar und sind
leicht zugänglich.
Die Spannhilfe besteht aus einem Paß-Stück, das in der inneren Nut des Bügel
schenkels 2 läuft, sowie einem Druckstück 19, das im rechten Winkel davon
unterhalb der Feststellschraube 17 angeordnet ist.
Das Druckstück wird mit dem Daumen betätigt und ist ergometrisch geformt.
Nach der Befestigung des Schneiddrahtes durch Klemmschraube 20 am Bügel
schenkel 1 wird die Spannhilfe an Bügelschenkel 2 gelöst und nach oben in
Richtung Bügel-Querspange geschoben und in dieser Position festgestellt.
Die Druckfeder der Spanneinheit kann nun ungehindert durch die Spannhilfe
die Drahtbewegungen durch das Aufheizen bzw. Abkühlen des Schneiddrahtes
aufnehmen und den Draht stramm halten.
Die Unterseiten 21 der Bügelschenkel sind mit Kunststoff belegt, die als mech.
Dämpfer gegen Stöße und als el. Isolierung gegenüber der Führungseinheit
fungieren. Ebenso ist der Befestigungsteil des Schneiddrahtes
am Bügelschenkel 1 elektrisch isoliert.
Zwischen dem Schenkelverbinder und der parallel dazu verlaufenden Bügel-
Spange sitzt das Schaltteil, das die Stromzuführung vom Transformator
(Schwachstrom bis 30 V), den Ein-Aus-Schalter und die Kontroll-Leuchte auf
nimmt. Diese leuchtet auf, wenn der Schalter betätigt und der Schneiddraht
beheizt ist, um unachtsame Berührungen und das Abstellen des Bügels in der
Nähe brennbarer Gegenstände zu vermeiden.
Die Führungseinheit - der zweite Teil des Gesamtgerätes - für den Schneid
bügel besteht aus einem flachliegenden, rechteckigen Rahmen, dessen Längs
seiten aus Alu-Vierkantrohren und dessen Kurzseiten aus Alu-U-Profilen ge
bildet werden.
An den Kurzseiten sind Gummi-Rechteck-Profile 22 angebracht (Fig. 2 und 2a),
die als Füße dienen, wenn die Einheit auf den Boden, einer Werkbank
oder auf einer anderen flachen Ebene verwendet wird, um einen rutsch
sicheren Stand zu gewährleisten.
Im vorderen Drittel des Rahmens ist längsseitig als Spange 23 ein wasserfestes,
mehrfach verleimtes, kunststoffbeschichtetes Holz-Flachteil in die kurzseitig
verlaufenden U-Profile eingelassen und verschraubt.
Dieser Rahmen mit der Querspange bildet die flache Arbeitsauflage für die
Dämmstoffplatten, die geschnitten werden sollen.
Links und rechts der Querspange sind die jeweils mit einem halbrund durch
gefrästen Schlitz versehenen Bleche, die für das Einstellen der Führungsholme
in die versch. Gehrungswinkel dienen, befestigt.
Die Fig. 9 zeigt den rechten Führungsholm von Außen A in der Innenansicht
B und in der Schrägstellung C.
Die oben erwähnten Halbrundbleche sind mit 24 gekennzeichnet.
Die auf der Innenseite der Bleche stehenden Führungsholme 25 sind jeweils
mit einem Scharnier 26 auf der Querspange befestigt und mit einem Bolzen,
der durch den Schlitz der Bleche ragt, mittels Klemmknebel 27 an diesen in
den versch. Winkelpositionen zu arretieren.
Um immer wiederkehrende Gehrungsschnitte abwechselnd mit vertikalen Schnitten
durchzuführen, ohne den gewünschten Winkelwert immer wieder neu einstellen zu
müssen, ist durch eine einfache Klemmschraube im Schlitz der Halbrundbleche
eine Vorwahlmöglichkeit gegeben.
Durch auf den Blechen aufgedruckte Winkelskalen ist ein Wert schnell ein
stellbar, wobei eine Hemmung 28 bei 90 Grad immer einen genau vertikalen
Schnitt ermöglicht.
Dient die Querspange mit den beiden Alu-Profilen an den Längsseiten 29
des Rechteckrahmens als Auflage für die Dämmstoffplatte, so wird der Winkel
von 90 Grad zur Plattenkante mit einer Anschlagschiene 30 links und rechts vom
Schneiddraht hergestellt. Die linke Vorderkante 31 der Querspange
ist dabei der Schneidkante gleichzusetzen. An ihr gleitet der
Schneiddraht des Schneidbügels im Abstand von wenigen Millimetern vorbei
und taucht wiederum nur wenige Millimeter unter die Auflagenfläche ein, um
die Dämmstoffplatte vollständig zu trennen. Bei der Zentimeterskala auf
der Anschlagschiene 30 ist diese Distanz berücksichtigt.
Um die ganze Einrichtung beim Transport und beim Lagern möglichst kompakt
zu halten, ist die Anschlagschiene links vom Schneiddraht durch Steck
verbindung befestigt, leicht abnehmbar und platzsparend an der Führungs-
Einheit zu befestigen. Beide Anschläge sind mit einer Zentimeterskala
ausgerüstet.
Um mit Hilfe des längeren, rechten Anschlages jeden Winkelschnitt bis 45
Grad zu ermöglichen, ist dieser auf einer Gleitschiene 32, die parallel
neben der hinteren Rahmen-Längsseite verläuft, verschieb- und arretierbar
befestigt. Das vordere Ende der Anschlagschiene ist mit einem Bolzen 33
drehbar auf der Querspange befestigt.
Würde die Führungseinheit auf dem Transport oder zur Lagerung zusammengeklappt
- Umlegen der Führungsholme in liegende Position parallel zur Arbeitsfläche
und Abnehmen und Verstauen der linken Anschlagschiene - würde der rechte
Anschlag über die ganze Einheit hinausragen und wäre sehr gefährdet. Der An
schlag ist deshalb so konstruiert, daß durch leichtes Hochheben in Pos. 45
Grad über die Gleitschiene, der Bolzen aus dem Gleitelement in der Schiene
freigegeben wird und der Anschlag 34 über 45 Grad hinaus bewegt werden kann.
An der rechten Kante der Querspange rastet der Bolzen der Schiene
in einer Schnappvorrichtung 35, die in Höhe, auf der der Bolzen an die Quer
spange schlägt, angebracht ist, ein.
Dadurch wird die Anschlagschiene in dieser Position festgehalten und ist
geschützt und nicht störend verstaut.
Soll die Anschlagschiene in beliebiger Position bis 45 Grad festgestellt
werden, wird sie gegen die Gleitschiene, neben der auf dem hinteren
Rahmenprofil aufgedruckten Skala eingestellten Wert, geklemmt.
Das Klemmen erfolgt durch Andrehen der Feststellschraube im Gleitstück 36,
das den Bolzen der Anschlagschiene aufnimmt, der wiederum an der Anschlag-
Schiene gleitbar untergebracht ist. Die Feststellschraube dient gleichzeitig
als Handhabe zur Verschiebung der Anschlagschiene.
Auf der Anschlagschiene ist ein auf der Schiene befestigter verschieb- und
feststellbarer Reiter 37 vorhanden, dessen oberer Teil, der als
eigentlicher Anschlag für die abzulängende Dämmstoffplatte dient, zurück
geklappt werden kann. So ist es möglich, ein einmal eingestelltes Maß nach
beliebig vielen anderen Schnitten ohne Neueinstellung zu realisieren.
Um ein leichtes Auf- und Abbewegen des Schneidbügels in den Führungsholmen
der Führungseinheit zu ermöglichen (die Fig. 5a zeigt den ausge
fahrenen Schneidbügel in Vorderansicht in der Führungseinheit), sind diese
mit gleitförderndem Kunststoff an den Innenseiten 38 belegt.
In einer Distanz, die genau der Stärke der Schenkel des Bügel-Schneid-
Gerätes entspricht, sind je zwei nachstellbare Führungsrollen 39 in den
Führungsholmen angebracht.
Zwischen diesen, jeweils starr befestigten Rollen ist eine per Federdruck
auf den Bügelschenkel wirkende Kunststoffrolle kleineren Durchmessers
montiert, deren Aufgabe es ist, in die halbrund eingefräste Kerbe an den
Bügelschenkel einzurasten, um so den Schneidbügel in der definierten Lage
festzuhalten (Fig. 5a). Diese Kunststoffrollen 40 könnten auch im
gleichen Durchmesser, wie die starr angebrachten Rollen ausgebildet sein.
Dieser Vorgang wurde bereits bei der Beschreibung des Schneidbügels
erwähnt.
Weiter kann mit diesen beweglichen Rollen, die ebenfalls nachgestellt
werden können, der Druck reguliert werden, der erforderlich ist, den
Schneidbügel in den Führungsholmen zu bewegen (Fig. 10).
Claims (8)
1. Schneidgerät zum Schneiden von Platten aus geschäumtem
Polystyrol mit einem aus Profilstab gebildeten, U-förmi
gem Bügel (1, 2, 3) der zwei beabstandet und parallel
zueinander angeordnete Schenkel (1, 2) und einen Schen
kelverbinder (3) aufweist, wobei zwischen den beiden
freien Enden des U-förmigen Bügels (1, 2, 3) ein beheiz
barer Schneiddraht (10) eingespannt ist, der von einer
Spannvorrichtung (11, 12, 13, 15) in Spannung gehalten
wird, dadurch gekennzeichnet, daß mindestens einer der
beiden Schenkel (1; 2) des U-förmigen Bügels (1, 2, 3)
aus einem Hohlprofilstab gebildet ist, daß der Hohlpro
filstab einen rechteckförmigen Querschnitt aufweist mit
einem Hohlraum im Kern des Hohlprofilstabes und mit an
gegenüberliegenden Seiten des Hohlprofilstabes verlaufen
den Nuten, daß innerhalb des Hohlraumes des Hohlprofil
stabes einer der beiden Schenkel (2) die Spanneinrichtung
(11, 12, 13, 15) angeordnet ist, welche über eine in
einer der Nuten verlaufende Verstelleinrichtung (16, 17,
19) einstellbar ist, wobei der Schneiddraht (10) mit
seinem einen Ende am freien Ende des einen Schenkels (1)
befestigt ist und über eine am freien Ende des die Spann
einrichtung (11, 12, 13, 15) enthaltenden anderen Schen
kels (2) angeordnete Umlenkrolle (14) in den Hohlraum des
anderen Schenkels (2) gelegt und dort an der Spannein
richtung (11, 12, 13, 15) befestigt ist.
2. Schneidgerät nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß
die Spannvorrichtung (11, 12, 13, 15) für den Schneid
draht (10) einen feststehenden und einen beweglichen
Metallblock mit einer Druckfeder (13) und einer Nase (15)
aufweist, welche in einem Hohlprofil aufgenommen ist.
3. Schneidgerät nach Anspruch 1 oder 2, dadurch gekennzeich
net, daß der Hohlprofilstab in einer inneren Nut eine
Spannhilfe (16) aufgenommen hat, und daß die Spannhilfe
(16) ein Gleitstück, einen Feststellknopf (17) und ein
Druckstück (19) aufweist, das auf die Nase (15) wirkt.
4. Schneidgerät nach einem der Ansprüche 1 bis 3, dadurch
gekennzeichnet, daß in der äußeren Nut des Hohlprofilsta
bes Schneidtiefensteller (8) geführt sind, die weder
nach unten noch nach oben herausschiebbar sind und auf
eine Oberkante der Führungsholme an der Führungseinheit
einwirken.
5. Schneidgerät nach einem der Ansprüche 1 bis 4, dadurch
gekennzeichnet, daß an den Bügelschenkeln halbrunde Einfrä
sungen (9) angebracht sind.
6. Schneidgerät nach einem der Ansprüche 1 bis 5, dadurch
gekennzeichnet, daß die Führungseinheit aus einem flach
liegenden, rechteckigen Rahmen aus Aluminium-Vierkant
rohren längsseitig und U-Profilen kurzseitig besteht, und
daß eine Querspange (23) in die U-Profile eingelassen
ist.
7. Schneidgerät nach Anspruch 6, dadurch gekennzeichnet, daß
Innenflächen der Führungsholme (38) mit einem gleitfähi
gen Kunststoff belegt sind und daß starre, nachstellbare
Führungsrollen (39) aus Kunststoff für den Schneidbügel
vorgesehen sind.
8. Schneidgerät nach einem der Ansprüche 1 bis 7, das druck
verstellbare Kunststoffrollen (40) im Verbund mit starr
angeordneten Führungsrollen in die halbrunden Einfräsun
gen am Bügelschneidgerät einrastbar sind.
Priority Applications (1)
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| DE19944444251 DE4444251C2 (de) | 1994-12-13 | 1994-12-13 | Schneidgerät |
Applications Claiming Priority (1)
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Publications (2)
| Publication Number | Publication Date |
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| DE4444251A1 DE4444251A1 (de) | 1996-06-27 |
| DE4444251C2 true DE4444251C2 (de) | 1999-02-25 |
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Family Applications (1)
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|---|---|---|---|
| DE19944444251 Expired - Fee Related DE4444251C2 (de) | 1994-12-13 | 1994-12-13 | Schneidgerät |
Country Status (1)
| Country | Link |
|---|---|
| DE (1) | DE4444251C2 (de) |
Cited By (2)
| Publication number | Priority date | Publication date | Assignee | Title |
|---|---|---|---|---|
| DE20002995U1 (de) | 1999-05-21 | 2000-07-27 | Maier Johann | Vorrichtung zum Schneiden von Kunststoffmaterial |
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| DE2526774B2 (de) * | 1975-06-16 | 1978-09-07 | Kurt 5900 Siegen Schneider | Verfahren und Vorrichtung zum Herstellen von Gießmodellen |
| DE3046643A1 (de) * | 1980-12-11 | 1982-07-22 | Baeuerle Farben KG, 8940 Memmingen | "vorrichtung zum schneiden von hartschaumplatten" |
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1994
- 1994-12-13 DE DE19944444251 patent/DE4444251C2/de not_active Expired - Fee Related
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Also Published As
| Publication number | Publication date |
|---|---|
| DE4444251A1 (de) | 1996-06-27 |
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