DE454657C - Reklamevorrichtung - Google Patents

Reklamevorrichtung

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DE454657C DEC39482D DEC0039482D DE454657C DE 454657 C DE454657 C DE 454657C DE C39482 D DEC39482 D DE C39482D DE C0039482 D DEC0039482 D DE C0039482D DE 454657 C DE454657 C DE 454657C
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Description

  • Reklamevorrichtung. Gegenstand der Erfindung ist eine Lichtreklamevorrichtung, die sich durch die Verbindung eines beliebigen Reklamegegenstandes und einer unmittelbar vor diesem angeordneten leuchtenden Vorrichtung kennzeichnet= welche in Drehung versetzt wird und einen leuchtenden Schirm bildet, der den Gegenstand den Blicken des Publikums verbirgt, während beim Verschwinden bzw. bei Unterbrechung des Lichtschirmes durch geeignete Mittel der Reklamegegenstand sichtbar wird.
  • Der Reklamegegenstand kann von beliebiger Art sein, beispielsweise kann er aus dem anzupreisenden Gegenstand selbst bestehen oder auch aus einer oder mehreren Reklametafeln, die wiederum selbst aufleuchten können. Ebenso kann die drehbare Leuchtvorrichtung aus Lichtquellen beliebiger Art gebildet werden und in beliebiger Weise künstlerisch ausgestattet werden, so daß sie durch ihr Aussehen die Aufmerksamkeit erregt, -die dann bis zum plötzlichen Erscheinen des Reklamegegenstandes gefesselt wird.
  • Nach der Erfindung ist die Leuchtvorrichtung auf einem auf die Welle eines Elektromotors o. dgl. aufgesteckten Trägerbefestigt, der entweder durchsichtig ist oder so geringe Abmessungen besitzt, daß er bei der Unterbrechung des- Lichtschirmes den Blick auf den Reklamegegenstand in keiner Weise hemmt.
  • Bei einer Ausführungsform der Vorrichtung wird die Unterbrechung des Lichtschirmes dadurch bewirkt, daß die Lichtquellen verlöschen, während sie aber ihre Bewegung fortsetzen. In den Stromkreis zum Speisen der Lichtquellen wird in diesem Falle ein von Zeit zu Zeit selbsttätig wirkender Unterbrecher eingeschaltet.
  • Bei einer anderen Ausführungsform wird die Unterbrechung des Lichtschirmes durch zeitweiliges Anhalten der Leuchtvorrichtung bewirkt, die währenddessen weiter leuchten kann, und die während ihres Stillstandes dazu dienen kann, die Wirkung des Reklamegegenstandes durch Beleuchtung zu erhöhen. Die Lichtquelle selbst kann hierzu in beliebiger Weise als Reklamegegenstand ausgebildet sein. Bei dieser Ausführungsform wird ein schnelles Anhalten der Leuchtvorrichtung nach ihrer Entkupplung vom Antriebsmotor durch eine Bremsvorrichtung bewirkt, die so eingerichtet ist, daß das Anhalten nur stets an bestimmten Stellen stattfinden kann.
  • -Nach der Erfindung kann die Leuchtvorrichtung aus Lichtquellen beliebiger Art und Form zusammengesetzt sein.
  • Bei einer Ausführungsform besteht die Vorrichtung aus einer oder mehreren ebenen Lichtquellen, die in der gleichen Ebene angeordnet sind und sich derartig um eine senkrecht zu dieser Ebene stehende Welle drehen, daß sie eine ebene Lichtfläche bilden, die alsdann in der vorher angegebenen Weise als Lichtschirm dient.
  • Bei einer anderen Ausführungsform drehen sich eine oder mehrere der vorerwähnten ebenen Lichtquellen um eine Achse, die in ihrer eigenen Ebene liegt, so daß sie einen leuchtenden Rotationskörper bilden, in dessen Innerem sich der Reklamegegenstand befindet.
  • Bei einer ähnlichen Ausführungsform sind eine oder mehrere Lichtquellen auf der Oberfläche eines Rotationskörpers oder auf den Erzeugungslinien eines solchen verteilt und drehen sich um die geometrische Achse dieser Fläche, in deren Innerem sich der Reklamegegenstand befindet.
  • Nach der Erfindung sind Mittel zur Befestigung des Reklamegegenstandes im Inneren des Rotationskörpers vorgesehen. Diese Mittel bestehen beispielsweise darin, daß der Träger des Reklamegegenstandes auf der Achse der Lichtquellen, an der diese befestigt sind, mit Kugellagern gelagert ist.
  • \Tach der Erfindung ist der Stromkreis zum Speisen einer oder mehrerer Lichtquellen mit den Klemmen der letzteren über feststehende Bürsten verbunden, die auf zwei Ringen oder Halbringen schleifen, die sich mit den Lichtquellen zusammen drehen und die mit den Klemmen einzelner Lichtquellen oder Gruppen von Lichtquellen verbunden sind.
  • Die in Betracht kommenden Lichtquellen bestehen zweckmäßig aus Leuchtröhren, beispielsweise .Neonröhren. Beim Erfindungsgegenstand ist für diese eine vorteilhafte Art der Befestigung auf den gläsernen Trägern vorgesehen. Hiernach erfolgt die Befestigung mit Hilfe eines halbzylindrischen Körpers, auf dem die Röhre befestigt wird und der selbst auf den Träger aufgeklebt ist. Eine in Betracht kommende Stelle des letzteren ist zur Ermöglichung eines haltbaren Aufklebens matt geschliffen.
  • .Nach der Erfindung werden die Röhren mit Wechselstrom gespeist, dessen Frequenz zu der Umdrehungsgeschwindigkeit der Röhre in einem bestimmten regelbaren Verhältnis steht. Man kann auf diese Weise bei der Umdrehung der Röhre besondere Leuchtwirkungen erzielen, beispielsweise ein oder mehrere feststehende Bilder erzeugen, wenn man die Umdrehungsgeschwindigkeit synchron finit der Frequenz regelt.
  • ;Wach der Erfindung können eine oder mehrere Lichtquellen aus einer oder mehreren Reihen von elektrischen Lampen in beliebiger Zahl und Anordnung gebildet werden. Diese Lampen können wiederum in verschiedener Weise gefärbt sein. Wechselt man diese je nach der Umdrehungsgeschwindigkeit mittels einer geeigneten Vorrichtung gegeneinander aus, so kann man hierdurch verschiedenerlei Lichtwirkungen erzielen.
  • Ein ähnliches Ergebnis läßt sich dadurch erreichen, daß man die Lampen reihenweise anordnet und eine Vorrichtung anbringt, durch die die Lampenreihen entweder gleich, zeitig oder nacheinander ausgeschaltet werden.
  • In den Zeichnungen sind verschiedene Ausführungsbeispiele der Erfindung schematisch dargestellt. Es sind darin: Abb. i und 2 zwei Ansichten von vorn und von der Seite einer Ausführungsform des Reklameapparates nach der Erfindung, Abb.3 und 4 eine abgeänderte Ausführungsform der Vorrichtungen nach Abb. i und 2, Abb. 5 eine weitere Ausführungsform der Erfindung, Abb.6 eine dritte Ausführungsform der Erfindung, Abb. 7 und 8 eine Vorder- und Seitenansicht einer anderen Bauart der Vorrichtung nach Abb.6. Abb. 9 eine schaubildliche Darstellung der Befestigungsvorrichtung für die Leuchtröhren auf ihren Trägern, Abb. io eine aus elektrischen Lampen bestehende Leuchtvorrichtung nach der Erfindung.
  • Der in Abb. i und 2 dargestellte Reklameapparat enthält eine Reklametafel i, auf deren einer Fläche eine durch die Buchstaben A und B angedeutete Reklameinschrift angebracht ist, die mittels der Vorrichtung bekanntgegeben werden soll. Vor der Tafel i befindet sich die Lichtquelle, die in diesem Falle aus einer Leuchtröhre 2 von beliebiger Form besteht, die durch geeignete Mittel auf einer vorzugsweise durchsichtigen Tragplatte 3 befestigt ist. Die Platte 3 sitzt auf dem Ende der Welle a eines hinter der Platte i angebrachten Elektromotors 5. In den Stromkreis des Motors sind nicht mit dargestellte Vorrichtungen, wie ein Rheostat oder ein selbsttätiger oder nichtselbsttätiger Unterbrecher, eingeschaltet, mittels deren die Umlaufgeschwindigkeit des Motors verändert werden kann. Die Leuchtröhre :2 wird also durch die Drehung der Motorwelle d. in Umdrehung versetzt. Die Erregung der Leuchtröhre-- geschieht durch einen Hochfrequenzstrom folgender Art. Der gewöhnliche Strom wird dein Apparat über Klemmen 6 zugeführt, die mit einer in einem Gehäuse 7 enthaltenen geeigneten Vorrichtung, beispielsweise einer Ruhmkorffschen Induktionsspule, verbunden sind, welch letztere den gewöhnlichen Strom in einen durch Klemmen 8 austretenden Hochfrequenzstrom umwandelt. Die Klemmen 8 sind durch Drähte g mit zwei Bürsten io auf der Platte i verbunden, die dauernd auf zwei an der Platte 3 angebrachten Halbringen i i schleifen und so angeordnet sind, daß beide Bürsten 1o nicht gleichzeitig mit einem Halbring i i in Verbindung kommen können. Jeder der Halbringe steht durch eine Leitung mit einer der Elektroden 12 der Röhre :2 in Verbindung, so daß diese erregt wird. In den Erregerstrom ist ein nicht mit dargestellter Unterbrecher oder eine ähnliche Vorrichtung eingeschaltet. durch den das Leuchten der Röhre :2 unterbrochen werden kann. Die Wirkungsweise dieser Vorrichtung ist folgende: Wenn die Röhre 2 umläuft und dabei erregt ist, so ergibt sie eine Lichtwirkung, die je nach der Form der Röhre und ihrer Umlaufgeschwindigkeit verschieden ist und die die Aufschriften auf der Reklametafel i den Blicken des Publikums entzieht, aber durch ihren wechselnden Anblick dessen Aufmerksamkeit erregt. Sobald aber die Röhre 2 nicht mehr leuchtet, erscheint die Reklameaufschrift deutlich durch die Trägerplatte 3 hindurch, die dabei ihre Drehung fortsetzt. Da die Trägerplatte mit großer Geschwindigkeit umläuft, könnte sie auch undurchsichtig sein, wenn nur ihre Abmessungen genügend klein gehalten sind.
  • In Abb. 3 und 4 ist die gleiche Vorrichtung wie in Abb. i und 2 in etwas anderer Bauart dargestellt. Bei dieser Ausführungsform wird die Unterbrechung des Leuchtschirmes durch Anhalten der Bewegung des Trägers 3 und der Neonröhre 2 bewirkt. Das Anhalten geschieht durch Entkuppeln des 1Iotors 5 und durch darauf folgendes Bremsen der schnellen Umdrehung des Trägers 3. In dem dargestellten Falle besteht diese Vorrichtung aus einer oder mehreren Bremsbacken 14, von denen jede durch einen Elektromagneten 15 gesteuert wird, der auf einen mit der Bremsbacke 1,4 verbundenen Kern 16 einwirkt. Der Elektromagnet 15 ist so lange erregt, als der Motor eingerückt ist, während der übrigen Zeit ist er nicht erregt. Solange der Motor eingerückt ist, wird also der Kern 16 in den Elektromagneten hineingezogen und die Bremsbacke von dem Träger 3 abgehoben. Wird aber der Motor ausgerückt, so wird die Bremsbacke 1.4 von einer Feder 17 an die Plattei angedrückt, so daß sie derenBewegung anhält. Es kann hierbei eine Vorrichtung vorgesehen werden, die bewirkt, daß das Anhalten der Neonröhre 2 stets in einer bestimmten Stellung erfolgt. In dein dargestellten Falle besteht diese Vorrichtung aus einer unter Federdruck stehenden Kugel 18, die in einen Ausschnitt der Scheibe 3 einfallen kann und deren Druck so bemessen wird, daß sie beim Eintritt in den Ausschnitt die Bewegung der Scheibe 3 anhält, falls deren Trägheit nicht mehr zu einer vollen Umdrehung ausreicht. Die Neonröhre 2 -bleibt also immer in der gleichen Stellung stehen, und es kann mit Vorteil die Einrichtung getroffen werden, daß sie selbst bei ihrem Stillstand irgendeine Reklame bildet, die die Reklame auf der Tafel i in zweckmäßiger Weise ergänzt. In jedem Falle kann die Leuchtwirkung der Röhre selbst, die. dauernd erregt bleibt, die Wirkung der feststehenden Reklame ergänzen, gleichviel in welcher Stellung die Röhre stehenbleibt. Es kann eine Anordnung vorgesehen werden, die während des Umlaufs der Scheibe 3 die federnde Kugel 18 von dieser zurückzieht. Diese Vorrichtung kann alsdann mit der Vorrichtung zum Abziehen der Bremsbacken 14 in Verbindung stehen.
  • Bei der Ausführungsform nach Abb. 5 ist die Reklametafel i in beliebiger Form, beispielsweise in Form einer Flasche, ausgeschnitten, während die Neonröhre 2, die den Umrissen dieser Tafel folgt, fest mit ihr verbunden ist. Die Tafel i ist auf einer Welle 2o befestigt, die sich zwischen zwei Spitzen 21 drehen kann und mittels einer Schnurscheibe 23 mit einem geeigneten Antriebsmotor verbunden ist. Die Röhre 2, erzeugt bei ihrem Umlauf eine leuchtende Rotationsfläche, die die auf der Tafel i angebrachten Reklameaufschriften verdeckt. Sobald die Tafel i mit der Röhre :2 in irgendeiner Stellung angehalten wird, werden die Reklameaufschriften wieder sichtbar, wobei sie durch irgendeine besondere Beleuchtungsvorrichtung oder auch durch die ständig leuchtende Neonröhre 2 beleuchtet werden können. In diesem Falle wird das plötzliche Anhalten der Vorrichtung nach dem Entkuppeln des Motors durch einen Elektromagneten 23 bewirkt, der kegelig ausgebildet ist und in eine kegelige Ausnehmung 24 eines mit der Tafel i verbundenen Teiles 25 eintreten kann. Der Elektromagnet 23 ist so über der Welle 2o angebracht, daß er an deren Drehung nicht teilnimmt, aber in der Längsrichtung auf ihr verschiebbar ist, wobei er mit einer an dem Teil 25 befestigten magnetischen Platte 26 zusammenwirkt. Dieser Elektromagnet wird nach dem Entkuppeln des Motors erregt, während er in der übrigen Zeit nicht erregt ist. Sobald der Motor ausgerückt ist, wird der Elektromagnet 23 von der magnetischen Platte 26 angezogen und drückt sich in die kegelige Ausnehmung 2q. hinein, so daß er, da er nicht drehbar ist, die Umdrehung des Teiles 25 und damit auch die der Tafel i und der Röhre :2 anhält. Es kann auch hier wieder eine geeignete Vorrichtung angebracht werden, die bewirkt, daß das Anhalten immer wieder in der gleichen Stellung erfolgt.
  • Abb.6 zeigt eine andere Form der Vorrichtung. nach der Erfindung. Bei dieser bildet die Neonröhre einen kreisförmigen Ring 27, der auf einem auf einer umlaufenden Welle 28 befestigten Träger 27 angebracht ist. Die Welle 28 liegt zwischen zwei Lagern 29 und wird beispielsweise mittels einer Schnurscheibe 30 in Umdrehung versetzt. Die Welle 28 trägt auf Kugellagern 31 ein Gestell 32, auf dem eine beliebige Anzahl von Reklametafeln mit durch die Buch, staben A, B, C angedeuteten Reklameaufschriften befestigt ist. Da das Gestell 32 auf Kugellagern 31 ruht, sucht es seine feste Lage ungefähr beizubehalten. Die Neonröhre 2 bildet bei ihrer Umdrehung eine leuchtende Kugel, die die Reklameaufschriften auf dem Gestell 32 für die Blicke des Publikums verdeckt. Bewirkt man nun von Zeit zu Zeit ein Erlöschen der Neonröhre 2, die ebenso wie in den früheren Fällen durch einen Strom über Bürsten io gespeist wird, so verschwindet die leuchtende Kugel, und die Reklameaufschriften A, B, C treten hervor. Die Neonröhre 2 und ihr Träger stören dabei in keiner Weise die Sichtbarkeit der Reklameaufschrift. Die Neonröhre könnte übrigens auch jede beliebige von der dargestellten abweichende Form haben, da es nur darauf ankommt, daß sie bei ihrer Umdrehung eine leuchtende Fläche erzeugt, die die Reklameaufschriften verdeckt.
  • Abb.7 und 8 zeigen eine andere Bauart der Vorrichtung nach Abb. 6.
  • Bei dieser Anordnung befinden sich die Reklamen auf einer sechskantigen Walze 33, deren Achse 34 sich dauernd mit einer bestimmten, sehr geringen Geschwindigkeit dreht. Zur Drehung dient eine Schnurscheibe 35. Die Walze 33 befindet sich im Innern eines Glaszylinders 36, der auf der Welle 34 mit Kugellagern 37 drehbar ist. Infolge der letzteren sind diese beiden Teile bei ihrer Drehung vollkommen unabhängig voneinander. Der Glaszylinder 36 wird über eine Schnurscheibe 38 in Drehung versetzt. Auf der Oberfläche des Zylinders 36 ist eine Neonröhre 39, der der Strom durch irgendeine geeignete Vorrichtung zugeführt wird, beispielsweise in Schraubenwindungen angeordnet. Dreht sich der Zylinder 36 mit einer gewissen Geschwindigkeit, so erzeugt die Neonröhre eine zylindrische Leuchtfläche, in deren Innerem die auf der Walze 33 angebrachten Reklamen verborgen sind. Beim Erlöschen der Neonröhre 32 werden diese Reklamen durch den durchsichtigen Zylinder 36 hindurch sichtbar. Da sich die Walze 33 mit geringer Geschwindigkeit dreht, werden dabei ihre einzelnen Flächen nacheinander den Blicken des Publikums ausgesetzt. An Stelle einer schraubenförmig um den Zylinder 36 herumgewickelten Neonröhre könnte man auch eine Anzahl verschiedener Neonröhren längs mehrerer Erzeugungslinien des Zylinders anbringen, wodurch die gleiche Wirkung erzielt wird. Man könnte auch den Neonröhren jede beliebige andere, von der dargestellten abweichende Gestalt geben.
  • Eine andere Bauart dieser Vorrichtung besteht darin, daß man die Neonröhre 2 unmittelbar auf dem Reklameträger 33 anbringt. Der Träger 33 und die Neonröhre laufen alsdann mit der gleichen Geschwindigkeit um. Um die Reklame sichtbar zu machen, wird die gesamte Vorrichtung angehalten, wozu eine ähnliche Vorrichtung wie die in Verbindung mit Abb. 5 beschriebene dienen kann. Diese Ausführungsform ist in der Zeichnung nicht dargestellt; sie ergibt sich im wesentlichen aus dem in Abb. 7 und 5 dargestellten Anordnungen.
  • Die vorerwähnten Leuchtröhren können auf ihren Trägern durch jedes geeignete Mittel befestigt werden. Nach der Erfindung- ist jedoch eine Befestigungsart vorgesehen, die zum Festhalten der Röhren auf gläsernen Trägern besonders vorteilhaft ist. Nach der Erfindung wird die Befestigung mittels eines Halbringes 40 (Abb. 9) bewirkt, auf dem die Neonröhre befestigt ist und der auf den gläsernen Träger 34 in der Weise aufgeklebt ist, daß die betreffende Stelle vorher matt geschliffen wird, wodurch sich ein sehr festes Anhaften bewirken läßt.
  • Nach der Erfindung ist ferner noch eine Art der Erregung der umlaufenden Neonröhren vorgesehen, mittels deren für die vorbeschriebenen Reklameapparate sehr wirksame Beleuchtungseffekte erzielt werden können. Dieses Verfahren besteht im wesentlichen darin, daß man die Röhren mit einem Wechselstrom speist, dessen Frequenz zu der Umdrehungsgeschwindigkeit der Röhre in einem bestimmten regelbaren Verhältnis steht, wodurch man während des Umlaufs der Röhre bestimmte Lichtwirkungen erhält. Sind beispielsweise die Frequenz des Stromes und 'die Umdrehungsgeschwindigkeit synchron miteinander, d. h. entfällt auf jeden Umlauf des Motors ein Wechsel des Stromes, so bleibt die Röhre anscheinend unbeweglich stehen. Führt man dagegen einer Röhre, die beispielsweise fünf Umdrehungen in der Sekunde macht, einen Strom von fünfzig Perioden zu, so erhält man zehn unbewegliche Bilder der Röhre. In dem gleichen Sinne kann man die Frequenz und die Geschwindigkeit der Röhre so zueinander regeln, daß man den Eindruck eine langsamen Vorwärts- oder Rückwärtsdrehens der Röhrenbilder erhält. Zu diesem Verfahren der Speisung der Röhre kann man sich mit Vorteil einer magnetelektrischen Maschine bedienen, jedoch kann man auch jede andere Wechselstromquelle verwenden.
  • In Abb. io ist eine andere Ausführungsform einer für die vorbeschriebenen Reklameapparate verwendbaren Leuchtvorrichtung dargestellt. Diese Vorrichtung besteht im wesentlichen aus einer Reihe in beliebiger Weise angeordneter elektrischer Lampen 13. Diese Lampen können von gleicher Farbe und alle hintereinander in den gleichen Stromkreis eingeschaltet sein, wobei dann diese Leuchtvorrichtungen den gleichen Eindruck machen wie die vorerwähnten Neonröhren. Die Lampen können aber auch verschieden gefärbt sein; und man erzielt alsdann durch Änderung der Umlaufgeschwindigkeit wechselnde Leuchtbilder. Sind beispielsweise die Lampen 13 in den sieben Regenbogenfarben gefärbt, so ergibt sie bei genügender Umdrehungsgeschwindigkeit die weiße Farbe, während man bei geringeren Geschwindigkeiten verschiedene Farben erzielt.
  • Eine größere Mannigfaltigkeit der Leuchtwirkungen kann man dadurch erreichen, daß man die Lampen 13 in mehreren Serien schaltet. Bringt man z. B. mehrere voneinander unabhängige Stromkreise an, von denen jeder einzelne einen besonderen Ausschalter hat, während alle zusammen unter dem Einfluß eines gemeinsamen Schalters stehen. so kann man sowohl einzelne Lampenserien wie auch alle gleichzeitig verlöschen lassen. Schaltet man so die bunten Lampen in wechselnder Reihenfolge aus, so kann man sehr viele verschiedene Lichtwirkungen erzielen.
  • Die Erfindung ist vorstehend nur an einzelnen Ausführungsbeispielen beschrieben worden, die aber nur zur Erläuterung dienen und an denen im Sinne der Erfindung noch mancherlei Abänderungen angebracht werden kennen.

Claims (3)

  1. PATENT ANSPRÜCHE: i. Reklamevorrichtung, gekennzeichnet durch die Verbindung eines beliebigen Reklamegegenstandes und einer vor demselben angeordneten Leuchtvorrichtung, die so in Umdrehung versetzt wird, daß sie einen den Reklamegegenstand für die Blicke - des Publikums - verdeckenden Lichtschirm bildet, wobei Vorrichtungen vorgesehen werden, mittels deren der Lichtschirm zum Verschwinden gebracht wird, so daß der Reklamegegenstand sichtbar wird. .
  2. 2. Reklamevorrichtung nach Anspruch i, dadurch gekennzeichnet, daß die durch beliebige Lichtquellen gebildete Leuchtvorrichtung auf einem beispielsweise auf der Welle eines Elektromotors befestigten Träger angebracht ist, der entweder durchsichtig ist oder so kleine Abmessungen besitzt, daß er die Sichtbarkeit des Reklamegegenstandes beim Verschwinden des Lichtschirmes nicht hindert.
  3. 3. Reklamevorrichtung nach Anspruch i, dadurch gekennzeichnet, daß das Verschwinden des Lichtschirmes durch Auslöschen der Lichtquellen bewirkt wird, die dabei ihre Umdrehung fortsetzen, wobei in den Stromkreis zum Speisen der Lichtquellen ein von Zeit zu Zeit selbsttätig wirkender Unterbrecher eingeschaltet ist. .I. -Vorrichtung nach Anspruch i, dadurch gekennzeichnet, daß der Lichtschirm durch zeitweises Anhalten der Leuchtvorrichtung verschwindet, die dabei dauernd leuchtet und während ihres Stillstandes die Wirkung des Reklamegegenstandes unterstützt, wobei sie selbst als Reklame ausgebildet sein kann. Vorrichtung nach Anspruch i und 4, dadurch gekennzeichnet, daß sie mit einer Bremsvorrichtung zum schnellen Anhalten der - Leuchtvorrichtung nach dem Entkuppeln des die letztere antreibenden Motors sowie mit einer Vorrichtung versehen ist, die dieses Anhalten an bestimmten Stellen bewirkt. 6. Reklamevorrichtung nach Anspruch i, dadurch gekennzeichnet, daß die Leuchtvorrichtung durch eine oder mehrere ebene, in der gleichen Ebene angeordnete Lichtquellen gebildet wird, die sich zusammen um eine zu dieser Ebene senkrechte Achse drehen, wodurch eine ebene Leuchtfläche gebildet wird, die den vorerwähnten Lichtschirm darstellt. 7. Reklamevorrichtung nach Anspruch i und 6, dadurch gekennzeichnet, daß sich die ebenen Lichtquellen um eine in ihrer Ebene liegende Achse drehen und so eine leuchtende Rotationsfläche erzeugen, innerhalb deren sich der Reklamegegenstand befindet. B. Reklamevorrichtung nach Anspruch i, dadurch gekennzeichnet, daß eine oder mehrere Lichtquellen auf einer Rotationsfläche oder auch längs einer oder mehreren Erzeugungslinien einer solchen Fläche angebracht sind und sich um die geometrische Achse dieser Fläche drehen, in deren Innerem sich der Reklamegegenstand befindet. -g. Vorrichtung nach Anspruch i, gekennzeichnet durch eine Vorrichtung zum Befestigen des Reklamegegenstandes im Innern der vorgenannten Rotationsfläche. darin bestehend, daß der Träger des Reklamegegenstandes auf der Umdrehungswelle der Leuchtvorrichtungen mit Kugellagern gelagert ist, deren Träger an dieser Achse befestigt sind. io. Vorrichtung nach Anspruch i, dadurch gekennzeichnet, daß der Speisestrom der Lichtquellen den Klemmen der letzteren durch feststehende Bürsten zugeführt wird, die auf zwei Ringen oder Halbringen schleifen, die sich mit den Lichtquellen drehen und entsprechend mit den Klemmen einer jeden Lichtquelle oder mit Gruppen von Klemmen der Lichtquellen verbunden sind. i i. Vorrichtung nach Anspruch i, dadurch gekennzeichnet, daß die Lichtquellen aus Neonröhren bestehen und mit Wechselstrom speisbar sind, dessen Vrequenz zur Umlaufgeschwindigkeit der Röhren regelbar ist. 12. Vorrichtung nach Anspruch i und ri, dadurch gekennzeichnet, daß die Röhren auf ihren gläsernen Trägern mittels eines Halbringes befestigt sind, auf dem die Röhre angebracht ist und der selbst auf eine matt geschliffene Stelle des Trägers aufgeklebt ist, wodurch ein festes Anhaften bewirkt wird. 13. Vorrichtung nach Anspruch i, dadurch gekennzeichnet, daß die Lichtquellen aus einer oder mehreren Gruppen von elektrischen Lampen in beliebiger Zahl und Anordnung bestehen, die verschieden gefärbt sein können, so daß man je nach der Umdrehungsgeschwindigkeit verschiedene Lichtwirkungen erzielt. 1q.. Vorrichtung nach Anspruch i und 13, dadurch gekennzeichnet, - daß die Lampen in Serien geschaltet und mit Vorrichtungen verbunden sind, mittels deren jede Lampenserie für sich oder alle Serien gleichzeitig ausgeschaltet werden können.
DEC39482D 1926-03-11 1927-03-09 Reklamevorrichtung Expired DE454657C (de)

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