DE45426C - Schachtel-Beklebmaschine - Google Patents

Schachtel-Beklebmaschine

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DE45426C
DE45426C DENDAT45426D DE45426DA DE45426C DE 45426 C DE45426 C DE 45426C DE NDAT45426 D DENDAT45426 D DE NDAT45426D DE 45426D A DE45426D A DE 45426DA DE 45426 C DE45426 C DE 45426C
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DENDAT45426D
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H. INMAN in Amsterdam, County of Montgomery, Staat New-York, V. St. A
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    • B31B2160/10Shape of flexible containers rectangular and flat, i.e. without structural provision for thickness of contents

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Description

KAISERLICHES
PATENTAMT.
KLASSE 11: Buchbinderei.
Schachtel - Beklebmaschine.
Vorliegende Erfindung betrifft eine Maschine zur selbstthätigen Bekleidung von Schachteln mit einem Ueberzug aus Papier, Zeug u. dergl. und besteht im wesentlichen darin, dafs man die einander übergreifenden und in verschiedener Breite zu verwendenden Ueberzugstreifen in einer Operation unter Benutzung von feuchtem Klebstoff auf die Schachtel bringt, so dafs sie gleichzeitig an der Schachtel und an einander haften.
Eine weitereEigenthümlichkeit dieser Maschine bildet die Verstellbarkeit der selbstthätig wirkenden Abschneidevorrichtung in der verticalen und Längsrichtung, so dafs sie für die verschiedensten Schachteln passend eingerichtet werden kann.
In beiliegender Zeichnung zeigen Fig. 1 bis 6 die zum Ueberziehen und Einfassen bestimmte Maschine, Fig. 7 bis 11 die Abschneidevorrichtung und die zusammenwirkenden Theile derselben.
Insbesondere ist Fig. 1 eine Seitenansicht der Maschine, Fig. 2 eine Endansicht des Trägers für die Papier- oder Zeugrolle, Fig. 3 eine Oberansicht der Maschine, Fig. 4 eine perspektivische Ansicht der Ständer, welche den Klebstoffbehälter, den das Papier tragenden Querstab und die Führungsarme stützen. Fig. 5 ist eine perspectivische Ansicht der mit Ueberzug und Einfassung versehenen Schachtel, Fig. 6 eine Ansicht des mit Support ausgestatteten Führungsarmes F, an welchem die Schachtelform drehbar befestigt ist, mit der Führung U U am Gestell der Maschine.
Fig. 7 zeigt die Abschneidevorrichtung in oberer Ansicht, Fig. 8 einen Querschnitt nach x-x der Fig. 7, Fig. 9 eine innere Ansicht der Scheibe s, Fig. 10 eine äufsere Ansicht der Scheibe r und Fig. 11 eine Seitenansicht der Scheibe r.
Die Maschine ruht auf dem durch Querstab A1 verbundenen Gestell A A und den verticalen Stützen B, Fig. 1, zur Aufnahme und Befestigung der Schienen C. Diese sind an dem einen Ende, bei C1, zur Aufnahme der Achsen der Winde D, Fig. 1 und 2, ausgebohrt. Auf letzterer befinden sich die Papierstreifen und besteht dieselbe aus einer Reihe Scheiben, welche auf eine Achse so aufgeschoben sind, dafs zwischen ihnen ein gewisser Abstand bleibt; in den so gebildeten tiefen Rinnen können mehrere Streifen des Ueberzugsmaterials oder Papieres aufgerollt werden, Fig. 2. Der Kleisterbehälter E, Fig. 1, hat einen doppelten Boden, um seinen Inhalt beliebig erwärmen zu können, und ruht mit seinen Seiten auf den Schienen C. Unmittelbar über diesem Behälter ist die Kleisterübertragungsrolle F derart angeordnet, dafs sie etwas in den Behälter eintaucht und Klebstoff annehmen kann.
Auf der einen Seite von E ist eine Querstange G beweglich angeordnet, welche mit einer zweiten Stange H derart verbunden ist, dafs das Papier zwischen beiden hindurchgeführt und so von demselben der überflüssige Kleister abgestrichen werden kann, nachdem eine genügende Menge auf dem Papier ausgebreitet
bezw. gut vertheilt worden ist. Ungefähr in der Mitte der Schienen C sind zwei Ständer II, Fig. ι, befestigt, welche an ihren unteren Theilen durch Querstangen mit einander verbunden sind, die einen zum Aufsaugen des während der Weiterbewegung zwischen den Ständern abgestrichenen oder heruntergetropften Klebstoffes dienenden Behälter J tragen. Zwischen diesen Ständern befindet sich an einer Stelle über den Schienen C eine Querstange K, Fig. 4, welche auf beiden Seiten einen Bügel K1 trägt. Zwischen dem unteren Bügeltheil von K1 und der Stange K gehen die beiden äufseren Streifen des Papieres oder die Randstreifen hindurch, während zwischen der Stange und dem oberen Bügeltheil der Ueberzug selbst'hindurchgelangt.
Am oberen Ende der Ständer II ist noch eine Querstange L angeordnet, welche eine Reihe von Muffen MM trägt. Von den beiden inneren dieser Muffen ragen Führungsarme NN, Fig. 4, abwärts, an welchen die Seitenkanten des über die Querstange K geführten und zu überziehenden Materiales vorbeigehen. Die Querstange K trennt dasselbe von den Seitenoder Randstreifen. Die beiden äufseren Muffen sind mit herabhängenden, horizontale Verlängerungen tragenden Führungsarmen N1 N1 ausgestattet. Diese Verlängerungen greifen unter die Seiten- oder Randstreifen, um dieselben in der geeigneten Richtung unter der Querstange K hinwegzufuhren und einander zu nähern, damit sie über den Ueberzug oder die Decke etwas überstehen. Jede dieser Muffen wird durch eine Stellschraube an der Querstange festgehalten. Die Schienen tragen noch weiterhin an einer anderen Stelle zwei herabreichende kurze Arme, welche durch eine Stange O, Fig. ι und 3, mit einander verbunden sind, unter welcher der Ueberzugsstreifen und die Randstreifen hingehen. Hier werden dieselben fest gegen einander gedrückt und zusammengeklebt, da der Ueberzugsstreifen auf seiner Unterseite mit Klebstoff versehen ist. Die nun vereinigten Deck- oder Ueberzugs- und Seitenoder Randstreifen gehen über eine zwischen den verticalen Stützen B angeordnete Querstange P, welche mit einer Bügelstange P1 ausgestattet ist, und gelangen zwischen den mit Stellschrauben T T an den Schienen C C befestigten Führungen S S hindurch, Fig. 1 und 3
An dem Ende des Rahmens ist an der Aufsenseite der Stützen B, Fig. 1 und 6, eine Führungsbahn UU befestigt, auf welcher ein Führungsarm V mittelst Supportes W, Fig. 6, gleitet. Letzterer kann an der Führung U U durch eine mit HandradB] versehene Schraubenspindel S1, welche sich in dem an der Führungsbahn angebrachten, mit Muttergewinde versehenem Auge W1 dreht, hin- und herbewegt werden. Da die die Schachtel tragende Form D1, Fig. 1, 3 und 7, im Ende des Führungsarmes V getragen wird, so kann dieselbe durch Drehung des Handrades B1 in die Richtung der jetzt verbundenen Ueberzugs- und Randstreifen gebracht werden. Diese Form ist an einer in dem genannten Führungsarm angeordneten Querachse d mittelst Scheibe s und Mutter je1, Fig. 7, befestigt und wird mit Hülfe eines auf dieser Querachse sitzenden Schneckenrades F1, Fig. i, welches in eine ebenfalls in dem Führungsarm V mittelst der Welle w eingelagerte Schnecke G1 eingreift, in Drehung versetzt. Eine Schnurscheibe Hx ist auf der Welle w festgekeilt und steht mit einem Antriebsmechanismus I1 in Verbindung, Fig. 1 und 2.
Die freien Enden des auf Winde D aufge-. rollten Ueberzugsmaterials (gewöhnlich Papier) gleiten über die KlebstoffUbertragungsrollen F und zur Vertheilung des Klebmittels durch den Spalt zwischen Querstange G und Bügelstange H. Der Deckstreifen geht dann zwischen der Stange K und der Bügelstange K1 hindurch, während die Randstreifen unter K und über den unteren Bügeltheil K1 hinweggleiten. Sämmtliche Streifen werden hierbei von einem Ueberschufs des Klebmaterials befreit, welches in den Behälter J gelangt, und vereinigen sich unter der Querstange O, indem zuvor die Randstreifen durch die Führungsarme 2V1 N1 etwas über die Kanten des Deckstreifens hinübergeschoben sind. Der so entstandene vereinigte Streifen gelangt über P und P1 zwischen den Führungsarmen SS hindurch, worauf er mit seinem freien Ende an die zu überziehende Schachtel angedrückt bezw. angeklebt wird. Darauf läfst man mit Hülfe des Schneckenmechanismus, Fig. i, die auf der Querachse d befestigte Form Z)1 mit der daraufgezogenen Schachtel sich drehen und wickelt so gewissermafsen das Ueberzugsmaterial um die Schachtel, wodurch die Randstreifen auf die Kanten der Schachtel festgedrückt werden.
Die Spannung des Deck- und Randmaterials wird durch die Stellung der Klebstoffübertragungsrolle F, der Ständer / / und der Stange O regulirt, welche alle unabhängig von einander auf den Schienen C C verstellt werden können.
Mit diesem Apparat zum Ueberziehen von Schachteln ist folgende Abschneidevorrichtung verbunden, welche, wie oben gesagt, durch Fig. 7 bis 11 veranschaulicht ist.
An dem Führungsarm V ist seitlich, nach den Papierstreifen und der zu beklebenden Schachtel hin, eine prismatische Führungsbahn i, Fig. 7 und 8, angebracht, auf welcher ein mit verticaler Stange j ausgestatteter Schlitten G, Fig. 8, mittelst Klemmschrauben beliebig festgestellt werden kann. Die Stange j ist mit einem vertical verstellbaren Gleitstück /, Fig. .7 und 8,
versehen, welches die Scheere K* trä'gt, und zwar ist das eine Scheerenblatt A:1 in horizontaler Lage befestigt, während das andere Blatt W1 mittelst des Bolzens ks drehbar ist und durch die federnde Scheibe k*, Fig. 7, welche auf den mit Kopf versehenen Bolzen k3 anspannend wirkt, fest gegen, k"1 geprefst wird. Das Scheerenblatt /r2 ist an seinem hinteren Ende mit einem Stift ks versehen, an welchen eine mit einer Anzahl Löcher versehene Stange m angreift, mit welcher ein auf der Welle e, Fig. 8, mit dem Schlitten G verschiebbarer Hebel η drehbar verbunden ist. Auf der bei e1 e1 seitlich an der Führungsbahn i gelagerten Welle e, Fig. 7, ist einerseits ein vHebel ρ festgekeilt, welcher durch die am Führungsarm V befestigte Spiralfeder g' angespannt wird, Fig. 8, während ein Daumen 0 am anderen Ende der Welle e beim Drehen der Querachse d durch den in der Scheibe r festsitzenden Daumen x, Fig. 7, gehoben wird und dadurch eine geringe Drehung der Welle e mit den Hebeln η und ρ veranlafst, infolge dessen die Stange m gehoben wird und das Scheerenblatt Ar2 in Thätigkeit tritt. Die Spiralfeder g·1 zieht den Hebel ρ wieder zurück und bewirkt dadurch das Oeffnen der Scheere K. Die Scheibe r sitzt fest auf der Achse d, während unmittelbar daneben die lose Scheibe s auf ihrer mit Aufsengewinde versehenen Nabe die Schachtelform D1 trägt, Fig. 7; letztere wird durch die Mutter x1 fest gegen die Scheibe s geprefst. Die beiden Scheiben r und s sind durch den an der Feder u, Fig. 7 und 10, angebrachten Mitnehmerstift t, welcher durch die Scheibe r hindurchgeht und in das Loch w der Scheibe s greift, zu einem Ganzen verbunden und drehen sich gemeinschaftlich mit der Achse d. Die Feder u ist an der Scheibe r befestigt und hat an ihrem freien Ende einen seitlich gebogenen Lappen κ1, Fig. 10, welcher bei jeder Umdrehung der Scheiben r und s gegen ein am Lager e1 angebrachtes Anschlagstück u" stöfst und dadurch ein Abdrücken bezw. Abheben der Feder u bewirkt, infolge dessen der Stift t aus dem Loch w der Scheibe s tritt und in demn bogenförmigen Schlitz v, Fig. 9, gleitet; hierdurch wird ein momentaner Stillstand der Scheibe s, sowie der damit verbundenen Schachtelform D1 bewirkt, indem das noch unzerschnittene Deckmaterial bezw. der Papierstreifen die Schachtel festhält.
In demselben Moment stöfst auch der an der Scheibe r sitzende Daumen χ gegen den Daumen 0 der Welle e, veranlafst dadurch eine kurze Drehung derselben und infolge dessen auch das Abschneiden der über das Scheerenblatt k1 hinweggehenden Papierstreifen vermittelst des durch Stange m und Hebel η mit der Welle e verbundenen Scheerenblattes k"1.
Sobald man die Schachtel von der Form entfernt, dreht man die Scheibe s ein wenig zurück, so dafs der Stift t wieder in die Oeffnung w gelangt und die Scheiben wieder gemeinschaftlich rotiren können.
Die Abschneidevorrichtung kann so eingestellt werden, dafs das Papier genau an der gewünschten Stelle abgeschnitten wird, um jeden Verlust an Material zu vermeiden. Zu diesem Zwecke ist der Schlitten G auf der Führungsbahn i an einer beliebigen Stelle zu befestigen, ebenso kann Scheere K* vermittelst des Gleitstückes / und der Stange in in verschiedener Höhe in Thätigkeit treten.

Claims (4)

Patent-Ansprüche:
1. Bei Maschinen zur Bekleidung und Beränderung von Papier- oder Pappschachteln die Anwendung mehrerer gleich- oder verschiedenfarbiger Papierstreifen, welche durch die Abstreichstangen KK1 vom überflüssigen Klebmaterial befreit und durch die Führungsstangen NNN1N1 zu einem Streifen von beliebiger Breite vereinigt werden, welcher sich um die seitlich verstellbare, auf einer rotirenden Form £)' angebrachte Schachtel selbsttätig wickelt und nach einer vollen Umdrehung derselben durch eine Scheere K* an der zweckmäßigsten Stelle abgeschnitten wird, zum Zwecke, einen continuirlichen Betrieb beim Bekleben von Pappschachteln herzustellen und dabei jeden Verlust an Bekleidungs- und Klebmaterial zu ver-
. meiden.
2. Bei der unter 1. genannten Maschine die seitliche Verstellbarkeit der am Führungsarm V angebrachten Schachtelform D1 vermittelst des Supportes W und des Handrades B1 an der am Ende des Maschinengestelles angeordneten Führungsbahn U U, zum Zwecke, die zu beklebende Schachtel stets in die richtige Lage der vereinigten Ueberzugs- und Randstreifen zu bringen.
3. Bei der unter 1. genannten Maschine der Mechanismus zum intermittirenden Drehen der Schachtelform D1, bestehend aus der Schnecke G1, dem Schneckenrad F1, der auf der Schneckenradachse d festsitzenden Scheibe r und der losen Scheibe s, welche letztere beide durch den federnden Stift ί so lange fest verbunden sind, bis das am Lager e1 angebrachte Anschlagstück u" gegen den Lappen w1 der Feder u stöfst und dadurch ein Auslösen der Scheibe s und ein Stillstehen der Schachtelform JD1 bewirkt, zum Zwecke, das Abschneiden des Bekleidungsmateriales im geeigneten Moment eintreten zu lassen und ein gleichmäfsiges Bekleben der Schachtel zu erzielen.
4. Bei der unter 1. genannten Maschine der Mechanismus zum Abschneiden der Papierstreifen, bestehend aus dem an dem Gleit-
stück I angebrachten festen Scheerenblatt k[ und dem beweglichen Scheerenblatt k2, welches durch die Stange m und den Hebel η beim Anstofsen des Daumens χ gegen den Daumen ο in Bewegung gesetzt wird, wobei das Gleitstück / mit der Scheere K* durch Verschieben des Schlittens G an der Führung i des Armes V in jede beliebige Lage gebracht werden kann, zum Zwecke, die Papierstreifen im geeigneten Moment so abschneiden- zu können, dafs keine Materialverluste entstehen.
Hierzu ι Blatt Zeichnungen.
DENDAT45426D Schachtel-Beklebmaschine Expired DE45426C (de)

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