Die Erfindung betrifft eine Vorrichtung zum Ausrichten und Aufblocken eines Linsenroh
lings, mit einer Prüfbildanzeige einer erforderlichen Orientierung des Linsenrohlings, ei
ner Ausrichtstation zum Ausrichten des Linsenrohlings gemäß dem Prüfbild, einer Auf
blockstation, die eine Linsenrohlinghalterung und einen Behälter für erwärmtes, flüssiges
Material enthält, das zum Aufblocken des Linsenrohlings erstarrt, und einer Trans
porteinrichtung für den ausgerichteten Linsenrohling von der Ausrichtstation zur Linsen
rohlinghalterung.
Bei der Schaffung einer Linsenoberfläche unter Verwendung von automatisierten Ober
flächenerzeugungssystemen, wie sie in dem US-Patent 4 989 316 offenbart sind, wer
den Daten, die Vorgabeinformationen beschreiben, an den Computer des Oberflächen
erzeugungssystems übertragen und anschließend von der Maschine zum Schleifen der
innenliegenden Fläche der Linse verwendet, um die gewünschte Linse zu erzeugen. Die
in diesem Patent offenbarte Maschine, wie auch andere derartige Maschinen, die derzeit
auf dem Markt sind, erfordert, daß die fertig bearbeitete Außenfläche des Linsenrohlings
mit einem Tragkörper verbunden wird, um die Linse zu halten, so daß sie während eines
Schleif- oder Schneidbetriebes in der Oberflächenbehandlungsmaschine und während
des Reinigungs- und Poliervorgangs in einer Läppmaschine angeordnet werden kann.
Frühere Verfahren zum Linsenhalten erfordern ein manuelles Ausrichten der Linse mit
einem universellen Gitter in Übereinstimmung mit Achsen- und Zentrierdaten für eine
Vorgabe und ein Markieren der Linse mit Tinte, um Referenzmarkierungen für den ei
gentlichen Halte- oder Blockierbetrieb zu erzeugen. An der Halte- oder Blockiervorrich
tung werden diese Markierungen visuell mit dem Tragkörper ausgerichtet, und eine Me
tallegierung mit niedrigem Schmelzpunkt wird zwischen die Linse und den Tragkörper
eingespritzt, um die beiden miteinander zu verbinden. Somit ist ersichtlich, daß es zwei
manuelle Ausrichtungen gibt, wobei die erste visuelle Informationen eines Universalgit
ters und der Markierungen umfaßt, die auf der Linse relativ zu diesem Gitter aufgebracht
sind, und die zweite die eigentliche Ausrichtung dieser Markierungen mit entsprechenden
Referenzpunkten an der Haltestation sind. Unter den Nachteilen, die mit derartigen
bekannten Verfahren einhergehen, ist bei jeder Ausrichtung die Notwendigkeit, daß sie
von einer erfahrenen Bedienungsperson auszuführen ist.
Zusätzlich enthält die zum Verbinden des Linsenrohlings mit dem Tragkörper verwendete
Metallegierung Elemente wie Wismut, Zinn, Kadmium und Blei, wobei diese Materialien
giftig und gefährlich für die Umwelt sind. Ferner sind die Eigenschaften der geschmolze
nen Legierung derart, daß die Oberfläche des Linsenrohlings, mit der die Legierung ver
bunden wird, zum Beispiel durch Vorbeschichten der Außenfläche der Linse als ein Mittel
zum Verbessern des Haftens dieser Verbindungsmittel behandelt werden muß.
Zusätzlich ist es wichtig, daß die Linsenrohling-Außenfläche und der Tragkörper gemäß
Vorgabedaten in genauer Ausrichtung zueinander verbunden werden, da der Oberflä
chenerzeuger die Innenfläche unter Bezugnahme auf den Tragkörper oder Block bear
beitet, und die richtige Vorgabe kann nur erreicht werden, wenn die Innenfläche der
Linse bezüglich der äußeren, zugewandten Oberfläche des Tragkörpers korrekt ausge
richtet ist. Diese relative Positionierung der gegenüberliegenden Block- und Linsenflä
chen beeinträchtigt die Genauigkeit, mit der eine gewünschte Linsendicke erhalten wer
den kann, da dieses Ergebnis vom Abstand des Tragkörpers und der Außenfläche der
Linse abhängig ist. Ferner hängt die prismatische Wirkung von der Zentrierung und
Schrägstellung des Tragkörpers an der Außenfläche der Linse ab. Die zur Astigmatis
muskorrektur erforderliche Zylinderwirkungsachse hängt von einer Winkelorientierung
des Tragkörpers relativ zu jedem Multifokalelement an der Außenfläche der Linse ab.
Somit beeinflußt eine Anzahl von Faktoren die relative Positionierung des Linsenrohlings
relativ zum Tragkörper.
Aus der DE-OS 15 77 502 ist eine gattungsgemäße Vorrichtung bestehend aus einer
Ausrichtstation, einer Aufblockstation und einer zwischen diesen angeordneten
schwenkbaren Transporteinrichtung bekannt. Bei dieser bekannten Vorrichtung wird der
Linsenrohling zunächst mit definierter Lage in eine an der Transportvorrichtung aus
gebildete justierbare Halterung eingelegt. Zum Ausrichten wird die Halterung mit dem
auszurichtenden Linsenrohling anschließend in die Ausrichtstation geschwenkt, in der
die Halterung einer Prüfbildanzeige entsprechend justiert wird, so daß der Linsenrohling
die für den späteren Schleifvorgang erforderliche Orientierung einnimmt. Danach wird
die justierte Halterung mit dem ausgerichteten Linsenrohling in die Aufblockstation ge
schwenkt, in der mittels ineinander gesteckter Gußformen ein aus einer Metallegierung
bestehender Tragkörper an den Linsenrohling angegossen wird, an dem dieser in der
Schleifmaschine eingespannt werden soll.
Bei dieser bekannten Vorrichtung besteht das Problem, daß die Halterung an der Trans
porteinrichtung, die im Mikrometer-Bereich einstellbar sein muß, den zur Raumtempera
tur vergleichsweise hohen Temperaturen beim Aufblocken der Linse ausgesetzt ist.
Dadurch entstehen temperaturbedingte Maßänderungen der Halterung, die zu einer
Änderung der Orientierung des von der Halterung getragenen Linsenrohlings führen.
Es ist Aufgabe der Erfindung, eine einfach aufgebaute Vorrichtung zum Ausrichten und
Aufblocken eines Linsenrohlings bereitzustellen, bei der der Linsenrohling mit gleichblei
bender Orientierung zwischen der Ausrichtstation und der Aufblockstation transportiert
werden kann.
Die Aufgabe wird bei einer Vorrichtung der eingangs genannten Art dadurch gelöst, daß
die Transporteinrichtung einen Läufer enthält, der einen an einem Ende angeordneten
Greifer und ein an seinem entgegengesetzten anderen Ende angeordnetes Anlenkteil
hat, und daß die Transporteinrichtung eine Führung enthält, die sich zwischen der Aus
richtstation und der Aufblockstation oberhalb diesen entlang einer Achse erstreckt, wobei
das Anlenkteil des Läufers mit der Bahn in Eingriff ist. Vorteilhafte Weiterbildungen
ergeben sich aus den Unteransprüchen.
Bei der Erfindung wird der Linsenrohling zunächst in die Ausrichtstation eingelegt und in
dieser an Hand der Prüfbildanzeige ausgerichtet. In dieser ausgerichteten Orientierung
nimmt der an dem Läufer vorgesehene Greifer der Transporteinrichtung den Linsenroh
ling auf, transportiert diesen zur Aufblockstation und legt den Linsenrohling anschließend
in der Aufblockstation ab. Da der Läufer der Transporteinrichtung durch die Führung
entlang einer vorgegebenen Bewegungsbahn verfahren wird und der Greifer den
Linsenrohling aus einer definierten Lage bezüglich der Bewegungsbahn aufnimmt und in
einer vorbestimmten Position an der Aufblockstation ablegt, wird die Orientierung des
Linsenrohlings während des Transportes nicht verändert, so daß dieser nach dem
Transport dem Prüfbild entsprechend ausgerichtet in der Aufblockstation aufgenommen
wird.
Die Erfindung wird nachfolgend unter Bezugnahme auf die Zeichnungen näher be
schrieben.
Fig. 1a ist die Vorderansicht einer Vorrichtung zum Ausrichten eines Linsenroh
lings,
Fig. 1b ist die Draufsicht der Vorrichtung von Fig. 1a,
Fig. 2 ist die Vorderansicht der Vorrichtung mit entferntem Gehäuse,
Fig. 3 ist die Draufsicht der Vorrichtung mit entferntem Gehäuse,
Fig. 4 ist ein Schema des zentralen Steuersystems,
Fig. 5 ist der Vertikalschnitt 5-5 aus Fig. 2,
Fig. 6a ist eine teilweise aufgebrochene Seitenaufrißansicht, die die Transport
vorrichtung für den Linsenrohling getrennt von der Gesamtvorrichtung
zeigt,
Fig. 6b ist eine detaillierte Draufsicht der Transportvorrichtung in Fig. 6a,
Fig. 6c ist eine Voraufrißansicht der in Fig. 6b gezeigten Vorrichtung.
Fig. 1 stellt eine Vorrichtung 2 zum Ausrichten eines Linsenrohlings dar. Diese Vorrich
tung 2 ist auf einer Auflage, wie der flachen Oberfläche eines Tisches, angeordnet und
kann von einem Anwender, falls gewünscht, sitzend betrieben werden. Ein Gehäuse 3
umgibt die Vorrichtung 2 und gibt der Vorrichtung 2 ein formschönes Aussehen. Eine
Anwenderschnittstelle ist in Form eines Tastaturblocks 13 vorgesehen, der mit geeigne
ten Steuerungen in der Vorrichtung 2 verbunden ist, um ein automatisches Aufblocken
eines Linsenrohlings 14 an einem zugehörigen Tragkörper 22 zu ermöglichen.
Wie am besten in den Fig. 1 bis 3 dargestellt ist, besteht die Vorrichtung 2 aus einem
Unterbau 1 mit, jeweils an dem Unterbau 1 gehalten, einem Sichtfeld 5 und einer Aus
richtstation 8, die eine aufwärts gerichtete, ringförmige Kante zum Halten oder Abstützen
des Linsenrohlings 14 hat, wobei über dem Sichtfeld 5 ein optischer Turm 4 angeordnet
ist, der dem Anwender ein projiziertes Prüfbild 6 präsentiert, das von dem Sichtfeld 5
erzeugt wird und dem eine Abbildung der Ausrichtstation 8 überlagert wird. Ferner ist
eine Einlegeeinrichtung 10 vorgesehen mit einer lösbaren Greifeinrichtung 12, der ge
steuert zwischen einer ersten Stelle X1 an der Ausrichtstation 8 und einer zweiten Stelle
X2 an einer Aufblockstation 16 bewegbar ist und ferner mit Einrichtungen versehen ist,
um den Linsenrohling 14 von der Ausrichtstation 8 abzuheben und ihn zur Aufblocksta
tion 16 zu transportieren. Die Aufblockstation 16 hat einen Halter 20 zum Halten des mit
dem Linsenrohling 14 zu verbindenden Tragkörpers 22 und einen Behälter 18 mit einem
Vorrat flüssigen Verbindungsmaterials, das zum lösbaren Befestigen des Linsenrohlings
14 an dem Tragkörper 22 dient. Der Behälter 18 enthält ein rohrähnliches, nach oben
offenes Element 17 mit einem Boden und vier Seitenwänden zur Aufnahme des
Verbindungsmaterials. Der Betrieb der Vorrichtung 2 wird von einer zentralen Steuerung
24 gesteuert, die an das Sichtfeld 5, die Einlegeeinrichtung 10 und an Unter-Steuersy
steme angeschlossen ist, die mit der Aufblockstation 16 verbunden sind.
Die in Fig. 4 dargestellte zentrale Steuerung 24 ist als Teil der Vorrichtung 2 innerhalb
des Gehäuses 3 untergebracht und für Dateneingabezwecke und Betriebssteuerungen
mit dem Tastaturblock 13 verbunden. Das System enthält eine zentrale Verarbeitungs
einheit, die in dem dargestellten Beispiel aus einem 286-CPU-Board 48 mit einer ROM-
Platte mit 1,44 Megabyte Speicherraum besteht, auf der das Programm für das automati
sche Aufblocken codiert ist. Das CPU-Board 48 enthält ferner ein 640 Kilobyte-RAM, das
mit der ROM-Platte durch ein Buswerk verbunden ist, so daß das ROM-Programm als
Teil einer Anlaufprozedur in das RAM geladen wird. Mit dem CPU-Board 48 sind ferner
serielle Ports 50 und 52 verbunden, die mit externen Datenquellen verbindbar sind. Zu
diesen Quellen gehört ein externer Leser, wie ein Strichcodeabtaster, der Auftragsnum
mern abtastet, die zum Beispiel auf die Aufbewahrungsschachtel der zu bearbeitenden
Linse gedruckt sein können. Ein Port ist mit einem Zentralcomputer verbindbar, in dem
eine Datenbank von einzelnen Auftragskarteien einschließlich den benötigten Vorga
beinformationen für jeden Auftrag gespeichert ist.
Die zentrale Steuerung 24 enthält ferner eine Eingabe/Ausgabe-Untersteuerung 54, die
mit einer Peripheriesteuerung 56 verbunden ist, um Peripherievorrichtungen 58 zu steu
ern, wie eine mit dem Behälter 18 verbundene Verbindungsmaterialheizung 60, einen mit
der Aufblockstation 16 verbundenen Achsenmotor 62, einen mit der Einlegeeinrichtung
10 verbundenen Antriebsmotor 64 zum Positionieren eines Läufers 76 und eine Reihe
von Magnetventilen 66, die jeweils einzeln getrennt aktivierbar sind, um luftbetätigten
Vorrichtungen wie Stellgliedern Druckluft zuzuführen, und ist zum Steuern des
Verbindungsmaterialflusses an der Aufblockstation 16 verantwortlich. Die zentrale
Steuerung 24 enthält ferner eine LCD-Untersteuerung 68 zur Anzeige des projizierten
Prüfbilds 6 in Übereinstimmung mit Daten, die die Eigenschaften des angezeigten Bildes
vorgeben, auf dem Sichtfeld 5. Der Tastaturblock 13, der hauptsächlich für den An
wender vorgesehen ist, um bestimmte Befehle durch Drücken von Tasten einzugeben,
um zum Beispiel einen Transport des Linsenrohlings 14 zur Aufblockstation 16 zu veran
lassen, gestattet es dem Anwender auch, Daten zu editieren oder manuell einzugeben,
die anderenfalls zum Beispiel von einem Zentralcomputer geladen oder durch Abtasten
eingegeben werden.
Unter Bezugnahme auf Fig. 5 und insbesondere auf die Details des optischen Turms 4
ist zu sehen, daß dieser das Sichtfeld 5 und einen Turmrahmen 26 enthält, der sich von
dem Unterbau 1 nach oben erstreckt und dessen oberer Rahmenteil von einem Gehäuse
28 abgedeckt ist, das den Turm 4 teilweise umgibt und eine Betrachtungsöffnung 30 hat,
die sich zur Vorderseite der Vorrichtung 2 öffnet. Die Betrachtungsöffnung 30 präsentiert
dem Anwender das in Fig. 1a gezeigte Bild, das die kombinierte Ansicht der Überlage
rung der Ausrichtstation 8 und des von dem Sichtfeld 5 erzeugten Prüfbildes ist, wie sie
zusammen durch ein Spiegel- und Linsenabbildungssystem abgebildet werden, das in
nerhalb des optischen Turms 4 untergebracht ist. Dieses optische System enthält ferner
eine Lichtquelle, vorzugsweise eine Halogenlampe 34, die innerhalb des Gehäuses 28
an der Oberseite des optischen Turms 4 angeordnet ist, und einen ersten Lichtumlenk
spiegel 36, der benachbart der Lampe 34 unter einem Winkel so geneigt ist, daß von der
Lampe 34 abgestrahltes Licht nach unten durch eine Fresnel-Linse 44 zum Sichtfeld 5
hin umgelenkt wird, das in dem Unterbau 1 unter ihm liegt. Unter dem Sichtfeld 5 und der
Ausrichtstation 8 ist eine Streuscheibe 37 angeordnet, auf der das projizierte Bild der
Linse und Sichtfeldgrafiken erzeugt werden und deren Oberfläche durch einen matten
MYLAR-Film gebildet ist. Der Umlenkspiegel 38 ist bezüglich des nach unten gerichteten
Lichtes unter einem Winkel angeordnet. Ein dritter Lichtumlenkspiegel 40 an der
Rückseite des Turms 4 reflektiert das von dem Umlenkspiegel 38 auf ihn geworfene Bild
zu einem Betrachtungsspiegel 42. Der Betrachtungsspiegel 42 ist an der Rückseite des
Turms 4 und in der Nähe des dritten Lichtumlenkspiegels 40 angeordnet, so daß er das
darauf geworfene Bild reflektiert, wodurch es in der Betrachtungsöffnung 30 für den
Anwender zu sehen ist. Das auf der Streuscheibe 37 erzeugte überlagerte Bild wird
durch eine zweite Fresnel-Linse 46 zwischen dem zweiten und dem dritten Umlenkspie
gel 38 und 40 auf den Betrachtungsspiegel 42 projiziert. Die Fresnel-Linse 46 ist eine
Vergrößerungslinse und erleichtert das Betrachten des Bildes.
Das Sichtfeld 5 ist eine lichtdurchlässige Flüssigkristallanzeige des Typs, der allgemein
bei hintergrundbeleuchteten Laptop-Computern zu finden ist und das von dem ersten
Lichtumlenkspiegel 36 nach unten umgelenkte Licht durchläßt. Das Bild wird zusammen
mit dem Linsenrohling 14 und verschiedenen Merkmalen auf der Streuscheibe 37 ab
gebildet. Das Flüssigkristall-Sichtfeld 5 ist durch eine Schutzglasplatte 7 abgedeckt, die
an dem Unterbau 1 abgestützt ist, und kann viele Formen haben, wobei es jedoch bei
der bevorzugten Ausführungsform ein VGA-Schirm mit 540 × 480 Pixel ist, der han
delsüblich ist.
In den Fig. 6a-6c sind die Details der Einlegeeinrichtung 10 zu sehen. Die Einrich
tung 10 hat zwei beabstandete, sich vertikal erstreckende Halterungen 72 für den Lin
senrohling 14, die an dem Unterbau 1 angeordnet sind, eine Führung 74, die eine Mittel
achse A hat und an ihren entgegengesetzten Enden innerhalb der Halterungen 72 ge
gen eine Bewegung gesichert ist, und einen Läufer 76, der längs der Führung 74 durch
eine Antriebseinrichtung 78 in die angegebene L-Richtung bewegt und durch eine
Schwenkeinrichtung 80 um die Achse der Führung 74 geschwenkt werden kann. Der
Läufer 76 steht nach vorne von der Führung 74 ab und trägt an seinem freien Ende 120
die vakuumbetätigte Greifeinrichtung 12, mit dem die Innenfläche 84 des Linsenrohlings
14 erfaßt werden kann. Der Läufer 76 enthält ein Anlenkteil 88, mit dem sowohl die
Drehbewegung um die Achse A als auch die Linearbewegung in der angegebenen L-
Richtung möglich ist. Zu diesem Zweck ist das Anlenkteil 88 an seiner Unterseite mit ei
nem Riemen 90 verbunden, der am einen Ende der Führung 74 um eine mit dem An
triebsmotor 64 verbundene Antriebsrolle 92 und am entgegengesetzten Ende der Füh
rung 74 um eine Umlenkrolle 96 gelegt ist, die drehbar an einer der Halterungen 72 an
gebracht ist. In der anderen Halterung 72 ist eine Öffnung 97 ausgebildet, die in der
Nähe des Antriebsmotors 64 angeordnet ist und es dem Riemen 90 erlaubt, zwischen
der Antriebsrolle 92 und der Umlenkrolle 96 zu verlaufen.
Die Drehbewegung des Läufers 76 wird durch die Schwenkeinrichtung 80 bewirkt, die
ein doppelt wirkendes Stellglied 104 und ein stangenförmiges Stellelement 98 enthält,
das im wesentlichen parallel zur Achse A der Führung 74 verläuft. Das Stellelement 98
wird mittels Endblöcken 100, die das Stellelement 98 an seinen entgegengesetzten En
den tragen, beabstandet und parallel zur Führung 74 gehalten. Einer der Endblöcke 100
enthält einen Hebel 102, der integral mit diesem verbunden ist und nach oben radial von
der Achse A absteht. Der Hebel 102 ist mit einem doppelt wirkenden Stellglied 104
verbunden, indem der Kolben 106 des Stellgliedes 104 an seinem freien Ende am Hebel
102 des angrenzenden Endblocks 100 an einer Stelle 108 angelenkt ist, während das
entgegengesetzte Ende des Stellglieds 104 an einem zweiten Drehpunkt 110 mit dem
Unterbau 1 verbunden ist. Druckluftleitungen sind durch Anschlüsse 112 und 114 mit
dem Stellglied 104 verbunden, wobei das Einleiten und das Einstellen der Druckluft in
die Anschlüsse 112 und 114 durch die Magnetventile 66 gesteuert wird, die in dem
Gestell angeordnet sind. Ein U-förmiger Ausschnitt 116 ist in der rückseitigen Fläche des
Anlenkteils 88 ausgebildet und so bemessen, daß er den Außendurchmesser des
Stellelements 98 aufnehmen kann. Der Läufer 76 kann durch diese Verbindung zu un
terschiedlichen Zeiten zwischen einer abgesenkten Position, die durch das Beaufschla
gen des Stellglieds 104 und den in eine ausgefahrene Position bewegten Kolben 106
bewirkt wird, und einer angehobenen Position, die durch Zurückziehen des Kolbens 106
bewirkt wird, durch das Einleiten von Druckluft in den Anschluß 114 bzw. 112 hin und her
geschwenkt werden.
Der Läufer 76 steht, wie dargestellt ist, so von der Führung 74 ab, daß die von ihm ge
tragene Greifeinrichtung 12 zum Erfassen der diesem gegenüberliegend angeordneten
Innenfläche 84 des Linsenrohlings 14 positioniert ist, wenn der Linsenrohling 14 in der
Ausrichtstation 8 positioniert ist. Die Greifeinrichtung 12 enthält für diesen Zweck einen
Kugelgelenkgreifer 122, der am freien Ende 120 des Läufers 76 angeordnet ist. Der
Sockel 124 des Greifers 122 ist in den Läufer 76 eingeschraubt und enthält einen Hohl
raum 126, der mit einem zwischen dem Hohlraum 126 und der äußeren Fläche des
Sockels 124 angeordneten Einlaß 128 in Verbindung ist. Entfernt vom Läufer 76 ist eine
Vakuumquelle (nicht gezeigt) vorgesehen, die durch eine zwischen dem Einlaß 128 und
der Vakuumquelle vorgesehene Vakuumleitung 73 mit dem Hohlraum 126 verbunden ist,
wobei eines der Magnetventile 66 die Leitung 73 öffnet oder schließt, um das an dem
Greifer 122 angelegte Vakuum zu steuern. Ringförmig um die abwärts gerichtete Öff
nung, die durch den Hohlraum 126 definiert ist, ist eine Gummidichtung 130 angeordnet,
die an einer dem Sockel 124 zugewandten Kugelfläche eines Kugelelements 132 an
liegt. Die Kugelfläche des Kugelelements 132 wird durch ein elastisches längliches Ele
ment 134, das zwischen dem Sockel 124 und dem Kugelelement 132 wirkt, mechanisch
in Verbindung mit der Gummidichtung 130 gehalten. Eine Durchgangsbohrung 136 ist in
dem Kugelelement 132 ausgebildet und stellt eine Verbindung zwischen der äußeren
Kugelfläche und einer konisch aufgeweiteten Öffnung 138 her, die am unteren Ende des
Kugelelements 132 ausgebildet ist. Das elastische Element 134 ist an seinem oberen
Ende am Sockel 124 befestigt, durch die Durchgangsbohrung 136 hindurch gespannt
und gegen eine Bewegung an seinem unteren Ende innerhalb der konisch auf
geweiteten Öffnung 138 des Kugelelements 132 gesichert. Es ist zu beachten, daß die
Befestigung des unteren Endes des elastischen Elements 134 innerhalb der konisch
aufgeweiteten Öffnung 138 die Einführung eines Vakuums durch die Öffnung 138 nicht
bemerkenswert einschränkt.
Um die Basis des Kugelelements 132 ist eine Lippendichtung 140 angeordnet, die zwi
schen dem Kugelelement 132 und der Innenfläche 84 des Linsenrohlings 14 derart wirkt,
daß eine Luftabdichtung gebildet ist, wenn der Läufer 76 abgesenkt wird und der Greifer
122 mit dem Linsenrohling 14 in Eingriff kommt, währenddessen ständig ein Vakuum
angelegt ist. Es ist ein Merkmal der Erfindung, daß die Position des Greifers 122 beim
Erfassen um einen vorgegebenen Betrag durch das längliche flexible Element 134 an
die Innenfläche 84 des Linsenrohlings 14 angepaßt werden kann, so daß das Ku
gelelement 132 während des Aufsetzens der Lippendichtung 140 auf die Innenfläche 84
des Linsenrohlings 14 relativ zum Sockelteil 124 neu ausgerichtet werden kann. Wenn
die Lippendichtung 140 an der Innenfläche 84 anliegt, dient das am Greifer 122 anlie
gende Vakuum nicht nur zum Halten des Linsenrohlings 14 an dem Greifer 122, sondern
durch die Zwischenschaltung der Ringdichtung 130, die an der oberen Kugelfläche des
Kugelelements 132 wirkt, ferner zum Arretieren des Kugelelements 132 relativ zum
Sockel 124.