DE454437C - Fernsteuerung von Motoren, insbesondere Dieselmotoren - Google Patents
Fernsteuerung von Motoren, insbesondere DieselmotorenInfo
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- DE454437C DE454437C DEM93904D DEM0093904D DE454437C DE 454437 C DE454437 C DE 454437C DE M93904 D DEM93904 D DE M93904D DE M0093904 D DEM0093904 D DE M0093904D DE 454437 C DE454437 C DE 454437C
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Classifications
-
- F—MECHANICAL ENGINEERING; LIGHTING; HEATING; WEAPONS; BLASTING
- F02—COMBUSTION ENGINES; HOT-GAS OR COMBUSTION-PRODUCT ENGINE PLANTS
- F02D—CONTROLLING COMBUSTION ENGINES
- F02D11/00—Arrangements for, or adaptations to, non-automatic engine control initiation means, e.g. operator initiated
- F02D11/06—Arrangements for, or adaptations to, non-automatic engine control initiation means, e.g. operator initiated characterised by non-mechanical control linkages, e.g. fluid control linkages or by control linkages with power drive or assistance
- F02D11/08—Arrangements for, or adaptations to, non-automatic engine control initiation means, e.g. operator initiated characterised by non-mechanical control linkages, e.g. fluid control linkages or by control linkages with power drive or assistance of the pneumatic type
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Description
DEUTSCHES REICH
AUSGEGEBEN AM
9, JANUAR 1928
REICHSPATENTAMT
PATENTSCHRIFT
JV£ 454437 KLASSE 46 b1 GRUPPE
Maschinenfabrik Eßlingen in Eßlingen*).
Patentiert im Deutschen Reiche vom 25. März 1926 ab.
Bei Brennkraftmaschinen werden zur Erzielung verschiedener Betriebszustände die
Ventile und ähnliche Vorrichtungen meist durch Drehen von Achsen oder Wellen in
die entsprechende Lage gebracht. So sind beispielsweise bei Dieselmotoren vier getrennte
Bewegungen erforderlich, und zwar für: I. die Füllungsregelung, 2. die Zündzeitverstellung,
-3. die Verdichtungsveränderung,
to 4. die Zylinderabschaltung bzw. das Abstellen der Maschine.
Werden diese Bewegungen von Hand durch Hebel, Spindeln o. dgl. ausgeführt, so sind,
wenn man alle diese Vorrichtungen von einem gemeinsamen Orte (beispielsweise bei Dieselfahrzeugen
vom Führerstand aus) bedienen will, sehr umständliche und nicht immer genügend betriebssichere, mechanische Übertragungsmittel
zu verwenden. Zur Erzielung dieser Drehbewegungen der Wellen sind auch schon Vorrichtungen bekannt, die durch flüssige
oder gasförmige Druckmittel betätigt werden. Sie haben jedoch den Nachteil, daß eine Feineinstellung der Wellen mit ihnen
nicht oder nur in gewissen Grenzen möglich ist und sie nicht an jeder Stelle der Wellen
angeordnet werden können.
Gegenstand der Erfindung ist nun eine Vorrichtung, mit der die Drehbewegungen
für die jeweilige Betriebsstellung von einem von dem bzw. den Motoren entfernt liegenden
Orte aus eingestellt werden können und bei der alle diese Nachteile vermieden sind. Die
Zeichnung stellt eine beispielsweise Ausführung einer derartigen Vorrichtung für irgendeine
der erwähnten Schaltbewegungen, und zwar im Schnitt, dar. Auf der die Steuerung bewirkenden Welle α mit der fest mit ihr
verbundenen Kupplungsscheibe b sitzt lose eine Büchse c, die am einen Ende eine das
Gegenstück zu b bildende, nur nach einer Richtung wirkende Kupplungsscheibe d trägt.
Zwischen beiden Scheiben b und d ist eine Druckfeder e angeordnet, die die Kupplung
außer Eingriff hält. Die Welle α und die Büchse c sind in einem im Raum feststehenden
Zylinder / gelagert. In dem Zylinder ist ein ringförmiger Kolben g angeordnet, der
durch einen Ansatz h in einer in achsialer Richtung verlaufenden Nut i des Zylinders
geführt wird. Mit der Büchse c steht er durch einen zweiten Ansatz k und eine
Nut l-tn in Verbindung. Die Nut I ist schraubenförmig in den Umfang der Hülse c
eingearbeitet und an ihrem Anfang durch das Stück m in achsialer Richtung verlängert.
Die schraubenförmige Nut bewirkt, daß die Büchse beim Vorwärtsgang des Kolbens um einen bestimmten, der Länge und Steigung
der Nut entsprechenden Winkel gedreht wird. Eine Druckfeder η drückt den Kolben
g wieder in die Anfangsstellung zurück.
*) Von dem Pjtentsucher ist als der Erfinder angegeben worden:
Dr. Max Mayer in Eßlingen a. N.
Der Zylinder/ ist am einen Ende mit einer Einströmöffnung ο für das zur Bewegung des
Kolbens nötige Druckmittel versehen, das nach Arbeitsleistung durch eine am entgegengesetzten
Ende angebrachte Öffnung ρ wieder entweichen kann.
Der Arbeitsvorgang ist nun folgender:
Wird von einem Steuerapparat im Führerstand ein Druckmittel, z. B. Druckluft, durch ίο den Kanal ο eingelassen, was beispielsweise durch kurzzeitiges Verbinden der Bremsluftleitung mit der zu ο führenden Druckluftleitung bewerkstelligt werden kann, so wird zunächst die Büchse c so weit nach vorwärts geschoben, bis die Kupplung b-d in Eingriff kommt. Die Feder e wird gespannt. Durch das Verschieben der Büchse ist eine Öffnung q frei geworden, durch die die Druckluft auf den ringförmigen Kolben g wirken
Wird von einem Steuerapparat im Führerstand ein Druckmittel, z. B. Druckluft, durch ίο den Kanal ο eingelassen, was beispielsweise durch kurzzeitiges Verbinden der Bremsluftleitung mit der zu ο führenden Druckluftleitung bewerkstelligt werden kann, so wird zunächst die Büchse c so weit nach vorwärts geschoben, bis die Kupplung b-d in Eingriff kommt. Die Feder e wird gespannt. Durch das Verschieben der Büchse ist eine Öffnung q frei geworden, durch die die Druckluft auf den ringförmigen Kolben g wirken
ao und diesen nach vom verschieben kann.
Beim Vorwärtsgang wird der Kolben, da er im Zylinder achsial geführt ist, die Büchse c
zu einer* Drehbewegung veranlassen und außerdem die Druckfeder η anspannen. In
der Endstellung des Kolbens g· wird über die Nuten I und m eine Verbindung zwischen
der Druckleitung ο und der Ausströmöffnung ρ frei, so daß die Druckluft ins Freie
entweichen kann. Die angespannten Druckfedern η und e drücken den Kolben g bzw.
die Hülse c wieder in die Anfangsstellung zurück. Da nach Freigabe der Öffnung ρ
durch die Federn die Hülse c und der Ringkolben g der Vorrichtung sofort wieder in
die Anfangsstellung zurückgedrückt werden, während die Steuerwelle α stehenbleibt, so
kann der Vorgang mehrmals rasch hintereinander wiederholt und dadurch die Steuerwelle
um einen beliebigen Winkel gedreht werden.
Die Genauigkeit der Einstellung ist dabei lediglich von der Steigung der Nut I abhängig.
Für die Drehrichtung im entgegengesetzten Sinne wird dieselbe Vorrichtung symmetrisch
zur Scheibe b auf der Welle α angeordnet.
Claims (5)
1. Vorrichtung zur Fernsteuerung von Motoren, insbesondere Dieselmotoren, bei
denen durch ein Druckmittel die Steuerwelle verdreht wird, dadurch gekennzeichnet,
daß eine Büchse (c) mit Hilfe einer Nut (tn-l) achsial bis zum Eingriff in die
Kupplungsscheibe (&) verschoben und dann durch die schraubenförmige Verlängerung
(I) der Nut beide gemeinsam um einen bestimmten Winkel gedreht werden.
2. Vorrichtung nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß die Büchse (c)
mit Hilfe eines der Wirkung des Druckmittels ausgesetzten Ringkolbens (g·) gedreht
wird, der achsial im Zylinder verschiebbar ist.
3. Vorrichtung nach Anspruch 1, dadurch
gekennzeichnet, daß die Steigung und Länge der Schraubennut entsprechend dem erforderlichen Drehwinkel der Welle
(β) bestimmt werden.
4. Vorrichtung nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß der Ringkolben
(g·) in vorgeschobener Stellung einen Verbindungskanal öffnet, durch den das
Druckmittel entweicht, und daß die Vorrichtung durch Druckfedern in die Anfangsstellung
zurückgeschoben wird.
5. Vorrichtung nach Anspruch 1 und 2,
dadurch gekennzeichnet, daß für jede Drehrichtung der Welle (ß) eine besondere
Steuervorrichtung angebracht ist.
Hierzu 1 Blatt Zeichnungen.
Priority Applications (1)
| Application Number | Priority Date | Filing Date | Title |
|---|---|---|---|
| DEM93904D DE454437C (de) | 1926-03-25 | 1926-03-25 | Fernsteuerung von Motoren, insbesondere Dieselmotoren |
Applications Claiming Priority (1)
| Application Number | Priority Date | Filing Date | Title |
|---|---|---|---|
| DEM93904D DE454437C (de) | 1926-03-25 | 1926-03-25 | Fernsteuerung von Motoren, insbesondere Dieselmotoren |
Publications (1)
| Publication Number | Publication Date |
|---|---|
| DE454437C true DE454437C (de) | 1928-01-09 |
Family
ID=7322560
Family Applications (1)
| Application Number | Title | Priority Date | Filing Date |
|---|---|---|---|
| DEM93904D Expired DE454437C (de) | 1926-03-25 | 1926-03-25 | Fernsteuerung von Motoren, insbesondere Dieselmotoren |
Country Status (1)
| Country | Link |
|---|---|
| DE (1) | DE454437C (de) |
-
1926
- 1926-03-25 DE DEM93904D patent/DE454437C/de not_active Expired
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