DE451537C - Verfahren zur Vervielfaeltigung geschriebener, gedruckter und sonstig hergestellter Originale mittels Kontaktverfahrens von nackter, sauer oder neutral zugestellter Platte - Google Patents

Verfahren zur Vervielfaeltigung geschriebener, gedruckter und sonstig hergestellter Originale mittels Kontaktverfahrens von nackter, sauer oder neutral zugestellter Platte

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DE451537C
DE451537C DEH105645D DEH0105645D DE451537C DE 451537 C DE451537 C DE 451537C DE H105645 D DEH105645 D DE H105645D DE H0105645 D DEH0105645 D DE H0105645D DE 451537 C DE451537 C DE 451537C
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    • BPERFORMING OPERATIONS; TRANSPORTING
    • B41PRINTING; LINING MACHINES; TYPEWRITERS; STAMPS
    • B41MPRINTING, DUPLICATING, MARKING, OR COPYING PROCESSES; COLOUR PRINTING
    • B41M5/00Duplicating or marking methods; Sheet materials for use therein
    • B41M5/025Duplicating or marking methods; Sheet materials for use therein by transferring ink from the master sheet

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Description

  • Verfahren zur Vervielfältigung geschriebener, gedruckter : und sonstig hergestellter Originale mittels Kontaktverfahrens von nackter, sauer oder neutral zugestellter Platte Für die Herstellung der Originale für Vervielfältigungsverfahren. die von nackter Platte arbeiten, bei denen die Platte sauer oder neutral zugestellt ist, sogenannte Opalographverfahren (W.-Z.), werden alkalische Tinten bzw. alkalische Farbbandpräparationen gebraucht. Es ist für diesen Zweck bereits vorgeschlagen, die Schriftzüge des Originals mit ammoniakalischer Tinte herzustellen. Ebenso ist vorgeschlagen, für diesen Zweck die fixen Alkalien, ihre Carbonate und die alkalisch reagierenden Salze als Zusatz zur Tinte zu benutzen. Die ammoniakalischen Tinten leiden unter der Flüchtigkeit des Ammoniaks. Die Tinten, die mit einem Gehalt an fixen Alkalien bzw. Salzen derselben hergestellt sind, reagieren mit der Präparation der Platte nur sehr träge, und wenn die Empfindlichkeit der Plattenpräparation z. B. durch Zusatz von Rhodanverbindungen gesteigert wird, ist die Gefahr des Tonens der Weißen infolge Überempfindlichkeit der Platte nahe gerückt-Es ist auch bereits der Vorschlag gemacht, zur Herstellung des Originals Tinten zu verwenden, die eine organische Base, nämlich Äthylendiamin, enthalten. Ganz abgesehen aber von der außerordentlichen Giftigkeit des 3thylendiamins, die es für die Benutzung für Gebrauchsgegenstände durchaus ungeeignet macht, greift das Äthylendiamin aber auch die Cellulose, die für die Herstellung von Tinten und Farbbändern benutzbaren Farben und die vegetabilischen öle derart an, daß die damit geschriebenen Originale und die damit imprägnierten Farbbänder in kurzer Zeit unbrauchbar und zerstört werden. Auch ist die Flüchtigkeit des Äthylendiamins nicht viel -geringer als die des Ammoniaks.
  • Es wurde nun gefunden, daß wenn die Schriftelemente des zu vervielfältigenden Originals in Tinten oder Farben hergestellt werden, denen Hexamethylentetramin zugegeben ist, ein befriedigendes Resultat insofern erzielt wird, als die Reaktion zwischen der Tinte des Originals und der Plattenpräparation überaus empfindlich ist, und auf der anderen Seite infolge der Nichtflüchtigkeit des Hexamethylentetramins die Haltbarkeit der damit hergestellten Tintenfarben bzw. der Schriftzüge des Originals eine praktisch unbegrenzte ist. Die neue technische Regel geht also dahin, die Tinten, Farben, Farbbandimprägnationen usw. mit einem Zusatz von Hexamethylentetramin bzw. seinen Salzen zu versehen.
  • Insbesondere wird durch diesen Zusatz die bisher noch immer nicht restlos gelöste Aufgabe der Herstellung eines für dies Kontaktverfahren geeigneten Farbbandes gelöst. Gibt man zu den üblichen beliebig zusammengesetzten Farbbandimprägnationen einen @erheblichen Zusatz von Hexamethylentetrainin, z. B. 50 °/o, so. reagiert die mit dem Farbband hergestellte Maschinenschrift finit genügender Schärfe und Schnelligkeit mit der Plattenpräparation, ohne daB die Empfindlichkeit der letzteren übersteigert werden muß-.
  • Das Verfahren ist selbstverständlich auch derart auszuführen,. daß das Original in klebriger Tinte, also z. B. die Maschinenschrift mittels eines klebrige Substanzen enthaltenden Farbbandes, hergestellt wird und die Schriftzuge dann mit einer Hexamethylentetramin bzw. seine Salze in Pulverform enthaltenden Mischung eingestäubt werden.

Claims (1)

  1. PATENTANSPRÜCHE: r. Verfahren zur Vervielfältigung geschriebener, gedruckter und sonstig hergestellter Originale mittels Kontaktverfahrens von ,nackter, sauer oder neutral zugestellter Platte, dadurch gekennzeichnet, da-ß, die zur Herstellung des Originals benutzte Tinte einen Zusatz von Hexamethylentetrarnin bzw. seinen Salzen enthält. a. Eine Ausführungsform des Verfahrens nach Anspruch r, dadurch gekennzeichnet, daß die Schriftelemente des Originals in klebender Tinte hergestellt und nachträglich mit einem Hexamethylentetramin oder seine Salze enthaltendem Pulver eingestäubt werden.
DEH105645D 1926-02-27 1926-02-28 Verfahren zur Vervielfaeltigung geschriebener, gedruckter und sonstig hergestellter Originale mittels Kontaktverfahrens von nackter, sauer oder neutral zugestellter Platte Expired DE451537C (de)

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