DE45043C - Thürhemmvorrichtung mit automatischer Schliefseinrichtung - Google Patents
Thürhemmvorrichtung mit automatischer SchliefseinrichtungInfo
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- DE45043C DE45043C DENDAT45043D DE45043DA DE45043C DE 45043 C DE45043 C DE 45043C DE NDAT45043 D DENDAT45043 D DE NDAT45043D DE 45043D A DE45043D A DE 45043DA DE 45043 C DE45043 C DE 45043C
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Classifications
-
- E—FIXED CONSTRUCTIONS
- E05—LOCKS; KEYS; WINDOW OR DOOR FITTINGS; SAFES
- E05F—DEVICES FOR MOVING WINGS INTO OPEN OR CLOSED POSITION; CHECKS FOR WINGS; WING FITTINGS NOT OTHERWISE PROVIDED FOR, CONCERNED WITH THE FUNCTIONING OF THE WING
- E05F3/00—Closers or openers with braking devices, e.g. checks; Construction of pneumatic or liquid braking devices
- E05F3/16—Closers or openers with braking devices, e.g. checks; Construction of pneumatic or liquid braking devices with friction brakes
Landscapes
- Closing And Opening Devices For Wings, And Checks For Wings (AREA)
Description
KAISERLICHES
PATENTAMT
KLASSE 68: Schlosserei.
Die vorliegende Erfindung ist dadurch gekennzeichnet, dafs das Zuschlagen der Thür
durch eine kurz vor dem Schlufs derselben in Wirksamkeit tretende Bremsvorrichtung, welche
aus einer auf die Umfläche eines excentrisch oder hebedaumartig gestalteten Organs einwirkenden
Bremsschiene besteht, verhindert wird.
Hierbei kommt ein Thürschliefsapparat zur Verwendung, der aus einer während des Oeffnens
der Thür automatisch gespannten Feder besteht, die an einem vorher bestimmten Punkt
. der Schliefsbewegung der Thür freigegeben wird, so dafs infolge der Federwirkung das
Schliefsen der ThUr beendet bezw. unterstützt werden kann.
Fig. ι zeigt eine Vorderansicht der Thürschliefs-
und Thürhemmvorrichtung bei geschlossener Thür,
Fig. .2 eine Oberansicht derselben,
Fig. 3 eine Oberansicht der Vorrichtung bei nahezu geschlossener Thür;
Fig. 3 a eine Vorderansicht derselben und
Fig. 4 eine Oberansicht einer Modification des Apparates,
Fig. 5 ein Schema der Stellung der Organe nach Fig. 3 und 3 a.
Die Thürhemmvorrichtung besteht aus einem drehbar in dem Anschlag C gelagerten Buffer A
und aus einer federnden Schiene B, welche den Stofs des Buffers an einem gewünschten
Punkt der Schliefsbewegung der Thür aufnimmt. Die Feder D sucht den Buffer in der
durch den Pfeildi angegebenen Richtung zu drehen,
so dafs der Buffer in seiner Ruhestellung der Bremsschiene B seinen gröfsten Radius darbietet,
wenn er mit ihr in Berührung kommt.
Die federnde Schiene B legt sich in ihrem mittleren Theile gegen die nach auswärts
wirkende Schraubenfeder bl und wird vor derselben
durch den Kopf einer Schraube b2 gehalten, die lose durch ein Loch in der Schiene B
und durch die starke Schraubenfeder έ1 hindurchgeführt
ist und entweder am Thürgewände oder an der Thür eingeschraubt wird, welcher Theil dann auch die Bremse trägt.
Eine zweite Schraube b% ist lose durch ein am Ende der Schiene B befindliches Loch gesteckt
und wird an demselben Theile (Thür oder Gewände) befestigt.
Mit Hülfe der Schrauben b2 und bs kann
der Schiene B jedwede gewünschte schräge Lage zum Buffer ertheilt werden. Bei minder
grofser Schräg'stellung gleitet die Bufferfläche leichter auf der Bremsschiene hin und wird
der Schliefsbewegung der Thür ein geringerer Widerstand entgegengesetzt; bei steilerer Stellung
der Schiene gleitet die Bufferfläche weniger leicht, so dafs die Schliefsbewegung der Thür
mehr Widerstand zu überwinden hat.
Während der Wirkung der Thürhemmvorrichtung wird der Buffer um seine Achse entgegen
der von der Schraubenfeder D ausgeübten Kraft gedreht, so dafs, wenn die Thür so weit geöffnet ist, dafs der Buffer und die
Bremse aufser Berührung kommen, die Spannung der Feder D ein Zurückdrehen des Buffers auf
seiner Achse in die normale Stellung bewirkt,
in welcher er durch Anstofsen der Stellschraube α an ihrem Anschlag a1 zum Stillstand
gebracht wird. In der in der Zeichnung ersichtlichen Anordnung ist die Schraube a in
den Hintertheil des Buffers eingeschraubt, während der Anschlag a1 seitlich vom Winkel C
vorsteht. Natürlich kann die Schraube auch am Winkel, der Anschlag dagegen an dem
Hintertheil des Buffers angebracht werden. Durch Veränderung des Hervorstehens der
Stellschraube α wird der Radius desjenigen Buffertheiles, welcher zuerst mit der Bremse
in Berührung kommen soll, bestimmt und dadurch die Gröfse desjenigen Theiles der ThUrschliefsbewegung
verändert, während welches die Hemmung erfolgt.
Diese zwischen gewissen Grenzen zulässige Einstellung ermöglicht die Anordnung einer
und derselben Thürhemm vorrichtung beiThüren von verschiedenem Gewicht.
Mittelst der Schrauben b2 und b3 wird die
Bremsschiene so eingestellt, dafs bei vollständig geschlossener Thür das freie Ende der Bremsschiene
seine Normalstellung einnimmt und nur wenig Druck auf den Buffer ausübt.
Um Geräusch zu vermeiden und den Rei-~ bungswiderstand der Bremse gegen den Buffer
zu vermehren, empfiehlt es sich, die Bufferoberfläche mit einem Lederbelag zu versehen,
der auch an der Oberfläche desjenigen Theiles der Bremsschiene aufgelegt werden kann, gegen
welchen sich der Buffer anlegt. Ausgeschlossen ist nicht, den Lederbelag an beiden Theilen
anzubringen.
In der Zeichnung ist die Bufferfläche mit einem Streifen α2 aus Leder oder einem anderen
geeigneten Material belegt.
Der Thürhemmapparat setzt das Vorhandensein einer Kraft voraus, welche die Schliefsbewegung
der Thür hervorzurufen sucht. Diese Kraft kann durch eine geeignete Thürfeder hervorgebracht werden; es empfiehlt
sich aber, in Verbindung mit der Thürhemmvorrichtung und der genannten Thürfeder
eine zweite, das Schliefsen der Thür mit unterstützende Feder zu verwenden.
Diese zweite Feder wird beim Beginn derThüröffnung automatisch gespannt und behält ihre
Spannung bei, bis sie an einer vorher bestimmten Stelle der Schliefsbewegung der Thür freigegeben
wird, wonach sie eine Kraft äufsert, welche die Schliefsbewegung der Thür unterstützt und
zu Ende führt.
Die zusätzliche Schliefsfeder E ist mit ihrer
Achse in einer zur Bewegungsebene des gebogenen Hebels F parallelen Ebene angeordnet.
An dem einen Ende ist sie mit der Stellschraube e, am anderen Ende mit dem unteren
Theil des Hebels ex verbunden, dessen oberes
Ende durch den hakenförmig umgebogenen Arm G mit dem kürzeren Arm/ des Hebels F
in Verbindung steht. Die concave Seite des gebogenen Armes f1 des Hebels F legt sich
während des ersten Theiles der Oeffnungsbewegung der Thür gegen die Rolle H an.
Durch dieses Anlegen wird Hebel F um seinen Zapfen F1 gedreht und dabei der Gelenkstift
g, an welchen Arm G angeschlossen ist, so weit im Bogen um F1 geschwungen, bis
das Gelenk g in die durch die Mittelachse der Feder E gelegte Verticalebene χy, Fig. 5,
hineinfällt, was eintritt, wenn die ThUr sich so weit geöffnet hat, dafs sie das Ende des
gebogenen Armes f1 vor! der Rolle H abgezogen
hat, wie in Fig. 3 angegeben.
In dieser Todtpunktstellung bleibt die Feder E gespannt und äufsert so lange keine die Thür
zuschliefsende Kraft, bis an einem bestimmten Punkt der Schliefsbewegung der Thür die
convexe Seite des gebogenen Armes f1 mit
dem verstellbaren Anschlag / in Berührung kommt; hierdurch wird der Hebel F aus der
Todtpunktstellung gebracht, so dafs die nunmehr freigegebene Feder E die concave Seite
des Armes/1 gegen die Rolle H andrückt und so die Thür zu schliefsen sucht.
In der dargestellten Anordnung ist der Anschlag / eine einfache Stellschraube, durch
deren Verstellung in geeigneter Weise diejenige Stelle in der Schliefsbewegung der Thür verändert
werden kann, bei welcher die Feder E freigegeben wird und zur Wirkung gelangt.
Da die Feder E erst vor dem Schlufs der ThUr zur Wirkung gelangt, so ist vorausgesetzt,
dafs eine Feder oder ein anderes derartiges Organ zur Anwendung gelangt, welches der
Thür die anfängliche Schliefsbewegung ertheilt. In der Zeichnung ist angegeben, dafs diese anfängliche
Schliefsbewegung durch die starke Feder K hervorgerufen wird, deren eines Ende
mit der ThUr, deren anderes Ende mit dem Thürgewände verbunden ist.
Die Zeichnungen, Fig. 1, 2 und 3, zeigen die Bremse an dem Thürgewände, den Buffer
und die das Zuschliefsen der Thür unterstützende Feder und deren Hebel an der
ThUr befestigt. Die Stellung dieser Theile kann aber auch umgekehrt angeordnet werden,
ohne vom Wesen der Erfindung abzuweichen, d. h. es kann der Buffer A, die zusätzliche
Feder E und der Hebel F am Thürgewände, dagegen Bremse B und Rolle H an der ThUr
angebracht werden, wie dies in Fig. 4 angegeben ist.
Claims (2)
- Patent-An sp ruche.■i. Eine Thürhemmvorrichtung mit automatischer Schliefseinrichtung, gekennzeichnet durch eine federnde, schräg gestellte Schiene B am Thürgewände oder an der Thür und einen unter Federdruck stehen-den, in der Gröfse seiner Drehbewegung justirbaren, an der Thür (Fig. i, 2 und 3) oder am Gewände (Fig. 4) angeordneten Buffer (A), der je nach der Schrägstellung der Schiene B mehr oder weniger leicht auf dieser gleitet und dadurch den Schlufs der ThUr regulirt.
- 2. Bei der mit dieser Hemmvorrichtung arbeitenden automatischen, mit Hauptschliefsfeder K ausgestatteten Schliefsvorrichtung die Anordnung einer zusätzlichen Feder E und der diese Feder bewegenden Theile, Hebel e1, Arm G und der gebogene Doppelhebel F, welche Theile die Feder E durch Rolle H beim Thüröffnen anspannen und gespannt halten und beim Thürschliefsen durch den einstellbaren Anschlag / kurz vor Thürschlufs freigeben, wobei Feder E und Theile e1, G, F an der Thür und Rolle H und Anschlag / am Gewände (Fig. 1, 2 und 3) oder umgekehrt (Fig. 4) angeordnet sein können.Hierzu 1 Blatt Zeichnungen.
Publications (1)
| Publication Number | Publication Date |
|---|---|
| DE45043C true DE45043C (de) |
Family
ID=320233
Family Applications (1)
| Application Number | Title | Priority Date | Filing Date |
|---|---|---|---|
| DENDAT45043D Expired - Lifetime DE45043C (de) | Thürhemmvorrichtung mit automatischer Schliefseinrichtung |
Country Status (1)
| Country | Link |
|---|---|
| DE (1) | DE45043C (de) |
-
0
- DE DENDAT45043D patent/DE45043C/de not_active Expired - Lifetime
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