DE454477C - Verfahren zur Herstellung eines dauerhaften Futtermittels aus Seradellasamen - Google Patents
Verfahren zur Herstellung eines dauerhaften Futtermittels aus SeradellasamenInfo
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Description
- Verfahren zur Herstellung eines dauerhaften Futtermittels aus Seradellasamen. Die Erfindung betrifft ein Verfahren zur Herstellung eines dauerhaften Futtermittels aus Seradellasamen.
- Bekannt ist es, geschroteten Seradellasamen als Futtermittel zu verwenden. Derartiger geschroteter Seradellasamen besitzt aber eine außerordentlich geringe Haltbarkeit; schon nach kurzer Zeit wird er dumpfig und wird dann vom Vieh nicht gern genommen. Seine Verfütterung kann sogar unter Umständen schädlich wirken.
- Durch das Verfahren gemäß vorliegender Erfindung wird nun der Seradellasamen unter Ausscheidung aller schädlichen Bestandteile in ein nahrhaftes und unbegrenzt haltbares Viehfutter umgewandelt. Zu diesem Zweck wird zunächst der Seradellasamen unter Anwendung eines hohen Druckes zerquetscht, sodann auf etwa 70° C erwärmt und schließlich in einem Seiher zu Kuchen gepreßt. Es ist zwar schon bekannt, sehr ölreiche Samen, z. B. Leinsamen, in dieser Weise zu behandeln, um das Öl zu gewinnen. Die Ölgewinnung kommt bei Serädellasamen jedoch nicht oder nur in außerordentlich geringem Maße in Frage, da die Seradellasamen nur geringe Mengen Öl enthalten. Wesentlich ist es aber, diese geringen Mengen zu beseitigen, um die Haltbarkeit des durch das Zerquetschen aufgeschlossenen Seradellasamens zu gewährleisten und die Samen für die Verfütterung geeigneter zu machen. Die bekannten Walzenmühlen sind nicht ohne weiteres zum Zerquetschen des Seradellasamens anwendbar, da der Seradellasamen wegen des geringen Ölgehaltes - fest an den Walzen haftet und diese in kurzer Zeit betriebsunfähig macht. Um diese Mißstände zu beseitigen, ist es notwendig, .die Walzenmühlen mit glasharten, z. B. aus gehärtetem Stahl bestehenden Abstreifern zu versehen.
- Der Druck der Walzen muß außerordentlich hoch sein, weil andernfalls der Samen nicht genügend zerquetscht wird und die Zellen nicht weitgehend genug aufgeschlossen werden.
- Die durch die Walzenmühle vorbereitete Masse kommt- dann in eine Schlagtrommel, die mit Hilfe eines schnell rotierenden Rührwerkes die Masse gegen die Gehäusewandung schleudert und sie so vollständig aufschließt.
- Danach kommt die fein geblätterte Masse in einen doppelwandigen Kessel, in dem sich ein Rührwerk befindet. In dem Hohlraum der Doppelwandung ist Wasser enthalten. In diesem Kessel wird die Masse auf 7o bis 8o° C erhitzt, wobei das Rührwerk dauernd in Tätigkeit bleibt. Hierbei verdampfen gewisse, für das Vieh schädliche Bestandteile, und das Öl scheidet sich aus. Die so vorbehandelte Masse wird dann in einem Seiher mittels einer hydraulischen oder Spindelpresse in Kuchenform gepreßt, wobei das Öl vollständig abgeschieden wird.
- Das Endprodukt stellt ein außerordentlich nahrhaftes, -unbegrenzt ;:haltbares Futtermittel dar.
Claims (1)
- PATENTANSPRÜCHE: i. Verfahren zur Herstellung eines dauerhaften Futtermittels aus Seradellasamen, dadurch gekennzeichnet, daß dieser in für Ölsamen bekannter Weise unter Anwendung eines hohen Druckes zerquetscht, sodann auf eine Temperatur von ungefähr 70° C erwärmt und schließlich in einem Seiher zu Kuchen gepreßt wird. a. Verfahren nach Anspruch i, dadurch gekennzeichnet, daß zum Zerquetschen des Seradellasamens eine mit glasharten Abstreifern aus gehärtetem Stahl o. dgl. versehene Walzenmühle benutzt wird. .
Priority Applications (1)
| Application Number | Priority Date | Filing Date | Title |
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| DEA44716D DE454477C (de) | 1925-04-07 | 1925-04-07 | Verfahren zur Herstellung eines dauerhaften Futtermittels aus Seradellasamen |
Applications Claiming Priority (1)
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Publications (1)
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| DE454477C true DE454477C (de) | 1928-07-04 |
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ID=6934344
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|---|---|---|---|
| DEA44716D Expired DE454477C (de) | 1925-04-07 | 1925-04-07 | Verfahren zur Herstellung eines dauerhaften Futtermittels aus Seradellasamen |
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|---|---|
| DE (1) | DE454477C (de) |
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1925
- 1925-04-07 DE DEA44716D patent/DE454477C/de not_active Expired
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