Orts- und Richtungsanzeiger für Fahrzeuge. Es ist bekannt, in Fahrzeuge
eine Ortsanzeigevorrichtung einzubauen, bei welcher eine Streckenkarte entsprechend
der Fortbewegung des Fahrzeuges im Schaubereich des Fahrzeugführers sich abwickelt
und jeweils der befahrene Ort auf der Streckenkarte sichtbar ist. Auch ist es bekannt,
in solchen Vorrichtungen gleichzeitig eine Kompaßrose in den Sehbereich des Führers
zu projizieren und ein Anzeigemittel, Zeiger o. dgl., über dem Kompaß anzuordnen,
das stets anzeigt, nach welcher Himmelsrichtung man fährt. Ob diese Richtung aber
an Wegabzweigungen .die richtige ist, kann nur durch eine besondere Angabe der Himmelsrichtung
festgestellt werden, die an den Abzweigstehen gefahren werden soll.
Die Erfindung betrifft eine Orts- und Richtungsanzeigevorrichtung,
bei welcher die projizierte Kompaßnadel an allen Abzweigstellen einem Zeiger so
gegenübergestellt wird, daß .die richtige Fahrtrichtung ohne Bestimmung der gefahrenen
Himmelsrichtung ohne weiteres erkannt werden kann. Die Vorrichtung besteht darin,
aß in die Streckenkarte an Abzweigstellen die Windrose eingezeichnet ist, -und zwar
mit einem Zeiger, welcher die Stellung oder Magnetnadel angibt, welche .dieselbe
bei richtiger Fahrtrichtung des Fahrzeuges an der betreffenden Stelle einnehmen
muß, und ferner darin, daß die Windrose eines Kompasses so auf dlie Streckenkarte
projiziert wird, daß sie sich mit den in diese eingezeichneten Winfdrosenbildern
jeweils deckt. Decken sich dabei auch der eingezeichnete Zeiger und die projizierte
Magnetnadel, so fährt das Fahrzeug richtig; decken sie sich nicht, so muß mit dem
Fahrzeug an der betreffenden Stelle so gewendet oder die Richtung geändert werden,
bis sie sich decken. Auf der Zeichnung ist ein Ausführungsbeispiel der Erfindung
dargestellt, und zwar zeigt: Abb. i .die Einrichtung in Seitenansicht, Abb. 2 die
Fensterstelle in Draufsicht, Abb. 3 eine beispielsweise Falschfahrtanzeige in Draufsicht,
Abb. q. .die Einrichtung von vorn mit aufgeschnittenem Gehäuse, Abb. 5 eine Einzelheit
im Schnitt.
In einem allseits geschlossenen Gehäuse 2o (Abb. i), von welchem eine
Seitenwand zum Einsetzen der Streckenkarte auf die Spule aufklappbar ist, ist in
einem für sich abgeteilten Raum H-T-K-L ein für das Fahrzeug und diese Anbringungsstelle
genau kompensierter Fluidkompaß i fest eingebaut, dessen Windrose mit der Nade128
drehbar ist .und von rückwärts .durch eine Lampe 29 beleuchtet wird. Der Teil H-T-K-L
des Gehäuses ist für sich abgeschlossen, der übrige Teil des Gehäuses mit oder Abwicklungsvorrichtung
wird auf den Teil H-I-K-L aufgesetzt. Der Kompaß i ist in seinem Behälter um Zapfen
schwingend aufgehängt, .damit er sich stets wagerecht einstellt, die Lampe 29 hingegen
ist fest angeordnet. An geeigneter Stelle der schrägen Vorderwand hat das Gehäuse
ein Glasfenster 3 mit einem Glasdeckel q.. Ein Spiegel 2 ist so im Gehäuse angeordnet,
@daß er das Bild der Kompaßnadel 28 auf das Glasfenster 3 projiziert, wo es durch
den Glasdeckel q. sichtbar ist. Der Streckenstreifen 21 besteht aus durchsichtigem
oder d'urchsche'inendem Werkstoff und ist, ähnlich, wie ;es bei Filmbändern üblich
ist, längs der Seitenränder mit Lochungen versehen und über Zahnrollen 6 und 9 sowie
12 und 15 von der Abwicklungsspule 5 nach der Aufwicklungsspule i9 geführt. 7, 8,
10, Il, 13, 1q., 16, 17 und i8 sind Führungsrollen.
Zahnräder 2.1.,
25 und 23 bewirken die Übertragung der Antriebsbewegung des Haupttriebes 22 auf
die Fortschalträder 6, 9, 12, 15. Zwischen den Zahnrädern 9 und 12,
die mit
Führungswalzen versehen sind, ist die Streckenkarte 2i über das Glas des Fensters
3 geführt, auf welches die Kompaßrose projiziert wird. Die Welle des Haupttriebes
22 hat eine Klaue 30, an welcher die Welle mittels einer Übersteckhülse oder auf
andere bekannte Weise mit der biegsamen Welle verbunden und gekuppelt werden kann,
die in bekannter Weise nach einem Rade .des Fahrzeuges oder nach der Triebwelle
desselben führt und,die Fortbewegung des Fahrzeuges in bestimmtem Verhältnis auf
die Fortschaltung des Streckenstreifens 21 überträgt. Durch Anordnung mehrerer Triebwellen
22, von denen jede in einem anderen Übersetzungsverhältnis in den Trieb 23 eingreift,
kann nie biegsame Welle jeweils dort aufgesteckt werden, wo es der Maßstab der eingesetzten
Streckenkarte erfordert. An dem Trieb 25 und ebenso an dem Trieb 2q. ist eine nach
außen dringende Büchse 32 vorgesehen. Der Zapfen 31 (Abb. 5) eines Handrades 26
ist in die Bohrung einer Büchse 32 einbesetzt und darin an einem Stift längsverschiebbar.
Das Handrad hat eine Büchse und eine Feder 33. Durch Eindrücken des Handrades 26
entgegen der Federwirkung wird der Zapfen 31 des Handrades mit einer Kerbe 34 der
Büchse 32 gekuppelt, so daß der Trieb 25 oder 24 von Hand nachgestellt werden kann,
falls die sichtbare Stelle des Streckenstreifens einmal nicht genau mit dem jeweiligen
wirklichen Standort des Fahrzeuges übereinstimmt. Eine am Glasdeckel q. angedeutete
Zeigerlinie 27 (Abb. d.) gibt in an sich bekannter Weise die Stelle auf der Streckenkarte
an, an welcher sich das Fahrzeug jeweils befindet oder befinden sollte. Die Führung
des Streckenstreifens 21 über dem Glasfenster 3 geschieht so, daß die -Mittellinie
.v--v (Abb. z) des Streifens stetig durch den projizierten Mittelpunkt der Kompaßrose
37 und der Kompaßnade128 verläuft. In dieser Mittellinie x-x des Streifens befindet
sich auch jeweils der Mittelpunkt des in den Streifen eingezeichneten, mit >einem
Zeiger 36 versehenen Windrosenbildes 3-5, so daß sich, wenn das Fahrzeug die Stelle
durchfährt, welche dem Mittelpunkt Ader eingezeichneten Nadelstellung auf der Karte
entspricht, das projizierte Bild der Kompaßnade128 mit dein eingezeichneten Zeiger
36 des Rosenbildes 35 völlig decken muß, wie in Abb. 2 angedeutet ist. Die Himmelsrichtung,
nach welcher das Fahrzeug fährt, ist durch die Mittellinie x-x des Streifens erkennbar,
welche bei richtiger Anbringung .der Vorrichtung parallel zur Längsachse des Fahrzeuges
liegt. Das in Abb. 3 dargestellte Bild würde, wenn es im Glasfenster so erscheint,
dem Fahrer -sofort andeuten, daß er eine falsche Richtung fährt. Die projizierte
Kornpaßnadel 28 zeigt hier die Nordrichtung rechtsseitig der Fahrtrichtung x-x,
während sie nach dem eingezeichneten Zeiger 36 sich linksseitig befinden sollte.
Der Fahrer muß also nach links in die Straße a einbiegen und die Straße a1 (Abb.
2), in die er geraten ist, rechts liegen lassen und die Straße a weiterfahren.