DE45178C - Apparat zum Stanzen oder Pressen von schalenförmigen oder geriffelten Gegenständen in «/«^Operation - Google Patents

Apparat zum Stanzen oder Pressen von schalenförmigen oder geriffelten Gegenständen in «/«^Operation

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DE45178C
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DE
Germany
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wings
punch
ring
levers
connection
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Expired - Lifetime
Application number
DENDAT45178D
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English (en)
Original Assignee
WM. R. COMINGS in London, 128a Queen Victoria Street
Publication of DE45178C publication Critical patent/DE45178C/de
Anticipated expiration legal-status Critical
Expired - Lifetime legal-status Critical Current

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Classifications

    • BPERFORMING OPERATIONS; TRANSPORTING
    • B21MECHANICAL METAL-WORKING WITHOUT ESSENTIALLY REMOVING MATERIAL; PUNCHING METAL
    • B21DWORKING OR PROCESSING OF SHEET METAL OR METAL TUBES, RODS OR PROFILES WITHOUT ESSENTIALLY REMOVING MATERIAL; PUNCHING METAL
    • B21D22/00Shaping without cutting, by stamping, spinning, or deep-drawing
    • B21D22/02Stamping using rigid devices or tools

Landscapes

  • Engineering & Computer Science (AREA)
  • Mechanical Engineering (AREA)
  • Perforating, Stamping-Out Or Severing By Means Other Than Cutting (AREA)

Description

KAISERLICHES
PATENTAMT.
Die vorliegende Erfindung bezieht sich auf Neuerungen an Apparaten oder Stempeln zur Herstellung von Gegenständen von vorher bestimmter Form in einer einzigen Operation — gleichgültig, ob diese Form eine regelmäfsige oder unregelmäfsige ist.
Diese Neuerungen bestehen darin, einen oder beide Stempel (Matrize und Patrize) aus zwei oder mehreren Theilen herzustellen, von denen mehrere geeignet sind, die Form zu öffnen und zu schliefsen.
Diese Theile sind so construirt, dafs, wenn der obere und untere Stempel über einander gebracht werden, die beweglichen Theile automatisch die Form öffnen und schliefsen und den erforderlichen Druck auf den herzustellenden Gegenstand ausüben.
Um die Erfindung vollkommen verständlich zu machen, wird dieselbe hiermit unter Bezugnahme auf die beiliegenden Zeichnungen näher beschrieben, in denen
Fig. ι einen Schnitt nach der Linie x-x der Fig. 2 einer Stanze darstellt, mit welcher eine nicht ganz vollständige Kugel hergestellt werden kann und wobei die beweglichen Theile emporgehoben sind.
Fig. 2 ist eine Draufsicht der vollständigen Stanze,
Fig. 3 eine ähnliche Ansicht wie Fig. 1, wobei die beweglichen Theile in ihrer tiefsten Stellung sich befinden,
Fig. 4 ein Aufrifs bezw. Schnitt nach der Linie y-y der Fig. 2.
Fig. 5 zeigt in einem ähnlichen Schnitte eine Stanze für die Herstellung von gröfseren Gegenständen.
Fig. 6 stellt in einer Draufsicht verschiedene Formen von beweglichen Flügeln dar.
Fig. 7 und 8 sind Detailansichten von den in den Fig. 5 und 6 dargestellten Theilen.
Fig. 9 ist ein Aufrifs einer Stanze, in welcher die drehbaren Flügel durch schiefe Flächen oder Keile bewegt werden. Als Stempel dient ein Expansionsstempel,
Fig. 10 eine Seitenansicht von Theilen der
Fig- 9,
Fig. 11 eine vergröfserte Ansicht der oberen
Stanze nach der Linie x-x der Fig. 12, welche ihrerseits einen horizontalen Schnitt dieser Stanze in geschlossenem Zustande darstellt,
Fig. 13 ein horizontaler Schnitt der Stanze, wenn dieselbe geöffnet ist.
Fig. 14 stellt die Ansicht einer gleichen Stanze dar, wenn dieselbe nicht an dem Stempel (Patrize) befestigt ist.
Fig. 15 ist eine Draufsicht derselben, bei welcher die Flügel sich nach ein- und auswärts verschieben, anstatt sich zu heben und zu senken,
Fig. I5A eine Draufsicht der Platte h2.
Fig. 16 stellt den Aufrifs bezw. Schnitt einer oberen Expansionsstanze dar, welche für eine jede beliebige Form von unteren Stanzen verwendet werden kann.
Fig. 17 ist eine Draufsicht im Schnitt derselben Stanze, jedoch in geschlossenem Zustande, und
Fig. 18 eine correspondirende Ansicht, wenn die Theile geöffnet sind.
Aus den Fig. ι bis 4 ist ersichtlich, dafs ein gewöhnlicher rundköpfiger Stempel mit Schultern verwendet werden kann.
Letztere treten mit Flügeln b in Eingriff, an denen sie herabgleiten; bei dieser Construction trägt die Haupt- oder feste Platte A den unteren Theil der Stanze a, welche mittelst der Schraube a1 verstellt werden kann.
In diesem Falle bestehen die beweglichen Theile wesentlich aus den vier Flügeln b, die durch Schrauben b1 bl verstellbar mit Hebeln cc verbunden sind, welche sich um C1C1 drehen. Diese Hebel c c werden durch die Federn d d gewöhnlich in ihrer gehobenen Stellung gehalten und ihre Bewegung nach aufwärts wird durch die Stellschraube B begrenzt, während die Stellschrauben D D mit den Schrauben bl b1 eine Verstellung der Flügel zulassen.
Infolge der Lage der Drehpunkte C1C1, welche sich unter dem Mittelpunkte der Flügel b befinden, müssen die Stirnflächen der Flügel zurückweichen, wenn letztere sich öffnen, und sich einander nähern, wenn sie niedergedrückt werden.
Der erforderliche Druck auf die Flügel geschieht durch den zweiten Stempel oder Kolben, welcher so geformt ist, dafs er die inneren Enden der Flügel b streift, und niederdrückt, wenn die zwei Stempel zusammenkommen, während, wenn die Stpmpel sich trennen, die Federn d d das Emporsteigen und Oeffnen der Flügel bewirken, worauf der betreffende Gegenstand aus der Form genommen werden kann.
Wenn grofse Gegenstände zu formen sind, oder ein sehr dünnes Material verwendet wird, so können durch den Raum zwischen den Flügeln dem Gegenstande leicht Rippen gegeben werden.
Um dies möglichst zu vermeiden, wird der Setzraum mit einem Ergänzungsflügel e versehen (Fig. 6 und 7), welcher von der Feder d emporgehalten, aber durch den Kolben oder die Flügel an jeder Seite in Bewegung gesetzt wird. Die äufsere Fläche eines solchen keilförmigen Flügels ist so geformt, dafs er in seiner tiefsten Stellung mit den anderen Flügeln einen fast vollständigen Kreis bildet.
Anstatt des keilförmigen Flügels e kann auch ein federndes Stück e1 (Fig. 6 und 8) angewendet werden. Im normalen Zustande befindet sich dieses Stück aufserhalb der verticalen Richtung, in welche es durch die drehbaren Flügel b b gedrückt wird. Vorzugsweise aber verwendet der Erfinder zwei Flügel mit überhängenden oder vorspringenden Enden b2 (Fig. 6), die derart hergestellt sind, dafs beim Niederdrücken der Flügel ein genauer Kreis oder eine vorher bestimmte Form erhalten wird. Anstatt dafs die Flügel durch den Kolben niedergedrückt werden, können die Hebel cc auf Rollen c2c2 aufliegen (Fig. 9 und 10), welch letztere auf einem mit schiefen Ebenen f versehenen Ring F ruhen. Wenn bei einer solchen Anordnung der obere Stempel heruntergeht, oder wenn die diesen Stempel bewegende Stange F' niedergedrückt, die Kniehebelverbindung /'/' geöffnet und mittelst des Armes /2 der Ring F theilweise gedreht wird, dann werden die schiefen Ebenen f unter die äufseren Enden der Hebel c geführt, wodurch die inneren Enden niedergedrückt werden. Die Flügel b b bilden dann den geschlossenen unteren Stempel. In den Zeichnungen ist ein sich ausdehnender oberer Stempel dargestellt.
Der ganze Apparat ist so eingerichtet, um eine mit Schraubengewinden versehene Kappe oder einen Deckel zu formen, welche nach dem Formen sofort von der Stanze abgenommen werden können, ohne dafs es nöthig wäre, dieselben abzuschrauben.
Dies geschieht in folgender Weise:
Der Metallstreifen wird unter den oberen Stempel G gebracht, und beim Herabgehen desselben schneidet der Schneidering G1 ein Stück von der gewünschten Gröfse aus. Wenn der Kolben weiter herabgeht, dann wird das Material in das Formrohr g gedrückt, und bald darauf ruht der untere Theil des Schneideringes G1 auf dem Gehäuse G2. Die Feder gx wird allmälig zusammengedrückt, und der Schneidering G1 wird nicht nur durch die genannte Feder, sondern auch durch die Stellschrauben g·2, welche in den Führungen gs gleiten, in seiner Stellung gehalten.
Der Kolben G bringt das zu formende Material auf den unteren Theil α der unteren Stanze, welche niedergedrückt wird, bis der Rand der verstellbaren Schraube al mit der Hauptunterlagsplatte A in Contact kommt. Letztere bietet einen starken Widerstand, und der Druck zwingt den oberen Stempel, sich in der später zu beschreibenden Weise auszudehnen, während die Flügel b b den gefalteten Körper umfassen und nach der gewünschten Gestalt formen.
Wenn die Stange F] in die Höhe steigt, dann entfernen die schiefen Ebenen f von ihrer Stelle die Hebel c, und die Federn d heben die Flügel b empor. Gleichzeitig zieht sich der obere Stempel zusammen, steigt empor und die Feder a2 hebt den Theil α mit dem darauf sich befindenden geformten Gegenstand, welcher dann fertig weggenommen werden kann, worauf die Operation von neuem beginnt.
In den Fig. 11, 12 und 13 ist der obere Stempel in einem etwas gröfseren Mafsstabe dargestellt. Derselbe besteht aus vier Flügeln h h und vier Flügeln h1 h1, derart,
dafs, wenn dieser Stempel geschlossen ist, die Flügel h1 h1 einen Kreis bilden (Fig. 12), während, wenn derselbe offen ist, der Raum zwischen den Segmenten h1 h1 durch die äufseren Enden der Flügel oder Keile h h ausgefüllt wird (Fig. 13). Die beiden Flügelsätze können auf einer Platte h2 ruhen, welche von der Schraube Zi3 getragen wird, und der ganze Theil wird durch die Feder Zz4 in seiner geschlossenen Stellung erhalten.
Wenn zwischen dem Kolben G und dem Theil α eine Kraft ausgeübt wird, dann werden die Flügel h h durch den Kegel / nach aufsen gedrückt und auf diese Weise die Segmente hl Ηλ von einander getrennt. Diese Bewegung wird durch die Leitstifte i i oder durch schwalbenschwanzförmige Vorsprünge, welche in die Platte Z22 eintreten, unterstützt und regulirt. Es ist leicht verständlich, dafs, da nur die halbe Bewegung eines jeden Flügels h auf einen Flügel Tz1 übertragen wird, die Stifte ti nur unter dem halben Winkel eingestellt zu werden brauchen, welchen der Kegel bildet. Die Wirkung dieser Stifte i i besteht darin, die Segmente in ihre normale Stellung zurückzubringen, wenn die Feder Zz4 frei wirken kann.
In den Fig. 14 und 15 ist ein ähnlicher ausdehnbarer Kolben als Theil des unteren Stempels dargestellt. In diesem Falle sind die Seitenflügel so angeordnet, dafs sie nach ein- und auswärts sich verschieben, anstatt sich zu drehen, und an Stelle eines unteren Ringes mit schiefen Ebenen wird ein das Ganze umfassender Ring angewendet. Bei dieser Construction trägt der Kolben G einen Schneidering G1 sowie einen geriffelten Kegel oder ein Rohr g. Sowohl der Schneidering als auch der Kegel werden vermittelst der Arme g·4 an dem Kolben befestigt. Diese Arme sind so angeordnet, dafs, wenn der Kolben in seine tiefste Stellung kommt, die Flügel b zwischen denselben durchgehen können. Gegenüber diesen Armen befinden sich dann die Ergänzungsfiügel e1 (wie aus den Fig. 6 und 8 zu ersehen ist), welche derart an dem Kolben befestigt sind, dafs sie normal in offener Stellung gehalten werden. Wenn aber die Flügel b b nach einwärts geprefst werden (wie dies hiernach beschrieben wird), so erfassen dieselben die Ergänzungsflügel und ziehen sie mit. Der Ring F wird auf dieselbe Weise bewegt, wie dies mit Bezug auf die Fig. 9 und 10 beschrieben wurde. Die schiefen Ebenen f befinden sich aber an der inneren Seite anstatt auf der oberen Seite dieses Ringes. Die Flügel werden von passenden Führungsstücken J gehalten. An ihren äufseren Ansätzen oder Ohren befinden sich Stifte bs, welche in Führungen f% in den schiefen Ebenen f ruhen. Wenn der Ring F gedreht wird, dann pressen die schiefen Ebenen/ die Flügel b nach innen, und wenn derselbe wieder zurückgedreht wird, ziehen die in den Führungen f3 gleitenden Stifte b3 die Flügel wieder nach aufsen.
Die Flügel h h h1 hl werden mittelst Schrauben Zi5 an der Platte Z22 befestigt. Die Köpfe dieser Schrauben gleiten ebenfalls in Schlitzen in der Platte Zj2, wenn die Flügel aus einander und zusammengeschoben werden. Diese Construction ist aus der Fig. 15A ersichtlich, welche eine Draufsicht dieser Platte darstellt.
Die Wirkung ist immer genau dieselbe. In den Fig. 16, 17 und 18 ist eine Modification der Construction des Stempels dargestellt, in welchem der Kegel / durch eine centrale Scheibe J1 ersetzt ist.
Letztere sind mit Scharnierhebeln j versehen, durch welche die Flügel h h und durch diese die Flügel oder Segmente Zj1Zi1 aus einander und zusammengerückt werden.
In der Zeichnung sind zwei Arten von Flügeln und Segmenten dargestellt, welche bequem an der Scheibe /' angebracht werden können, indem man den Hebeln j kugelförmige Enden giebt, welche in Ausschnitte oder Löcher eintreten und durch Stellschrauben j1 festgehalten werden, wie dies in Fig. 16 zu sehen ist.
Die Scheibe / wird mittelst des Vierkantes k des Schaftes K gedreht. Letzterer wird durch den Arm kv auf eine beliebige Weise in Bewegung gesetzt.
Die Flügel oder Segmente h1 werden durch die Flügel oder Keile h nicht allein aus einander geschoben, sondern bei der in den Fig. 16, 17 und 18 dargestellten Construction auch durch dieselben zusammengerückt. Die Stifte i halten die Platte Zj2 und die Segmente an den Kolben G hinreichend fest. Die Flügel h h können mittelst schwalbenschwanzförmiger Führungen in bekannter Weise mit den Flügeln oder Segmenten Zj1Zj1 in Eingriff gebracht werden.
Zum Pressen oder Stanzen von Papier, Stroh, Holz oder ähnlichen Stoffen müssen entweder letztere oder alle die Stempel heifs gemacht werden.

Claims (1)

  1. PATENT-ANSPRUCH:
    Ein Apparat zum Stanzen oder Pressen von schalenförmigen oder geriffelten Gegenständen in einer einzigen Operation, charakterisirt durch die folgenden Einrichtungen in der aus den Zeichnungen ersichtlichen Combination:
    ι. durch die vier Flügel b b (Fig. 1 bis 6) der Zeichnungen mit oder ohne dem Ergänzungsflügel e (Fig. 6 und 7) oder dem federnden Stücke e1 (Fig. 6 und 8), oder den vorspringenden Enden b2 £>2 (Fig. 6) in Verbindung mit den Hebeln c c zum Heben und Senken derselben, durch wel-
    chen Apparat ein schon vorbereitetes Metallstück in die gewünschte Form gedrückt wird;
    durch den Kolben G mit Schneidering G1 zum Ausschneiden des erforderlichen Metallstückes (blank) in Verbindung mit dem Rohr g, den Flügeln b b und den Hebeln cc, welche Rollen c2 c2 tragen, die auf dem mit den schiefen Ebenen ff versehenen Ring F laufen, um das Oeffnen und Schliefsen der Flügel zu bewirken (nach Fig. 9 und io), welche mit dem Theile a die untere Stanze bilden;
    durch die Construction des oberen Stempels nach den Fig. ii, 12 und 13, bestehend aus den vier Flügeln h und den vier Flügeln h1, die beim Schliefsen der Stanze eine vollständige Kreisform bilden, in Verbindung mit dem Kegel /, der die Flügel nach auswärts drückt;
    durch die in den Fig. 14 und 15 dargestellte Modification des ausdehnbaren Formers, bei welcher Modification die Flügel b b sich nicht heben und senken, sondern durch die an der Innenwand des Ringes F angebrachten schiefen Ebenen f nach ein- und auswärts geschoben werden; .
    an Stelle des unter 3. erwähnten Kegels die in den Fig. 16 bis 18 dargestellte centrale Scheibe /' mit den Kniehebeln j zum Auseinanderschieben und Zusammendrücken der Flügel h h und h1 h\ , ..:
    Hierzu 3 Blatt Zeichnungen.
DENDAT45178D Apparat zum Stanzen oder Pressen von schalenförmigen oder geriffelten Gegenständen in «/«^Operation Expired - Lifetime DE45178C (de)

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