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Verfahren und Einrichtung zum Konservieren von Früchten. Die Priorität
der Anmeldungen in den Vereinigten Staaten von Amerika vom 16. November, 26. November
192t, 13. Januar, 15. Februar, $. März, t. August und 27. September'I922
ist
in Anspruch genommen. Gegenstand der Erfindung ist ein Verfahren zum Konservieren
von Früchten durch Überziehen mit Paraffin oder einer ähnlichen wachsartigen Masse
sowie eine Einrichtung zur Ausführung :dieses Verfahrens. Es ist bereits vorgeschlagen
worden, Überzugsmassen der genannten Art zum Zwecke der Konservierung in der Weise
auf ,die Früchte aufzubringen, daß man diese in die, sei es durch Lösung, sei es
durch Schmel`ztuig, in die flüssige Form gebrachte Masse eintauchte oder .sie mit
der flüssigen Überzügsmasse anstrich. In allen diesen Fällen bildete die Schutzmasse
einen verhältnismäßig sehr dicken Überzüg, der einerseits das gute Aussehen der
behandelten Früchte sehr beeinträchtigte, vor allen Dingen aber die erstrebte Wirkung,
nämlich die Früchte ohne Schädigung des guten Geschmacks, des Aromas und ihrer sonstigen
für den Verkauf wertvollen Eigenschaften längere Zeit haltbar zu machen, vereitelte.
Keiner der erwähnten Vorschläge hat deshalb auch bisher eine erhebliche praktische
Bedeutung gewonnen.
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Das den Gegenstand .der Erfindung bildende Konservierungsverfahren
beruht ebenfalls darauf, daß man die Früchte mit einem Überzuge aus Paraffin o.
dgl. versieht. Es unterscheidet sich von den bekannten Verfahren aber wesentlich
dadurch, daß das Überzugsmittel in sehr geringer Menge, höchstens etwa 15
o g auf je ioo kg Früchte, zur Anwendung kommt und daß das Aufbringen durch intensives
Bürsten, Reiben o. dgl., zweckmäßig auf maschinellem Wege, derartig erfolgt, daß
die Schutzmasse zu einem hauchartig dünnen, aber zusammenhängenden und dicht an
den Früchten haftenden Überzuge verteilt wird. Durch diese Art der Behandlung wird
erreicht, daß sich die Früchte lange Zeit sowohl in bezug auf das gute Aussehen
wie auch auf ihre Geschmackseigenschaften unverändert halten, was darauf zurückzuführen
sein dürfte, daß der in , der angedeuteten Weise hergestellte außerordentlich dünne
Überzug ähnlich :der natürlichen Wachsschicht gewisser Früchte wohl die übermäßige
Verdunstung der in den Früchten enthaltenen Feuchtigkeit hintanhält und das Eindringen
fäulniserregender oder sonstwie schädlicher Kleinlebewesen verhindert, nicht aber
die natürliche Atmung der Früchte, die für ihre Gesunderhaltung sowie für die Bewahrung
ihrer sonstigen für den Verkauf wertvollen Eigenschaften maßgebend ist.
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In der Zeichnung ist die Erfindung in mehreren zu ihrer Ausführung
bestimmten Einrichtungen beispielsweise veranschaulicht, und zwar ist.
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Abb. i eine .mehr schematisch gehaltene Seitenansicht einer Ausführungsform
der betreffenden Einrichtung, die in Ab:b. 2 in Ansicht von oben .dargestellt ist,
während die Abb. 3 und ¢ eine weitere Ausführungsmöglichkeit der Einrichtung veranschaulichen.
Bei .der in Abb. i und 2 dargestellten Ausführungsform ist mit io allgemein ,die
Vorrichtung zum Bürsten oder Polieren der Früchte bezeichnet. Die hier dargestellte
besondere Vorrichtung entspricht der in der Fruchtverpackungsindustrie unter dem
Namen Stebler-Parker bekannten Maschine. Bei i i ist eine Trockenvorrichtung angedeutet.
Diese Vorrichtung ist von der Art, wie sie bei .den in den Fruchtpackhäus.ern üblichen
Maschinenanlagen vor den Poliertn:aschinen eingeschaltet wird.
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Bisher gelangten in derartigen Anlagen die Apfelsinen o. dgl., nachdem
sie in Wasser gewaschen und dann in der Trockenvorrichtung getrocknet waren, ohne
weitere Behandlung
unmittelbar in die Poliervorrichtung. Bei der
praktischen Ausführung der vorliegenden Erfindung ist eine Vorrichtung vorgesehen,
die den zu behandelnden Früchten die Überzugsmasse in halbflüssiger oder breiiger
Form so zuführt, daß die Bürsten oder Walzen der Poliervorrichtung die Überzugsmässe
auf den Früchten, wenn sie über diese weggehen, _ in geeigneter Menge ausbreiten
können. Die Zuführungsvorrichtung für die Überzugsmasse besteht im vorliegenden
Falle aus -einem Bande 12 -aus nachgiebigem, vorzugsweise aufsaugfähigem Material
beispielsweise schwerem Gewebe, .das ,auf einem schrägen Brett 13 befestigt ist.
Dies Brett deckt die Antriebszahnräder 14 für die Polierwalzen 15
und bildet
eine Brücke, über die die Früchte F, beispielsweise Apfelsinen, nachdem sie das
endlose Förderband 16 verlassen haben, auf ihrem Wege von der Trockenvorrichtung
zu der Bürstvorrichtung herabrollen. Von der Überzugsmasse wird ein gewisser Betrag
von Hand oder in anderer Weise auf dem Bande 12 ausgebreitet, wodurch die Masse
hier festgehalten wird. Eine geringe !-lenge davon teilt sich aber jeder Frucht
mit, wenn sie über das Band der Bürstvorrichtung -zurollt. Diese geringe Menge überzugsmasse
wird dann durch die nachgiebigen Borsten der Polierwalzen über .die ganze Oberfläche
der Frucht verrieben, wenn diese die Walzen entlang wandert. Ein etwaiger Über schuß
über die Menge,-die zur Erzielung eines gehörigen t%erzuges erforderlich ist, wird
-durch die Wirkung der Bürsten entfernt.
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Um zu erreichen, daß die Apfelsinen sich rundum in allen Richtungen
drehen, wenn sie durch die Poliervorrichtung wandern, und auf diese Weise eine gründliche
und gleichförmige Verteilung der Überzugsmasse über die Frucht zu erzielen, ist
dafür gesorgt, daß die Oberseiten der Früchte, wenn sie die Polierwalzen entlang
wandern, in nachgiebiger Weise gehalten und dadurch in der gewünschten Weise gedreht
werden. Bei ,der in der Zeichnung dargestellten Vorrichtung laufen flie parallel
gelagerten Walzen 15 sämtlich in der in Abb.2 durch den Pfeil angedeuteten allgemeinen
Richtung um. Längs einer Kante ist an der Seitenwand 18 der Poliervorrichtung eine
biegsame, beispielsweise aus einem Gewebestreifen bestehende Decke 17 o. dgl. derart
befestigt, daß sie einen wesentlichen Teil der Polierwalzen übergreift. Durch die
Drehung der Walzen, die das Bestreben haben, die Decke in der Richtung des Pfeiles
zu bewegen, wird die Decke über die Walzen und die auf diesen unter der Decke sich
längs der Walzen bewegenden Früchte ausgeirreitet gehalten. Dadurch wird eine Reib-oder
Bremswirkung auf die Oberseiten der Früchte hervorgerufen, die erforderlich ist,
um ein Rollen der Früchte sowohl quer als auch in der Längsrichtung zu der Poliervorrichtung
herbeizuführen. Diese Rollen in Verbindung mit der bürstenden oder reibenden Wirkung
Ader Walzen und der Decke hat die gründliche Verteilung der Überzugsmasse auf den
Früchten zur Folge.
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Die Neigung der Polierwalzen nach der Austragstelle zu kann etwa 4o
bis 8o cm auf i in Länge betragen. Um die beste Überzugswirkung zu erzielen, ist
es nötig, die Umfangsgeschwindigkeit der Walzen auf bestimmter Höhe zu halten. Bei
Benutzung eines halbflüssigen oder breiartigen Gemisches, das aus ungefähr 6o Raumteilen
Paraffin und 40_ Raumteilen eines geeigneten Lösungsmittels besteht und das bei
Temperaturei über 22° C zur Verwendung geeignet ist, sowie bei Anwendung von Polierwalzen,
die einen Durchmesser von etwa 2o cm besitzen, soll die Umdrehungszahl der Walzen
etwa 135 in der Minute betragen. Bei dieser Geschwindigkeit wind auf der
Frucht ein dünner, zusammenhängender Paraffinüberzug von der richtigen Beschaffenheit
erzielt und etwa im Überschuß vorhandene Masse durch die Bürsten entfernt.
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Das Waschen der Früchte mit `'Nasser braucht der Behandlung mit der
Schutzmasse nicht unbedingt voranzugehen. Es kann vielmehr von einem Waschen mit
Wasser in vielen Fällen vorteilhafterweise abgesehen werden. Zweckmäßig wird Wasser
wegen der Infektionsgefahr der Früchte mit Schimmelpilzen überhaupt nicht benutzt.
Sind die Früchte lediglich staubig und weisen sie keine zäh anhaftenden Fremdstoffe,
wie Schuppen oder ölige Ruß- oder Rauchniederschläge, auf, so genügtes, die Früchte
vor der Anwendung der Schutzmasse mit trockenen Bürsten gründlich zu reiben oder
abzubürsten. Wenn dagegen die Früchte mit Schuppen o. dgl. behaftet sind, erfolgt
die Reinigung am besten durch Abwaschen mit einem nichtwäßrigen Mittel, beispielsweise
einem leichten Mineralöl, z. B. Kerosen, das lösend auf die Schuppen usw. wirkt.
Gew ünschtenfalls kann das Waschmittel auch andere in ihm gelöste oder mit der nichtwäßrigen
Flüssigkeit bzw. dem Lösungsmittel gemischte Bestandteile enthalten. So bietet das
Vorhandensein eines geringen Prozentsatzes Paraffin, beispielsweise von io Prozent,
in dem Reinigungsmittel in gewissen Fällen besondere Vorteile.
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Zur näheren Erläuterung der Ausführungsform der Erfindung, gemäß welcher
die zu überziehende Frucht ohne Verwendung von Wasser gereinigt wird, sei das Verfahren
unter Bezugnahme auf die Abb. 3 und 4 der Zeichnungen erläutert. Die Früchte werden
unmittelbar,
nachdem sie aus, den Obstgärten in die Behandlungsanlage gelangt sind, durch ein
Förderband 2o der Reinigungseinrichtung zugeführt, die als Ganzes mit 21 bezeichnet
ist. Die Einrichtung 2i enthält einen Bürstenwalzenapparat, der in an sich bekannter
Weise aus mehreren parallelen, schwach geneigten Bürstenwalzen 22 besteht, die derart
paarweise zusammenarbeiten, daß eine oder mehrere Laufbahnen entstehen, längs .deren
die Früchte F dem unteren oder Austragende des Apparates zu wandern können. Im vorliegenden
Falle ist ein Polierapparat mit nur zwei eine einzige-Laufbahn bildenden Walzen
dargestellt. Es können natürlich auch Bürstenwalzen in beliebiger Zahl verwendet
werden, um die gewünschte-Leistungsfähigkeit des Apparates zu erreichen. Die Biirstenwalzen
sind mit einem sie einschließenden Deckel oder Gehäuse 23 versehen, .das unterhalb
der Walzen einen trichterförmigen Teil 24 aufweist, indem der Staub und andere von
.den Früchten abgebürstete Fremdkörper sich sammeln, und aus dem sie durch ein Gebläse
25 abgesaugt und durch eine Leitung 26 einer geeigneten AblegestelIe zugetrieben
werden. Beide Bürstenwalzen- werden durch einen geeigneten Mechanismus 27 in derselben
Richtung, das heißt also entweder beide im Sinne des Uhrzeigers oder beide im entgegengesetzten
Sinne, angetrieben. Die Früchte rollen, wenn sie das Förderband 20 verlassen, auf
der Schurre 28 herab und treten in das Gehäuse 23 ein, indem sie eine nachgiebige
Tür oder Klappe 29 aus Segeltuch o. dgl. beiseite schieben. Eine ähnliche Klappe
30 ist am Austragende vorgesehen.
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Die Bürstfläohen der Walze-22 sind mit Furchen und Rippen versehen,
die in Schraubenlinien verlaufen, ihre Drehrichtung ist eine solche, daß die Schraubengänge
dazu beitragen, die Früchte vom oberen Ende der Walzen nach dem unteren Ende zu
fördern. Um nach Wunsch eine niehtwäßrige Flüssigkeit oder ein halbflüssiges Mittel
zur Unterstützung der Reinigung der Früchte auf die Bürstenwalzen aufbringen zu
können, ist eine besondere Vorrichtung getroffen, die, aus einer kurzen Auftragwalze
31 besteht, die auf einer in Böcken 35 gelagerten Welle 32 sitzt. Die Böcke 33 sind
in senkrechter Richtung gegenüber den Seitenwänden eines Behälters 34 einstellbar,
der zur Aufnahme des nichtwäßrigen Reinigungsmittels dient. Eine nach Art einer
Schiffsschraube o. 4g1. ausgebildete Rührvorrichtung 35 kann am Boden des Behälters
34 vorgesehen sein, um den Inhalt in gut durchgerührtem Zustande erhalten zu können.
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Die Früchte können beim Durchgang durch die Reinigungseinrichtung
21 je nach der Art und Menge des 'an ihnen anhaftenden Schmutzes auf zweierlei Art
und Weise behandelt werden. Sind die Früchte nur staubig und verhältnismäßig frei
von Schuppen und öligen Bestandteilen o. dgl., so genügt es, sie gründlich trocken
abzubürsten. Wenn die Bürstflächen der Walze 22 mittelmäßig starr sind, wie es der
Fall ist, wenn die Bürsten aus im wesentlichen. gleichen Teilen von Roßhaar und
Tampicofaser bestehen, so kann das erforderliche trockene Abstauben der Früchte
sehr leicht ohne Beschädigung der letzteren erreicht werden. In diesem Falle wird
die Auftragwalze 31 gesenkt, so daß sie mit den Bürstenwalzen 22 nicht in Eingriff
tritt, die Vorrichtung also leer läuft. Sind die Früchte aber sehr schuppig oder
schmierig oder beides, so kann eine gehörige Reinigung durch bloßes trocknes Abbürsten:
nicht erreicht werden. In diesem Falle wird die Auftragbürste angehoben, so daß
sie mit dem glatten ersten Abschnitt 36 einer oder mehrerer der Bürstenwalzen in
Berührung kommt und auf diese Weise von den Bürstenwalzen angetrieben wird. Die
Auftragwalze 31 taucht in das nichtwäßrige Reinigungsmittel und überträgt beim Umlaufen
dieses Mittel auf die Bürstenwalzen in einer Menge, die :durch Einstellung des Drucks,
mit dem die Auftragwalze 3 i an dem Walzenabschnitt 36 anliegt, überwacht werden
kann. Häufig ist eine ziemlich lange Zeit erforderlich, bevor das Lösungsmittel
seine ablösende oder lösende Wirkung in befriedigender Weise ausübt. Es ist deshalb
dafür gesorgt, daß die lösende Wirkung auf jeden Fall mit Sicherheit erreicht wird.
Zu diesem Zwecke ist ein mit 37 bezeichnetes Förderband vorgesehen, auf das die
Früchte, wenn sie die Einrichtung 21 -durch den Ausgang 30 verlassen, abgelegt
werden. Das Band 37 verläuft in einer im wesentlichen geschlossenen Bahn und stellt
eine Art Verzögerungseinrichtung dar. Das Band liefert die Früchte schließlich an
eine dritte, mit 38 bezeichnete Vorrichtung ab. Die Zeit, während welcher die Früchte
auf ihrem Wege nach der Vorrichtung 38 ruhig auf dem Förderbande 37 liegen, kann
entsprechend der Länge der Zeit wechseln, die nötig ist, um bei einem gegebenen
Posten Früchte die anhaftenden Schuppen, klebrigen Schmutz u. dgl. gründlich zu
lösen. Diese Zeit kann beispielsweise 5 oder io Minuten betragen . Im alloemeinen
ist er die Einrichtung 38 bildende Apparat in vielen Beziehungen ähnlich dem der
Einrichtung 2i ausgebildet. In ihm finden eine beliebige Anzahl Bürstenwalzen, im
vorliegenden Falle zwei, Anwendung, die derart zusammenarbeiten, daß eine a der
mehrere Laufbahnen für die Früchte gebildet werden. Sie werden durch eine geeignete
Antriebsvorrichtung
39 angetrieben. Die Bürstenwalzen sind hier
aber zweckmäßig erheblich länger als die Bürstenwalzen 22. Sie können z. B. eine
Länge von 311_ bis .I m gegenüber einer Länge von i,8 bis 2,io m der Bürstenwalzen
22 besitzen. Ferner besteht bei der Einrichtung 38 die erste oder obere Abteilung
40 jeder Bürstenwalze zweckmäßig aus verhältnismäßig steifen Borsten, beispielsweise
solchen aus Tampicofaser. Der betreffende Abschnitt nimmt bei der praktischen Ausführung
manchmal etwa zwei Drittel der Gesamtlänge jeder Bürstenwalze ein. Der verbleibende
untere Abschnitt 41 besteht dagegen wieder aus einem Gemisch von Roßhaar und Tampicofaser.
Die verhältnismäßig steifen Borsten der Bürstenwalzenabschnitte 4o wirken auf die
Vollendung der Reinigung hin. Die Schuppen und der klebrige Schmutz werden nunmehr
durch die Wirkung des erwähnten nichtwäßrigen Waschmittels gründlich gelöst.
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In manchen Fällen ist es erwünscht, mehr von dem Lösungsmittel auf
die Früchte herabströmen zu lassen, wenn sie dem oberen Ende des Bürstenwalzenabschnittes
4o zugeführt werden. Zu diesem Zwecke ist ein erhöht angeordneter Zuführungsbehälter
.I2 vorgesehen, der durch mit Ventilen versehene Leitungen mit Streudüsen 43 in
Verbindung steht, welche geöffnet werden können, um die Lösung auf .die Früchte
herabströmen zu lassen. Die überschüssige Flüssigkeit gelangt in einen Sammelbehälter
43a, aus dem sie mittels einer Pumpe 44 durch ein Rohr 45 in den Zuführungsbehälter
42 zurückgeführt werden kann.
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Nachdem die Früchte mittels der Bürstenwalzenabschnitte 4o behandelt
worden sind, gelangen sie auf ihrer weiteren Wanderung nach dem unteren Ende der
Einrichtung 38 über die unteren Abschnitte 41, die etwas weichere Bürstflächen besitzen.
Unter den angenommenen Arbeitsverhältnissen erhalten die Früchte hier einen Auftrag
der Schutzüherzugsmasse, die durch die reibende und wischende Wirkung der Bürstenwalzenabschnitte
4i in dünner Schicht über die ganze Oberfläche der Früchte verteilt wird. Dies geschieht
am vorteilhaftesten in einer mäßig erwärmten Umgebung. Aus diesem Grunde sind die
Bürstenwalzenabschnitte 4i in ein geeignetes Gehäuse 4.6 eingeschlossen, das mit
nachgiebigen Klappen 47 und 48 für den Eintritt bzw. Austritt der Früchte versehen
ist. Das Gehäuse wird mittels einer Dampfschlange S oder einer anderen geeigneten
Heizvorrichtung erwärmt, Eine Temperatur von 54 bis 6o° C innerhalb des Gehäuses,
das heißt eine Temperatur, die etwas über dem Schmelzpunkt des Paraffins liegt,
wenn solches Verwendung findet, hat sich in der Praxis als vorteilhaft herausgestellt.
Zum Aufbringen .der Schutzmasse auf die Früchte, wenn diese mit Hilfe der Bürstenwalzenabschnitte
4.i behandelt werden, können irgendwelche geeigneten Mittel Anwendung finden. Im
vorliegenden Falle wird zu diesem Zwecke eine Auftragvorrichtung benutzt, die mit
49 bezeichnet und im wesentlichen der bereits in Zusammenhang mit der Einrichtung
2r beschriebenen Auftragvorrichtung ähnlich ausgebildet ist. In der Zeichung ist
die einstellbare Walze der Auftragvorrichtung außer Berührung mit den Bürstenwaben
dargestellt; wenn die Früchte in der oben beschriebenen Weise behandelt werden sollen,
muß sie natürlich in Eingriff mit den Walzen gebracht werden.
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Von der Einrichtung 38 gelangen die Früchte über ein Gleitbrett 5o
zu einer beliebigen geeigneten Fördervorrichtung, beispielsweise einem Elevator
51, mittels dessen sie unmittelbar in den Güterwagen, den Schiffsraum oder ein anderes
Transportmittel zu der betreffenden Verteilungsstelle gefördert werden können.-Wenn
die Früchte ohne Anwendung irgendeines flüssigen Reinigungsmittels in der Einrichtung
21 lediglich trocken abgebürstet oder abgestaubt werden, so werden sie mit Hilfe
einer entfernbaren Schurre, die in Abb. 4 bei 52 durch gestrichelte Linien angedeutet
ist, unmittelbar der Einrichtung 38 zugeführt. Die Schutzmasse wird dann auf die
Früchte aufgebracht, wenn sie den Bürstenwalzenabschnitten 4.o der Einrichtung 38
zugeführt werden, weil das trockene Abbürsten der Früchte mittels der verhältnismäßig
steifen Borsten der betreifenden Bürstenwalzenabschnitte die Früchte beschädigen
könnte. Die Schutzmasse wird mittels einer Auftragvorrichtung 53, die im wesentlichen
der Auftragvorrichtung 31 entspricht, aufgetragen. Die Auftragwalze der Vorrichtung
49 bleibt in diesem Falle gesenkt und damit außer Eingriff mit .den Bürstenwalzen,
sie arbeitet dann also ebenso wie die Spritz- und Punipeinrichtung 4.3, ,4q. leer.
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Die Früchte werden mittels der Bürstenwalzenabschnitte 4o gründlich
mit der Schutzmasse (Paraffin) eingeschmiert und abgerieben und gelangen in die
vom Gehäuse 46 umgebene beheizte Kammer, wo mit Hilfe der Bürstenwalzenabschnitte
41 der Überzug zu einer abschließenden Haut verrieben und geglättet wird. Darauf
werden die Früchte durch den Elevator 51 dem Güterwagen oder einer anderen Versandvorrichtung
zugeführt.
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Gemäß der Erfindung behandelte Früchte können als Schüttgut in Güterwagen
oder Schiffsräumen ohne Verwendung von Gefriereinrichtungen
verladen
werden, man braucht die einzelnen Früchte nicht in Seidenpapier einzuwickeln und
in Kisten oder Lattenverschlägen zu verpacken. Der dünne Überzug (los öligen und
wachsartigen Stoffes auf den behandelten Früchten schützt sie nicht nur gegen Verschlechterung,
vielmehr wirkt der Überzug bei Versendung der Früchte als Massengut auch als Schmiermittel
und verhindert das Zerkratzen oder Abschaben der Schalen durch Aneinanderreiben
der einzelnen Früchte. Nachdem die Früchte an ihrem Bestimmungsort angekommen sind,
kann man ihnen durch eine «eitere Behandlung mit Polierwalzen mit oder ohne Anwendung
einer weiteren überzugsmasse einen noch besseren Glanz verleihen. Die Zeit zwischen
der erstmaligen Behandlung der Früchte und ihrem Eintreffen am Bestimmungsort, die
gewöhnlich wenigstens einige Tage beträgt, ist also insofern günstig, als sie die
Erzielung eines besonders schönen Glanzes nach dem Eintreffen am Bestimmungsort
ermöglicht.
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Das zur Reinigung ,der Früchte verwendete leichte Mineralöl nach Artdes
Ker osens kann auch mit Vorteil als Lösungsmittel für die wachsartige Masse (Paraffin)
Verwendung finden, mit der die Früchte zum Schutz überzogen werden. Beispielsweise
kann die Schutzmasse aus einer Mischung von hochraffiniertem Paraffin mit i bis
3 Raumteilen hochraffiniertem Kerosen bestehen, das beispielsweise ein spezifisches
Gewicht von ungefähr 0,8o5 bis o,8id. sowie einen Flammpunkt von ungefähr 65° C
besitzt, .das zwischen ungefähr 182 und 252° C destilliert und einen kaum merklichen
Petroleumgeruch auf-«eist. Eine andere Art Ö1, das vorteilhaft als Träger für das
die Schutzmasse bildende wachsartige Material dient, ist ein etwas schwereres Erdölderivat,
das -farblos, geschmacklos und geruchlos ist, ein spezifisches Gewicht von etwa
0,83o bis etwa 0,838, eine Viskosität von 7o bis 73 Sekunden bei 37,7° C,
einen Flammpunkt von 171 bis 177' C und einen Destillationsbereich
von etwa 315 bis 396° C hat. Bei Benutzung dieses üles für die Oberzugsn lasse ergibt
die Verwendung von 2 Raumteilen ü1 auf i Raumteil Paraffin eine Mischung, die unter
den üblichen Verhältnissen befriedigend ist. Im allgemeinen besitzt die Masse dann
die yiinstigste Beschaffenheit, wenn sie bei der Temperatur, bei der die Behandlung
der Früchte vor sich geht, halbflüssige oder breiige Konsistenz aufweist.
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Als Lösungsmittel für die wachsartige Cberzugsmasse können auch Gasolin,
Petroläther und andere flüchtige Kohlenwasserstoffe mit Erfolg benutzt werden. Als
wachsartige Masse kommt, wie schon. .erwähnt, in erster Linie Paraffin, vorteilhaft
eine niedrig, z. B. bei 5o° schmelzende, Sorte, in Frage.
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Bei Herstellung .der Mischung wird das Paraffin bei 65° C geschmolzen
und gleichzeitig mit dem Lösungsmittel in ein geeignetes Mischgefäß gegossen und
gerührt. Nach Abkühlung auf Raumtemperatur nimmt die ursprünglich klare Flüssigkeitsmischung
oder Lösung infolge des teilweisen Festwerdens und Absonderns von erstarrtem Paraffin
opales Aussehen an. Die erhaltene weißliche Masse ist ungefähr von salbenartiger
Beschaffenheit und besitzt mehr oder weniger breiige oder geleeartiee Konsistenz.
Sie kann, wenn nötig, während der Behandlung der Früchte gerührt oder emulgiert
werden, um sie homogen zu halten.
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Die Menge der über die Oberfläche der Früchte zu verteilenden Üherzugsmasse
muß sorgfältig überwacht und geregelt werden, um einerseits einen vollkommenen Abschluß
und Wasserdichtheit zu erreichen und anderseits die Ablagerung einer überschüssigen
Menge der Überzugsmasse auf der Frucht zu vermeiden. Diese Ül;erwächung und Rege=
hing kann teilweise durch Kontrolle der Geschwindigkeit erreicht werden, mit der
die Polierwalzen umlaufen. Im normalen Betriebe befinden sich die Früchte auf den
Polierwalzen etwa 6 bis 15 Sekunden. i o Sekunden sind etwa idie günstigste Behandlungsdauer.
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Die Früchte verlassen .die Polierwalzen mit einem kaum wahrnehmbaren
Überzuge von Paraffin, der Geruch des Lösungsmittels macht sich kaum bemerkbar,
selbst wenn ein Stoff wie Gasolin Verwendung findet. Außerdem besitzen :die Früchte
eine schöne, glänzende Politur, die ihnen ein anziehendes Aussehen verleiht und
die Verkaufsfähigkeit erhöht. Der Ausschluß von Feuchtigkeit bei der Schutzbehandlung
ist ein wichtiger Faktor zur Verhütung des nachfolgenden Faulens. Die behandelten
Früchte behalten wochenlang, ohne Kühlung und ohne daß sie in Kühlräumen aufbewahrt
werden, in jeder Beziehung ihre ursprüngliche Beschaffenheit und ihr ursprüngliches
Aussehen. Die Kosten der Zuführung der Früchte auf den Markt werden auf diese Weise
sehr erheblich herabgemindert, da die behandelten Früchte in gewöhnlichen Güterwagen
und langsam laufenden Frachtdampfern ohne Kühleinrichtungen versandt werden können,
wobei das einzige Erfordernis eine angemessene gute Ventilation sowie der Schutz
gegen Frost ist. Die Verniei,clung der üblichen starken Schrumpfung nach dem Verpacken
macht ein übermäßig starkes Zusammendrücken beim Packen überflüssig, trotzdem sind
die Versandkisten oder
Verschläge voll gefüllt, wenn sie an ihrem
l;estimmungsort ankommen. Die Früchte können nach dem vorliegenden Verfahren unmittelbar
nach der Ernte behandelt werden, ohne <laß ein Schrumpfen zu befürchten wäre,
die Früchte gelangen ohne Verlust an Aroma und Frische in dem vollkommenen Zustande,
den sie bei der Ernte besitzen, in die Hände tles `'erbrauchers.
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Ähnliche vorteilhafte Ergebnisse werden bei Anwendung der Erfindung
auf die Behandlung anderer Früchte wie Apfelsinen tui<l Vegetabilien erzielt.
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Was die Menge der zur Anwendung kommenden Überzugsmasse betrifft,
so hat es sich gezeigt, das 18 bis 22 Liter der beschriebenen Mischung auf eine
Wagenladung Früchte im allgemeinen befriedigende Resultate ergibt. Die angegebene
Menge schließt den Verlust ein, der .dadurch entsteht, claß ein Teil der CTlierzugsmasse
durch die Zentrifugalwirkung der Bürsten ahgeschleudert wird. Dieser @-erlust beträgt
iin allgemeinen etwa 4i/, Liter für die Wagenladung Früchte.
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In manchen Fällen hat es sich als er-«-iiiisclit herausgestellt, in
die Schutzmasse g f Wisse feste Stoffe in sehr feiner \"crteilung e oler
in kolloidalem Zustande einzuverleiben. Als Beispiel eines solchen Stoffes mag Harz
Oder trockene gepulverte Stärke genannt «-erden. Das Verhältnis, indem die Stärke
(). @Igl. benutzt wird, kann erheblich wechseln. Die Stärke kann gewünschtenfalls
einen @\-esentlichen Teil des Paraffins oder anderen wachsartigen Materials der
Masse ersetzen. Die Masse kann aus etwa 2 Rahmteilen gepulverter Stärke, etwa 1/,
Raumteil Paraffin tind etwa i Raumteil eines nichtwäßrigen flüssigen Trägers, beispielsweise
eines oder inelirerer der obenerwähnten verschiedenen leichten Mineralöle bestehen.
Dieses Schutzmittel verleiht den Früchten einen sehr schiinen Glanz.
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Manchmal ist es empfehlenswert, besonders wenn ein verhältnismäßig
flüchtiges Lösungsmittel für die Herstellung der Masse benutzt wird, einen erheblichen
Teil des Lösungsmittels schnell nach dem ersten Aufbringen auf die Früchte und vor
dem endgültigen Abreiben oder Polieren zu verdampfen. Dies kann leicht durch Anwendung
eines Verdampfers oder einer Trockenvorrichtung gesch@lie_I, die zwischen zwei Gruppen
Poliereingeschaltet ist. Mittels der ersten Gruppe Bürstenwalzen wird die Masse
;itif (lie Früchte aufgel»-aclit und gleichmäßig Iaraui G erteilt. ' Iii der Trockenvorrichtung
cAer #lem Verdampfer, in den die von der ersten Walzengruppe herkommenden überzogenen
Früchte dann eintreten, wird fast das gesamte 1_ösungsm-ittel oder doch ein erheblicher
Teil davon abgetrieben. Darauf gelangen. die Früchte zu der zweiten Walzen-CTruppe,-die
den Hautüberzug glätten und den Früchten einen guten Glanz verleihen soll.