DE445154C - Verfahren und Vorrichtung zum Aufbringen eines UEberzugs aus Walzenmasse auf die Oberflaeche von Farbwalzen - Google Patents
Verfahren und Vorrichtung zum Aufbringen eines UEberzugs aus Walzenmasse auf die Oberflaeche von FarbwalzenInfo
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Description
- Verfahren und Vorrichtung zum Au'flarin,gen eines Überzugs aus Walzenmasse auf die 0lexfiläche von :Farbwalzen. Die Erfindung betrifft ein Verfahren und eine Vorrichtung zum Aufbringen :eines überzugs aus Walzenmasse auf die Oberfläche von Farbwalzen.
- Die aus der üblichen Walzenmasse bestehenden Farbwalzen von Druökmascliinen müssen oft erneuert werden, weil ihre Oberfläche verhältnismäßig schnell unbrauchbar wird. Falls die Walze überhitzt wird, zerfällt sie sogar. Walzen aus Weichgummimasse sind bereits vorgeschlagen und haben den Vorteil, daß sie im Gegensatz zu den üblichen Massewalzen sich nicht bei Änderung der atmosphärischen Verhältnisse ausdehnen und zusammenziehen; sie sind aber doch nicht befriedigend, weil ihre Oberfläche die Druckfarbe nicht so gut annimmt wie die übliche Walzenmasse. Daher benutzt man die Gummiwalzen nur als Farbverteilungswalzen und nicht als eigentliche Farbauftragswalzen.
- Der Erfinder hat festgestellt, daß Weichgummiwalzen mit einem dünnen Überzuge aus der üblichen Walzenmasse nicht nur frei von Ausdehnung und Zusammenziehung sind, sondern auch dieselbe gute Farbaufnahmefähigkeit wie Massewalzen haben, so daß sie mit Vorteil sowohl als Farbauftragwalzen wie als Verteilerwalzen benutzbar sind.. Es hat sich auch gezeigt, daß, wenn die Masseoberfläche von solchen Gummiwalzen unbrauchbar geworden ist, sie sehr billig erneuert werden kann.
- Durch das neue Verfahren kann man auch alte Massewalzen mit einer neuen Oberfläche versehen und sie ebeiisogut wie Walzen verwenden, deren ganzer Körper aus Walzenmasse in der üblichen Art erneuert worden ist. Ebenso können alte Massewalzen, die einen Gewebeüberzug erhalten haben, auf diesem mit einem Masseüberzug versehen werden.
- Eine andere Art von Farbauftragwalzen, für die das neue Verfahren brauchbar ist, besteht aus einem Kern aus vulkanisiertem Öl mit einer Außenhaut von vulkanisiertem Gummi. Eine solche ZValze .hat viele von den Vorteilen einer Massewalze. Versieht man sie mit einer dünnen Haut von üblicher Walzenmasse, so hat sie alle Eigenschaften einer Massewalze und kann als Farbwalze für Druckpressen verwendet werden.
- Die Erfindung bezweckt, Weichgummiwalzen und ähnliche Walzen mit Walzenmasse so zu behandeln, -daß sie völlig geeignet zu Farbwalzen in Druckmaschinen für hochwertige Druckarbeit werden, und dabei die Möglichkeit zu schaffen, die Oberflächen solcher Walzen von Zeit zu Zeit billig zu er-.rseuern. Auch wird bezweckt, die Oberflächen von abgenützten Massewalzen oder ähnlichen, mit-- Stoff bespannten Walzen so zu behandeln, daß sie eine völlig neue, aus Walzenmasse bestehende Oberfläche erhalten, die das Einfärben ebensogut bewirkt wie Walzen, deren Masse ganz erneuert worden ist.
- Bei früheren Versuchen zum Versehen von Weichgummiwalzen und Massewalzen mit einem Überzug aus Walzenmasse wurde der Überzug aus -\Ualzenmasse stets durch Umgießen in der Gießform hergestellt und hatte daher entsprechend große Dicke. Nach der Erfindung wird die Walzenmasse über die Walze in erhitztem flüssigen Zustande gerieselt, und zwar so, daß nur eine sehr dünne Massehaut daran verbleibt, die aber genau so gut wie eine dicke Schicht wirkt. Dadurch spart man erheblich an Masse für die Erneue rung, was bei Druckereien mit vielen Maschinen sehr wesentlich ist, da bei dem neuen Verfahren nur ein sehr geringer Verbrauch an Masse eintritt. Ferner kommen teure Gießformen in Fortfall, da man nur eine sehr einfache Vorrichtung braucht, um die Walze mit der heißflüssigen Masse zu überrieseln und diese abtropfen zu lassen.
- In der Zeichnung stellen dar: Abb. i eine Seitenansicht einer Herstellungsvorrichtung, Abb. ia die Stirnansicht zu Abb. i, Abb. 2 einen Längsschnitt einer erfindungsgemäß behandelten Gummiwalze, Abb.3 einen Längsschnitt einer entsprechend behandelten Massewalze und Abb. ¢ einen Längsschnitt einer ebenso behandelten Massewalze mit Gewebebezug.
- Der Maschinenrahmen i ruht auf Füßen 2 und trägt an einem Ende Stützen 3, die durch Querbalken q. verbunden sind. An diesen ist durch Bolzen 5 und Flügelmuttern 6 eine Mittelstütze 7 einstellbar befestigt, durch deren Schlitz 8 die Bolzen 5 ragen, so daß die Stützhöhe regelbar ist. Die Stütze 7 trägt oben ein Lager 9 für das eine Ende der Welle io einer Walze 12. Das andere Ende der Welle io ruht in einem Lager i i, das von einem Stützglied 12 vorragt, das mit dem Rahmen i durch Bolzen 9' verbunden ist. Diese ragen durch den wagerechten Steg der vorzugsweise aus Winkeleisen hergestellten Seitenteile des Rahmens. Der Steg jedes Seitenteils hat eine Reihe nicht gezeichneter Öffnungen, mittels deren das Lager i i, je nach der Walzenlänge, gegen die Stütze 7 verstellbar ist. Ein Trog 13 hängt in Bügeln 1 ¢ an den Seitenteilen des Rahmens 2 und der oberen Querschiene. Die Lager 9 und i i sind in der Höhe so angeordnet, daß die Walze R schräg liegt. Diese wird durch eine Kurbei 15 gedreht, die mit Schraube 16 auf das Oberende der Welle io geklemmt wird.
- Die verwendete Walzenmasse ist eine beliebige bekannte.
- Die Hauptbestandteile der Masse sind Leite, Melasse, Glycerin und venezianisches Terpentin, z. B. ¢ kg Leim auf 91 bester ungeklärter Melasse, o,51 Glycerin und o,o61 venezianisches Terpentin.
- Diese Mischung wird in heißflüssigem Zustande über die Walze R aus einem Behälter 17 gerieselt, der eine gewöhnliche Kanne mit Schnabel 18 sein kann. Während des Gießens wird die Walze R langsam gedreht und die Kanne 17 allmählich längs der Walze bewegt, so daß deren ganze Oberfläche mit der Masse bedeckt wird. Der größere Teil der aufgegossenen Masse tropft von der Walze in den Trog 13 und fließt von da in ein Gefäß 19 am Unterende des Troges. Von dort kann die Masse zum Schmelzgefäß zurückgeführt werden. Nachdem die ganze Oberfläche der Walze R so behandelt ist, wird die Walze aus dem Gestell genommen und in einem anderen Gestell senkrecht oder möglichst senkrecht aufgestellt. In dieser Lage läßt man die auf der Walze R sittengebliebene Masse trocknen.
- Durch diese Behandlung erhält die Walzenoberfläche eine sehr dünne Massehaut, gleichviel, ob es sich um eine Gummiwalze, eine nackte oder stoffbezogene Massewalze handelt.
- Zwecks Beziehens einer Massewalze mit Gewebe kann man gewöhnliches rauhes Gewebe als Streifen schraubenförmig um die Walze wickeln oder einen Stoffschlauch über die Walze ziehen usw.
- Abb. 2 zeigt eine Weichgummiwalze 20 mit Massehaut 21. Nach Abb.3 ist eine Massewalze 22 unmittelbar mit einer Massehaut 21 versehen. Gemäß Abb. ¢ hat eine Massewalze 23 einen Stoffbezug 24. und darauf eine dünne Massehaut 21. Die Zeichnung zeigt die Dicke der Haut übertrieben. Die Stärke der nach dem Ablaufen auf der Walze verbleibenden Massehaut ist im Vergleich zum Durchmesser der Walze sehr gering; eine Stärke von o" mm reicht völlig aus. Die Dicke der Haut hängt aber etwas von der Temperatur der Angießmasse im Augenblick der Verwendung usw. ab. Die Masse sollte jedoch so stark erhitzt werden, daß der Hauptteil frei von der Walze abfließt und nur ein verhältnismäßig dünner Masseüberzug auf der Walze bleibt.
- `Die Enden der Walzen sind verjüngt, um zu verhüten, daß sich dort Masse als Verdickung ansammelt, die nachteilig wirken könnte.
- Je nach dem Wetter kann es erwünscht sein, die Walze vor dem Angießen vorzuwärmen, um ein Abschrecken der Angußmasse ztl verhindern und ein ausreichendes Ablaufen zu ermöglichen.
- Nach Abnutzung der Massehaut kann sie leicht erneuert werden, indem man die Walze in einem heißen Wasserbad behandelt, worauf ein neuer Überzug in der beschriebenen Art aufgebracht werden kann.
- Dieses Verfahren hat auch den Vorteil, daß die Oberfläche der Walze stets aus frischer Masse bestehen kann, da die Haut billig aus frischer Masse herstellbar ist, während es bisher zwecks Erneuerns alter Massewalzen üblich ist, dieselbe Masse immer und immer wieder zu verwenden.
Claims (3)
- PATENTANSPRÜCHE: i. Verfahren zum Aufbringen eines L7berzugs aus -\Valzenmasse auf die Oberfläche von Farbwalzen, dadurch gekennzeichnet, daß auf die Oberfläche der langsam sich drehenden Walze geschmolzene Walzenmasse aufgegossen wird, von der ein Teil als sehr dünner Überzug auf der Walze verbleibt.
- 2. Verfahren 'nach Anspruch i, dadurch gekennzeichnet, daß der Überzug bei Schräglage der @.Valze aufgebracht wird.
- 3. Vorrichtung zur Ausführung des-Verfahrens nach Anspruch i und 2, bestehend aus einem Rahmen, in dem die Farbwalze drehbar gelagert, ist, dadurch gekennzeichnet, daß die Lager für die Walze so angeordnet sind, daß sie diese in Schräglage halten, um ein Längsablaufen der Masse von der Walze zu ermöglichen, und so verstellbar sind, daß Walzen verschiedener Länge bequem eingesetzt und herausgenommen werden können.
Priority Applications (1)
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| DED46863D DE445154C (de) | Verfahren und Vorrichtung zum Aufbringen eines UEberzugs aus Walzenmasse auf die Oberflaeche von Farbwalzen |
Applications Claiming Priority (1)
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| DED46863D DE445154C (de) | Verfahren und Vorrichtung zum Aufbringen eines UEberzugs aus Walzenmasse auf die Oberflaeche von Farbwalzen |
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| DE445154C true DE445154C (de) | 1927-06-04 |
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| DED46863D Expired DE445154C (de) | Verfahren und Vorrichtung zum Aufbringen eines UEberzugs aus Walzenmasse auf die Oberflaeche von Farbwalzen |
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