DE454695C - Verfahren zur Darstellung von 2-Amino-5-jodpyridin - Google Patents

Verfahren zur Darstellung von 2-Amino-5-jodpyridin

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DE454695C
DE454695C DER63314D DER0063314D DE454695C DE 454695 C DE454695 C DE 454695C DE R63314 D DER63314 D DE R63314D DE R0063314 D DER0063314 D DE R0063314D DE 454695 C DE454695 C DE 454695C
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    • CCHEMISTRY; METALLURGY
    • C07ORGANIC CHEMISTRY
    • C07DHETEROCYCLIC COMPOUNDS
    • C07D213/00Heterocyclic compounds containing six-membered rings, not condensed with other rings, with one nitrogen atom as the only ring hetero atom and three or more double bonds between ring members or between ring members and non-ring members
    • C07D213/02Heterocyclic compounds containing six-membered rings, not condensed with other rings, with one nitrogen atom as the only ring hetero atom and three or more double bonds between ring members or between ring members and non-ring members having three double bonds between ring members or between ring members and non-ring members
    • C07D213/04Heterocyclic compounds containing six-membered rings, not condensed with other rings, with one nitrogen atom as the only ring hetero atom and three or more double bonds between ring members or between ring members and non-ring members having three double bonds between ring members or between ring members and non-ring members having no bond between the ring nitrogen atom and a non-ring member or having only hydrogen or carbon atoms directly attached to the ring nitrogen atom
    • C07D213/60Heterocyclic compounds containing six-membered rings, not condensed with other rings, with one nitrogen atom as the only ring hetero atom and three or more double bonds between ring members or between ring members and non-ring members having three double bonds between ring members or between ring members and non-ring members having no bond between the ring nitrogen atom and a non-ring member or having only hydrogen or carbon atoms directly attached to the ring nitrogen atom with hetero atoms or with carbon atoms having three bonds to hetero atoms with at the most one bond to halogen, e.g. ester or nitrile radicals, directly attached to ring carbon atoms
    • C07D213/72Nitrogen atoms
    • C07D213/73Unsubstituted amino or imino radicals

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  • Chemical & Material Sciences (AREA)
  • Organic Chemistry (AREA)
  • Pyridine Compounds (AREA)

Description

  • Verfahren zur Darstellung von 2-Amino-5-jodpyridin. In den Berichten 58 (19a5) Seite 113 ist von Magidson und Menschikoff ein Verfahren zur Darstellung des 2-Amino-5-jodpyridins beschrieben. DiegenanntenAutoren behandeln dabei das 2-Aminopyridin in wässeriger Lösung mit Jod-Jodkalium. Das so erhaltene Gemisch lassen sie längere Zeit stehen, trennen das ausgefallene Reaktionsprodukt von der wässerigen Lösung und kochen dann mit 3prozentigem (d. h. stark verdünntem) Alkali auf. Nach dem Erkalten wird abdekantiert und der schwarze Rückstand mit Äther extrahiert. Nach dem Abdampfen des Äthers wird das Produkt durch wiederholtes Umkristallisieren aus Benzol und Wasser gereinigt.
  • :Nach vorliegender Erfindung gelingt die Gewinnung von 2-Amino,-5-jodpyridin aus Rohprodukten, wie solche durch jodierung von 2-Aminopyridin, z. B. mit Jod-Jodkalium-Lösungen, erhalten werden, in sehr viel einfacherer und billigerer Weise und unter Erzielung höherer Ausbeuten dadurch, daß das zunächst anfallende Rohprodukt der Jodierung mit starken, z. B. to- bis 3oprozentigen Laugen behandelt wird, worauf es durch einfaches Umkristallisieren aus geeigneten Lösungsmitteln in reiner Form erhalten werden kann.
  • In Ausübung der Erfindung verfährt man z. B. derart, daß man das durch Jodieren von 2-Aminopyridin mit einer wässerigen Jod-Jodkalium-Lösung erhaltene schwarze Rohprodukt mit to- bis 3oprozentiger oder auch höherprozentiger Alkalilauge übergießt und digeriert. Der von der Lauge getrennte Rückstand wird mit Wasser gewaschen. Durch einmaliges Umkristallisieren aus Wasser erhält man das Rohprodukt in nahezu analvsenreiner Form. Gegenüber dem eingangs erwähnten bekannten Verfahren werden beträchtliche Mehrausbeuten erzielt, welche darauf beruhen dürften, daß ein Teil des Rohproduktes aus Perjodiden besteht, aus welchen durch Einwirkung von konzentriertem Alkali Jod unter Bildung von Hypojodit abgespalten wird, welche seinerseits befähigt ist, noch eine weitere jodierung zu bewirken.
  • Das Verfahren wird vorteilhaft bei gewöhnlicher Temperatur oder bei mäßig erhöhten Temperaturen ausgeführt, da bei Erhitzung auf höhere Temperaturen die Ausbeuten zurückgehen, weil anscheinend bei höheren Temperaturen die Bildung von Hypojodit hinter der Bildung von jodat zurückbleibt, welch letzteres nicht befähigt ist, noch weiter jodierend zu wirken. Abgesehen von der Ausbeutesteigerung bietet das vorliegende Verfahren gegenüber dem bekannten den Vorteil, .daß das Ausäthern und das wiederholte Umkristallisieren aus Benzol und Wasser in Wegfall kommt, und daß das Verfahren, wie bereits erwähnt, mit Vorteil bei mäßigen Temperaturen durchführbar ist, während das bekannte Verfahren einen Kochvorgang erfordert. Beispiel. 25g 2rAminopyridin werden in der vierfachen Menge Wasser gelöst. Diese Lösung gießt man in eine wässerige Jod-Jodkalium-Lösung, die Jod im überschuß enthält. Nach längerem Stehen wird von dem entstandenen schwarzen Rohprodukt getrennt und das letztere sodann mit etwa 2oprozentiger Alkalilauge übergossen und digeriert. Nunmehr wird scharf abgesaugt und sorgfältig mit Wasser gewaschen. Aus dem so erhaltenen nur noch schwach gefärbten Produkt gewinnt man nach dem Umkristallisieren aus Wasser kleine, fast farblose Blättchen, die die gesuchte, nahezu analysenreine Verbindung darstellen.
  • Es ist bereits bekannt, bei der Reinigung von Jodbenzol zwecks Entfernung von überschüssigem Jod konzentrierte Natronlauge zu verwenden (vgl. G a t t e r m a n n, Praxis des organ. Chemikers 5. Aufl. [rgo2] S. 2o7). Ein derartiges Verfahren wird man selbstverständlich nur dann anwenden, wenn man Verbindungen vor sich hat, welche das eingeführte Halogen so festhalten, daß durch die Behandlung der betreffenden Verbindung mit Alkali das Halogen nicht wieder herausgenqmmmen wird. @ Aus dem Verhalten des .Jodbenzols konnten Schlüsse auf däs Verhalten des 2-Amino-5-jodpyridins gegen starke AI-kalilaugen nicht gezogen werden. Bei der a1-kalischen Verseifung des 2-Chlor-5-cyanpyri--dins erhält man z. B. in glatt verlaufender Reaktion 6-Oxypyridin-3-carbonsäure und nicht etwa 6-Chlorpyridin-3-carbonsäure; beim Behandeln von 2-Amino-5-nitropyridin mit Alkalicarbonat erhält man in nahezu quantitativer Ausbeute das 2-Oxy-5-nitropyridin. Unterwirft man 2-Chlor-5-aminopyridin der Skraupschen Synthese, so erhält man nicht etwa 2-Chlorisonaphthyridin, sondern vielmehr 2-Oxyisonaphthyridin.
  • Aus vorstehenden Beispielen, welche im Einklang stehen mit der dem Pyridinchemiker bekannten Tatsache der starken Empfindlichkeit vieler Pyridinderivate gegen Alkali, geht hervor, daß die Durchführbarkeit des vorliegenden Verfahrens in keiner Weise voraussehbar war.

Claims (1)

  1. PATENTANSPRUCH: Verfahren zurDarstellung von2-Amino-5-jodpyridin, darin bestehend, daß man das in bekannter Weise durch Behandeln mit jodierenden Mitteln, wie Jod-Jodalkali-Lösungen, erhältliche Rohprodukt der Einwirkung von starken, mindestens roprozentigen Alkalilaugen, zweckmäßig unter Vermeidung hoher Temperaturen, unterwirft und das so. gewonnene 2-Amino-5-jodpyridin '-gegebenenfalls durch Umkristallisieren reinigt..
DER63314D 1925-02-03 1925-02-03 Verfahren zur Darstellung von 2-Amino-5-jodpyridin Expired DE454695C (de)

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Cited By (1)

* Cited by examiner, † Cited by third party
Publication number Priority date Publication date Assignee Title
EP0509559A3 (en) * 1987-08-01 1993-06-30 Takeda Chemical Industries, Ltd. Alpha-unsaturated amines, their production and use

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* Cited by examiner, † Cited by third party
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EP0509559A3 (en) * 1987-08-01 1993-06-30 Takeda Chemical Industries, Ltd. Alpha-unsaturated amines, their production and use

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