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Universal-Spannvorrichtung. Die Priorität der Anmeldung in der Schweiz
vom z. September 1925 ist in Anspruch genommen. Die Erfindung bezieht sich
auf eine solche Vorrichtung zum Einspannen von Werkstücken o. dgl., welche im Vergleich
zu den meist üblichen einfachen Schraubstöcken oderSchraubzwingen eine wesentlich
größere Verwendungsmöglichkeit für die verschiedensten Zwecke besitzt.
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Die bekannten Universal-Spannvorrichtungen dieser Art bestehen in
der .Regel aus einer die feste Klemmbacke tragenden Hohlschiene, in der eine zweite
Schiene längs verstellbar gehalten ist, die ihrerseits die der festen Klemmbacke
gegenüber angeordnete bewegliche Klemmbacke verstellbar trägt. Dabei dient als Befestigungsmittel
für eine derartige Spannvorrichtung eine in übereinstimmenden Löchern der Hohlschiene
eingesteckte Schraube mit einer durch eine zweite Schraube abgestützten Klemmplatte.
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Zweck der vorliegenden Erfindung ist es, die universelle Verwendbarkeit
solcher Spannvorrichtungen mit einfachen Mitteln noch weiter zu steigern, und dieser
Zweck wird gemäß der Erfindung im wesentlichen dadurch erreicht, daß die Spannvorrichtung
aus drei j e mit einem rechtwinklig dazu angeordneten Schaft versehenen Backen besteht,
die derart angeordnet sind, daß der gleichzeitig als Gegenbacke dienende Schaft
einer der Backen mit einer längs und quer verlaufenden Führung für j e einen Schaft
der beiden anderen Backen versehen ist. Auf diese Weise ist ein doppelt verwendbares
Spannwerkzeug geschaffen, das sich einerseits durch Zweckmäßigkeit und anderseits
durch wesentlich erhöhte Verwendungsmöglichkeit auszeichnet, indem je nach Bedarf
wahlweise das eine oder das andere senkrecht dazu stehende Klemmbackenpaar zum Einspannen
eines Werkstückes oder zur Befestigung des Spannwerkzeuges verwendet werden kann.
Vorteilhaft ist dabei, daß bei dem als Gegenbacke dienenden und aus einer mit Löchern
versehenen Hohlschiene gebildeten Schaft die zur Verstellung der mit letzterem zusammenwirkenden
Backe dienende Spindel in einer in den Löchern des Schaftes auswechselbar gehaltenen
hülsenförmigen Mutter verschraubbar ist.
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In der Zeichnung ist ein Ausführungsbeispiel des Erfindungsgegenstandes
dargestellt, und zwar zeigen Abb. r einen senkrechten Längsschnitt, Abb.2 eine Draufsicht
mit einem Schnitt nach der Linie a-b der Abb. z, Abb. 3 eine schaubildliche Ansicht,
Abb. q. eine weitere Ausführungsform eines Teiles im Schnitt.
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In der Zeichnung ist a eine prismatische Hohlschiene, die an ihren
Enden als feste Klemmbacke a1, a2 ausgebildet ist. Die Klemmbacke a1 ist dabei rechtwinklig
zur Längsrichtung der Hohlschiene angebracht und wirkt mit einer ihr gegenüber verstellbar
angeordneten beweglichen Klemmbacke e zusammen, die an dem rechtwinklig aufgebogenen
Ende c3 eines in der Hohlschiene verstellbaren Schaftes cl, c2 gehalten ist. Der
Schaft besteht aus zwei Schienen cl, c2, die an ihrer Oberkante mit je einer Verzahnung
n versehen und durch einen am aufgebogenen Teil vorgesehenen Quersteg c4 miteinander
verbunden sind. In die Verzahnung n greift eine unter Wirkung einer Feder m stehende
Sperrklinke l ein, die an der festen Klemmbacke a1 angelenkt ist. Die Zähne
sind dabei derart geneigt, daß die Einführungsbewegung der Schienen cl, c2 ohne
weiteres erfolgen kann, während die entgegengesetzte Bewegung, d. h. das Herausziehen
der Schienen cl, c2 aus der Hohlschiene a, nur bei angehobener Sperrklinke l geschehen
kann. Auf diese Weise läßt sich in einfacher Weise eine rohe Einstellung der beiden
Klemmbacken a1 und e ohne umständliche und zeitraubende Spindelbetätigung erreichen,
während die weitere
endgültige Einstellung dann mittels einer Schraubspindel
d geschieht, die in einem Schlitz i.
des Quersteges c4 geführt ist.
Der Spindelschaft d trägt einen Bund dl, wobei zwischen diesem und dem Quersteg
c4 eine zweiteilige Platte k aus Rotguß zur Aufnahme des Spindeldruckes angeordnet
ist.
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Auf dem mit Gewinde versehenen Teil der Spindel d ist die hülsenförmige
Spindelmutterh vorgesehen, die mit ihrem verbreiterten Ende lt' in einer hinterschnittenen
und auf der Rückseite der Spannbacke e angebrachten Nut g gehalten ist. Die Führung
dieser Spannbacke e wird durch zwei seitlich der Spindelmutter la angeordnete Zapfen
f 1, f 2 gesichert, deren abgesetzte Enden in der Spannbacke e befestigt sind, während
das Schaftende jedes Zapfens f1 f2 in einem zwischen den Schienen cl, c2 vorgesehenen
Körper geführt ist, so daß beim Drehen der Spindel d, d. h. beim Einspannen eines
Werkstückes, die Spannbacke e in zuverlässiger Führung gegen die feste Backe a1
verschoben wird. Die Freigabe des Werkstückes erfolgt bei dieser Ausbildung ohne
Spindelbetätigung in einfacher Weise nach Anheben der Sperrklinke l durch Herausziehen
der Schienen c1, c2.
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Die obere und untere Wandung b1 bzw. b2 der Hohlschiene a ist mit
einer Reihe hintereinanderliegender und übereinstimmender Löcher A versehen, die
je zwei gegenüberstehende Nuten B besitzen. Die Löcher A, B
dienen
einerseits zur Aufnahme der Führungsschiene D einer Klemmbacke E, anderseits zur
Aufnahme einer hülsenförmigen Spindelmutter C, die mit einer an der KlemmbackeE
gehaltenen Schraubenspindel F zusammenwirkt. Die Führungsschiene D ist dabei in
den NutenB der Löcher A gehalten, während die mit vorspringenden Nasen Cl versehene
hülsenförmige Spindelmutter C ebenfalls in die Nuten B eingreift und dadurch zuverlässig
gegen Drehung gesichert ist. Sowohl die Spindel F wie auch die Führungsschiene D
sind in einem Abstand nebeneinander angebracht, der der Entfernung zweier benachbarter
Löcher A entspricht, und sie können in ihnen durch Einstecken derart längs verstellt
werden, daß die bewegliche Klemmbacke F jeweils im Bedarfsfalle mit dem Ende oder
mehr mit dem Mittelteil. der bei dieser Ausbildung als feste Klemmbacke dienenden
Hohlschiene ca zusammenwirken kann.
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Infolge der mit zwei Klemmbackenpaaren versehenen Spannvorrichtung
läßt sich eine vielfache Verwendungsmöglichkeit des neuen Werkzeuges erreichen,
zumal je den Umständen entsprechend wahlweise und wechselseitig das eine bzw. das
andere Klemmbackenpaar zum Einspannen eines Werkstückes und zur Befestigung des
Spanners verwendet werden kann.
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In der Abb. 4 ist ein weiteres Ausführungsbeispiel einer beweglichen
Klemmbacke dargestellt, und zwar ist die Klemmbacke G auf einer Schiene H verschiebbar
gehalten, die in die Löcher A eingeführt und deren Oberkante p angerauht ist. An
dem einen Schienenende ist ein Exzenterhebel J angelenkt, der auf die Klemmbacke
G einwirkt und zu deren Feststellung beim Spannvorgang dient. Hierbei dient die
Schiene H als vorläufige, grobe Einstellung, während die endgültige Einstellung
mittels des Hebels J erfolgt. Die Schiene -H wird dabei in an sich bekannter Weise
durch von der angerauhten Oberkante p unterstützte Klemmung in den Löchern A sicher
gehalten.
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Der Abstand der Führungsschiene D von der Spindel F kann gegebenenfalls
auch einem mehrfachen Lochabstand, beispielsweise bei enger Lochteilung, entsprechen.