DE452436C - Verfahren zur Verbesserung von Ruebenrohsaeften - Google Patents

Verfahren zur Verbesserung von Ruebenrohsaeften

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DE452436C
DE452436C DEG63225D DEG0063225D DE452436C DE 452436 C DE452436 C DE 452436C DE G63225 D DEG63225 D DE G63225D DE G0063225 D DEG0063225 D DE G0063225D DE 452436 C DE452436 C DE 452436C
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    • CCHEMISTRY; METALLURGY
    • C13SUGAR INDUSTRY
    • C13BPRODUCTION OF SUCROSE; APPARATUS SPECIALLY ADAPTED THEREFOR
    • C13B20/00Purification of sugar juices
    • C13B20/18Purification of sugar juices by electrical means

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  • Chemical & Material Sciences (AREA)
  • Life Sciences & Earth Sciences (AREA)
  • Biochemistry (AREA)
  • Organic Chemistry (AREA)
  • Water Treatment By Electricity Or Magnetism (AREA)

Description

  • Verfahren zur Verbesserung von Rübenrohsäften. Es ist ein Verfahren zur Verbesserung von Zuckersäften bekannt, bei dem man gekalkte Rohsäfte einer Elektrolyse in der Weise unterwirft, daß die in den Saft tauchende Anode aus Metallen besteht, die unter :dem Einfluß des elektrischen Stromes chemische Verbindungen mit gewissen Bestandteilen des Saftes eingehen. Die Kathode taucht in einen Strom fließenden Wassers ein, der von dem Saft durch eine poröse Scheidewand getrennt ist. Da der so behandelte Saft nach einer Filtration ohne weiteres für die Verdampfung fertig ist, so bildet dieses Verfahren nur einen Ersatz für die Saturation.
  • Man hat ferner auch Zuckerrohsäfte durch Elektrolyse gereinigt, ohne daß sie mit einem Zusatz von alkalischen Stoffen versehen wurden, worauf sie mit schwefliger Säure zu behandeln waren. Die Elektrolyse kann also nach diesem bekannten Verfahren nur die Scheidung ersetzen.
  • Gemäß der Erfindung wird durch den Rübenrohsaft, der auch unter Luftverdünnung stehen kann, sowohl bei der Scheidung mittels alkalischer Stoffe, z. B. Kalk, Soda usw., als auch bei der Saturation mittels Kohlensäure, schwefliger Säure o. dgl. ein elektrischer Strom hindurchgeleitet, der in vorteilhafter Weise die Nichtzuckerstoffe, namentlich die organischen, so beeinflußt, daß sie unlöslich werden und leicht und schnell abzufiltrieren sind. Die Zu- und Ableitung des elektrischen Stromes erfolgt durch unmittelbar in den Saft eintauchende, aus einem indifferenten Leiter hergestellte Elektroden. Versuche haben ergeben, daß der Rohzucker, der aus :den nach dem neuen Verfahren behandelten Säften erzeugt worden ist, einen geringeren Aschegehalt aufweist als der Rohzucker, dessen Ausgangssäfte nicht mit elektrischem Strom :behandelt worden sind.
  • Beispielsweise wird der von der Diffusionsbatterie kommende Rohsaft in ein unter Luftverdünnung stehendes Gefäß geleitet, in dem sich Kalk, in fester Form oder als Milch, befindet. Außerdem sind drei aus einer Eisennickellegierung bestehende Elektroden in dem Gefäß angeordnet, durch die während des Vermischens des Rohsaftes mit :dem Kalk (o,2 bis 0,35 Prozent Kalk auf Rüben gerechnet) ein elektrischer Wechselstrom von 22o Volt Spannung und 5 .bis 25 Ampere Stromstärke in die Flüssigkeit eingeführt wird. Die Dauer der elektrischen Behandlung des gekalkten Saftes soll etwa 5 bis 2o Minuten betragen. Nach :dieser Vor:behandlung wird der Rübenrohsaft entweder in dem gleichen Gefäß oder in einem ebenfalls mit zwei Elektroden aus einer Eisennickellegie- -rung ausgestatteten zweiten Gefäß mit einer größeren Zugabe von alkalischen Stoffen (etwa i s/, bis 21-2 Prozent Kalk) versetzt und mit Kohlensäure unter Durchleiten eines elektrischen Stromes durch die Flüssigkeit bei Temperaturen von nicht über 75° behandelt. Auch hierbei läßt man einen elektrischen Strom von 22o Volt Spannung bei einer Stromstärke von 5 bis 25 Ampere 5 bis 2o Minuten lang auf die Flüssigkeit einwirken.
  • An diese Saturatiion, der eine Filtration folgt, kann sich noch eine weitere Saturation oder eine Nachsaturation mittels schwefliger Säure o. ;dgl. anschließen.
  • Es hat sich gezeigt, daß der Scheideschlamm, der bei dem neuen Verfahren entsteht, sich gut abfiltrieren läßt und außerordentlich harte Kuchen liefert Selbstverständlich kann die Einleitung von Kohlensäure, schwefliger Säure o. dgl. in den Rohsaft auch erfolgen, nachdem die Einwirkung der alkalischen Stoffe auf den Saft beendet ist.
  • Die sowohl bei der Scheidung als euch bei der Saturation des Rohsaftes- anzuwendende Luftverdünnung in dem Gefäß oder den Gefäßen bewirkt eine bessere Durchmischung des Gefäßinhaltes und demgemäß eine Unterstützung der Reaktion der aufeinander einwirkenden Stoffe.

Claims (1)

  1. PATENTANSPRUCH: Verfahren zur Verbesserung von Riiblenrohsäften mittels elektrischen Stromes, der durch den gekalkten Rohsaft geleitet wird, dadurch gekennzeichnet, daß durch den Rohsaft, der auch unter Luftverdünnung stehen kann, sowohl bei der Scheidung mittels alkalischer Stoffe, insbesondere Kalk, als auch bei der Saturation mittels Kohlensäure, schwefliger Säure o. dgl: ein elektrischer Strom in der Weise hindurchgeleitet wird, daß die aus indifferenten leitenden Stoffen hergestellten Elektroden unmittelbar mit dem Saft in Berührung gebracht werden.
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