DE444666C - Verfahren zur Darstellung von Organoquecksilberverbindungen - Google Patents

Verfahren zur Darstellung von Organoquecksilberverbindungen

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DE444666C
DE444666C DEH98152D DEH0098152D DE444666C DE 444666 C DE444666 C DE 444666C DE H98152 D DEH98152 D DE H98152D DE H0098152 D DEH0098152 D DE H0098152D DE 444666 C DE444666 C DE 444666C
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    • CCHEMISTRY; METALLURGY
    • C07ORGANIC CHEMISTRY
    • C07FACYCLIC, CARBOCYCLIC OR HETEROCYCLIC COMPOUNDS CONTAINING ELEMENTS OTHER THAN CARBON, HYDROGEN, HALOGEN, OXYGEN, NITROGEN, SULFUR, SELENIUM OR TELLURIUM
    • C07F3/00Compounds containing elements of Groups 2 or 12 of the Periodic Table
    • C07F3/10Mercury compounds

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  • Chemical & Material Sciences (AREA)
  • Organic Chemistry (AREA)
  • Manufacture And Refinement Of Metals (AREA)

Description

  • Verfahren zur Darstellung von Organoquecksilberverbindungen. Die vorliegende Erfindung betrifft ein Verfahren zur Darstellung von Organoquecksilberverbindungen R,Hg aus den Organoquecksilbersalzen RHgX (R ein organischer Rest, X ein Anion). Das Verfahren benutzt die Reaktion
    2 RHgX -(- A -> RZHg -f- AXZ+ Hg.
    Als Agens A zur Bindung des Säurerestes sind bisher nur starke Reduktionsmittel (z. B. alkalische Stannitlösung) oder sehr elektropositive Metalle (Erhitzen in Benzol, Hylol oder Alkohol mit Natrium oder N atriumamalgam) verwandt worden.
  • Das Schwergewicht des neuen Verfahrens liegt darin, daß die Organoquecksilbersalze durch Lösen in geeigneten Mitteln, insbesondere Stickstoffverbindungen, wie Ammoniak, Aminen, Pyridin und Homologen, desgleichen in Ringderivaten des Pyri.dins bzw. deren Mischungen mit anderen zur Lösung der Organoquecksilbersalze geeigneten Mitteln in so reaktionsfähige Form gebracht werden, daß die Umsetzung auch in der Kälte und unter Einwirkung von Metallen erfolgt, die edel genug sind, um Reduktionswirkungen auszuschließen. Als solche Metalle haben sich unter anderem bewährt: Kupfer, Silber, Eisen, Kobalt, Nickel, Zink sowie deren Legierungen, z. B. Messing.
  • Die Methode ist allgemein anwendbar und gestattet auch, Verbindungen herzustellen, deren organische Gruppen Substituenten enthalten, die durch Reduktionsmittel verändert werden (z. B. Nitrogruppen).
  • Da Organoquecksilberverbindungen, in denen beide Valenien des Quecksilbers an organische Gruppen gebunden sind, oft eine erheblich andere physiologische Wirkung zeigen als Körper, in welchen eine oder beide Valenzen des Quecksilbers durch Säurereste abgesättigt sind, haben sie als Arzneimittel Bedeutung. Außerdem können die auf dem genannten Wege erhaltenen Verbindungen für die Darstellung anderer, für die Heilkunde wichtiger, quecksilberhaltiger Substanzen verwandt werden. Ausführungsbeispiele Z. Dibenzylquecksilber.
  • Man löst einen Teil Benzylquecksilberchlorid in vier Teilen Pyridin und gibt z bis 2 Teile Kupferspäne zu. Es ist nicht nötig, das-Reaktionsgemisch zu erwärmen. Nach = bis 2 Tagen) wird die Flüssigkeit vom Kupfer abfiltriert und das Lösungsmittel im Vakuum abdestilliert. Aus dem Rückstand extrahiert man mit kaltem wäßrigen Ammoniak zunächst die Halogenkupferverbindungen. Das ungelöste Dibenzylquecksilber wird abfiltriert, mit Wasser gewaschen und getrocknet. Einmaliges Umkristallisieren aus Alkohol liefert ein analysenreines Präparat in 9o Prozent Ausbeute. Das bei der Reaktion als Metall abgeschiedene Quecksilber läßt sich durch Erhitzen der getrockneten Kupferspäne im Wasserstoffstrom abdestillieren und praktisch vollständig wiedergewinnen. .*) Bei gelindem Erwärmen und Verwendung von Kupferdrahtnetz in weit kürzerer Zeit (knapp. i Stunde). 2. Diphenylquecksüber.
  • Eine Lösung von z Teil Phenylquecksilberbromid in 8 Teilen Pyridin wird mit etwa 2 Teilen Kupferspänen 2q. Stunden*) in der Kälte behandelt. Die vom Kupfer abgetrennte Reaktionslösung wird mit dem mehrfachen Volumen Äther versetzt und mit verdünnter Schwefelsäure ausgeschüttelt. Aus der filtrierten und getrockneten Ätherschicht läßt sich in guter Ausbeute ein Rohprodukt von Diphenylquecksüber gewinnen, das nach einmaligem Umkristallisieren mit Alkohol bei 125' schmilzt und analysenrein ist.
  • 3. Bis(dimethylaminophenyl)quecksilber.
  • 2 Teile Dimethylaminophenylquecksilberchlorid werden in ro Teilen Pyridin gelöst und mit r Teil Kupferspänen 24 Stunden in der Kälte behandelt. Äus der Lösung läßt sich nach der im =. Beispiel beschriebenen Methodik Bis(dimethylaminophenyl)quecksüber vom Schmelzpunkt 167 bis 168' isolieren, in dem durch die Beilstein-Reaktion kein Halogen mehr nachzuweisen ist.
  • q.. Bis(o-nitrophenyl)quecksilber. z Teil o-Nitrophenylquecksüberchlorid wird in 5 Teilen Pyridin gelöst und mit = bis 2 Teilen Kupferspänen 24 Stunden*) in der Kälte behandelt. Aus der Reaktionslösung läßt sich nach der im x. Beispiel beschriebenen Methodik in guter Ausbeute ein Körper isolieren, der durch die Analyse als Bis(o-nitrophenyl)quecksilber erwiesen wurde.
  • Bis(o-nitrophenyl)quecksüber kristallisiert aus Alkohol in feinen Nädelchen und ist gelbstichig weiß. Es schmilzt bei 2,04,5 bis 205' und ist gut löslich in Benzol und Homologen, in Aceton, Chloroform und Schwefelkohlenstoff. In Pyridin löst es sich auch in der Kälte spielend leicht. 5. Zink als halogenentziehendes Reagens. = Teil Phenylquecksilberbromid wird in zoTeilen Pyridin gelöst und mit q. Teilen Zinkspänen behandelt. Gelindes Erwärmen beschleunigt die Umsetzung. Die Reaktionslösung wird von einem geringen flockigen Niederschlag abfiltriert und mit 2o Teilen wäßriger Ammoniak-*) Vgl. Anmerkung zu Beispiel i. lösung versetzt. Das rohe Diphenylquecksilber scheidet sich aus und ist nach einmaligem Umkristallisieren praktisch analysenrein.
  • 6. Messing als halogenentziehendes Reagens. Ersetzt man die q. Teile Zink durch 2 Teile Messing und verfährt im übrigen wie unter 5, so erhält man ebenfalls halogenfreies Diphenylquecksüber. . 7. Alkohol-Pyridin-Gemisch als Lösungsmittel.
  • Ersetzt man in der unter 2 beschriebenen Reaktion das_Pyridin durch ein Gemisch - von gleichen Teilen Alkohol und Pyridin, so erhält man ebenso glatt reines Diphenylquecksilber. In reinem Alkohol dagegen tritt keine Reaktion ein, die Lösung liefert dann unverändertes Phenylquecksilberbromid zurück. B. Dicithylamin als Lösungsmittel. Behandelt man eine gesättigte Lösung von Phenylquecksilberbromid in Dicithylamin mit Kupferspänen, trennt vom unverbrauchten Kupfer ab und läßt das Lösungsmittel verdunsten, so bleibt ein Gemisch von Diphenylquecksilber und Kuprobromid zurück, aus dem nach Extraktion der Kupfersalze mit Ammoniak durch einmaliges Umkristallisieren reines Diphenylquecksilber zu gewinnen ist. g. Flüssiges Ammoniak als Lösungsmittel. Man bringt im Reaktionsgefäß gleiche Teile Phenylquecksüberbromid und Kupferspäne zusammen, kühlt in Äther-Kohlensäure ab und leitet trockenes Ammoniakgas ein. Läßt man dann das verflüssigte Ammoniak verdunsten, so bleibt ein Reaktionsprodukt zurück, aus dem sich das Diphenylquecksilber mit kaltem Benzol extrahieren läßt. Das Rohprodukt wird aus Alkohol umkristallisiert.

Claims (1)

  1. PATENTANSPRUCH: Verfahren zur Darstellung von Organoquecksilberverbindungen, in denen beide Valenzen des Quecksilbers un Kohlenstoffatome organischer Reste gebunden sind, dadurch gekennzeichnet, daß die Lösung von Organoquecksübersalzen in basischen Stickstoffverbindungen oder deren Gemischen mit anderen Lösungsmitteln der Behandlung mit Metallen oder deren Legierungen unterworfen wird.
DEH98152D 1924-08-13 1924-08-13 Verfahren zur Darstellung von Organoquecksilberverbindungen Expired DE444666C (de)

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Cited By (1)

* Cited by examiner, † Cited by third party
Publication number Priority date Publication date Assignee Title
DE1054456B (de) * 1955-10-05 1959-04-09 Basf Ag Verfahren zur Herstellung metallorganischer Verbindungen vom Typ der Additionskomplexe

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DE1054456B (de) * 1955-10-05 1959-04-09 Basf Ag Verfahren zur Herstellung metallorganischer Verbindungen vom Typ der Additionskomplexe

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