DE453429C - Verfahren zur Herstellung von Nitrophenolalkylaethern - Google Patents

Verfahren zur Herstellung von Nitrophenolalkylaethern

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DE453429C
DE453429C DEV19304D DEV0019304D DE453429C DE 453429 C DE453429 C DE 453429C DE V19304 D DEV19304 D DE V19304D DE V0019304 D DEV0019304 D DE V0019304D DE 453429 C DE453429 C DE 453429C
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  • Verfahren zur Herstellung von Nitrophenolalkyläthern. Bisher werden Nitrophenolalkyläther im allgemeinen durch Alkylierung von Nitrophenolen hergestellt. Der bequemere Ersatz des Halogens in Nitrohalogenverbindungen durch die Oxalkylgruppe konnte dagegen nur in einigen Fällen angewandt werden, da sich bei einer Reihe von Nitrohalogenderivaten der aromatischen Reihe Nebenreaktionen als besonders störend erweisen, welche durch die Reduktionswirkung der im Reaktionsgemisch vorhandenen Alkoholate auf die Nitrogruppe hervorgerufen werden und unter anderen zu Dichlorazoxykörpern führen. So erhält man beispielsweise bei der Einwirkung von Alkohol und Natronlauge auf p-Chlornitrobenzol große Mengen p, p-Dichlorazo- und -azoxybenzol, während die Bildung des p-Nitrophenetols nur in unbefriedigendem Maße erfolgt.
  • Man hat bereits versucht, diesen Übelstand dadurch zu beseitigen, daß man das notwendige Ätzalkali erst während der Reaktion mit Hilfe von Ätzkalkaufschlämmungen und Alkalicarbonat in Freiheit setzte (vgl. die britische Patentschrift 167 58z). Diesem Verfahren haftet jedoch der Nachteil einer bis zu mehreren Tagen betragenden Umsetzungsdauer an.
  • Ebenso schwerwiegende Nachteile weist ein anderer Vorschlag auf, mit ganz verdünnten Lösungen (3 bis 5 Prozent) der Nitrochlorverbindungen zu arbeiten, wobei noch ein Unterschuß von Ätzalkali gegenüber der theoretischen Menge zur Anwendung empfohlen wird (vgl. die britische Patentschrift 204 594) ; es ist klar, daß es unter diesen Umständen nicht gelingt, die Reaktion quantitativ zu Ende zu führen, so daß das Reaktionsprodukt mit einer gewissen Menge der unveränderten Ausgangsstoffe verunreinigt sein muß.
  • Schließlich wurde empfohlen, an Stelle des Ätzalkalis schwach basische Mittel unter Zusatz der üblichen Katalysatoren anzuwenden, doch erfordert in diesem Falle die Reaktion die Anwendung von Temperaturen über 1500.
  • Gemäß der Erfindung gelingt es dagegen, die störenden Nebenreaktionen auf einfache Weise so weit zu verhindern, daß der Ersatz des Halogens durch die Oxalkylgruppe zur Hauptreaktion wird, wenn man die alkoholischen Alkalilösungen mit Nitrohalogenderivaten der aromatischen Reihe bei Gegenwart komplexer Verbindungen des Kupferoxyds mit alipathischen Polyhydroxylverbindungen erhitzt. Beispiele. i. Zu einer Auflösung von 211, kg Kupferdhlorid, 1 kg Glyzerin und 14 kg Ätznatron in aoo kg Methylalkohol werden 48 kg 1,4-Dichlor-a-nitrobenzol zugegeben. Man kocht bis zur Vollendung der Reaktion unter Rückfluß, verdünnt mit etwas Wasser und gewinnt durch Destillation den größten Teil des verwendeten Methylalkohols zurück. Das rückständige feste Produkt wird mit Wasser durch Aufkochen und Granulieren gereinigt. Man erhält so in fast quantitativer Ausbeute ¢-Chlor-2-nitro-i-methoxybenzol, als durch einmaliges Umkristallisieren vollkommen rein erhalten wird.
  • 2. Zu einer in einem eisernen Autoklaven befindlichen Auflösung von 25 kg Kupferchlorid oder der entsprechenden Menge von Kupfervitriol in 2 5oo 1 Alkohol, io- kg Glyzerin und ioo kg Ätznatron werden 25o kg p-Nitrochlorbenzol zugegeben, worauf der Autoklav geschlossen wird. Es wird auf etwa ioo° so lange erhitzt, bis die Reaktion beendet erscheint. Nach dem Abkühlen des Kessels wird durch Destillation die Hauptmenge des Alkohols wiedergewonnen. Der Rückstand wird wie in Beispiel z aufgearbeitet. Man erhält in fast quantitativer Ausbeute p-Nitrophenetol von einem Erstarrungspunkt von 56 bis 57°. Aus den Mutterlaugen können durch Eindampfen und Ansäuern geringe Mengen nebenher entstandenen Nitrophenols gewonnen werden.

Claims (1)

  1. PATENTANSPRUCH: Verfahren zur Herstellung von Nitrophenotalkyläthern, dadurch gekennzeichnet, daß man Nitrohalogensubstitutionsprodukte aromatischer Kohlenwasserstoffe mit Alkoholen und Alkalihydroxyden bei Gegenwart komplexer Verbindungen des Kupferoxyds mit aliphatischen Polyhydroxylverbindungen unter oder ohne Druck erhitzt.
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