DE4506C - Fäcal-Reservoir-Einrichtung mit Absorptionsvorrichtung und fester Entleerungsleitung - Google Patents

Fäcal-Reservoir-Einrichtung mit Absorptionsvorrichtung und fester Entleerungsleitung

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DE4506C
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reservoir
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E. SCHLEH in Ehrenfeld bei Köln, Karlstr. 1
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    • EFIXED CONSTRUCTIONS
    • E03WATER SUPPLY; SEWERAGE
    • E03FSEWERS; CESSPOOLS
    • E03F5/00Sewerage structures
    • E03F5/18Tanks for disinfecting, neutralising, or cooling sewage

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  • Health & Medical Sciences (AREA)
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  • Engineering & Computer Science (AREA)
  • Hydrology & Water Resources (AREA)
  • Public Health (AREA)
  • Water Supply & Treatment (AREA)
  • Disinfection, Sterilisation Or Deodorisation Of Air (AREA)

Description

1878.
Klasse 85.
EUGEN SCHLEH in EHRENFELD bei KÖLN. Fäcal-Reservoir-Einrichtung mit Absorptions-Vorrichtung und fester Entleerungsleitung.
Patentirt im Deutschen Reiche vom 12. Juni 1878 ab.
Die Fäcal-Reservoir-Einrichtung mit Absorptions-Vorrichtung und fester Entleerungsleitung zur Vernichtung der riechenden Gase und Verhütung der Bodenvergiftung durch Fäcälien ist folgende:
Ein feststehender Behälter, mit einer Theer- oder Asphaltschicht umgeben, ist luftdicht verschlossen und verhindert die Entweichung der schädlichen Abortgase ebenso vollständig, wie er eine Bodenvergiftung verhütet. Ein feststehendes luftdicht verschlossenes Rohr mündet nach der Strafsenfront des Hauses, so dafs durch dasselbe die Entleerung des Behälters von der Strafse aus ohne jede Belästigung der Hausbewohner geschehen kann. Die Vernichtung der sich , aus den lagernden Fäcälien entwickelnden stinkenden Gase (Schwefelwasserstoff, Ammoniak und organische Gase) erfolgt auf chemischem Wege.
Bei der durch die Zeichnung veranschaulichten Einrichtung ist der beliebig geformte Behälter von Gufseisen, Schmiedeisen oder Thön angefertigt und innen gut getheert. Er wird in eine gut gemauerte Grube gesenkt bezw. so ummauert, dafs zwischen dem Mauerwerk und ihm ein Spielraum von ca. 10 bis 15 cm verbleibt, welcher alsdann mit Steinkohlentheer oder natürlichem Asphalt ausgegossen wird. Der Deckel des Behälters wird ebenfalls 8 bis 10 cm hoch mit Asphalt Übergossen, doch bleibt die Stelle, wo sich das Mannloch befindet, frei davon. Auf der oberen Asphaltschicht liegt ferner noch eine ca. 6 cm hohe Schicht von feinem Sande oder Lehm, welche den Mannlochdeckel dichtet und die Asphaltdecke gegen äufsere Einflüsse schützt.
Ein Niveaumesser φ 'gestattet ein bequemes Ablesen des Höhenstandes der Fäcälien. Die Aufstellung des Behälters kann je nach Raum und Verhältnissen im Keller, ober- oder unterhalb der Sohle desselben, sowie auf dem Hofraum u. s. w. geschehen. Der Ueberfalltopf, welcher sich der Zeichnung nach im Innern des Reservoirs befindet, kann auch aufserhalb · desselben angebracht werden.
Die Gase, welche sich bei Gährung der Fäces in dem Behälter entwickeln, werden durch die Rohrleitung e in die hinter dem Fäcesbehälter aufgestellten Waschgefäfse von Thon, Blei oder Gufseisen geleitet. Dieselben strömen unter einem geringen Drucke durch die in den Gefäfsen befindlichen Flüssigkeiten und werden dadurch theils absorbirt, theils in einer Weise verändert, dafs ihr Ableiten in die Luft zu keinerlei Bedenken Anlafs geben kann. Die Desinfection der Gase kann aber auch dadurch bewirkt werden, dafs diese durch die Rohrleitung e in einen dichten Behälter unter einen Siebboden eintreten und durch eine mit den Desinfectionsmitteln getränkte Kohlen- oder Koksschicht hindurchströmen müssen. y
Als Füllungsmittel der Wasch- und Desinficirgefäfse werden Eisen- und Mangansalze, sowie concentrirte Schwefelsäure angewendet. Bei der zweiten Desinfectionsart wird die Kohlenoder Koksschicht mit den betreffenden Chemikalien getränkt.
Die Zeichnung veranschaulicht eine Absorptions-Vorrichtung mit zwei Wasch- und Desinficirgefäfsen /, von denen dasjenige, in welches die Gase zuerst eintreten, mit Mangansalz- oder Eisenvitriollösung gefüllt ist, während das zweite Gefäfs concentrirte Schwefelsäure enthält. In dem ersten Gefäfse wird alsdann der Schwefelwasserstoff vollständig und der gröfste Theil des Ammoniaks gebunden, während die organischen Gase, wie Fettsäure und Grubengase, schon annähernd geruchlos aus dem ersten ins zweite Gefäfs übertreten und in diesem durch die concentrirte Schwefelsäure vollständig zerstört und desorganisirt werden. Die. Kohlensäure, welche sich im Reservoir entwickelt, geht durch beide Waschgefäfse geruchlos hindurch, gelangt durch die Rohrleitung g in die Hauptleitung α und wird dann oberhalb des Daches in die freie Luft abgeführt.
Die luftdicht mit dem Fäcalienbehälter verbundene Rohrleitung / mündet auf die Strafse und dient zur Entleerung. Soll die Entleerung vor sich gehen, so wird die luftdichte Verschraubung der Rohrleitung, welche sich an dem nach der Strafsenfront mündenden Ende befindet, entfernt und der Inhalt des Behälters ausgepumpt. Dabei wird das Luftventil ν geöffnet, damit nicht gleichzeitig die Flüssigkeiten der Waschgefäfse zum Theil ausgepumpt werden können. Dieses Ventil kann auch dadurch vermieden werden, dafs man die in die Chemi-
kalien eintauchenden Rohrenden y verschiebbar anordnet. Das Oeffnen und Schliefsen des Ventils υ oder das Heben und Senken der Rohrenden y wird durch einen Drahtzug, der über Rollen läuft, von der Strafse aus bewerkstelligt. Das Ende der Entleerungsleitung und das des Drahtzuges befinden sich von der Strafse aus unter Verschlufs und sind der Reinigungs-Anstalt zugänglich, so dafs dieselbe zu jeder Zeit auch ohne Wissen der Hausbewohner den Fäcalienbehälter entleeren kann. Schliefslich kann die beschriebene Einrichtung auch für mehrere Häuser gemeinschaftlich angeordnet werden.

Claims (1)

  1. Patent-Ansprüche:
    Die Fäcal-Reservoir-Einrichtung mit Absorptions-Vorrichtung und fester Entleerungsleitung zur Verhütung der Bodenvergiftung und Vernichtung der riechenden Gase durch ■ Chemikalien, bestehend aus einem luftdicht verschlossenen eisernen Reservoir mit umgossener Isolirschicht, welches mit Absorptionsgefäfsen, die mit Chemikalien gefüllt sind, in Verbindung steht, und welches zur . bequemen, leichten, schnellen und geruchlosen Entleerung mit einer festen Rohrleitung bis zur Strafse hin versehen ist, wie dargestellt und beschrieben.
    Hierzu I Blatt Zeichnungen.
DENDAT4506D Fäcal-Reservoir-Einrichtung mit Absorptionsvorrichtung und fester Entleerungsleitung Active DE4506C (de)

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