DE4446597C2 - Vorrichtung zur Detektion von Flüssigkeiten - Google Patents
Vorrichtung zur Detektion von FlüssigkeitenInfo
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Description
Die Erfindung betrifft eine Vorrichtung zur Detektion
von Flüssigkeiten, die zwei mit einem geringen Abstand
zueinander angeordnete, flächenhafte elektrische Kon
takte aufweist und bei der die Kontakte auf einem saug
fähigen und elektrisch nichtleitenden Substrat aufge
bracht sind.
Bei einer bekannten derartigen Vorrichtung werden in
nerhalb eines Gewebes zwei Drähte parallel nebenein
ander derart angebracht, daß bei einem Auftreffen von
ausreichend großen Tropfen die Drähte leitend durch die
Flüssigkeit verbunden sind. Aufgrund des Abstandes der
Drähte können mit einer derartigen Vorrichtung jedoch
kleine Tropfen nicht erfaßt werden. Darüber hinaus ist
es schwierig, eine großflächige Flüssigkeitsüberwachung
zu realisieren. Dies liegt insbesondere daran, daß
erhebliche Leitungsverluste auftreten, die eine große
Dämpfung der auftretenden Effekte zur Folge haben.
Ebenfalls besteht das Problem, daß nach dem Auftreten
einer Leckage eine Restleitfähigkeit verbleiben kann,
so daß nur eine einmalige Verwendung gewährleistet ist.
In der DE-PS 2 84 867 wird eine Vorrichtung zur Messung
des Wassergehaltes eines Mediums beschrieben. Hierzu
wird ein Körper, dessen elektrischer Widerstand von
seiner jeweiligen Feuchtigkeitsaufnahme abhängig ist,
zwischen zwei elektrische Kontakte geschaltet. Der je
weilige Widerstand wird meßtechnisch bestimmt.
Aus der DE-OS 18 06 486 ist es bekannt, einen stabför
migen Körper im Bereich seiner Enden mit elektrischen
Kontakten zu versehen. Der Körper kann beispielsweise
aus einer porrösen Substanz ausgebildet und zur Aufnah
me von Feuchtigkeit geeignet sein. Ebenfalls ist es aus
dieser Druckschrift bereits bekannt, eine mit Ausneh
mungen versehene Elektrode zu verwenden, die einen Zu
gang zum porösen Material durch die Elektrode hindurch
ermöglicht.
Die DE-PS 9 40 071 zeigt eine Vorrichtung zur Ermittlung
dieses Feuchtigkeitsgehaltes von Substanzen, bei der
flächenartig ineinander verschachtelte Leiterbahnen von
Elektroden gabelartig ineinander eingreifen. Die Lei
terbahnen sind auf einem Träger aufgebracht, dessen
Widerstand durch Feuchtigkeitsaufnahme veränderbar ist.
In der DE 28 45 269 A1 wird ein Bauteil aus faserver
stärktem Kunststoff beschrieben, bei dem kapazititve
Flächengeber verwendet sind, deren Dielektrikum aus
einer hygroskopischen Schicht besteht. Hierdurch ist
eine Feuchtigkeitserfassung möglich.
Aufgabe der vorliegenden Erfindung ist es, eine Vor
richtung der einleitend genannten Art derart auszu
bilden, daß eine sensible flächenhafte Flüssigkeits
detektion ermöglicht wird.
Diese Aufgabe wird erfindungsgemäß dadurch gelöst, daß
mindestens einer der Kontakte eine flüssigkeitsdurch
lässige Konsistenz aufweist, daß die Kontakte auf ein
ander abgewandten Seiten des Substrates angeordnet
sind, daß mindestens einer der Kontakte als mit Durch
lässen versehene Metallschicht ausgebildet ist und daß
die Kontakte und das Substrat entsprechend einem
Plattenkondensator angeordnet sind.
Die flüssigkeitsdurchlässige Konsistenz der Kontakte
ermöglicht ein Eindringen der Flüssigkeiten in das
Substrat und hierdurch eine Veränderung der
Dielektrizitätskonstante des Substrates. Somit wird
auch die Kapazität des ausgebildeten Kondensators
verändert.
Ebenfalls ist es möglich, bei Realisierung einer ent
sprechenden Empfindlichkeit einer elektronischen Aus
wertung eine Gasdetektion durch Veränderung der
Dielektrizitätskonstante des Substrates durchzuführen.
Bei einer Detektion von Flüssigkeiten führen bereits
sehr kleine einzelne Tröpfchen zu einer erkennbaren
Veränderung der elektrischen Eigenschaften.
Gemäß einer Weiterbildung der Erfindung werden auf dem
Substrat als Basisschicht Adsorbentien aufgebracht.
Hierdurch können Eigenschaften als Warnsensor mit
Eigenschaften als Sicherheitssaugschicht kombiniert
werden, ohne eine Verminderung der Sensitivität hervor
zurufen.
Durch entsprechende Spülvorgänge ist nach einer
Flüssigkeitsdetektion in einfacher Weise eine Reinigung
möglich, so daß eine Regeneration zur Wiederverwend
barkeit durchgeführt wird.
Eine preiswerte und leichte Ausführungsform wird
dadurch bereitgestellt, daß das Substrat aus Papier
ausgebildet ist.
Eine Beeinflussung einer Ausbreitungsrichtung der
Flüssigkeiten durch Faserrichtungen wird dadurch er
möglicht, daß das Substrat aus Textilgewebe ausgebildet
ist.
Eine zweckmäßige Anordnung besteht darin, daß die
Kontakte auf einander abgewandten Seiten des Substrates
angeordnet sind.
Ein mögliches Fertigungsverfahren besteht darin, daß
mindestens einer der Kontakte als mit Durchlässen
versehene Metallschicht ausgebildet ist. Eine mögliche
Realisierung besteht in einer Aufdampfung einer Metall
schicht.
Ein anderes Fertigungsverfahren wird dadurch bereit
gestellt, daß mindestens einer der Kontakte aufgedruckt
ist.
Eine Geometrie der Kontakte zur Bereitstellung sowohl
einer ausreichenden Flüssigkeitsdurchlässigkeit als
auch einer ausreichenden Kontaktierung wird dadurch
realisiert, daß mindestens einer der Kontakte gitter
artig ausgebildet ist.
Eine andere Materialauswahl besteht darin, daß
mindestens einer der Kontakte als Graphitschicht ausge
bildet ist.
Zur Bereitstellung adsorbierender Eigenschaften wird
vorgeschlagen, daß einer der Kontakte als Aktivkohle
schicht ausgebildet ist.
Eine Detektion von nichtleitenden Flüssigkeiten wird
insbesondere dadurch unterstützt, daß die Kontakte und
das Substrat entsprechend einem Plattenkondensator an
geordnet sind.
Eine hohe Sensibilität bei der Detektion von nicht
leitenden Flüssigkeiten wird dadurch bereitgestellt,
daß der Kondensator als Wickelkondensator ausgebildet
ist. Eine derartige Ausbildung ist allerdings vor
wiegend für lokal begrenzte und nicht für flächenhafte
Flüssigkeitsdetektionen zweckmäßig.
In der Zeichnung sind Ausführungsbeispiele der Erfin
dung schematisch dargestellt. Es zeigen:
Fig. 1 eine Prinzipdarstellung der Vorrichtung als
Querschnitt mit neben einer Kontaktschicht
angeordnetem Flüssigkeitstropfen,
Fig. 2 die Vorrichtung gemäß Fig. 1 mit einge
drungenem Flüssigkeitstropfen
Fig. 3 eine modifizierte Vorrichtung, bei der auf dem
Substrat eine adsorbierende Schicht aufge
bracht ist.
Gemäß der Ausführungsform in Fig. 1 weist die Vor
richtung ein Substrat (1) auf, das saugfähig und elek
trisch nichtleitend ist. Das Substrat (1) kann porös
ausgebildet sein. Insbesondere ist an eine Ausbildung
aus Papier oder Textilgewebe gedacht. Im Bereich von
zwei einander abgewandter Oberflächen (2, 3) des Sub
strates (1) sind Kontakte (4, 5) angeordnet.
Die Kontakte (4, 5) weisen eine für Flüssigkeiten durch
lässige Konsistenz auf. Dies kann beispielsweise da
durch realisiert werden, daß die Kontakte (4, 5) als
eine mit Unterbrechungen versehene aufgedampfte oder
aufgedruckte Metallschicht ausgebildet sind. Insbeson
dere ist hierbei an eine gitterförmige Ausbildung ge
dacht. Es ist aber auch möglich, beispielsweise Gra
phitschichten oder Schichten von Aktivkohle zu verwen
den. Graphitschichten können vorzugsweise aufgedruckt
werden, Schichten aus Aktivkohle können mechanisch oder
chemisch aufgebracht werden. Die Auswahl des jeweiligen
Materials für die Kontakte (4, 5) erfolgt in Abhängig
keit von den chemischen und physikalischen Eigenschaf
ten der zu detektierenden Flüssigkeit.
Die Kontakte (4, 5) sind über Anschlußleitungen (6, 7)
und ein Meßinstrument (8) an eine Stromquelle (9) ange
schlossen. Mit Hilfe des Meßinstrumentes (8) kann eine
Kapazität bestimmt werden. Die Stromquelle (8) ist
gemäß der Ausführung in Fig. 1 als Gleichstromquelle
ausgebildet. Für
Kapazitätsmessungen ist aber auch an eine Verwendung
von Wechselstromquellen gedacht.
Die Kapazitätsmessung kann beispielsweise durch Verwen
dung einer zusätzlichen Induktivität im Bereich des
Meßinstrumentes (8) zur Ausbildung eines Schwingkreises
erfolgen. Es würde dann die jeweilige Resonanzfrequenz
ermittelt.
Fig. 2 veranschaulicht die Vorrichtung gemäß Fig. 1
nach einem Eindringen des Flüssigkeitstropfens (10) in
den Bereich des Substrates (1). Es ist ersichtlich, daß
aufgrund der saugfähigen Eigenschaften des Substrates
(1) bereits ein geringer Anteil des
Flüssigkeitstropfens (10) ausreichend ist, um eine Ver
änderung der Dielektrizitätskonstante zu erreichen.
Gemäß der Ausführungsform in Fig. 3 ist einer der Kon
takte (4, 5) als saugfähige Schicht ausgebildet. Dies
kann beispielsweise durch eine Ausbildung aus Aktiv
kohle erfolgen. Zusätzlich zur Kontaktierung über das
Substrat (1) erfolgt zusätzlich eine Adsorbtion der
austretenden Flüssigkeit. Hierdurch werden die elek
trischen Eigenschaften der Aktivkohleschicht selber
nicht verändert. Dies hat den Vorteil, daß eine Re
generation durch Spülung in einfacher Weise möglich
ist.
Der Ablauf bei einer Verwendung der Vorrichtung gemäß
Fig. 2 ist dabei derart, daß die Vorrichtung mit dem
nichtadsorbierenden Kontakt (4) in Richtung des zu er
wartenden Flüssigkeitseintrittes ausgerichtet wird.
Nach dem Eindringen eines Flüssigkeitstropfens (10)
erfolgt zunächst eine Verbindung zwischen den Kontakten
(4, 5) durch die Verteilung des Flüssigkeitstropfens
(10) innerhalb des Substrates (1) beziehungsweise die
entsprechende Veränderung der Dielektrizitätskonstante.
Aufgrund der Eigenschaften des adsorbierenden Kontaktes
(5) wandert jedoch der Flüssigkeitstropfen (10) durch
das Substrat (1) hindurch, so daß nach einem Abschluß
des Adsorbtionsvorganges allenfalls geringe Reste des
Flüssigkeitstropfens (10) innerhalb des Substrates (1)
verbleiben.
Grundsätzlich wird ein Aufbau der Vorrichtung derart
für zweckmäßig gehalten, daß in Richtung eines vorge
sehenen Flüssigkeitseintrittes der Kontakt (4), das
Substrat (1) und der Kontakt (5) hintereinander ange
ordnet sind. Die Abstandsdimensionierung der Kontakte
(4) und somit die Dimensionierung des Substrates (1)
kann in Abhängigkeit von den jeweils vorliegenden An
wendungsanforderungen erfolgen. Insbesondere kann hier
durch eine Anpassung von Empfindlichkeit der Detektion
und zu erwartender Größe der Flüssigkeitstropfen (10)
erfolgen. Bei sehr kleinen Flüssigkeitstropfen (10) ist
ein geringer Abstand der Kontakte (4, 5) vorteilhaft.
Claims (10)
1. Vorrichtung zur Detektion von Flüssigkeiten, die
zwei mit einem geringen Abstand zueinander ange
ordnete, flächenhafte elektrische Kontakte aufweist
und bei der die Kontakte auf einem saugfähigen und
elektrisch nichtleitenden Substrat aufgebracht
sind, dadurch gekennzeichnet, daß mindestens einer
der Kontakte (4, 5) eine flüssigkeitsdurchlässige
Konsistenz aufweist, daß die Kontakte (4, 5) auf
einander abgewandten Seiten des Substrates (1) an
geordnet sind, daß mindestens einer der Kontakte
(4, 5) als mit Durchlässen versehene Metallschicht
ausgebildet ist und daß die Kontakte (4, 5) und das
Substrat (1) entsprechend einem Plattenkondensator
angeordnet sind.
2. Vorrichtung nach Anspruch 1, dadurch gekennzeich
net, daß das Substrat (1) aus Papier ausgebildet
ist.
3. Vorrichtung nach Anspruch 1, dadurch gekennzeich
net, daß das Substrat (1) aus Textilgewebe ausge
bildet ist.
4. Vorrichtung nach Anspruch 1, dadurch gekennzeich
net, daß das Substrat (1) aus festem, porösem Mate
rial ausgebildet ist.
5. Vorrichtung nach einem der Ansprüche 1 bis 4, da
durch gekennzeichnet, daß mindestens einer der Kon
takte (4, 5) aufgedruckt ist.
6. Vorrichtung nach einem der Ansprüche 1 bis 4, da
durch gekennzeichnet, daß mindestens einer der Kon
takte (4, 5) aufgedampft ist.
7. Vorrichtung nach einem der Ansprüche 1 bis 6, da
durch gekennzeichnet, daß mindestens einer der Kon
takte (4, 5) gitterartig ausgebildet ist.
8. Vorrichtung nach einem der Ansprüche 1 bis 7, da
durch gekennzeichnet, daß mindestens einer der Kon
takte (4, 5) als Graphitschicht ausgebildet ist.
9. Vorrichtung nach einem der Ansprüche 1 bis 8, da
durch gekennzeichnet, daß einer der Kontakte (4, 5)
als Aktivkohleschicht ausgebildet ist.
10. Vorrichtung nach einem der Ansprüche 1 bis 9, da
durch gekennzeichnet, daß der aus den Kontakten
(4, 5) und dem Substrat (1) ausgebildete Kondensator
als Wickelkondensator ausgebildet ist.
Priority Applications (1)
| Application Number | Priority Date | Filing Date | Title |
|---|---|---|---|
| DE19944446597 DE4446597C2 (de) | 1994-12-24 | 1994-12-24 | Vorrichtung zur Detektion von Flüssigkeiten |
Applications Claiming Priority (1)
| Application Number | Priority Date | Filing Date | Title |
|---|---|---|---|
| DE19944446597 DE4446597C2 (de) | 1994-12-24 | 1994-12-24 | Vorrichtung zur Detektion von Flüssigkeiten |
Publications (2)
| Publication Number | Publication Date |
|---|---|
| DE4446597A1 DE4446597A1 (de) | 1996-06-27 |
| DE4446597C2 true DE4446597C2 (de) | 1998-12-10 |
Family
ID=6537120
Family Applications (1)
| Application Number | Title | Priority Date | Filing Date |
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| DE19944446597 Expired - Fee Related DE4446597C2 (de) | 1994-12-24 | 1994-12-24 | Vorrichtung zur Detektion von Flüssigkeiten |
Country Status (1)
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| DE (1) | DE4446597C2 (de) |
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- 1994-12-24 DE DE19944446597 patent/DE4446597C2/de not_active Expired - Fee Related
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Also Published As
| Publication number | Publication date |
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| DE4446597A1 (de) | 1996-06-27 |
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Owner name: MANG, VOLKER, DR., 28832 ACHIM, DE |
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