DE452708C - Verfahren und Vorrichtung zum Anbringen eines nichtmetallischen UEberzugs auf duennen kurzen oder Drahtkoerpern, insbesondere auf kleinen Wendelleuchtkoerpern elektrischer Gluehlampen - Google Patents
Verfahren und Vorrichtung zum Anbringen eines nichtmetallischen UEberzugs auf duennen kurzen oder Drahtkoerpern, insbesondere auf kleinen Wendelleuchtkoerpern elektrischer GluehlampenInfo
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- DE452708C DE452708C DEP53858D DEP0053858D DE452708C DE 452708 C DE452708 C DE 452708C DE P53858 D DEP53858 D DE P53858D DE P0053858 D DEP0053858 D DE P0053858D DE 452708 C DE452708 C DE 452708C
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- H—ELECTRICITY
- H01—ELECTRIC ELEMENTS
- H01K—ELECTRIC INCANDESCENT LAMPS
- H01K1/00—Details
- H01K1/52—Means for obtaining or maintaining the desired pressure within the vessel
- H01K1/54—Means for absorbing or absorbing gas, or for preventing or removing efflorescence, e.g. by gettering
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- Coating Apparatus (AREA)
- Solid-Sorbent Or Filter-Aiding Compositions (AREA)
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- Removal Of Insulation Or Armoring From Wires Or Cables (AREA)
Description
Die Erfindung bezieht sich auf ein Verfahren und eine Vorrichtung zum Anbringen
eines Überzugs auf dünnen kurzen Drahtstücken oder Drahtkörpern, insbesondere auf
kleinen Wendelleuchtkörpern elektrischer Glühlampen. Bekanntlich werden die Metalldrahtleuchtkörper
elektrischer Glühlampen mit einem nichtmetallischen Überzug, dem sogenannten Fangstoffe (Getter), versehen, um
einerseits die Schwärzung der Glashüllen der Glühlampen zu vermindern und anderseits
das Vakuum der Lampen durch Bindung von Feuchtigkeitsresten zu verbessern. Das Aufbringen
des Überzuges erfolgte bisher meist durch Bespritzen der am Traggestell der Lampe befestigten Leuchtkörper mit einer
Überzugstoffsuspension. Dieses Bespritzen läßt sich bei geradlinigen Leuchtkörpern und auch
Wendelleuchtkörpern von größerem Kerndurchmesser genügend sicher und gleichmäßig
bewirken, nicht hingegen aber bei Wendelleuchtkörpern von sehr kleinem Kerndurchmesser,
da in diesem Falle die Leuchtkörperteile zu dicht gedrängt sind.
Die Erfindung gestattet, nicht nur solche kleineren Wendelleuchtkörper und grundsätzlich
kleineren Drahtkörper gleichmäßig mit Überzugstoffen zu versehen, sondern auch den
Arbeitsvorgang des Überziehens gleichzeitig an einer größeren Anzahl von kleineren Drahtkörpern,
also mit erheblicher Arbeitszeitersparnis, durchzuführen. Zu diesem 'Zwecke werden erfindungsgemäß die zu überziehenden
Leuchtkörper vor ihrer Befestigung an den Traggestellen der Lampen in einem Behälter
zu einem losen Haufen aufgeschichtet, darauf in diesem Behälter durch Einwirkung
eines Druckluftstromes aufgewirbelt und in Schwebe gehalten und sodann oder gleichzeitig
mit der Aufwirbelung einem Strahl einer Überzugstoff suspension ausgesetzt. Jeder
Körper des lose aufgeschichteten Haufens wird somit gewissermaßen in einen Strahl
von Überzugstoffsuspension hineingeworfen
und von diesem allseitig umspült, was bewirkt, daß weit sicherer als bisher alle Teilchen
der kleinen Körper mit Überzugstoff versehen werden. Zweckmäßig wird die zum Aufwirbein
der Körper dienende Druckluft gleichzeitig zum Ansaugen der Überzugstoffsuspension
benutzt, um ein besonderes Ausspritzen der letzteren zu ersparen.
In der Zeichnung ist eine Vorrichtung zur
ίο Durchführung des neuen Verfahrens in einem
Ausführungsbeispiel dargestellt, und zwar zeigt Abb. ι die Vorrichtung in Ansicht, zum
Teil im Schnitt,
Abb. 2 einen Schnitt durch die Spritzdüse im größeren Maßstabe,
Abb. 3 eine Aufsicht auf die Spritzdüse. In einem trichterförmigen Behälter 10, der
zweckmäßig aus Messing oder anderem von dem aufzubringenden Überzugstoff nicht angreifbaren
Metall besteht, ist eine größere Anzahl Wendelleuchtkörper 11 in Form eines
losen Haufens eingebracht. Der Behälter 10 ist an einem Arm 12 befestigt, der von einer
auf der senkrechten Säule 17 aufgesteckten Hülse 14 ausgeht. In der Hülse 14 ist eine
Feder 15 vorgesehen, die auf einen Stift 16 des Armes 12 einwirkt, so daß letzterer einwärts
gezogen wird, bis sein Anschlagstift 13 sich in eine Kerbe 13' der Hülse 14 einlegt.
Die Säule 17 ist an einem Bodenbrett 18 befestigt und trägt einen einstellbaren Arm 20
für die Abstützung des den Überzugstoff enthaltenden Gefäßes 19, das zweckmäßig in Gestalt
eines Meßglases ausgebildet ist. Der Überzugstoff besteht aus fein verteilten Chemikalien,
beispielsweise aus einer Aufschlämmung von Kryolith in einem leicht flüchtigen Suspensionsmittel. Zur Herstellung der Kryolithsuspension
können 200 g fein verteilter Kryolith mit 150 g Firnis, der Amylacetat
enthält, gemischt und diese Lösung darauf mit der vierfachen Menge einer aus 80 Prozent
Methylalkohol und 20 Prozent Äther bestehenden Flüssigkeit verdünnt werden. Dieser
Suspension können gegebenenfalls noch andere bekannte Überzugstaffe, wie etwa Phosphor,
beigemischt werden. Es kann aber auch als Überzugstoff in bekannter Weise nur eine
Phosphoraufschlämmung allein verwendet werden.
Zur Üherleitung des Überzugstoffes zum
trichterförmigen Behälter ro dient ein bis nahezu auf den Boden des Gefäßes 19 reichendes
Rohr 21, das am oberen Ende in eine Düse 22 ausmündet. Letztere besitzt
einen Flansch 23, der von einer auf dem Düsenmantel 26 aufgeschraubten Kappe 24 umschlossen wird, so daß die Düse 22 im
Mantel 26 unverrückbar gelagert ist. Der Mantel 26 besitzt eine konisch zulaufende
Ringkammer 31, welche die gleichfalls konisch zulaufende Spitze der Düse 22 umschließt.
In das untere Ende des Behälters 10 mündet eine mit einem Ventil 28 ausgestattete
Druckluftleitung 27, und zwar an der Stelle, wo der angesetzte Düsenmantel
eine äußere Ringkammer 29 aufweist. Diese Kammer steht durch Bohrungen 30 mit der
konischen Ringkammer 31 in Verbindung. Im Innern der Düse 22 und des Rohres 21
befindet sich eine Nadel 32, deren unteres Ende in einen aus dem Gefäß 19 herausgeführten
biegsamen Draht 32' übergeht. Das obere freie Ende dieses Drahtes 32' ist an
einen an dem Behälter 10 gelagerten Handgriff 33 angeschlossen, durch dessen Betätigung
die Nadel in ihrer Längsrichtung verstellt und damit die Durchtrittsöffnung an der Düsenmündung geregelt werden kann.
In das Gefäß 19 mündet ferner bis nahe an den Boden eine besondere Druckluftleitung
34, die dazu dient, die im Gefäß 19 enthaltene Überzugstoffsuspension fortgesetzt in Wallung
zu halten und damit am Absetzen zu hindern.
Auf dem oberen Rand des trichterförmigen Behälters 10 ruht ein Gehäuse 35, das an
einen in dem Kopflager der Säule 17 schwenkbar gelagerten Arm 37 angeschlossen ist.
Letzterer besitzt einen Anschlagstift 38, der sich beim Ausschwenken des Gehäuses 35 gegen
eine Backe 39 des Säulenkopf lagers anlegt und damit die Ausschwenkung des Gehäuses
35 begrenzt. Letzteres besteht zweckmäßig aus Glas, um das durch die Einwirkung der zugeführten Druckluft zustande kommende
Emporschleudern der im Behälter 10 ruhenden Leuchtkörper beobachten bzw. durch
entsprechende Regelung der Druckluftzufuhr und Einstellung der Düse 22 regeln zu können.
Das Gehäuse 35 besitzt einen in geeigneter Weise befestigten Aufsatz 40, in dessen erweitertem Randteil eine Abscblußkappe
41 von etwas geringerem Durchmesser gelagert ist, so daß zwischen dieser und dem
Aufsatz 40 ein Ringspalt zum Abzug der Druckluft gewahrt bleibt. Durch Verstellen
der Abschlußkappe 41 in der Höhenrichtung kann die Größe des Abzugringspaltes geregelt
werden. no
Bei Inbetriebsetzung der Vorrichtung wird das Gehäuse 35 so weit ausgeschwungen, bis
der Anschlagstift 38 des Armes 37 an der Backe 3.9 des Kopflagers anliegt. Sodann
wird eine größere Anzahl Leuchtkörper 11 in dem Behälter 10 zu einem losen Haufen
aufgeschichtet und darauf das Gehäuse 35 wieder zurückgeschwungen, so daß es, wie
dargestellt, auf dem Behälter 10 aufruht. Durch Öffnen des Ventils 28 wird alsdann
Druckluft in die Düse 22, 26 eingeführt, die beim Austritt aus dem Ringspalt 31 die inj.
Gefäß 19 befindliche Überzugstoffsuspension ansaugt. Die Leuchtkörper 11 werden durch
den Luftstrom emporgewirbelt und hierbei durch den das Gehäuse 35 durchziehenden
Strahl der Überzugsfiüssigkeit bespült. Letztere ist derart zusammengesetzt, daß sie beim
Auftreffen auf die Leuchtkörper schnell trocknet, so daß diese rasch und gleichmäßig mit
einem Überzug versehen werden. Der ganze Vorgang nimmt nur wenige Minuten in Anspruch.
Soll das Arbeitsverfahren unterbrochen werden, so braucht nur das Ventil 28 geschlossen und durch Betätigung des
Handgriffes 33 die Nadel 32 so weit angehoben zu werden, daß sie den Zutritt von
Überzugstoff suspension in den Behälter 10 abschließt. Die im Gehäuse 35 emporgewirbelten
Leuchtkörper 11 fallen zufolge der Druckluftabsperrung
sofort durch Eigengewichtswirkung in den Behälter 10 zurück. Das Gehäuse
35 wird darauf seitlich ausgeschwungen, so daß der trichterförmige Behälter 10
mit den eingelagerten Leuchtkörpern frei steht. Dann wird unter Festhalten des die Suspension
enthaltenden Gefäßes 19 auch der Arm 20 der Säule 17 seitlich ausgeschwungen,
um das Gefäß 19 nach unten abziehen zu können. Die Entfernung der Leuchtkörper
aus dem Behälter 10 erfolgt dann endlich durch einfaches Umkippen des letzteren, zu
welchem Zwecke der Arm 12 entgegen der Wirkung der Feder 15 etwas auswärts gezogen
wird, bis der Anschlagstift 13 aus der Kerbe 13' der Hülse 14 heraustritt.
Die Gestaltung der Düse 22 und ihre Stellung zum Druckluftaustritt kann auch eine
mannigfach andere sein. Auch kann die Einspritzung der Überzugstoffsuspension unabhängig
von der zur Aufwirbelung der Leuchtkörper dienenden Drucklufteinführung erfolgen.
Claims (8)
- PATENTANSPRÜCHE:ι. Verfahren zum Anbringen eines nichtmetallischen Überzugs auf dünnen kurzen Drahtstücken oder Drahtkörpern, insbesondere auf kleinen Wendelleuchtkörpern elektrischer Glühlampen, dadurch gekennzeichnet, daß die zu überziehenden Körper in einem Behälter zu einem losen Haufen aufgeschichtet, darauf durch Einwirkung eines Druckluftstromes aufgewirbelt und in Schwebe gehalten und sodann oder gleichzeitig mit der Aufwirbelung einem Strahl einer Überzugstoffsuspension ausgesetzt werden.
- 2. Verfahren nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß die Überzugstoffsuspension durch den zur Aufwirbelung der zu überziehenden Körper dienenden Druckluftstrom angesaugt wird.
- 3. Verfahren nach Anspruch 1 und 2, dadurch gekennzeichnet, daß die anzusaugende Überzugstoffsuspension durch einen besonderen Druckluftstrom fortgesetzt in Wallung erhalten wird.
- 4. Vorrichtung zur Ausführung des Verfahrens nach Anspruch 1 bis 3, gekennzeichnet durch einen die zu überziehenden Körper (11) aufnehmenden, zweckmäßig trichterförmigen Behälter (10), in dessen verengten unteren Teil eine Düse (22) hineinragt, deren Mittelbohrung mit einem Vorratsgefäß (19) für Überzugstoff suspension und deren die Mittelbohrung konzentrisch umfassender Ringspalt (31) mit einer Druckluftquelle (27) verbunden ist, so daß bei Austritt von Druckluft aus dem äußeren Ringspalt (31) der Düse fortgesetzt Überzugstoffsuspension durch die Mittelbohrung hindurch angesaugt und ausgespritzt wird.
- 5. Vorrichtung nach Anspruch 4, dadurch gekennzeichnet, daß eine in die Mittelbohrung der Düse (22) eingesetzte Abschlußnadel (32) bis in ein unter der Düse stehendes Vorratsgefäß (19) für Überzugstoffsuspension abwärts geführt ist, und daß sie am unteren Ende in einen aus diesem Gefäß herausgeführten biegsamen Draht (32') übergeht, der an eine Handhabe (33) zur Betätigung der Abschlußnadel angeschlossen ist.
- 6. Vorrichtung nach Anspruch 4 und 5, dadurch gekennzeichnet, daß der die zu überziehenden Körper aufnehmende trichterförmige Behälter (ioj samt der Spritzdüse (22) an einem Ständer (17) kippbar gelagert ist.
- 7. Vorrichtung nach Anspruch 4 bis 6, dadurch gekennzeichnet, daß der trichterförmige Behälter (10) von einem wagerechten Arm (12) getragen wird, der in eine Hülse (14) eines senkrechten Ständers (17) federnd eingesetzt ist und durch einen in eine Kerbe (13') seiner Lagerhülse (14) einspringenden Riegelstift (13) in Stellung gehalten wird.
- 8. Vorrichtung nach Anspruch 4 bis 7, dadurch gekennzeichnet, daß an dem den trichterförmigen Behälter (10) tragenden Ständer (17) ein Verlängerungsaufsatz (35) für den ersteren sowie ein Unterstützungsarm (20) für das die Überzugstoffsuspension enthaltende Gefäß (19) schwenkbar gelagert sind.Hierzu 1 Blatt Zeichnungen.
Applications Claiming Priority (1)
| Application Number | Priority Date | Filing Date | Title |
|---|---|---|---|
| US114808A US1655466A (en) | 1926-06-09 | 1926-06-09 | Method and apparatus for treating filaments |
Publications (1)
| Publication Number | Publication Date |
|---|---|
| DE452708C true DE452708C (de) | 1927-11-17 |
Family
ID=22357547
Family Applications (1)
| Application Number | Title | Priority Date | Filing Date |
|---|---|---|---|
| DEP53858D Expired DE452708C (de) | 1926-06-09 | 1926-10-20 | Verfahren und Vorrichtung zum Anbringen eines nichtmetallischen UEberzugs auf duennen kurzen oder Drahtkoerpern, insbesondere auf kleinen Wendelleuchtkoerpern elektrischer Gluehlampen |
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|---|---|
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| BE (1) | BE342791A (de) |
| DE (1) | DE452708C (de) |
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| GB (1) | GB272500A (de) |
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0
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1926
- 1926-06-09 US US114808A patent/US1655466A/en not_active Expired - Lifetime
- 1926-10-20 DE DEP53858D patent/DE452708C/de not_active Expired
-
1927
- 1927-06-04 FR FR639785D patent/FR639785A/fr not_active Expired
- 1927-06-07 GB GB15121/27A patent/GB272500A/en not_active Expired
Also Published As
| Publication number | Publication date |
|---|---|
| GB272500A (en) | 1927-08-04 |
| US1655466A (en) | 1928-01-10 |
| BE342791A (de) | |
| FR639785A (fr) | 1928-06-29 |
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